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Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 16:43
von Rafael von Arganta
Mit dem Erwachen kamen die Schmerzen, kaum mehr vermochte er noch zu sagen was wahr war was aus seinen Träumen hervorkroch.
Macht dem ein Ende... macht allem endlich ein Ende.
Längst hatte er keine Kraft mehr sich aufrecht zu halten, flüchtete sich immer wieder in die Dunkelheit der Bewusstlosigkeit.
Er vermochte kaum mehr einen klaren Gedanken mehr zu fassen.
Wo er war ... was er war ...
Die Feder ... man hatte sie ihm genommen. Die Feder, sein Pfand ... für ... was?
Rehya ... Rehya ...
Die Tränen liefen seine Wange hinab.
Er wollte sie niemals alleine lassen. Niemals.
Was würde er geben jetzt da zu sein, bei ihr.
Zu zu sehen wie sie älter wurde, schwimmen lernte, Ritter wurde...
Vorbei.
Für ihn gab es kein Morgen mehr. Er hatte verloren.
Er hatte hoch gepokert, die Rabendiener waren stets sein erstes Ziel gewesen, seine Wut sein Hass auf jene ... Doch die Rache war Temoras nicht die Seine. Das hätte er beherzigen sollen.
Wer Wind säht, wird Sturm ernten.
Niemals hatte er sich davor gefürchtet, doch das hier, übertraf seine schlimmsten Alpträume.
Die Feder ... Sie wollten Rehya, sie wollten Rehya um ihn ganz zu brechen. Seine Seele verwundbar machen um ihrem Gott zu dienen.
Nicht Rehya... Temora schütze sie,... Hudgar würde auf sie Acht geben Mortys.. .und verdammt noch mal Darna!
„Von Ritter zu Ritter...“ wisperte er eindringlich mit heiserer Stimme, „wie.. weil...“ er strengte sich an aber der Rest des Satzes fiel ihm einfach nicht mehr ein. „nicht... selbstverständlich ist.“
War das wirklich das Ende?
Würde sein Leben wirklich so zu Ende gehen?
Adrian würde mit Darna zusammen Rehya aufziehen, die Feder? Wo war die Feder? Rafael bemerkte den Gedankensprung gar nicht.
Er straffte sich, doch die Hände waren diesmal stramm gezogen das er sie nicht herabziehen konnte. Die Handgelenke wundgescheuert, blutig, doch diesen Schmerz spürte er schon gar nicht mehr.
Ein Lächeln glitt über seine Züge als er Rehya an Adrians Hand vor sich sah. Beide winkten ihm zu, sahen nicht die Klauenhände die sich aus dem Boden ihnen entgegenreckten, sie ergriffen, an ihnen zerrten. Er hörte ihre Schreie, brüllte selber voller Zorn mit und schrak im selben Moment hoch.
Dunkelheit herrschte um ihn herum. Kein Adrian, keine Rehya... der Boden wölbte sich ihm entgegen, schien zu leben, genauso wie die Stäbe der Zelle sich mit Leben zu füllen begann auf ihn zurückten ihn gegen die Wand drückten, und wieder hörte er dieses Kichern in seinem Kopf.
„Du gehörst Mir!“
Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 16:51
von Alexandre von Galbadan
Lange noch war er wach und sortierte die Karten und schrieb sich Dinge auf die ihm wichtig erscheinen. Nicht eine Spur haben sie gefunden am Turm der den raben einst gehöhrt hatten nichtmal Fussabdrücke waren ihnen aufgefallen. Es war zum Haareraufen einfach nur Katastrphal. Diese Raben waren wie Geister Tauchten auf und verschwanden wieder wie es ihnen gefiehl. Sie trieben ihr Finsteres spiel mit der Allianz und schienen sich heimlich ins Fäustchen zu lachen. Bald bald würden sie wenn Temora ihnen hold war den Rabendiener oder aber die gefangene Seele die den Rabendienern dienen muste habhaft werden. Die Priesterschaft war bereits benachrichtigt und wenn sich die Priesterschaft alsbald sammeln würde dann würden sie in der Allianz eine Messe abhalten und vieleicht mit Temoras Tugend und Kraft jenen Spion aus dem Versteckt treiben. So sie ihm wirklich habhaft wurden gab es vieleicht eine Chance das sie den Sire Retten konnten ihn vieleicht befreien konnten aus den schwingen des Rabens. Diesem finsteren Gesellen der mit seinen Lakaien der endlich gestopt werden muss.
"Temora stehe uns bei" Brummte Alexandre und räumte die Unterlagen wieder zusammen bevor er sich aufmachte erneut beim Kloster vorbeizuschauen. Auch einen Blick auf Bajard wollte er umbedingt werfen. Vieleicht so er Glück hatte wurde er ja auf einen der Raben aufmerksam und konnte ihm Folgen. Sorgsam konntrolierte er seine Ausrüstung und zurrte den Sattel an seinem Ross fest bevor er unter rasseln des Harnischs aufsass und hinausritt in Richtung Kloster.
"Ehre dem Reich" Grüsste er die Allianzwache bevor er davontrabte vorbei am Orden der Temora und auf das Kloster zu dessen Konturen sich im fernen süden abzeichneten.
Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 16:52
von Samira Mia
In ihrem Köpfchen schwirrten so viele Sachen gleichzeitig herum.
Die Reise hier her und was ihre Mama zu ihr gesagt hatte.
Das mit Onkel Farion und das er sie wohl ganz vergessen hatte.
Das mit Fleur und wie traurig sie war wegen ihrer Mama.
Papa Hudi und ihr versprechen dass er die Feste nicht verlassen dürfe.
Das ihr Herz sie irgendwann vielleicht mit ihrem Papa redenlassen würde wie Papa Hudi gesagt hatte.
Die Angst um“ ihre Lana“ das sie sie wenn sie weg muss vielleicht nie wieder sehen würde.
Und dann war da noch der Papa Rafael. Irgendwo war da ein kleines Mädchen das ihren Papa vermisste und nicht wissen durfte dass er entführt worden war.
