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Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 07:59
von Emma <> kann geloescht we
Kopfschüttelnd hatte sie sich wieder auf den Hof begeben. Varuna zeigte sich wieder einmal wirr. Man habe den Befehl sie nach Varuna zu bringen. Das wäre ja noch schöner, wer versorgte dann den Hof? Wer würde die Tiere füttern? Nein nein, so ein kleiner Husten brachte doch sie nicht von ihrem Hof weg, noch dazu unter die arroganten Städter, die sich wieder die Nase krausen würden, und lästern, sie stinke nach Stalldung. Was sie wohl essen würden, gäbe es die Bauern nicht?
Wieder schüttelte sie ein kleiner Hustenanfall, während sie der Ernte auf dem Feld nachging. Kurz strich sie sich über den Hals, der ob diverser Hustenanfälle schon recht schmerzte. Nunja sie würde es schon überstehen, sie hatte doch noch diese Mittelchen im Haus. Sicher würden sie schon helfen, gleich nach der Feldarbeit und dem Füttern der Tiere würde sie ein wenig davon nehmen. Vielleicht noch etwas Honig dazu, das war ja immer gesund.
Als ob so ein kleiner Husten eine Bäuerin umwerfen konnte... Unter weiteren Hustenanfällen ging sie der üblichen Hofarbeit nach.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 08:18
von Der Erzähler
Im trüben Morgengrauen lag Varuna noch im tiefen Schlaf. Südlich der Tore erhoben sich die Bauern aus ihren Betten und begannen langsam aber emsig ihr Tagwerk, sich wohl sicher fühlend, angesichts der Tatsache, dass die Stadt nun abgeriegelt wurde.
Aushänge wurden überall angebracht, extreme Vorsicht walten zu lassen. Keiner würde mehr rein oder rausgelassen ohne ausdrückliche Genehmigung des Hofes. Die Garde erhielt den Befehl, Verstöße jeder Art, in Varuna einzudringen oder zu fliehen sofort zu ahnden. So es denn noch genug Gardisten gab, diese Order zu befolgen. Denn auch am zweiten Tag seit Bekanntwerden der Epedemie riss der Strom der krank gemeldeten Gardisten nicht ab. Sobald ein Husten bemerkt wurde, wurden diese sofort zu den Heilerstuben gesandt.
Am Hofe beobachtete man die Entwicklung mit äußerster Besorgnis. Der Brief der hochwohlgeborenen Heilerin Liliana von Drachenfels veranlasste den Truchsess des Reiches, umgehende Maßnahmen zu ergreifen, um die Stadt abzuriegeln. Kein Mensch sollte die Krankheit nach Außen tragen und es wurde inständig gehofft, dass keiner noch rechtzeitig die Stadt verließ.
Ausnahmen jedoch waren die einberufenen Heiler. Sie sollten nach Varuna eingelassen werden, unter der Empfehlung, eine Maske zu tragen um sich vor Krankheiten zu schützen, um eine Lösung für das Problem zu finden, obgleich schon bald deutlich wurde, dass diese Krankheit mit herkömmlichen Mitteln nicht geheilt werden konnte.
Besonders merkte man den Ausbruch der Seuche im Armenviertel. Die umherwuselnden Ratten verbreiteten schnell und effizient die Krankheit, die immer deutlicher als Lungenpest zu identifizieren war. Besonders die Kinder und alten Leute waren von der Krankheit betroffen.
Trotz der besorgniserregenden Entwicklung war nicht mal ein Viertel der Stadtbevölkerung ernsthaft betroffen. Die Krankheit musste sich erst langsam und sorgfältig ausbreiten können. Dennoch waren die Heilerhäuser an diesen Tagen gut besucht und das Tun der Kundigen war äußerst emsig.
Woher die Krankheit zu kommen schien vermochte wohl niemand zu sagen. Vielleicht kam sie aus einem fremden Teil des Reiches. Doch war nichts dergleichen bekannt. Gewiss, aus anderen Reichen im Süden drangen immer wieder Meldungen von Epedemien, wie kürzlich erst in Hemney, das sich ebenso abschottete und wo man die Pest nicht mehr kontrollieren konnte. War es hier so weit gekommen?
Noch gab es keinen Toten zu beklagen, weshalb man noch hoffen konnte, dass die Krankheit nicht tödlich war, doch alle Anzeichen deuteten auf Gegenteiliges hin, und so konnte man nur warten, bangen und auf Erfolge der Heiler hoffen.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 11:52
von Rafael de Arganta
Jetzt fehlte nur noch die Heiligkeit, die hinein oder hinaus wollte.
