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Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 10:45
von Daat
Ruhig war die Nacht bis zu diesem Zeitpunkt gewesen. Der Wind wehte sachte durch das offene Fenster herein. Er schlief ruhig in dieser Nacht, Yasirina hatte sich an ihn gekuschelt und auch die Kleine hatte endlich ihren Schlaf gefunden.

Ein Schrei durchfuhr die Nacht. Daat schreckte auf, erhob sich halb in dem Bett und lies den Blick durch das Zimmer wandern. Auch Yasirina und die Kleine, welche auf den lauten Schrei hin wach wurde und zu schreien begann, hatten das Geräusch vernommen. Yasirina ging zu dem Kind um es zu beruhigen. Daat erhob sich aus dem Bett, zog sich eine Hose über und ging zu dem Fenster. Er lies seinen Blick über die Landschaft wandern. Aus den noch anfänglich kalten Gesichtszügen bildete sich ein zufriedenes lächeln.
Er blickte herüber zu der Mutter, die ihr Kind, welches sich recht schnell wieder beruhigt hatte, in den Armen hielt. In ruhigem und gewohntem Bewegungsablauf zog er sich vollständig an und schnallte sich seinen Waffengurt um. Er warf Yasirina nochmals einen Blick zu welchen sie wohl deuten konnte, ging ohne ein Wort zu verschwenden die Treppe hinunter und verlies das Haus. Sein Ziel war der Tempel des Herrn, in welchen er eintrat und die Treppe hinauf auf die kleine Empore ging. Sein Blick ging einmal durch den Tempel und er erblickte zwei vertraute Gestalten, welche unten Platz gefunden hatten. Er kniete nieder um schließlich im stummen Gebet zu versinken.

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 11:39
von Tugor Crain
"INSPEKTION!"

Der Ruf drang scharf durch die Dunkelheit und schreckte die am Lagerfeuer sitzenden Gardisten auf. Sofort sprangen sie auf die Beine als sich eine Gestalt aus dem dunklen Schatten der Nacht schälte und sie anstarrte. Sehr zur Überraschung der Männer trat ihnen ein wohlbekannter Mann entgegen der in einer schwarzen Rüstung und einem wallenden roten Umhang gehüllt war.

Tugor Crain, seit kurzem Hauptfeldwebel der Garde, hatte sich aufgemacht um dem südlichsten Ausenposten an den Grenzen des Reiches einen Besuch abzustatten.
Aufmerksam, mit zusammengekniffenen Augen beurteilte er gerade die Lage als ein markerschütternder Schrei an ihre Ohren drang. Das gewohnte nächtliche Zirpen der Grillen erlosch augenblicklich und eine gespenstische Stille trat ein. Tugor spürte die fast schon ängstlichen Blicke seiner Männer auf sich gerichtet, die erstarrt vor ihm standen. Mit einer kurzen Handbewegung sande er zwei seiner Gardisten aus um den Ursprung des Schreies zu erkunden, dabei wohl ahnend das sie nichts finden würden. Eine seltsame Zufriedenheit breitete sich in seinem Inneren aus die er sich nicht erkären konnte. Tugor spürte nicht die geringste Spur von Furcht in seinem Herzen, im Gegenteil ein wohlwollendes Lächeln erschien auf seinem Gesicht als würde er verstehen...

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 12:17
von Falk Hinrah
Nebel zog auf, eilte auf Feenfüßen heran und wogte wie die Brandung seitlich an den Mauern Grimwoulds vorbei. Auf dem höchsten Turm der hölzernen Festung stehend wurde der Blick des blonden Hünen über das Tiefland und die Heide gezogen, hin zu einem Punkt am fernen Horizont. Mit einem Mal schien dieser Punkt heran zu eilen, bauten sich gewaltige, scharfe Felsklippen vor ihm auf, schwarz und bedrohlich, das Gebirge Rahals hinter dem sich ein gewaltiger Turm zu erheben schien. Dann rauschte ein weiterer Punkt heran, gesellte sich neben Rahal. Es waren die weissen Mauern Varunas und hinter ihnen schien sich das Schloss des Grafen wie ein zweiter Turm zu erheben.
Ein Donnerschlag erschütterte die Luft ließ selbst den blonden Riesen der zu diesen gewaltigen Türmen hinauf sah zusammenzucken und ein Blitz beleuchtete eine Gestalt auf dem Turm Rahals. Ein zerfetzter, schwarzer Umhang, bleiche Haut, rot glühende Augen und eine schwarze Rüstung.
Ohne Vorwarnung riss die Gestalt eine Hand hoch und ein blutigroter Blitz der irgendwie die Form eines Panthers hatte schoss auf den weissen Turm zu. Dort erkannte der zu einem Zwerg geschrumpfte Beobachter nun eine weisse Gestalt in fliessenden Gewändern, gebückt und sich auf einen Stock stützend, mit der Augenbinde einer Blinden. Die alte, blinde Frau riss ihren Stab in die Höhe und hielt seine Spitze dem Pantherblitz entgegen, woraufhin aus dieser ein goldener Ádler hervor brach und dem Panther entgegen eilte. Ein schlimmer Kampf begann zwischen Adler und Panther, aber kein Sieg schien sich ab zu zeichnen.
Bis ein weiterer Donnerschlag den nunmehr winzigen Beobachter zu Boden stürzen ließ und ein gewaltiger Rabe, grässlich an zu sehen, da sein Kopf nurmehr der kahle Schädel war sich aus einer schwarzen Wolke heraus auf den Adler stürzte und ihm seine Krallen in den Rücken trieb.

