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Verfasst: Mittwoch 27. Februar 2008, 23:13
von Der Erzähler
"Jetzt, wo gesehen, Zauberkraft Verschwendung." Gutturale Laute verließen die Kehle des orkischen Schamanen, und einige Orks atmeten erleichtert auf, daß es nicht mehr wochenlanges Training brauchte, um einem Goblin beizubringen, daß er willentlich gegen die Felswand laufen sollte, um sich in einem Gang dahinter wiederzufinden.
Damit war der Zugang im Orkfort auch für andere sehbar, doch es galt nun, dies unwichtig werden zu lassen - sie sollten eh nicht wieder reinkommen. Daß der bestialische Gestank der orkischen Schmiede und noch viel schlimmerer Dinge jedem empfindlicheren Wesen als einem Ork schon fast den Vertand raubte, war noch eine Abwehr, die weniger mit eingeplant wurde.. aber die Wachen, die nun jedem "kulturschaffenden" Zweibeiner Pfeile im Dutzendpack entgegenfeuern sollten, sobald sich jemand dem Gang näherte, das war volle Absicht!

"Holen Oger, Grauhäute und Mehrköpfe aus Dschungel weg. Brauchen sie hier."
"Wohin, damit kein Ärger?" Der Ork schien kurz nachzudenken, und fügte selber an: "Damit wenig Ärger?"
"Fort größer machen!"
"Hrrz - ich mache."
Knurrend marschierte er ab. Was sollte er denn noch alles tun? Die Stollen zu den höhergelegenen Bergwänden endgültig durchstoßen lassen und die Späher postieren. Das Fort vergrößern, die Verbündeten aus dem Dschungel holen, die Menschen da hinten am Strand erledigen, diese lästigen Menschenweiber ausspionieren, ihre Festung nach Schwachpunkten absuchen, die Katapulte... ein grimmiges Lächeln ließ ihn die Zähne blecken. Er liebte die Dinger. Felsenmunition suchen. Das Lächeln schwand wieder. Zuviel Arbeit. "Wieso eigentlich immer ich?", dachte er grollend, schnappte sich plötzlich den nächstbesten Ork, der vorbeieilte. "He, du! Such mir Steine!"
Der Ork starrte erst verblüfft, dann sah er ihn an, als hielte er ihn nicht für ganz dicht. "Steine." Er sah einmal durch den Felstunnel, in dem sie standen. Ja gut, sie standen in einem Berg, und er fragte nach Steinen... "Idiot! Grosse Steine! Für die Katapulte!"
Gut, das würde erledigt werden. Nach den Harpien vor dem Zwergentunnel musste er auch noch sehen, oder sehen lassen. Den letzten Nachseher hatten die Federviecher gleich dabehalten, die fraßen aber auch wirklich alles - Goblins rührte nicht mal er an. Aber so würden sie mitkriegen, wenn Zwerge kamen, zum Glück war es seit langem still um die Axtschwinger geworden und sie hatten ihre Stollenarbeiten ungestört fertigstellen können.

...

Am Strand packten jene, die gemeinhin als "die Räuber" bekannt waren, ihre schartigen Waffen fester. "Es geht wieder los", meinte Rogwan brüchig. "Und was eigentlich genau? Keiner von uns hat doch auch nur miterlebt, was eigentlich passieren soll, wenn 'es' wieder los geht!", beschwerte sich Agmar und spuckte ins Feuer.
"Tja, was können wir dafür, daß die neuen Siedler längst schlimmere Feinde geworden sind als dieses verdammte Orkfort da hinten? Aber Orbert hat Ahnung, wenn er was sagt, und was er immer wieder sagt, ist daß das Ding nur die Spitze des Eisbergs ist!"
"Spitze des Eisbergs... Schwachsinn. Die haben nicht mehr Hunger als ich!"
"Dann ..." Kurz herrschte schweigen, und mehrere Köpfe drehten sich.
"DANN SAG DAS MAL DEN FÜNF OGERN DA UND DEM DICKEN!"

Es wurde still im sogenannten Räuberlager, nachdem die Schreie verstummt waren. Das war nicht neu, aber es wurde sicher selten eine solche Sauerei hinterlassen. Noch am gleichen Tag war mehrfach ein Krachen am Berg zu hören, als restliche dünne Felswände zerbarsten und orkische Späher ihre neuen Posten einnahmen. Banner wurden befestigt. Banner, die zuvor noch niemand gesehen hatte, der nicht ein Ork dieses Berges wäre. Sie stellten auf die Entfernung nur grob erkennbar eine Art türkise Scheibe auf nachblauem Grund dar, die türkise Mitte glänzte seltsam, als wär sie aus Edelstein. Die Banner waren dreckig, abgewetzt... Orkbanner eben. Nur Orks.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 03:25
von Thoran Wynther
Es war schon tief in der Nacht als das Schiff am Lameriaster Hafen anlegte. Unruhig sass er im Haus und nippte eher lustlos an dem Bier dass er sich vorm Kamin aufgemacht hatte. Er war noch nicht müde ... noch lange nicht. Immer noch juckte es ihn in den Finger sich zu messen, seine Kraft auszutesten, zu schauen wie weit er gehen konnte, so raffte er sich wieder auf und griff nach seiner Ausrüstung. Die Tränke wurden aufgefüllt und einige Bandagen eingepackt. Der Unholdsweg sollte es sein. Im Schutze der Nacht war es ein leichtes sich den grobschlächtigen Ogern zu nähern und sie um ihre Haut zu erleichtern. So griff er noch nach ein paar Sack Salz und steckte im letzten Griff lieber zwei Fläschchen mit der Aufschrift „Eulensicht“ mehr ein und sattelte sein Pferd wieder.