Rafael seufzte sorgenvoll auf.
Eine Epidemie... in Varuna.
Er betete zu den lichten Göttern das die Heiler zu helfen vermochten.
Die Tore Varunas waren geschlossen.
Niemand kam mehr hinaus oder hinein, sie Situation war ernst.
Der Ritter machte sich Sorgen.
Sorgen um die Freunde die noch in der Stadt waren.
Adrian... Hudgar...
Er schüttelte den Kopf und zog die Maske höher und ritt etwas auf der Brücke hinab.
Das mächtige Schlachtross schindete alleine schon Eindruck.
Ob schon Menschen gestorben waren?
Er wusste es nicht. Er hatte nur die Nachricht der Epidemie bekommen und zugleich den Befehl die Tore zu sichern. Von außen.
Rafael gefiel der Befehl nicht. Er wollte nicht das es den Anschein hatte die Ritterschaft würde flüchten, die Menschen und die Garde im Stich lassen, doch Befehl war Befehl.
Der Graf hatte die Tore verschließen lassen und er hatte am Haupttor einen Posten aufstellen lassen. Depeschen an die Ritterschaft waren geschickt worden, sowie Warnungen an Bajard, die Elfen, die Zwerge.
Was fehlte war noch das Kloster.
Er sah zum geschlossenem Tor. Längst war die Nacht hereingebrochen.
Thelor würde am morgen ihn ablösen.
Er dachte mit Grauen an den Hoteras Priester zurück der am Abend hatte hinaus wollen.
Zum ersten Male war er richtig ins Schwitzen geraten, da der Mann sich uneinsichtig zeigte, und seinen Weg aus der Stadt fortsetzen wollte.
Rafael selber hätte den Mann nichts lieber als das gehen lassen, doch die Gefahr war einfach zu gross das die Krankheit sich weiter ausbreitete.
Schließlich hatten sie sich geeinigt das die Heilerin sich ihn ansah, und mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung, er die Stadt verlassen dürfte.
„Oh ihr Götter des lichten Pantheons, steht uns bei.“ Betete er inständig.
Hoffend das nicht noch mehr krank würden, oder Liliana oder ein anderer Heiler ein Heilmittel fand.
Er mochte gar nicht darüber Nachdenken was geschehn mochte wenn die Menschen in Varuna in Panik verfallen würden.
Doch das der Graf selber in Varuna blieb sollte ihnen Vorbild sein, und die Heiligkeit Hoffnung.
Zur Entschärfung der Situation gab er Marlan den Befehl Lebensmittel für Varuna zu beschaffen, auf das man es dort frei verteilen konnte.
Wenn man sah das man genügend zu Essen hatte, das man nicht vergessen war, würde das sicherlich dazu beitragen die Hoffnung nicht zu verlieren.
Dennoch... die Zeit arbeitete gegen sie.
Wenn die Toten sich häuften, würde die Panik nicht lange auf sich warten lassen.
Hudgar und seine Gardisten mussten vorbereitet sein.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 12:35
von Antarian von Weylenstein
Antarian zog sich seit der Trennung von seiner Verlobten immer mehr zurück. Seine viele Arbeit im Ratsgebäude hatte die Beziehung zerstört. Jetzt saß er wie so oft am morgen an seinem Tisch, zu Hause, alleine. So wie die letzten beiden Tagen zuvor auch schon. Er wollte alleine sein. Er hatte von der Außenwelt kaum was mitbekommen. Außerdem war es merkwürdig ruhig, keine Anträge die es zu Bearbeiten galt. Ein merkwürdiger zustand den der Richter zu nutzen wusste um etwas zu lesen. Zum Abspannen. Er speiste an diesen dritten morgen nach der Verbreitung der Krankheit sein Frühstück und trank etwas Wasser. Wie schon seit Wochen vor dem Anbeginn dieser Krankheit, sollte sein Weg wieder zu Liliana führen, um dort einen Trank zu Erhalten, der seine Resistenz für Krankheiten anhebt. Ein notwendige Prozedur die er schon lange nachgeht. Warum? Nur ein gesunder Richter kann seine Arbeiten nach gehen. Gestern und Vorgestern hatte er einfach keine Lust. War dies bereits schon ein Fehler?
