Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 11:29
Gemächlichen Schrittes hatte sie ihren Aris den Weg nach hause finden lassen.
Für einen Moment wollte sie nur auf der Bank am Teich Platz nehmen und ihren Gedanken nachhängen, die beruhigenden Geräusche des nahen Waldes auf sich wirken lassen.
Die Heilung Rafaels hatte sie angestrengt.
Es war auch immer ein Teil ihrer Kraft, die sie gab.
Eigentlich hatte sie gehofft, dass diese schreckliche Beinwunde ganz geheilt wäre, doch sie wollte zufrieden sein. Immerhin hatte Rafael ja schon wieder aufstehen können, wenn er auch noch nicht das Bein belasten konnte… und sollte.
Vorsichtshalber hatte sie ihm gesagt, er solle es schonen und nur allmählich in den nächsten Tagen wieder belasten.
Die andere Sache war, dass sie ihm dieses Mal ruhig, ohne zu weinen oder sich besonders aufzuregen, sagen konnte, wie sie darüber dachte, dass er sich von ihr und Tari getrennt hatte.
Seine Reaktion darauf verstand sie nicht wirklich.
Warum meinte er, dass sie ihn dann doch hassen sollte?
Sie würde ihn nicht hassen.
Dennoch konnte sie ihn doch für einen Egoisten halten, der seine Ehre vergessen hatte.
Konnte man denn wegen seiner Gefühle einfach sein Wort brechen, das man vor der Heiligkeit und der Göttin Temora gegeben hatte?
Sie verstand ihn da einfach nicht.
Dieses Versprechen war heilig.
Wie konnte man das mit dem Gefühl des Verliebtseins und des Begehrens gleichsetzen?
Er hatte gesagt, dass er erkannt hätte, dass es falsch war, zum Drachen zu gehen… sein Schicksal zu suchen, weil er damit eine Entscheidung getroffen hatte, die nicht nur ihn betraf, sondern auch die Menschen, die ihm nahe standen, die ihn liebten.
Ja.. und genau das hatte er doch auch schon vorher getan.
Um nicht zu lügen, wie er behauptete, war er breit gewesen, seine Ehre dranzugeben und seine Familie ins Unglück zu stürzen… einem Kind die Ideale zu nehmen.
Außerdem wartete auf seine Geliebte ja auch nur ein Leben in Schande. Bekäme sie ein Kind von Rafael, würden sie ihr Verhältnis nicht mehr geheim halten können. Und dann?
Aber das sah ihr Gatte ja alles als Liebesbeweis an, wie er ihr vor langem erklärt hatte.
Die junge Frau musste nicht bei klarem Verstand sein.
Zunächst einmal war es ausgesprochen unanständig, sich mit einem verheirateten Mann einzulassen…
und Rafael hatte ihr heute erklärt, dass er das erste Mal das Bett mit Felicitas geteilt hätte, nachdem er sie, Angelina bei ihrer Mutter aufgesucht hatte und davon ausgehen musste, dass sie den Unfall überleben würde…
… und außerdem eignet sich ein verheirateter Mann absolut nicht dazu, eine Familie gründen zu wollen. Das wusste doch schon jedes kleine Mädchen… dafür musste man noch nicht einmal besonders intelligent sein.
Angelina seufzte schwer auf bei diesen Gedanken.
Es war richtig gewesen, ihm ihre Meinung zu sagen.
Zurückgewinnen würde sie ihn damit nicht. Das war ihr schon klar.
Doch er sollte ruhig wissen, dass sie seine Halbwahrheiten durchschaute.
Offensichtlich war er ein Meister darin geworden, sich die Wahrheit so hinzubiegen, wie er sie gern hätte.
Es tat Angelina leid… er tat ihr leid.
Sie würde weiter für ihn beten.
Was hatte er nur aus seinem Leben gemacht, das so hoffnungsvoll gewesen war?
Würde er je wieder zu einem rational denkenden Mann werden, der sich nicht von einem hübschen Körper und bezaubernder Musik betören ließ?
Angelina erhob sich mit einem leisen Aufstöhnen, hängte sich ihre Heilertasche wieder über und ging ins Haus.
Sie musste ihrem Schwiegervater mitteilen, dass es Rafael wieder besser ging, er leben würde. Wenn der alte Graf seinen Sohn aufsuchen wollte, würde sie ihn wohl begleiten. Vielleicht könnte sie all zu heftige Aufregung verhindern.