Auf halben Weg wurde es bei Sanja in Pflege gegeben und er schritt den Weg ab den er schon soviele Male gegangen war. Quer über den Markt, ein wenig durch den Wald, an der grossen Holzkiste der Waldweiber vorbei, ... und da stockte er. Mitten im Felsgestein des grossen Berges an dessen Fuss die Holzfeste der Gefährtinnen lag brannten in der Nacht zwei kleine Feuer. Eines dort wo der Berg bis ans Wasser reichte und eines weiter im Landesinneren. Vorsichtig näherte er sich im Schutz der Bäume und versuchte hinauf ins Dunkle zu spähen was bis zur Einnahme eines sichtverbessernden Trankes eher naiv war. Dann, als alles taghell war, sah er ihn. Ein einzelner Ork der dort zu schlafen schien.

Was ist hier los?

Nach kurzem Überlegen drückte er sich an den Berg um ungesehen zum Unholdsweg weiterzugehen. Fast schon verfluchte er seine Neugier aber trotzdem ging er weiter. Die grossen Ratten vor der Höhle waren da wo sie schon immer warteten; inmitten des ganzen Mülls am Eingang der grossen Höhle. Nur kurz hielt er sich mit ihnen auf, zog ihn seine Neugier doch weiter. Irgendwas stimmte hier nicht und das Gefühl wurde immer stärker umso weiter er sich in den Urwald wagte. Und er war leer. Hier war nichts und niemand. Kein einziger stinkender Ork liess sich blicken geschweige denn dass man den bestialischen Gestank in der Nase hatte, den sie selbst bei tagelangem Regen verströmten. Sie waren einfach nicht da. Fast hätte er auch den Bären übersehen, der sich auf ihn stürzte als er nach einem neuen Trank kramte. Bis zur Taverne traf er nicht einen an. Keine Kadaver, keine Spuren, kein nichts. Nur die Tiere des Waldes wie man sie aus allen Wäldern kennt.

An der Taverne eingetroffen sah er zuerst keinen Menschen, doch langsam traute sich der Stallbursche heraus und erzählte hier seien vor einigen Stunden Oger und Trolle vorbeigekommen. Thoran blickte ihn an als hätte er ihm grad von Alatars Besuch in der Taverne erzählt. Der Bursche deutete noch gen Osten ehe er sich wieder im Stall verkroch. So ging Thoran mit flauem Gefühl im Magen weiter.

Was in Eluives Namen ging hier vor?

Vorsichtig spähte er in die Felsbucht neben der Taverne und ging in Richtung des Räuberlagers, den Griff des Schwertes fester packend in Erwartung des nun folgenden schon so viele Male geführten Kampfes gegen diese zum einen bemitleidenswerten Gestalten die in seinen Augen doch durch die Behandlung ihrer Opfer jegliche Barmherzigkeit verspielt hatten. Doch was sich ihm dann bot verschlug selbst ihm den Atem und er musste sich beherrschen sich nicht zu übergeben. Wer auch immer hier gewütet hat es war kein Mensch gewesen. Zumindest kein normaler. Fassunglos stand er inmitten des Gemetzels und blickte um sich. Die Leichen der Banditen lagen zerfetzt in alle Richtungen verstreut, in offenen Augen las man das Entsetzen dem diese Männer vor ihrem Tot gegenüberstanden und vor seinen Füssen lag ein abgerissenes Bein von dem abgebissen worden war. Weiter hinten entdeckte Thoran dann den Kadaver eines Zweikopfes.

Was zum ... ?

Unwollend drehte er den Kopf in Richtung des Orkforts aus dem leise Geräusche hierherdrangen wo man sie sonst nicht hören konnte. Alles in ihm stäubte sich gegen den Gang den seine Neugier imstande war zu nehmen und so waren die ersten Schritte eher zögerlich denn im Grunde ahnte er schon was sich ihm dort zeigen würde. An den Felsen gedrückt schob er sich vor bis er das sah was er eigentlich nicht sehen wollte. Die verdammten Orkse hatten ihr Fort ausgebaut! Es erstreckte sich nun über den Weg hinaus und davor patrollierten vier Orkkrieger. Er griff nach der Axt und dem Schild und legte beides griffbereit vor sich. Nun griff er nach einem kleinen Stein und schleuderte ihn in Richtung des ersten Orken. Kaum getroffen kam er mit dem zweiten schon angerannt. Im Dunkel der Nacht war es ein leichtes beide niederzuringen und das gleiche Schicksal erlitten auch die beiden anderen. Langsam schob er sich danach an der neu hochgezogenen Mauer entlang bis zum Tor. Wieder verfluchte er sich und seine Neugierde als er das Tor öffnete und einen Blick in den Vorhof warf.
Fünf Sekunden in denen er sehen konnte dass das alte Fort auch verstärkt wurde.
Fünf Sekunden in denen er sehen konnte wo die Orken, Trolle und Zweiköpfe vom Unholdsweg waren.
Fünf Sekunden in denen er sehen konnte wieviel mehr Orks als sonst auf den Zinnen des Forts standen.
Fünf Sekunden in denen er sehen konnte wie dumm und naiv er war allein hierherzukommen.
Und dann rannte er so schnell ihn seine Beine in der schweren Rüstung tragen konnten. Ein Stossgebet an Eluive und eines an seine selige Mutter flüchtete er in den eisenwartschen Wald bis er völlig ausser Atem an einem Baum zum halten kam da er plötzlich nichts mehr sah. Das war immer der Nachteil an diesen Tränken so verharrte er still im Wald und horchte hinaus bis sich seine Augen wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten.

Was zum Henker war hier los?

