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Re: Anschläge in ganz Lichtenthal
Verfasst: Samstag 14. März 2026, 18:58
von Aaryon von Hohenfels
Kinder, die sich ein paar Kreuzer dazu verdienen, verteilen an öffentlichen Orten Aushänge, und wo es ihnen bekannt ist, wo ursprünglich eine der Schmähschriften lag und dort nun die neue Nachricht verteilen, die sollen einen Bonus erhalten, so hieß es.
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Belohnung
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Es wurde angesichts der Besudelung der Namen adeliger Bürger Lichtenthals beim Regiment Klage erhoben gemäß Paragraph 2.2 der durch seine herzogliche Hoheit verfügten Gesetze.
Die Schmähschrift, übertitelt mit "Der brünftige Hirsch", wird durch ihren durchweg erlogenen und verleumderischen Charakter als schwere Ehrverletzung und somit als
Verbrechen
nach Paragraph 3.6.2 angesehen.
Um die Motivation zu erhöhen, das verdiente Regiment bei seiner Suche nach dem Schmierfinken, sei es nun Mann oder Frau, zu unterstützen, gibt der
Hochedle Aaryon Mikhail von Hohenfels bekannt, eine Belohnung von
200 Kronen
an eine Person zu zahlen, deren zweckdienliche Hinweise zur ordnungsgemäßen Verhaftung des Schandmauls durch die Vertreter des Regimentes führen. Um Verleumdung aus Habgier keinen Boden zu bereiten, werde die Belohnung erst ausgezahlt, so ein ordentliches Gericht die Schuld des Beklagten festgestellt hat. Für eine Person, die die Belohnung einfordert, aber nicht Bürger Lichtenthals ist, sei ein entsprechender Bürge vorzuweisen, um nicht gar Feinde des Reiches zu entlohnen.
Gegeben am 14. Lenzing des Jahres 269
Hochedler zu Lichtenthal
Re: Anschläge in ganz Lichtenthal
Verfasst: Dienstag 17. März 2026, 22:23
von Baldur Burgwardt
*erneut tauchen wieder Anschläge im ganzen Herzogtum auf, diesmal sind sie aufwendinger gestaltet und verfügen über zwei kunstvolle Kohlezeichnungen*
Während der Verfasser dieser Zeilen voller Freude der Tiefenberger Berichtserstattung entnimmt, dass der frisch gebackene Oberst des Lichtenthaler Regiments die Tugend der Opferbereitschaft so hoch hält, dass er dem gefallenen Mädchen, den Fehltritt mit dem brünftigen Hirschen Lichtenthals vergibt und dieses dennoch ehelichen will - Temora hab ihn selig! - ist es wieder einmal an der Zeit das Volk mit einer Geschichte aus ferner Zeit zu unterhalten:
Der Drache und sein Ritter
Es war einmal vor langer, langer Zeit im schönen Herzogtum Fichtenthal. An der nordwestlichen Grenze des sonst so flachen, idyllischen Landes mit all seinen Auen und Hainen erhob sich ein mächtiger Berg namens Filzadan. Der Berg war den Menschen – ja, fast allen Völkern – heilig, denn man sagte, in seinem Inneren würden die Götter geboren.
Umso größer war der Schrecken, als sich vor einigen Jahren ein garstiger Drache dieses Berges bemächtigte. Tief im Herzen des heiligen Steins hatte er seinen Hort errichtet und mehrte diesen, indem er mit feurigem Atem und hitzigem Temperament die Bürger Fichtenthals heimsuchte und sie um ihr hart verdientes Gold erleichterte.
Der Name dieses schrecklichen Drachenweibchens war:
Schmählisande die Schreckliche!

Viele Jahre trieb das Untier sein Unwesen, Bis es dem Herzog schließlich zu bunt wurde. Er rief eine große Queste Aus und versprach Ruhm, Ehre und vermutlich ein verfrühtes Ende für jeden, der versuchte den Drachen zu erschlagen.
Lange wartete man auf einen tapferen Helden –
doch am Ende fand sich nur einer, der entweder mutig… oder dämlich genug war, den Auftrag anzunehmen:
Sir Helmflick der Tumbe!

Ein Ritter, dem es bereits Mühe bereitete, sein Schwert am richtigen Ende zu fassen, zog also aus, um das Ungeheuer zu stellen. Ohne seinen Knappen hätte er den Berg – den einzigen weit und breit – vermutlich nie gefunden, alldieweil dieser ihm nicht nur die Zügel führte, sondern auch gelegentlich die Blickrichtung vorgab.
Endlich am Ziel angekommen, stieg der Rostige ab und betrat die Höhle. Dort Lag der Drache – schlafend, schnaufend, und von einer Größe, Die selbst Helmflicks begrenztem Verstand auffiel.
Doch selbst ein Tumber erkennt gelegentlich eine Gelegenheit.
Also schlich er sich – so leise es einem klappernden Harnisch möglich ist – von hinten an das Untier heran, richtete seine 'Lanze' auf und stieß mit aller Kraft zu.
Der Drache erwachte.
