Schatten von Lameriast

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Leon Dellen
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Beitrag von Leon Dellen »

Leon und Lynred standen nun schon seit zwei Tagen am Hafen ohne einen weiteren Befehl zu bekommen. Leon entschloss, dass er sich nun selbst auch auf die Suche machen würde und Lynred folgte ihm. In Bajard angekommen befragten sie die Leute, ob jemand die beiden gesehen habe - jedoch erfolglos. Die beiden suchten überall im Wald und in der Stadt - jedoch erfolglos. Nach einer zweitägigen Suche entschlossen sie sich, wieder zurück nach Neuhaven zu gehen und dort auf weitere Befehle zu warten.
Kyara Dilangra

Beitrag von Kyara Dilangra »

Es war an einem schönen Sonnenuntergang:
Der Schnee viel leise zu Boden und der Wind lies die dürren Äste sich sachte bewegen.
Kyara saß gerade am Bettrand, und schaute aus dem Fenster herraus.
Ihre rechte Hand lag auf ihrer verletzten Schulter.
Jedoch hatte sie keine Schmerzen. Es kribbelte lediglich leicht.
Vielleicht ein Zeichen der Verheilung, dachte sie sich.
Doch die grässlichen Narben am Bauch taten noch sehr weh,
obwohl sie nie vergaß die Kräuter zu nehmen.

Viele Fragen gingen ihr durch den Kopf...

Was hat die arme Shessidyr nur dazu getrieben?
Hat sie vielleicht etwas gesehen, wovon wir nicht wissen?
Wo mag sie wohl stecken?
Und geht es ihr überhaupt gut?


Dies sind wohl Fragen oder viel mehr Sorgen, die sich nicht viele
stellen würden über eine Person, von der man angegriffen worden war.

Kyara aber kannte Shessidyr. Sie wusste was sie tat und welche Folgen es haben könnte,
sich einer "Verrückten" in den Weg zu stellen, oder sie aufhalten zu wollen.

Sie wollte so gerne mit bei der Suche helfen,
doch Aventius hielt sie immer wieder von diesem Vorhaben ab.
Also musste sie abwarten - abwarten bis endlich eine Nachricht an komme,
dass Shessidyr gefunden worden sei, und es ihr gut ginge.
Tyrius Sendar

Beitrag von Tyrius Sendar »

Leise fielen die Schneeflocken auf die ohnehin schon weiße Landschaft herab.
Spuren, welche man hinterließ, verschwanden schon nach kurzen Augenblicken wieder.
Das Schneetreiben hatte ungeahnt zugenommen und Tyrius fiel es immer schwerer durch den Schnee überhaupt noch etwas erkennen zu können.
Doch dies hielt ihn nicht davon ab seinen Weg fortzusetzen.
Immer tiefer und tiefer drang er in die Wälder Lameriasts ein.
Ungeahnte Stille und Ruhe fand er hier vor. Die meisten Tiere hatten sich ob des starken Schneetreibens versteckt.

Nach was Tyrius hier in diesem Treiben suchte wusste er selbst nicht so genau.
Einziges was er wusste, war das Shessidyr hier draußen irgendwo sein musste.
Im Prinzip musst er sich selbst als irre bezeichnen.
Er suchte eine Frau, welche ausgehungert und halb erfroren hier draußen herum wandeln musste und jede Mahlzeit ihr recht wäre.
Er,.. alleine und nur mit einer ledernen Rüstung und vielen Stofflagen bekleidet.
Doch etwas hatte ihn getrieben.
Ein Gedanke.. ein Gefühl, dies tun zu müssen...
als würde er keine andere Wahl haben...

Weiter und immer weiter, striff er durch den Wald.
Die Landschaft karg und kahl. Die Bäume entlaubt und selbst die Nadelbäume begannen ihre Nadeln abzuwerfen.
Sein Pferd ebenso wie er dick und warm eingepackt.

MIt einem mal hob Bea den Kopf an und reckt diesen nach oben. Die Nüstern des Tieres stießen kleine Wölkchen in den Himmel aus, als das Pferd so inne hielt.

Langsam drehte Tyrius sich mit dem Rücken zum Pferd, seitlich den Stab am Sattel heraus ziehend und ihn mit den behandschuhten Händen umfassend.
Die blaugrauen Augen in die Richtung gewandt, wohin das Pferd blickte.

Dann sah er es.
Die weißen Schwaden aus Schnee teilten sich und etwas kam auf ihn zugerannt.
Graues Fell und lange weiße Zähne, dazu ein hetzendes Geheul.

"Wölfe...", stieß er hervor und gab dem Pferd einen leichten Seitenhieb, welches daraufhin sofort zwei Schritt hinter Tyrius trat.
Der Wolf der auf ihn zugejagt kam, näherte sich immer schneller und schneller und setzte mit großen Sprüngen auf ihn zu.