Das war kein Verhalten das den Orken und Ogern zu Gesicht stand die er bislang kannte. Das war völlig neu. Sie rotten sich zusammen ... sie bündeln ihre Kräfte ... sie verstärken ihre Festung ... sie bereiten sich auf einen Angriff vor ... sie greifen die Insel an! Die Gedanken kamen zögerlich waren sie doch nicht logisch. Nicht logisch für normale Orks. Aber völlig logisch für jeden der in den Krieg ziehen will.
Durch die kahlen Wipfel der Bäume sah er nun die drei Feuer die südlich der Burg im Fels flackerten. Von hieraus gesehen nicht mehr als ein kleines Licht, fast unscheinbar aber es war klar dass es nur weitere Posten sein konnten. Er wand sich herum und ging in Richtung der Burg die schwarz im Dunkel der Nacht lag. Nichts deutete auf Leben hin und so wand er sich am Fuss des Berges in Richtung der Holzfest der Gefährtinnen. Auf dem Weg blickte er immer wieder in Richtung des Berges und machte so fünf der Orkposten aus von einer Seite der Insel zur anderen. An der Holzfeste angekommen stockte er abermals. Hingen die Schilder immer auf den Zinnen? Hielten sie immer nachts Ausschau? Wussten sie schon was hier loswar? Was sich hier zusammenbraute? Konnten sie denn so kalt sein alle ins Verderben laufen zu lassen? Nein das konnte nicht sein.
Er musste zu Arsen! So holte er von Sanja sein Pferd und stob durch die Nacht zum Haus Arsens und hämmerte solange an der Tür bis die beiden aufmachten um ihn anzuhören.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 07:27
von Tajara Nair
Der Bolzen pflügte förmlich in die Erde und blieb etwa bei halber Höhe stecken. Sie schätzte die entfernung, welche der Bolzen im hohen Bogen gelogen sein mag. Angesichts des rauhen Wetters dieses bitteren Winters flog er, vom Wind günstig getrieben gut 100 Schritt, wenn nicht gar mehr ehe er sich in die Erde bohrte.

Sicherheitshalber beschloss die Schützin, die Patroullien, die geritten werden mussten zu verdoppeln. "Marye und ich sollten die Vorhut übernehmen, wir haben am meisten Erfahrung damit", redete sie auf Ronya ein. Die Gefährtinnen würden nun gut Acht geben müssen und diese Gefahr bestehen.

Subtil verhielten sich diese Schweinsschnauzen ja nicht gerade, aber würde sie entdeckt würde man die hochgewachsene Frau sicherlich schnell zu Schnitzel verarbeiten. Das sich versammelnde Aufgebot, das man immer deutlicher erkennen mochte rüstete sich nicht einfach nur zum Krieg. Sie wollten die Insel säubern! Und dies war eine große Armee.

"Nyame steh' uns bei!"

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 10:19
von Xinthra
2.3 Botschaften

Nun, da die Festung vorbereitet war, und zumindest einem mittelkräftig ausgewachsenen Angriff der Dickhäuter standhalten konnte, begab sich Xinthra daran, weitere Waffen zu bemühen. Manche sagen, die Feder sei mächtiger als das Schwert murmelte sie zu sich selbst, die Schreibfeder in der Hand, einen Stoß Blätter vor sich und das Tintenfäßchen daneben. Weiter hinten auf dem Tisch befanden sich die bekannten Lederlagen, auf denen eingebrannt das Symbol der Schwestern prangte, ein aufsteigendes Pferd vor zwei gekreuzten Speeren. Alle ansässigen Gemeinschaften erhielten die Nachricht, eingewickelt in das Leder welches mit Wachs versiegelt wurde.

Die Schwestern der Nyame entsenden ihre Grüße!

Wir müssen eure Gemeinschaft warnen. Die Orks Lameriasts stehen im Bund mit Ogern, Trollen und Zweiköpfen. Sie erweitern ihr Fort und haben unterirdische Gewölbe, in denen sie eine Armee beherbergen. Eine Armee von dieser Größe und Schlagkraft ist eine Gefahr für ganz Lameriast, der wir gemeinsam entgegen stehen sollten. Vergesst alte Streitigkeiten und Vorurteile. Kämpfen wir getrennt, gehen wir unter. Alle.


Xinthra
Sonyame Angemae Dux Avigila

Diese und zwei weitere Botschaften in einer Satteltasche lagernd, preschte die junge Kriegerin aus der Festung, Byl trug sie sicher durch den Wald, auf die Eisenwartsche Burg zu. Selbst von hier aus, auf den Hügeln im Wald, konnte man in der Ferne auf dem Berg winzige Gestalten sehen. Von hier aus war alles so friedlich, kein Anzeichen von Gefahr oder drohendem Krieg.