Dann verlosch das Bild und gab einer endlosen Schwärze Raum.

Es dauerte einige Zeit bis er sich seiner eigenen Anwesenheit in der Schwärze bewusst wurde, ohne Körper, ohne Licht, ohne irgendetwas schien seine Seele losgelöst im Nichts zu schweben. Dann kam starker Wind auf, wehte die Schwärze wie Nebelfetzen davon, wie Stücke eines Vorhangs, welche den Blick auf ein grausiges Bühnenbild frei gaben.

Varuna lag in Trümmern.
Über den Ruinen Bajards flatterte der schwarze Wimpel Rahals.
In Berchgard weideten sich die Untoten an dem Fleisch der Lebenden.
Der reine Schnee Fuachteros war mit dem Blut seiner einst so stolzen Bewohner getränkt.
Auf Lameriast war die Befestigung der Gefährtinnen schlichtweg verschwunden, als hätte es sie nie gegeben.
Im Elfenwald loderten verheerende Brände und vor den Toren Ered'Luins sammelte sich das Heer der Letharen.
Von Menek'ur stieg Rauch auf, die einst in der Sonne gleissende Stadt schien irgendwie stumpf und dreckig geworden.
Auf den Zinnen Eisenwarts thronten die Köpfe vieler Zwerge, der vormals so wehrhaften Bewohner des Berges und Söhnen Kaluriens.
Und Grimwould war nurmehr ein schwelender Haufen Asche, in dessen Überresten lachende Soldaten Rahals auf tiefländische Leichen pinkelten.

Dann erglühte direkt bei Grimwould, am grossen Geisterbaum ein helles Licht. So hell und heiss schien es, dass er geblendet den Blick abwenden musste, um sich mit einem Mal in einem Tannenwald zu finden, Angesicht in Angesicht mit einem gewaltigen Wolf.


"Die Welt wird brennen." Knurrte der riesige, schwarze Wolf. "Die Unsterblichen spielen ihr Spiel und die Sterblichen werden darunter zu leiden haben, dein Rudel wird darunter leiden."
"Dann gib mir die Kraft die ich brauche um es zu verhindern!" Schrie der Tiefländer den Wolf an. "Du bist mein Totem, meine Kraft, dein gerechter Zorn erfüllt mich im Kampf!"
"Kraft allein ist nicht genug!" Schnappte der Wolf und sprang den Tiefländer an, warf ihn zu Boden und bleckte die Zähne. "Ich bin nicht der grosse Jäger weil ich so kräftig bin, Bär ist viel kräftiger als ich. Ich bin der grosse Jäger weil ich schlau bin und mein Rudel zahlreich ist."
"Aber mein Rudel ist nicht so zahlreich." Beklagte sich der Tiefländer.
"Dann musst du mit anderen Wölfen jagen, die das selbe Wild erlegen wollen." Der Wolf sprang von der Brust des Tiefländers und machte sich ruhigen Schrittes auf den Weg in den Wald. "Komm, Welpe. Du magst jetzt einer meiner auserwählten Kämpfer sein, aber es gibt noch viel zu lernen. Lass uns ein wenig laufen, ich werde dich lehren."




Die viel zu intensiv blauen Augen in dem harten, eckigen Gesicht des blonden Hünen öffneten sich, noch bevor seine Traumgestelt dem schwarzen Wolf folgen konnte. Sofort griff eine Hand nach Rechts, um sich zu vergewissern ob die enorme Klinge des Wolfskriegers auch neben dem Bett liegen würde. Und eine Hand nach Links, um sich zu überzeugen dass es Sohn und Frau gut ging. Beides war der Fall. So legte er seinen Arm schützend um Frau und Sohn, kuschelte sich an seine Liebsten und lag noch lange wach. Denn Wolf hatte ihm enthüllt dass die Zeiten erneut grausam und gefährlich werden würden. Und obwohl das Kriegerherz in seiner Brust ob dieser Botschaft Luftsprünge veranstaltete, war das Herz des Vaters und Jarls mit Sorge um die Seinen erfüllt.

