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Verfasst: Samstag 24. Februar 2007, 04:23
von Wijay Loreen
Langsam gedieh die Saat, welche sie gesät, und langsam nahmen Pläne Formen an. Das Haus war gemietet, der Plan steht fst.

Vyra de Lopasz mochte sich nachgeahmt vorkomen, doch wie sollte eine Schreiberin Fuß fassen und eventuell noch unbekanntes Terrain betreten? In dem Rattennest Bajard konnte man schnell etwas begründen, doch Varuna war das Zentrum jeder Aufmerksamkeit. Eigentlich töricht von dieser Person, die vorgab, so viel zu wissen. Doc die Pestbringerin hatte Leute hinter sich, Gönner, Unterstützer und Verbündete.

Varuna... eigentlich eine Impossante Stadt, doch hochmütig. Und an Hochmütigkeit scheiterten schon viele. Rahal war ein verendendes Tier, und sein Hochmut fiel ihm zum Opfer. Varuna hingegen war stark UND hochmütig. Ein ordinärer angriff mit einer Armee war durchaus schwierig, wenn nicht gar unmöglich, und welchen Zwecke sollte es auch haben. Nein, es galt mit Bedacht vorzugehen, verborgen im Schatten selbst.

Vikko, sie konnte sich kaum entsinnen ihn auf Eisenwart näher bemerkt zu haben, doch seine Bereitwilligkeit und sein Engagement waren erfreulich. Der Schatten hatte sicher auch auf ihn ein Auge geworfen, und das gemeinsame Vorgehen mochte für alle hilfreich sein. Er war nicht einfach nützlich, er war hilfreich, und sie kam nicht umhin, ihm Achtung entgegenzubringen. Er war durchaus hilfreich und konnte helfen, den Schein mitzuwahren.

Ihre neue Pflicht war interessant. Sie mochte es, beschäftigt zu sein, ein geforderter Geist war natürlich immer mal von Nöten, und sie war in diesem Punkt sehr belastar. Sie hatte Kontakte, und diese Kontakte waren sehr nützlich.

"Quell des Wissens" würde sie diese Einrichtung taufen, und das sollte es im Grunde auch sein. Eine Lüge zu leben bedeutete, die Wahrheit zu verkörpern. So war es die Wahrheit dass sie gelehrt, gelehrsam und eine Schreiberin war, im Grunde genommen ein guter Grund, dieses Proakt in die Tat um zu setzen.

Ihe Kontakte waren vielversprechend, einige mehr, andere vielleicht weniger, aber durchaus respektabel und honoriert..

Gleich ob die Stunde der Pestbringerin, ihr eigentlicer Plan, ihre Tat noch fern lag, es galt schließlich sorgsam vorzugehen, noch konnte sich die Welt in Sicherheit wiegen, ehe ihr Tun und Wirken Spuren hinterlassen würde.

Und so wandelte sie umher und prüfte alles was es zu prüfen galt, forschte was es zu forschen gab und wandelte im Dunkel der Nacht umher, gierig nach Wissen und Informationen um alles und jenes was ihr Interesse wecken kkonnte. Es galt nun langsam, ihre Brüder und Schwestern aufzusuchen, denn sie waren vielleicht die zuverlässigste aller Quellen.

Verfasst: Montag 26. Februar 2007, 19:02
von Vikko Allago
Er ordnete seine Gedanken etwas, als er in dem leergefegten Haus inmitten Varunas stand.
Was hatten sie bisher schon erreicht und was würden sie zusammen noch erreichen können?
Was vermag diese Loreen, die er mitlerweile als eine Art Freundin ansah (obwohl er sich nicht sicher ist, ob es so etwas bei dieser seltsamen Frau überhaupt gibt), noch zu vollbringen und welche Intriegen noch zu schmieden?
Doch viel wichtiger war; wie viele Intriegen waren schon um ihn gesponnen, wie viel wusste er wirklich; war er schon so weit in einem fremden Netz, dass er nicht mehr zu entkommen vermag und dies alles vielleicht mit seinem Leben bezahlen muss?
Sein Blick huscht wie gewöhnlich umher und er stellte sich wieder vor wie diese Räume eines Tages aussehen werde, wie viel Ruhe sie ausstrahlen und wie viel Gift in ihnen enthalten sein wird. Kein Gift, welches den Körper beutelt, kein Gift wie in den Brunnen Varunas und auch kein Gift, welches die Sinne vernebelt. Nein viel schlimmer, ein Gift das sich ihm die Freundlichkeit der Menschen garantiert. Das Gift, dass ihm und Loreen den Zugang zu Informationen eröffnen wird.
Es nennt sich Freundschaft oder Heuchelei.
Noch befinden sie sich auf dem Pfad, noch wandeln sie auf ungeebneten Wegen, doch sobald ihr Fundament steht, wird die Saat erblühen und die Schritte werden einfacher. Nicht sicherer, aber einfacher.
Mit einem Lächeln legt er sich nieder, den Schlaf suchend, seinen Körper auf die folgenden Ereignisse vorbereiten.

Verfasst: Donnerstag 1. März 2007, 05:18
von Wijay Loreen
Sie blickt aus dem Fenster. Das Paar hellblauer kalter Augen blickt auf die dunklen Straßen Varunas hinaus. Die Laternen strahlen ihr licht nur Spärlich aus. Eine kleine Handbewegung und die Konturen nehmen Form an, die Schatten sind keine mehr, im Gegenteil, sie sieht wohl als einzige die Dinge klar in diesem Moment.

Der Traum eines zerstörten Varunas. Er ist wiedergekommen. Doch anstatt der Stimme der Vorsehung sah sie ein Paar Schwingen über die Stadt gleiten. Ein ohrenbetäubendes Krächzen, ein Ruf, eine Ankündigung, und sie stand mitten drin. Die Menschn um sie fliehen, doch sie hält inne. Sie weiß, der Ruf gilt ihr, und die Trümmer der Stadt, wie einst im Traume ragen schwarz und Stumpf zum hellgrauen Himmel hin, welcher keine Sonne zulässt.

"Ich habe dich berufen mein Werk zu tun, da du einst schon ach so viele Seelen mir dargebracht." der Ruf ist unverständlich, doch der Inhalt dafür unmissverständlich. "Tue ein Werk, handle bedacht, und der Lohn würde dir sicher sein. Ich bin zufrieden mit deine Tun, so lange du dein Wek tust."

Sie erwachte aufgeregt. Sie Zeigte Eotionen, doch binnen eines Augenblicks war sie erneut befangen. Und nun steht sie hier und blickt hinaus.

Niemand ahnt vermutlich, wer in diese Stadt eingezogen ist. Und die Ironie ist, dass das Gebäude gegenüber der krasse Negativ war zu ihrem Tun. Oder doch nicht? Es sei wie es sei.