Die Nachrichten wurden allen Gemeinschaften über die Palisaden geworfen in den Innenhof, das Leder sollte die eigentlichen Botschaften genug beschützen.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 10:41
von Ronya Sotan
Die Nachrichten wurden beunruhigender mit jedem verstreichenden Tag.
Die Kundschafterinnen brachten fast immer neue Nachrichten.
Was sich anfangs als interessante Entdeckung herausstellte, sollte sich schnell zu einem Handfesten Krieg ausbreiten, befürchtete Ronya.
Die Nächte seit dem Tag der Entdeckung waren im Dorf, kaum noch von den Tagen zu unterscheiden.
Geschäftiges treiben, rund um die Uhr.
Patroulien kamen und gingen.
Wachen auf den Palisaden wechselten alle paar Stunden, doch niemand sprach von Erschöpfung.
Wie lange würde es dauern bis die Schwestern am Ende ihrer Kräfte waren.
Und was wenn das ganze sich vielleicht nur als Heiße Luft herausstellte ?
Nun etwas gutes hatte die Sache und Ronya versuchte immer an jeder Sache etwas gutes zu finden.
Selbst wenn das ganze vielleicht keine Gefahr für das Dorf sein sollte, so trug es zumindest dazu bei das die Schwestern stärker zusammenwuchsen als jemals zuvor.
Beschäftigte Kriegerinnen sind besser als gelangweilte die langsamm faul und bequem wurden und dann im ernstfall nicht mehr in der lage schienen eine Waffe vernünftig zu führen.
Waren diese Orks vielleicht der Grund für die einstige Schliessung des Tunnels zum Zwergenreich ?
Waren diese Orks vielleicht der Grund warum die Insel verlassen vorgefunden wurde, damals ?
Vielleicht war alles doch einfacher als man sich in endlosen vermutungen seinerzeit, zusammenreihmte ?
Ronya lief ihrerseits die Innenpalisade ab und kontrollierte hier und da die Stämme auf Festigkeit.
Würden diese, zwar immerhin doppelten Palisaden, einer Übermacht standhalten wie sie in diesem Berg gesehen wurde ?
Nein.
Sie war sich sicher das würde es nicht.
Vielleicht einige Tage oder auch nur Stunden, doch am Ende würden sie durchbrechen.
Am Ende würde Sturmwipfel fallen.
Ronya dachte zurück an ihre alte Gemeinschaft.
Dachte zurück an die Schwestern die sie verloren hatte, doch damals waren es Menschen.
Menschen mit denen man hätte reden können, um Frieden bitten hätte können.
Einzig der Stolz und die selbstauferlegten Regeln der Gemeinschaft waren der grund für den Niedergang der ersten Gemeinschaft.
Doch das hier ?
Mit Orks brauchte man nicht mal versuchen zu verhandeln.
Warscheinlich wussten die nichtmal das es was anderes als Kampf überhaubt gab.
Sie folgten einzig ihrem angeborenen Instinkt.
Einzeln oder in kleinen Gruppen stellten sie keine Gefahr dar, doch als Armee, waren sie nicht aufzuhalten.
Als Armee, würden sie in der Lage sein ganze Reiche zu unterwerfen, zu vernichten.
Wie ein Blitz schoss es ihr durch den Kopf :
Was wenn die Orks nachdem sie Lameriast unterwarfen, weiter nach Gerimor zogen ?
Was wenn sie vielleicht sogar in das wunderschöne Land der Sonne strömten und gegen die Menekaner zogen ?
Sicher Gerimor hatte eine Lektion verdient, vielleicht bestand sogar Hoffnung das ein Angriff einer solchen Armee, die beiden verfeindeten Reiche, für eine Weile seite an seite kämpfen lies.
Doch lag es nicht in der Verantwortung aller Lameriaster dies zu verhindern ?
Wieder und wieder dachte sie nach, beriet sich mit Xinthra stundenlang.
Später sassen die, die keine Wache hatten dabei und jeder gab seine persönliche Meinung dazu ab.
Am Ende waren sie sich einig.
Unter allen Umständen musste man ein Übergreifen dieser Armee auf andere Inseln und Kontinente verhindern.

" ALAAAAAAAAAAARM ! " brüllte jemand von der Ostpalisade.
Eiligen schnappte sich jeder was so an Ausrüstung herumlag.
Ein Helm aufgesetzt, ein Schwert gegriffen, ein Schild aufgehoben und rauf auf die Palisade.
" Was hast du gesehen Baliah ? "
" Da waren Schatten an Tajaras Hütte "
Sie zeigte in diese Richtung und man konnte es deutlich erkennen.
Irgendwas bewegte sich da.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 11:00
von Bahlia
Stillschweigend auf der Palisade mit Adleraugen in die ferne spähend. Es ging ihr gut sie hatte von den Ausflügen der Schwestern viel mitbekommen doch mitkommen wäre zwanghaftes töten gewesen. Der Gewissenskonflikt war da. Friedlich Leben und ihren eigen Weg gehen dies hatte sie Jahrelang gemacht. Die Schwestern waren aber Ihre neue Familie und der Blutzoll war noch nicht gezahlt. Also weiter machen und nicht aufgeben. Ein Fehler auf ihrer Seite würde vielleicht das Ende der Schwestern bedeuten. Etwas stimmte nicht mit dem Verhalten der Orks, sie wusste es genauso gut wie Marye, dies war gegen jegliche Natur. Etwas musste diese Tiere leiten und benutzen. Das würde sie Ronya direkt mitteilen sobald sie sich etwas ausruhen konnte. Zwei Tage ohne Pause stand sie auf der Palisade. Etwas Nahrung und ein Kohlebecken sorgten für warme Nahrung und Getränke. Wach bleiben, es wird gut enden.

Gerade als sie etwas die Ruhe und die frische Luft genoss wurde es still. Zu still um ehrlich zu sein. Schatten und Bewegungen da kam etwas auf sie zu. „ALLLARRRRRRM“….
Den Bogen gezückt und einen Pfeil aufgelegt. Die Muskeln spannten sich an, dass Leder Knartschte und die Sehne zog sich laut zurück. Man sollte bemerken, dass sie gesehen wurden, wer auch immer da war würde gleich ein Ende finden!

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 11:08
von Tajara Nair
Die wenigen Stunden Schlaf die sich Tajara gönnte waren gerade genug um den Kopf so klar zu behalten, um im Kampf nicht zu versagen. Sie konnte ohnehin nicht schlafen.

Etwas weckte sie als sie, auf ihr Geheiß hin beschloss in ihrer Hütte zu schlafen, um vorsorglich den Überblick zu behalten. Ja - etwas weckte sie, doch was vermochte die Schütz8in nicht zu sagen.

Tajara richtete sich auf und warf sich eilends eine Robe über. Die Glut des Kamins war ausgegangen, die Wärme begann bereits herauszuströmen und der Hauch von Winter machte sich in dem Holzbau breit.

Als sie aus dem Fenster blickte bemerkte sie im dunklen Schwarz der kalten Stunde vor dem Morgengrauen etwas Schleichendes. Instinktiv griff sie an ihre Brust, feststellend, dass da keine Schlaufe war die ihre Armbrust an ihren Rücken band - also hastete sie an die andere Seite des wohn- und Schlafraumes und griff nach Köcher und Armbrust, dem Köcher einige Bolzen entnehmend, die sofort aufgeschlichtet wurden. Sich zu rüsten, dafür hatte die Ongemae Dux keine Zeit, als sie ein leises Knacken und Gegrunze vernahm. Es war nun wohl klar, wer da um ihre Hütte herumschlich.

Leise und knarzend öffnete sich die Haustür und sie spähte in den Garten. Gut. Kein Tor war aufgebrochen - noch nicht. Geduckt huschte sie voran und eilte in den Stall hinein, der, dank der offenen Fenster notfalls auch als guter Schießstand herhalten konnte. Und hier wartete sie.

Da! Ein Schatten! Nein! Zwei Schatten...

