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Verfasst: Dienstag 19. August 2008, 13:43
von Selina Talmar
Sie griff nach Arsens hand, als sich der Rauch verdichtete. Sie konnte nichts mehr sehen, sie wusste nicht woher der Rauch kam. Doch sie spürte sie taten das Richtige. Eine Weile schwebten sie im ungewissen, doch dann hörte sie Stimmen. Die eine erkannte sie als die des Schattenlord, die andere war ihr fremd. Doch immer noch verdeckt der Nebel das Geschehen.
Sie hielt Arsens Hand fest und spürte den leichten Druck der seinen. Und dann sahen sie:
Einen jungen Mann hocherhoben und mit verächtlichem Blick stand er vor dem Schattenlord. Er lag am Boden, am Ende seiner Kräfte. So ging es nicht weiter. Der junge würde ihn umbringen. Sie sahen zu wie der Schattenlord sich zurück werfen war. Warum verteidigte er sich nicht?
Er fiel.
Selina ließ Arsens Hand los und rannte zu ihm. Sie merkte wie Arsen neben ihr war. Selina sank neben ihm in die Knie und Arsen hielt ihm die Hand hin.
“ STEH AUF ALTER FREUND!”
Verwirrt blickte der Schattenlord zu ihnen. Selina hatte sich über ihn gebeugt, das er sie ebenfalls sehen konnte. Doch was war das? Anstatt sich hoch zu helfen kroch er vor ihnen weg. Worte murmelnd.
“ warum ihr? Was hab ich euch getan. Ich kann doch nicht für alles büßen” Die Worte verloren sich und er versuchte von ihnen wegzukommen.
Der junge Mann verblasste langsam, aber nicht ganz, es war, als ob er ein Teil war, der dazu gehörte. Doch er schien sich zu verändern, Selina beobachtete ihn. Und sie schauderte. Womit hatten sie es hier zu tun?
Waren das die Ängste, die den Schattenlord am aufwachen hinderten?
Sahen sie hier wogegen er kämpfte? Doch was war es?
Schuldgefühle? Ja sicher, dass war deutlich als er vor ihnen wegkroch und fragte, was er ihnen getan habe?
Doch er hatte ihnen nichts getan. Sie erhob sich und näherte sich ihm wieder.
“Wir wollen dir nichts tun.” Wieder reichten sie ihm die Hände um ihm hochzuhelfen. In ihrer Hand sah er den verblassenden Abdruck einer Münze.
“STEH AUF UND KÄMPFE”, wieder Sprach Arsen, sein Tonfall war kühl und befehlsgewohnt, aber auch etwas anderes lag in seiner Stimme. Aufforderung, Aufmunterung und Respekt. Doch leise fügte er noch etwas hinzu:” Kämpfe Lord” Das Mein fehlte noch, doch nicht im Tonfall. Selina sah kurz verwundert zu ihm, so kannte sie Arsen nicht, doch was spielte das für eine Rolle? Keine! Was bisher war schien weit weg zu sein. Alles was von Bedeutung war, war dies hier. Diese merkwürdige Welt aus Nebel und Schmerz. Selina wusste nicht, wie sie hergekommen sind, doch sie spürte deutlich, dass sie hier Antwort finden würden und vielleicht auch Hoffnung.
Doch was Arsen ausgesprochen hatte, ergriff auch von ihr besitz. Lord aller Schatten? War er das nicht? Sie mussten einen Grund haben, dass sie zu ihm vordringen konnte, konnte es sein, dass sie ungewusst dazu gehörten?
Waren sie mehr als nur Verbündete? Sie seufzte. Warum jetzt all die Fragen, sie hatten etwas anderes zu tun. Sie blickte von Arsen zum Schattenlord. Ihre Augen ruhten ruhig auf ihm. Noch immer hielt sie ihm die Hand hin. Ebenso Arsen. Mit der anderen umklammerte sie ihren Dolch an ihrer Taille.
Worauf wartete er?
“Wir sind hier um dir zu helfen, nicht um uns zu rächen”, sprach sie ruhig. “Dein Sohn braucht dich. Er will immerfort in deiner Nähe sein” Er zuckte zusammen und blickte sich gehetzt um, der junge Mann wurde wieder deutlicher und der Schattenlord stammelte verworrene Worte.
Sie folgte seinem Blick und entnahm den Worten, dass er seinen Sohn vor sich glaubte.
Welchen Wahn ritt ihn, das er glaubte, sein Sohn würde ihn umbringen wollen, das tat er doch von allein.
Auch Arsen folgte dem Blick, doch als er sprach, war er wieder der Arsen den sie kannte, skrupellos und direkt. “ WACH ENDLICH AUF DEIN SOHN IST EIN SÄUGLIN UND SCHLÄFT NEBEN DEINEM BETT”
Dann wurde die Stimme leiser und zu einen eindringlichen Flüstern. “Nur du kannst ihn retten. Denn er ist krank und weint immerfort, wenn er nicht neben dir schlafen kann, Selina hat alle Hände vol zu tun, doch ist er bei ihr ruhiger, als bei Severine”
Selina nickte nur, doch dann schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf.
Warum klang “mein Lord “ so richtig? War es möglich dass sie gelängst mehr waren, als Verbündete? Konnte es sein, dass doch nicht alle Schatten gestorben waren?
Wie sagte er einst? Dort wo Licht ist muss es auch Schatten geben. Sie blickte sich um, alles war grau und verschlang jede Art von Schatten, nur die vier Menschen waren zu sehen, der junge Mann blasser, als die anderen, so als sei er nicht real. Der Schattenlord, Arsen und sie selbst waren schärfer denn je, keine verschwommenen Konturen, sondern alles klar und deutlich gezeichnet. Sie waren real.
Egal wie die Antwort sein würde, er konnte es später berichten wenn er wieder da war.
“Wir leben und wir gehören zu dir, egal wie sehr du dich dagegen wehrst. Nicht alle sind gestorben. Du lebst, oder rannst leben, wenn du kämpfst und dich nicht verlierst, dein Sohn lebt und wir beide leben. Das ist doch ein Anfang. Du hast deinen Sohn gerettet und ihn zu uns gebracht. Nun sind wir es die dich retten, also Kämpf. Nimm unsere Hand und STEH AUF!”
Die letzten Worte knallte sie ihm in einem Befehl vor. Und dem gleichen Augenblick durchzuckte es sie, das war falsch, ganz falsch. So sprach man nicht mit ihm, aber vielleicht musste es sein.
Auch Arsen wiederholte ihre Worte in eben demselben Befehlstonfall.
Sie erhoben sich und umschlossen beide die Dolche in ihrer Kleidung.
“ Wir stehen dir bei egal was kommt. Also versuch nicht es uns auszureden. Wir sind soweit gegangen, es gibt kein zurück.”
Mit den Worten zogen sie ihn auf die Füße.
Verfasst: Dienstag 19. August 2008, 17:41
von Malachai Schwarzmourne
Der Körper der Schattenlords lag ruhig im Bette. Sein Atem war langsam, er schien einfach nur zu schlafen und nur die Bandagen, die seinen Körper zierten und die Wunden verdeckten, zeugten von dem Unheil, welchen er entkommen war...als einziger...
Wie konnte es sein. Ist es möglich, dass diese beiden es geschafft hatten, waren Sie wirklich hier...bei mir...in meinen Gedanken, um mir Beizustehen, mir bei diesem Kampf helfen...jenen Kampf, den ich verlieren muss.
Mein Blick wanderte von der Hand zu meinem Sohn. Ja, jetzt bemerkte ich den Unterschied. Sie waren so real, doch er, er war mehr geisterhaft.
Ich hob meine Hand, ich schaute Sie mir an, genau an...was war ich dann?
Dann wieder in die abwartenden Augen von Selina...hinüber zu Arsen, wie Sie gebeugt bei mir standen und weiterhin ihre Hand mir entgegen streckten.
Würden Sie mir wirklich helfen...wollte ich diese Hilfe?
Oder war es doch wieder nur eine Falle...würden Sie mich schlagen, wenn ich aufstehen würde...nur um mich fallen zu sehen, nur um über mich spotten zu können.
Doch warum...Sie hatten keine Gründe...und von all den unheilvollen Toten...es waren nie solche dabei...nie.
Ich packte ihre Hände und liess mir aufhelfen. Der Schmerz, er verging, für einen kurzen Augenblick.
Ich liess den Kopf gesenkt bis ich stand und drehte mich von ihnen Weg, mag es Scham sein, mag es Angst auf ein böses erwachen sein, ich weiß es nicht.
Ich hob den Kopf, der Umriss von Marick wurde verschwommener, so unreal. Er sprach nicht mehr, nur seine toten Augen blickten mich an, voller Hass und voller Zorn.
"Es ist nicht euer Kampf meine Freunde...ich habe verdient, was mir geschieht. Es ist an der Zeit dies zu beenden."
Ich wartete keine Antwort ab. Ich wusste, wo ich war...ich wusste, wie ich es beenden konnte. Schon lange wusste ich es. Doch ich wollte nicht, ich konnte nicht.
Ich habe alles verloren, was ich für mein Leben als wichtig gesetzt hatte...alles...nein...nicht alles...Marick...mein Sohn.
Ich hörte das Geschrei in meinem Ohr. Er vermisst seinen Vater.
Vater....Marick....Vater.
Ich schaute wieder zu Marick. Dort stand er vor mir, so wie ich ihn in Erinnerung hatte.
Er sah mir ähnlich, doch das graue Haar, zu einem Zopfe gebunden, fehlte mir noch.
Ich trat einen Schritt vor zu ihm. Seine strengen Augen musterten mich, blickten auf mich herab, während er die Arme verschrenkt hielt.
Auch er starb, weil ich dort war, weil ich ihn fand...in unserem alten Haus.
Ich hasste ihn, all die Zeit wo ich ihn nie kannte, verfluchte ihn dafür, dass er mich in ein Haus steckte voller Boshaftigkeit.