Er wollte es an diesen morgen nachholen. Bis es an der Tür klingelte. Ein Gardist, maskiert, zugeknöpft, so dass man gerade nur noch seine Augen sehen konnte stand vor Ihm. Es machte den Eindruck als habe man tiefsten Winter. Nach kurzer Erklärung von Irgendeiner Krankheit und dem Befehl sofort bei seiner Hoheit sich einzufinden, erfuhr Antarian nicht sonderlich viel. Doch folgte er dem Beispiel des Gardisten und streifte zur Sicherheit eine Maske über.
Kurze Zeit später vernahm er die neusten Erkenntnisse in Varuna. Von seiner Hoheit, Adrian von Hohenfels und ihre Hochgebohren, Liliana von Drachenfels und ihrer Gehilfin. Viel wurde besprochen, nötige Anweisungen an die Königliche Garde leitete Antarian schnell weiter. Eine öffentliche Stellungnahme von seitens des Rates von Varuna wurde Verfasst. Das Interessanteste aber war die Erkenntnis, dass nach einer ersten Stellungnahme der Heiler, die Zeit bis zum starken Ausbrechen der Krankheit von 2 - 3 Tagen die rede war. Was auf den Markttag zurück zuführen wäre. Ein geplanter Anschlag? Es war nur eine Fixe Idee. Antarian behielt sie im Hinterkopf, doch sollten die Heiler erst mal mehr über den Krankheits verlauf herausfinden, bevor Antarian wirklich damit beginnen würde, Nachforschungen zu betreiben in dieser Richtung. Denn die Kunde um den Ausbruch einer schweren Epidemie in der Reichstadt Hemney war bereits nach Varuna durchgedrungen. Diese Option war wahrscheinlicher, naheliegender.
Da die Heiler im ersten Moment doch etwas Ratlos erschienen wurde von Ihnen der Vorschlag unterbreitet in Bibliotheken über Ähnliche Symptome eines Krankheitsverlaufes zu Ermitteln. Vielleicht ist Irgendwo so was schon mal ausgebrochen? Antarian schnappte dies direkt auf, während der tatenkräftige Truchsess wohl Anfangen würde seine eigene Bibliothek zu durchsuchen. Antarian würde also Frau Ducat aufsuchen und hoffen dort neue Erkenntnisse zu Erlangen. Es ist eine Ehre unter Adrian zu dienen, denn er ist ein Landesherr, der für sein Volk einsteht. Was auch der Grund ist, warum er diesen mit Tatendrang dient und das Gesetz vertritt. Doch als Verwalter der Reichstadt Varuna, fühlte Antarian sich selbst Irgendwo schuldig, dass gerade so was in seiner Stadt passieren konnte.
Marktag, Anschlag? Nahrungsmittel am wahrscheinlichsten als Verteiler, laut Heiler. Hemney, Verbreitung? Aber warum hört man dann nicht aus Berchgard? Neue Krankheit aus Übersee? Oder einfach nur Verdorbene Nahrung? Blut am Husten? Wieder ein Gift Anschlag auf die Wasser Vorräte von Varuna? Was verdammt ist in Varuna los? Es gilt einige Nachforschungen zu betreiben. Doch an einen Anschlag würde Antarian erst glauben, wenn die Heiler mit Bestimmtheit sagen können, wie lange es dauert, bis ein Infizierter solche starken Smpthome aufweißt. Weil erst dann kann man einen Tag wirklich eingrenzen. Und erst dann war Antarian bereit an einen mutwilligen Anschlag zu glauben und in diese Richtung zu Ermitteln. Höchste Priorität hat aber nun erst mal ein mögliches Heilmittel
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 13:53
von Liliana van Drachenfels
Hatte sie Anfangs noch Befürchtungen gehabt, sie wäre mal wieder zu übervorsichtig und würde viel zu schwarz sehen, zeigte es sich noch in der darauffolgenden Nacht daß es noch viel schlimmer war, als befürchtet. Nicht nur daß es viele viele Kranke gab. Nein viel schlimmer war, daß die Patienten nicht auf ihre übliche Behandlung ansprachen. Patienten die die Pest hatte, hatte Lili schon oft geholfen, doch in diesem Fall konnte mit den sonst wirkungsvollen Kräuterelixier bestenfalls der weitere Verlauf der Krankheit aufgehalten werden. Von einer Heilung konnte keine Rede sein.