Ihre Kontakte waren sorgsam gewählt. Sie sind überall im Lande verteilt. Sie tun dies, was sie tun sollten, und die Aufgabe würde gut gehen. Das Spiel hatte begonnen, und der entscheidende Zog mag einst geführt werden.

Sie blickt kurz zum schlafenden hinter sich. Vikko mag eine große Hilfe sein, sie kommt nicht umhin, eine gewisse Zuneigung zu ihm zu verspüren. Es ist keine körperliche Zuneigung, vielmehr ist es die Tatsache, dass sie Hilfe in ihrem Tun hat, potentielle und präsente Hilfe. Solle sie ihn einweihen? Oder ist er es gar würdig...?

Sie blinzelt kurz auf und verwirft den Gedanken wieder. Es ist nicht ihre Entscheidung, doch sie erkennt das Potential in ihm wohl. Zumindest ist er ein Komplizre, ein Mitglied der Gemeinschaft, welche sie sich aufbaut. Eine versteckte Gruppierung deren Mitglieder den Zusammenhang vielleicht gar nicht erkaennt.

Langsam ist die Bibliothek eingerichtet und sie hat gar keinen Grund, unzufrieden zu sein. Es ging schneller und besser voran als sie sich erwartete, und schließlich steht ein großer Teil dessen, was sie sich erhofft hatte. Schnell ist es wirklich gegangen, und das lässt sie zufrieden erscheinen. Der Schein muss nun perfekt sein, so kann man letztlich nur warten. Und im Warten ist sie gar nicht so schlecht. Für jemanden, für den Zeit nur Bewegung und Wandel, allerdings nur ein Ding menschlicher Einbildung, welche im Grunde nur aussagt "Du rückst deinem Tod unweigerlich näher" ist Zeit und Warten eine Sache, der sie sich erhaben fühlt

Sie legt sich wieder auf das Fell. Schlaf ist gewiss eine Zeitverschwendung und sie würde ihre Stunden lieber damit verbringen zu sinieren und in sich zu gehen um vorbereitungen zu treffen.

Doch sie ist an irdische Schwächen gebunden wie jeder andere Mensch. Das lässt sich nicht verleugnen oder gar abschütteln. Sie schließt ihre augen, den Traum vor sich nochmals ablaufen lassend. Es würde seinen Lauf nehmen. Und gleich ob sie sterben würde, sie fürchtet den Tod ohnedies nicht. Sie ist doch im Grunde eine Todesbotin, eine Todesbringerin, eine Dienerin des Todes. Sie wird ihr Werk noch tun, und es wird ein großer Schlag sein.

Unter Schwarzen Schwingen

Verfasst: Samstag 3. März 2007, 16:15
von Vikko Allago
*Weiche, Kalte Feder. Pechschwarz. Bedeckend und Schützend. Erstickend und Schmerzend. Wiedersinnige Gefühle. Eine Berührung im Gesicht. Kreischen. Kälte. Ein Ziehen im Herzen. Ein Reißen in der Brust. Stille. Stille. Stille. Ein margerschütternder Schrei.*

Vikko schreckt auf, ein stummer Schrei auf den Lippen und Schweiß auf seiner Stirn. Er richtet sich gänzlich auf und wischt sich knapp mit dem Ärmel seines Hemdes den Schweiß von der Stirn.
Langsam erhebt er sich aus seiner Bettrolle. Nicht mehr in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen geht er langsam auf die Treppe zu. Der verschwommene Blick ist starr vorraus gerichtet und lässt kein Abschweifen, kein Umherhuschen zu, genau wie seine Gedanken so ist sein Blick leer und nimmt nur sein Ziel war.
Nachdem er die Treppe herabgestiegen war, strebt er nun der Tür entgegen. Die Bücherregale, die Stühle und die Tische passiert er mit zügigen Schritten, ohne ihnen in irgendeiner Form Beachtung zu schenken. Nun drückt er langsam die Klinke herunter und zieht die Tür auf. Ein kalter Lufthauch zieht an ihm vorbei und lässt die Flammen der Kerzen flackern, lässt sie zum Teil erlischen.
Die kühle Luft umspült sein Gesicht und erfrischt ihn, lässt ihn für einen Moment den Traum und die Gefühle vergessen, die eben noch so präsent waren. Er macht noch einen Schritt voraus und zieht die Tür dann hinter sich zu.
Langsam füllt er die Lungen mit Frische und genießt den Wind, der um das große Haus in Varuna weht. Genießt es für einen Moment der Müdigkeit entronnen zu sein, genießt es alleine auf den Straßen zu sein. Allein, wie lange war es er nicht mehr vollends alleine gewesen? Immer war irgendjemand um ihn herum, war es Loreen, Amarissa, ein anderes Mitglied der Burg oder einem Menschen dem er irgendeine Lügengeschichte auftischte.
Er schiebt diesen Gedanken beiseite, doch an seiner Stelle tritt eine Frage, eine Frage, die er bis eben noch verdrängt hatte.
Was war das eben? Ein Traum? Eine Vision? oder einfeich nur ein Hirngespinst?
Ein leises Seufzen entweicht ihm, als er keine Antwort auf die Frage zu finden vermag. Daraufhin wendet er sich um und schiebt den Schlüssel und das Schloss um die Tür von außen wieder zu öffnen. Wieder zieht die Luft an ihm vorbei und versucht in die Bibliothek einzudringen. Der junge Mann huscht schnell hinein und sperrt den Wind aus, damit er noch ein wenig Licht hat um den Weg zurück in sein provisorisches Bett zu finden.
Die Müdigkeit umschließt ihn wieder, als er die Treppe hinaufsteigt. Sein Blick wandert nach rechts zu den Bettrollen: Beide sind leer! Wo ist Loreen? Es ist ihm vorhin gar nicht aufgefallen, dass sie nicht da war. Er schüttelt nu sachte den Kopf, denn er ist sich bewusst, dass sie wohl auf sich selber aufpassen kann.
Er tritt zu seiner Bettrole und legt sich hin. Die Decke wieder umsichschlingend schließt er die Augen.
Pechschwarze Federn finden wieder den Weg in seinen Geist und der Schrei klingt wieder in seinen Ohren.
Diese Gedanken beiseiteschiebend verfällt er nach einiger Zeit in einen unruhigen Schlaf, der für ihn nicht sehr erholsam werden wird.

Verfasst: Donnerstag 8. März 2007, 22:14
von Wijay Loreen
Hort der Macht

Sie schritt gemächlich durch die dunklen Gewölbe, die Untoten mieden sie, die Dunkelheit störte sie nicht. Die stickige, nach oder und Tod stinkende Luft beschwingte sie gar noch. Ein fremder Beobachter hätte es vielleicht als seltsam empfunden, die in blutrot berote Frau mit Kapuze durchschreiten zu sehen.