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 12:56
von Syrr'ael
Er zog sich manchmal hierher zurück wenn er nach Ruhe strebte, wenn er seine Gedanken vom würzigen Duft der Kräuter davon tragen ließ um Klarheit und Ordnung zu erlangen - zumindest für einen Augenblick. Er hatte es bewusst vermieden die Gabe des dunklen Vaters zu benutzen um die Dunkelheit, die von keiner Lichtquelle Rahals getrübt wurde, des geheimen Gartens inmitten des Rahaler Gebirges zu durchdringen, um sie zu dieser späten Stunde vollends auszukosten.

Es war wunderschön, es war makellos.

Über ihm zeigte sich die verschlingende Schwärze der Nacht, durchbrochen vom kalten Licht eines Meers aus Sternen. Ein Mensch hätte diesen Anblick vielleicht als beunruhigend empfunden, doch der Lethar genoss es sich dieser Affektion hinzugeben.

Dann durchriss ein Schrei die Stille der Nacht.

Ein Schrei voll Gier, voller unstillbarem Verlangen, eine Forderung, ein Befehl. Ein Schrei der ihm einen behaglichen Schauer über den Rücken rinnen ließ.

Aber an wen und...warum?

Unwillkürlich musste der junge Lethyr die nachtblauen Lippen zu einem schmalen, ausdruckslosen Lächeln heben dass die mandelförmigen Augen nicht erreichte.


Was tot ist kann nicht sterben - doch erhebt es sich von neuem, stärker und mächtiger als zuvor...

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 15:36
von Velvyr´tae
Es war eine Nacht wie viele zuvor. Graue Nebelschleier hüllten die Stadt in vage Schemen, verwandelten Rahal in einen Ort der Schatten, voll von leisem Gewisper. Über ihr leuchteten Myriaden von Sternen in einem Nachthimmel dessen Makellosigkeit nur von vereinzelten Wolkenfetzen durchbrochen wurde. Der Gedanke, in den Schatten zu verschwinden und in trägen Bewegungen eins mit ihnen zu werden hatte stets etwas verlockendes. Aus der Distanz zu beobachten, unbeteiligt zu sein war ein besonderes Gefühl von Macht. Eine subtile Art von Macht, deren Ausübung nicht auf dem Respekt und der Unterwerfung anderer beruhte.

Ein zufriedenes Lächeln, wohlweislich unter einer ledernen Maske verborgen. Ein lautloser Schritt.

Der Schrei gellte durch Zeit und Raum, ließ jede Bewegung zu Eis gefrieren. Der abrupte, fast brutale Wechsel von Stille zu diesem Inferno unmenschlicher Stimmen schmerzte in ihren empfindlichen Ohren. Doch gleichzeitig jagte ein ekstatischer Schauder über ihren Körper, und zurück blieb ein Kribbeln in den zuckenden Fingerspitzen. Es war ein Befehl und doch eine Verheißung. Ein Versprechen und mehr.

Ein Schemen der die Kathedrale des Panthers durchwandert, sein Knie vor dem Vater beugt. Ein kurzer Aufblitzen der mandelförmigen Elfenaugen als ein verirrter Kerzenschein sich darin fängt, während der Blick über die bereits betenden Gläubigen gleitet.

Der Ruf war gehört worden.

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 15:41
von Darna von Hohenfels
Übermüdet saß sie in der Bücherecke, vor ihr auf dem Tisch die Gardeberichte der letzten Tage, mehrere Dienstpläne, einige Papiere, die sie aus dem Rathaus hatte mitnehmen dürfen... alles Makulatur. Alles, was über Adrian Greif einen Weg auf Papier gefunden hatte, war belanglos geworden und es half ihr nicht weiter. Recherchen über Alliestras Arbeit...
"Ich werde mich an dieser Hexenjagd nicht beteiligen, Hoheit!" - aber sie hatte ja nur nachgucken wollen... vielleicht fand sich was Hilfreiches...