Doch ich verstand bloss nie, was geschehen war, verstand nie, dass es so sein musste, dass man mich versteckte vor einem großen Unheil...als einer der letzten Schatten.
Der letzte Schatten...es wiederholt sich...ich begehe selbe Fehler...die Schatten werden vernichtet...und ich will sterben...meinen Sohn allein lassen...zwar nicht bei bösen Menschen...doch ich wäre nicht für ihn da.
So wie es einst meine Eltern taten.
Doch...sie hatten keine Wahl...eine Wahl...habe ich eine?
Ich schaute kurz zurück, zu Selina und Arsen...es waren gute Menschen...Sie hatten vielleicht die Wahrheit verdient...doch könnte ich in ihrem Leben eine solche Bürde entstehen lassen?
Mein Blick schweifte nach vorne, zu Marick...zu meinem Vater...ich war ihnen dankbar, dass Sie beobachteten und noch nicht sprachen.
Ich fiel auf die Knie, vor seinen Füßen. Er regte sich nicht.
"Vater...ich habe versagt...die Schatten...welche du mir aufgetragen hast zum Leben zu erwecken...sie sind Tot."
Tränen rinnen an meiner Wange hinab...es war die Schuld des Versagens, die mich traf.
"Meine Frau, deine Schwiegertochter...Sie ist tot...dein Enkel, dessen Namen ich ihm den seines Großvaters gab...ich lasse ihn in Stich."
Er zeigte keine Reaktion und blickte nur verächtlich auf mich hinab.
Schweigen, dass schlimmste, was ein Vater seinen Sohn antun kann.
Lieber würde ich tausend Schläge als Bestrafung in Kauf nehmen, als dieses Gefühl des Versagens ertragen zu müssen.
Doch ich war nicht allein, nein...Sie standen mir bei...ihre blosse Anwesenheit reichte, um mir einen anderen Blick der Dinge zu geben.
Es war Zeit, dies zu beenden und zu einem Abschluss zu kommen.
Er rannte, die Explosionen wurden immer lauter. Wieder Untote, es waren Schatten, gute Menschen. Sie stellten sich ihm in den Weg. Doch er hatte es fast geschafft.
Ein gröhlen, lauter und furchterregender als jemals zuvor. Es war hinter ihm, es folgte ihm.
Lauf schneller, Schattenlord, lauf schneller.
Die Tunnel verdichteten sich mit dem Staub von zerfallenen Steinsgebrocken.
Er war am Nordkorridor, fast am Ausgang vor Bajard nahe seinem Hause.
Die Untoten waren unkoordiniert, sie waren leicht zu überwältigen. Fast schon federleicht sprang der Schattenlord über Sie oder drehte sich vor ihnen, dabei die Klingen wetzend.
Doch dieses gröhlen...und dieser Gestank...er war fast da...er musste sich beeilen.
Licht...er sah Licht am Ende des Tunnels.
Links und rechts Eingänge zu anderen Räumen...sein Büro, der Trainingsraum, die Schulungshallen.
Alles zerfiel in sich zusammen, ja, Dantians Tränke waren wirksam, es würde kein einziger Staubkorn übrig bleiben...die ganzen Gänge und Räume der Schatten, sie würden auf ewig unter der Erde begraben sein...und mit ihm hoffentlich dieser verdammte Dämon.
Der letzte Tunnel, nur wenige Meter brach er hinter ihm zusammen, schneller, lauf schneller. Ja, fast, er hatte es fast geschafft.
Er griff nach der Leiter, es war schon ein Erdspalt offen durch die Erschütterungen und dann riss er sich hinaus, gefolgt von dieser riesigen Staubwolke, die wie der letzte Atemzug hinausdrang.
Er lag am Boden, er atmete schnell. Erst jetzt spürte er den Schmerz, der durch seinen Körper glitt, die Wunden, die ihn zierten.
Er öffnete die Augen, die Abendsonne lächelte ihm entgegen. Er hatte es geschafft...
Bajarder Bewohner stürmten vor das Dorf. Die Erschütterungen müssen bis Varuna und Rahal sogar zu hören gewesen sein.
Langsam erhob er sich, er wollte die Maske hinunterreissen um zu atmen, doch es waren zuviele Zuschauer da gewesen.
Er schaute sich um, ein riesiger Krater zierte den Boden, das letzte Überbleibsel der Schatten.
Es war vorbei...so dachte man.
Die Menschen erschracken um sich herum. Der Boden bebte. Einige ziehten intuitiv die Waffen und liessen ihren fragenden Blick von dem Menschen, der dort herauskam ab und schauten zum Loch.
Wieder eine Explosion, nein, etwas stiess Gesteins aus dem Boden und war im Begriff herauszukommen.
Der Atem des Schattenlords stockte, als die ersten Untoten herauskrochen.
Ohne zu zögern griffen die tapfersten Bewohner Bajards die Untoten an. Sie hatten in ihrer Übermacht und bei Sonnenlicht leichtes Spiel. Doch dies war es nicht, was den Schattenlord wieder das Entsetzen in sein Gesicht schrieb.
Der Dämon, dieser Seuchendämon, er trat ans Tageslicht.
Seine Tentakel glitten vor ihm hin und her, während er einen Ohrenbetäubendes Gebrüll von sich liess, was seine Messerscharfen Zähne zum Vorschein brachte.
Seine Augen wanderten über die schockierenden Anwesenden, die ihn mit Ekel ansahen.
Der Geruch von Verwesung und Tot verbreitete sich wieder, veranlasste viele Menschen, sich den Mund zuzuhalten oder Masken aufzusetzen.
Dann hielt er inne, als sein Blick auf den schwer verwundeten und vermummten Manne blickte.
Er konnte es nicht fassen, welch dämonische Kraft konnte solch einer Explosion stand halten?
Der Schattenlord zog zwei seiner vier Schwerter und stellte sich dem Kampf. Er wollte nicht, er wollte fliehen, doch die Racheslust überkam ihn. Sterben sollte dieses Monstrum, ein für alle male vernichtet werden.
Er griff an, er war geschwächt, er war langsam, doch er wollte vergeltung.
Der Seuchendämon hatte leichtes Spiel, er schlug ihn mit seinen Tentakeln zurück wie eine Fliege...einige Meter weit.
Es sprach...dieses Scheusal sprach. Er wollte IHN...er wollte, dass er sich ergibt, dass er stirbt und als zierde seiner Armee der Untoten dienen würde.
Nein, niemals. Er würde nicht dieses Schicksal mit anderen teilen.
Wieder überkam ihm die Wut auf den Spott des Seuchendämons. Er griff wieder an und wieder holte das Tentakelwesen mit seinen Klauen aus, doch zu früh gerfreut, der Schattenlord duckte sich und rammte ihn seine Klinge in den Bauch, die andere nutzte er, um ihm eine dieser Tentakel abzuschlagen.
Das Monstrum schrie auf, ob vor Schmerz oder vor Wut, dass man ihm traf, schlug er mit doppelter Härte zurück, der Schattenlord fiel wieder viele Meter.
Es war aussichtslos...und dieses Wesen schien seine Gedanken zu lesen.
Er war ein Sammler, er sammelte eine Armee...er wollte ihn...er durfte ihn aber nicht bekommen...nein...er musste Weg...er musste ihn in Sicherheit bringen...seinen Sohn...an einen neutralen Ort...an einen Ort, wo Vertraute sind...Menschen, die wissen, wie man sich um soein Baby kümmern müsste....Gleichgesinnte.
Andere waren dort, Sie schienen diesen Dämon als einen Boten ihres Herren zu betrachten, während Krieger des Lichtes weiter gegen die Untoten kämpften. Sie wollten ihn aufhalten, den Schattenlord, doch Sie erweckten nur den Zorn des Dämons. Er wollte ihn, er wollte ihn töten, ihn sich einverleiben in seine Armee.
Sie lenkten ihn ab, dies war der richtige Moment...zu fliehen...es ging nicht anders, ein Kampf war aussichtslos....selbst ohne das er so schwer verletzt war, hätte er alleine wenig Chancen gegen dieses Monstrum.
Er wandte sich ab, er lief los. Der Dämon bemerkte es, er hob seine Tentakel und Feuer began aus der Erde zu bersten.
Eine riesige Feuersäule verschlang den Schattenlord...und zurück blieb nur Asche.
Verfasst: Donnerstag 21. August 2008, 01:50
von Cyrion Sha´Ar
>Wo ist diese verdammte Burg?!< Er ritt schon seit einiger Zeit durch den Wald, ohne Glück, war der Wald doch weit grösser als er annahm. Götter, er musste den Weg doch kennen, war er gewiss mehr als einmal auf der Burg gewesen mit dem Burgherrn als Freund! Und doch, die Gegend war ihm völlig unbekannt, nicht mal einen Hauch von Erkennen oder Familiärität. Er hatte den Raben ausgesandt, doch hatte die rasch einbrechende Dunkelheit diesen verschluckt und er hatte erneut feststellen müssen, das es unsinnig war, unbekanntes Gelände nächtens durchstreifen zu wollen. Als er eine Strasse fand, welche seinen Weg kreuzte, beschloss er, zur Stadt zurück zu kehren, musste diese nach seinem Orientierungsempfinden zu dieser zurück führen. Ein scharfer Pfiff ertönte, welcher den Vogel herbei rief. Er hatte schon zuviel Zeit verloren, musste zu Akademie zurück. Musste es auf gut Glück versuchen. Mit harter Miene trieb er das Pferd zu der schnellsten Geschwindigkeit an, die ihm die Umgebung erlaubte. Seinen Rippen missfiel dies sehr, aber darauf konnte er jetzt keine Rücksicht nehmen.