Sie kannte den Papa Rafael ein klitzekleines bisschen und er war lieb zu ihr gewesen. Das er jetzt gegen seinen willen bei bösen Menschen war, dass sollte so nicht sein. Das durfte nicht so bleiben.
Sie konnte nicht mit ihrer Mama sprechen dazu war sie zu weit weg. Mit Onkel Farion auch nicht, der war ja nicht da. Um Fleur kümmerte sie sich, brachte ihr Möhrchen und zeigte ihr ihre Blümchen. Gestern hatte sie den ganzen Tag wie ein Luchs aufgepasst das dem Papa Hudi nichts passiert. Und „ihre Lana“ hatte ihr ganz ganz fest versprochen das Samira sie immer besuchen kommen dürfte. Aber wegen Papa Rafael war sie ratlos.
Jeden Abend schloss sie ihn in ihre Gebete ein. Erzählte Temora das der Papa Rafael sie jetzt brauchte, aber die Anderen fanden ihn einfach nicht. Es war zum Mäusemelken.
Als Lana ihr wieder sagen musste das sie ihn noch nicht gefunden hatten reiche es der kleinen. Sie musste mit den anderen zusammen beten. Vielleicht würde Temora ja dann auf Samira hören und machen das der Papa Rafael ganz schnell wieder zuhause war.
Problem dabei war nur das Fleur davon keinen Wind mit bekommen durfte. Sie hatte versprochen ihr gegen über zu schweigen was dem Papa Rafael passiert war.
Vielleicht wusste Lana rat…
Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 23:16
von Dalana D´Ron
Es war einfach zuviel, sie konnte nicht mehr ertragen. Jedes Wort Angelinas, was sie über Rafael berichtete, grub das Messer noch tiefer in ihr Herz. Die starke Fassade Dalanas begann zu bröckeln. Schnell eilte sie aus dem Zimmer, damit es niemand sah weder Angelina noch Darcey. Die späteren Anweisungen des Arzberger Korporals einfach nur abnickend, ohne wirklich mit zu bekommen was er von ihr wollte. Dann war sie alleine, die Stille in der Feste raubte ihr schier den Verstand. Weg, raus, einfach nur irgendwo hin. Sie stieg auf ihr Pferd und selbst jenes merkte, dass mit seiner Reiterin etwas nicht stimmte. Sie preschte hinaus in die Dunkelheit, welche sie auch sofort verschlang. Sie war am Ende ihrer Nerven. Wusste nicht mehr weiter. Sie hob den Blick zum Mond und hätte einfach nur am liebsten geschriene, doch kein Laut kam über ihre Lippen. Nein, sie war nicht mehr stark, irgendwann hatte selbst ihre stärke einmal ein Ende. Scharf zog die Schützin dann an den Zügeln des Tieres und jener blieb auch sofort stehen, als das Ziel erreicht wurde.
Völlig benebelt und neben sich stehend stieg sie von „Cyp“ hinunter, sich zum kleinen Teich schleppend. Die blasse Scheibe des Mondes spiegelte sich matt auf der Oberfläche wieder. Verschwommen erblickte sie ihr eigenes, für sie selbst fremd wirkendes Gesicht. Nein, dass da im See war nicht die Dalana, dass da im See war eine Frau die binnen von Tagen um Jahre gealtert schien. Die Reflektion des Mondes gab ihrem Gesicht noch ein extra geisterhaftes Aussehen. Sie ballte ihre Hände zur Faust und schlug sie in die Erde, immer und immer wieder, der Schmerz erschien fast wie eine Erlösung zu sein. Nicht einmal nachdem ihre Knöchel blutig waren, hörte sie auf. Einer Wahnsinnigen gleich kommend, wütete sie mit ihren Fäusten in der Erde.
Sie wollte nicht mehr, sie wollte aufwachen, aufwachen aus diesem bösen Traum. Doch es gab kein entrinnen. Er wollte nicht aufhören, er ging weiter, er brachte sie um den Verstand.
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 02:46
von Samira Mia
Au weia war viel passiert…
Am wichtigsten war das Papa Hudi und Lana und auch Darcey am nächsten morgen mitkommen wollten in die Kirche zu beten für Papa Rafael. Alles andere musste sie selber erstmal irgendwie begreifen.
Der Besuch im Schloss und das kennen lernen von Rahya, Tari, Rahel und seiner Hoheit.
Die Nachricht dass es eine Spur zu Papa Rafael gab.
Angi und ihr verhalten auf dem Hof und ihr Zustand jetzt.
Das Verschwinden von Lana und die glücklicherweise erfolgreiche Suche nach ihr.
Die Worte von Papa Hudi das man sie brauchte und der Erklärungsversuch von Lana dazu im nicht mehr ganz wachen Zustand.
All das und noch so viele Kleinigkeiten mehr verarbeitet sie in einem unruhigen Schlaf, in dem sie immer wieder nach Temora rief doch zu helfen wenn sie könne, während „ihre Lana“ neben ihr saß und über sie wachte.
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 18:01
von Samira Mia
Nach einer unruhigen Nacht setzte sie sich auf und schaute sich verwirrt um. Ihre Lana saß immer noch am Kopfende des Bettes hatte aber die Augen noch geschlossen. Ganz vorsichtig wollte sie die Decke, einer Umarmung gleich, über sie legen. Da erwachte sie auch schon. „Guten Morgen mein kleiner Sonnenschein“ flüsterte sie Samira leise entgegen. Schuldbewusst blickte die Kleine sie an und murmelte dass sie das nicht gewollt habe. Sanft streich Lana über ihre Locken und schüttelte ihr Haupt. „ Das macht überhaupt nichts Samira.“
Nachdem die Zwei sich gewaschen hatten und etwas zum Essen gefunden war, gestand Samira ein, dass sie noch gar nicht wusste was sie sagen sollte, wenn alle zusammen für Papa Rafael beten wollten. „ Spreche einfach aus was dein Herz dir sagt mein kleiner Sonnenschein.“ Bekam sie dann zu hören und Samira seufzte schwer. Nach kurzen überlegen antwortete sie: „ Na gut aber wir brauchen Kerzen!“
Sie hatten fast zu Ende aufgegessen da kam Papa Hudi zu ihnen. Wegen Angi wollte er lieber nicht zur Kirche gehen, weil sonst währe ja keiner da war wenn sie aufwachen würde. Das leuchtete Samira ein und sie wusste dann auch schon sofort einen Ort. Hinten beim Mandelbaum.