Und statt den Ritter zu verspeisen, geschah etwas weit Schlimmeres:
Er fand Gefallen an ihm.
Denn selten hatte Schmählisande einen so entschlossenen, so furchtlosen – Und zugleich so herrlich einfältigen Angreifer erlebt.
Und auch der Ritter, in einem seltenen Moment tiefer Überlegung, kam wohl zu dem Schluss, dass man früher zwar den Drachen erschlug und die Jungfrau heiratete –
doch alldieweil Jungfrauen Rar geworden seien, müsse man sich wohl mit dem Drachen begnügen.
Und so ward ein Bund geschlossen,
nicht aus Liebe, nicht aus Vernunft –
sondern aus einer Mischung aus Hitze und Dummheit.
Seit jenem Tage ziehen sie gemeinsam durch das Land:
Sie, die Drachenherrin, zornig und flammend,
und er, ihr Ritter, treu und treudoof.
Und wenn sie nicht gestorben sind,
so speien sie noch heute Feuer –
beziehungsweise laufen gegen Wände, da sie die Tür nicht finden.
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Re: Anschläge in ganz Lichtenthal
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 19:40
von Keylon von Salberg
Keylon schnaufte als er den Aushang sah. Kaum wissend ob er lachen oder wütend sein sollte.
Gut die Zeichnungen ... er musste sich das Grinsen verbeißen als er sie abriss.
Der Kerl .. und ja man war sich natürlich sicher das es sich um einen Mann handelte hatte eine düstere Fantasie.
Immer mehr dieser Aushänge wurden gesichtet, gar Kopfgeld geboten und Keylon war sich sicher das das Regiment inzwischen auch alles dran setzte diesen Posspieler habhaft zu werden.
Aber es gab wohl noch immer zu wenige Beweise oder Anhaltspunkte.
- Eine dunkel geleidete Gestalt
- Schwarzes Pferd ohne Sattel.
- graubrauner kurzer Mantel
- ein Junger Mann
- Federhut
- Dunkle kurze Haare
Damit hatten sie immerhin schon einige Anhaltspunkte.
Sicherlich würde man ihm die Finger brechen oder die Zunge rausschneiden wenn man ihn vor Gericht bringen konnte.
Dieser Kerl war nicht nur dreist sondern auch dumm.
Ihm musste doch klar sein das er nicht gut wegkommen würde wenn man seinre habhaft werden würde.
Aber wahrschinlich dachter nicht einmal daran das man ihn erwischte.
Keylon jedenfalls würde die Augen aufhalten.
Re: Anschläge in ganz Lichtenthal
Verfasst: Montag 23. März 2026, 22:56
von Baldur Burgwardt
*und wieder tauchen des Nächtens Anschläge in ganz Lichtenthal auf, man sah einen Mann in dunkler Lederrüstung, diese anbringen*
Über das Versagen von Recht und Ordnung in Lichtenthal
Geneigte Leser,
oft kleide ich meine Worte in Spott und Schalk, um euch bittere Wahrheiten leichter darzureichen – wie man einem Kind die übelschmeckende Medizin mit Honig versüßt.
Doch heute ist kein Platz für süße Lügen.
Was ich zu sagen habe, bedarf keiner Maske, keiner Allegorie, keiner höfischen Umschreibung.
Es ist schlicht, klar – und unerquicklich:
Recht und Ordnung in Lichtenthal versagen!
Nicht nur, dass der Verfasser dieser Zeilen trotz eines auf ihn ausgesetzten Kopfgeldes weiterhin unbehelligt durch die Lande zieht und schreibt, was er für wahr und wissenswert erachtet – nein, man gewinnt vielmehr den Eindruck, als kümmere es das Regiment nicht im Geringsten.
Und warum auch?
Es scheint, als habe man dort dringendere Angelegenheiten zu klären – etwa die Tragik gewisser Liebschaften zwischen Oberst und Wachtmeister, die offenbar mehr Aufmerksamkeit genießen als Räuberbanden und Mordgesindel.
Zeit hingegen findet man noch – und zwar reichlich – für das Durchsetzen sinnfreier Edikte.
So wird das Verbot, innerhalb der Städte Waffen zu tragen, mit bemerkenswerter Strenge überwacht.
Eine Leistung, die zweifellos die vollen geistigen Kräfte des Regiments bindet.
Wie sonst ließe sich erklären, dass man als einfacher Bürger kaum einen Schritt außerhalb der Stadtmauern tun kann, ohne von blau gewandeten Banditen überfallen zu werden?
Der Verfasser selbst musste seinen Hut bereits mehrfach von Pfeilen befreien lassen, alldieweil er es wagte, zwischen Adoran und Berchgard zu reisen – ein Unterfangen, das mittlerweile eher einer militärischen Expedition gleicht als einer gewöhnlichen Wegstrecke.
Der Ursprung dieser Plage scheint ein Banditenlager östlich von Kronwalden zu sein – zumindest legt die Gewandung der Angreifer dies nahe.
Doch das Regiment hat offenbar Wichtigeres zu tun, als dieses Nest auszuräuchern.
Doch all dies verblasst angesichts dessen, was nun folgt.
