Seite 2 von 2

Verfasst: Mittwoch 15. Oktober 2008, 11:29
von Evja Hinrah
Ohne das sie wusste wolang sie ritt sah sie um die Wegbiegung ihre Thyren und einige gerüstete Städter. Als sie schließlich näher ritt erklärte Spjall das die Wölfe wohl kommen würden und das sie einen raffinierten Plan hätten jene zu fangen.

Spjall, ein Städter und sie sollten einen der wölfe mit einem aus gold-gewebten Netz fangen doch der Städterkerl Hudgarr war wohl sein Name lies sich wohl schnell davon abbringen als Evja ihm die Meinung sagte wohl ob seines Helmes. Im Nachhinein würde er wohl recht glücklich über seine Entscheidung sein.

Sie zogen durch den Wald und erblickten tote Wölfe überall auf dem Gras sah man Blutflecken und die Werwesen labten sich an dem Blut.
Die Thyren hassten diese Wesen, sie hatten ihre Wölfe umgebracht. Schwestern und Brüder, verwandt im Geiste und waren selbst überhaupt nicht wolfsähnlich ausser ihrem Aussehen.

Spjall und Evja warfen sich mit dem Netz auf eine große Wölfin und zwangen sie so zu Boden, beide wurden verletzt durch Bisse und durch den Schlag ihrer Krallen. Mächtig war die Kraft doch durch das goldene Netz mochten sie zu ihrem Glück nicht die volle Kraft bemerken des Wolfes.

Die Städter hantierten gerade mit dem anderen Wolf rum, während sie immer noch versuchten dieses Werwesen zu bändigen welches unermüdlich strampelte und zuschnappte.
Aus der Wunde an der Schulter und dem Oberschenkel flossen reichlich Blut und benetzten Kilt und Stiefel mit ihrem eigenen Blut.

Spjall sah auch nicht besser aus dessen Brustschutz einen riesigen Riss aufwies aus dem ebenso Blut strömte.
Dann endlich kamen die Fuchtler und auch Rafael und lähmten den Wolf mit Tränken und ihrer Fuchtelei.

Sigfastr stand schützend vor Evja, wusste er doch welch Schmach es war vor den Städtern sich verletzt zu zeigen. Auch wenn ihr Gesicht weiterhin verbissen war und sie sicherlich in einem Krieg weitergekämpft hätte so war diese Schlacht nun vorbei.

Die Wölfin musste ihre Wunden lecken und nach Hause reiten.
Der Weg war anstrengend und ein weiteres Werwesen stellte sich ihnen in Bajard in den Weg. Nun wurde auch Sigfastr verletzt und so kehrten drei Wölfe in die Halle Grimwoulds ein und tranken auf den Sieg und auf die fast beendete Aufgabe Wolfs.

Verfasst: Mittwoch 15. Oktober 2008, 12:48
von Spjall Hinrah
Nachdenklich legte er sich in die Felle und dachte nocheinmal über die vergangene Nacht nach.

Recht ruhig fing alles an, die Jagd nach den Bestien. Aufgeregt war er nicht , warum auch? Er war nicht zum ersten mal auf der Jagd nach ihnen und ein guter Krieger war er dazu, doch alles kam anders.

Mit Evja stand er vor der Wölfin, das mit dem Golddraht hergestellte Netz leicht gespannt um jene Bestie darin einzuwickeln. Als der Zweite Wolf durch die Städter abgelenkt war, rannten Evja und er auf die Bestie zu und rissen sie mit sich auf den Boden.

Eingewickelt im Netz wehrte sie sich recht Stark doch verhätterte sich dadurch noch mehr. Und plötzlich Blut.. Blut einer Wölfin aber einer Wölfin aus dem eigenen Rudel. Evja wurde erwischt und als Spjall einen Augenblick unachtsam war wurde auch er von den mächtigen Pranken getroffen und verletzt.

Doch je mehr sich die Bestie versuchte zu Wehren, desto schwächer wurde sie auch und der Draht schnitt sich weiter in das Fleisch der Bestie.

Als endlich Rafael mit den Fuchtlern kam und die Bestie schwächten, rollten sich Evja und Spjall hinunter.....


Auf dem Heimweg ritten sie geschwächt zusammen mit Sigfastr durch Bajard wo sie auf eine weitere der Bestien trafen.. doch was sollten sie tun? Sie hatten keine Waffen welche die Bestie töten konnte..
Sig und Spjall stürtzten sich auf die Bestie und rissen jene von dem Mann herunter auf welchem sie saß, Sig stach mit seiner mächtigen Nordmansklinge in das Fell um im Fleisch einige Goldmünzen zu "verstecken", doch es brachte nichts, zu unrein war das Gold und so wuchsen jene wunden auch Schnell wieder zusammen.

Plötzlich Biss die Bestie um sich und als die beiden Thyren zurück weichten, eilte das Werwesen auch schon davon , doch leider wurde Sigfastr Handschuh zerfetzt und dessen Hand fast abgebissen. Auch Spjalls hand hat eine größere fleischwunde erlitten, und so ritten die 2 Wölfe und die Wölfin zurück in die Festung.

Was wird wohl der kommende Vollmond bringen?