Darcey holte die Kerzen und Samira weckte Cyprian ganz leise auf. Schnell hatte sie ihm erklärt was sie vorhatte und er zog sich an. Zwischenzeitlich war Alex in der Festung aufgetaucht und hatte erfahren was gleich passieren sollte.
Gemeinsam gingen sie dann alle zum Sitzplatz im Garten. Alexandre entfachte das Lagerfeuer und Darcey verteilte die Kerzen. Keiner sagte mehr etwas nachdem sie die Kerzen angezündet hatten und vor sich auf den Boden abstellten. Samiras herz klopfte wie verrückt bei dem Gedanken das sie etwas Falsches sagen könnte. Aber sie schüttelte ihren Kopf und schloss dann, neben Lana, sitzend ihre Augen. Sie legte ihre Hände zusammen und dachte daran wie es war als sie den Papa Rafael zum ersten Mal gesehen hatte. Sein Lächeln und der Blick als er von seiner Tochter erzählt hatte. Es wurde ruhiger in ihr.
„Temora unser Licht im Dunkel.
Wir beten hier zusammen für den Papa Rafael.
Das du ihn Stark machst und tapfer bis wir ihn finden.
Es geht ihm gar nicht gut und das macht uns alle Traurig.
Bitte lass dein Licht auf ihn herabstrahlen.
Er braucht dich so nach allem was wir gehört haben.
Und wir wünschen und nichts mehr als das er freikommt.
Das er wieder bei seiner Tochter sein kann und bei uns.
Ganz viele Menschen haben ihn lieb und denken an ihn.
Wenn du ihn das nur fühlen lassen könntest liebe Temora
Deine und unsere Liebe
So beten wir zu dir damit im Dunkel ein Licht für den Papa Rafael leuchtet.
Samira, Lana, Papa Hudi, Darcey, Cyprian und Alex
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 18:26
von Dalana D´Ron
Sie saß neben Samira auf den Boden, die kleine Hand des Mädchens fest in die ihre geschlossen, verweilte der Blick der Schützin für einen Moment auf die flackernde Kerze. Doch dann hob sie ihn und schaute sich der Reihe nach um, im Gesicht von Darcey und Cyprian verweilte sie etwas länger und ein stummes auf stöhnen entwicht ihr. Jetzt war nicht der Zeitpunkt um an Cyprian zu denken, oder über Darcey und den gestrigen Abend. Dieser Augenblick gehörte ganz alleine Samira und ihrem Gebet an Rafael. Langsam schloss auch sie ihre Augen und versuchte sich innerlich zu konzentrieren, die Bilder von Rafael, längst vergessene Erinnerungen wieder empor zu holen. Ihre erste Begegnung als sie ihm einen Pfeil zwischen die Augen schiessen wollte. Die vielen Tage die sie gemeinsam durch die Landen gezogen sind, die vielen Nächte welche sie zusammen verbracht haben, ohne das jemals etwas unanständiges passiert war. Noch etwas stahl sich in ihren Gedanken, etwas worüber sie heute lächelte. Rafael war der erste Mann gewesen, der sich von ihr einen Kuss gestohlen hatte. Selbst jetzt mit geschlossenen Augen zog sich ein müdes Schmunzeln über ihre Züge.
Dann drangen auch schon die Worte Samiras in ihren Kopf, in ihre Gedanken. Sie ließ sich von ihren Worten davon tragen. Mit aller inneren Kraft schickte sie jene an Rafael weiter. Auch wenn es ihr bewusst war, dass jenes nur Wunschdenken war das Temora sie erhörte. Oder vielleicht brachte es ja doch etwas? Dal kniff die Lippen zusammen, sie wollte so gern daran glauben das Temora da war und sie alle erhörte. Doch hatte sie damals schon nicht auf das flehen einer seelisch zerstörten Schützin gehört, warum sollte sie es diesmal tun? _Nicht Zweifeln Dalana_ ermahnte sie sich innerlich zur Ruhe. So ließ sie Samiras Stimme weiter auf sich einwirken. Mit ihren Gedanken stets bei Rafael.
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 19:07
von Rafael von Arganta
Davon das Angelina bei ihm war, ihre warme Hand auf seine Wange legte, davon bemerkte er nichts, nichts von ihrer Sorge, ihren Tränen, nichts von den Vorbereitungen der Rabendiener ihm endgültig den Verstand zu rauben.
Angelina hatte man wieder fortgebracht bevor man mit der Prozedur begann.
Ihn weckte und ihm dann das schluchzende Kind zeigte das neben ihnen stand.
„Reeeeeeeeeeeeehyaaaaaaaaaaaaaaaa !“
Sein verzweifelter Schrei hallte von den Wänden wieder, und es war als würde etwas in ihm zerbersten. Sie hatten sie. Das Wie war egal ... Hudgar getötet, sagten sie ...
Kaum, doch sein Verstand versagte ihm einen Widerspruch. .
Sein Wille, alles was ihn bisher aufrecht gehalten hatte... seine Hoffnung ... .
Er sah Rehya sterben. Sah wie sie noch zu ihm wollte und er risst wie irrsinnig an seinen Ketten, die allerletzten Kräfte mobilisierend. Nicht Rehya... nicht sie. Alles würde er für sie geben, Sein Leben, seine Seele. Nicht sie... sie durften ihr nichts tun. Die Ringe in den Wänden die die Ketten hielten knirschten bedenklich aber er vermochte seine Tochter nicht zu erreichen, konnte ihr nicht helfen und musste einfach nur zusehen wie sie im Versuch zu ihm zu gelangen starb.
Er brach zusammen.
Endgültig und ohne weiteren Halt.
Sich flüchtend in die Dunkelheit der geistigen Ohnmacht.