Sie starrte seit Minuten schon in das Feuer des Kamins und wusste, sie sollte die Papiere zusammenlegen und gebündelt da hineinwerfen. Wie es Aradan wohl gerade ging? Die Schwärze zog sich um ihn herum und griff nach ihm. Wie viele Tiefschläge würde er noch einstecken können? Was konnte sie von ihm fernhalten, wegblocken?
"Temora, du mein Schild..." - kaum mehr als ein gehauchter Gedanke. Schutz wurde benötigt. Sie sah weiter in die Flammen und die Dunkelheit, die sich in den Ecken des Kamins um das Feuer herum hartnäckig hielt. Mit den Flammen, vor, zurück, vor, zurück... ein betäubender Anblick. Kelos. "Du hast doch Angst vor Feuer, Darna, nicht wahr?" "Nein." "Nein?" "Feuer und Wärme sind gut. Alles Gute kann verdorben werden." "Hör auf, hohle Phrasen zu dreschen, Elbenau..."
Mit einem markerschütternden, haßdurchtriebenem Schrei stürzte sich Gernot von Kelterburg auf sie, um ihr mit seinen Klauen das Gesicht zu zerfetzen. Sie riß die geliehene Klinge hoch, um seine Angriffe endlich zu beenden. Blut war auf dem Schwert. Weiteres Blut kam hinzu.
Es war nicht ihr Schwert. Es war ein Schwert - das Schwert. Sie hatte dieses Schwert nie gewollt. Es war ihr aufgezwungen worden. Sie warf es von sich, im gleichen Moment Entsetzen: "Nein, NICHT LOSLASSEN!"

Ein Rascheln, dumpfes Schaben. Ein Sirren, leises Fauchen. Stille. Ein Ächzen, metallenes abgedämpftes Klirren, das Geräusch eines Körpers, der auf den Boden sackte.

Kniend und zusammengesunken sah sie auf ihr aus der Scheide gerissenes Schwert, das wie verloren vor ihr auf dem Boden lag. Sie hatte es fallen gelassen, als sie registrierte, daß sie aufgeschreckt es gezogen und den... Kamin damit bedroht hatte. Die Flammen darin.
"Ich verlier noch den Verstand." Erschreckende Klarheit.
Aufstehen. Schwert scheiden. Lage prüfen. Hatte sie Selissa geweckt?
Mitten in der Nacht veranstaltete ihre Ritterin aus Wahnvorstellungen heraus so einen Zirkus...
Wahnvorstellungen...
Wieso klebte das Gefühl so hartnäckig an ihr, daß der Schrei echt gewesen war?

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 16:05
von Cira Ad Ethir
Cira öffnete die Augen und richtete sich langsam auf ihrer Lagerstätte auf.
Draußen war es noch dunkel, es musste mitten in der Nacht sein. Warum war sie aufgewacht? Sie fühlte sich zwar kein bisschen müde, doch waren die letzten Tage alles andere als erholsam gewesen und ein wenig Schlaf würde ihr gut tun.
Irgendetwas musste sie geweckt haben. Sie schloss die Augen und lauschte, doch im Haus war es ruhig und auch von draußen schien kein Laut zu kommen.
Keiner? Doch, irgendetwas war dort, sie konnte es spüren, irgendetwas oder irgendwen?
Sie warf rasch die Robe über, steckte ihr Schwert ein und verließ das Haus.
Ihr Weg führte sie durch Rahal zum Stadttor. Innerhalb der Mauern war alles erstaunlich ruhig gewesen. Doch die Wachen am Stadttor schienen sich angeregt über etwas zu unterhalten. Cira glaubte etwas von einem „Schrei“ aus ihren Gesprächen herauszuhören.
Ein Schrei? Hatte der sie aufgeweckt? Sie war sich aber recht sicher, nichts dergleichen gehört zu haben.
Beinah hätten die im Gespräch vertieften Wachen sie gar nicht bemerkt, als sie kurz grüßend an ihnen vorbeieilte, aus dem Tor hinaus. Als sie von der Stadt entfernt hatte und im dichteren Wald stand, ließ sie sich unter einem Baum niedersinken. Mit geschlossenen Augen, die Ruhe um sie herum in sich aufnehmend, versuchte sie ihre Gedanken zu ordnen.
Ja, irgendetwas würde geschehen, das konnte sie spüren. Seltsamerweise war sie nicht beunruhigt. Also keine Bedrohung für Rahal?
Sie verharrte weiter, doch ein klares Bild wollte sich in ihrem Geist nicht formen. Nur eine unbekannte Gewissheit, die sie noch nicht zu deuten vermochte.
Langsam stand sie auf und wandte ihre Schritte wieder in Richtung der Stadt. Sie würde sich in den Tempel des Herrn zurückziehen, um dort im Gebet die Antwort zu erhalten.