Verfasst: Mittwoch 15. Oktober 2008, 13:03
von Samira Mia
Als Samira aufwachte ging sie hinunter. Eine Tarimilch war genau das was sie jetzt brauchte. Da sah sie Rahel die ihr erzählte, dass sie heute Nacht hier bleiben würde wegen dem vollen Mond. Gemeinsam gingen sie dann in die Küche im Keller und redeten. Dabei erzählte Rahel ihr von einem Geheimnis. Papa Rafael hatte bald Geburstag! Viel zu bald für Samira. Es blib keine zeit mehr um noch Blumen zu suchen und sie zu pressen. So gerne hätte sie ihm ein Blumenbild geklebt. Aber so war es zu spät.

Rahel und sie grübelten und rätselten. Ein Kuchen backen? Salzteigblümchen von Samira angemalt? Ein Bild malen? Irgendwie war alles nicht was wahre wie Samira fand. Aber dann hatte Rahel eine Idee. Mit glänzenden Augen und voller Vorfreude holte sie alles was nötig war um den Vorschlag in die tat umzusetzen.

Voll bepackt bis unters Kinn kam sie wieder und es wurden Papiere zerrissen, kugeln gerollt, leim aufgerührt und eine Grundlage in Form geschnitten. Nach dem alle Kugeln gerollt waren begann Rahel mit dem aufkleben und Samira machte den Rest, während Rahel sich mit Papa Hudi unterhielt. Als sie fertig war, war Papa Hudi auch schon wieder gegangen und sie begann dann das gebastelte zu bemalen. Eine Farbe musste angemischt werden. Das übernahm Rahel für sie und so näherte sich der erste Teil ihres Vorhabens dem Ende.

Rahel hatte Papa Hudi nach einem Holzstock gefragt bevor diese ging, aber so etwas hatte er nicht da. Da hatte er eine alte Angel und die konnte er ihnen geben. Sie einigten sich darauf wie der Stecken verziert werden sollte und es wurde Stoff geholt. Samira war grade dabei den Stoff um die Angel zu wickeln und Rahel streifen für Samira zu reißen als Darcey runterstürmte. Er riss die Tür zum Schlafsaal auf und wirkte zunächst erleichtert. Eher er sich umdrehte und mit befehlendem Ton Samira und Rahel rauskomplimentieren wollte.

Samira verstand die Welt nicht mehr. Ihr Darcey, voll gerüstet und Blutverschmiert, schrie sie an weil sie mit Rahel im Keller gebastelt hatte. Sie lief hinauf. Rahel und Darcey folgten. Auch Rahel schien nicht zu verstehen was los ist war ihre Anweisung doch heute in der Feste zu bleiben. Samira bekam Angst. Fest umfasste sie den Anhänger ihres Onkels und Rahel fragte was mit den anderen zwei Kindern sei ob sie sie hier lassen solle. Fleur und Rehya schliefen ja. Darcey verneinte es sie sollten mit. Eine kleine Auseinandersetzung entflammte und Samira flüchtete hoch, auf die Treppe vor der Tür zu den beiden hockte sie sich hin.

Rahel kam nach und versprach zu fragen was los sei. Sie schloss derweilen ihre Augen ganz fest und versuchte sich das Bild des Adlers aus ihren Traum in Erinnerung zu rufen. Der Adler… er lächelte… die Kleine wurde ruhiger und unten im Keller wurde, nach kurzen klärenden Worten der beiden Erwachsenen, Tische verrückt und Stühle verkeilt vor der Tür zum Schlafsaal. Bis Tagesanbruch sollte Darcey dort Wache halten und Papa Hudi wurde von Rahel, begleitet von einer der Festungswachen, geholt. Papa Rafael wollte nachkommen……..

Verfasst: Donnerstag 16. Oktober 2008, 15:54
von Rafael von Arganta
Alleine im Dunklen vor dem erloschenem Kamin saß er das Glas Elfenwein in den Händen, stierte er auf die verloschene Feuerstelle.
Er hatte schon einige Feinde in seinem Leben getötet.
Untote, sonstige Wesen und auch bei den Werwesen hatte er schon geholfen zu töten.
Aber das Gestern war etwas ganz Anderes.
Galenia von Sturzenstein.
Er hatte sie gekannt, er hatte ihr misstraut, er hatte sie getötet.
Kopfschüttelnd stellte er das Glas ab und stand auf.
Nein er hatte das Werwesen getötet, und doch ... war es SIE.
Schmerzhaft lächelte er als er daran dachte wie sie die Tasse nach ihm schmiss als er sie abwies.
Er hatte sie längst unter Verdacht gehabt eines dieser Wesen sein zu können und jetzt ...
Hatte ER sie getötet.
Vielleicht sollte er zu Sandroval gehen, um Vergebung bitten, beichten...
Einen Feind im Kampf zu töten war eines... auch so ein Wesen dennoch war es gänzlich unterschiedlich, kaum erklärbar und Rafael fühlte sich nicht gut dabei.