Missmutig hielt er sich einen Moment die Rippen. Sobald er aus dem Wald heraus war, war er die Strasse entlang geprescht. Sein Atem ging mühsam und er schloss einen Moment die Augen. Verdammt, Prellungen taten übel weh - mehr noch als eine simple Schnittwunde geschmerzt hätte. "Hmpf..!" Nichts, was ihn umbrachte. Er war in der Nähe eines Gehölzes, führte das Pferd hinein. Hier konnte er die schwarz gefärbte Lederkleidung anziehen, welche er für derartige Aktionen besass. Er war überrascht gewesen, sie in seinem Schrank zu finden, hatte aber doch sofort erkannt, wozu sie da war. Das eng anliegende weiche leder vermochte ihn zu schützen. Rauhe Mauern, dorniges Gebüsch, bis zu einem gewissen Grad auch vor Waffen - er würde nirgends hängenbleiben, Verletzungen vermeiden. Die Bewegungsfreiheit war trotzdem vorhanden. Die Schuhe waren aus weichstem Leder, erlaubten guten Tritt - und, das wichtigeste - Stille... Ihm gefiel, was er sah. Aye, was immer er gewesen war vor dem Unfall, er verstand sein Handwerk. Waffen... Wurfdolche, die Garotte als Haarband, die Dornen in seinem Zopf. Dolche an den Lederschutz an seinem Armen. Ein Langdolch in der Wölbung seines Rückens. Handschuhe, die Finger aus spitzem scharfen Metall. Schlug er damit zu, würde es unschön werden. Einen Moment betrachtete er das Katana und das schwarze Schwert Malachais. Sie mitzunehmen, wäre unnötiger Ballast, aber... Er schnallte sie sich auf den Rücken. Die Halbmaske aufgesetzt, der Umhang ergriffen, fertig... Er plante niemanden um zu bringen, hatte zu diesem Zweck Wurftränke des Schlafes eingesteckt, doch konnte man nie wissen, welche Massnahmen vonnöten waren. Nun... er würde es feststellen.
"Murelay. Zeig mir Malachai bei den Fenstern." Die Worte waren nur geraunt, während er zu der Akademie hinüber blickte. Schwungvoll ausgeholt und der Vogel flog davon. Segelte zu den Fenstersimsen und landete. Blickte hinein, hüpfte wieder in die Luft und flog zum nächsten Fenster. Wiederholte diesen Vorgang, während Cyrion langsam und Verstecke nutzend, das Gebäude umschlich, wie der Vogel bei den Fenstern Fortschritt machte. Dann verhielt der Vogel, äugte länger hinein und pickte einmal gegen das Fenster. Ein leises 'Koorr' ertönte und Cyrion gab einen antwortenden Rabenruf von sich, der den Vogel zurück rief. Er liess Zeit verrinnen, in der er die nähere Umgebung auskundschaftete, hatte er jetzt ja das Fenster gefunden. Überlegte, wie er am besten dieses Fenster erreichen konnte. Es war ein Blockhaus, also konnte er mit den eigens für derartige Häuser angepasste Steigeisen hochklettern. Er hatte Glück gehabt, das sein Bankfach auch derartiges enthielt - als hätte er schon in der Vergangenheit vorgesorgt - für den Fall, das er in Lameriast etwas derartiges zu tun hatte. Ein Seil wäre besser - weit besser, aber das Dach war so weitläufig und der Schornstein an anderer Stelle, das er ein Seil bräuchte, das weit länger war als seins - und dazu konnte der Vogel ein derartig langes Seil nur mit Schwierigkeiten tragen. Also die Steigeisen. Die Bäume wuchsen nahe an diese Häuserwand, aber... Nein. es mussten die Steigeisen sein. Eine lange Zeit würde er brauchen in der Dunkelheit der Nacht, wenn er die Steigeisen leise anbringen und wieder lösen wollte... aber es war nur der zweite Stock. Es war machbar - wenn ihn niemand störte... Mit einem Nicken griff er sich die Eisen und huschte als dunkler Schatten zwischen die Bäume und unter das Fenster.
Einatmen, ein Stück hochziehen, ausatmen, das Eisen mit äusserster Vorsicht lösen. Keinen Laut verursachen. Er konnte nicht umhin, ein Geräusch zu machen. Völlige Geräuschlosigkeit war unmöglich. Ein leises Kratzen mochte erklingen, doch glaubte er nicht, das dies weiter auffallen würde. Es war vergleichbar mit dünnen Ästen, die gegen die Wand strichen, und die Bäume wuchsen nah genug an die Wand heran, das dies wirklich ab und an passieren mochte. Er langte hoch, streckte den Arm gerade soweit, das sein Oberarm in etwa 90° zu seinem Körper stand, während der andere eingefaltet eng an seinem Körper lag, die Hand fest um das Eisen geschlossen. Er setzte das Eisen an, ein wenig Gewicht auflegen - das Eisen rutschte fast geräuschlos in die Fuge zwischen den Balken. Einatmen, hoch ziehen, ausatmen. Und das Eisen wieder rausziehen. Er kam auf diese Weise mit jedem Steig in etwa um soviel höher, wie sein Oberarm lang war - zwei Balken in etwa. Mühselig, aber wenn er leise sein wollte... Es war machbar. Und er recht geschützt vor Blicken durch die Bäume. Das Fenster war schon in greifbarer Nähe, aber er wollte noch etwas Höher gehen, das er einen Blick hinein werfen konnte und einen einfacherern Einstieg hatte. Wieder schob er sich ein Stück höher. Eine Windböhe fegte durch die Bäume und dünne Äste striffen ihn, striffen die Wand. Versetzten die Ohringe, welche mit schwarzen Federn geschmückt waren, in Schwingung, das sie sein Gesicht streiften. Die Augen kniffen sich verärgert zusammen. Er hätte sie abnehmen sollen, aber es schlichtweg vergessen - die Ohrringe waren so sehr Teil von ihm, das er ihrer nicht mehr bewusst war. Jetzt flogen sie ihm kurzfristig vor die Augen.
Der Wind legte sich wieder, weiter gings. Atemzug um Atemzug näherte er sich dem Fenster, bis er praktisch daneben war. Vorsichtig riskierte er einen Blick. Verdammt... Malachai war da, ja. Er erkannte die Gestalt, erkannte den angeschlagenen Körper. Aber da war jemand bei ihm. Zwei Leute... Er linste erneut, den Kopf kurz vorschiessend und zurück bewegend.Stutzte dann. >Was...?< Die beiden starrten Malachai an, aber ihr Blick... seltsam leer. Und doch bewegt... Aber es waren nicht die Augen, die sich bewegten... sondern etwas in ihnen. Wieder linste er, beliess aber den Kopf diesmal, wo er war. Keine Reaktion... obwohl sie ihn nun entdecken konnten. Abwesend? >Apatisch...< Er gab einen Laut von sich, einen Rabenruf, tief und rauh, typisch für Kolkraben. So nah am Fenster, wie von einem Vogel, der gerade vorbei flog. Wieder linste er. Absolut keine Reaktion. Niemand zu Hause. Glück im Unglück. Sich an einer Hand festhaltend, zog er Werkzeug hervor, das Fenster zu öffnen. Bei so einem solchen Fenster eine Kleinigkeit. Der gebogene Draht ging durch den Schlitz und er drehte den Draht, womit er senkrecht in die Höhe ging. Eingehackt und dran gezogen. Ein leises Klacken, kaum vernehmlich, dann konnte er das Fenster aufziehen. Verblüffend, das die Anwesenden aber auch nichts davon mitbekamen. Nein... seltsam. Wirklich seltsam.
Lautlos stieg er ein, blickte sich um. Trat an den Mann heran und wedelte schwach vor dessen Gesicht mit der Hand. In der Tat - niemand zu Hause. Aber seine Augen... Er blickte genauer, verengte die Augen. War das Rauch in seiner Iris? Er musste sich irren... Was immer es war, es war für ihn wenig von Belang. Wenn sie weggetreten waren, um so besser. Sich umdrehend, betrachtete er den Mann, welcher auf dem Bett lag. Aye, er war übel angeschlagen. Sein Zustand hatte sich merklich verschlechtert. Nun, wo er ein wenig Zeit hatte, ihn zu betrachten... Aye, er sah ihm ähnlich... so ähnlich... dieser Mann, der sein Bruder... war. Seine Augen verkniffen sich, als Schmerz hinter seiner Stirn zu pochen begann. "Uh..." Er konnte nicht umhin, einen Laut von sich zu geben, der Schmerz kam so plötzlich, nahm, je länger er Malachai ansah, Übelkeitserregende Grössen an. Götter, nicht jetzt! Nicht hier! Sein Blick begann zu schwirren, verschärfte sich wieder, schwirrte wieder. Schmerz! Dieser gellende Schmerz..! Seine Beine gaben nach, er ging in die Knie, krallte die Finger in die Bettdecke. Metallkrallen rissen Löcher in diese. Bilder schossen vor seine Augen - Malachai, ein anderer Ort, dieselbe Situation. Schwer verletzt, still wie der Tod. Er, wie er am Bett sass, seine Hand auf Malachais Brust legend, seinem Herzschlag nachfühlend. "Bruder... Gib nicht auf... Kämpfe..." >Bruder...? Malachai...<
Schmerz... Schmerz, der den Schleier wegbrannte. Malachai, Schatten unter den Augen, das Gesicht bleich im Schock. "Vyra..." Cyrions Stimme, leise im eigenen Schock. Malachai, der tief einatmete und sich gegen die Tischkante lehnte, die Arme verschränkend. "Ja... wie Vyra." Er verfolgte das Gespräch, die Worte kristallklar in seinem Geist. Eine Schatten, die zwei Persönlichkeiten in sich trug, eine davon, die den Tod aller Schatten herbei sehnte. Die andere... eine Freundin? Seine Hand, wie sie sich auf Malachai's Schulter legte. "Mein Schwert ist das deine, in dieser Sache... Für Brüder tut man dies, Malachai." "Ja... mein Freund... Mein Bruder."