Für einen Moment wollte sie nur auf der Bank am Teich Platz nehmen und ihren Gedanken nachhängen, die beruhigenden Geräusche des nahen Waldes auf sich wirken lassen.
Die Heilung Rafaels hatte sie angestrengt.
Es war auch immer ein Teil ihrer Kraft, die sie gab.
Eigentlich hatte sie gehofft, dass diese schreckliche Beinwunde ganz geheilt wäre, doch sie wollte zufrieden sein. Immerhin hatte Rafael ja schon wieder aufstehen können, wenn er auch noch nicht das Bein belasten konnte… und sollte.
Vorsichtshalber hatte sie ihm gesagt, er solle es schonen und nur allmählich in den nächsten Tagen wieder belasten.
Die andere Sache war, dass sie ihm dieses Mal ruhig, ohne zu weinen oder sich besonders aufzuregen, sagen konnte, wie sie darüber dachte, dass er sich von ihr und Tari getrennt hatte.
Seine Reaktion darauf verstand sie nicht wirklich.
Warum meinte er, dass sie ihn dann doch hassen sollte?
Sie würde ihn nicht hassen.
Dennoch konnte sie ihn doch für einen Egoisten halten, der seine Ehre vergessen hatte.
Konnte man denn wegen seiner Gefühle einfach sein Wort brechen, das man vor der Heiligkeit und der Göttin Temora gegeben hatte?
Sie verstand ihn da einfach nicht.
Dieses Versprechen war heilig.
Wie konnte man das mit dem Gefühl des Verliebtseins und des Begehrens gleichsetzen?
Er hatte gesagt, dass er erkannt hätte, dass es falsch war, zum Drachen zu gehen… sein Schicksal zu suchen, weil er damit eine Entscheidung getroffen hatte, die nicht nur ihn betraf, sondern auch die Menschen, die ihm nahe standen, die ihn liebten.
Ja.. und genau das hatte er doch auch schon vorher getan.
Um nicht zu lügen, wie er behauptete, war er breit gewesen, seine Ehre dranzugeben und seine Familie ins Unglück zu stürzen… einem Kind die Ideale zu nehmen.
Außerdem wartete auf seine Geliebte ja auch nur ein Leben in Schande. Bekäme sie ein Kind von Rafael, würden sie ihr Verhältnis nicht mehr geheim halten können. Und dann?
Aber das sah ihr Gatte ja alles als Liebesbeweis an, wie er ihr vor langem erklärt hatte.
Die junge Frau musste nicht bei klarem Verstand sein.
Zunächst einmal war es ausgesprochen unanständig, sich mit einem verheirateten Mann einzulassen…
und Rafael hatte ihr heute erklärt, dass er das erste Mal das Bett mit Felicitas geteilt hätte, nachdem er sie, Angelina bei ihrer Mutter aufgesucht hatte und davon ausgehen musste, dass sie den Unfall überleben würde…
… und außerdem eignet sich ein verheirateter Mann absolut nicht dazu, eine Familie gründen zu wollen. Das wusste doch schon jedes kleine Mädchen… dafür musste man noch nicht einmal besonders intelligent sein.
Angelina seufzte schwer auf bei diesen Gedanken.
Es war richtig gewesen, ihm ihre Meinung zu sagen.
Zurückgewinnen würde sie ihn damit nicht. Das war ihr schon klar.
Doch er sollte ruhig wissen, dass sie seine Halbwahrheiten durchschaute.
Offensichtlich war er ein Meister darin geworden, sich die Wahrheit so hinzubiegen, wie er sie gern hätte.
Es tat Angelina leid… er tat ihr leid.
Sie würde weiter für ihn beten.
Was hatte er nur aus seinem Leben gemacht, das so hoffnungsvoll gewesen war?
Würde er je wieder zu einem rational denkenden Mann werden, der sich nicht von einem hübschen Körper und bezaubernder Musik betören ließ?
Angelina erhob sich mit einem leisen Aufstöhnen, hängte sich ihre Heilertasche wieder über und ging ins Haus.
Sie musste ihrem Schwiegervater mitteilen, dass es Rafael wieder besser ging, er leben würde. Wenn der alte Graf seinen Sohn aufsuchen wollte, würde sie ihn wohl begleiten. Vielleicht könnte sie all zu heftige Aufregung verhindern.