Der Abend war eher Chaos als durchorganisierte Jagd.
Die Fallen waren umsonst gewesen da ein Teil Zivilisten... einfach losmarschierte, die Meute zu suchen.
Damit sie nicht einfach umgebracht wurden, zog man hinterher, um nach langem Kampfe, eines der Werwesen verjagen, zwei Andre mit Hilfe der wahrhaft von Meister Thancred feinfühlig hergestellten, Goldnetze fangen können.
Die Hinrahs Hudgarr den einen, viele Andre den andren.
Und so hatte man beide Wesen ins Kastell geschafft, dort in den Zellern extra angebunden und die Wachtmeisterin Feruin versuchte noch mit Magie die Zellen weiter zu sichern.
Doch ging dort dann alles schief.
Einer der Werwölfe vermochte sich los zu reissen, und obwohl sich vier vollgerüstete Mannen gegen die Tür warfen, konnte es diese aus den Angeln reissen.
Ein erneuter Kampf tobte, indem man da Wesen halbwegs wieder einfangen und nun verletzt, eingerollt in eines der Netze in eine andere Zelle bringen konnte.
In dieser Zeit vermochte auch der andere Wolf sich aus den Fesseln zu befreien.
Während einige der Leute noch dabei waren den einen Wolf zu fesseln, stürmte Rafael mit drei andren in die andere Zelle, doch war es zu spät, die Zellentür hing in den Angeln, und das Wesen war kaum zu bändigen.
Darcey wurde von ihm in die Ecke geworfen als Rafaels erstes Schlag es verletzte.
Seine Waffe, Magisch und vergoldet, vermochte diese Wesen zu verletzen wie alle andren Schwerter der Ritterschaft.
Das Wesen heulte auf doch schien es sich erneut auf Darcey werfen zu wollen.
Es wäre nicht auf zu halten gewesen, die Tür war offen, die andren Türen würden es kaum aufhalten, und Varuna und ihre Bürger würden vor ihm liegen.

Er konnte, er durfte diese Gefahr nicht zulassen.
Nicht hier in Varuna.
Er gab den beiden Männern den Befehl es zu töten, was diese auch sofort versuchten.
Doch ihre Waffengewalt reichte nur soweit das Tier gen Boden zu werfen.
Sie verletzten sie nicht und wenn, so schlossen sich die Wunden sofort wieder.
Die Alchemistischen Elexiere von Constance von Dragenfurt hatten nicht ausgereicht sie zu betäuben, nichts würde sie stoppen können.
Das Werwesen für den Moment am Boden... seine Chance ... seine wohl einzigste jetzt und hier. Er setzte das Schwert an die Brust des Werwesen, holte Schwung indem er ein wenig in die Luft sprang und trieb das Schwert bis tief hinein in das Fleisch des Untiers, dabei auf den Knien landend.
Das Tier jaulte auf, der Blick der ihn dabei traf... unheimlich, durchdringend, gepeinigt bis er brach.
Gezeichnet von dem Kampf, müde richtete er sich auf, als die Verwandlung der Kreatur einsetzte.
Aus dem Werwesen wurde...
Gräfin Galenia von Sturzenbach.
Der Schock saß tief.
Fast stolperte er hinaus.
Natürlich hatte man es längst vermutet und doch war die Wahrheit erschütternd.

Lange darüber nach zu denken hatte er jedoch nicht.
Rilas von Averyn und Mariella von Dragenfurt kamen und wollten wissen was vor sich ging.
Das Chaos hielt an.

Erst jetzt wo er zur Ruhe kam, überwältigte ihn wieder das Gefühl das er jemand unschuldigen getötet hatte. Auch wenn dem nicht so war.
Es war ein Werwesen.
Es war kein Mensch den er getötet hatte.
Jetzt galt es den Heilern, den Alchemisten und den Priestern einen Weg hinaus aus dem Fluch zu finden.
Er selber...
Konnte nur noch warten auf den nächsten Vollmond, und hoffen das man bis dahin einen Weg heraus aus dem Fluch gefunden hatte.
Nein... noch etwas anderes konnte er tun.
Beten.

Verfasst: Donnerstag 13. November 2008, 14:41
von Rafael von Arganta
Vollmond ...
Die Stunden des Tages verrannen Minute um Minute.
Der Morgen... der Mittag... Bald war es Abend und dann würde irgendwann der Vollmond aufgehen.
Er selber wusste nicht einmal was Forschungen ergeben hatten.
Klerikal, Alchemistisch, Magisch ...
Das alles hatte nicht in seiner Hand gelegen, und Informationen hatte er keine.
Das Militärische war seine Aufgabe, und so hatte er nach dem Gespräch mit Saraphine von Sturzenstein den Haftbefehl für den Edlen Eduard de Alcoroir ausgestellt gehabt.
Das Pech des Edlen war, das er genau an dem Abend in die Herberge kam als er dort mit Sir Cathal, Hudgar, Rahel, und dem Edlen Arenvir van Tilianas saß.
Auch Arenvir wusste von dem Haftbefehl und bezog schon mal vorrausschauend Stellung vor der Tür.

Natürlich war der Edle nicht erbaut davon das man ihn in Sicherheitsverwahrung nehmen wollte, er zog gar seine Armbrust, ein gezielter Schuss, eine Flucht jedoch wurde von einem Herrn Carnova vereitelt, der eher zufällig in der Taverne weilte.
So verfrachtete man den Edlen ins Kastell.
Das es zur Sicherheit war und er, so es sich herausstellte KEIN Werwesen war, wieder frei wäre, interessierte den Mann nicht.
Er war mit seinem Los nicht einverstanden.
Warum sollte er auch.
War er ein Werwesen, würde er die Nacht heute möglicherweise nicht überleben.

