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Verfasst: Montag 23. April 2007, 09:46
von Eileen von Hohenfels
Es ging ihr nicht gut. Nein das tat es nicht. Eileen fühlte sich leer und ausgezehrt.Der Verstand sagte ihr, dass es ihr nicht gut gehen könne, auch wenn sie nichts fühlte.
Vor ihren Augen das betroffene Gesicht Sandhas, die ihr den kalten Schweiß von der Stirn tupfte, während sie selbst aphatisch anmutend im Bett lag.
War es am Ende doch zuviel gewesen ?
Sie hatte sich die letzten Monde geschont, wohl wissend warum. Aber so sehr man auf den Müßiggang achten konnte um Körper und Kind zu schonen, so wenig konnte man Gedanken abstellen.
Was war am Ende zuviel gewesen ?
Wenn man nichts tat hatte man viel Zeit zu denken, und sich zu sorgen.
Es kommen Dinge im Geiste zu tage, die sonst nie einzug hielten. Kleine Sorgen werden zu großen Bergen, harmloses dramatisiert, und als wenn das alles nicht schlimm genug wäre, wusste man doch irgendwo genau, dass man damit seiner Umwelt erhelblich auf die Nerven ging.
Rafael.
Die Spannung im Schloß war greifbar dicht und unter diesen wie jenen Umständen konnte es einem nicht gut gehen.
Der Rücken hatte ihr mehr weh getan denn je, und sie hatte die letzten Nächte kaum geschlafen.
Natürlich drehten sich die Gedanken um den Ritter, der mit Adrian fast mehr verheiratet war, wie sie selbst.
Sorgen über Sorgen.
Was immer man an sie herangetragen hatte was Rafael betraf, es klang nicht nach ihm. Wieder einmal nicht.
Nur schien es diesmal kaum ritterlicher Übereifer zu sein, nein wohl eher etwas ernstes.
Und Eileen hasste es abgrundtief, wenn man ihr nicht klar sagte was vorging.
"Ihr müsst Euch schonen" erklang es von allen Seiten, und der Satz bewirkte genau das Gegenteil.
Sie konnte den aufkeimenden Zorn nebst der Sorge kaum unterdrücken und das Blut ging mit ihr ein ums andere Male durch.
Auf jedem Stein des Schlosses schien zu stehen, dass sie sich schonen sollte, und sie war augenscheinlich umzingelt von einem "Wir hüllen Euch in Watte"-Komplott.
War das der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte ?
Die Wehen hatten viel zu früh eingesetzt. Adrian war nicht zugegen und man hatte in Windeseile nach der Heilerin schicken lassen.
Alles folgende war wie im Traum an ihr vorbeigezogen.
Eileen wusste was es bedeuten würde. Niemand hatte ihr sagen müssen was vor sich ging und warum sie ihr Kind nicht im Arm halten würde.
Leer und ausgezehrt.
Vieleicht gelang es ihr ja heute Nacht zu weinen.
Verfasst: Montag 23. April 2007, 10:40
von Felicitas de Arganta
"Ihr könnt gehen, Serina...." Feli wunk die Kammerdienerin ermattet wieder aus ihrem Zimmer.
Der Überbringer schlechter Kunde war so oder so ungern gesehener Gast.
Rafael war also noch irgendwo hier. Lameriast war eine Finte gewesen und Adrian, Darna und Adrenalon waren den langen Weg umsonst gegangen. Er war irgendwo um Bajard...sie hoffte er war nicht alleine gegen Rahal gezogen in seinem Wahn.
Alleine der Gedanke liess derart starke Verzweiflung in ihr aufkommen, dass es ihr den Atem raubte nachdem ihr Körper nach ein paar Sekunden wieder laut schrie und sie erneut tief Luft holte.
"Wo bist du nur, Geliebter?...Was tust du?...Warum fliehst du vor denen die dich lieben? Die dir helfen wollen?"
Feli sank in die Kissen und blickte lange Zeit zur Decke hinauf. Jetzt endlich liess sie den Tränen freien Lauf, was dafür sorgte das die Steine der Decke langsam zu einer grauen Masse verschwammen. Es war auch nicht weiter wichtig. Sie musste sich Luft machen und sie wusste kaum noch wie.
Ihre Soldaten waren, wie Adrians Nachricht verlauten lassen hatte, wieder zurück zum Anwesen.
">Ein leeres Anwesen bewachen<", dachte sie nur und ergab sich weiter ihrer Verzweiflung.
Seid Tagen schon kreisten ihre Gedanken nurnoch um eines und sie merkte wie ihr langsam die Kraft schwand. Jene Kraft die sie so dringend für andere Dinge und andere Belange gebraucht hätte.
Von den Unruhen im Schloss hatte sie garnichts mitbekommen, zu sehr waren ihre Gedanken präsent die sie selbst wie in eine Mauer hüllten und ihren Blick vor anderen Dingen verschlossen.
Es vergangen einige Stunden, Feli konnte es nicht genau sagen und schlafen konnte sie auch nicht. Draussen war es längst dunkel.
