[MMT] Die Tage nach dem Beben...

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Varek Talan Sonnwein
Beiträge: 58
Registriert: Sonntag 27. Oktober 2024, 00:04

Beitrag von Varek Talan Sonnwein »

Wann habe ich eigentlich angefangen Häuser zu bauen? Wo bin ich hier gelandet?

Nachdem man sich zum Abend verabredet hat zusammen die Häuser anzugehen, stand er hier plötzlich und rührte Mörtel an mit den verschiedenen Sand, Asche und Gesteinsmischungen die angeschleppt wurden. Dann noch mehr Wasser dazu... das war Zuviel. Noch etwas Wasser.... vielleicht doch mehr von dem Pulver.
Zum Glück hatte er den Bottich nicht so voll gemacht zu beginn, so konnte er noch genug Wasser und Pulver nachkippen. Währenddessen wuselten gefühlte hunderte Menschen um ihn herum und verteilten die Steine an den richtigen Orten, das stampfen der Golems tat ihr übriges um das ganze noch surrealer zu machen.

Also schnappte er sich ein paar Eimer vom Mörtel, ließ sich auch von Raven und Varin mehr Mörtel und mehr Steine anreichen lassen um die Lücken in den Wänden zu füllen.

Bürste, Mörtel, Steine, Bürsten, Mörtel, Steine....

Wieder und wieder und wieder und wieder.

Andere Position.

Bürste, Mörtel, Steine, Bürsten, Mörtel, Steine....

Seit wann bin ich eigentlich Maurer?
Naja, seitdem man mich gefragt hat ob man K'awi helfen will scheinbar.

Hilfe...?
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Raven Vandokir
Beiträge: 544
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Wohnort: K'awi

Beitrag von Raven Vandokir »

Der junge Mann war kein Baumeister, doch konnte er sich einiges gut merken wie er was zu machen hatte. So beobachtete er bereits vor einigen Monaten wie man Mörtel anmischt und konnte es an dem tag anderen vermitteln wie sie es zu tun hatten um einen guten Mörtel zu verwenden.

Er hasste es sich dreckig zu machen dabei ging er mit einer gewissen Vorsicht da dran den Mörtel anzumischen. So zog er sich Handschuhe an, ließ sich einen Zopf binden, sodass seine knielangen Haare nicht in die Masse geraten konnten, welche er anmischen sollte und auch wollte, denn andere Arbeiten hätten ihn vermutlich Narben hinterlassen. Den Mörtelsack schnitt er mit einem Dolch auf und legte den Dolch bei Seite. Er gab sein Wissen wie man den Mörtel gut und richtig anmischt auch an Kael und Varek weiter sodass sie das auch verstanden und eigenhändig machen konnten. Es war ja Kinderlicht es zu erklären, denn er fand keinen großen Unterschied da drin ob man nun einen Kuchenteig anmischt oder die perfekte Mörtelmasse. So konnte er es den beiden Bauern sehr gut vermitteln. Die Bauarbeiten schritten sehr gut voran....jeder wusste was er zu tun hatte.

Der Abend ging recht schnell vorbei und es gab Einladungen in die Taverne zu gehen um Iggys Geburtstag zu feiern doch er mochte gerade jetzt nicht in jene Taverne gehen da er wohl eher ein Freund der Ruhe geworden ist und mochte Tavernen gerade nicht mehr so. Vielleicht würde er ihn nachträglich gratulieren....

Er begannt schon früher die Einsamkeit zu lieben.

Er begab sich dann zum Strand und gönnte sich ein Bad im Sternenlicht, das Wasser war so wunderschön warm vom Tag und die laue Seeluft trocknete seine Haut nachträglich....seine Blicke glitten in den glasklaren Sternenhimmel empor....seine Gedanken....begannen sich vom heutigen Tag zu lösen...
Zuletzt geändert von Raven Vandokir am Mittwoch 2. April 2025, 02:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Angelica Mondstein
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Wohnort: K'awi

Beitrag von Angelica Mondstein »

Eigentlich war Angelica nicht sonderlich begeistert davon, Magie im Alltag zu nutzen – insbesondere dann nicht, wenn eine Aufgabe auch ohne ihren Einsatz zu bewältigen war. Doch angesichts der gewaltigen Steinblöcke, der massiven Holzbalken und der Unmengen an Mörtel, die sorgfältig verteilt werden mussten, war sie bereit, eine Ausnahme zu machen. Zumal sie ohne den Einsatz von Magie kaum mehr hätte tun können, als am Rand zu stehen und den schwer arbeitenden K’awianern Wasser zu bringen.
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Zusammen mit Jaari, Linnea, Zephirina und Tom nahm sie sich eines der Häuser vor. Der Bauplan, den Blanche angefertigt hatte, erwies sich dabei als unschätzbare Hilfe, denn ohne ihn hätten sie kaum gewusst, wo die einzelnen Balken und Steine platziert werden mussten – geschweige denn, wie die gesamte Konstruktion am Ende stabil stehen sollte. So erhoben sich Balken für Balken und Stein für Stein in die Luft, geführt von magischer Hand, um präzise an der vorgesehenen Stelle zu landen. Dort wurden sie sofort mit Mörtel bestrichen, um die nächste Schicht vorzubereiten.