Noch ein Sprung und noch ein Sprung, dann setzte er die Hinterbeine nahe zu den Vorderbeinen.
Er würde springen....

Instinktiv hob Tyrius den hölzernen Stab an und der Wolf sprang förmlich auf das obere Ende des Stabes.
Mit einem aufjaulen, stürzte das Tier zu Boden und rappelte sich jedoch schnell wieder auf, erneut auf Tyrius zusetzend.
Wieder hob er den Stab an und drehte sich einmal im Kreis.
Der Wolf hatte wiederum zum Sprung angesetzt und so erwischte er diesen genau in der Phase, wo er wackelig auf zwei Beinen stand.
Mit einem leisen Krachen schlug der Stab gegen das Tier und die aus der Drehung entstandene Kraft, schleuderte es einige Ellen weit durch die Luft.
Als der Wolf dann durch den Schnee rollte und wieder auf die Beine kam, hob er sacht den Kopf an.
Tyrius aus seinen bernsteinfarbenen Augen musternd, ehe er dann langsam in den Wald trottete.

Mit einem leisen Seufzen, hielt er nun den Stab in den Händen.
Er sollte wohl nicht mehr so leichtsinnig sein unbewaffnet in diesem Wald umher zu streunern, und so behielt er den Stab nun in der Hand.
Mit der anderen Hand griff er wieder nach den Zügeln des Tieres.
Ein Reiten war hier auf diesem Untergrund unmöglich. Selbst für ihn.
Und so entschied er sich dafür, dem Tier das meiste seiner Sachen aufzuladen und nur das bei sich zubehalten, was er für ein paar Tage brauchen würde, falls das Pferd ihm bei irgendeiner Gefahr durchgehen sollte.

Deutlich angespannt setzte er seinen Weg dann fort.
Immer weiter durch die weiße Pracht.
Immer weiter, tiefer in den Wald.
Immer weiter... in die weiße Pracht... den weißen Tod... und der schwindenden Hoffnung entgegen!
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Shessidyr Shartir
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Beitrag von Shessidyr Shartir »

"Der MEISTER weiss, wo sie ist... ja, das tut er!"

...

In der dunklen Nacht setzte ein Schneesturm ein und der sternenklare Winterhimmel wurde vielerorts nur noch zu einem Gewirr aus schwarzen Flecken und weißem Flimmern. Der Wind, welcher die Baumwipfel und Äste durchstiebt, spielt eine grässliche Melodie, welche dem Klagen von Geistern gleichen mag... und den Wolfsrudeln der Insel ernsthafte Konkurrenz macht.

Doch selbst diese verkrochen sich bei jenem mörderischen Wetter in ihren Höhlen und Bauen... und alle anderen Lebewesen taten es ihnen gleich, da sie alle wussten, dass sie bei diesem Wetter entweder gnadenlos umkommen würden oder sich hoffnungslos verirren würden.

Nur Wahnsinnige oder Lebensmüde waren bei diesem Wetter unterwegs... oder Verzweifelte. Und anscheinend führten die Ereignisse der letzten Tage dazu, dass alle drei Arten dieser Menschen in jener Nacht unterwegs waren.


"Der MEISTER schützt seine Namen...!"

...

Nicht weit von dem zuletzt gefundenen Ort, an dem der Hasenkadaver gefunden wurde, vielleicht einige Kilometer in Richtung Norden, eine Stunde Fußmarsch von Neuhaven entfernt, weiter, stapfte eine einsame Gestalt trotzig durch den Schnee.

Die Arme hingen leblos zu Boden und schienen lediglich noch dazu da zu sein, um den Körper in Gleichgewicht zu halten. Der eisige Wind spielte pfeifend mit den langen braun-rötlichen Haaren, als wolle er die Gestalt verspotten und ihre letzten Schritte in dieser Nacht noch zusätzlich erschweren.

Noch immer geisterte die Wut auf Niana Kytarr im Geiste Shessidyrs umher. Die Wut, angestaut durch monatelange Alpträume... Ängste... und der Unfähigkeit, normal zu handeln. Sicher, auf andere mag die Dienerin des Burgherren wie eine geistesgestörte Mordmaschine wirken und somit immer unfähig sein, "normal" zu handeln. Doch auch im Geiste einer Verrückten gibt es Unterschiede zwischen "normal" und "nicht normal".

Das zeigte sich nun spätestens, als sie sich immer wieder wunderte, wieso ihr Körper oftmals nicht mehr so reagierte, wie sie es eigentlich wollte. Die Beine wurden immer träger, schwerer. Es stach wie dutzende Nadeln, sobald sie ihre Arme bewegen wollte. Und das Atmen fiel schwer... so endlos schwer. Als hätte eine eisige Hand ihren erbarmungslosen Griff um ihre Lunge gelegt... und ein jeder Atemzug wurde mit Schmerzen bestraft, als wären Scherben im Rachen.