Nach einer durchwachten Nacht wurde sie zum Schloss gerufen und nahm auch Zoe mit dorthin. In einem Gespräch mit dem Richter und dem Grafen erläuterten sie die Lage und die mögliche Vorgehensweise. Der Graf war aufgrund ihres Schreibens schon sehr aktiv geworden, wie Lili feststellen konnte. So sollten alle Erkrankten von den Gesunden getrennt werden und ein Lazarett wurde im Theater aufgebaut, Weitere Zelte sowie eine Umzäunung wurden errichtet. In der Hoffnung so die Ausbreitung der krankheit zu verhindern. Weiterhin wurde beschlossen daß verstorbene möglichst rasch in die Schlucht nördlich Varunas gebracht und dort verbrannt werden sollten. Im Armenviertel sollten leerstehende Häuser abgebrannt werden um die dortige Ratten und Mäusepopulation zu verringern. Da diese Nagetiere im Verdacht standen Krankheiten zu übertragen. Auch wurde die Bevölkerung informiert, daß diese in Essig getauchten Tücher vor den Mund halten sollten, Lili hoffte daß so eine Ansteckung verhindert werden könne.
Briefe mit der Bitte um Hilfe wurden an alle bekannten Heiler, an die Zwerge und Elfen gesandt. Alle Heiler sollten sich gemeinsam um die Kranken kümmern und vor allem nach einem Heilmittel forschen.
Solch ein Mittel zu finden, war wohl das allerwichtigste. Schon wurden Bibliotheken durchforscht auf der Suche nach Heilmitteln die bei anderen Epidemien wirkungsvoll waren. Lili brauchte ihre Patienten mit Hilfe von Gardisten ins Theater und würde vorläufig hier ihre Zeit verbringen.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 14:01
von Wijay Loreen
Der Brief des Ratsmitgliedes Antarian De Dynal war für Loreen das Zeichen, dass nun langsam aber sicher daran zu denken war, zu handeln. Um sich nicht verdächtig zu machen kam ihr die Selbstinfektion gerade recht. Vermutlich würde man sich zweimal überlegen, ihre Blbiliothek zu besuchen. In jedem Fall blieben die Türen der Bücherei vorerst geschlossen, sodasss sie Antarian eine perfekte Farce bereiten konnte, die den eindruck erweckte, es existierten gar tatsächlich Aufzeichnungen.
Was musste getan werden? Die Zeit musste betrogen werden. Das Pergament mit dem Inhalt war vorbereitet und vorbehandelt worden. Mit dem ätzenden Saft, gewonnen aus Drachenblut und der Magensäure eines Dämonen wurde das Pergament vorbehandelt. Doch noch musste es authentisch wirken. Der Staub von jahrhunderten muste auf dem abgegriffen wirkenden Pergament lasten. Also wurde es in den Bannkreis gelegt und der Geist, der Wächter ihres Kellergewölbes angerufen um in das Pergament zu fahren. Es musste aussehen als wäre es schon vor etlichen Generationen geschrieben worden.
Auch wenn sie vorgab kaum etwas zu wissen war Loreen über die Zustände Varunas bestens im Bilde. Sie war zufrieden mit ihrer Arbeit. Und obwohl sie erst begonnen hatte wurde die Wirkung schon besser erzielt als erwartet.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 14:26
von Cenania
Der anhaltende Ausnahmezustand, die vielen Schutzvorkehrungen und die langen Dienstzeiten zehren an den Kräften, trotzdem sitzt sie schon wieder vor dem Tor am Wachpult und muss all jene Hoffnungslosen abweisen, die versuchen die Stadt zu verlassen, anscheinend macht sich langsam aber sicher Panik breit unter den Bewohnern der Stadt.
Müde und erschöpft kritzelt sie die "besonderen" Vorkommnisse in das Wachbuch. Ein strahlender Himmel, ohne jede Wolke, die die Wärme der Sonne mindern könnte. Nur über Varuna hängt eine verhängnisvolle Wolke der Ungewissheit.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 14:31
von Esgaron
Wieder wanderte er durch die Straßen Varunas, nachdem die Tore, vor seinen Augen geschlossen worden waren als er noch versuchte zu seinem Meister zu kommen um ihn um Rat zu bitten.
Nun ging er alleine durch die Straßen Varunas und suchte nach Infizierten und Kranken, ein einsamer Heilerlehrling unwissend wie er helfen sollte.
So etwas wie jener Alte Mann den er zu Liliana begleitet hatte war ihm bisher nicht wieder begegnet, er hoffte das das Blut nur auf das Alter des Mannes zurückzuführen war und die damit verbundene Anfälligkeit für Krankheiten, aber man sollte sich nie zu viele Hoffnungen machen...