Wie viel Zeit dabei verstrich, konnte Angelica später nicht mehr genau sagen. Stunden mussten es gewesen sein – viele Stunden. Und auch wenn die Arbeit für sie keine körperliche Anstrengung bedeutete, so forderte das ständige Lenken der Baumaterialien doch eine enorme Konzentration. Bauen war eben ungleich komplizierter und kräftezehrender als Zerstören. Schließlich musste jedes Element genauestens ausbalanciert, jede Struktur stabil und jedes Detail bedacht werden.

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Am Ende des Tages war sie erschöpft, aber zufrieden. Umso mehr freute sie sich darauf, den Abend gemeinsam mit den anderen in der Taverne ausklingen zu lassen – eine wohlverdiente Pause nach der harten Arbeit. Und was konnte es für einen besseren Anlass geben als den Geburtstag von Ignatius, den sie nun in geselliger Runde feiern wollten?
Zuletzt geändert von Angelica Mondstein am Mittwoch 2. April 2025, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Tomas Jan Levitt
Beiträge: 288
Registriert: Donnerstag 1. September 2022, 00:05

Beitrag von Tomas Jan Levitt »

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Wahnsinn, was viele Hände schaffen können, wenn sie nur zusammenhalten, oder?

Ich war gestern schon früh in der Taverne und hab es mir auf der Bühne gemütlich gemacht, hab das
Ständchen für Iggy nochmal durchgespielt und hab gewartet, wer so kommt. Dass überhaupt wer kommt,
dessen war ich mir sicher, aber es kamen eine Menge. Wirklich eine Menge. Und mir blühte das Herz auf.

Blanche hatte die Pläne dabei und rasch wurden die Aufgaben verteilt. Raven hatte durch den Brückenbau
Erfahrung mit Mörtel, den er damals mit mir zusammen angerührt hatte. Da ich aber mehr mit der Koordination
zu tun hatte, wurde kurzerhand Kael mit eingespannt. In seiner Vorstellung war Mörtel anrühren auch nichts
anderes als kochen und ich musste grinsen bei seiner niedlichen Einstellung, was die Schufterei an diesem Abend anging.

Bald schon stampften große Golems durch die “neuen” Straßen K’awis, die große Felsbrocken und schwere
Mörteleimer trugen und nur darauf warteten, dass ihre Erschaffer ihnen Aufträge gab. Iggy, Sethrad,
Linnea und andere machten sich daran, das östlich gelegene Haus Instand zu setzen, während Angelica,
Zephirina und meine Wenigkeit es bei dem Haus Westen versuchten. Und zwischendrin sah man Jarii,
Eske, Varek und weitere helfende Hände durch die Gegend laufen, Material herbringen, Dinge festhalten,
schlichtweg helfend.

Die Sonne verzog sich irgendwann und nahm die brennende Hitze mit. Zurück blieb eine angenehm kühlere,
klare Luft, die die letzten Arbeiten begleitete.

Ich rief irgendwann auf, Schluss zu machen für den Abend und schickte alle in die Taverne, um sich zu stärken…
und natürlich um Iggy zu feiern. Und doch ließ ich nochmal den Blick über das neue Viertel schweifen, besah
mir die Häuser, deren Dächer nun angehoben haben und deren Mauern nun keine Löcher mehr aufwiesen.
Bald schon würden hier Freunde von mir wohnen und den neuen Häusern Leben einhauchen.

Ich merkte spät am Abend, dass ich Probleme hatte, meine Augen noch offen zu halten und ging alleine vor
nach Hause, während Kael noch in der Taverne blieb. Ich hatte vor, früh aufzustehen, um mit den
Aufräumarbeiten der Werkzeuge zu beginnen und sicherlich konnten die Häuser noch einen Schwung mit dem
Besen brauchen, ehe ich den Zweiten Bescheid sagen würde, dass sie sich unser Werk ansehen konnten.
Und darauf freute ich mich wirklich sehr.