Und schon lange waren ihre Augen von dem ewigen Weiß geschädigt. Nur noch weiße Landschaft mit einigen Schattenformen tanzten verführerisch vor ihr herum, als wollten sie ihr sagen, dass ihre Zukunft ebenso verschwommen wäre.

Immer wieder blieb sie an etwas hängen. Zweige vermutlich. Manche schmerzten höllisch... manche wiederrum streichelten ihre Haut nur zärtlich. Oder waren es nur sanft verpackte Schmerzen? Sie wusste es nicht mehr. Ihre Kleidung schien sich auch mit jedem verstreichenden Meter zu verringern, als ein weiterer spitzer Zweig ihr den linken Träger des nach Schwefel stinkenden Dämonenlederoberteiles abriss. Nun war auch das letzte bisschen Wärme verschwunden, denn Dämonenleder hatte von Natur aus zwei Eigenschaften seiner vorherigen Besitzer: Es stank auf der einen Seite furchtbar nach Schwefel und auf der anderen Seite wärmte es den Träger angenehm. Fast wie das innere Feuer seiner namensgebenden unfreiwilligen Spender. Doch musste es dafür eng am Körper anliegen und durfte kein bisschen geöffnet sein, was nun leider der Fall war.

Sofort, als hätte er nur auf diesen Moment gewartet, zog eisiger Wind in den Riss des schützenden Kleidungsstückes und überflutete die gesamte Haut mit einem stechenden Gefühl, was nun endgültig zuviel für den bereits schwer geschundenen Leib war.

Die Welt verschwamm mit einem plötzlichen Schlag noch mehr und Shessidyr spürte, wie ihr die Kontrolle über ihren Körper nun völlig entglitt, als die Beine lahm wurden und sie von einem Windstoß erfasst nach hinten umfiel.

Der Sturz fühlte sich nach nichts an. Sie spürte lediglich, wie der frisch gefallene Schnee grässlich auf ihrer Haut stach. Spürte sie es wirklich? Oder war es nur noch Einbildung, dass sie etwas spüren konnte? Ihre kreidebleiche Haut unterschied sich in nicht mehr vielen Aspekten vom weiß des Schnees - und die starke Unterkühlung liess den Schnee auf der Haut fast nicht mehr schmelzen. Es wirkte fast, als bliebe er liegen.

Mit letzter Kraft öffnete sie nochmals ihre Augen...

"Der MEISTER ruft sie...zu sich..."

...

Ihren Herzschlag spürte sie schon lang nicht mehr. Lediglich reißende Schmerzen im gesamten Körper. Der Gedanke an den Tod Niana Kytarrs verschwand schlagartig und wurde durch etwas anderes ersetzt. In Gedanken sah sie IHN... den MEISTER. Er sah streng aus, sehr streng. Oh, er wird so böse auf sie sein... sie hat versagt, ja. Der Name des MEISTERS darf nicht versagen.

Und neben Khazkal erschien nun eine weitere vertraute Gestalt. Armoran Mares, der Tribun der Eisenwart. Er lächelte... und er sah aus, als wäre er auf sie stolz. War er das denn? Oh ja, jetzt würde sie ihn brauchen...

Tränen bildeten sich in den hilflos blickenden Augen und ihre Lippen öffneten sich zu zwei Worten...

"Papa... Angst..."

Leise, kaum hörbar schwebten diese Worte hervor, als der erneut aufkeimende Sturm sie reuelos mit sich riss und sie erstickte, ohne dass jemand sie hören konnte, als ihr Kopf bewusstlos in den kalten Schnee zurücksank und die Augen sich langsam schlossen...

[img]http://www.eisenwart.de/shessidyr/shessidyr_im_schnee.jpg[/img]
[Copyright 2008 by S. Hengstermann, BEW, Kyara Dilangra]
Zuletzt geändert von Shessidyr Shartir am Dienstag 22. Januar 2008, 01:24, insgesamt 3-mal geändert.
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Armoran Mares

Beitrag von Armoran Mares »

Er selbst war die restlichen Stunden nur noch stur den Spuren gefolgt, ohne darauf zu achten wo er denn nun sei. Noch immer war sein ärgster Feind auf dieser Suche die Kälte.

Sein einziger Gedanke war der Shessidyr zu finden, sie nach Hause zu bringen. Nein, er wollte sie nicht schimpfen, bestrafen oder sogar töten. Das Einzige was er wollte war, seine 'Tochter' in die Arme schließen zu können.

Seine Hände vergrub er unter seinem Mantel, seinen Kopf hatte er nah an die Schulter gezogen, um den größten Teil durch den Kragen zu verdecken.