Immer wieder lief ihm ein Schauer über den Rücken als er sich in Varuna umblickte, kein Kinderlachen war zu hören und die meißten Fensterläden fest verschlossen.
Ab und an traf er euaf einen Trupp Gardisten die wohl auch nach Erkrankten suchten um sie zum Theater zu bringen, man sagte dort sei ein provisorisches Lazarett eingerichtet worden... Esgaron hatte Respekt vor der Garde bemitleidete sie jedoch auch, nun hatten sie gegen einen Feind zu kämpfen dem weder das Schwert schaden konnte noch die Rüstung ihn aufhalten konnte, vielleicht sollte er auch zum Theater gehen und einige der erfahreneren Heiler fragen wie er helfen konnte.
Sich die Kapuze tiefer ins Gesicht ziehend und den Sitz der Maske noch einmal prüfend wandte er sich in Richtung des Theaters und ging gebeugten Hauptes durch die gespenstisch wirkenden Gassen varunas...
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 15:14
von Darna von Hohenfels
Der zweite Tag nun, den sie sich auf dem Weg befand, zu Fuß, in ihre Adlerritterrüstung gehüllt. Montag mitten in der Nacht war es gewesen, als sie ihr Haus vor den Ostmauern der Stadt verlassen hatte; Savea hatte sich noch beeilt, ihr die Tür zu öffnen, und Shaya hatte sich lieber in eine Ecke gedrückt.
Wütend hatte sie ihr Haus verlassen, und wenige Minuten vor dem Anlegen der Rüstung war sie viel wütender gewesen. "Ganz Rahal schafft das nicht...", hatte sie oben geknurrt, "aber die Magd in meinem Hause..."
Nun war sie fort, ohne Angabe eines Zieles, vorerst hörten ihre Ohren nicht das Husten kranker Menschen, ihre Augen sahen nicht die Tore Varunas, die sich schlossen.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 16:24
von Josef Kerr
Müde lag der Alte in einem der leerstehenden Häuser in Varunas Armenviertel.
Diesmal würde die Wache ihn nicht verjagen, die waren zu sehr beschäftigt, um den Landstreicher zu beachten.
Der Husten war schlimmer geworden...viel schlimmer.
Und das trotz der widerlich schmeckenden Medizin, die ihm die Heilerin de Velgy am Vortag gegeben hatte.
Überhaupt waren die beiden die ersten, die etwas netter zu ihm gewesen waren, sie hatten ihm sogar Brot
und Käse geschenkt...und ihm eine warme Suppe gegeben.
Wenn er es gewollt hätte, wäre für ihn sogar ein Bett für die Nacht gestellt worden, doch der alte Josef
wollte den beiden nicht unnötig zur Last fallen und entschied sich, lieber wieder hinauszugehen.
Eigentlich hatte er nur um ein paar Münzen gebeten, doch die jungen Frauen beschieden ausdrücklich, dass
er behandelt und versorgt werden sollte.
Sie boten ihm auch neue Kleidung an, die er jedoch ablehnte.
Wer würde schon einem Tunichtgut wie ihm eine Münze geben, wenn er frisch gewaschen und mit sauberen
Kleidern herumlungerte.
Ausserdem scheuten sich, zu seiner großen Freude, viele davor ihn zu berühren sondern gaben ihm Gold,
damit er schnell wieder verschwand.
Jetzt lag er hier...röchelnd...hustend...
Die gichtigen Finger verkrampften sich um den Wanderstab, als ein erneuter Hustenkrampf den abgemagerten
Körper schüttelte.
Gestern waren es noch wenige kleine Spritzer gewesen, nun hatte der Auswurf, den er in hohem Bogen in
die Zimmerecke rotzte, eine deutlich rötliche Farbe.
Wenigstens betäubte der Schnaps die Schmerzen...
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 19:32
von Liliana van Drachenfels
Immer mehr erkrankte trafen am Theater ein und zum Glück auch die ersten Heilerund Helfer, so daß man sich gemeinsam um die Patienten kümmern konnte. Am wichtigsten war es ein Heilmittel gegen diese Krankheit zu finden, erklärte sie jedem neu ankommenden Heiler. Auch wenn das Verfahren ein neues Mittel zu finden sehr grausam war, Lili wußte sich keinen anderen Rat. Und auch keiner der anderen Heiler. So bekam jeder der Patienten eine Nummer, die ihm Farbe auf die Kleidung aufgetragen wurde. Neben dem üblichen Kräuterelixier, das den Verlauf der Krankheit jedoch nur aufhielt und sie nicht heilte, ein spezielles hochkonzentriertes Elixier aus nur einer Substanz oder Heilpflanze. Sie hofften damit herausfinden zu können, womit sich die Krankheit heilen liess. Es war jedoch ein recht langwieriges Verfahren und es tat Lili in der Seele weh ihren Patienten nicht besser helfen zu können. Sie mußten hoffen so einige Substanzen zu finden, mit denen sich die Krankheit heilen liesse.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 20:25
von Mariam Draka
Das Schiff legte in der Tat nicht gerade unsanft an. Die Wellen drückten es gegen die Seite des Anlegesteges und einigen Passagieren wurde schlecht, so dass Sie sich erbrochen hatten.