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 17:50
von Yasirina Mares
Das Kind, das nun wieder ruhig und zufrieden in der Wiege seine Ruhe gefunden hatte, schmatzte nur noch kurz auf bevor es dann total verstummt.
Yasirina stützte sich mit den Händen auf der Fensterbank ab und blickte Daat nach, der nach kurzer Zeit im dunkel der Nacht verschwand.
In jenem Moment sah sie eine Gestalt mit einer Fackel in der Hand durch den Wald kommen.
Nanu...
Herrin! Ich bin sofort gekommen, ich denke doch ihr wollt dem Schrei nachgehen?! Ich bin sofort gekommen, Herrin!
Die etwas pummlige Frau rief jenes Yasirina zum Fenster auf, jene lächelte.
Ich danke dir, Medlin.
Das Hausmädchen kam schon die Treppen hochgestürmt als Yasirina sich den Köcher um den Leib bund und ihre Armbrust von der Halterung an der Wand nahm.
Emari saß schon wach in ihrem Bettchen und blickte erstaunt zur Mutter auf, jene stubste ihr nocheinmal kurz mit 2 Fingern auf die Stirn und lief langsamen schrittes die Treppen herab aus dem Haus.
Und auch ihre Wege führten sie in die Richtung des Schreies, jener Schrei der ihre Emotion immernoch mit einem leichten lächeln füllte.

Verfasst: Montag 30. Oktober 2006, 19:27
von Aradan Krenor
Schwelende Glut, die das in sie geworfene Holz zu Asche verwandelte. Ein letztes aufglimmen, ein letzter Schrei nach mehr brennbarem Material um das Feuer weiter am brennen zu halten, dann erlosch es und zurück blieb nur die weiss,graue Arsche des Holzes. Starr und leer blickte der Ritter in seinen Kamin als der Raum indem er sass sich mit Dunkelheit füllte, weil selbst die Glut in dem Kamin erlosch. Keine Kerze brannte mehr, kein Feuer in dem finsteren raum, nur noch Dunkelheit. Zeit zog an ihm vorbei, wie Vögel im WInd, die Stunden die er aparthisch auf das Feuer starrte bis es erlosch, drangen nichtmal bis in sein Bewusstsein. Der Kamin, als Sinnbild eines Lebens. Zusammengesunken in einem Sessel, sass er dort, keine Regung des Körpers liessen ihn schon fast für tot befinden so ein Beobachter sich in den Raum schleichen könnte, doch die Tür war verriegelt und er war allein.

Einst brannte sein Feuer hell und warm, alles Wasser das die Finsternis über ihn schüttete half nicht es zum erlischen zu bringen so stark war es, stark weil die Scheite, die Basis seines Feuer stark und kräftig waren.
Die Liebe ... die tiefe innige Liebe zu seiner Frau liessen ihn unendlich viel Kraft schöpfen, liessen das Feuer nach jedem Guss schwarzen Wassers nur stark und heiss weiterbrennen. Unerschöpflich schien jener Scheit, bis er innerhalb von 5 Jahren zu Asche verbrannte und erkaltete.
Der Glaube, der die Flammen seines seins hell und strahlend werden liess, und die Schatten die sein Feuer umringten vor ihm zurückweichen liessen. Noch immer brannte jener Scheit doch weitaus nicht mehr so strahlend und hell wieer sollte. Das Feuer was in ihm brennt, ist geschrumpft, zu einem kleinen Häufchen kaum mehr in der Lage einem wärme und Licht suchenden jenes zu gewähren, und die Schatten um das Feuer zogen sich enger.
Pflicht und Ehre, sorgten dafür das sein Feuer hinaus getragen wurde, wo immer es gebraucht wurde. Sorgten dafür, das sein Behütender Geist darauf acht gab, es stetig am brennen zu halten weil er sah, dass es notwendig war, weil er sah das es gebraucht wurde ... nun aber Stiess sein Geist jenen Scheit selbst aus seinem Feuer, verantwortlich gemacht für das erlöschen der Liebe war alles was ihm blieb der Glaube, der Glaube der jedoch sein Feuer nur noch am glimmen hällt, am schwelen und schwerlich dafür ausreicht es vor dem dunklen Wasser zu schützen, dass Tag ein Tag aus über ihn hereinbrach, es zu löschen versuchte.
Und so scheint jenes langsam zu verglimmen und niemand vermochte zu sagen was aus jener Asche sich neu erheben wird...