Was genau würde heute wohl geschehen?
Die Gitter der Zellen waren mit Diamant und Gold verstärkt worden.
Kurz vor Aufgang des Vollmondes würde man noch zustäztlich die beiden Wesen mit Goldketten an die Wände fesseln und für Notfälle, Rafael betete darum das es nicht eintreten würde, würden Soldaten oder Ritter mit Goldwaffen bestückt anwesend sein.
Rafael behagte es gar nicht das die beiden möglichen Infizierten mitten in Varuna waren.
Würden sie aus irgendeinen Grund entkommen, wären die Bewohner in Gefahr.
Aber eine Auslagerung in die Eigens dafür konstruierte Zelle der Allianz war nicht stattgegeben worden.
Jetzt musste sich zeigen was der Abend brachte, und Rafael hoffte das die Götter des lichten Pantheons mit ihnen waren, und heute niemand zu Tode kam.
Weder die Werwesen noch Menschen.

Verfasst: Freitag 14. November 2008, 10:55
von Evja Hinrah
Evja wollte zum Bunjam Clan hingehen, Schritt für Schritt wurde schwerer und sie spührte wie sich tief in ihr etwas sträubte wie sich die Nackenhaare aufstellten und es ihr kalt den Rücken hinunterlief.
Ihr Pferd wieherte auf und warf sie vom Rücken, ehe es wild davongaloppierte in angst scheinbar..

Evjas Stirn pochte und ihre Augen suchten den Himmel ab bis sie sich gewahr wurde das es zu spät war, der Vollmond war aufgegangen..Schweiß rann ihre Stirn herunter und sie schloss die Augen als ihre Haut regelrecht brannte und schmerzte.
Ihre Mund und Nase formten sich zu einer Schnauze sie roch den Wald viel intensiver und ebenso auch andere Gerüche in der Umgebung.

Ihre Beine verformten sich zu Hinterläufen und ihre Hände und Füße wurden zu großen Pfoten mit gefährlichen Krallen daran.
Dann begann sich auf der Haut büschelweise Haare zu bilden, wuchs durch die Haut, bis schließlich ihr ganz Körper von Fell umhüllt war.

Sie öffnete die Augen und sah nun selbst in der Nacht einwandfrei und als in den Augenwinkeln ein Hase vorbeihoppste machten sich ihre Beine rasend daran diesem hoppelndem Fleischbrocken zu folgen.

Sie stürzte sich mit innerem Entsetzen auf jenes Tier und zerriss es mit den Klauen, das Tier wurde mit Haut und Haaren dann verschlungen.
Das Blut rannte ihre Lefzen herunter und sie fühlte sich nun berauscht von dem Geruch und den Geschmack des Blutes..
Sie brauchte mehr, sie hattte hunger..

Mit einigen Sätzen war sie im Wald unterwegs und suchte nach etwas das ihren Hunger stillen konnte..
Schaurig ertönte das Wolfsheulen so ganz anders als das von normalen Wölfen durch die gesamten Wälder Lameriasts..
Etwas großes und kräftiges schob sich durch die Wälder und hinterliess eine blutige Spur hinter sich. Ob Rehe oder Hasen oder Bären es schien als würde sie wandeln im Blutrausch und Hunger..

Der Burgherr Eisenwarts war wohl mit dem Schrecken über die Begegnung mit dem 'Vieh' wieder recht heil in die Burg gekommen sein..

Doch als Der Mond schließlich zum Morgengrauen sich verwandelte, lag die tiefländerin, schlafend und unbekümmert auf der Lichtung..

Verfasst: Sonntag 16. November 2008, 15:55
von Der Erzähler
Der Mond....rund, voll und kräftig leuchtend stand er am Himmel. Die Wachen erzählten sich nur zu gerne die Schauergeschichten über die Werwesen, die ihr Unwesen in den Wäldern getrieben hatte. Man hatte von den Gerüchten gehört, natürlich hatte der ein oder andere die Gräfin, die junge, nun auch gesehen und sie beschreiben können. Das solch ein zierliches Wesen wirklich ein Untier sein sollte? Nein, man mochte es kaum glauben... Und doch wollten die Gerüchte kein Ende nehmen. Und so schuf der Wachwechsel an den Stadttoren wieder für genügend Gesprächsstoff.

„Na Alayn, wars ruhig bisher? Oder musstest wieder die zwei Meter Viecher zurückdrängen?“

„Ach hör mir auf! Immer wieder neue Befehle! Nun dürfen nur noch spezielle Gardisten ins Kastell die Nacht. Wegen...na du weißt schon..."

„Ja, ja, das junge Ding von den Sturzensteins....wasn eigentlich mit dem Rest der Familie?“

„Na nich gehört? Dieser Edle hat die doch alle abgemurkst. Also die, die man nich mehr erwischen konnte beim letzten Vollmond.“

„Ne Moment...Gregor meinte aber, dass da draussen noch was rumrennen würde.“

„Ja Gregor. Der schwätzt auch viel, wenn der Tag lang is. Dumm wie Bohnenstroh, der Kerl!“

„Na auf jeden Fall haben se ja den Edlen da auch eingebunkert...und die Sturzensteinsche Kleene. Na hoffentlich nich in einer Zelle.“


Ein amüsiert gröhlendes Lachen durchdrang die Kompanie, die den Wachwechsel durchführte. Es war einfach zu ruhig, zu entspannt an diesem Abend, als dass man wirklich von einer Gefahr im Wald ausging. Man hatte weder ein Wolfsheulen gehört, noch ansatzweise Spuren am Waldrand ausgemacht. Es schien, als würde in jener Nacht mit dem Tode Saraphines auch der Fluch auf Gerimor sterben. Die folgende Nacht würde auch von Ruhe gekennzeichnet sein, kein besonders brutal gerissenes Reh, keine Blutspur im Wald auffindbar. Der Wald schien in seinen normalen Wintershclaf überzugehen...eine Ruhe kehrte ein, wie man sie schon so lange gesucht hatte an Vollmondnächten.
So geheimnisvoll der Fluch gekommen, so schien er genauso geheimnisvoll wieder verschwunden zu sein.