Aus der Ferne gellte ein "ALAAAARM" - offenbar waren die Schwestern nun auch aufmerksam geworden. Der Bolzen wurde in die Armbrust gelegt - denn sofort im anschluss nach dem Ruf vernahm sie ringsherum aus dem zwielichtigen Schatten der jungen Bäume heraustretend eine ganze Horde von Schatten, und in der Hand eines der Gestalten erkannte sie, es war eine Horde Orks. Noch dazu schien einer zu den Fuchtlern zu gehören, denn in seiner Hand bildete sich ein Feuerball "Maaaaakhen Hüttäää kapuuuuth!"

Das Gegröhle der bestimmt anderthalb Dutzend Orks um ihre Hütte herum wurde zu einem Gejohle. In der Zwischenzeit deutete eine der im spärlichen Licht des Feuerballs erhellte Schweinefratze auf die aus dem Geställe tretende bewaffnete Schützin. Tajara war nun klar, dass sie in der Falle saß.

Und schon flog der Feuerball auf sie zu.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 11:58
von Bahlia
Die Schwestern traten alle gerüstet auf der Palisade an um zu sehen was denn den Alarm auslöste. Genau in dem Moment wurden die Gestalten zu den Fratzen der Orks. Ein Dutzend Orks wurde rasch gezählt doch was machte der Abweichler da mit seinen Händen? Oh nein ein Fuchtler der Orks der Pfeil schoss los. Leider schoss der Fuchtler auch etwas Helles los. Die Orks grinsten zum Feuer welches sich an dem Haus Tajaras zu ernähren versuchte aber wohl an etwas Feuchtigkeit scheiterte. Der Pfeil schoss dem Ork durch die Hände. Der Ork hob quiekend beide Hände hoch die nun durch einen Pfeil verbunden waren. Bevor der Ork überhaupt weiter reagieren konnte schoss ein zweiter Pfeil durch die Schläfe in den Kopf. Keine Regung im kühlen Blick Bahlias, sie schaltete um. Instinktiv schossen Pfeile laut surrend durch die Luft die Schwestern schlossen sich mit Armbrüsten und Bögen an. Ein richtiger Hagel schoss los und nahm die meisten mit. Doch die Hütte drohte zu zerbrechen, hoffentlich war Tajara nicht dort und wartete bis sie entkommen konnte.

Eine Pause in der Schussfolge, das Haus wurde gemustert. Schossen da auch vereinzelnd Bolzen aus dem Fenster? Nein aus dem Stall das war Tajara, hoffentlich geht das gut. Doch da ein Paar Orks schafften es dem Stall sehr nahe zu kommen. Brummend schaute sie vor sich. Ein Seil welches an einem der baumspitzen gebunden war lag nahe am Rand. Bahlia schulterte ihren Bogen und rannte los. Ein wenig in die Hocke, das Seil gepackt und über die Palisade gesprungen. Mit den Lederhandschuhen brannte das Abseilen an der Palisade nicht so sehr, doch der Schmerz war in diesem Moment nicht wichtig. Unten angekommen ging es weiter. Schnell denn gerade Tajara war eine der Schwestern welche Bahlia herzlichste in der Gemeinschaft aufgenommen hatte. Sie zückte ihre Dolche und rannte zu den Orks welche versuchten Tajara zu attackieren währen sie ihre Armbrust nachlud. Beide Arme von sich gestreckt mit den Dolchen in den Händen sprang sie los. Die Orks hörten nichts bei ihren Versuchen ihre Schwester zu Attackieren und standen noch eine Weile da als sich die Dolche in dessen Nacken bohrten. Die beiden Schweinebacken sackten zusammen, die Dolche wurden wieder hinaus gezogen. Weiter um das Haus, es schien so als würden sich die Orks besinnen und die Flucht antreten. Unnormal für dieses Volk doch egal sie werden auch noch mitgenommen ein Pfeil nahm noch einen mit der andere entkam.

„So ein mist“ brummte Bahlia, sie drehte sich um und Schaute zu Tajara. „Da hattest du aber…“ Whuuuum neben ihr Krachte ein Stein ins Holz. Rasch sprang Bahlia zu Tajara unter die Scheune. „Zweiköpfe und Oger verdammte Falle!“

Hoffentlich konnten die Gefährtinnen sie nun aus dem Mauseloch retten.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 12:32
von Marye Larou
Marye sah zu wie Bahlia zu Tajara eilte und hielt ihr den Rücken frei. Rasche Schüsse, die fast nie ihr Ziel verfehlten, liessen einige Orks sterbend zu Boden gehen. Doch dann schaffte es ein Trupp Ork zu ihr durch zu dringen. Im Nahkampf war ihr Bogen wertlos, daher griff sie zur Kriegsgabel und ihrem Schild um sich den drei Orks zu erwehren. Es wurde ein harter Kampf da die Orks in der Überzahl waren und Marye war sehr froh darüber, sich immer schon auch im Nahkampf geübt zu haben. Ohne diese Kenntnisse wäre sie wohl verloren, doch so fiel ein Ork nach dem anderen unter ihren Stichen. Sie stach mit der Gabel zu und drehte diese beim Herausziehen, was zugegebenermaßen doch recht unschöne und sicher sehr schmerzende Wunden verursachte. Als der letzte Ork fiel, flitze sie zum Haus wo sie Bahlia hatte verschwinden sehen. Dort waren inzwischen eine Horde Zweiköpfe aufgetaucht und hatten den Eingang der Scheune mit schweren Felsbrocken versperrt. Sie hob wieder ihren Bogen, der ihr über den Rücken hing und schoß mit äußerster Konzentration rasend schnell Pfeil um Pfeil in die Köpfe ihrer Gegner. Einigen auf sie geworfenen Steine konnte sie zum Glück ausweichen und dann ging ein Zweikopf nach dem anderen zu Boden.
Sie rief nach einigen Schwestern, die noch auf der Palisade standen um die Steine vorm Scheuneneingang fort zu räumen. Sie selbst gab ihren Schwestern Deckung, doch die Schweinenasen hatten für den Moment wohl erst ein mal genug.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 12:35
von Xinthra
Die Nachrichten waren überbracht und so dachte Xinthra, sie könne jetzt wieder heim und vielleicht ein wenig Ruhe finden. So friedlich, das Neuhaven. Hier und da ein Licht im Fenster, eine fahle Ölfunzel wohl, oder eine Fackel, eine Kerze. Die Bewohner würden noch früh genug erfahren, was sich auf Lameriast zusammenbraute. Der Weg führte sie am Neuhavner Wäldchen vorbei, zum Markt. Leergefegt war dieser, aber doch zeugten dir Fußspuren davon, dass er erst kürzlich verwendet wurde. In der Ferne konnte sie die Festung erahnen, ein Bild das sie nur all zu gut kannte.