Sie irrte Anfangs, vielleicht nur Minuten oder gar Stunden, sie wusste es nict, umher. Sie fühlte Seine Macht, sie fühlte sich durchaus wohl, war es doch jener Ort, andem Seine Macht wirkte.

Andere kamen regelmäßig hierher, um ihre Kräfte zu trainieren, Untote umzuwerfen, die ohnedies bald wiedererstehen würden. Ganz anders die Frau, die man Loreen nannte. Sie fühlte eine gewisse spirituelle Nähe. Sie fühlte sich ihrem Herrn hier so nahe, wie es nur ging.

Taels Beschreibung folgend bewegte sie sich durch die Gewölbe, anfangs mit Schwierigkeiten, später edoch immer besser. Das Labyrinth war so eine Sache, die Prüfungen, die sie an ihr Ziel bringen sollten waren eine Anstrengung für sich. Doc endlich schaffte sie es.

Sie erreichte die gesegnete Stätte, und in dem oment, da sie so alleine da stand war sie erfüllt von dem, was sie so lange getrieben hatte.

Sie führte einen Dolch an ihrem Arm und scnitt langsam in ihr Fleisch. Der Schmerz durchfuhr sie, und euphorisch machte sie weiter.

Schmerz ist heilig. Der Schmerz ist das Absolute Gefühl. Leid macht uns Menschen aus, die Qual ist der Weg zum Ziel. Einst werden wir alle frohlockend im Endgültigenden Reinigenden Feuer brennen.

Sie erneuerte so ihren Bund und schenkte Ihm einen Schwall ihres Blutes, welchen sie zu Boden fließen ließ, ehe sie endlich eine Bandage um ihren linken Arm wickelte. Es war gewiss eine spirituelle Art, doch es war ihre Weise, Ihm ihre Treue zu zeigen.

Viel war die Tage zuor nicht passiert. Die Bibliothek war nun fast eingerichtet. Wenn sie fertig würde, önne ihre eigentliche Arbeit beginnen. Die beide Räuer die sie zusammenschlugen waren ein lästiges Übel. Ohne mit der Wimper zu zucken hätte sie die Beiden töten können. Doch wie solle sie ihre Tarnung aufrecht erhalten? Sie musste dies über sich ergehen lassen, um nicht weiter aufzufallen. Misstrauisch war sie schon anfangs. Diese überzogene Bettelei war doch so eindeutig das Werk von Räubern.

Ebenso der ann der einen ihrer Gäste vergiftete und sich dann als Dieer des Raben aufspielte. Ein wahnsinniger Fanatiker, der das ganze Treiben nicht durchschaut hatte. Und so jemand wagte es sich zu erdreisten, ihre Seele zu rauben? Er würde es doch einst im Totenreich sein, der sich ihr beugen musste. Er würde sich von Ihm verzehren lassen müssen. Er war selbst als ihr Diener kaum nützlich, abgesehen davon, dass sie keine Diener wollte, die ihre Füße küssten. Ihr ging es um Mithilfe, um Wirken, um Perfektion, niemals um Macht.

So verbrachte sie im Stillen, zu ihren Herrn betend und meditierend eine ganze Nacht in diesen geheiligten Hallen, sich mental für das Komende stärkend. Der Tag würde einst kommen, und sie würde ihm beweisen, was sie wert war

Unter Schwarzen Schwingen 2

Verfasst: Donnerstag 8. März 2007, 23:53
von Vikko Allago
*In ein Bett aus weichen, kalten Federn fällt sein Körper und wird von ihnen umschlossen. Die bedecken seinen ganzen Leib und legen sich auf seinen nackten Körper. Vollkommen umschliengen sie ihn und geben ihm ein Gefühl von Schutz. Bis die Federn auch in seinen Mund, seinen Hals, seine Lungen wandern und ihm die Luft abschnüren, ihn ersticken, ihn peinigen. Seine Gedanken rauschen durch seinen Kopf und geben Gefühle wieder die er nicht deuten kann, die er nicht im Stande ist in einen Zusammenhang zusetzen. Er versucht sich frei zu kämpfen, doch mit jeder Bewegung sackt er tiefer in sie ein..die Bilder reißen ab... plötzlich fühlt er wie die Schwinge eines schwarzen Vogels ihn berührt, über sein Gesicht streicht und einen eisigen Hauch hinter sich herzieht. Ein Schaudern überkommt ihn. Aus dem ebenso schwazen Schnabel des Vogels ertötnt ein Schrei, der ihm in den Ohren schmerzt, der ihm im Herzen schmerzt, der ihn in eine Richtung zieht, ihn leitet und doch befiehlt. Der Schrei verklingt und hinterlässt nichts als Stille. Stille, die aber nicht das Reißen in seiner Brust übertönt. Stille, die ihn nicht erlöst, sondern den daruaf folgenden Schrei nur noch Lauter und tiefgehender erscheinen lässt. Und wieder überkommt ihn nur eine Flut von Bildern.
Ein unerkanntes Gesicht mischt sich mit der Schwärze die er zu sehen glaubt. Das Gesicht öffnet den Mund. Immer weiter, immer weiter. Bis er nur noch den Rachen vor Augen hat in dem sein nackter Körper verschwindet...*