Nur Eduard de Alcoroir, der Edle, der in jener Nacht das Rudel um eine weitere Person dezimierte durch sein provokatives Handeln, wusste, dass immer noch da draussen etwas umherlief und wer...Ein Welpe. Doch...die Spur führt weit außerhalbs Gerimor. Die Familie Sturzenstein verschwindet, wie sie gekommen: Rasch, ohne großes Aufhebens...und schnell.

Verfasst: Montag 17. November 2008, 17:40
von Myra Myrtol
bitte löschen

Verfasst: Montag 17. November 2008, 17:41
von Evja Hinrah
Die Wachen in Rahal haben am Tag der Sonne etwas seltsames in den Stadtmauern gesehen. Da ging doch tatsächlich ein Angure und über seiner Schulter lag eine bewusstlose Tiefländerin und er ließ sich nicht aufhalten und stapfte geradewegs zu der Grenzburg..Was sie wohl mit der wolllten? So oder so ähnlich waren zumindest bei den wachhabenden Gardisten das thema und als dann der Schichtwechsel war wurden auch diejenigen über das Geschehen informiert..
Lange würde es nicht dauern bis sich das herumgesprochen hatte..




Etwas früher an diesem Tag..

Evja wachte mit einem dröhnenden kopf und dem Geschmack von Blut auf der Zunge auf..
Übelkeit machte sich breit als sie den Geschmack erkannte und sie blickte an sich herab..
Sie lag in einer kleinen Grube irgendwo in einem Wald..
Ihre Hände waren Blutverschmiert und an den Beinen befanden sich biss-und kratzwunden..

Sie rieb sich mit den Händen über den schädel und merkte das auch dort vertrocknetes blut war, jedoch nicht ihr eigenes..
Panik stieg nun leicht in ihr auf und ein leises wölfisches wimmern entfuhr ihr.
Das konnte alles nicht wahr sein, das letzte woran sie sich erinnern konnte war das sie am Abend auf dem Weg zum Clan Bunjam war um Falk den Gefallen zu tuen und mit Systra zu reden.

Runfastr und sie hatten sich heftigst gestritten und das Auge war noch immerschön blau von der Auseinandersetzung. Jetzt wusste sie das er Recht hatte und sie das Übel als viel zu kleines angesehen hat..

"Geh weg du kannst uns alle töten".. Sie blickte mit großen entsetzten Augen in den Himmel, der teilweise durch einige Äste des Baumes bedeckt wurde.
Vinleif hatte wohl ihr Wimmern im Daherreiten vernommen und hielt nun ausschau was da in fetzen gekleidet in der Grube lag.
Sie war eine Gefahr für alle..nicht jetzt aber bald wieder..Sie müsste sterben wenn sie ihm das erzählen würde, doch was sollte sie tuen?Zum Clan zurück?Nein das konnte sie nicht, die Tiere dort würden ausrasten wenn sie in der Nähe wäre und das Goldschwert zu nahe an ihr..

Bei dem Gedanken schauderte sie unwillkürlich auf, sie wollte nicht sterben ein Instinkt der viel tiefer und älter war als so manch anderer, dennoch konnte sie ihren Clan nicht in Gefahr bringen, jene die sie liebte.
Also musste Evja einen Ort finden, welcher Einsamkeit mit sich brächte wo sie niemanden verletzen könnte der ihr wichtig wäre..

Der Angure gab sich zufrieden sie zum Gebirge zu bringen, während des Fußmarsches hüllte sie sich in den Mantel des riesigen Anguren ein und beobachte skeptisch den Mustang welcher von einiges an Abstand zu ihr gewann..
Sie wollte es kaum glauben das es nun so war..sie hatte kaum gewalt darüber was passierte..
Vielleicht war es ja auch nur ein Traum, der sie so mitgenommen hatte das sie glaubte nun so zu sein..

Am Gebirge angekommen sahen sie sich gründlich um..nicht der richtige Ort aber es würde schon einen geben wo sie unterkommen würde..irgendwo!
Sie wollte sich gerade vom Anguren verabschieden, als eine Faust auf sie zukam, zu schnell um zu reagieren und zu wirksam um sich noch revangieren zu können..Gang im Gegenteil war es plötzlich nur noch schwarz..

Zwischendurch schien es mal heller zu werden sie hörte sogar entfernte Stimmen, die sie aber nicht zuordnen konnte, doch als sie sich regte, schmerzte es an ihrer anderen Schläfe kurz ehe wieder die Dunkelheit sich über sie ausbreitete..