Doch was war das links davon. Schatten... Schwestern? Jedenfalls war da jemand an Tajas Haus. Entfernt hörte sie eine Stimme. Abgehackt klang etwas an ihr Ohr, das Rauschen des Meeres war einfach zu laut. Als sie jedoch den Feuerblitz sah und Tajaras Haus zu brennen begann, wusste sie was los war. Sie gab ihrem Pferd die Hacken, zog ihr Schwert und hielt es weit hinaus. Die ledergeschützte Hand schloß sich fest um den Schwertgriff, das Metall glänzte und blitzte im Mondschein.

Nur wenige Augenblicke später erblickte sie die Orks um das Haus. Bislang brannte jenes noch nicht gänzlich, doch sah sie Tajara im Garten liegen. Der Anblick ihrer Schwester versetzte ihr zunächst einen Stoß, dass sie nicht bemerkte, wie sie einen Ork umritt. Sein Genick zerbrach, als er von dem Pferd zur Seite gestoßen auf einem Stein aufprallte. Nur einen Moment später hatten Xinthras Augen einen rötlich blitzenden Schimmer angenommen, ihre Hand packte noch fester am Schwert und die andere zog gleich noch eins hervor.

Vom Pferd gesprungen, rannte sie brüllend auf die Dickhäuter zu, die ihrerseits in Xinthras Richtung stürmten. Ihr Brüllen ähnelte jedoch eher einem wütenden Oger und ihre Augen funkelten voller Hass in Richtung der Orks. Schritt für Schritt, sie spürte ihr Herz pochen, jeden Atemzug.

Schritt..

Schritt..

Schritt..

Zwei unglückselige Orks kamen ihr in den Weg. Dem ersten hieb sie ihre Klinge in den Wanst, sein Innerstes quoll heraus. Mit dem nächsten Schlag enthauptete sie seinen Kumpanen. Sie wirbelte herum, und stürzte sich gleich auf die nächsten beiden, die Schwerter stachen durch sie hindurch bis sie am Rücken wieder austraten, um herumgedreht und wieder heraus gerissen zu werden. Lebenssaft spritzte herum, Fleischbrocken flogen durch die Luft. Brüllende Orks, brüllende Xinthra. Die Müdigkeit - nicht mehr existent. Wut beherrschte nun ihr Tun, schwer kontollierbare Wut, die ihr zwar ungeahnte Kraft und Mut verlieh, doch nicht unverletzlich machte. Einer der Orks erwischte sie am rechten Arm, dessen Schwert sich gerade in das Gesicht eines weiteren Orks bohrte.

Mit nur noch einer Waffe in den Händen, einem verletzten Arm, kämpfte die Kriegerin weiter, wie eine Furie, brüllend und schlagend, tötend. Links von sich bemerkte sie Personen, die ebenfalls auf das Kampfgeschehen zurannten, Waffen erhoben, zum Kampf bereit. Freunde oder Feinde? Das würde sich jeden Moment zeigen.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 12:43
von Tajara Nair
"Na ganz toll - vom Regen in die Traufe" - Tajara blickte auf den gigantischen Stein. Was für ein bizarrer Augenblick.

Zuvor noch war sie dem Feuerball ausgewichen der in die Scheune einschlug - das Stroh begann sich zu entzünden. Hätte Tajara nicht gerade einen Wassertrog für das Pferd am Vortag bereitgestellt wären sie spätestens jetzt in einer Todesfalle gelandet.

Etliche Orks ließen auch ihr Leben durch Tajaras Bolzen. Die von Ost kommenden Pfeile bemerkte sie früh genug und entlockten ihr ein erleichtertes Einatmen. Bahlia kam schnell zu Hilfe - worüber sie dankbar war. Doch zu spät konnte sie die ältere Mitschwester auf den Stein aufmerksam machen der da so niedergekracht war.

Nun galt es abzuwägen was zu tun war. Raus käme man auch durch das Fenster - aber da wurden die Steine schon weggeschafft. Ein Glück! Marie.

"Das war zu einfach für einen großangriff aber es war ein Erkundungszug Seitens der Orks", stellte Tajara keuchend fest. "So blöd wie die sind werden die wohl entweder denken die sind in die falsche richtung oder - wenn sie schlau sind und merken dass der Trupp nicht zurückkehrt - nun - ihr könnt es euch denken."