Gerade jenen dunklen Gedanken zu Ende gedacht, lauschte Aradan auf. Sein Herz zog sich zusammen, verkrampfte sich und die feinen Häärchen seiner Haut stellten sich auf, überzogen jene mit einer Gänsehaut. Er spürte, eine dunkle Präsenz, mächtig und stark, stärker als alles was er vorher Gespürt hatte. Sie war da draussen, in der Dunkelheit die sein Zimmer einhüllte ... siebeobachtete ihn und er bildete sich ein das tapsen einer Raubkatze zu vernehmen. Furcht, ungeahnt in dem Ausmaß ergriff das gebeutelte Herz und hilfesuchend liess er seine Hand um sich tasten. Suchte nach seinem Schwert und fand es nicht. Schliesslich zog er sich auf seinen Sessel zurück, winkelte die Beine an und umschlang sie mit seinen Armen, wie ein kleiner unbedarfter Junge der verloren in der Dunkelheit sass und er spürte wie die Raubkatze ihn gierig ansah und spürte wie sie sich die Zähne bleckte und ihn gierig ansah. Plötzlich ein Schrei, Schrill und absolut unmenschlich liessen ihn auf den Sessel zusammenfahren. Die Hände auf die Ohren gepresst vermochten es nicht den Schrei zu dämpfen. Erneut zog sich sein Herz zusammen, schmerzte in unbekannten Umfang und der Ritter spürte, dass etwas ganz und garnicht in Ordnung war. Dann war es still ... die bedrohliche Präsenz zweier finsterer Mächte verschwunden und die Dunkelheit die ihn umgab schien etwas entgültiges zu haben, etwas friedliches, fast schon verführerisch geborgen. Am Boden lag die junge Gestalt des Ritters, seiner Sinne beraubt schien er in einem traumlosen Schlaf, fast einer Ohnmacht gleich versunken zu sein ...

Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 18:02
von Quarius Lore
Er erwachte Schlagartig aus dem remschlaf...neben ihm lag noch immer Ahmalie...er wusste nicht ob sie etwas mitbekommen hatte, doch er spürte einen seltsamen Druck auf sein Bewusstsein, welches doch nun glücklicherweise langsam abklang.

Er stand einige Augenblicke später auf um ins Bad zu gehen und sich frisches Wasser ins gesicht zu spritzen. Er beruhigte sich daraufhin merklich, als er sich auf dem Kniehohen Schrank abstuetzte, nur um genauer zu verinnerlichen was dieser Druck war...den er soeben gespürt hatte.

Als er wieder aufblickte und in den Spiegel vor ihm sah, schaute er sich sein Gesicht genauer an. Ein leises Ausatmen folgte und er blickte wieder Richtung Schlafgemach...und legte sich wenig später zu ihr...

Verfasst: Freitag 3. November 2006, 01:33
von Caillean Hinrah
in erinnerungen verstrickt, alte Erinnerung sprach sie ueber ihn.
Ihren einstigen Geliebten, den sie das Leben nahm, weil er ihr vertraute.

Ein teil von ihr blieb stehts wund. trauernd. diesen Teil nahm er mit sich.

"Egal was die menschen sagen, fuer mich wird er immer etwas andres sein. etwas besseres. "

- - -

Sie klammerte sich an Rafe fest. Voller tiefer Verzweiflung und Melancholie.

" ich wuenschte er waere noch am Leben, Rafe. Es ist eine solche Verschwendung. "

" Caillean es laesst sich nicht aendern "

"Ich weiss, rafe, das ergebnis waere sicher.. grotesk"

danach, schloss sie die Tuer hinter sich. Sackte zusammen und weinte.

Weinte um eine verlorene Liebe
Weinte um einen sanften Menschen, voller Hoffnung.
Weinte um ihre verlorene Unschuld, sein Blut wird immer an ihr kleben.
Weinte, dass sie ihrem Mann soviel Schmerz und Kummer bereitet hat.
Weinte, weil sie IHN vermisste. Mit ganzen Herzen.

sie wuenschte sich nichts sehnlicher, dass er wieder lebte. atmete. in ihre augen sah. und sich dann eine andere frau suchte die er lieben konnte.

Verfasst: Samstag 4. November 2006, 17:22
von Thrillom Samuas
Der alte Mann saß am Rande das Blutpentagrammes und starrte auf die Linien welche den 5 zackigen Stern bildeten. Die Grauen Pupillen starrten Ziellos in das rote Nass. In Gedanken Träumte er seinen Traum, ließ den Ruf Krathors wieder und wieder durch sein inneres Auge fliegen. Rief seinen Meister an ihm zu helfen.
In einer Art Trance erhob sich der alte Mann, in den Augen immernoch das rote Blut wiederspiegelnd, tragen in seine Beine aus dem Grab, zum Hafen, über Stock und Stein bis er wieder in einem dunklen loch steht. Im Geiste sieht er den Weg welchen er Gegangen als Rote Blutspur vor seinem Antlitz vorbei fliegen und sich einige Meter vor ihm in einer Weiblichen Gestallt aus reinem Blute wieder zusammenfinden. Gedanken verlassen, geht er auf die Frau zu und Krathors, hohlt sich was sie haben will.

Verfasst: Samstag 4. November 2006, 17:47
von Caillean Hinrah
Froestelnd fuehlte sie mehr, als dass sie hoerte wie ein Fremder in ihrem Ruecken auftauchte. Cailly hatte kaum Zeit sich umzudrehen, als sie tonloses Gemurmel hoerte.
Sie erfasste nichtmals ob es eine fremde Sprache war, so fuhr ihr der Horror in die Glieder. Eiskalte Furcht kroch ihren Ruecken herauf und wieder hinab, als sie sich gelaehmt fand. Muskel in armen und beinen erschlafften, doch stand sie aufrecht.