Neue Spuren... Neue Hoffnung! Zwei Stunden ging er noch durch den dämmernden Morgen bis er eine zusammengekauerte Person am Boden fand. Leich bekleidert, der Mund beschmutzt durch Blut, Kratzer die sich an den nicht bekleideten Stellen zeigten.. Es war Shessidyr, seine Tochter.

Wie er schon sagte die Hoffnung stirbt zuletzt. Gefunden hat er sie, aber lebt sie noch?
Das war der einzige Gedanke als er auf sie zurannte und kurz vor ihr auf die Knie sank. Sie lebte!

Schnell wickelte er sie in seinen gefütterten Mantel ein. Er selbst hatte nicht mehr die Kraft sie nach Hause zu bringen. Er konnte nur noch auf Rettung hoffen. Blau war Shessidyr schon angelaufen, gezeichnet von der Kälte.

Kaum hatte er noch Energie um auch nur irgendwas zu tun.. so sammelte er alles brennbare umliegende um es neben Shessidyr auf einem Haufen zu legen. gefrorene Blätter, Äste und Bandagen die er noch dabei hatte.. einfach alles legte er darauf was gerade nicht notwenig war.

Lange kämpfte er mit einem Pyrian-Stein um die Fackel anzubekommen... bis es endlich klappte. Die Fackel entfachte, er grub mit seinen inzwischen taub gewordenen Finger eine Mulde in den Schnee um die brennende Fackel dort hineinzulegen. Nun war dies die letzte Chance.. Rauch stieg auf. Es erzeugte keine Wärme, kein Gefühl von Sicherheit.. Nein. Nur Rauch der mitten im Wald ein Zeichen setzten sollte, auch in weiterer Umgebung.

Stechender Schmerz in der Lunge bereitete seinem Atem schwere Probleme. Er selbst konnte sich nicht mehr wachhalten, doch sein letztes Vorhaben war es zumindest Shessidyr mit der letzten Wärme die ihm am Leben hielt ihr Leben zu retten. So schloss er seine Arme um sie und legte sich nah an sie heran..

Seine Augenbrauen, seine Wimpern, sein Bart selbst seine Haare waren von Vereisungen geprägt. Ob er dies alles überleben würde..? Mancher wird sagen.. Ein Mann wie er, ein Krieger wie er, ein Heerführer wie er.. der Tribun gibt sein Leben für eine 'Verrückte'? Nein! Sie war seine Tochter!
Zitternd bewegten sich seine durch die Kälte aufgesprungenen Lippen zu einigen Worten, ehe seine Augen zufielen...
Tochter.. dein Vater ist hier. Hier um dir zu helfen...
Zuletzt geändert von Armoran Mares am Montag 21. Januar 2008, 13:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Shessidyr Shartir
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Beitrag von Shessidyr Shartir »

Ewiges Weiß. Es war wunderschön.

Fern, weit weg von allem, was sie bisher gesehen hatte.

Ein Gefühl, als würde sie fliegen.

Ohne Schmerz, Angst und Sorge.

Die ganze Welt vergessen.

Die Kälte war weg.

Freiheit...



Doch plötzlich zerbrach diese Welt. Es war, als würde sie... schmelzen? Raues, rasselndes Atmen war zu hören und irgendetwas kratzte an ihrer Wange... waren das Bartstoppeln? Und... warum war es auf einmal wärmer als zuvor?

Abermals öffneten sich die Augen. Sie sahen ein Gewirr aus Stoff... Rüstteilen... und Haut. Was war los? Hat sie etwa jemand gegessen? Ist sie in des Meisters Reich? Oder war es... ???

"PAPA!"

, wollte es ihren Lippen entweichen, doch alles, was hervorkam war ein röchelndes, fiepsendes Geräusch.

So schwach... sie konnte sich kaum bewegen. Doch wollte sie ihm zeigen, dass sie noch lebt. Mit einem immensen Kraftaufwand öffneten sich die Lippen erneut ... und schnellten auf seine Wange zu, um dort einen Biss zu hinterlassen. Doch ihr Zustand liess nichts weiteres als ein kraftloses Kneifen zu...

So lagen nun Armoran und Shessidyr im Schnee, beide am Ende der Kraftreserven. Und nur noch ein Wunder könnte sie retten ...
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Tyrius Sendar

Beitrag von Tyrius Sendar »

Die Kälte brannte auf seinen Wangen und ließ seine Augen unter der Schneemaske tränen. Schnell riss er sich die Binde von den Augen und tupfte sich die Augen mit einem Tuch trocken. Sie durften nicht tränen wenn er nicht die Gefahr eingehen wollte, dass sie zufrieren würden, denn das würde nur heißen er würde erblinden.

Die Kälte war schon längst unter die lederne Rüstung gekrochen und hatte sich durch die darunter befindliche Stofflagen gefressen, doch noch immer setzte er seinen Weg fort.
Pause machen kam nicht in Frage. Wenn er stehen bleiben würde, würde die Kälte ihn nur einholen.
Es hieß also weiter vor der Kälte davon zu laufen.