Entgegen Adrian`s Anweisung hatte sie das Zimmer neben dem Schlafgemacht der Hoheiten gewählt. Sie wollte Fenster und eine Möglichkeit frische Luft schnappen zu können ohne unzählige Treppen zu gehen.
Jene Möglichkeit nutze sie auch nun und trat hinaus auf den Wehrgang des Schlosses. Die Wachen nickten ihr respektvoll zu und entfernten sich einige Meter weiter.
Der Wind war kühl um diese Abendzeit auch wenn die Tage lau waren.
"Zumindest frierst du nicht, mein Herz..." ging es ihr durch den Kopf.
Was konnten sie noch tun?...Feli würde ihre Soldaten wieder aussenden müssen und das tat sie auch. Gleich Morgen!...Egal was Adrian sagte, Rafael war ihr Ehemann.
Aber wie ging sie selbst mit alledem um?...So wie Feli stets mit solchen Situationen umgegangen war. Sie sang sich ihren Schmerz und ihre Last von der Seele in die Welt hinaus, hoffend irgendwo in der Weite dieser Länder würde ein Mann spühren, dass sie an ihn dachte und ihn vermisste.
Ich bette mein Haupt, Seite an Seite
Neben dem Einen der in der Nacht bei mir bleibt
Bis ein besseres Morgen kommt
Einstmals reiste ich durch 7 Meere um meine Liebe zu finden
Und einst sang ich 700 Lieder
Naja, vielleicht muss ich erst ncoh 7000 Meilen laufen
Bis ich den Einen finde zu dem ich gehöre
Ich bette mein Haupt, Seite an Seite
Neben dem Einen der in der Nacht bei mir bleibt
Ich verliere den Atem in meinen letzten Worten der Trauer
Und was immer kommt, kommt bald
Sterbend bete ich zu dem Mond
Das ein besseres Morgen kommt
Einst überquerte ich 7 Flüsse um meine Liebe zu finden
Und einst vergass ich 7 Jahre meinen Namen
Naja, wenn ich muss sterbe ich 7 Tode nur für die Lüge
In den Armen meines immerwährenden Ziels
Ich bette mein Haupt, Seite an Seite
Neben dem Einen der in der Nacht bei mir bleibt
Ich verliere den Atem in meinen letzten Worten der Trauer
Und was immer kommt, kommt bald
Sterbend bete ich zu dem Mond
Das ein besseres Morgen kommt
Meine letzten Worte der Trauer...
Worte der Trauer...
Ich träumte letzte Nacht, dass er zu mir kam
Er sagte: "Meine Geliebte, warum weinst du?"
Jetzt wird es nicht mehr lange sein
Bis er in meinem kalten Grab liegt
Bis wir in unserem kalten Grab liegen...
Es vergingen noch einige Stunden bis Feli endlich schlief und ihren gemarterten Leib und ihre gequälte Seele endlich ein wenig ruhe fand um sich und ihrem Kind Ruhe zu schenken....
Verfasst: Montag 23. April 2007, 11:26
von Adrian von Hohenfels
Die Heilerin selbst war es, die ihn behutsam ansprach, ihn aus einer Sorge in eine andere riss. Mit wenigen zögerlichen und zurückhaltenden Worten, brachte sie die Nachricht vor, die sie offensichtlich ungern und auch nicht oft zutrug. Fassungslosigkeit und Sorge paarten sich in seinem Blick. Das Kind, Freude und Glück hätte es verhiessen. Wohl auch eine Zukunft für die Länderreien, doch lag all das in diesem Momenten in weiter Ferne.
Das Kind wurde auf seinen schwach vorgebrachten Geheiss aufgebarrt. Abschied sollten und würde sie nehmen. Abschied von einem kleinen Wesen, welches sie nicht einmal wirklich gekannt hatten. Ein kleines Mädchen wäre es geworden, welches sicherlich viel Leben in die Mauern des Schlosses gebracht hätte. Das Schicksal und die Sorgen der letzten Tage hatten anders entschieden. Er warf einen kurzen Blick auf dieses kleine Bündel Mensch, dass jegliches Leben längst ausgehaucht hatte. Er schloss die Augen, eine kurze Berührung nur, als solle es aufzeigen, dass sie einander verbunden waren ohne es je wirklich ausleben zu dürfen.
Ein anderes Leben war ihm erhalten. Jene Frau, die er liebte, die das Unglück teilte. Er eilte hinauf, sie zu halten, die Tränen zu teilen, des Abschiedes, den niemand erwartet hatte. Ein Blick Auge zu Auge. Sie mussten aneinander in dieser Trauer Stärke finden und würden es. Ein Leben verloren. Ein Freund noch nicht gefunden. Die Sorgen wurden nicht minder. Es mussten bessere Tage kommen, wo waren sie geblieben?