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Revarn Rondrax
Beiträge: 2
Registriert: Samstag 24. März 2018, 02:11

Ein unerwarteter Helfer

Beitrag von Revarn Rondrax »

„Mist, verdammt … verdammt nochmal!“ fluchte der Gauner, als er aus einer der Höhlen nahe Bajard kletterte und in den Himmel starrte. Die Sonne stand bereits tief, der Tag war fast vorüber. Ein bitteres Lächeln huschte über sein Gesicht. „Ich wollte doch von Anfang an helfen …“

Ohne weiter zu zögern, setzte er sich in Bewegung. Sein Ziel: K’awi – die Stadt, die erst vor kurzem von tosenden Wassermassen verschlungen worden war. Der Wiederaufbau hatte längst begonnen, und er hatte nicht vor, untätig zu bleiben.

Kaum hatte er die Tore durchschritten, lief er einer Bekannten in die Arme – Sarah, die er erst am Vorabend kennengelernt hatte. Zusammen hatten sie am Vormittag nach diesen merkwürdigen, aber niedlichen Wesen gesucht. Ohne große Worte nahm er sie kurzerhand mit zu jener Ecke der Stadt, wo die Arbeiten in vollem Gange waren.

Schon von Weitem hörte er das geschäftige Treiben: Das dumpfe Stampfen der Golems, die schwere Steine und Holzstämme schleppten, das Rufen der Arbeiter nach mehr Mörtel, das Kratzen und Schrammen von Werkzeugen auf Stein. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht – hier gab es viel zu tun.

Er verschaffte sich einen kurzen Überblick und rief dann laut in die Menge: „N’Abend! Wo werden noch helfende Hände gebraucht?“ Doch in dem Trubel ging seine Stimme unter. Also versuchte er es an einer anderen Ecke erneut. Diesmal hatte er mehr Erfolg – Iggy, ein erfahrener Baumeister, winkte ihn heran und drückte ihm kurzerhand eine Kelle in die Hand.

„Hier, nimm das und schnapp dir Mörtel. Ich zeig euch, wie man eine vernünftige Mauer hochzieht!“

Mit schnellen, geübten Handgriffen erklärte Iggy den beiden, worauf es ankam, dann überließ er sie ihrer Arbeit.

Überraschend gut funktionierte ihr Zusammenspiel. Als hätten sie nie etwas anderes getan, setzten sie Stein auf Stein, verstrichen den Mörtel, richteten die Blöcke aus. Die Mauer wuchs schneller, als irgendjemand erwartet hätte.

Dann, plötzlich, hallte ein Ruf über den Platz:

„Die Arbeiten sind fertig! Kommt alle zur Taverne!“

Erleichtertes Lächeln und erschöpfte Gesichter begleiteten den Aufbruch. Die Taverne war bereits voller Leben – der Duft von Essen und das Klirren von Krügen erfüllten die Luft. Doch heute wurde nicht nur der erfolgreiche Wiederaufbau gefeiert: Zu Ehren von Iggy wurde eine kleine Geburtstagsfeier abgehalten.

Als Höhepunkt des Abends trat schließlich Tom, der Bürgermeister K’awis, ans Podest. Bekannt als die „Stimme K’awis“, war er nicht nur ein angesehener Anführer, sondern auch ein begnadeter Barde. Mit seiner Laute in den Händen und einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen brachte er ein Lied zum Besten – ein Geschenk an Iggy, der sichtlich gerührt war.

Als der letzte Ton verklang, brach tosender Applaus aus, Krüge wurden gehoben, und die Feier ging fröhlich weiter. Revarn ließ sich entspannt zurückfallen, spürte die angenehme Müdigkeit nach der harten Arbeit – und dann etwas Unerwartetes.

Sarah, die neben ihm saß, lehnte sich leicht an ihn, ihr Kopf ruhte sanft auf seiner Schulter. Einmal, dann noch einmal, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

Ein leichtes Schmunzeln umspielte seine Lippen. Vielleicht hatte dieser Tag ihm mehr gebracht als nur müde Arme und staubige Hände.
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Jarii
Beiträge: 33
Registriert: Mittwoch 10. Juli 2024, 23:01

Beitrag von Jarii »