Denn es geht nicht mehr nur um Inkompetenz.
Es geht um Leben und Tod.
Der Klosterwächter Gregor Grann, Sohn des zum Tode verurteilten Verräters Gustav Grann, wurde vor etwa einem Mondlauf durch den Westen entführt.
Als dem Osten – durch glücklichen Zufall – die berüchtigte Rabendienerin Emilia Arragar in die Hände fiel, entstand eine Gelegenheit:
Ein Austausch.
Ein Leben gegen ein Leben.
Sir Heinrik von Alsted, ein Kronritter der erstaunliche Ähnlichkeiten zu einem der beiden Protagonisten unserer letzten Fichtenthalerzählung aufweist – und dem Namen nach ein Mann von Rang und Verantwortung – strebte zunächst an, diese Ketzerin gegen den gefangenen Klosterwächter einzutauschen.
Ein löblicher Gedanke!
Doch alldieweil das Regiment offenbar mehr mit Festlichkeiten als mit Gefechten beschäftigt ist, geriet zur selben Zeit auch die Rekrutin Fainche Orlaith in Gefangenschaft.
Nun bot sich die Gelegenheit, zwei Leben zu retten. Die Aufgabe bedurfte keines allzu großen Verhandlungsgeschicks, da Arragar als hochrangige Rabendienerin doch von höherem strategischen Wert war als ein Anwärter und eine Rekrutin.
Doch der Westen war nur bereit, eines zu gewähren.
Und der Kronritter – ausgestattet mit dem Verhandlungsgeschick eines besonders stumpfen Knüppels und der Intelligenz eines Trolls – ließ sich auf dieses Geschäft ein.
Und wen wählte er?
Den Mann, der seit Wochen gefangen und gemartert war?
Oder die frisch gefangene Rekrutin?
Er wählte gegen Grann.
Und nun stellt sich die Frage, die niemand zu stellen wagt:
Warum?
Ist ein Klosterwächter weniger wert als eine Soldatin?
Ist die Nähe zum Regiment mehr wert als die Nähe zum Glauben?
Oder wiegt die Herkunft schwerer als das Leben selbst?
Ist der Sohn eines Verräters weniger wert –
selbst dann, wenn er selbst unschuldig ist?
Wenn dem so ist,
dann gilt in Lichtenthal nicht Recht.
Dann gilt Abstammung.
Dann gilt Willkür.
Und das Ergebnis dieser Entscheidung?
In der Nacht vom 23. auf den 24. Lenzing wurde vor dem Kloster der Lichteinigkeit die Leiche eines Klosterwächters abgelegt.
Geschunden. Gebrochen. Zur Schau gestellt.
Man nimmt an, es war Gregor Grann.
Wird diese Entscheidung dem Kronritter den Schlaf rauben?
Wohl kaum.
Doch sollte sie euch den Schlaf rauben!
Denn heute ist es Grann.
Morgen vielleicht ein anderer.
Und übermorgen… vielleicht ihr selbst.
Wie lange wollt ihr noch zusehen,
wie Inkompetenz und Willkür das Land regieren?
Wie lange wollt ihr noch schweigen,
während Entscheidungen über Leben und Tod
wie schlechte Geschäfte auf einem Markt getroffen werden?
Ich hoffe, nicht mehr lange!

Re: Anschläge in ganz Lichtenthal
Verfasst: Dienstag 24. März 2026, 22:41
von Keylon von Salberg
Ungläubig erst, starrte er auf den neuen Aushang.
Öffnete und schloss die Augen immer wieder, vielleicht gar in der Hoffnung der Text wäre nur eine Illusion, aber es blieb... Schwarz auf Weiß.
Ohne zu denken schoss seine Faus vor und fasste den Aushang, riss ihn ab und zerknüllte ihn Wut entbrannt.
Wer ???
WER war das der solch Internes wirklich wissen konnte?
Vom Regiment her glaubte er selber nicht das dort jemand etwas geplaudert hatte, und Keylon selber?
Er hatte es in der Burg angesprochen beim Treffen der Verbündeten.
Krampfhaft versuchte er all die Namen in Erinenrung zu rufen von jenen die anwesend warten.
Nein … niemand.
Dann Gestern ..
Er hatte es Arenvir erzählt... Ramon war dabei sonst ? Keinem
Mit der Hand fuhr er sich verzweifelt über sein Gesicht.
Wer … wer …
Irgendjemand aus diesem Kreise .. Sein Kiefer mahlte
Ihm wollte einfach niemand einfalle.
Er konnte nur hoffen das man dieses Mannes Habhaft werden konnte,
Voller Zorn in sich, nahm er sich die Zeit und ritt durch das Reich, dazu Bajard um alle Aushänge die er finden konnte ab zu reißen , zu zerknüllen und später alle zusammen zu verbrennen.
Die Finger sollte man diesem Kerl brechen... Alle jeder Hand damit er erst gar keinen Federkil mehr in die Hand nehmen konnte.
Egal wie … erst einmal musste man herausbekommen wer es war, und dann …
Das Gericht würde über seine Zukunft entscheiden.