Der Kapitän, ein alter, raubärtiger Mann, kam hinab gestiegen und rief, dass alle Landsflüchtlinge nun Gerimor erreicht haben.
Trotz der Freude, die jene empfinden sollten, sind Sie doch dem großen Kriege der Heimat entronnen und haben jenen Sturm auf offenen Meer überlebt, schlenderten Sie nach und nach hinaus.
Unter ihnen eine kleine, zierliche Frau, gerade mal Älter als 24 Jahre.
Sie setzte den ersten Fuß auf die Stufe, als der Kapitän ihr Hinterteil mit seiner Hand anfasste.
Schnell drehte sie sich um, das lange, zu einem Zopfe gebundene Haar streifte dabei einmal leicht ihr Gesicht, ehe Sie den lüsternden und lächelnden Kapitän in sein eines Auge sah.
"Na Schöne Maid? Ich will euch nur hinauf helfen."
Sie lächelte, nicht wegen eines vermeitlich schlechten Versuches, sich hinaus zu winden, eher aus Freude, was Sie nun tun könnte.
Sie beugte sich und kam mit ihrem Gesicht näher an den des Kapitäns nah. Ihre spärliche Bekleidung liess jenen Kapitän tiefe Einblicke in ihre Weiblichkeit, was jenen Kapitän wohl mehr als erfreute.
"Wisst ihr...Kapitän...."
Ihre linke Hand legt Sie auf seine Schulter, mit ihren Fingern leicht über jene streifend.
"Ja...?....Ja?"
Sabber schien jenen Lustmolch hinab zu laufen, gierig darauf zu erfahren, was Sie sagen wollte.
"Für jenen Preis, den wir zahlten, hätten wir mehr Komfort erwarten können."
Ihr Ton klang weder sinnlich, noch freundlich dabei und ehe sich jener Mann versah, packte Sie mit ihrer linken Hand jenen Manne am Halse und zog seinen Kopf an ihren heran und gab ihm eine Kopfnuss. Dann schlug Sie seine Hand weg und trat ihn von der Treppe in den Magen, welches jenen Manne schaukeln und dann umippen liess.
Sie streifte sich ihren Zopf nach hinten und atmete kurz aus.
"Aber wenigstens durfte ich mir jenen Spaß mit euch nicht entgehen lassen."
Dann trat Sie die letzten Stufen hinaus aufs Deck. Man machte einen Bogen um jene Dame, die angesichts des Sturmes ihre Kaputze tief ins Gesicht zog.
"Ach Varuna...ich hörte soviel von euch...doch habe ich mir euch größer Vorgestellt."
"Das ist Berchgard du Närrin", schrie ein alter Mann von der Seite.
"Ach wirklich? Upps."
Lächelnd verliess Sie das Schiff und began sich, nach Varuna zu begeben.
Es mussten Lebensmittel gekauft werden, Kuchen wäre eine feine Sache.
Und dann musste man suchen.
Sie hörte davon, von ihm, welcher ihr Hoffnung geben kann. Welcher vielen Hoffnung geben kann.
Sie glaubte es beinahe nicht, doch die Hoffnung, die Sie jetzt schon besass, die ihr Närrisch vorkammen, liessen Sie antreiben auf ihrer suche.
Es heisst, er lebt auf Gerimor.
Also musste man ihn finden und suchen.
Und so zog jene Frau hinaus, nach Varuna, um sich zu verpflegen und dann, ja vielleicht dann, vom Glücke verfolgt zu sein.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 22:20
von Taralea Mirrosil
Die ersten Sonnenstrahlen krochen bereits über den Boden und kündigten einen wunderschönen Sommertag an. Welch Ironie der Götter, dass gerade jetzt diese seltsame Epidemie sich ausbreitete.