Nichtmals ein Zucken brachte sie zustande. In panischen Roecheln versuchte sie die gestalt zu erkennen doch blieb sie hinter ihrem Ruecken verborgen.
Ihre Linke wurde grob gepackt und nach hinten gezogen, dass sie dachte, allein vom Druck auf ihr Schultergelenk, dass ihr Arm ausgekugelt wuerde.

Ein gehauchtes Fluestern an ihrem Ohr, ein freudiges, doch im fast geschaeftlichen Tonfall:

"Dein Blut wird ihm erneut Leben schenken"

Gequaelt schrie sie auf, als ihr Handgelenk, quer zu den Adern, geritzt wurde. Warm und rot rann ihr Blut fuer eine ganze Weile. Tropfte von ihren Fingerspitzen. Hilflos durch die Laehmung, blieb ihr nichts anderes uebrig als die Lippen zusammenzupressen, um ein Schluchzen zu ersticken.

Ihre Gedanken rasten. Wirbelten durcheinander. Der Atem panisch. Nichtmals ihre Stimmbaender gehorchten ihr mehr.

War er noch da? Wer war er? Wen zurueckholen?

Sie spuerte wie ihre Knie nachgaben und liess sich zu Boden sacken.

Der heimweg war beschwerlich fuer sie. Nur traege gehorchten ihre Muskeln. In grimwouldverband sie den schnitt und legte ein langaermeligees feines hemd an.

Morgen wuerde immer noch zeit sein darueber zu sprechen, sie wollte die Feierlichkeiten nicht stoeren.

Verfasst: Sonntag 5. November 2006, 14:56
von Thrillom Samuas
Sie waren alle dem Ruf des Meisters gefolgt und endlich zusammen gekommen. Thrillom, Niamh, Chalys und Tael der junge Schüler verteilten sich an den Ecken des aus Blut geponnenen Pentagrammes. Der Junge Körper des Mannes, ein Bettler, keiner würde ihn vermissen, lag gelähmt auf dem Blutstein in der mitte des fünf Eckigen Sterns.
Bedächtig trat der alte Thrillom auf den Mann in der Mitte zu, zog den Opferdolch und Zeichnete ihm ein eigenes Pentagramm auf die Brust, langsam durschnitt die Klinge den Sehnigen Stoff und kämpte sich weiter durch Haut und Fleisch. Das Blut des jungen Mannes schlich sich aus der Wunde heraus. Und der alte Diener Krathors vermischte es mit dem der Caillean, welches er unaufhörlich auf den Oberkörper des Mannes tropfen ließ. Ehe er wieder seinen Platz am Rand des Pentagrammes einnahm.
Die Reihe ging weiter an Niamh, welcher das Blut der Diener zapfte. Bei jedem einzellnen von ihnen Schnitt er den Unterarm hinauf, sorgte dafür das frisches Blut in das Pentagramm um den Körper tropfte, es zum Leben erweckte. Als die Reihen durchschritten waren trat sie in die Mitte zu dem Menschen wessen Ende besiegelt ward. Und Stach den Opfer Dolch in die Mitte seines Pentagrammes, durchstach die Rippen den Leib und traf schließendlich mit der Spitze auf den Blutstein.
Wind zog in der Kammer auf und löschte die Kerzen. Die Erde vibrierte und die Diener schlossen ihre Augen. Gaben dem Meister bescheid ihr Werk vollendet zu haben. Riefen ihn an ihm seine Seele zu bringen.
Ein Schrei grausam schrill zog sich durch die Glieder, und als der alte Mann seine Augen öffnete reckte sich neues Leben in dem ehemaligst totem Körper.
Der Alka ward erwacht. Fluchte über seine Wunde, und heilte sie wieder. Fluchte über das Fehlen seines Körpers und ließ Zornes ausbrüche über die Diener Krathors regnen. Lange dauerte es bis sich der Zukünftige Führer Rahals sich mit seinem Schicksaal abgefunden hatte und bereit war, den Weg in seine Residenz anzutreten. Die Knöchernen Reittiere erhoben sich um ihren Dienst anzutreten, die Diener und den Alka durch die Nacht zu tragen. Durch Wälder und Wiesen, trugen sie die Menschen, bis zu den Toren Rahals wo ihnen der Hauptmann nach langer Diskusion klein bei gab und sie Schließendlich vor den toren des Fremden Temples halt machten. Sie hatten ihre Arbeit getan. Sie hatten ihn Erweckt, hatten ihn zu seiner Stätte gebracht.

Nun lag es an Gabriel den Teil seiner Abmachung zu erfüllen.