Seine Tochter leiden zu sehen wegen ihm. Seine Tochter die noch nie wirklich irgendwem etwas getan hatte.
„Rehya ...“ kam keuchend über seine Lippen und er begann haltlos zu schluchzen, sich dabei vor zurückwiegend.
Schlafentzug, dauernde Schmerzen, all das taten den Rest dazu.
Die Augen verdreht, vernahm er nichts mehr was um ihn herum geschah.
Er hatte endgültig aufgegeben.
Nichts mehr was ihn hätte zum Kämpfen animieren könnte, nichts mehr das ihn daran erinnerte das er auch Freunde hatten die sich um ihn sorgten.
„Ihr habt alles verloren ... Rafael.“ Hörte er die seichte Stimme. „Alles. Weil ihr euch gegen den Raben gestellt habt. „Erklärt ihr warum sie sterben musste. Erklärt ihr warum ihr unschuldiges Leben Enden musste. Sie ist euretwegen gestorben.“
Der Mann hielt inne, wohl nicht wissend ob seine Worte ihn erreichten.
„Ich glaube... wir sind fertig.“ Meinte der dann anerkennend zu seiner Komplizin.
„Bringen wir ihn hinauf. Sollen ihn unsere Kreaturen zu Tode hetzen.
Man löste die Ketten von seinen geschundenen Gelenken, und schleifte ihn dann hinauf, um ihn weitab von seinem Gefängnis im Wald ab zu legen.
Dann riefen sie nach ihren Kreaturen, doch von all dem bemerkte Rafael längst nichts mehr.
Willenlos fast starrte er vor sich hin, die Kreaturen die auf ihn zu kamen wie eine Erlösung erachtend, doch etwas... etwas war nicht in Ordnung.
Er spürte, fühlte eine Wärme in sich. Friede ein Wispern wie von vielen Stimmen... Temora...
Temora wer war Temora... die Stimmen jedoch, als würde er sie kennen,
Keine Drohung, keine Peinigung... Wärme.
Seine Hand fuhr hinauf zu dem Amulett das er noch immer um seinen Hals verspürte und umschloss es fest.
Die Hoffnung die er durch die Stimmen, die Wahnvorstellung erfuhr, schienen ihm neue Kräfte zu geben. Er kam langsam hoch, noch ehe die erste Knochenhand ihn erreichte, und stolperte vorwärt.
Er achtete nicht auf den Weg, er wusste eh nicht wo er war wohin er wollte, einfach vorwärts, den Stimmen entgegen., und so taumelte er vorwärts.
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 20:02
von Angelina Tjorven
"Das Wasser ist nass das Wasser ist nass, wie köstlich schluckt und schlürft sich das! Das Wasser ist nass...", die Worte von Rafael tauchten ihr immer wieder in den Gedanken auf - in ihren Träumen, die sie unruhig schlafen ließen. Er war so verwirrt, seine Augen verdreht, als sie versuchte ihn anzusehen. Er schrak zurück wie ihre Hände seine Wangen berührten... überall Blut... kein Licht, und Rafael am Ende seiner Kräfte.
Die junge Heilerin war auf dem Weg nach Lameriast, als sie ein dunkel gekleideter Mann verfolgte. Er sah nicht abschreckend aus, und fiel sonst nicht weiter auf während er mit ihr an Bord ging. Nur ein Geruch, gar ein Gestank von... Schwefel? und Tod lag unter Deck als er sich gegenüber zu Angelina setzte.
"Ich habe ein Geschenk für Euch.", waren seine ersten Worte.
"Ich sehe das ihr von der Allianz seid..."
"... Er lebt, und wir halten unser Versprechen.", erst dann verstand sie und stolperte erschrocken wenige Schritte rückwärts. Sie hatte etwas angst, denn ihr wurde klar das er sie verfolgt hat um ihr diese Informationen zu überbringen. Sie fasste aber allen Mut zusammen, verhielt sich gegenüber ihn ruhig. Auch wenn er sich streubte, sie versuchte immer wieder Antworten aus ihm heraus zu kitzeln...
"Wo ist er?"
"Ich will ihn sehen... bitte, lasst mich zu ihm!"
Es ist als eine Strafe gedacht, als Abschreckung sich im Kampf gegen die Rabendiener zu stellen...
Die Worte des Rabendieners pochten mehrmals in ihrem Haupt, immer wieder stachen diese als Erstes hervor, ehe sie Rafael vor Augen hatte.
Sein Körper voll Blut... tiefe Einstichwunden - scheinbar mit einer unreinen Klinge... Er war am durchdrehen, sein Verstand wurde ihm geraubt - benebelt um nicht einmal selbst zu wissen, wer er war... Rafael konnte mich nicht sehen, er hatte angst vor mir... furchtbare angst vor meinen Berührungen. Ich durfte nicht mit ihm sprechen - kein Wort, sonst hätten sie ihn hingerichtet.
Sie wand sich panisch im Bett, in dessen sie von Darcey an jenem Abend ihrer Rückkehr abgesetzt wurde. Es war solch eine Qual nicht mit ihm reden zu dürfen... nicht einmal den Kuss den sie auf Rafael's Stirn hauchte nahm er wahr... ebenso wenig die Träne, die auf ihn nieder tropfte und sich an seiner Schläfe hinab bahnte. Es tat so weh es mit ansehen zu müssen! Am liebsten wäre sie für immer bei ihm geblieben... hätte sich für ihn geopfert, die Schmerzen auf sich genommen.
"Es ist Zeit für euch zu gehen.", sie ignorierte für einen kurzen Moment die Worte des Rabendieners und versuchte inständig den Blick von Rafael erhaschen zu können.
Ihre schlanken Hände lösten sich von ihm... er sackte zu Boden, er verlor den Halt - sein Kopf geneigt, fast schon wie abgetrennt wog er sich sachte durch den Ruck seines Körpers.
"Kommt jetzt...", hallten die Worte knapp und trocken durch den Raum. Sie musste die Zelle verlassen, auf Befehl des Rabendieners.