Auch in dieser Nacht hatte Taralea kaum geschlafen. War sie nicht damit beschäftigt, sich um die Kranken zu kümmern oder die Heilstube auf neue Patienten vorzubereiten, zerbrach sie sich das Hirn über all das, was sie gelernt hatte.
Es war zum verzweifeln, selbst die Kräfte, welche die Götter ihr liehen, war nur in der Lage die Leiden zu lindern, nicht aber die Melodie zu reinigen.
Heute nacht war der erste Patient mit dem von Liliana beschriebenen blutigen Auswurf bei ihr erschienen. Mittlerweilte teilte sie die Sorge, dies könnten nur die Vorboten einer weitaus schlimmeren Krankheit sein. Viele Seuchen hatten in solch harmloser Form ihren Anfang.
Leise knarzten die alten Holzstufen unter ihren Füßen, als sie hinauf zu den Schlaffellen stieg. Wie immer kam sie an der langen Reihe Bücherregale vorbei. Sinnlos, sie hatte bereits wieder und wieder gesucht. Achtlos wollte sie weitergehen, da fiel ihr dieser kleine, unscheinbare Bücherband ins Auge. Ziemlich weit unten, zwischen zwei große Wälzer geschoben stand er. Unscheinbar und abgegriffen. Kein Wunder, ob seines imensen Alters. Die Tinte, mit der auf den Buchrücken der Titel geschrieben war, hatte sich im Laufe der Jahre fast verflüchtig. Nur undeutlich war er noch zu lesen.
Taralea beugte sich hinab und zog ihn behutsam aus dem Regal. "Kleine Kräuterkunde", murmelte sie und trat hinüber zur Leseecke. Sie sank auf einen der Stühle und legte das Buch auf der Tischplatte ab. Behutsam, um die alten Blätter nicht zu beschädigen, begann sie darin zu blättern. Nichts, all die Kräuter und ihre Wirkungsweisen hatte sie bereits versucht. Dennoch klappte sie Seite für Seite um. Doch dann...
Mit einem Schlag war sie wieder hellwach. Vor ihr auf dem vergilbten Papier war eine Zeichung, daneben stand in durch die kunstvollen Verschnörkelungen kaum lesbarer Schrift:
Bibernelle - wirkt lindernd auf Pestkranke, bevorzugt in Kombination mit... und hier war die Schrift nicht mehr zu lesen. Ein einziger verwischter Tintenfleck war da, wo die Informationen, die Taralea so dringend benötigte, hätte zu lesen sein sollen.
Dennoch. Es war ein Anfang. Sofort eilte sie an eine der Schubladen, zog mehrere Bögen weißen Papiers hervor und griff zu Tintenfass und Feder. Die Feder kratzte über die Blätter, während sie sorgfältig Skizzen der Pflanze anfertigte. Danach verfasste sie mehrere Schreiben, welche auch all die Heiler informieren sollten, die wie sie noch nicht in Varuna eingetroffen waren.
Ein kleines Kribbeln lief durch ihren Körper, alle Müdigkeit war verflogen. Sie konnte nur hoffen, dass anderen ebenfalls Teilerfolge gelungen waren. So sie alle gemeinsam arbeiteten und sich gegenseitig informierten, war es vielleicht möglich, ein Mittel gegen diese Krankheit zu finden.
Hastig eilte die junge Frau eben jene Stufen hinab, die sie sich zuvor mühsam hinaufgeschleppt hatte. Die Türe fiel gerade ins Schloss, da saß sie bereits im Sattel und machte sich auf den kurzen Weg nach Bajard, um die Schreiben den Boten zu übergeben.