Das zweite und letzte mal für heute wachte sie dann auf spährlich grünem Rasen auf und blickte in die Augen einer neugierigen Angurin.
Sie blinzelte verwirrt, ehe ihr bewusst wurde was eigentlich geschehen ist. Vinleif hatte sie bewusstlos geschlagen und mit ins Lager der Anguren genommen.
Sie wusste nicht wo sie waren die brökeligen Wände des Gemäuers schienen ihr nicht gerade stabil, doch war es ihr dann schon egal..

Die Wunden wurden von der Angurin die scheinbar nur wenig Handelssprache verstand verbunden, recht ordentlich aber fest, wie bei Neth dachte sich Evja und es schien fast als würde etwas Heimatgefühl aufflammen..
Sowohl Vin als auch Fiona schienen sie für verrückt zu erklären als sie beiden erklärte das es nicht gut wäre das sie hier ist, das es gefahr mit sich brachte..

Mit den Gedanken an diese Gefahr schlief sie dann ein..

Verfasst: Dienstag 18. November 2008, 10:02
von Constance von Dragenfurt
Innerlich fluchte sie leise, als sie das Kastell an jenem Abend verließ, das sie noch immer kein eigenes Labor besaß. So musste sie wahrlich zwangsweise direkt in das kleine Labor im Schloss selbst gehen. Am besten solange wie die Blutproben noch frisch seien. Aber zuerst wollte sie wenigstens etwas schlafen um einen klareren Kopf zu bekommen und die Gedanken zu sammeln wie sie am besten vorginge. Die Sonne hatte sich noch nicht ganz bis zu ihren ersten Sonnenstrahlen durchgerungen, machte sie sich schon auf den Weg ins Schloss. Noch etliche andere Utensilien aus ihrem Haus mit sich nehmend.
Eine der Wachen im oberen Flur wurd auch direkt angewiesen, das sie in der nächsten Zeit niemanden im Labor sehen wolle und ungestört bleiben will.
Sämtliche wichtigen Geräte wurden auf dem Tisch verteilt. Allerlei Messkolben, Pipetten, nützliche Bücher und vieles weitere. Als sie mit allem zufrieden war, nickte sie einmal knapp und setzte sich dann endlich. Zuerst wollte sie auf medizinischer Basis versuchen etwas herrauszufinden.
Die Phiolen mit dem Blut stellt sie vor sich in einen kleinen Ständer hinein und schon beim ersten Anblick stutzte sie. Sie hatte zweierlei Proben genommen, die der Gräfin und die des Edlen.
Das Blut des Edlen hatte sich bereits in seine beiden Bestandteile aufgeteilt, aber nicht das der Gräfin. Es hatte noch immer das tiefe dunkle rot, für ihren eigenen Geschmack, viel zu dunkel.
Normal sollte es so aussehen wie das des Edlen. Im unteren Bereich setzen sich die eigentlichen Blutzellen ab und die klarere Flüßigkeit im oberen Bereich, das Plasma. Zumindest war ihr in jenem Moment deutlich klar, das der Edle diese Krankheit nun ganz sicher nicht hatte. Nungut, sie wollte endlich beginnen.
Etliche kleinere Phiolen wurden in einem Ständer angereiht. Mit einer Pipette sog sie etwas von dem Blut der Gräfin aus der Phiole und verteilte es auf diese in dem Ständer, in gleichen Mengen.
Mit einem knappen folgenden nicken, musterte sie nochmals kurz die Aufreihung ehe das Experiment beginnen sollte. In jede der Phiolen wurde ein kleiner Spritzer einer Flüßigkeit gegeben, die bei einem normalen Menschen sichtlich Schaden mit sich bringen würde. Essenzen die einen Menschen vergiften, erfrieren, verbrennen oder dergleichen lassen würden. Sie wollte sehen wie das Blut darauf reagiert. Sie wartete noch einen Moment ab und beobachtete das Blut.