Verfasst: Sonntag 5. November 2006, 15:24
von Der Alka
Gabriel kam zu Hause an. Die Gesandten Kra’thors hatten ihn zur Kathedrale Alatars begleitet. Es verlangte ihn mit seinem Meister zu sprechen. Zu viele Fragen hatte er, um allein zu entscheiden. So begann er allein in der Kathedrale zu beten. Nicht lange dauerte es bis der erste Störenfried die heilige Kirche betrat. Der Mann, der sich als Hauptmann Rahals vorstellte fragte nach seinem Namen. „Gabriel hat man mich genannt“ antwortete er. Scheinbar musste er nicht mehr sagen, denn der Panther hatte dem Hauptmann wohl eine Eingebung geschenkt. „Ich brauche einen Ort an dem ich meinem Meister ungestört gegenübertreten kann“ Der Mann, der sich als Ahsai van Gor vorstellte bot ihm seinen Keller an. Besser als nichts, dachte sich Gabriel und folgte dem Hauptmann in sein Haus. „Schließe den Keller ab, und verlasse Dein Haus bis zum Morgengrauen. Wenn die Zeit gekommen ist wecke mich, dann ich werde in Deinem Haus speisen. Ich kann eine Kräftigung gebrauchen“

Als die Kellertür zufiel verlor Gabriel keine Zeit. Der Wiedergeborene schnitt sich in die Hand, und verteilte das Blut rund um den kleinen Altar, den der Hauptmann in seinem Keller errichtet hatte. Dann kniete er sich nieder und begann zu beten: „Herr sag mir wozu du mich gerufen hast. Gib mir eine Aufgabe, verfüge über mich!“ In jenem Augenblick erstarrte Gabriel und konnte sich nicht mehr bewegen. Alatar hatte ihn gefunden. Er war hier. In diesem Raum. Gabriel konnte ihn nicht sehen, aber das Feuer warf einen transparenten Schatten an die Wand. Dann erlosch das Feuer und der Schatten schlich um ihn herum. Dann begann die Stimme zu sprechen.

„Gabriel, dies war dein Name. Du warst tot und wurdest wiedergeboren. Du warst ein nützliches Werkzeug, doch die menschlichen Schwächen haben dich in dein Unglück gestürzt. Wiedergeboren wirst du nur noch tun was ich dir sage. Die menschlichen Schwächen, die Gefühle werden dir fremd sein. Einzig und allein Hass soll dein Handeln bestimmen. Ich werde deine Gedanken kontrollieren und dein handeln steuern. Von nun an werden Namen keine Bedeutung mehr haben, denn ich habe dich eingetauscht gegen den Tod, den du bringen wirst. Deine neue Chance ist eine Gabe deines Herrn und unheiliger Natur.“ Gabriel spürte wie der Panther in seine Gedanken eindrang. Ihm wurde schummrig, sein Geist versuchte sich zu wehren, doch der Geist Alatars war stärker und er verlor sein Bewusstsein.

Der Alka wachte auf. Es war noch immer dunkel und der Panther war noch bei ihm. Was mit ihm geschehen war konnte er nicht sagen. Er hatte irgendetwas verloren. Alatars Geist hatte etwas zerstört. Oder war es der Geist der noch immer in seinen Gedanken war? Es fühlte sich ungewohnt an, dieser ganze Körper fühlte sich ungewohnt an. Er hielt sich den Kopf, er registrierte dass seine Hände kalt waren, doch störte es ihn nicht. Nun spürte er etwas Neues in seinem Kopf aufkeimen. Tatendrang. „Gib mir etwas zu tun Herr, wie soll ich dienen?“ Zunächst bekam er keine Antwort. Der dunkle Keller roch nach Schwefel und Ruß. Nach einem Moment, der dem Erweckten wie eine Ewigkeit vorkam antwortete der Panther „Trete Deine Herrschaft erneut an. Behaupte Dich in der Position des Führers. Bringe Tod und Terror über die Welt. Festige den Glauben meiner Gefolgsleute und behaupte Deinen Machtanspruch in Rahal, wie es sonst niemand kann. Dich habe ich erwählt. Weiche nicht vom rechten Weg ab, dann werde ich Dich nicht fallen lassen."

Noch in der Nacht suchte der Alka Rolsar auf, der die Position des Alkas für sich beanspruchte. In dieser Nacht starben eine Handvoll Menschen auf grausamste Art und Weise. Als die Sonne aufging befahl der Alka dem Hauptmann van Gor die Leichenteile bis zum sechsten Rabenmond auf den Straßen zu lassen, zudem wurden Aushänge geschrieben. Seine erneute Herrschaft würde eine Schreckensherrschaft werden. Im Namen unserer Ordnung, im Namen des Blutes, im Namen Alatars.