Vikko entfährt dieses Mal wirklich ein leiser Schrei. Der noch vor einiger Zeit stumme Ausdruck seiner Pein, fand nun den ersten Weg aus seinem Leib.
Seine Atmung geht schnell, sein Herz galoppiert wie ein Pferd im Abendwind und sein Blut pulsiert wie ein reißender Strom durch seine Adern. Hastig dreht er den kopf nach rechts, seine Augen rasen umher und suchen die Felle nach Amarissa ab, die direkt neben ihm eingeschlafen war. Hatte sie etwas gehört, ist sie noch am schlafen, oder hat sein leiser Schrei der Qual sie geweckt? Was mag sie denken, was mag sie verstehen? Kann er ihr etwas erzählen? Kann er Loreen etwas erzählen? Kann er es sich überhaupt selber eingestehen, was mit ihm in den letzten Tagen geschehen ist? Frage um Frage schießt ihm durch den Verstand, oft so wach, doch trotzdem seltsam verstört in diesem Moment.
Vikko zwingt seinen Körper sich aufzurichten, zwingt seine Beine sicheren Stand zu wahren und zwingt seine Augen nicht mehr die Bilder des Traumes zu sehen! Oder war es eine Vision? Ein Hirngespinst? War es real? War es genau das nicht?
Nichts kann die Flut der Gedanken aufhalten, nichts verspricht linderung seine Pein.
Dann holt ihn die Kälte ein. Sie durchzieht wieder und wieder seinen gesamten Körper. Lässt ihn sich schütteln, zittern, beben, von Kopf bis Fuß.
Langsam beginnen sich seine Gedanken wieder zu ordnen. Die ersten verwirrten Gedanken nach einem Traum, ziehen sich zurück, doch die Fragen bleiben bestehen. Er stellt nun lediglich fest, dass er von Kopf bis Fuß mit kaltem Schweiß bedeckt ist. Das die kühle des noch nicht gut beheizten Kellers ihm in die Knochen kriecht um sich dort ein Nest zu bauen.
Er wirft erneut einen gehetzten Blick gen Amarissa, die immernoch ruhig in den Fellen liegt, erst dann traut er sich zu seiner Kiste zu huschen und frische Kleidung heraus zu kramen.
Mit schnellen Bewegungen wirft er sie sich über und wendet sich dann um.
Schon wieder? springt es ihm in den Kopf. Loreen ist nicht da. Sie ist schon wieder nicht so später Stunde in ihrer Bettrolle.
Er atmet nun tief durch. Einmal. Zweimal. Dreimal. Viermal. Ein Versuch zu schlucken folgt dem, doch hat er keinen Deut Flüssigkeit in seinem Mund, nichts was er hätte runterschlucken können. Also ist sein nächster Griff der Griff zur Flasche.
Dies erschien im eine angemessene Situation zu sein ein Alkohol zu trinken. Er entkorkt die Flasche und nimmt einen langen Hieb. Lässt die Flüssigkeit seine Kehle hinabrinnen und seinen Körper mit etwas Leben füllen. Fast sofort stellen sich die ersten Körperreaktionen ein. Sein Puls bruhigt sich etwas und sein Blut pulsiert nicht mehr so stark wie noch vor wenigen, unendlichen Momenten.
Langsam sucht er seinen Weg zurück zu den Fellen. Zu der Seite von Amarissa. Er lässt sich auf die Felle nieder und schaut mit leerem Blick in den Raum, die Flasche immernoch in der Hand. Er kann sich nicht mehr vorstellen diese Nacht auch nur noch ein Auge zu zumachen.

Verfasst: Freitag 9. März 2007, 08:45
von Tael Nemar
Seit jeher waren ihm seine Begegnungen mit der Pestbringerin in eher fragwürdiger Erinnerung geblieben. Sie war zweifelsohne eine loyale Dienerin des Raben, doch ihre beinahe an emotionsbedingten Fanatismus grenzende Liebe zum Schmerz ließ ihn immer in gebührendem Abstand zu ihr verweilen.
Und doch war sie dieser Tage die einzige Dienerin des Raben, die er noch antraf. Weder Gregor noch Marn, noch seinen alten Lehrmeister Thrillom bekam er oft zu Gesicht. Vielleicht sollte er sich mit seinem Plan an sie wenden. Allein war er wahrscheinlich zu gefährlich, doch zu zweit rückte die Aussicht auf Erfolg in greifbare Nähe, sodass Fingerspitzen schon bei der Berührung des Ziels vorfreudig zucken würden.

Er hatte sie in ihrer Bibliothek besucht. Er hatte gesehen, von welchem Ort aus sich plante, Varuna zu unterwandern. Ein wahrlich monumentaler Plan, der sich - wenn es denn so geschehen würde - nur von seinem monumentalen Scheitern übertreffen lassen könnte. Möge der Richter ihr in ihrem Vorhaben gewahr sein, er würde es auf jeden Fall sein. Dieser Zeiten, wo jeden Tag mehr und mehr Wachen vor den Toren Varunas zu patroullieren schienen, mussten die Diener des Richters gemeinsam vorgehen, um ihren Vorhaben Nachdruck verleihen zu können...

Verfasst: Freitag 9. März 2007, 15:15
von Amarissa
*tief und fest ist ihr Schlaf bis sie plötzlich aufschreckt. Ein kurzes Zucken schweift durch ihren Körper. Was war das gewesen? Ein Schrei? Als hätte jemand geschrien? Jemand? Vikko? Die Haare hängen in ihrem Gesicht so das niemand ihr Gesicht sehen konnte. Langsam öffnete sie ein Auge und richtete ihren Blick auf Vikko, dessen Brustkorb sich immer wieder sehr schnell hebt und senkt. Mit offenen Augen lag er neben ihr. Sie blieb weiter ruhig da liegen, als würde sie schlafen.
Sie beobachtete ihn wie er aufstand und sich umzog. Dann schloss sie die Augen.

Warum hatte er geschrien? Wieso nur?

Nach wenigen Minuten übermannte der Schlaf sie wieder.
Erst am morgen wachte sie auf.
Noch immer mit den selben Gedanken mit denen sie eingeschlafen war.*

Verfasst: Montag 12. März 2007, 14:17
von Wijay Loreen
(Dieser Post bezieht sich auf den SQ)

Dunkel lag die Nacht über Varuna, selbst die Sterne schienen sich zu fürchten, denn es vermochte in dieser Nacht keiner zu scheinen, war es Hochnebel oder Gewölk, das nahendes Unheil ankündigen sollte.

Diese Woche wüde harte Arbeit auf sie zukommen. Denn nun würde eys langsam beginnen. Ihr Plan, ihre Mission, ihr großes Ziel. Unter den Flügeln des Raben würde sie zuschlagen, nachdem sie so lange müßig war und in Plänen verweilte.

Kein Licht brannte im Hause, da wo die Scheinbibliothek eingerichtet wurde. Sie vermochte es, durch die Augen der Nacht zu sehen, und so war sie auf Kerzenlicht nicht angewiesen. War es doch ohnedies nur Prosaisches Getue4, um anderen zu iponieren.

Was war das? Es schien ein eisiger Luftzug durch die stillen Räume der Bücherei zu wehen. Sie war alleine in diesem Gemäuer, so konnte sie sich auch auf ihr Gedächtnis verlasse. Sie hatte kein Fenster offengelassen.

Ein verzerrtes Krächzen war zu vernehmen. Ein Rabenschrei. Doch ihr Briefrabe Nocturn konnte es nicht sein, war er doch auf Eisenwart, um dort Post entgegenzunehmen. Zumal dieser Schrei anders war, konnte sie davon ausgehen, dass er es nicht war.

Dieses schauerliche Gefühl schüchterte sie nicht im Geringsten ein. Im Gegenteil, es beflügelte sie gar noch. So schritt sie vorsichtig gen Fenster, um nach zu sehen. Und da saß ein Rabe, um dessen Leib herum die Nacht noch düsterer wurde. Selbst ihre Gabe, des Nächtens zu sehen half ihr nicht, durch en finsteren Schleier hindurch zu sehen.