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 23:51
von Firenya Toss
Firenya erwachte in einem Kleinen Zimmer der Taverne Varunas. Warum schlief sie hier und nicht im Kontor?Als sie an sich herab blickte merkte sie das sie selbst noch die Schürze anhatte. Wohl überkam sie bei der Arbeit die Müdigkeit welche sie dazu verleitete in Varuna zu nächtigen. 3 Tage waren nun Seit dem Markttage vergangen. Den Markttag hatte sie noch gut in Erinnerung. Selten kam es vor das die Nachfrage an ihren Schmiedewaren so groß war. Als sie sich erhob und zu dem kleinen Nebenraum trat überkam sie auf dem Weg dorthin ein plötzlicher Hustenanfall. Nicht der erste, doch eine Erkältung um diese Jahreszeit? Eine Grippe vielleicht! Dachte sie sich als das Husten vor 2 Tagen seinen Anfang nahm. Nach einer kurzen Katzenwäche zog sie sich um und verließ das Zimmer und die Taverne. Zielstrebig schritt sie auf das Osttor Varunas zu. Der kürzeste Weg zum Handelskontor. Verwundert blickte sie auf die Barrikaden welche hinter dem osttor errichtet waren und den Zugang über die Brücke verhinderten. Kopfschüttelnd wendete sie sich um und strebte das Südtor an. Vermehrtes Husten begleitete ihre Schritte. Am Tor angelangt machte ein Gardist auf dem Pferde neben ihr halt und sah ihr Nach. Nach einem weiteren kräftigen husten hörte sie von hinten ein lautes "HALT!, mitkommen!". Erschrocken sah sie sich um, der Gardist warf ihr einen ernsten Blick zu. Sie war gemeint. Wie angeordnet folgte sie seinen Worten und schritt hinter dem Gardisten her. Jener brachte sie an eine Art vorübergehendes Lazarett welches scheinbar eiligst errichtet worden war. Kurzerhand brachte man Firenya hinter jenes Gebäude in ein Zelt welches nur so von Betten gesäumt war. Viele, beinahe alle waren mit hustenden, leidenden Menschen besetzt. Ein paar vermummte Frauen traten vor sie und erfragten seit wann es mit dem Husten angefangen hat. Weiterhin sichtlich verwirrt beantwortete Firenya die ihr gestellten Fragen. Sie war noch immer in der Annahme es handle sich um eine einfache Grippe. Ihr wurde ein Bett zugeteilt und ein Elixier verabreicht welches den Krankheitsverlauf eindämmen sollte. Ob es Wirkung zeigt bleibt zu hoffen. Eine der Heilerinnen, welche sich nun als Liliana von Drachenfels vorstellte klärte sie auf das es sich gewiss nicht um eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe handle. Bisher stünde ein Heilung auch noch nicht in Aussicht erklärte man ihr. Nach einer kurzen Behandlung sollte sie sich zur Ruhe legen und ein wenig schlafen. Das Atmen fiel ihr nunmehr schon weitaus schwieriger und jeder Atemzug wurde von einem deutlich hörbaren Pfeifen begleitet. Der nächste Tag würde Zeigen ob das Elixier Wirkung zeigt....
Verfasst: Donnerstag 9. August 2007, 01:34
von Rondrian Toberen
Er wusste inzwischen nicht mehr wie frische Luft überhaupt noch roch. Seit nunmehr 2 Tagen und Nächten trug er diese verfluchte Maske und sie stank höllisch nach Essig, aber für den Schutz war sie nunmal nötig. Geschlafen hatte er in dieser Zeit auch nicht. Wann denn? die halbe Garde hatte es erwischt, fast alle, die auf dem Markt Dienst hatten... Ein Glück, dass er an eben diesem Tag nur für einige Stunden dort war und bereits woanders seine Mahlzeit zu sich genommen hatte, sonst würde er wohl auch neben seinen Kameraden liegen, denen es mit der Zeit immer schlechter ging. Und nicht nur ihnen, auch vielen Anderen in der Bevölkerung, es war kaum zu übersehen....
Doch das war Sache der Heiler, er hatte als Leutnant der Garde für Ordnung zu sorgen und Maßnahmen gegen die Pest zu ergreifen. So wurde ab der heutigen Nacht der Befehl gegeben jede, wirklich jede Ratte aus dieser Stadt zu vertreiben oder zu erschlagen. Ein wahrlich schweres Unterfangen, was gewiss auch nicht alle Biester erwisschen würde, doch sollte es so eine Ausbreitung über eben diese Nager größtenteils verhindern.
Die Heiler der Stadt waren mehr als genug beschäftigt und das frisch eingerichtete Lazarett füllte sich auch zusehend. An diesem Abend erhielt er auch endlich seine Bescheinigung, dass er gesund ist. Vielleicht eine Möglichkeit ein wenig Kraft schöpfen zu können, vielleicht gar zu seiner Geliebten nach Berchgard zu reisen. Er wusste es nicht und musste die Entscheidungen des nächsten Tages abwarten. Für heute musste sie eben mit einem Brief von ihm vorlieb nehmen.
Nachdem er diesen bereits spät in der Nacht geschrieben hatte, zwang ihn die körperliche Erschöpfung nun zur Ruhe. Ein Gardist würde in wohl finden wie er mit dem Kopf auf dem Tisch eingeschlafen war und pünktlich zum Morgengrauen wecken.