Absurd, und doch wahr...
Das Pferd an seiner Seite begann langsam ein wenig unruhig hin und her zu tänzeln und zog immer mal wieder ein wenig an den Zügeln.
Es spürte, dass es Tyrius alles andere als gut ging, doch blieb es bei ihm.
Beinahe als würde es seine Überzeugung verstehen, obgleich ja nicht einmal Tyrius wusste, weshalb er so davon überzeugt war Shessidyr finden zu können.

Es war wieder so wie bei seiner Überfahrt von der Heimat nach Gerimor.
Etwas hatte ihn auch dort geleitet.
Doch waren dies wohl mehr Gefühle und Intuitionen gewesen, denn er wusste nichts von diesen Landen.
Und so war es auch dieses mal.
Das unbestimmte Gefühl richtig zu sein.
Auf der richtigen Fährte zu sein.

Langsam stapfte er weiter durch den Schnee. Bis zu den Knien darin eingesunken immer weiter kämpfend.

Wie weit wohl noch?
Wie lange wohl noch?

Er ertappte sich sogar dabei, wie er sich an die warmen Feuer der Burg sehnte.
Er würde tatsächlich lieber einer weiteren Bestrafung zusehen, als weiter durch diesen weißen Tod wandeln zu müssen, doch noch war seine Suche nicht beendet und er auch nicht am Ende seiner Kräfte.
Und solange er noch nicht die Hoffnung aufgegeben hatte, so wollte er auch nicht aufhören zu suchen.

Es mag albern und blödsinnig klingen, wenn man jemandem erzählt, dass man ohne eine Ahnung wo jemand sein könnte diesen zu suchen beginnt...
Doch all jene, die schon einmal solches durchmachten, wissen, dass man von etwas begleitet wird, was nur die wenigsten je zu spüren bekommen.

Die wahre Kraft des menschlichen Körpers.
Diese Kraft beginnt man erst zu spüren, wenn man gedanklich am Ende ist.
Denn der Geist versagt meist vor dem Körper.

Doch wenn man sich dann über seinen Geist hinaus, weiter auf ein Ziel versteift und dieses zu erreichen versucht, so wird man die Schwelle des Möglichen hinter sich lassen und in die Schwelle der wahren Kraft eintreten.
Die Kälte beginnt beinahe erträglich zu werden und die Wärme kehrt in die Glieder zurück. Der Lebenswille beginnt zu pulsieren und man wird von Trotz und Sturheit geführt.
Immer weiter seinem Ziel entgegen...



Die Nacht war grausam gewesen.
Der Schnee hatte noch einmal beachtlich zugenommen gehabt und die Stoffbahnen, die Tyrius sich als Schneeschutz aufgestellt hatte, waren unter der Last des Schnees zusammengebrochen und ihn beinahe noch unter sich begraben.

Er hatte die Nacht schließlich mit dem Rücken an einen Baum gelehnt, vor sich ein prasselndes Feuer und neben sich das Pferd liegend, verbracht.
Er hatte nicht viel geschlafen, doch die Wärme des Pferdes und des Feuers, hatten es ihm ermöglicht der Kälte zu trotzen.

Wie schafften es Menschen nur solches täglich auszuhalten?

Eine Frage, die er sich die Nacht über hindurch öfters gestellt hatte, doch nun, wo er die wahre Kraft seines Körpers auskostete und spürte war die Antwort schon beinahe ersichtlich.

Sie verlangen sich Übermenschliches ab..
Sie schinden und peinigen ihren Körper ins unermessliche und so gelingt ihnen die Abhärtung...

Etwas anderes tat er nun auch nicht. Jeder Schritt wurde zur Qual.
Die Gelenke schmerzten von der unangenehmen Nacht und seine Haare, waren mittlerweile zusammengefroren.
Das Pferd neben ihm begann nun auch langsam die Auswirkungen des Schneesturmes der letzten Nacht zu zeigen und die Müdigkeit begann auch in den Augen des edlen Tieres aufzuglimmen.

Doch schlafen durften sie nicht in dieser Kälte.
Es wäre ihr Ende.

Wenn Shessidyr die letzte Nacht irgendwo gelegen hatte, dann würde sie nun allerdings von Schnee bedeckt sein und das stellte nun ein weiteres Problem dar.
Er fragte sich tatsächlich ob er nun schon an ihr vorüber gerannt war.
Doch sein Gefühl überredete ihn förmlich weiter zu gehen.
Weiter und weiter, nicht stehen zu bleiben oder es in Frage zu stellen…

Langsam und sehr mühsam, setzte er seinen Weg also fort, das Tier an seiner Seite, hatte die Pause kurz genossen, offensichtlich, denn es wollte nun gar nicht mehr losgehen.
Mit einiger Kraftaufwendung gelang es Tyrius schließlich das Tier wieder in Bewegung zu setzen.