Marye und Bahlia dabei betrachtend zog sie die Stirn in Falten . Ein Gebrüll, ein Gegurgel, ein Grunzen - und aus dem Walöd tauchte eine kämpfende Furie auf, gerade noch einen letzten Späher vernichtend. Es war Xinthra.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 14:52
von Selina Talmar
Kerzengerade saß sie im Bett und sah sich um. Die Umrisse im Keller wurden durch die letzte Glut im Kamin schemenhaft beleuchtet. Schwer und unruhig erklang der Atem Arsens neben ihr. Er schlief noch, er hatte sie demnach nicht geweckt. Aber was sonst?
Da war es wieder, dieses wehemente pochen, dumpf drang es in den Keller.
Sie strich die Haare aus dem Gesicht und schlüpfte in Rock und Brustier und tabste verschlafen nach oben. Das Pochen wurde lauter. Und so langsam dämmerte es ihr, dass an die Tür geklopft wurde und jemand diese Nacht unbedingt einlass erlangen wollte.
Gähnend schob sie den Riegel der Tür zurück und blinzelte in das Dunkel draußen. Doch sie kam nicht dazu zu fragen, wer da ist und was er wollte. Sie wurde unsanft zur Seite gedrückt. Sie spürte das harte Metall einer Rüstung, an ihrer Haut. Sie griff an ihre Taile und fluchte leise. Sie hatte den Doclh bei ihren anderen Sachen und schuhe trug sie keine. Entsetzt starrte sie auf den Schatten des Eindringlings.
Hier oben war es Dunkel die Glut war schon verloschen. Sie war so überrascht, dass sie ihre Sprache nicht wieder fand, noch nei hatte jemand sie so überfallen. Doch so langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit und sie war nun auch hell wach. Und da redete schon jemand auf sie ein. Sie fluchte wieder und endlich hatte sie die Kerze auf dem Tisch entzündet und konnte den Eindringling sehen.
Thoran. Kreidebleich war und nass geschwitzt und in Rüstung. Sie hob die Hand um den Redefluss kurz zu stoppen.
“ Egal was du mir erzählen willst, warte kurz, sonst musst du es zweimal berichten. Arsen liegt verwundet im Bett, also komm mit”, kalt kamen die worte und konzentriert, denn was sie von Thorans Worten mitbekommen hatte, beunruhigte sie zu tiefst. Wieder im Keller entzündete sie zu erst die Feuerbecken über dem Bett. Dann rüttelte sie Arsen wach. Erst sanft dann etwas stärker. Die Sorge stand irh ins Gesicht geschrieben. Thoran hielt etwas Abstand und wartete.
Langsam schlug Arsen die Augen auf, begleitet von einem Schmerzenslaut setzte er sich etwas auf, als er in das Gesicht seiner Frau sah.
Sie hielt ihm direkt was zu trinken hin und deutete Thoran näher zu kommen. Sie setzte sich auf das Fußende des Bettes und hörte schweigend zu. Wärend Thoran alles erzählte was er gesehen hatte.
Arsen setzte sich weiter auf, einen weiteren Schmerzenslaut unterdrückend und starrte Thoran Fassungslos an.
Sie hatten es beide geahnt, seit dem Tag als sie das Gelände am Fuße des Berges verloren hatten, durch die Okrs. Wieder kamen die Nächte hoch, an denen sie Beide die Orks beobachtet hatten.
Es würde jetzt schwieriger werden. Aber betraf es sie überhaupt?
Sie wusste die Frage sollte sie nicht stellen. Aber sie kam einfach in ihren Kopf. Wieder ging der Blick zu Arsen. Sie sah ihm an, dass er das Gleiche dachte. Doch sie sah auch etwas anderes. Schweißperlen auf seinem Geischt und eine fahle Blässe der Haut. Die Wunder auf seinem Oberkörper war nach wie vor leuchtend rot und er war schwächer als er zugab. Auch Thoran war erst erschrocken, als er Arsen sah. Doch das, was er gesehen hatte, überwiegte den Schrecken und die Worte sprudelten aus ihm heraus. Weder Arsen noch Selina stellten Fragen, sie ließen ihn reden. Zwischendurch reichte Selina Thoran einen Schnapps und dann direkt etwas Wasser. Den Schnapps kippte er herunter wie Wasser, wortlos schenkte Selina nach.
Als die Worte versiegt waren, saßen sie schwiegend da.
Als Thoran sich erhob um wenigstens etwas Schlaf in dieser Nacht zubekommen. War eine Entscheidung gefallen, auch ihen Worte.
An der Tür, sagte sie ihm noch zum Abschied.
“ Versuch morgen alle zuversammeln. Eine Wahrnung ist nicht verkeht.”
Damit schloss sie die Tür und tabste wieder die Treppe herunter und sah ihren Gatten lange und schweigend an und er erwiderte den Blick ebenso schweigend.

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 15:19
von Arsen Talmar
Ich verfluchte Nevyn und seine Bande seid dem Jagdausflug jeden Tag aufs Neue, den die Liebesbekundung des Drachen, der mich mit einer seiner Klauen niedergestreckt hatte, hielt mich seid Tagen im Bett oder zumindest im Hause fest. Zwar nahm der Absinth die größten Schmerzen aber er benebelte auch mit der Zeit die Sinne und so dauerte es eine ganze Weile bis Thorans Worte mich wirklich erreichten.

Die Orken rührten sich wieder! Nein, eigentlich konnte man das schon nicht mehr rühren nennen, sie wollten Krieg, Krieg gegen Lameriast, Krieg gegen alles was hier lebte. Grade als ich an dem Teil der Gedanken angekommen war hämmerte jemand erneut an die Tür des Hauses. „Was zum …. !“ Fluchend schleppte ich mich die Treppe hoch und als ich die Tür öffnete stand einer der Akademiebediensteten mit einer Pergamentrolle vor mir. Während Selina den Boten mit Speis und Trank versorgte zerbrach ich ungeduldig das Siegel und überflog das Schreiben.

Die Warnung der Gefährtinnen! Also hatte Thoran die Zeichen richtig gedeutet und die Festung der Frauen wurde stärker befestigt und die Wachen vervielfacht. Als ich Selina das Schreiben reichte waren meine Gedanken bei dem Tag als die Akademie brannte, als Horden der Orken uns damals zwangen Nahe Neuhaven von neuem zu beginnen. Damals waren die Gefährtinnen zur Stelle und auch wenn sich bereits damals missgünstige Gedanken in das damals noch freundschaftliche Miteinander eingeschlichen hatten, man hatte Seite an Seite gekämpft.

Man konnte über mich vieles sagen, auch das der Begriff Ehre für mich so dehnbar war wie Selinas Brotteig, aber eines hatte ich: Stolz! Und dieser Stolz ließ es nicht zu jemand etwas schuldig zu bleiben. Hatten sie damals uns geholfen so würden wir dies nun ebenso tun, da gab es nichts zu überlegen. So war das Schreiben an die Gefährtinnen schnell aufgesetzt und gesiegelt, auch wenn die Worte knapp gehalten waren:

Die Akademie grüsst die Gefährtinnen!