Aber nichts tat sich , rein gar nichts. Sie schüttelte kurz den Kopf, das jenes doch nicht sein konnte. Aber sie wusste bisher ja schon, das jene Wesen gegen so ziemlich alles resistent zu sein schienen, was es so gibt. Und hiermit bestätigte sich jenes. Die Essenzen, setzen sich einfach auf dem Blut oben ab, ohne das sie in das Blut einzudringen schienen.
Nur zur Sicherheit, bereitete sie ebenso zwei kleinere Blutproben des Edlen vor und in jene Phiolen wurde zwei Essenzen hineingegeben. Hier sah man aber mehr als deutlich, wie ihre Elexiere das Blut schnell schier auffraßen und zerstörten. Sie nickt sichtlich zufrieden und macht sich sogleich Notizen darüber.
Ein Experiment wollte sie dennoch wagen. Sie hatte sich von Zuhause reinen Goldfaden mitgenommen. Sie wollte wissen wie das Blut auf jenes reagiert und machte eine neue Phiole mit etwas Blut zurecht. Der Faden gleitet in die Phiole hinein und konzentriert blickt sie auf das Blut.
Nun, erst jetzt setzt sie ihre andere Fähigkeit ein, ihre Gabe etwas zu spüren. Sie wusste das auch Blut sein eigenes Lied besaß, wie jeder Mensch ein eigenes besitzt. Was sie dann spürte ließ sie innerlich schier zusammenzucken. Vor ihren Augen sah sie Fratzen, verzogene Gesichter die schriehen, wie in einer anderen Welt. Eine andere Sphäre vielleicht ?
Sie konzentriert sich weiterhin auf jenes was vor ihr geschah. Der Goldfaden im Gefäß schien sich nach und nach aufzulösen und die Fratzen und Schreie die sie vorher vernahm verstummten nach und nach. Hier stimmte etwas ganz und garnicht, dachte sie sich selbst. Aber nachdem das Gold sich mit dem Blut vermischt hatte, nahm es eine andere Farbe an. Deutlich zeigend, das jenes zerstört wurde in seine Bestandteile. Somit war auch das reine Gold als ein Heilmittel ausgeschlossen. Es zerstörte das Blut der Wesen, also tötete sie somit.
Aber, sie wollte noch einiges wissen und nahm sich eine noch reine Blutprobe der Gräfin zur Hand. Nochmals versuchte sie sich in das Lied, welches das Blut verinnerlichte hineinzufühlen.
Schnell durchdringen sie wieder diese Gesichtsfratzen, doch dieses Mal deutlicher. Sie spürte wie sie in eine Art andere Sphäre hineinzublicken schien. Ihre eigene Gefühlswelt ging plötzlich durcheinander. Schmerzen, Schreie, durchringendes Böse durchströmten ihre Gefühle. So als würde man meinen das eine andere Person, etwas anderes, Fremdes sich durch ihren Körper versucht hindurch zu ziehen. Mit einem kräftigen folgenden durchatmen, stellt sie die Phiole wieder zurück.
Es war keine Krankheit, keine Seuche die jene Menschen heimsuchte. Es ist ein Fluch, ein äusserst starker dämonenartiger Fluch. So als würde sich eine fremde Seele in dessen Menschen hineinsetzen und Besitz von jenen annehmen. Und selbst nach den Tod der Menschen scheint jener Fluch in diesem Blut noch immer Macht zu besitzen.
So wollte sie nur noch eines Wissen, ob jenes reine Blut dazu ausreicht, den Fluch an eine andere Person weiterzugeben. Sie spürte wie langsam Angst in ihr emporkroch, wenn darauf ein positives Ergebnis kam.
So nahm sie einen Teil des Blutes des Edlen und einen Teil des Blutes der Gräfin und vermischte jenes. Als die Phiole zur Ruhe abgestellt wird, sah sie konzentriert auf jene.
Nach und nach konnte man erkennen, das die beiden Blutproben sich voneinander trennten.
Ein tiefes, erleichtertes durchatmen entgleitet ihr.
So schien es also doch, das es nur durch einen Biss übertragbar ist. Dennoch, wer weiß was noch alles möglich ist, diesen Fluch zu übertragen.
So machte sie sich daran einen Bericht für die Gräfin von Sternwall und für Mariella zusammenzufassen.