Wellen der Pein stachen ihn, als er die Augen aufzwang und in jene Malachai's blickte. Dieser Schmerz... er konnte nicht denken, konnte kaum atmen. Hielt die Hände an seinen Schädel gepresst und merkte nicht, das seine Krallen in seine eigene Haut bissen! Bluttropfen fanden ihren Weg durch die Haare und glitten ihm über die Stirn. Schmerz, der ausgeblendet wurde durch diesen viel grösseren Schmerz! Dieser Schmerz liess ihn nicht atmen, brachte ihn um! Er brauchte Hilfe, brauchte... "Bruder... Hilf mir..." Ein Wispern nur, mehr brachte er nicht hervor, während er in Malachais Augen starrte. Rauch schob sich über die nichtsehenden Augen des Kranken, bewegte diese reglose Iris. Cyrion's Sinne schwanden, Schwarz, das zunehmend an seinen Sichtfeld frass. Bis alles, was er noch sah, der Rauch war. Rauch, der seine Sinne füllte.
Verfasst: Donnerstag 21. August 2008, 09:28
von Arsen Talmar
Diese Welt aus Nebel und Schmerz, sie war fremd und doch merkwürdig vertraut, als wäre ein Teil von ihr … nein, als wären WIR ein Teil von ihr. Ich brauchte Selina nicht anzublicken um zu wissen, dass ihre Gedanken sich um dasselbe bewegten, dass sie es ebenso spürte wie ich. Mir fielen in diesem Moment all die Augenblicke ein in denen wir uns verstanden hatten ohne Wort, Blick oder Geste. Zufall? Wir hatten immer gedacht das es unsere Gefühle für einander waren welche dies ermöglichten, aber war da noch mehr im Spiel? Hatte etwas uns zusammengeführt und für alle Zeit aneinander gebunden, etwas das in uns war, das uns zusammenführen.. musste? Etwas das uns zusammen mit der Liebe die wir für einander empfanden hatte eins werden lassen?
Ich zwinge mich die Gedanken abzuschütteln, denn hier uns jetzt geht es weder um Selina , noch um mich, noch um das was wir denken und fühlen sondern alleine um den Schattenlord, dort vor dem Schemen kniet und mit sich kämpft und ringt. Ich höre die Worte die er spricht so deutlich als spräche er sie neben meinem Ohr und merke wie ich zornig werde. Er kniet einfach vor diesem.. Ding, dass er für seinen Vater hält und winselt und jammert herum. Verdammt noch mal, sind wir denn hier nur um uns anzusehen wie er sich selbst immer mehr aufgibt, wie er sich von seinem Selbstmitleid mitreißen und zerstören lässt? Haben wir uns dafür die Nächte um die Ohren geschlagen, auf seinen Sohn aufgepasst, uns all die Sorgen gemacht? Nein; eure Lordschaft, so einfach stielst du dich nicht davon.
„Was soll das Gewinsel, Schattenlord? Bist du nun auf einmal feige geworden?“ Selinas entsetzen Blick kann ich regelrecht fühlen. Wie konnte ich nur so mit ihm reden! Aber ich fühle das meine Worte zu ihm durchdringen, ihm wie Glockenschläge in den Ohren hallen. Und selbst wenn nicht ist es mir egal, so sehr nagt eiskalte Zorn in mir, der Kerl soll endlich aufstehen und kämpfen. „So einfach kommst du nicht davon! Du hast eine Verantwortung, nein nicht dir gegenüber, aber du hast einen Sohn, der dich brauch, der nach dir schreit und bei allen Schatten denen du angeblich den Tod gebracht hast, notfalls prügle ich dir das Gefühl für diese Verantwortung eigenhändig in deinen Dickschädel und trete dir dein Selbstmitleid aus deinem Hintern!“
Die letzten Worte gleichen mehr einem bösartigen Knurren wie einem gesprochenen Wort aber ich weiß das er mich verstanden hat, denn ich sehe wie er stockt, sein gekrümmter Rücken sich aufrichtet. Er ist es nicht gewohnt; dass jemand so mit ihm redet, man merkt es deutlich, aber er hat mich auch verstanden und das war mein Ziel. Meine Hand lieg nun auf seiner Schulter und nun ist meine Stimme leise und eindringlich. „ Wir werden dir helfen, Lord, aber mehr wie dir die Hand reichen, an deiner Seite stehen können wir nicht. Den Kampf musst du gewinnen.. gewinnen wollen. Denk an deinen Sohn, soll er wirklich von anderen erzogen werden, auf sein Leben vorbereitet werden als.. von dir?“
Grade als ich geendet habe spüre ich dass noch jemand in den Nebel tritt, den Weg in die Schmerzen des Schattenlords gefunden hat. Eiseskälte läuft mir en Rücken herunter. Was bei allen unheiligen Dämonen geschieht hier, passiert mit uns? Wovon sind wir ein Teil geworden oder .. waren wir es vielleicht schon immer ohne es zu wissen? Aber ganz gleich wie die Antwort sein mag, wichtiger ist die Frage .. wer hat nun den Weg hierher gefunden…
Verfasst: Sonntag 24. August 2008, 17:30
von Malachai Schwarzmourne
Der Körper fand mehr und mehr entspannung, das schmerzverzerrte Gesicht lag friedlich da.
Ja, er war nicht mehr allein, die anderen Körper, die vor dem Bette lagen, zeugten davon, dass der Krieg eine Wendung nahm.
Und dennoch, der Schmerz um die Verluste war immens für den Schattenlord.
Die Reaktionen auf den Neuankömmling waren groß. Selbst der Fluch des Dämons vermochte nichts darauf sagen zu können.
Ich blickte zurück, ein lächeln huschte über mein Gesicht.
Es war Cyrion, mein Bruder. Ich wusste das er mir folgen würde, wusste, dass er zu mir kommen würde...um mir beizustehen...um mit mir zu kämpfen...ebenso wie ich wusste, dass ich bei Arsen und Selina in besten Händen wäre.
Ich schaute abermals in das Gesicht meines Vaters, ehe ich mich erhob.
Arsen gab mir Kraft...ja...ich musste förmlich diesen Tritt in den Hintern kriegen.
Die Trauer war ebenso noch in mir vorhanden, sie ist nicht schwächer geworden, ebenso wenig wie die Schuld, die ich in mir trage.
Nein, aber im Gegenzug dazu, ist der Lebenswille stärker.
Ich habe noch Freunde, ich habe noch Verbündete und vorallem, habe ich noch Familie.
Einen Bruder, einen Sohn.
Egal ob es mein Versagen war, dass soviele den Tot fanden oder ob es nur das Schauspiel der Götter ist, an welchem Sie sich belustigten, es war noch nicht die Zeit zum sterben, ich habe den Tot noch nicht verdient.
Ich trat zurück, mein Vater wollte sprechen, wollte mir meine Zuversichtlichkeit nehmen. Doch seine Stimme verstummte nach wenigen Metern. Sie erreichte mich nicht, ich wollte es nicht mehr.
Ich ging zu Arsen und Selina, legte meine Hand auf deren Schultern und sprach meinen Dank an beide aus.
Ich dankte ihnen, für alles...dafür, dass Sie selbst erkannten, wer Sie waren und dafür, dass Sie alles opfern würden, um mir zu helfen.
Dann ging ich weiter.
Cyrions fragender Blick. Was auch immer seine Amnesie verursacht hatte, die Tatsache, dass er hier war zeigte mir, dass immer noch mein Bruder in ihm steckte.
Eben jener Bruder, der selbst durch die Höllen aller Qualen gehen würde, nur um mir beizustehen.
Ich erkannte, wo ich war....ich wusste es schon immer...wusste, dass all jenes hier nur durch mich erschaffen wurde. Es war der Wille zu sterben...ich wollte mir selber einen Grund geben, um in den Tot zu flüchten. Es war nicht Rechtens, ich habe es nicht verdient, jene, die noch für mich da sind, im Stich zu lassen, schlimmer, ihnen noch Verantwortungen aufzubürgen.
Ich nahm Cyrion in den Arm, er wusste wohl nicht, was er darauf reagieren sollte...und ich dankte ihm, ehe ich mich dann wieder abwand und richtung der Gestalt meines Vaters ging, die krampfhaft versuchte, sich mir als jemand anderes zu offenbaren und abermals die Stimme der Verzweiflung zu erheben.
Vergeblich...ich erkannte die Wahrheit und mein Wille des Lebens wurde nur stärker und stärker. Wie kann ein Fluch, der jemanden den Tot nahe bringen soll, jemanden diesen Willen geben, wenn eben jener nun erkannte, dass er Leben musste.
Ich drehte mich ein letztes mal zu meinen Drei Gefährten, ich dankte ihnen, dann schaute ich wieder nach vorne.
"Es ist an der Zeit dies zu beenden...und zu entschwinden. Die Schuld...sie hat mich verändert...und sie wird mich nicht in Ruhe lassen. Die Schatten...es mögen noch einige Leben...ja...die Schatten...sie sind nicht Tot...aber der Schattenlord ist es. Ich habe versagt. Dennoch...Malachai lebt...und er will leben. Er hat einen Bruder...er hat einen Sohn...und er hat gute Freunde...ich war ein Narr, dass ich den Tot einforderte, dass ich zu liess, dass dieser Fluch des Seuchendämons sich so sehr an meiner Verzweiflung nähren kann. Doch in meinem Geiste, dort hersche noch ich."
Ich hob die Hand, streckte Sie gegen jenen Fluch, der abermals wieder versuchte, etwas zu bilden, sich gegen mich zu erwehren.
Meine blanke Hand sah er, er versuchte zu schreien, er krümmte sich...als ich jedoch meine Hand zu einer Faust ballte, zersprang jenes Übel.
Es war getan...doch ich war es nicht, der sich befreite...nein...mir fehlte der Willen und die Kraft. Jenes Spektrum, dass man mir gab, indem man an meiner Seite stand und mich nicht aufgab, wie ich es selber schon tat.
Ja, es ist ein merkwürdiges Bündnis, dass mit der Zeit entsteht.
Ich schaue über meine Schulter und blicke zu jenen dreien. Ich höre Babygeschrei in weiter ferne. Mein Sohn, er ahnt was...natürlich...er ist ja auch ein Schatten.
Ein kurzes lächeln, die Erinnerung an die Geschehnisse trübt weiterhin meine Freude...doch ich bin dankbar, dass ich Leben will.