Verfasst: Montag 23. April 2007, 16:29
von Thelor von Reensdorf
Seit Beginn der suche kehrte ehr ab und an des Abends ins Schloß ein und wenn es zu spät wurde so machte es sich der Knappe auf einigen Stühlen im RitterKaminzimmer Gemütlich.
Er hatte in Bajard Gesucht, beim Kloster, er hatte an der Akademie zu Schwert und Kunst auf Lameriast angefragt.
Seine Gedanken Kreisten um seinen Lehrer so das er kaum etwas von dem Geschehen ums Schloßleben herum wahr nahm.
Rafael wo bist du nur dachte er.
Du wirst dich doch nicht fangen lassen von Rahal oder Eisenwart.
Nein Rafael sicher nciht.
Argos war auch zu überrascht das Rafael weg sein sollte als das er beim Clan zu suchen sei.
Doch wo konnte er seine Suche fortsetzen.
Die Seefahrerei bekahm seinem magen ncith also würde er seine suche erstmal auf Gerimor ausdehnen.
Das Kloster?
hm das Könnte vieleicht sein.
So will ich mich morgen zum Kloster auf machen um dort zu suchen.
Verfasst: Dienstag 24. April 2007, 17:20
von Cyrion Sha´Ar
Rafe hatte sich also was eingefangen... tja... Warum wunderte ihn das nicht. Und nun war er verschwunden. Etwas Proviant mitnehmend, stieg er auf sein Pferd und ritt los, den Raben hoch in der Luft stetig in seiner Sichtweite ihn begleitend. Bekannte Orte würde er wohl meiden - und das letzte mal war er wohl in Bajard gewesen. Vermutlich würde er sich in den Wäldern rumtreiben - vom Wahnsinn befallen, glaubend, das alles und jeder gegen ihn war. Cyrion vermutete stark, dass Rafe, so Cyrion ihn fand und einen Fehler machte, ihn auch angreifen würde - immer hin hatte Cyrion Freunde auf der dunklen Seite. Würde das Grund genug für Rafe sein, zu glauben, dass sein Freund von ihnen umgedreht worden war? Er würde es vielleicht feststellen. Für diesen Fall hatte er sein Schwert mitgenommen. Die Wälder zu Bajard absuchend, rief er alldieweil seinen Raben zu sich und schickte ihn wieder hoch, mit dem Befehl, Rafe zu finden und ihn, Cyrion, zu ihm zu finden. Bis jetzt kam der Rabe immer wieder zurück, ohne nochmals von sich auf hochzusteigen - ausser Cyrion ritt los. Von Rafe also keine Spur. Lange hatte er gebraucht, dem Raben die Befehle zu lehren, aber er hatte letztlich Erfolg gehabt. Raben hatten ein gutes Gedächtnis und eine hohe Intelligenz. Wenn Rafe irgendwo sein Gesicht sehen liess, gar gänzlich ohne Kaputze herumlaufen würde und dabei nicht gerade von irgend etwas verdeckt werden würde, hatte der Rabe eine gute Chance, Rafe zu finden. Und damit auch Cyr.
Vielleicht... Vielleicht würde Rafe auch von sich aus das Gut Sha'Ar aufsuchen. Wer konnte dies schon sagen. Er würde es heraus finden. Enghwyn auf jeden Fall würde er bald in Kenntnis setzen - alsbald er sie sah.
Verfasst: Freitag 27. April 2007, 12:45
von Rafael de Arganta
Stille...
Das war das erste was ihm auffiel.
Keine Stimmen mehr in seinem Kopf. Keine Gefahren die er noch witterte, einfach Ruhe und Frieden.
Erschöpft und zufrieden zog er Felicitas enger an sich, behielt sie in den Armen, schenkte ihr die Nähe die sie sicherlich brauchte. Der Babybauch wölbte sich nun deutlichst und schuldbewusst wurde ihm klar was er ihr, wenn auch unabsichtlich, zugemutet hatte.
Ein Glück das Rai’a soviel Geistesgegenwart besessen hatte, und zu Adrian gegangen war, der ihn noch abgehalten hatte, sich in seinem Wahn von den Klippen zu stürzen.
„Krathor ... das wirst du eines Tages bereuen. Du und die Deinen.“ Murmelte er leise in aufkommendem Zorn.
Dieser Ghul musste vergiftet gewesen sein, oder sonst was... jedenfalls war es nur mit Hilfe Hochwürden Lucenius gelungen ihn von dieser Vergiftung zu befreien.
Jeder Heiler vorweg war nutzlos gewesen... besonders jener Quacksalber der ihn zur Ader gelassen hatte und ihn mit einem Holzhammer hatte betäuben wollen.
Feli hätte sich fast auf ihn gestürzt, alleine für diese Überlegung, und es hatte so schon alle Kraft des Templers gebraucht um die Einflüsterungen Krathors zu verscheuchen.
Temora ... Temora war noch immer bei ihm und er diente ihr wie er dem Reich diente. Jener Wahn ... war mit nichts zu vergleichen gewesen was ihn bisher ereilt hatte, und er hoffte nie wieder in diesen... Genuss zu kommen.