So setzte er den Weg also mit seinem Pferd an der Seite fort.
Doch mit einem Mal hielt er inne.
Auch das Pferd hatte seinen Kopf gehoben.

Ein Feuer? Hier mitten im winterlichen Wald?

Tyrius beschleunigte seine Schritte und je näher er kam, desto deutlicher sah er zwei Schemen im Schnee liegen, bereits ein wenig mit Schnee bedeckt.
Die letzten Enden brachte er gar rennend zurück, wobei er nun jegliche Vorsicht fallen lies und zu den beiden im Schnee liegenden Stürzte.

Ein kurzer Blick genügte ihm um festzustellen, wen er hier vor sich hatte.
Schnell riss er sich seinen Rucksack vom Rücken und zog einige mitgebrachte Holzscheite daraus hervor, welche er schnell in das niederbrennende Feuer legte.
Dann zog er sich schnell die Handschuhe von den Händen und legte jeweils zwei Finger, seitlich des Kehlkopfes, an den Hals. Erst von Armoran, dann von Shessidyr, wobei ein Beobachter, sollte jemand dies erblicken, deutlich eine Art von zögern in der Bewegung hätte erkennen können, ehe er Shessidyr die Finger auflegte.

„Armoran!...“
„Shessidyr!...“

„Hört ihr mich? Reagiert irgendwie!“

Als jedoch keine Reaktion darauf hin erfolgte, was er auch kaum zu Hoffen gewagt hatte, griff er den Stab, welchen er nahe des Feuers in den Boden gesteckt hatte, mit den bloßen Händen.
Mit beiden Händen umschloss er nun diesen Stab und die Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen.

„Horteras!
Stern am Himmel,…
Ich ersuche dich um deine Hilfe.
Zwei Wesen brauchen deinen Schutz und deine Kraft.
Die Kälte, der eisige Tod, hat sie schon fest in seinem Griff, doch soll dies noch nicht ihr Ende sein.
Spende ihnen dein Licht.
Entsende ihnen deine Kraft, auf dass sie im Geiste dem helleren Licht folgen mögen.
Dem Licht der Sterne folgen, ... zurück in diese Welt…
Stern am Himmel,…
Ich bitte dich,…
Entsende deine Gunst…
Stern am Himmel,…
Horteras!“

Laut und deutlich sprach er die Worte, dabei den Stab leicht anhebend, welcher von der Spitze beginnend in ein helles, weißes Licht getaucht wurde.
Als das Licht auf seine Robe zu treffen begann, wurden auch dort feine Linien sichtbar, welche sich nach und nach zu sauber in den Stoff eingearbeiteten Insignien zusammenfügten.

Das Licht wird die Umgebung des Feuers sehr stark erleuchten und der Schnee wird das Licht stark und hell erstrahlen lassen. Das Licht, zurück geworfen von der Schneedecke, blendete selbst Tyrius, doch ließ er das Licht nicht verblassen.
Hell und weiß mit einem leichten bläulichen Stich, traf das Licht dann auch auf die beiden Liegenden.

Weiter und weiter hielt er so das Licht aufrecht.
Wobei er selbst die Augen in größter Konzentration geschlossen hielt.
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Shessidyr Shartir
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Beitrag von Shessidyr Shartir »

War es das Ende?

Sie hörte sein unregelmässiges Schnaufen immer wieder... der Marsch muss ihn deutlich mehr angestrengt haben als sie.

Doch ist er zu ihr gekommen. Er hätte es doch nicht gemusst... aber er hat es getan. Und nun waren sie beide dem Tod geweiht.

Wobei das nicht einmal schlecht war... der MEISTER würde sie sowieso bald zu sich rufen und dann wären sie wieder bei ihm. Schlaue Shessidyr... nicht heimlaufen, sondern einfach sterben, dann ist man schneller beim MEISTER, ja!

Und der Blutvater hat es ebenso getan... er verehrt den MEISTER ebenso wie sie es tut.

Gedanken dieser Art huschten unablässig durch den wirren Geist der Geschwächten, als plötzlich etwas anders wurde. Etwas ... fühlte sich wieder nach etwas an. Keine tauben Glieder mehr... das Gefühl von Wärme, die Geist wie Körper durchzieht.

Was war geschehen?

Langsam öffneten sich die Augen erneut. Wo war sie? Sie sah einen Fremden über sich und Armoran. Er hantierte mit einem Stab herum... was war das für ein witziger Traum? Aber es fühlte sich irgendwie gut an... geborgen... sicher... warm.

Armoran schien der selben Meinung zu sein, da er einen wohligen Grunzer von sich gab...