Ich winke kurz zu Selina...zu Arsen...zu Cyrion, ehe Nebel uns alle einholt und die Körper verschwimmen lässt, bis nur noch schemenhafte Umrisse zu erkennen sind.
Ja, es war an der Zeit, heimzukehren und ein neues Leben zu beginnen.
Ein Leben, voller Trauer, voller Zorn und voller Schuldgefühlen. Doch ein Leben als Vater, als Bruder und als Freund.
Er krächzte, er atmete einmal durch und spuckte Blut auf den Boden.
Er war entkommen. Die Feuersäule, Sie hat ihn doch erwischt.
Er schaute auf seinen Arm, seine Blutsvenen, sie waren schwarz.
"Was war geschehen?"
Feuer, um ihm herum war Feuer. Doch er entkam. Seine Kleidung, sie besass nur leichte Brandwunden.
Ist er durch das Feuer durchgesprungen?
Nein, dann wären seine Kleidung und sein Umhang mehr verbrannt.
Doch wie dann?
Er schaute sich um...er war tief im Wald. Dennoch, es war nur ein Bruchteil einer Sekunde vergangen.
Er erhob sich, zog seine Waffen und schaute sich um.
Nichts.
Niemand war dort.
Er schaute wieder auf seine Arme, die Venen nahmen wieder eine blutrote Farbe an.
Dann sackte er zusammen.
Er hatte Kraft verloren, merklich viel Kraft. Aber woher?
Mag es sein....die Schattenbewegung?
Hatte er Sie ausgeführt, in der größten Not?
Aber wie.
Balrats Stimme schoss ihn in den Kopf. Er entsann sich, dass die Schatten in der größten Not ihren Lord beschützen würden. Ihre Kraft aufopfern würden, um die Gabe der Schatten zu geben.
Eine mystische Kraft aus dem Ursprung der Schatten, ein Mythos, der es erlauben sollte, den Schattenlord...doch...
Er schüttelte den Kopf.
Er lebte, noch, aber er lebte und es gab viele Dinge zu erledigen.
Marick, er musste Marick holen, ehe dieser Dämon ihn findet.
Dann musste er Schutz suchen...aber wo?
Die Burg?Nein...Sie ist nicht mehr das, was Sie einst war.
Bajard fällt auch weg.
Nein...es blieb nur eine Option...und er hoffte, dass das alte Bündnis und das alte Gesuch nach Hilfe bestand.
Er musste mit Marick zu Schatten....an einen neutralen Ort....zu Akademie. Sie könnten ihn beschützen und wären durch ihre Unwissenheit selber nicht in Gefahr.
So ging er, durch die Nacht, einige Schritte, als er Getrampel hörte und Schattenhuf langsam an kam.
Er bestieg ihn...er hatte viel zu tun. Die Schmerzen und die Wunden mussten warten.
Verfasst: Montag 25. August 2008, 02:32
von Der Erzähler
"Was für ein Ohrenbetäubener Lärm...jaa Rufus hätte man sowas wie Ohren, da habt ihr wohl recht!" Der Dämon schraubte sich weiter durch die Erde, um ihn herum folgten weitere Explosionen. "Hmm, mein guter Heerwurm...naja macht nichts, er wird wieder erstarken, die Leute sterben immerhin ständig! Und wenn, dann helfen wir ein wenig nach, meint ihr nicht Rufus?"
Der Dämon sprach mit einem scheinbar leblosen Kopf eines Menschen, die Haut bereits ledrig und gespannt über die Knochen, dann bewegte sich der Mund "Meister, ihr habt so recht, nur solltet ihr darauf achten...eure Rache in allen Ehren, Meister doch ist es dieser Malachai wert? Dieser Schattenlord? Ich mein....er ist auch nur ein Mensch, aller höchstens veehrter Meister!" die piepsige Stimme des Mannes interessierte den Seuchendämon sichtlich wenig, hinter sich einen weiteren Tunnel bildend, gefolgt von weiteren nicht so zahlreichen Untoten. "Rufus! Nun gebt doch mal ruhig, ihr bringt mich ja fast aus meiner Konzentration! Unglaublich, wie schwer es heut zu tage ist anständiges Personal zu finden, ich bin schockiert! Ja...schockiert mein lieber Rufus!" gab der Seuchendämon pingelig von sich.
"Meister, habt acht! Tageslicht, da vorn! Im Spalt! Seht ihr es..." Der Seuchendämon verstaute den Kopf in einer seiner unzähligen Körperwülzten und schlängelte mit einer Tentakel durch den Spalt, riss das Gestein zur Seite und schlängelte mit den Tentakeln vorran, der Weg nach oben war frei. Mit einem infernalen Gekreische schickte er die Untoten vor, kontrollierte ihre Gedanken und ließ sich so berichten, was dort oben von statten ging. "Da steht er....Malachai...Schatten Geifer wurde hochgezogen Lord"
Der Seuchendämon schlängelte mit seinen Tentakeln an die Oberfläche um sich unnötig schwerfällig an nach oben zu ziehen.
"Schattenlord!" kreischte der Dämon, seine Stielaugen auf ihn gerichtet.
Jener stand schon bereit und stürmte direkt auf den Dämon zu, mit einer leichtigkeit fegte die erste Tentakel den Schattenlord zurück, ein leises lachen entfloh dem Dämon, welches drohte immer lauter zu werden.
"Schattenlord, macht es euch doch nicht so schwer...wieder triefte der Geifer aus dem mit Zangenbewehrten Maul des Dämons kommt einfach zu mir....sterbt! Und seid mein...ich bin sicher ihr gebt einen gar tüchtigen Soldaten wenn nicht sogar Heerführer für meinen Heerwurm ab...jaaa und euer Hirn...gar köstlich wirkt es, mit all dieser naivität...mit diesem Wagemut und dieser falschen Sicherheit zu gewinnen!"
Der Schattenlord begann den nächsten Angriff, der Dämon hatte ihn unterschätzt, denn der Lord schlug eine Finte und erwischte dabei eine seiner Tentakeln, das andere Schwert grub sich in die oberen Hautschichten des Dämons.
Die Tentakel schlapperte am Boden, wurde jedoch direkt von dem kochendheissen und scheinbar Säureartigem Blut des Dämons unter zischen zerfressen und löste sich ganz auf, die Wunde schloss sich, nach einigen Tropfen ebenso wieder.
"Schattenlord, ich bin entzückt! Damit hätte unser eins nun garnicht gerechnet! Har, doch ihr vergessen eines. Ihr seid nicht geboren um mich aufzuhalten...die Schatten yamm ein schlürfendes Geräusch von Seiten des Dämons waren ein leichtes für mich und Ihr, werter Schattenlord, seid nichts weiter als ein kleiner Dorn in einer meiner Tentakeln!"
Nach einem weiteren Schlagabtausch, unterlag der Schattenlord und wurde wieder einige Meter weit geschleudert.
Dann geschah etwas, was den Dämon zu tiefst beleidigte, ein Priester mischte sich ein.
"Wie könnt ihr es wagen!? Mich für so schwach zu halten, dass ich die Hilfe eines Menschen bräuchte!?" Mit einem weiteren infernalischem Schrei schlug er mit einer Tentakel nach dem Priester, welche jenen direkt zu Boden riss und ihn kurzzeitig ausser Gefecht setzte "Ihr habt Glück...dass ich heute so gut gelaunt bin mjamm sonst wäret ihr nun ebenfalls tot! Was zum...SCHATTENLORD!" Die kurze Aufmerksamkeitspause hatte der Schattenlord genutzt und war im Begriff zu fliehen, eine Tentakel hob sich um die Flammen aus dem Boden zu rufen, jedoch ergriffen sie den Schattenlord nicht in soweit, dass es ihm den Rest geben würde.
Kreischend sah der Dämon dem Schattenlord nach "Ich bekomme euch schon noch...und dann mjamm....seid ihr mein, ein Gefährte für Rufus vielleicht mjamm" Mit den letzten Worten verkroch sich der Dämon zurück in das geschlagene Loch, ein weiterer Schwall Untoter deckte seinen Rückzug.
"Schattenlord...mjamm nicht schlecht...nicht schlecht...doch meine Augen sind überall....meine Ohren....da wo sie flüstern um sich sicher zu fühlen.."
Verfasst: Dienstag 26. August 2008, 13:12
von Cyrion Sha´Ar
Er wusste nicht genau, wann ihm bewusst wurde, das die Kopfschmerzen fort waren. Das er etwas sah. Wenn es auch nur Rauch war. Wo war er? Er drehte sich um, schaute suchend mal in diese, mal in jene Richtung. >Wo bin...< fragte er sich erneut. Beklommenheit kroch ihm wie Kälte die Beine hoch. Dieser Rauch... Nebel... Was immer es war, es erinnerte ihn an... ja an was? Etwas, das mit einem unguten Gefühl verbunden war. Er sah sich erneut um, suchte... Kürbisse? Das Bild, das sekundenlang in ihm aufblitzte war eine Kette von Kürbissen, mit Fratzen versehen und innen hohl. Heilige Kerzen brannten in ihnen. Woher wusste er, das sie heilig waren? Der Gedanke schwand, wie er kam. Der Schein dieser Kürbislichter schien den Nebel auszudünnen. Und was immer ausserhalb dieses Scheines war – Gänsehaut entstand auf seinen Armen – und nicht durch eventuelle Kälte. >Keine Lichter, hier sind keine Lichter!< Bewegte Nebel. Halbgeformte Gesichter. Augen, die Starren und hohle Körperlose Stimmen. Die Welt der Geister und Toten. Wieso wusste er davon? Wieso hatte er... Aber das war unwichtig. War dies hier die Welt der Geister? War er tot? Nein, wenn er tot war, würde er in Mutters Lied aufgehen! Was hielt ihn zurück? Er hatte keine Vergangenheit - demnach nichts zu bedauern! Warum war er hier? Oder konnte es sein... das... Ihm wurde übel. Konnte es sein, das sein Glauben falsch war?! Wieder sah er sich um, hektischer werdend. Lauschte nach hohlem Stöhnen und verheissungsvollem Wispern. Doch hörte er... Wispern... von einer Frau?