Eure Warnung hat uns erreicht und bei Selina und mir den Schrecken von damals zurückgebracht. Damals standen die Gefährtinnen an unserer Seite, als die Orken uns bedrängten, ohne das eigene leben zu schonen, nun ist es diesmal an uns dasselbe zu tun! Gleich was in der Vergangenheit vorgefallen sein mag, gleich was man von einander dachte, die Akademie wird an eurer Seite stehen!

Arsen Talmar
Leiter der Akademie zu Schwert und Kunst


Der Bote rannte auch sogleich los wie von Dämonen gehetzt, schärfte auch gleich Thoran noch einmal ein, die Akademieangehörigen für den Abend zusammen zu rufen, dann hetzte er zum Lager der Gefährtinnen um die Botschaft zu überbringen. Selina und ich suchten noch einmal den Schlaf, der sich, wenn auch nach langer Zeit, noch einmal einstellte. Denn Schlaf, die wussten wir, Schlaf würde bald kaum noch zu finden sein…

Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 22:05
von Andreana Steinschmelz
Was erzählen die da? Ein Orktrupp in Neuhaven? Diese zerstörten Zäune und geplünderten Höfe ist das Werk von Orks?

In ihrem Kopf herrschte Chaos. Die Gedanken überschlugen sich. Dabei klappte ihre Kinnlade nach unten und sie starrte mit aufgerissenen Augen die Gruppe an.

Sie war den ganzen Tag im Keller gewesen, vertieft in vertrauliche Aufträge. Die Glocke hatte sie mit einem Tuch umwickelt, damit sie nicht gestört wird. Da hatte wohl der Bote umsonst geläutet, aber er hatte ihr eine Nachricht in den Briefkasten geworfen.

Nun wollte sie zur Akademie eilen - über eine Stunde zu spät, in der Hoffnung noch jemanden anzutreffen. Aber so weit kam sie nicht. Die Gruppe stand vor Cedrics Hof und redete über das Chaos was dort zu sehen war.

Sie konnte es kaum glauben. Aber die Warnungen, nicht mehr an den Strand zu gehen, waren ernst zu nehmen.

Aber was ist wenn sie das nächste Mal nach Neuhaven einen anderen Weg nehmen. Einen etwas nördlicheren. Ihr Haus würde eines der ersten sein, die sie erreichen.


"Wir müssen den Paktfall ausrufen." meinte sie noch.

Wobei sie den Ausführungen von Selina und Arsen gar nicht mehr genau folgte. Sie war blass geworden und Angst hatte sie gepackt.

Angst um ihr Leben...
Angst um das, was sie sich aufgebaut hatte...
Angst um Freunde...

Irgenjemand meinte:


"Es muss Patroulien geben."

Eine gute Idee. Die wenigsten Einwohner Neuhavens waren im Kampf geschult. Es waren doch nur Handwerker und Bauern.

Arsen meinte:


"Wenn du dich in Sicherheit bringen willst, wir verstehen das."

Aber sie musste verneinen. Sie konnte nicht weg. Zu wichtig war der Auftrag. Außerdem hatte sie doch all ihre Habe hier. Sie musste versuchen ihr Hab und Gut zu schützen.

Mit einem Hammer konnte sie schon zuschlagen. Zwar weniger geschickt, wenn es um einen Gegner ging, aber schmerzhaft dürfte es doch sein. Und Arsens Vorschlag, mit glühenden Kohlen zu werfen, war nicht schlecht.

Dann gingen alle zurück in ihre Häuser. Es galt Kraft zu schöpfen. Sie brachte nun erst einmal alles in Sicherheit. Die Tiere müssen weg. Und die Waffen aus den Auslagen genommen werden. Man muss die Orks nicht unnötig stark auf ihr Lager hinweisen ...

Verfasst: Freitag 29. Februar 2008, 14:26
von Marye Larou
Marye war auf Erkundungstour und kam in Neuhaven an. Sogleich fielen ihr die Spuren der Verwüstung auf und sie folgte diesen. Sie kam zu einem Trupp Männer und Frauen von denen sie Trutta sogleich erkannte. Einige Orks waren auch da, anscheinend die Nachhut des Überfalls. Marye griff zum Speer, ein leichter Druck ihrer Schenkel und ihr Mustang, der wie immer genau wußte, was sie vorhatte, galloppierte los. Ein Ork griff sie an, doch ihr Speer traf ihn mitten ins Herz und der Ork brach grunzend zusammen, gleich darauf der nächste. Doch dann kam ein Ogerfürst und Marye brachte lieber ihr Tier in Sicherheit. Rasch kehrte sie zurück, zückte den Bogen und schoß Pfeil um Pfeil mit einer sehr hohen Geschwindigkeit und Präzision auf den Kopf des Ogerfürsten ab.
Sie wußte wie heftig diese Kreaturen zuschlagen konnten und hielt sich lieber fern von ihm. Zwei Krieger gingen trotzt ihrer schweren Rüstung zu Boden. Rasch waren die Reste der Orktruppe besiegt und Marye verabschiedete sich von Trutta und den anderen. War sie doch in Sorge um ihre Schwestern und dies zu Recht. Im Dorf angekommen stellte sie fest daß ihr Dorf von Katapulten beschossen wurde. Sie suchten nach dem Katapult, doch finden konnten sie es nicht. Jedoch bemerkten sie überall auf den Bergen orkische Spähposten. Xin vermutete eine Plateu oben auf dem Berg, von dem aus die Orks sie mit ihren Katapulten beschossen. Sie beschlossen nach Stollen zu suchen, fanden einen in der nähe des Dorfes, dieser lag allerdings zu hoch um ihn erreichen zu können. Sie suchten weiter bis in der Erdhöhle, doch auch dort war nichts zu finden. Marye vermutete daß die Eingänge gut getarnt waren und so kehrten sie ins Dorf zurück.