So empfing sie den Ruf des Raben, und sie würde ihm Folge leisten.

Wenn es etwas gab, das wichtiger war als ihre Aufgabe selbst, dann war es der Ruf Kra'thors. Und dem würde sie stets Folge leisten.

Schließlich entschwand die Vision aus ihrem Geist und sie stand in der Dunkelheit, im Nichts. Großes möge auf sie zukommen, doch wäre sie gewappnet für die Zukunft. Stets und überall.

Gefühle und die Folter

Verfasst: Sonntag 18. März 2007, 20:53
von Vikko Allago
... Vikko ging langsam die kühlen Treppen hinab, hinein in die Kühle, die Schwärze und den Gestank des Kellers. Der Schweißgeruch mischte sich mit dem metallischem Geruch des Blutes; der Gestank von Exkrementen mit Schimmelgeruch und alles wurde untermalt von dem Geruch nach Kohle, den das Kohlebecken in dem Raum entließ.
Mit jeder Stufe, jedem Schritt hinab, weiter in diesen Folterkeller, schwanden die Gedanken an Mitleid, Zweifel und Gnade. Mit jeder Stufe baute er eine Mauer um diese Emotionen, sperrte sie ein, in undurchdringliche Schwärze, die kein Schrei, kein Wimmern und keine Beleidigung zu durchbrechen vermochte. Stufe um Stufe wurde diese Schwärze von Berechnung und Kälte umhüllt, von einer Maske, die sein "Ich" beschützte und die sein Temperament im Zaum hielt.
Als sein linker Fuß den Boden des Kellers berührte, stand dort nicht mehr Vikko Allago. Die Hülle von ihm war dort, doch seine Person war auf den Treppen geblieben, er hatte sie über die Stufen verteilt und aus seinem Geist verbannt. Jegliche Wärme war aus seinen stahlblauen Augen gewichen, seine typischen schnellen Augenbewegungen waren zum erliegen gekommen und lagen bohrend nur auf seinem Ziel.
Alles lief automatisch ab, die Droge, das Wasser, die ersten Bestrafungen, die Nadeln und Fragen. Alles vollführte er mit einer eises Kälte in der Seele, rein gar nichts drang an seine Person. Doch regte sich etwas anderes in ihm, etwas das er nicht in den Käfig gesperrt hatte und nicht von Dunkelheit umschlossen wurde.
Er fing an es zu genießen, nicht die Schreie, nicht die Schmerzen, aber die Macht, diese unbegrenzte Macht über die Person, die nur noch ein Gegenstand für ihn war.
Seine Züge verhärteten sich noch mehr und schloßen die Gefühle in seinen Kopf, um sie so nicht nach außen dringen zu lassen.
Er wurde immer mehr von dem Gefühl ausgefüllt und vereinnahmt. Es floß durch jede Faser seines Körpers und steuerte seine Bewegungen, ließ ihn die Macht ausleben. Schmerz und Belohnung wechselten sich ab und fügten seinem Gegenstand Qual und wieder Ruhe zu.
Die absolute Macht, die dieser Gegenstand ihm schenkte, legte sich über seinen selbstgebauten Käfig aus Schwärze und ließ kein anderes Gefühl mehr zu, ließ ihn nicht anhalten, ihn nicht nachdenken, sondern einfach nur Handeln. Als wäre er willenlos, als sei seine Seele nicht mehr die eines Menschens.
Er starrte sein Opfer an, prägte sich ein, wann sie aufschreite, was sie am meißten zur Panik trieb und welchen Schmerz sie fürchtete. Alles nahm er in sich auf, von einer seltsamen Wissbegierde getrieben.
Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, den Schmerz anhaltend und sich suhlend in dem Gefühl der Macht, die sich wie eine feste Schlinge um ihn legte, setzte er die Prozedur fort.
Doch so erfüllend dieses Gefühl auch war, so fesselnd und faszinierend, so musste er irgendwann ein Ende finden.
Die Qual der Frau, des Objektes, an dem er seine Macht auslebte, musste ein Ende haben, wenn er sie nicht bis zum Tode quälen wollte. So schloß er es ab und stellte ihr zum letzten Mal für diese Nacht, die Fragen, die er schon 100 Mal gestellt hatte, die ihr Gehirn konditionieren sollten.
Das Gefühl hielt jedoch an, immernoch wie besessen, strömte es durch seinen Geist und seinen Leib. Es ließ ihn nicht los und hielt ihn fest wie eine schwarze Kralle, die sein Herz umklammerte.
Er zwang sich, sich umzuwenden und den Treppen entgegenzugehen. Er zwang sich die erste Stufe zu nehmen. Er zwang sich weiter aufzusteigen.
Mit jedem Zentimeter, den er wieder nach oben kam, schien er wieder einen Teil seiner Gefühle aus dem dunklen Verlies den Weg in seine Gedanken zu weisen.
Oben angekommen jagten sie ihm durch den kopf und wühlten ihn auf. Alles veränderte sich, seine Wahrnehmung, sein Denken, doch etwas blieb.
Etwas das ihn verwirrte und ihn an sich selbst zweifeln ließ.
Die schwarze Kralle schien sich aus dem Keller zu erheben um ihn immernoch festzuhalten, den Bann immernoch aufrecht zu erhalten. Der Unterton des Genusses waberte in ihm. Schien ihm allgegenwärtig, in den Gedanken, sowie in den Gefühlen hatte er immer eine leise Stimme im Kopf, die Stimme von dem "Ich", welches ihn in Besitz genommen hatte, als er die Stufen herabgestiegen war.
Sie wisperte ihm ins Ohr, hauchte weiter seinen düsteren Klang in Vikkos Geist.
Wie versteinert stand er an der Schwelle der Treppe und brauchte einige Momente, um sich in Bewegung zu setzten. Langsam, sich zu jeder Bewegung bewusst zwingend, ging er auf die Zinnen der Burg. Erst als ihm frischer Wind ins Gesicht schlug und ihn mit frischer Luft versorgte, war er wieder in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen:
"Was geht mit mir vor?" formte sich die Frage in seinem Geist.
Erst schenkte ihm die Abwesenheit von der Bibliothek ruhigeren Schlaf doch heute war er wieder in die Fänge der seltsamen Macht geraten, die in ihm steckte.
Noch lange saß er auf den Zinnen, mit dem Versuch seine Gedanken zu ordnen, doch schwob über allem ein düsterr Schleier den er nicht verstand...

Verfasst: Dienstag 20. März 2007, 17:00
von Wijay Loreen
Geschenk des Raben

Es war wohl tatsächlich ein Freudentag.