„Was macht Ihr denn hier?!“ knurrte eine Männerstimme hinter ihm. Cyrion drehte sich auf den Zehenspitzen herum, das Diamantkatana mit leisem Zischen und fliessender Bewegung ziehend. Die Finger schlossen sich fest um den Griff und hielten das Katana waagerecht zu seinem Körper, die Haltung wie die Knie leicht gebeugt. Eine Katze, gefangen zwischen Angriff und Fliehen. „Hey hey! Lasst das Schwert stecken!“ „Wer bist du?! Wo bin ich hier?!“ herrschte Cyrion den Unbekannten an, dessen Konturen vom Rauch aufgeweicht worden waren. Die Hände waren erhoben in einer beschwichtigenden Haltung. „Mein Name lautet Arsen. Arsen Talmar.“ Der Name sagte ihm nichts. Aber ein Geist konnte er nicht sein, oder? Konnten Geister sich an Namen erinnern? Er konnte es nicht sagen. „Kann es ein Unfall sein, das er hier reingesogen wurde?“ Cyrion blinzelte ob der weiblichen Stimme und verengte die Augen. Ja... da waren weitere Gestalten, einige Schritt entfernt. „Ich frage noch mal: Wo bin ich hier?!“ Ungeduld klang in seiner Stimme mit, welche gepresst und leise war. Hörten sie heraus, das dieser Ort ihn das Entsetzen lehrte? „Das wissen wir nicht. Der Schattenlord müsste es wis...“ Die Augen Cyrions weiteten sich und er sog überrascht die Luft ein. „Schatten, wo ist Schatten?“ Der Blick huschte wieder zu den Gestalten herüber, welche ab und an etwas sichtbarer wurden. Immer noch wisperte die Frau leise vor sich hin. „Sagt mir erst, wer Ihr seid und steckt das Schwert ein.“ Der Krieger gefiel dies nicht. Er wollte zu Malachai, wollte jemand bei ihm haben, dem er vertraute in dieser unwirklichen Welt. „Cyrion Ceylon Sha’Ar mein Name. Jetzt lass mich zu Schatten.“ Gab er wieder, während er vorsichtig das Schwert wieder in die Scheide auf seinen Rücken gleiten liess.
Der Mann trat näher, die Konturen wurden sichtbarer. Endlich ein Gesicht zu der Stimme. >Oh verdammt... Was macht der Kerl hier?!< Einer von den beiden, die bei Malachai gesessen hatten. Er hätte damit rechnen können. Aber das hiesse, das dies wohl eher nicht die Totenwelt war. >Den Göttern sei Dank.< Ein Teil der Anspannung löste sich auf. Der Blick des Mannes verengte sich, als er ihn sah, huschte über die Klauen an seinen Händen, huschten über den Kreuzgurt mit den Wurfdolchen und über die Waffen, die über seinen Schultern hervorschauten. „Warum so viele Waffen? Warum tragt Ihr das fehlende Schwert des Schattenlords mit Euch?“ Härte war erneut in die Stimme des Mannes gesickert; der Blick forderte eine Antwort – eine gute Antwort. Was sollte er darauf sagen? „Weil er es bei mir zu Hause liegen liess, als er etwas bei mir abholte.“ Das war nicht gelogen. Er hatte nur unterlassen, von dem Kampf um den Jungen zu erzählen. „Jetzt lass mich zu Schatten, sonst schieb ich dir mein Schwert rektal rein!“ gab er wieder und die Hand langte erneut gen dem Schwertgriff des Kantana. Missbilligung zeigte sich deutlich auf den Zügen des Mannes. Aber das war Cyrion einerlei. Dieser Ort machte ihn unruhig. Anspannung sang in seinen Sehnen. „Wie kommt Ihr hier her?“ Hörbar atmete der Krieger aus und gab mit leiser Stimme wieder. „Ich weiss es nicht. Vielleicht bin ich gestorben nach allem, was ich weiss. Das letzte, woran ich mich erinnere sind Schattens rauchige Augen.“ Rauch schob sich vor ihn und liess die Gestalt des Mannes verblassen. Dessen sich gegen den Rauch dunkler abzeichnenden Arme verschränkten sich in einander. Griff er nach versteckten Waffen? Hatte er welche? Er hatte es nicht gut erkennen können. „Und wie kommt ihr in die Akademie?“
"...wie kommt ihr in die Akademie?" Kitzlige Frage. Was antworten? Götter, er hatte die Nase voll davon! Die Lippen verzogen sich unwillig und er holte Atem, rief dann laut heraus: „Bruder! Hörst du mich?“ Sein Gegenüber wirkte überrascht, als hätte er damit nicht gerechnet. „Bruder! Antworte!“ „Cyrion?“ Die Stimme klang schwach, entkräftet. Aber dennoch war sie deutlich zu hören, als würde sie durch den Raum getragen direkt neben seinem Ohr erklingen. Eine der beiden Gestalten im Hintergrund schälte sich aus dem Rauch heraus. Dunkle Kleidung, schwarz wie jene Cyrions. „Cyrion...!“ Fassungslosigkeit auf den Zügen des Mannes. „Was machst du hier?“ Cyrion löste die Hand von dem Griff des Schwertes. Ein knappes Lächeln voller Erleichterung zeichnete sich kurz ab, bevor es wieder verschwand. „Du glaubst doch nicht wirklich, das ich dich nicht finde, wenn ich dich ernsthaft suche, oder?“ Auf ihn zugehend, rieb er sich den Nacken. Dieser knackte, als sich die Anspannung löste. Arsen musterte ihn missmutig, als er an ihm vorbei ging. „Ich bin in die Akademie eingebrochen, um dich zu finden.“ Ein scharfes Einatmen zu seiner Seite, doch dem Blick des Mannes begegnete er ohne Regung. Malachai war hier – und seine Ruhe war wieder zurück gekehrt. Wenn er hier war, konnte dies nicht die Geisterwelt sein. Konnte er diesem Ort, wo auch immer dieser war, wieder entkommen. „Ich dachte, du bräuchtest meine Hilfe, so wie ich die deine brauche, Bruder.“ Das Gesicht des Mannes vor ihm zeigte Erstaunen. "Meine Hilfe..?" Cyrion nickte knapp. "Du bist der einzige, der wohl alles über mich wissen dürfte. Und ich weiss kaum etwas." Sein Gegenüber blinzelte leicht, dann nickte er. "Ich verstehe..." Cyrion musterte ihn nachdenklich. Er sah mitgenommen aus. Erschöpfung – und Müdigkeit, die aber wenig mit der Erschöpfung zu tun hatte. Was war mit ihm geschehen? Je näher er trat, desto mehr schälte sich eine weitere Person aus dem Rauch. Der Ausdruck auf dem Gesicht des Mannes war alles andere als freundlich zu nennen. Ihm stockte der Atem und er wurde bleich. Der Mann war durchscheinend! Etwa doch ein Geist? War er hier doch... „Du bist hier... Erinnerst du dich an mich?“ Malachais Blick haftete an ihm, suchte etwas. Cyrion’s Fokus legte sich auf ihn. Diesen Geist hübsch ignorieren. Das war vorerst das Beste! „Aye... Ich erinnere mich an dich. An dich, an Vyra, an Knirps' Geburt. Und ich muss mich entschuldigen. Vergib mir. Ich habe dich angegriffen – anstatt auch nur ansatzweise zu fragen, warum du dort warst. Ich hätte dich erkennen müssen.“
Der Blick seines Gegenübers wurde trüb, er senkte ihn auf Cyrions Brust. „Ich bin Schuld daran. Ich habe dir den Jungen aufgezwängt. Meinetwegen hast du dein Gedächtnis ver...“ Cyrions Augen weiteten sich mit jedem Wort und er begann den Kopf zu schütteln. „Was redest du da wirres Zeug? Wie sollst du Schuld dran haben, das mir ein verdammter Ast auf den Kopf fällt?“ Ungläubig wischte er sich über das Gesicht, blickte hinab auf seinen Freund. „Ich bin sein Patenonkel. Wer sonst hätte sich um Eir...“ Er hielt inne und schloss für einen Moment die Augen. „Marick – der Knirps heisst Marick – Wer hätte sich sonst um ihn kümmern sollen?“ Wieder blickte er zu Malachai, der ihn mit Augen ansah, die er nicht lesen konnte. Was ging in des Mannes Kopf nur vor? „Du trägst keine Schuld. Mir ist ein Ast auf den Kopf gefallen. Ich konnte mich an niemanden erinnern. Hab dich dann in meinem Haus vorgefunden, blutend und mit dem Jungen im Arm. Und habe dich angegriffen, ohne Fragen zu stellen. Die Schuld liegt hier bei mir. Ich habe nicht auf dich gehört, ich habe nicht auf Murelay gehört.“ Einen Moment blickte er ihn fest an und sprach dann leiser. „Ich habe gefehlt. Bitte vergib mir.“ Den Blick niedergeschlagen konnte er den Ausdruck der Verwunderung auf seinen Zügen nicht sehen. Verwunderung, die in Wärme umschlug. „Es gibt nichts, was ich vergeben müsste. Du hast dich um meinen Sohn gekümmert, hast ihn vor allem beschützt. Und jetzt bist du hier...“ „Er hat sich um den Jungen gekümmert? Wirklich?“