Für einige Sekunden sah sie den ihr noch Fremden ahnungslos an...
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Tyrius Sendar

Beitrag von Tyrius Sendar »

Den Stab über den Kopf erhoben und die Augen fest geschlossen, stand er noch eine Weile da.
Selbst nur als eine schemenhafte Silouette in dem weißen Licht erkennbar.
Bis dann langsam eine Bewegungen einzusetzen begann und er den Stab wiederum auf den Boden aufstellte.

Das Licht begann langsam zu verlöschen und sich mehr und mehr auf den Stab zu zentrieren, wobei er den Stab mit dem unteren Ende wiederum in den Schnee steckte.
Dann trat er, die Augen nun endlich öffnend zu den beiden hinüber.

Als er nun näher trat und in Shessidyrs Augen blickte, welche ihn ansah als sei er ein Geist oder ein Phantom entglitt ihm tatsächlich ein erleichterter Seufzer.
Er war also noch rechtzeitig gekommen und hatte die beiden noch erreichen können, ehe es zu spät gewesen war.

Einen moment legte er dann den Kopf in den Nacken und schaute zu den Sternen auf.

"Danke.. Stern am Himmel...", spracht er dann leise und richtete sogleich seine Aufmerksamkeit wieder auf die beiden.

Beim näher treten pfiff er zugleich leise und das Pferd, welches sich an den Waldrand zurück gezogen hatte, kam herbei getrottet und kam neben Tyrius zum Stehen.

Langsam begann er dann den, ein wenig zu sich gekommenen, Armoran aus dem Schnee zu heben und ihn mit einem recht großen Kraftaufwand auf den Rücken des Pferdes zu legen.
Mit ein zwei Tampen band er ihn dann schließlich fest, so dass er nicht vom Rücken herunter rutschen könnte.

Dann trat er an Shessidyr heran.
Seine Augen richteten sich ruhig auf ihre.

"Habe keine Angst.. ich werde euch beiden helfen..,
Hörst du mich Shessidyr? helfen.."

Sehr sehr vorsichtig näherte er sich ihr dann.

"Geh zu deinem Vater auf das Pferd und ich bringe euch ins Warme."

Nur geringfügig half er ihr beim Aufstehen.
Sie sollte dies soweit wie möglich selbst erledigen, denn hatte er nicht unbedingt Lust mit Shessidyrs Art bekanntschaft machen zu müssen.
So hielt er den direkten Kontakt so gering wie möglich, und doch soweit aufrecht, dass er sie zum Pferd bringen konnte und sie ebenso dort drauf Platz fand.

Da sie jedoch bei bewusstsein war, verzichtete Tyrius darauf sie an den Sattel zu fesseln, und setzte sich, kaum das sie oben saß mit dem Pferd an der Seite wieder in Bewegung.

Die Richtung?
Süd
Das Ziel?
Eisenwart!

...

Sie brauchten eine ganze Weile um zur Burg zurück zu gelangen und Tyrius gelangte mehr und mehr an seine Leistungsgrenze heran.
Die beiden auf dem Pferd erholten sich recht schnell, was nciht zuletzt an den Pausen an einem warmen Feuer lag, wobei das Pferd einen Windschutz darstellte.

Es dämmerte bereits der Morgen, als sie endlich die hohen Mauern der Burg durch die kahlen Bäume erblicken konnten.
Tyrius noch immer neben dem Pferd herwandernd, seinen Stab als Unterstützung nehmend, atmete einmal tief durch.
Glück sprudelte durch seinen Körper und eine Freude, welche größer nicht hätte sein können.

Sie hatten es geschafft...
nicht nur, dass Armoran und Shessidyr wieder an der Burg waren nun, sondern auch, dass sie es geschafft hatten Lameriast diese Gefahr zu nehmen.
Denn wenn ein unwissender Wanderer im Wald auf Shessidyr getroffen wäre, so wäre dies sicherlich sein Ende gewesen.

Langsam aber doch strammen Schrittes trat er dann mit dem Pferd am Zügel, worauf Armoran und Shessidyr nun beide saßen, an das große hölzerne Tor heran.

"Der Mauer Schutz!!! Und des Sternenvaters seyn Segen!"

Erklang dann seine Stimme durch den frühen Morgen und hallte hinauf zu den Burgzinnen.
Synessia Maydra

Beitrag von Synessia Maydra »

Immer diese Unruhe. Was machte diese Verrückte überhaupt so besonders? Und dann dieses Blut im oberen Flur. Scheußlich, und noch niemand hatte es weg gemacht. Aber wenigstens war es nicht mehr so furchtbar langweilig in dieser Burg. Es war immer jemand da den man ignorieren konnte um dann die Reaktion abzuwarten. Genau so gerne bekundete sie ihr Desinteresse an Besprechungen, denen sie zwar körperlich beiwohnte, sich aber lieber um die Schärfe ihrer Fingernägel kümmerte. Geschüttelte Köpfe und in den Himmel schauende Augen zeigten nur zu deutlich das Mißfallen über ihr Verhalten, doch bislang hatte sie weder jemand darauf angesprochen noch versucht, zurechtzuweisen. Also machte sie weiter. Sollte diese Verrückte wiederkommen, wäre die Zerstreuung leider wieder vergangen. Aber immerhin, es war eine Zeitlang nicht so langweilig.
Tyrius Sendar

Beitrag von Tyrius Sendar »

Als die Torwachen über die Zinnen hinweg, die kleine Gruppe vor dem Tor erblickt hatten und unter den Leuten ihren Tribun fanden, kamen sie eilends herbei geeilt und öffneten die schweren Tore.