Jarii beeilte sich ihren Freunden und Inselbewohnern beizustehen und beim Aufbau des neu gewonnenen Viertels zu helfen. Sicher, sie hatte keinerlei Erfahrungen was den Hausbau oder anderes handwerkliches Geschick betraf, doch sie würde schon einen Weg finden wie sie ihre Hilfe anbieten konnte. Eske hatte die glorreiche Idee, die schweren Steine mit Hilfe eines Sacks zu transportieren. Das schaute sich Jarii ab und zog somit Steinhaufen um Steinhaufen zu den benötigten Plätzen. Diese Arbeit unterschied sich sehr von ihren Streifzügen durch die Höhlen, eine dicke Blase bildete sich in ihrer rechten Handfläche und der Rücken tat ihr schließlich auch weh. Immer wieder legte sie eine Pause ein, den anderen bei der Arbeit zusehend. Besonders beeindruckt war sie von den Magiern.. Angelica hob schwere Steinquader und Holzbalken mit Kraft der Magie, ließ jene durch die Luft dem gewünschten Zielort zuschweben. Wahnsinn!! Staunend, aber auch etwas besorgt beobachtete sie das Geschehen, immer einen sicheren Abstand wahrend. Zephirina hielt die Baupläne in der Hand und gab Abweisungen und Tom schlüpfte todesmutig unter die schwebenden Balken um Mörtel zu verstreichen.

Jarii fühlte sich wohl inmitten dieses Zusammenhaltes, es wurde immer wieder deutlich, dass sie alle gemeinsam Schwierigkeiten überwinden und Neues schaffen konnten. Auch gab ihr das Gespräch mit Tom neue Zuversicht, lenkte ihr Unverständnis was K'awi betraf in eine bessere Richtung. " Was denkst du, was passiert wäre, wenn K'awi nicht geholfen hätte. Niemand wurde ernsthaft verletzt und uns wurde Land geschenkt. Und jenes brauchten wir doch wirklich." Jarii nickte und als Blanche dann später erwähnte, dass K'awi selbst ihren verstauchten Knöchel geheilt habe, hatten sich all ihre Zweifel aufgelöst.

Es dämmerte bereits, als Tom das Ende der Bauarbeiten ausrief. Die Häuser waren alle instand gesetzt, vier an der Zahl, fügten sie sich ein ins abendliche Licht K'awis.
Wunderschön!
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Sethrad Ryam Kethyrr
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Sethrad Ryam Kethyrr »

Nachdem er seine restlichen täglichen Verpflichtungen erledigt hatte, eilte er endlich zum letzten Projekt für diesen Abend. Als nun der erste Schock überwunden war und die Gemeinschaft K'awis während der großen Säuberung der Flutschäden bereits riesige Moral und Arbeitseifer bewiesen hatte, galt es nun das dadurch neu entstandene Viertel weiter aufzubauen.

Dort angekommen waren die vielen Helfer bereits in vollem Gange. Vor seinen Augen bot sich ein wildes Treiben. Überall wurde gehämmert, genagelt, gerührt und was noch so alles notwendig war um dieses Viertel in wunderbar k'awianischem Glanz erstrahlen zu lassen. Die schweren Quadersteine wurden von unermüdlichen Golems von einem Ort zu nächsten transportiert, während an allen möglichen Stellen jemand drauf an dran war jene in einem massiven Mauerwerk zu verarbeiten.

Auch er wollte helfen. Daher machte er sich direkt auf den Weg zu Blanche, als er sah das diese eifrig dabei war Aufgaben zu verteilen. Sie schien ihm den größten Plan des Ganzen zu haben und so lies er sich entsprechend einweisen.

Ehe er sich versah, fand er sich auf einem der vielen Gerüste wieder. Mit einem Eimer voll Mörtel und einer Kelle in der Hand wurde er vom Protector eingewiesen wie man eine Mauer hochzuziehen hatte. Ob er bereits Erfahrungen im Hochziehen von Mauern hatte? Das war belanglos. Er musste und wollte helfen, also musste er so gut es ging den Anweisungen folgen und jene nachahmen. Saßen sie sonst in Vorlesungen nebeneinander oder stöberten in den dicksten Wälzern nach neuen Erkenntnissen und Weisheiten, mussten sie nun mit ihren empfindlichen, nicht für den Bau gemachten Händen, die Kellen in nassen und rauen Mörtel tauchen.

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Es war eine schweißtreibende Arbeit. Alles andere als was sein eher hagerer Körperbau gewohnt war. Ob er Spaß daran hatte? Sicherlich. Der Gedanke daran für K'awi und die Gemeinschaft ein neues Viertel, neuen Wohnraum zu schaffen, spornten ihn an und brachten in jenem Moment die Befriedigung und die Motivation die er brauchte um Mörteleimer für Mörteleimer und Stein für Stein das florierende K'awi wachsen zu lassen. Hier auf K'awi steht ein jeder für den anderen ein!
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Kael Daymynd
Beiträge: 45
Registriert: Sonntag 18. August 2024, 18:05

Beitrag von Kael Daymynd »