Cyrion blinzelte, blickte dann zur Seite. Arsen zeigte blankes Erstaunen. „Ich bin sein Patenonkel.“ Gab er kühl wieder, als würde dies alles sagen. Der Blick Arsens wanderte wieder über ihn hinweg, musternd, als würde er ihn in einem neuen Blickwinkel betrachten. „Aye, er sah ihm ähnlich.“ Eine Augenbraue erhob sich. „Wer?“ Das Ehepaar sah erst sich an, dann wieder Cyrion. „Marrick, der Jüngere.“ Cyrion schwieg, hob nur fragend eine Augenbraue. „Nun... das...“ Arsen blickt zur zu Malachai, welcher recht bedrückt wirkte. Resolut richtete sich sein Augenmerk wieder auf Cyrion. „Das ist so... Malachai scheint...“ Und Cyrion bekam zu hören, wie Malachai von seinen Sorgen und Schuldgefühlen auf sehr persönliche Art konfrontiert wurde. Die Lippen zusammen pressend, hörte er zu, und sein Gesicht wurde zunehmend angespannter. Zorn funkelte in seinen Augen. Tief atmete er ein, schloss die Augen und schien zu zählen. Dann öffneten sich seine Augen, und einzig diese wanderten zur Seite, schnurstracks zu Malachai. "In deiner Vorstellung wurde der Junge also von mir aufgezogen aye? Während du Mutterweisswo warst. Denkst du..." Zorn liess die veilchenblauen Augen funkeln und seine Stimme zittern. "...das ich den Jungen in Hass auf dich erziehen würde? Das ich ihm erlauben würde..." Seine Hände ballten sich zu Fäusten, die Stimme wurde tiefer und leiser. "...auch nur ein böses Wort über dich zu sprechen?! Glaubst du, ich würde ihm das gestatten?! DU IDIOT!!!" Die Hände schnellten vor, Klauen ergriffen den Mann beim Kragen, bohrten sich in den Stoff, als er ihn heranzog und schüttelte. Er sprach schnell, leiser noch als zuvor; die Worte durch zusammen gebissene Zähne hervorgepresst. "Wenn er trotz meiner Erziehung Hass auf dich entwickelt hätte, hätte ich ihn verprügelt, wie ich dich jetzt verprügeln würde, wärst du nicht in diesem jämmerlichen Zustand, du Schwachkopf! Wäre er in Hass auf dich aufgewachsen oder hätte er seine Kräfte missbraucht, ich hätte ihn eigenhändig umgebracht, bevor ich ihm gestattet hätte, unter deine Augen zu treten! Es wäre meine Aufgabe gewesen, ihn zu einem guten Menschen zu erziehen! Und es wäre meine Schuld gewesen, nicht die deine!'" Wieder schüttelt er den sprachlos zu ihm aufsehenden Mann, dessen fassungsloser Blick Bände sprach. "Ein Narr bist du, einem Spuck, einer kranken Halluzination zu vertrauen! Zu glauben, was er dir sagt, wenn du es besser weisst!" Wieder schüttelt er ihn, doch nun griffen seine Hände hoch, umfassten Cyrions Handgelenke und beendeten damit das Schütteln. Immer noch kochte Zorn in Cyrions Blick, als hätte Malachai ihn mit seinem Wahn beleidigt. Doch weiteten sich die Augen, Überraschung färbte den erstarrten Zorn, als Malachai wortlos zu ihm aufsah, die Hände von seinen Gelenken löste und ihn umarmte. Der Mund klappte auf, wohl wollte er etwas sagen, doch kam nichts heraus, während seine Hände erstarrt hinter Malachais Rücken in der Luft hingen. "Es tut mir leid... Es tut mir leid..." Die Worte waren leise gesprochen, voll von Traurigkeit und Verständnis. Des Kriegers Blick huschte zur Seite, gen Malachai, der ihn immer noch fest umarmt hielt, zitterte einen Moment, das einzige, was bewegt war an dem erstarrten Mann. Der Zorn schwand, löste sich in Schall und Rauch auf. Wärme liess die veilchenblauen Augen dunkler werden. Wärme, die sich über seine Züge ausbreitete. Die Hände griffen dem kleineren Mann um Schultern und Rücken, als er die Umarmung erwiederte. Schwer atmete er aus. "Aye... Ich weiss..." murmelte er. "Entschuldigung akzeptiert."
Der Blick war milder, als er sich von Malachai löste. Wanderte zu den Umstehenden. "Wie kommen wir jetzt hier..." Die Augen verengten sich, als der durchsichtige Mann in sein Blickfeld geriet. "Und er ist also dieser Marrick, der Ältere." gab er wieder, die Stimme tonlos. Die anderen folgtem seinen Blick. Bevor jemand allerdings etwas sagen konnte, gab er leise wieder. "Du siehst ihm ähnlich..." Tief atmete er ein. "Bar ist der Rücken derer, die keinen Bruder haben. Du hast einen..." Seine Hand griff nach oben, über seine Schulter hinweg und zog das schwarze Schwert mit einer fliessenden Bewegung. "Ich werde diesem Trugbild..." Sein Körper spannte sich an, duckte sich leicht, während seine Augen an Schärfe und Intensität gewannen. Hände griffen nach ihm, bevor er losstürmen konnte, fassten nach seinen Gelenken, hielten ihn im Schach. Arsen und Selina, die ihn aufhielten. "Was...? Junge, du gehst mir wirklich langsam auf den Geist! Lass mich..." "Diesen Kampf muss Malachai selbst kämpfen!" gab Arsen genauso scharf zurück, wie Cyr ihn angefaucht hatte. "Er muss mit sich ins Reine kommen..." gab er wieder. Das machte Sinn... Cyrion presste die Lippen zusammen - es schmeckte ihm offensichtlich nicht, das Arsen recht hatte und er ihm nicht helfen konnte. "Deine Tat ehrt dich, aber sie hilft ihm nicht. Er kann sich jetzt nur selbst helfen." Die Augen verengten sich, als er aussprach, was Cyrion bereits aufgegangen war. Mit einem "Hmpf." entriss er dem Mann sein Handgelenk und liess es wieder in die Scheide gleiten. Die Arme verschränkend schwieg er und harrte dem was kommen würde.
Schmerzen... Uh... seine Kopfhaut brannte. Seine Finger griffen hoch, doch das Metall schlug gegen den Verband um seinen Kopf. "Was...?" Er öffnete die Augen. Holzbretter... eine Decke. Die Pfosten eines Bettes, vor denen er lag. Felle unter seiner Hand. Der Blick ging zur Seite und er versuchte sich auf einen Ellbogen aufzurichten. Schwarzes längeres Haar - und nicht sein eigenes. Der Blick wanderte weiter, fand dann das Gesicht eines Mannes, der selbst leise stöhnte und die Augen blinzelnd aufschlug. "Warum ausgerechnet du..." brummte er grimmig und verzog die Lippen, während sein Gegenüber noch zu benommen war, zu antworten. Warum musste eine der ersten Dinge, die er sah, ausgerechnet dieser Mann sein, welcher ihm so auf den Geist ging mit seinen stichhaltigen Fragen und Antworten. Warum nicht Malachai? Oder besser noch - eine hübsche Frau mit ordentlich Holz vor der Hütte? Brummelig drehte er sich um und griff nach dem Pfosten, zog sich daran hoch. Gott sein Schädel brannte. Er musste auch so dämlich sein und sich mit Klauen an den Händen den Schädel halten. Den Kopf schüttelnd blickte er sich um, suchte nach einer bekannten Gestalt. Erleichterung durchfloss ihn, als er die Gestalt Malachais erblickte. Jetzt konnte er es glauben... Es würde alles wieder gut werden. Sie waren wieder in der Wirklichkeit.
Verfasst: Dienstag 26. August 2008, 13:15
von Selina Talmar
Langsam verblassten die Sterne über ihr und die Dämmerung vertrieb langsam die Dunkelheit. Doch noch immer starrte sie in den Himmel über ihr. Der letzte Abend hatte mehr als eine Frage aufgeworfen.
Flach lag sie am Feuer im Gras, die Arme unter dem Kopf verschränkt und den Umhang fest um sich gezogen und starrte in den Himmel. Doch sie war nicht allein Arsen lag neben ihr, sie hatten quasi keine andere Wahl, da sie Cyrion das letzet freie Bett gegeben hatten, damit er sich erholen konnte von allem. Malachai und Cyrion waren ins Bett gegangen um zu schlafen, der eine freiwillig der andere sanft gezwungen. Selina und Arsen hatten die wahl gehabt, nach Hause zu reiten oder unter freiem Himmel zu schlafen. Sie hatten ich für das letzet entschieden, ohen groß darüber zu reden. Doch Schlaf hatte keiner von ihnen bisher gefunden. Sie lagen neben einander im Gras und hingen ihren Gedanken nach. Selina hatte irgendwann seine Hand genommen und fest gedrückt. Sie wusste ihn quälten die gleichen Gedanken wie sie. Es war auch nicht alltäglich, was sie da erlebt hatten.
Waren wir wirklich in seinen Gedanken nur weil wir es wollten? Es kann nicht sein, so etwas geht nicht. Und was hat er erzählt vom Blut der Schatten? Schwarzesblut? Nein es war eine Vergiftung, es kann nicht anders sein, er ist noch nicht wieder ganz bei sich gewesen.
Aber wie sind wir dann zu ihm vorgedrungen? Der Rauch. Er hat uns geholt eingewickelt und es ermöglicht. Aber warum wir? Und wie kam Cyrion dazu? Ich weiß immer noch nicht was ich von ihm halten soll, aber er war wohl der Rest der gefehlt hat, damit Malachai merkt, dass er Leben muss.
Ja er hat eine schwere Entscheidung getroffen. Er hat den Kampf gegen seine Erinnerungen gewonnen, nun muss er damit Leben.
Ich fürchte er wird sich oft fragen,w arm er diesen Weg gewählt hat. Aber nun sidn drei Leut eher um ihn zu erinnern. Hoffentlich bleibt Cyrion eine Weile unser Gast.
Ansonsten? Arsen und ich treten ihn schon, dass er sich erinnert, warum er sich für das Leben entschieden hat.
Ich habe gesehen, wie seine Erinnerungen verblassten und wie er sich mit unserer Hilfe erhob und wie sein Bruder den Rest tat um den Sieg zu vervollkommnen. Und ich habe gesehen, wie er ruhig aufstand und hinausging und seine Sachen verbrannte. Wie er ruhig nach seinem Sohn fragte.