"Lasst ihn gehen... oder ihr brecht euer Versprechen.", knurrte Angelina verbissen zur Seite. "Seine Kräfte sind am Ende... er wird sterben."
"Wir halten unser Versprechen.", wiederholte er deutlich und forderte die hiesigen Diener mit einer flüchtigen Handbewegung auf, die Heilerin zu ergreifen.
"Legt die Augenbinde an. Meine Diener werden euch begleiten und weit genug von uns absetzen. UND verfolgt uns NIE wieder..."
Sie glaubte fest daran das die Rabendiener ihn bald freilassen würden... Irgendwie, vertraute sie ihnen? Und schon setzten die Diener an die Heilerin vom Boden abheben zu lassen und sie die Stufen hinauf zu schleppen.
"ANGELINA!... Öffnet die Tore!", schrie Dalana von den Mauern hinab, ehe sie auch schon nach unten angekommen war. Darcey war neben ihr gestanden während Angelina schluchzend und total verheult vor den Toren der Allianz saß. Sie war am Ende... nervlich am Ende - alles was sie sah war so schlimm für sie.
Sie schluchzte, kam kaum zu Wort und verlor immer wieder einige Tränen während sie Darcey versuchte alles zu erklären.. Wie schlimm doch Rafael aussah, überall sein Blut! Doch sagen, wo sie ausgesetzt wurde - wo die Rabendiener zu finden sind, konnte sie nicht.
Sie verfolgte ihn nur, wurde zu Boden gezogen als ein Skelett sich unter ihr an ihr zu schaffen machte. Es ohrfeigte sie, bis sie freiwillig die Augenbinde auf ihre Lider legte und sie mit einem Knoten an ihrem Hinterkopf festigte.
Sie war zu erschöpft und doch wollte sie abermals aufbrechen um Rafael zu suchen. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, jetzt sich schlafen zu legen...
"Du brauchst deinen Verstand für Rafael. Sobald wir ihn gefunden haben, musst du ihm helfen.", wisperte Darcey zu ihr, lächelte und brach ebenso auf um all die Freunde - die wichtigen Personen von Rafael - zu informieren.
Angelina wartete, konnte nicht alleine in diesem Raum sitzen.. sie kam sich so eingesperrt und irgendwo schuldig vor... Sie musste hier raus, ihn suchen! Auch wenn sie alleine los ziehen musste.
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 20:21
von Darcey de Mormont
Der Bannerturm
Die Torwache beim Wachwechsel:
„der schläft wohl nie was Gedion?“ mit Blick auf Darcey. „Ja scheint so Marces, tagsüber reitet er Patrolie auf der Suche nach Spuren von Sir Arganta und Nachts nimmt er die Wache am Banner ein. Ich habe schon einiges über die Arzberger gehört, hielt es aber für Soldatenmärchen. Marces weißt du eigentlich den Bannerspruch von Arzberg? „Ne Gedion wie lautet der den?“ „Blut und Tränen, Tränen und Blut hat was mit…………“
Von alledem bekam Darcey nichts mit, sein Blick war stur gegen Osten gewandt.
Die Gedanken kreisen zurück:
Langsam wanderte das heute erlebte durch seine Gedanken und zog weite Kreise. Die Eskorte von Fleur, Hudis Tochter und dem Sonnenschein Samira, Farions Mündel. Das Schloss, der junge Graf Antares, mit dem wenigen Selbstvertrauen und dem weichem Herz.
Doch dann Überschlugen sich die Ereignisse und sorgte für Gefühlschaos in ihm. Wollte er doch nur eine Patrolie reiten.
Angelina!!!!!
Eigentlich wollte er nur einige Tränke aus der Apotheke der Feste hohlen, als er auf Dalana traf. Teilte man doch gemeinsam so manche Sorge in dieser Zeit des bangen, so war jedes Wort unter Freunden wichtig. Unterbrochen durch den Hornruf der Torwachen, eilten beide hinaus. Am Tor stand eine fremde die auf jenen frage was Ihr begehr sei antwortet „ich will in die Gilde der Adl eintreten“. Doch jenes hörte er schon nimmer und fast gleichzeitig entfuhr es Ihm „TOR AUF ANGELINA IST VERLETZT“
Hudgar Rahel und die kleine Sonne:
Im Gestreckten Galopp ritt er gegen Varuna, durch offene Stadttor, Richtung Schloss. Nach kurzen ausweisen durch den Schlossgarten an Rahel vorbei „wir haben eine Spur von Sir Arganta“. Unter den Torbogen hindurch knapp am Schlossteich vorbei, über die Gartenbank und Heckenrosen hinweg kam er unter der Treppe zum Haupthaus zum stehen, und rannte durchs Tor. Rahel kam ihm nach gerannt und holte so gleich Hudgarr, Samira war auch schon zur Stelle. Kurze Worte und Hudgarr brach mit Samira auf zur Feste, er selber berichtet Rahel was er wusste und gab Ihr sein Wort sobald neues eintrifft Sie zu benachrichtigen.
Frauen, hat meine ist es nichts, hat man keine ist es auch nichts:
Samira ging wie Ihr geheißen zu Angelina ans Bett und begann zu Betten, eilig kam Sie angerannt Darcey, Papa Hudi im Bett ist keiner nur Decken. Ein Brüller Richtung Torwache, eine Handdeutung und kurz darauf kam Darcey mit einer Schlafenden Angelina auf den Armen zurück. Doch kurz darauf die nächste Hiobsbotschaft, Dalana war weg. Ehe Hudgarr und Samira reagieren konnte war Darcey schon im Sattel und rief „ich suche Im Osten“
Ein schmerzhafter Weg beginnt:
Mehr durch Zufall oder doch Eluives Wille, fand er Dalana auf einen Baumstamm sitzend in einer Waldlichtung. Still setzte er sich neben Sie ohne ein Wort zu sagen. Erst als Sie ihn, wohl Hilfe suchend umschlang, mit ihren Armen und zu sprechen begann antworte er. Lange sprachen sie mit einander, die Worte ruhig und sanft. Still verband er ihre Hände und Sie lies es gewähren, auch die Umarmung die er Ihr gab als Sie sich an ihn lehnte. Er streckte die rechte Hand aus und ohne zögern legte Sie ihre in die seine. „Willst du mich begleiten auf meinem Weg?“ war die leise Frage an Sie. „bis zur Feste?“
„und darüber hinaus so du möchtest Dalana“ was war nur geschehen. Sie ist doch die Freundin von Cyprian, Darcey er ist dein Kamerad. Doch irgend wie hatte Sie einen Teil seines Herzens eingenommen.