Als sie jedoch die beiden auf dem Pferderücken mit Fragen löchern wollten, hob Tyrius schließlich die Hände an.

"Seid ruhig! Heute werden sie keine Fragen mehr beantworten!
Die letzten Tage waren grausam, schrecklich und hart. Was sie nun brauchen ist Ruhe! Also macht Platz!"

Das sein Tonfall dabei eher ein wenig gereizt klang, war nicht unbedingt seine Absicht gewesen, doch entkam den Torwachen ein einfaches Nicken und sie zogen sich auf die Zinnen zurück, während Tyrius das Pferd zum Gasthaus hinüber führte.

"Armoran, Shessidyr, ... seid ihr in der Lage ein paar Stufen hinauf zu gehen? Ich möchte euch ungern in den Schlafsaal von Euch bringen Tribun."

Als von beiden ein einheitliches Nicken kam, ließ er sie absteigen und führte sie hinauf in die Taverne, hoch in das Zimmer, welches er als Gästezimmer in der Burg bezogen hatte.
Er schritt kurz durch den Raum hindurch und zog die Vorhänge ein wenig zusammen.

"Nun ruht euch aus. Entspannung ist es nun was eure Körper brauchen und dies solltet ihr ihm nicht zu wenig schenken.
Ich werde unten Bescheid geben, dass ein wenig Essen auf ein Tischchen vor der Tür gestellt werden soll, und das man euch ansonsten in Ruhe lassen soll.
Ruht euch aus.. bis morgen.."

Mit diesen Worten und einem Nicken gen der Beiden, wandt er sich schließlich gen Tür und hinaus auf den Gang.

Unten in der Taverne angekommen, ließ er eine Nachricht zurück mit den Wünschen, dass für Armoran einige laibe deftiges Brot und für Shessidyr einige rohe Bärenlenden serviert werden sollten, und alles auf einem Tischchen vor dem Zimmer dekoriert werden sollte.
Dann verließ er auch die Taverne und senie Schritte trugen ihn hinüber zum Bergfried.

Die Neuigkeit, dass sie zurück seien, doch das sie vollkommene Ruhe bedürften, mag sich recht schnell in der Burg verbreiten, so dass schon nach kürzester Zeit alle Bewohner der Burg darum wissen würden.

Unter Khazkals Tür wird ein kleiner Brief hindurch geschoben worden sein, welcher mit sauberer, leicht geschwungener Schrift beschrieben sein mag.


"Der Mauer Schutz und des Sternenvaters seyn Segen mein Fürst,

der Tribun und auch Shessidyr sind am heutigen Tage in die Burg zurück gekehrt. Sie ruhen derweil in meiner Schlafräumlichkeit in der Taverne, da ich der Ansicht bin, dass die sofortige Rückkehr in das Gemach des Tribuns, Erinnerungen wecken würde.
Sie sollten dort drüben absolute Ruhe genießen.
Die Torwachen wissen bereits bescheid, dass dem besser wäre.
Wenn sie die Nacht in Ruhe verbringen können, dann sollten sie morgen abend so weit sein, dass man mit ihnen sprechen kann, auch wenn ich nciht genau weiß wie ausgeruht sie dann sein werden.

Ich bitte Euch dies zu berücksichtigen...

Hochachtungsvoll,
Hail der Eisenwart,


Tyrius Sendar
Inquisitor der Burg Eisenwart
Akoluth des Sternenvaters
Synessia Maydra

Beitrag von Synessia Maydra »

Toll. Nun musste sie also noch das Zimmer mit dieser Verrückten teilen. Da hatte dieser seltsame Priesterverschnitt doch wirklich ihr Bett einfach so vergeben... das würde sie nicht auf sich sitzen lassen. Dafür würde er eines Tages Spinnen in seiner Kleidung finden, oder irgend etwas anderes gemeines. Vielleicht wenn er schliefe, sie dachte da an eine Begebenheit mit Armoran. Ja, vielleicht. Ein diabolisches Grinsen zierte ihr kindliches Gesicht, dieses gänzlich entstellend. Auf dem Bett konnte sie ohnehin nicht schlafen, tat sie auch nie. Sie kroch wieder darunter und schlief dort.
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