Und mich dann ebenso ruhig davon abhielt meinen Dolch gegen Cyrion zu erheben. Und dann am Feuer, die wagen antworten zu den Schatten, das es über das Blut weiter gegeben wird, aber genau das war der Punkt. Arsen konnte es sich erklären, sein Vater war nicht aus dem Krieg zurück gekommen und seine Mutter hatte neu geheiratet. Der Beweis war am Abend vorher aufgetaucht. Sienara Arsens Halbschwester. Aber was war mit mir?
Mein Vater konnte mir das blut nicht vererbt haben. Er war ein Taugenichts, ein Säufer, ein Schläger. Er spürrte nichts und er war mir nicht gewachsen gewesen, ich konnte ihn so einfach täuschen und ihn dann umbringen. Aber meine Mutter? Was ich von irh weiß ist nicht viel. Ich war noch so jung als sie an dem Kind starb, das sie im Leib trug. Konnte es sein, dass sie sich einmal nahm was sie wollte? Und ich dabei entstanden bin? Sie hatte immer geschichten erzählt, eine davon handelte von einem Mann, der einfach aufgetaucht war. Der mit dem Schatten verschmelzen konnte. Aber Sie hatte ihn nie im Zusammenhang mit sich selbst erwähnt. Konnte es wirklich sein, das sie einmal gegen ihren Gemahl, naja wohl eher ihren Herrn und Meister, aufbegehrte? Das sie ihre letzet Kraft genomen hatte um sich zu rächen?
Könnte ich sie doch fragen, ich hätte zumindest eine Antwort mehr. Aber ich weiß ich war anders als meine Geschwister. Nur wie anders das wusste Sich nicht. Ich ahnte immer nru ich gehörte dort nicht hin. Und als ich Arsen traf, war es richtig ich habe mich zu ihm hingezogen gefühlt. Ist es das, was uns über die Liebe hinaus verbindet, was uns immer wieder zusammenfinden lässt?
Verfasst: Mittwoch 27. August 2008, 11:41
von Malachai Schwarzmourne
Lange stand Malachai noch am Fenster, rausblickend. Eine Ära war für ihn gestorben, doch eine neue würde nun beginnen. Eine andere, unerwartete Wegfindung.
Er schaute hinaus, in die Dunkelheit, wie lang mag es wohl her sein, dass er zu so dunkler Stunde einfach in einem Haus stand und aus dem Fenster starrte.
Eine Träne entrinnt ihm, seine Gedanken beginnen sich wieder zu erinnern, an Inara, seiner Frau, seiner Geliebten...der Mutter seines Sohnes.
Es schien etwas durch den Schatten zu huschen....Gedanken begannen nun wie ein Film sich in seinen Kopf abzuspielen. Gedanken von Greueltaten,Gedanken von Hass....ja Gedanken von Tot.
Wie in einem Karussel sah er bestimmte Personen vor seinem Auge hinablaufen, Valion, Fiona, sein Vater, seine Mutter....seine Frau.
Er schloß die Augen, kniff Sie fest zusammen und drückte seine Handfläche gegen jene.
Ein Schmerz durchfuhr ihm durch den Kopf, nachfolgen des langen, geistigen Kampfes und er sackte leicht zusammen.
Er musste sich konzentrieren, durfte nicht in diesen alten Trotz zurück fallen. Er war kein Schatten mehr.
Langsam, ja, der Schmerz liess nach und er erhob sich wieder.
Er wandte sich vom Fenster ab und ging zum Kamin. Nur noch leicht leuchtete Glut auf der Asche.
Asche von verbrannter Kleidung, seiner Kleidung des Schattenlords.
Er verbrannte Sie, er würde Sie nicht mehr gebrauchen.
Dann ging er zu seinem Bett und holte ein Pergament hervor.
"An den Bankier Bajards,
es ist soweit.
"
Dann faltete er das Pergament zusammen und versiegelte es mit der Kerze, die auf dem Tische stand.
Er schaute zur Decke, lange und nachdenklich.
Er war verbittert, das war ihm schon aufgefallen, als er die Schwester Arsens kennen lernte.
Sie war freundlich, sie lächelte, schien gefallen an dem kleinen Baby zu haben und bot sich als Kindermädchen an. Sie war hübsch...
Er mied Sie, kein Wort der Höfflichkeit, nein, er sah Sie wie ein Monstrum an.
Warum nur?
Ist sein Charakter so stark von den Ereignissen geprägt?
Wo ist der locker fröhliche Malachai geblieben?
Gestorben sicherlich nicht, aber verändert, verletzt vom Tot des Schattenlords, mitgerissen in die Dunkelheit und dabei, sich wieder aufzuraffen.
Dann die Geschichte um die Vorfahren von Arsen und Selina. Er würde bei Zeiten doch noch einmal das schwarze Buch der Schatten aufschlagen, würde im Bereich der Vorfahren danach suchen und ihnen vielleicht Antworten geben können.
Das war das mindeste, was er für seine beiden Freunde tun könnte, Sie hatten es verdient, schliesslich hat er Sie erst darauf gebracht, dass Sie Schatten sein könnten.
Dann Cyrion, sein guter Bruder Cyrion. Zu recht war er Sauer, zu recht. Nun verstand Malachai es auch.
Diese Trugbilder, wie konnte er Sie Herr werden lassen von seinen Gedanken, wie konnte er ihnen Glauben schenken.
Glauben, Cyrion würde seinen Sohn nicht auf den rechten Wegen erziehen, würde es zulassen, dass eben jener Hass entwickeln würde auf seinen Vater, obwohl von jemanden erzogen, der ihn über alles liebte und nur gut von seinem Bruder sprechen würde.
Es war nicht wie bei Malachai. Nein, Marick hätte es gut gehabt bei Cyrion, hat es schon gut gehabt. Er hätte eine schöne Kindheit bekommen, da war er sich sicher.
Malachai legte sich hin, schloß die Augen.
Er würde versuchen zu schlafen, selbst wenn er wusste, dass dies zur Zeit unmöglich sei.
Zu sehr war er darauf trainiert, die dunklen Nächte aktiv zu sein.
Eine weitere Änderung, an der er arbeiten musste, Zeit hatte er ja nun dafür.
Verfasst: Mittwoch 27. August 2008, 11:45
von Arsen Talmar
Wir sind also wieder zurück, der Stamm der mir etwas unsanft in den Rücken drückt erinnert mich nur allzu sehr daran. Da hat man nun schon ein Haus mit weichen Fellen vor dem Kamin und dann lag man in der Akademie am Feuer herum. Aber noch wollten wir nicht nach Hause, noch gab es viel zu viele Fragen die einer Antwort bedurften und diese Antworten konnten wir nur hier finden. Vor allem für Selina tun sich Fragen auf über Dinge aus ihrer Vergangenheit, einer Vergangenheit mit der sie eigentlich abgeschlossen hatte. Aber wir werden den Knoten lösen der so eng verschlungen vor uns lag, wir mussten ihn einfach lösen oder wir würden nie wieder ruhig schlafen.
Ich blicke kurz zurück zum Haupthaus mit seinen Schlafräumen im oberen Stockwerk, dorthin wo nun Malachai und Cyrion schlafen. Malachai, ich werde mich an den Namen gewöhnen müssen bisher war er für mich immer der Schattenlord gewesen, aber der wollte er ja nicht mehr sein, weil er ja versagt haben sollte. Versagt… wie kann ein Mensch bei so einer Aufgabe überhaupt versagen? Kann ein Mensch denn die Verantwortung für das Leben vieler anderer übernehmen? Da versagen doch selbst die ach so gehuldigten Götter mit all ihrer angedichteten Machtfülle, nein Malachai, du warst, bist und bleibst der Schattenlord und hast eine Verantwortung, aber nicht jene gewaltige die du dir selbst aufbürden willst. Auch du wirst lernen müssen, ebenso wie wir anderen auch, dass wir dem was wir sind nicht entfliehen können, denn dann würden wir uns selbst verleugnen. Aber diesmal wird dir geholfen werden dabei, dies ist nun nicht mehr dein einsamer Weg, du hast mehr Wegbegleiter als du denkst.
Einen hattest du immer und er hat dich nun wieder gefunden…Cyrion, den du deinen Bruder nennst, ein Mann aus dem ich nicht wirklich schlau werde, wobei es noch in den Sternen steht ob wir jemals wirklich ein entspanntes Verhältnis zu einander haben werden. Liegt vielleicht daran wie seltsam er sich verhält, was man einem Mann dem seine Erinnerungen fehlen allerdings zu gestehen muss, vielleicht daran das wir uns in der Ansicht wie man gewisse.. Dinge handhaben sollte zu gleich sind. Aber er wird Malachai helfen sich dem Leben wieder zustellen, dem Leben wie es sein soll, nicht wie Malachai es sich einbildet das es nun ist. Ich glaube Cyrion wird ihm da auch schon noch einiges dazu zu sagen haben und das wird mit Sicherheit nicht immer freundlich sein.
Für Selina ist das ganze wohl am verworrensten denn sie grübelt nun ununterbrochen nach woher sie das Blut der Schatten herhaben könnte, wenn sie überhaupt welches in sich trägt, was sie immer noch nicht glauben mag. Aber kann es wirklich noch Zweifel geben nach all dem was geschehen ist, was uns unser Leben lang begleitet und vorwärts getrieben hat? Nein, auch meine Frau wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass wir anders sind als die Menschen um uns herum, und dass es in ihrer Familie ein Geheimnis gibt von dem sie bisher nichts wusste. Ich drücke ganz sacht ihre Hand worauf sie sich noch enger an mich kuschelt. Wir haben noch nie viele Worte gebraucht um uns zu verstehen und so weiß sie dass ich ihr bei der Suche nach Antworten zur Seite stehen werde. Das dazu auch noch meine Halbschwester Sienara den Weg hierher fand , macht die Verwirrung nur umso größer.
Nun, es wurde Zeit die Antworten auf alles zu finden und manchem Beteiligten mehr als einen Tritt in den Hintern zugebe, aber irgendetwas in mir sagte mir wenn diese Zeit vorbei war würde endlich alles so sein wie es sein sollte, wie es vor langer Zeit so bestimmt worden war….