„ich kann dir darauf jetzt noch nicht antworten.“ Sie erhob sich und stellte sich zu einem Baum mit den Worten „du bist ein wunderbarer Mann“ was er nur erwidern konnte mit „und du eine wunderbare Frau.“ Und so stellte er sich etwas abseits hinter Dalana, unsicher was wohl noch kommt. Abrupt dreht sie sich um Blickte ihn tief in die Augen, als Sie dann an Ihm vorbeiging streifte Sie über seine Hand.
Die einsame Wacht:
Sicher brachte er Dalana zurück in die Feste kein Wort wurde gewechselt. Samira stürmte auf sie zu und eine Umarmung folgte die lange anhielt und gar manches Wort wurde gewechselt zwischen den Beiden die Teile seines Herzens gestohlen haben. Hudgarr wurde besänftigt in dem Darcey das getan hat was er immer getan hatte den Kammeraden schützte. Danach zog er einen Armreif hervor und schob ihn Dalana in die Hand. Ein Stück aus Silber gearbeitet wohl passend für Samiras kleinen Arm.
„Ich bin auf Wache am Torturm“ meinte er. Nur ein leises gebe auf dich acht von Dalanas Lippen nahm er noch war.
Einsam stand er am Banner der Allianz. Nur die Sterne, der Wind und das Geflüster der beiden Torwachen Gedion und Marces begleiteten Ihn.
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 21:24
von Aira Sokarth
Es war ein Bauernkind, klein, unschuldig und – so sollte sie es zumindest sehen – wertlos. Es war wie Rehya, Rafaels Tochter, zurechtgemacht. Das Alter stimmte, die Haare, die Größe, sogar die Augen passten. Wenn man nicht bei klarem Verstand ist, würde man nicht erkennen, dass es sich nicht um jene Rehya handelte. Sie war gefesselt und wimmerte in grauenvoller Angst vor dem was da kommen sollte, als Aira sie die Treppe hinunter zehrte. In der anderen Hand trug sie einen Beutel und einen Kopf, sehr ähnlich dem von Hudgar, Rafaels Schwager, welcher auf seine Tochter aufpasste.
Alles diente dazu Rafaels Geist zu brechen und ihn in endlose Tiefe zu stürzen. Und alles nahm wie geplant seinen Lauf, das Kind starb, Rafael schrie und zerbrach. Aira musste die Augen schließen. Sie konnte ihren Blick nicht auf das Kind richten. Der Gedanke allein drängte sie dazu den Raum zu verlassen. Aber das konnte sie nicht. Sie schloss die Augen um es nicht zu sehen und sammelte sich. Als sie wieder aufblickte lag Rafael am Boden und ihr Gesicht offenbarte nicht eine einzige Gefühlsregung. Sie schafften Rafael hinaus. Die Untoten würden ihr übriges tun und sein nun sinnloses Leben beenden. Sie würden ihn hetzen bis sein Körper aufgab, wie sein Geist es bereits getan hat.
Doch davon bekam Aira nicht mehr viel mit, ihre Gedanken verweilten woanders. Ihrem Mann blieb dies nicht verborgen. Und so nahm er sie mit nach Bajard. Und sie erklärte ihm leise was sie bedrückte. „Männer sind nicht schlimm, Frauen nur ein wenig, aber Kinder…“ Er fragte sie ob sie noch nicht bereit sei. Sie schüttelte nur den Kopf und erklärte ihm, dass es sie an ihr verlorenes Kind erinnerte, dass sie nicht verstand wieso sie es verlieren musste bevor es überhaupt geboren wurde. Sie hatte nichts getan, was den Raben so verärgern könnte. Wieso hatte er es ihr genommen? „Er wird anderes für uns vorgesehen haben.“ Erklärte ihr Mann. Er sagte, dass sie glauben müssen. Und sie glaubte auch, ihren Glauben an den Raben hatte dies nicht erschüttert. Ja sie war bereit, doch für welchen Preis? „Wenn du verzweifelst wirst du dich verlieren, werde ich dich verlieren.“ Sie antwortete, dass das Alter sie abstumpfen lassen würde, dass es dazu beitragen wird, dass sie vergessen würde. Aber vielleicht hätte der Rabe auch Gefühle für sie vorgesehen, vielleicht sollte sie es ertragen und fühlen. „Ja vielleicht hat er Menschlichkeit für dich vorgesehen, als Anker für uns in dieser Welt.“ Doch erst als er ihr erklärte, dass sie noch jung sei und der Tag des gemeinsamen Kindes kommen würde, gelang es ihm sie zu beruhigen und sie von ihrem Kummer ein Stück zu entlasten.
Verfasst: Donnerstag 11. September 2008, 00:01
von Hudgarr Stolzenfels
Nachdem Rafael sicher in der Feste war, ging Hudgarr mit Samira Blumen pflücken, damit Rafael und auch Darcey schnell wieder gesund würden, wie Samira meinte.
Darcey lag oben, er wurde verletzt bei der Rettung von Rafael.
Hudgarr hatte grade Samira an der Hand und da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.
Er hatte etwas vergessen.
"ADRIAN", Er hatte vergessen Rafaels Rettung sofort seiner Hoheit mitzuteilen.
Er ließ Samira los und eilte zum Schloss, wo er in die Gemächer seiner Hoheit, der schon schlief stürmte. .
