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Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 22:56
von Antares von Falkenburg
Langsam senkte sich die Sonne und es wurde allmaehlich Dunkel. Eine Zeit in der Kinder schon laengst in ihren Bettchen sein muessten, wie auch Antares. Doch er wollte nicht schlafen, am besten niemals mehr. Er wollte nicht in sein Zimmer, wollte nicht in das kuschelige Bett, nein! Er weigerte sich als seine Mutter ihn ins Bett bringen wollte. Tari wusste nicht weiter, verzweifelt starrte er auf das Gesicht seiner Mutter, wie konnte er ihr nur beibringen das er bei ihr schlafen wollte. Wie nur?! Es einfach sagen? Aber er war doch ein Ritter und ein Ritter kannte keine Angst. Aber Tari hatte Angst, Angst vor etwas unbekannten was sich im Zimmer, im Schrank, unterm Bett einfach ueberall befand. Es ging dem kleinen Jungen gar nicht gut, eben weil er nicht schlafen wollte und konnte.

Antares hatte keinen Kontakt zu anderen Kindern, deswegen konnte er sie auch nicht danach fragen ob sie auch Angst haben schlafen zu gehen. Seine Mutter sah ihn nur liebevoll an, sie verstand nicht, sie verstand ganz und gar nicht. Mit glasigem Blick schaute Tari die Treppe hinauf die zu seinem Zimmer fuehrte. Er wollte nicht! Er wusste das er gegen dieses Monster keine Chance haette, den was genau dieses komische Ding war wusste der kleine Ritter nicht. Und die Tatsache das er wohl irgendwie sein Holzschwert verlegt hatte, machten ihn noch mehr Angst und Bange. Warum war jetzt sein Papa nicht da? Er wuerde mit ihm da rauf gehen und das boese Ding weg machen. Aber sein Papa war nicht, er wuerde wohl nie wieder da sein und seine Mama das sagen dass da was ist wollte er nicht. Er hatte ihr ja versprochen das er sie beschuetzte und auf sie auf passen wuerde.

Das kleine Kinderherz zog sich zusammen, als Lina ihn sanft aber mit Bestimmtheit hinauf in sein Zimmer schickte. „Gute Nacht, kleiner Ritter.“ Verabschiedete sie sich sanft von ihm. Jetzt Tari, jetzt war deine letzte moeglichkeit, aber nein, er wollte sich nicht diese bloesse geben, auf keinen Fall. Aber die Angst! Sie war da und hielt ihn Gefangen, wurde staerker noch als seine Mutter das Licht loeschte und das Zimmer verließ. Dunkelheit, finster, nur das Licht des Mondes. Die Fantasie des kleinen Jungen die sich langsam in seinen Kopf ausbreitete. War da nicht ein Schatten?Nein nur ein Stofftier! War da nicht ein Geraeusch? Nein nur das leise knurren von Felix, seinem Hund. Aber ER war da, ES war da…und es machte dem kleinen Ritter riesen Angst.

Verfasst: Mittwoch 18. Oktober 2006, 14:52
von Rondrian Toberen
Unruhig ging er die letzte Tage immer wieder durch die Straßen und im kastell auf und ab. Die Aushänge, die vor einigen Tagen angebrahct wurden, schienen keine große Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung zu finden. Doch glücklicherweise kamen am Abend Frau Oberst und Herr Hauptmann mit neuen Informationen ins Kastell. Daraufhin verfasste er hastig einen Bericht:

18. Goldblatt 249

Informationen im Fall Kelos:

Durch eine Befragung von Hauptmann Amarth wurde in Erfahrung gebracht, dass die Bäuerin Frau Emma Uhlenhoff und ihr Pflegekind Amalie ebenfalls vom Kelos am Abend des 12. Goldblattes heimgesucht wurden. Nachdem Kelos versuchte Amalie mit Worten zu sich zu locken, schrie diese auf und Frau Uhlenhoff eilte herbei. Jedoch war die Tür auf seltsame Weise verschlossen und so konnte sie erst Kelos mit einem Kerzenständer vertreiben, nachdem sie die Tür aufbrach. Über den genauen Tathergang konnte sie sich nicht mehr genau errinern.

Am 16. Goldlatt ereignete sich ein weiterer Zwischenfall im Hause Leadors.
Der 4-Jährige blinde Junge Antoris Leador hörte ein Flüstern, dass ihn aufforderte ihm zu folgen, vor dem er sich vorerst zurückzog. Das Knarren des Schrankes zog dann jedoch seine Aufmerksamkeit auf sich und das kalte, boshafte Flüstern drang erneut zu ihm. Er schrie auf und nachdem seine Mutter, Frau Leana Leador, herbeieilte, sah diese im Schrank nach und konnte nichts vorfinden. Der Schrank wurde vorsichtshalber in den Keller des Hauses verfrachtet.
Da sich die Familie nicht direkt an die Garde wenden wollte, stattete Frau Oberst der Familie einen Besuch ab. Sie unterhielt sich mit Antoris und dieser erzählte ihr, was vorgefallen war (siehe oben). Dann saßen sie beide vor dem Kamin und das Flüstern suchte Antoris erneut heim, jedoch konnte Frau Oberst es erst hören, nachdem sie auch eine Fratze im Feuer sah. Darum ist davon auszugehen, dass man das Flüstern nur hört, wenn man selbst eine gewisse Angst verspürt. Die Gestalt tauchte später aus der Dunkelheit des Raumes und hatte eine Menschen-ähnliche Form angenommen. Eine Person mit schwarzer Robe mit Kapuze, aus der lidlose, weiße Augen einen leer anstarren. Frau Oberst und Antoris kämpften gegen diese Furcht an und sagten dem Kelos, dass sie nicht allein seien und keine Angst haben, wodurch der Kelos geschwächt schien und immer wieder in seiner Form flackerte, bis er gänzlich verschwand. Bei seinem Verschwinden verfluchte er noch die Bäuerin Uhlenhoff, die ihn einige Tage zuvor vertrieben hatte (siehe oben).

gez. Gardist Toberen

Er hoffte, dass sich die betroffenen Kinder und Eltern aufraffen und den Mut fassen, mit ihren berichten bei der Garde vorstellig zu werden. Doch das kostete Zeit, Zeit die in diesem Fall knapp war, schließlich konnte er jeden moment wieder auftauchen und einem Kind etwas antun.

Jetzt war es Zeit selbst loszuziehen und die Kinder und Eltern zu besuchen. "Kommen sie nicht zu uns, gehen wir eben zu ihnen", war sein Gedanke bevor er sich auf den Weg machte.