Zunächst wurde ihr von ihrer Schülerin offenbart, dass Kra'thor, der Eine endlich ihre Treue erkannte und sie mit einer Kraft beschenkte, sein Werk zu tun und voranzutreiben. Wenn es jemand verdiente, dann war sie es, denn sie hatte wahrlich Potential. Und so beschloss sie dieses Mädchen auch weiterhin zu führen.

Und sie war es Wert, ihr Buch zu bekommen. Jenes Buch, welches sie geschrieben hatte um ziellosen Seelen, die bereit und willens waren, dem Raben zu folgen, ein Wegweiser zu sein.

Sie war es also, eine Dienerin des Raben, somit waren die beiden nicht nur Lehrerin und Schülerin, sondern ebenso Schwestern i Geiste. Die Verbindung war hergestellt.

So beschloss die Frau Namens Loreen schließlich, Anveena die Grabkammer Kra'thors zu zeigen, diesen geheiligten Ritualplatz, der nicht nur Weihstätte war sondern auch Ratssaal und Ritualplatz. Sie solle die Kraft spüren, welche Wijays Leben doch schon so bereichert hatte.

So wurde der Platz aufgesucht. Ein lästiger Besucher der Gewölbe im Hügelgrab wurde abgelenkt. Das war wohl auch kein all zu großes Problem. Einen Augenblick genutzt und man konnte den geheimen Weg zu den Gewölben nehmen, welche Kra'thor geweiht wurden.

Es war alles, zumindest für die Verhältnisse dieser geweihten Stätte, normal. Es war totenstill, nur spärlich von den kerzen beleuchtet stach das Rot des blutigen Pentagrammes heraus, als sich ein Wind regte, die Luft eisig wurde und ein Wispern von Seelen ertönte, welches intensiver wurde. Die Kerzen verloschen nahezu, der Geruch von Tod und Verwesung breitete sich in der Luft aus. Gerade noch konnte Wijay die Schatten durchdringen, doch angesichts der Tatsache, dass es eindeutig Kra’thors Macht sein musste, welche hier wirkte wurde es bald unmöglich die Umrisse der Gestalten zu erkennen.

So kamen sie in den Raum, eisig wurde es, beinahe unmöglich zu sprechen. „Wer bist du, ruhelose Seele?“, fragte sie noch, doch ihre Lippen gefroren förmlich noch mitten im Reden.

Schließlich begann der Schemen in der Mitte ein silbriges Licht auszusenden. Die Statue Kra’thors begann silbern zu leuchten und die Seelen, welche der Anführer der Geister mitgebracht hatte bildeten einen Kreis und begannen zu sprechen.

Unbemerkt kam, ob zufällig oder nicht, Tael hinzu. So wurde er ebenso Zeuge dieses Schauspieles.

Ein Opfer wurde verlangt. Was war es? Die Seele? Das Leben? Ein Blutopfer? Tael schien die Situation zu begreifen, wurde doch angekündigt, dass der Richter eine Botschaft für die beiden Diener hatte. Und so opferten sie alle drei ihr Blut, ein paar Tropfen wohl nur, dennoch ausreichend, um die Botschaft zu empfangen.

Kra’thor schien zufrieden mit ihrem Tun zu sein. Tael und Eiay hatten ja bereits viel für ihren Herren getan. So sollten sie ein Geschenk erhalten. Noch mehr Macht, noch mehr Mittel, dem Herren Seelen darzubringen. Was wurde verlangt? Die Lebenskraft von 13 Jahren.

Eas war ihr ihr Leben schon wert? Lebte sie doch nur um ihre Ziele zu erreichen, mit allen Mitteln, die nötig waren. So empfing sie dieses Geschenk, und der Schnitter, der Anführer der Schemen, welcher vom Raben persönlich ausgesandt, entzog ihr diese.

Nachdem jenes vollbracht war fühlte sie kurz ein Stechen im Herzen. Der Schemen ihres Herzens und ihrer Gestalt war kurz zu sehen ehe sich die Gestalt Tael zuwandte.

Und trotz ihrer spürbar nachlassenden Kraft fühlte sie schon sehr bald etwas Neues in sich, etwas nie zuvor da gewesenes. War das Leben auch aus ihr gewichen, bildete sich in ihren Händen ein knöcherner Stab, und sie fühlte zudem noch neue Kräfte, die sie einsetzen konnte. Sie vermochte es, kraft ihrer Gedanken zu heilen, zu schwächen, zu stärken, Kra’thors Macht floss in sie über und erneut fühlte sie das, was sie einmal fühlte, als sich ihr der Rabe offenbarte. Sie erreichte die nächste Stufe ihres Daseins, ein weiterer Schritt zur Vollkommenheit.

Die Schatten verblassten und ließen beide Diener und Wijays Schülerin zurück. Neue Kräfte inne habend, würden sie ihr Tun fortsetzen können. Die dummen Narren, welche behaupteten, dem rechten Weg zu folgen würden es nicht bemerken, doch ihr Tun würde den Raben zufrieden stellen. Er würde zufrieden sein.

Es war der beginn eines weiteren Abschnittes in Wijays „Leben“.

Verfasst: Donnerstag 22. März 2007, 17:32
von Vikko Allago
In den Klauen des Raben