Leider rannte er erst gen des Zimmers des Herzogs, die Wachen zu überrascht, ihn kennend um ihn auf zu halten, sich schnell entschuldigend rannte dann weiter zu dem Adrians, riss die Türe auf und weckte ihn mit den Worten "Wir haben Rafael zurück und er lebt"
Verfasst: Donnerstag 11. September 2008, 02:58
von Dalana D´Ron
Es war endlich ein wenig Ruhe in der Allianzfeste eingekehrt, jeder der dringend Schlaf von Nöten hatte, suchte sich ein Plätzchen. Doch nicht alle holten sich das, was ihnen seit Tagen nur noch selten zugestanden wurde. So auch Dalana nicht. Als sie sich von Cyprian verabschiedet hatte, eine Verabschiedung die ohne einen Ansatz von Zärtlichkeit von sich ging, eilte sie wieder hinunter in den Keller. Rafael war oben in guten Händen, bisher hatte sie nicht einmal die Chance gehabt zu ihm zu gehen, zuviel war wieder einmal drum her rum passiert. Mal abgesehen davon befanden sich genug Leute in dem kleinen Zimmer. Nur durch hören sagen von anderen Allianzler, wusste Dal in etwa wie der Zustand des Kronritters war und jener machten ihr Sorgen.
Vorsichtig öffnete sie die quietschende Eisentür und schlüpfte in das Zimmer. Ein Bett reihte sich neben dem anderen und in eines dieser lag Darcey. Die Fackeln an den Wänden spendeten gerade so genug Licht um nicht über die eigenen Füsse zu stolpern. Es war an der Zeit die Verbände zu wechseln, sie hatte es zumindest Angelina versprochen. Vorsichtig ging sie wieder vor dem Bett in die Knie, die Flüssigkeit aus Gingseng und ebenso die Verbände zu sich her ran ziehend. Tief holte sie Luft und begann langsam den blutigen Stoff von den Wunden zu entfernen. Leise stöhnte Darcey auf und seine Hand fuhr tastend über die Bettdecke, bis jene auf ihren Oberarm traf und darauf ruhen blieb. Die Schützin biss sich leicht auf die Unterlippe und fuhr mit ihrer Tätigkeit fort.
Nachdem eine geraume Zeit verstrichen war, befand sich wieder ein frischer Verband auf die Verletzungen. Erschöpft richtete sich Dalana wieder etwas auf, die braunen Augen huschten zum Gesicht des Kriegers, dann zu seiner Hand hinunter, vorsichtig versuchte sie ihren Arm zu befreien. Doch als sie schon aufstehen wollte, warf Darcey seinen Kopf von einer Seite auf die andere und der Körper bäumte sich etwas auf. Mit sich selbst kämpfend, entschied sie sich dann doch dafür bei ihm zu bleiben. Schnell waren einige Kissen geholt und auf den Boden ausgebreitet, sie ging wieder in die Knie. Mit einem feuchten Tuch strich sie ihm die Schweißtropfen aus der Stirn. Dann traf es sie mit einmal, die Augen wollten ihr einfach nicht gehorchen und sie spürte die Müdigkeit die in ihr hoch kroch. Es dauerte nur Sekunden und der Körper der Frau sackte nach vorne halb auf das Bett, sie wollte nicht, doch war sie eingeschlafen. Dabei wollte sie doch für alle da sein, wenn man sie benötigte. Nur ob irgendjemand Dalana wach bekommen würde, war wohl fraglich. Viel zu eng hatte der Schlaf seine Fänge um die Schützin gelegt und ließ sie auch so schnell nicht wieder los.
Verfasst: Donnerstag 11. September 2008, 06:42
von Cyprian Laeneos
Schweigend saß Cyprian noch auf seinem Bett, den Blick starr auf die Kerze vor sich gerichtet. Gedanken und Gefühle ließen ihm heute einfach keine Ruhe und einmal mehr spielten vor seinen Augen die Bilder von Dalanas Enttäuschung als er ihr sagte, dass jener Brief nicht seiner war. Wie es ihn zerris von Minute zu Minute wurde es ihm schwerer einfach nur weiterzuatmen. Cyprian würde sie nie anlügen und umso mehr hasste er sich für die Schmerzen die diese Wahrheit mit sich brachten. Er wollte ihr nicht weh tun - wollte es wirklich nicht.
Einmal mehr strich er nun mit dem Ärmel unwirsch über sein Gesicht, einem trotzigen Bengel gleich der krampfhaft daran glaubt, die Tränen würden eine Ende finden, wenn man sie nur lang genug beiseite wischt. Schließlich stand er auf und machte sich auf den langen Weg in den Keller. Vielleicht war Dalana noch dabei die Verbände Dareys zu erneuern und er konnte ihr helfen...
Dem war jedoch nicht so, denn als er dazukam war sie bereits eingeschlafen. Die geröteten Augen tasteten die dunklle Schlafkammer ab bis sie schließlich einen schlanken Schemen halb neben und halb auf Darceys Bett fanden. Cyprian verharrte einen langen - es erschien ihm eine Ewigkeit zu vergehen - dann aber tret er ein und bettete Dalana vorsichtig auf seinen Armen und trug sie nach oben bis auf sein Zimmer, wo er sie auf das Bett legte und vorsichtig die Decke über sie zog.
Ein weiterer langer Augenblick verstrich, während er auf der Bettkante saß und der schlafenden Frau zusah und zumindest der Umstand, dass sie nach all den zermürbenden Tagen entlich Schlaf gefunden hatte ließ ihn kurz lächeln. Mit den Fingerspitzen strich er nun sanft durch ihr Haar, über ihre Wange und schließlich berührte er mit dem Zeigefinger nur ihre Lippen. "Schlaf gut mein Rehchen", es war nur ein Flüstern und trotz des Bebens welches noch ihm noch immer die Kehle zuschnüren wollte war es zärtlich und liebevoll.
Dann aber stand er langsam auf und verließ das Zimmer, die Festung und passierte schließlich auch das Tor zu Fuß in Richtung des bereits heller werdenden östlichen Horizonts.
Verfasst: Donnerstag 11. September 2008, 12:31
von Samira Mia
Wohl weil sie nachmittags noch mal geschlafen hatte und weil alles so aufregend war, konnte sie noch nichts ins Bett. Das sollte sie eigentlich, zumindest hatte das der Mortys gesagt. Samira war froh das er den Papa Hudi holen wollte wegen einer Geschichte. Der Papa Hudi würde das schon verstehen das sie jetzt , da der Papa Rafael wieder da war noch nicht schlafen könnte. Wollte sie doch endlich genaueres wissen.