Verfasst: Montag 24. November 2008, 12:56
von Eduard de Alcoroir
Rauh knackte das Unterholz unter den Sohlen. So weit war also schon der Herbst voran geschritten, dass man sich zwischen dem späten Treiben von Herbststürmen und dem ersten Rauhreif des Winters befand. Die kalte Luft in meinem Gesicht tat nur allzu gut, weckte meine Lebensgeister auf ein Neues. Die Nacht zuvor hatte mir gezeigt, wie sehr der Jäger noch in seinem Metier war...
Kurz nur war das Grinsen in den Mundwinkeln, ehe ich mich mäßigte und weiterhin umsah. Die verdammte Dunkelheit erschwerte jeden Schritt, jede Spurensuche. Ich verdammte mich selbst dafür, dass ich nicht ohne Lichtquellen hinaus konnte, zu sehr war die Geldstrafe auf die Ressourcen meiner Finanzen geschlagen und mit Wundertränken konnte ich noch nie etwas anfangen. So musste die abblendbare Laterne herhalten, die leise knackte und eine leichte Wärme erzeugte.
Varuna hatte ich bereits einige hundert Fuß hinter mir gelassen, im wahrsten Sinne ihr den Rücken zugekehrt. Ich würde heute abend noch einmal hingehen, einige Depeschen losschicken, bis ich vollends diesen Zirkus verlassen würde. Nicht mehr war diese Stadt – ein Zirkus, in dem sich jeder profilieren wollte zu Gunsten des eigenen Egos und zum Schaden von Anderen.
50 Kronen...wahrscheinlich ein Kinkerlitzchen für Erlaucht von Arganta, für mich eine Unsumme. Sie wussten doch nur zu gut, wie es um Sturzenstein stand. Verarmtes Lehen, verarmter Adel...ein Adel, der es nicht mehr länger wert war, zu bestehen und gerichtet werden musste. Sie hatten uns zu lange angelogen, zu lange das Volk und uns Vertrauten ein Theater vorgespielt.
Unwillig durchdrang das Brummen meine Brust, der Blick wendete sich suchend um. Der Welpe...nein, sie hatte sicher an dem Abend gespürt, dass auch noch Saraphine gestorben war. Nilitha...ich mochte sie, habe sie groß werden gesehen. Ihr Lachen klang lange Zeit ehrlich, offen, der Blick so voller Unschuld und Naivität. Wie das kleine Ding fragen konnte. Wie Kinder nunmal so sind; der kleine Bursche aus der Taverne war auch so neugierig gewesen. Ich wurde alt, langsam hatte ich keine Geduld mehr dafür; hatte ich mir doch angewöhnt, nur noch rasche Order herauszugeben und eine Struktur aufrecht zu erhalten, eine Ordnung, die lange Zeit eine falsche war. Die Luft war schneidend, der Atem kondensierte, sobald man ihn ausstoß. Ja, die Wälder...in Sturzenstein waren sie auch so friedlich, so ruhig. Wäre es nun wirklich Nacht, die Dunkelheit eine normale, man könnte sich fast wie daheim fühlen. Wer weiß, wohin es mich verschlagen wird dort, in das Anwesen der Familie Sturzenstein wieder? Sich mit einem neuen Regenten arrangieren? Ich weiß es nicht.
Der Jäger in mir fühlt sich wohl, will weiterhin seiner Aufgabe nachgehen. Ich kenne den Hof, kenne aber auch die Wälder, die Dörfer....das einfache Leben. Es würde sich zeigen, nichts überstürzen. Zumindest hat man am Hof hier und dort ein nettes, liebliches Lächeln, ein paar scheue Rehe mit Fächern.
„Süßer Duft der Versuchung...“, die Worte passten so ungemein, kaum dass ich sie ausgesprochen hatte. Dass ich mich nicht einmal hier beherrschen konnte; ja, es mochte eine Schwäche sein und vielleicht würde sie es auch bereuen eines Tages, dass sie so leichtfertig meine Worte hinnahm und den Wolf walten ließ. Wir würden uns sicher nicht wiedersehen, warum also in der Vergangenheit schwelgen und sich nicht nach einer passenden Gefährtin weiterhin umsehen?
Der Wald tat sich auf und schenkte mir den Blick auf eine kleine Lichtung. Ein Vogel keckerte wild in einer der Baumkronen, während in den Sträuchern sich wohl ein Fuchs versteckte. Die Laterne wurde abgestellt und langsam ging ich die Lichtung ab, suchte, versuchte Spuren zu finden. Mir war bewusst, dass sie schon längst verwischt sein müssten und ein Pfotenabdruck mehr ein Wunder als wirklich vorhanden. Doch umgeknickte Äste verschwinden nicht und vielleicht würde ich noch die ein oder andere Blutspur finden. So viel Kadaver konnte selbst ein großer Bär vertilgen in den Tagen. Zeit...verfluchte Zeit. Sie hätten das ganze Spektakel auch innerhalb eines Tages fertigstellen können; doch nein, jede Verhandlung wurde zu einem Schauspiel. Ich wusste schon, warum ich selbst in Sturzenstein lediglich zu den Hinrichtungen ging statt dem Prozess davor. Alles doch nur so oder so eine Farce, eine Befriedigung des einfachen Mannes....oder des Adels. Eine Hinrichtung dagegen war kurz und schmerzlos. Der Henker hat mehr Herz als jeder Richter.
50 Kronen...ich stob verächtlich die Luft aus, während ich die Rinde eines Baumes begutachtete. 50 Kronen für Gerechtigkeit. Für den Tod einer Bestie...wäre sie ein Bauer gewesen, es wäre den hohen Herren doch egal gewesen, was ich getan hätte. Gut, sie wissen nicht alles. Ich habe im höfischen Rahmen geantwortet, ehrlich...aber nicht vollständig. Wenn sie wüssten.... wüssten, wie das Spiel in der Feste Sturzenstein noch aussah. Ruhig Eduard, denk nicht daran...
Bilder....Bilder von Saraphine; Bilder von Niamarie. Ein Welpe...sie trug einen Welpen in sich. Ein Welpe, der von mir erschaffen worden wäre. Wie sie mich ansah, als sie sterben musste; sie starb durch die Hand des Mannes, der sie auf Händen getragen hätte, ihr alles gegeben hätte. Und doch starb sie durch diese...Hände. Unwillkürlich ballten sich die Hände zu Fäusten, der gesamte Brustkörper spannte sich an, ein Schrei, der grollend durch die unnatürliche Dunkelheit gellte, ein Schlag gegen den Stamm. Vögel schreckten auf, flohen vor dem Durchbrechen dieser Stille, während ich nur langsam wieder mich mäßigte.

Es war vorbei...

Noch einmal sah ich mich um, die Miene verhärtet, angespannt. Nein, hier hatte nichts mehr gewütet seit dem letzten Vollmond. Sie war weg, wahrscheinlich sich auf eines der Schiffe geschlichen wie ihr Großvater und ihre Tante, um hier wegzukommen. Sie mussten sich getrennt haben...für den Fall der Fälle. Tief durchdrang die kalte Luft meine Lunge, nur um sie wieder stoßend herauszupressen. Die Aufgabe war noch nicht beendet, die Suche würde weitergehen. Doch ich durfte nicht gegen die Verfügung handeln; erst hieß es, wieder heimzukehren, sich mit den Diplomaten zu beratschlagen. Ob der Kronrat bereits Order veranlasst hatte? Würde man mich schon mit neuen Regenten konfrontieren? Man würde es sehen, ich hatte Zeit genug, mich auf dem Schiff vorzubereiten. Langsam wendete ich mich zu der Laterne, nahm sie wieder in die Hand und verließ die Lichtung in die dichteren Wälder.

Man sagt, man sieht sich immer zweimal im Leben. Ich jedoch...hatte mit Gerimor abgeschlossen.