Vikko stand wieder in der Gruft bei Varuna. Die Gedanken in seinem Kopf begannen sich nur langsam zu ordnen, denn er konnte immernoch nicht fassen was das letzte Mal geschehen war, als er hier war.
Die Untoten um ihn herum, distanzierten sich von ihm, keiner wagte auch nur in seine Nähe zu kommen. Vikko betrachtete die Situation und schüttelte den Kopf. "Sie spüren, dass du ein Diener des Rabens bist" klangen Loreens Worte in ihm nach.
Doch was mochte das für ihn bedeuten, was wird dies für Folgen haben, was wird sich noch verändern?
Er zog sich den Hut tiefer ins Gesicht und so konnte man von seinem Gesicht nichts mehr erkennen, da die Maske ihren Rest tat.
Immer wieder ging der junge Mann die Möglichkeiten durch, die sich ihm boten. Ihm als Priveligierten Mann, als Auserwählten. Was war er nur im Stande zu leisten, wenn er diesen Pakt eingehen würde, was war er nur im Stande zu leisten, wenn er sich vollkommen dem Raben widmete, doch auch, was gab er auf?
Er horchte tief in sich hinein, und spürte die Kraft, die Kra'thor in ihn gepflanzt hatte. Er spürte wie seine Ängste durch diese Kraft verringert wurden, wie sie von dieser Kraft verschlungen wurden.
Sein ganzes Leben lang hatte Vikko den Tod gefürchtet und nun schien es, als verspräche ihm eine Macht, die er im Grunde nicht begreifen konnte, eben diese Angst abzulegen; diesem Ereignis des Todes nicht mehr mit Abscheu entgegentreten zu müssen.
"Kra'thors Macht wird durch die Seelen gestärkt die er erhält", klang ein weiterer Gedanke nach und er dachte darüber, was dies für ihn bedeuten könnte.
Er würde die Seelen opfern, den Menschen das Leben nehmen müssen, um die Kraft seines Gebieters zu steigern.
Er ging tief in sich. Erstarrte körperlich und verkroch sich geistig tief in sein Inneres, tief in seine Gefühle und sein 'Sein'. Was taten sie ohnehin schon? Sie waren auf dem besten Wege Varuna zu unterwandern, es zu schwächen um es dann niederzuringen.
Das Gedankengerüst baute sich langsam auf. Wenn er ohnehin den Tod über diese Stadt bringen wird, wenn er ohnehin seine Hände mit Blut beschmutzt, warum dann nicht im Namen Kra'thors, warum sollten diese Seelen dann nicht an den Raben gehen?
Es kann ihm doch nur zu gute kommen, denn mit jeder Seele gewinnt er mehr Macht, Macht, die ihm ein Stück weiter vom Tod entfernte, ein Stück seiner Angst verschlang, um sie so schließlich zu besiegen.
Es ist nur ein Tausch, sein Leben gegen das Leben der Anderen, seine Seele im Tausch gegen die Seelen der Anderen.
Ein Lächeln durchbrach die Erstarrung der er erlegen war. Ein Tausch, ein simpler Handel, den er nur bereit sein musste einzugehen, er verlor nichts und gewann alles.
Unbewusst wanderte seine Hand zu seinem Dolch. Er schob dann den linken Ärmel seiner Robe und seines Hemdes hoch.
Ein Tausch, nichts weiter. Seine Dienste gegen die Macht des Raben. Der Tod gegen das Leben. Angst gegen Sicherheit.
Sein Blick fiel nun auf seinen Arm, an dem das kleine knöcherne Armband hing. Wieder huschte ein Lächeln über seine Züge, welches sich klar unter der Maske abzeichnete.
Er führte seinen diamantenen Dolch zum Unterarm und ritzte eine lange dünne Linie in seine Haut. Langsam floss das Blut herab, in einem dicken Tropfen, der sich den Weg über seine Haut bahnte, dabei eine rote Spur Blutes hinterlassend, die sofort gerann. Der Tropfen folgte langsam dem Lauf des Unterarmes, geradewegs auf das Armband zu.
Gespannt verfolgte Vikko dieses Schauspiel und als der dicke tiefrote Tropfen das Band aus Knochen einschloss, sprach er im Geiste die Worte die ihn von nun an mit Kra'thor verbanden.

Ich tausche meine Dienste gegen deine Macht. Ich tausche die Seelen die ich sammle gegen deinen Schutz. Ich bin dein Diener.

Verfasst: Donnerstag 22. März 2007, 18:00
von Wijay Loreen
(OOC: Falls ihr mögt könnt ihr gerne darauf antworten, wenn ihr auf diese improvisierte Miniquest eingehen wollt)

Feldversuch an Bajard

Die neue Kräfte zu nutzen bedeutete durchaus auch, sich an die Grenzen zu bringen um sich und seinen Geist zu stärken. Dieses Tat Wijay in den Tagen nach dem Erhalt des "Geschenks" akribisch, und sie spürte es in sich wachsen. Es "wurde" und das dunkle Feuer, welches in ihrer Seele anfing zu brennen weitete sich auf ihren Körper aus. Vermutlich erkennen manche, wenn sie einen Zauber spricht oder ihn stumm heraufbeschwört einen schwarzen Schleier welcher, als würde er von Flügeln getragen, ihre Pupillen entlanglief und wieder verschwand. Der fliegende Schatten welcher ihren Zaubern ab und an voraus ging.

Oh was hatte sie nun für Möglichkeiten! Um sich das Vertrauen einfacher Menschen zu erschleichen konnte sie sich nun durchaus als Heilerin ausgebn Doch der Narr der sich vor der Taverne umbringen wollte und sich erdolchte, am Tage zuvor in Bajard, war ein schwerer Fall. Er wäre ein ideales Ziel für de Raben gewesen. Doch es waren genügend da, so musste sie letztlich einschreiten, vielleicht gerade war es deshalb eine Kontroverse, dass sie ihn heilte. Doch sollte ein stupider Narr wie er sich nächstes Mal von einer Klippe stürzen. Auf diese Weise erreichte er nicht einmal Mitleid.

Die Pestbringerin würde es, obgleich harmlos, sogleich ausprobieren. Brauchte sie keine Tränke mehr sondern nur Kra'thors Macht, um zumindest den Feldversuch zu starten, ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen mochte.

Grau und schwer hingen die Wolken über Bajard und entluden ihre feuchtkalte Last in Form von Regen. Der letzte Schnee war vom Regen davongespült worden und ein Hauch von Frühling lag bereits in den Wäldern. Einzelne Blumen blühten an sonnigem Tagen und das Gras begann, grün zu werden. Das kümmerte die rot berobte Frau jedoch nicht.

Sie hatte einen magischen Schleier um ihr Gesicht gelegt, ihre Haut wurde blässlicher und ihre Augen wurden grün-braun. Vorübergehend vermochte sie auf diese Weise anonym zu bleiben und unbemerkt in Bajard herumzugeistern. Die Kapuze über ihren Kopf gezogen und ihr schlohweißes Haar wurde verhüllt.

Sie verbarg sich zumeist hinter den Häusern, damit die Gardeleute oder andere Bewohner des Rattennestes Bajard nicht sehen konnten. Zuerst waren einige Hunde und Katzen dran. Sie machte eine Sachte Handbewegung, als wolle sie jemanden mit gutem Willen leicht etwas zuwerfen oder zuwinken,, sich leicht konzentrierend glitt der schwarze Schleier über ihre Augen, Und es war geschehen. Das wiederholte sie bei einigen Tieren.

Schließlich stand sie im Schatten eines Häuserdaches. Der Regen klatschte auf dieses und fiel in schnüren auf die schlammige Erde. Erneut vollführte sie eine sachte Handbewegung gen des Gardisten. Unbemerkt patroullierte der Bürgerwehrler weiter, ohne etwas bemerkt zu haben.

Die nächsten paar Stunden würde weder Mensch noch Tier etwas bemerken. Es war im Grunde auch keine Tragik. Doch schon bald würden Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen eintreten, sobald der Bürgerwehrsoldat krank würde würde er alle in seiner Nähe befindlichen anstecken und eine Grippewelle sollte Bajard heimsuchen. Nichts Unheilbares, doch etwas durchaus lästiges.

So würde die Pestbringerin ab und an in das Dorf kommen um zu sehen, wie sich diese Krankheit in diesem Gebiet verbreitete. Es war ein Anlauf für den großen Plan.

Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 19:27
von Wijay Loreen
Ein Fläschchen Krankheit

Sie bemerkte im Kellergewölbe natürlich nicht, dass der Morgen bereits dämmerte, als sie zufrieden lächelnd ihr Werk begutachtete.

Das Fläschchen mit der schmutziggelben Flüssigkeit, das sie in Händen hielt war der erfolgreiche Versuch, eine Krankheit zu exxtrahieren.

Als der Korken die Flüssigkeit von der Außenwelt verschloss nahm sie die Maske ab. Die reine Flüssigkeit konnte nicht über Luft eine Krankheit auf sie pbertragen. dich körperkontakt war nicht wünschenswert und so ging sie gern auf Nummer sicher.

Sie stellte das Fläschchen vorsichtig ab und zog die Handschuhe aus. Die Krankheit selbst war extrahiert und auch das Gegenmittel dieser besonderen Form der Krankheit war ihr geläufig. Es bedurfte natürlich nicht viel.

In diesem Gefäß befand sich genug des Stoffes, gewonnen aus Rattenblut, welches sie aus ihrer alten Heimat mitgeführt hatte, um eine Pandemie auszulösen, eine Landesgreifende Seuche.

Es war schwierig die krankheit abzusondern vom restlichen Blut. Doch wusste sie bereits genug, um dies zu bewerkstelligen. Es war eine form der pest, die man hier im Norden nicht kannte, denn sie war neu,

Ihr Vater damals hatte ein Gebräu für diese Form der Krankheit entwickelt, rein um Gegenmittel daran zu testen. Dieses rezept war aufwändiger als alles, was Wijay bislang zu lesen bekam, und es war zeitaufwändig, diese Krankhit künstlich herzustellen.

Doch Wijay fand den Weg, Ratten, welche die krankheit mit sich trugen zur Zucht der Krankeht zu nutzen. Das Blut wurde abgesaugt und die Krankheit konnte extrahiert werden. Problem - Es war ebenso zeitaufwändig wenn auch nicht gar so schwierig. Sie kochte das Blut in einem mit erschiedenen Mitteln angereichertem Wasser. Dabei war es wichtig, das Wasser nicht zu heiß werden zu lassen. Wijay vermutete, dass der Erreger dadurch abstarb was ihr einige fehlgeschlagene Versuche aus alter Zeit scheinbar bestätigten.

So wirde das wasser auch nur kurz angekocht und schließlich abgedeckt. Den kleinen behälter verstaute sie in ihrer kiste und wartete eine Weile ab.

Dann wurde das Wasser eingedickt mit Knochenmark welches sie zuvor einem getöteten Räuber abgenommen hat. Die Flüssigkeit war nun gallertartig.

Als sie feststellte, dass sich die Flüssigkeit endlich schmutzig gelb färbte wusste sie, dass ihr Versuch geglückt war. Nicht nur dass sie die Krankheit erfolgreich extrahierte, nein, sie schaffte auch eine Streckung der Krankheit um sie zu verzögern.

Natürlich wusste sie nichts um die beschaffenheit eines Krankheitserregers. Das wusste keiner. Sie wusste aber, dass sich eine Krankheit anders verhielt wie ein Gift, es drang schleichend in den örper ein ehe die ersten Symptome auftragen. Erst dann war sie überdies ansteckend.

Nun galt es noch, das passende Gegenmittel der neuen Krankheitsform anzupassen. Sie wusste auch schon, was getan werden musste.

Verfasst: Dienstag 3. April 2007, 00:05
von Wijay Loreen
Ein Fläschchen Gesundheit

Effektiv zu arbeiten bedeutete, mit Bedacht zu arbeiten. Doch der heikle Teil war vorbei. Das Gegenmittel an sich war einfach zu brauen, nur die Kräuter zu finden war das Schwierige.

Den Spitzwegerich fand man häufig an Wegesrändern, und dieses Kraut war vor allem wegen seiner hustenstillenden Wirkung bei Heilern gern geschätzt. Solange sie keinen niedergetrampelten fand konnte man ihn durchaus gebrauchen. In Ebenen gedieh er besonders gut.

Eibisch fand man a
Die Hollunderblüte würde den Ausgleich und eine Harmonisierung für ein Ausklingen der Krankheit beitragen. Schließlich war Thymian schweißhemmend und Hollunder schweißtreibend. Der Körper konnte damit in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden. Unnötig in Wijays Augen aber notwendig um das Mittel vielleicht als Druckmittel zu missbrauchen. Schließlich konnte man immer noch als Heilkundige durchgehen.

Die Schlüsselblume war gerade zu dieser Zeit in voller Blüte. Das kam ihr sehr gelegen. Sie kündete den erwachenden Frühling an - aber war auch ein gutes Mittel, wirkte schleimlösed und enthielt andere wertvolle Extrakte.

Ähnlich verhielt es sich auch mit der relativ häufig vorzufindenen Schafgarbe.

Das wichtigste Komponent war die große Bibernelle, dere pestheilende Wirkung allgemein bekannt sein sollte. "Esst Knoblauch und Bibernell, so sterbet Ihr nicht so schnell" hieß es im alten Volksmund. Das mochte auf eine gewöhnliche Pest zutreffen. Doch in diesem Falle reichte es nicht aus, wie Wiay mit einem dünnen lächeln gerne mal erwähnte.

Malve war für Tees gegen Erkältung sehr beliebt und leistete ebenso einen praktischen Teil dazu bei, den Trank wirksam zu machen. Diese anspruchslose Pflanze gedieh nahezu überall.

Auf Ehrenpreis stieß sie südlich Lameriasts in Waldlichtungen. Es bedurfte davon nicht viel um einen normalen Husten zu lösen.

Der Frauenmantel war die anspruchsloseste aber schwierigste Pflanze, denn es ging darum de Tau von den Pflanzen einzusammeln, dieser Tau war notwendig, die blutenden Pestbeulen zu stillen. Wijay wendete diesen auch gerne an wenn sie unter massivem Blutverlust litt, wie beispielsweise zum Verbinden von Wunden.

Abschließend wurde noch Andorn gesucht welcher an Berghängen besonders gut gedieh. Dieser vermochte es, die Lungen zu stimulieren.

In ihrem Mörser begann sie langsam, die Kräuter zu pressen und das wertvolle Extrakt in kleine Fläschchen abzufüllen und sie dan noch leicht zu verdünnen. Die grün-braune Flüssigkeit im Inneren war das ganze Geheimnis. Dieses Mittel war ihre Absicherung gegen die Krankheit, ihr Weg, einem qualvollen Pesttot zu entgehen und vielleicht auch, um sich notfalls freizukaufen