Man hatte sie in Lana`s Zimmer geschickt, grad als er ankam und sie gehorchte Alex. Oben dann hatte sie sich so weit wie möglich, amTürrahmen festhaltend, vorgebeugt, damit sie wenigstens etwas hören konnte was die Anderen unten sagten und genau dabei hatte Mortys sie erwischt.
Als der Papa Hudi zu ihr kam war kein Wort mehr davon dass sie schlafen sollte. Er nahm sie mit nach unten, ganz nach Unten, zu Darcey. Er hatte sich weh getan sagte Papa Hudi und Vorsichtig zog sie die Tür zum Schlafsaal auf. Angi und Lana waren bei Darcey und versorgten grade die Wunden. Lana warf sich Halb auf den Verletzen während Angi einen Umhang über ihn deckte. Erschrocken und mit bebender Stimme fragte sie ob Darcey gestorben war, weil Angi ihn so schnell zudeckte, aber ihre Lana beruhigte sie.
„Hör mal mein kleiner Sonnenschein“ …Uff es konnte also nicht so schlimm sein, sonst währe Lana`s Stimme gewiss eine andere gewesen… „du gehst jetzt mit dem Papa Hudi raus und sammelst einen Blumenstraus für Darcey.“ …Endlich konnte sie etwas tun und dann auch noch etwas was sie liebte… „Viele Blumen?“ „Ja Spatz so viele, das du sie kaum noch tragen kannst. Dann wird er schnell wieder gesund.“ … hmm ja also das sollte sie doch wohl hinbekommen…
Sie blickte zurück zu dem großen Mann. Papa Hudi wirkte irgendwie durcheinander. Sie ging hin und nahm ihn bei der Hand. Inständig hoffte sie, dass es ihm auch gut tun würde. Oben angekommen, grad als sie in den Windfang gehen wollten griff er sich an die Stirn. „Samira ich hab was vergessen. Entschuldige ich muss noch mal weg.“ Er entzog ihr seine Hand und ließ sie alleine.
Verwirrt, ob der ganzen Ereignisse, schaut sie kurz zu Marcos hinüber der mehr oder weniger in das Kartenmaterial vertieft zu sein schien. Also zog sie alleine los in den Garten der Feste. Sie hatte noch nicht lange gesucht da kam Marcos raus und redete kurz mit ihr. Er erzählte ihr das er Blumen ass. Samira fand ihn seltsam und das nicht nur weil er ihr erklären wollte das die komische schwarze Knolle eine Unter-der-Erde-Blume sei, sondern auch weil er sie in die Wange gekniffen hatte im vorbeigehen. Etwas trotzig schaute sie ihm nach, aber es gab wichtigeres im Moment.
Ganz fest an Temora denkend sammelte sie dann von hinten, wo sie heute Morgen noch alle zusammen für den Papa Rafael gebetet hatten, zwei kleine Sträusse. Rausgehen, dahin wo all die Blumen waren die Lana ihr gezeigt hatte traute sie sich jetzt im dunklen nicht. Waren da ja immer noch die Wölfe die Fleurs Mama getötet hatten.
Beim reingehen stieß sie dem Papa Hudi die Tür in den Rücken. Schuldbewusst schaut sie zu ihm auf. Sie hatte nicht geahnt das er, oder ein anderer, da stehen könnte. Er, ihre Lana und Rahel unterhielten sich grade. Schnell lief sie hinunter und stellte die Blumen in zwei Wasserkrüge. Den einen brachte sie zu Darcey, den Anderen nahm sie mit hoch für Papa Rafael.
Rahel erklärte ihr das sie im Moment die Blumen nicht mit rein nehmen sollten, weil es dem Rafael nicht gut ginge und er nicht gut atmen könne. Und dann geschah etwas was sie sich nicht zu Hoffen gewagt hatte. Rahel nahm sie mit zu ihm. Zu ihm, für den sie ganz doll gebetet hatte. Sie durfte ihn sehen. Würde dann wissen wie es ihm wirklich ging. Sie mochte den Papa von Rehya, auch wenn sie sich noch nicht doll kannten. In ihren Köpfchen überschlugen sich ihre Gedanken und wollten fang mich doch spielen. Sie Wollte ihm so viel erzählen.
Ganz ganz leise, kaum sich trauend zu atmen, ging sie an das Bett und verharrte eine weile. Bis sie dann leise hauchend nahe seines Ohres flüsterte. „Temora liebt dich Papa Rafael!“
Ruhig schief der Mann und Rahel erklärte ihr wie man schauen konnte ob jemand Fieber hatte. Nach kurzem Zögern stellte sie sich auf die Zehenspitzen und beugte sich vor. Grade so weit das ihre Lippen die Stirn des Verletzen berührten. Sie schloss ihre Augen und fühlte.
Genau wusste sie es nicht, aber sie glaubte dass der Papa Rafael Fieber hatte. So warm hatte sich seine Stirn angefühlt. Rahel nickte und kontrollierte ihre aussagte. „Es ist nicht wärmer als vorhin Samira.“ Sie redeten noch darüber was Rafael gerne mochte und darüber das Samira Rahel helfen durfte. Sie versprach ihr tapfer zu sein und ganz schnell Papa Hudi zu holen wenn der Papa Rafael wach und wütend werden sollte. Den das konnte passieren erklärte Rahel der Kleinen.
Nun wurde sie doch so langsam sehr müde. Nachdem sie sich von den Beiden verabschiedet hatte suchte sie ihre Lana. Sie brauchte jetzt ihre nähe und so hoffte sie ein bisschen vielleicht brauchte Lana ja auch ihre. Ganz heimlich kuschelte sie sich an die Schützin und wollte noch beten. Die Hände legte sie noch zusammen aber mehr schaffte der kleine Kinderkörper nicht mehr. An Temora denkend schlief sie ein.