Es ging weiter. Kael war guter Dinge, als er zur Baustelle aufbrach und den Hof allein zurückließ. Der große Knecht mochte die harte, körperliche Arbeit von jeher und freute sich darauf, mit anzupacken.
Nun vorort wurde deutlich, dass er, der mit der Kraft am wenigsten ein Problem hatte, wohl durch seine Leidenschaft fürs Backen besser fürs Anmischen des Mörtels und dem Verputzen der Mauern geeignet war.
Also ließ er es sich von Raven erklären, der den Dreh bereits vom Brückenbau heraus hatte. Nicht zu viel Pulver, nicht zu wenig Sand, vorsichtig mit dem Wasser. Ein perfekter Rührkuchenteig! Vor sich hin grinsend erinnerte er sich an die Matschkuchen, die er als Kind mit seiner kleinen Schwester gebacken hatte, ehe ein gewaltiger Schatten sich über seinen Topf schob. Ein Blick zur Seite und er erblickte einen der vielen Steingolems, die mit ihren Magierführern die schwersten Lasten transportierten. Beeindruckend, wie dadurch Zeit und Kräfte gespart werden konnten. Und ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, als er Iggy lauschte, der seinem Golem sagte, welchen Stein er ihm genau geben sollte. Es war immer wieder unglaublich, was diese Magier alles vermochten und noch mehr, wie sie trotz ihres Wissens hier auf K’awi mit der nicht magischen Population so herzlich verbunden waren.
Solch eine Familie wie hier auf der Insel fand er niemals wieder.
Eine Zeit lang rührte er stetig im Mörtel, schleppte Nachschub zu den Behelfsmaurern und genoß einfach diesen Zusammenhalt.
Als es schien, als würde sich der Bedarf an Mörtel nicht weiterhin aufrechterhalten, griff er selbst danach und begann mit der Kelle die Wände glatt zu verputzen, Beulen auszugleichen und Löcher zuzuspachteln. Wie bei Iggys Geburtstagstorte, die sicher in der Taverne untergebracht war und bei den anderen Leckereien für den besonderen Abend auf ihren Einsatz wartete. Ja, Kael war überraschend gut im Backen einer Hauswandtorte.
Munter ließ er sich von seinem Liebsten zur Taverne rufen und überreichte ihrem gemeinsamen Freund sein Geburtstagsgeschenk, in Form der Verpflegung für die Feier.
Lang jedoch feierten sie nicht, jedem der K’awianer steckte die Anstrengung des Tages in den Knochen…

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Ignaz Nefario Milan
Beiträge: 659
Registriert: Montag 15. Februar 2016, 20:07

Beitrag von Ignaz Nefario Milan »

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Es ist doch erstaunlich wie sehr der Aufbau eines Hauses
dem magischen Wirken innerhalb der Schöpfung gleicht.

Ähnlich den verschiedenen Eingriffen ins Lied um der Elemente
Herr zu werden und sie zu seinem Zwecke zusammenzutragen
wurden für dieses neue Viertel hinter der Taverne die unter-
schiedlichsten Komponenten aus nah und fern versammelt.

Während Kalk und Vulkanasche aus den tieferen Schichten
dieser Welt stammten bediente man sich in puncto Stein und
Wasser an den vorhandenen Ressourcen der Umgebung.

Erst die Vermengung der ungleichen Stoffe führt zu einer
stabilen Verbindung. Ein Haus nur aus Steinen oder nur
aus Sand und Asche würde keinen langen Bestand haben.

Es sind die großen Felsen, welche dem Haus Stabilität
verleihen, doch erst die breiige Mischung aus Kalk,
Vulkanasche und Wasser hält am Ende alles zusammen.

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Beeindruckend wie jeder Teil des Hausbaus seine eigene Dynamik
besitzt. Eine simple Pampe aus hellem und dunklem "Sand" durchläuft
eine alchemistische Reaktion, erhitzt sich und härtet dadurch aus.

Auch die Steine können nicht wahllos gesetzt werden,
sondern bedürfen einer speziellen Anordnung innerhalb
der Struktur des Gebäudes, um ihnen untereinander mehr
Halt zu bieten und die wirkenden Kräfte besser zu verteilen.

Doch damit nicht genug. Soll diese leere Hülle zu einer echten Wohnung
werden, dann braucht sie eine individuelle Einrichtung. Erst die kleinen
dekorativen zusätzlichen Elemente vervollständigen die Kreation.

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Wer nun aber glaubt, ein Haus würde nicht leben, der irrt.

Wie das Lied der Eluive einem jeden Zauber zusetzen will
so beeinflussen die Kräfte der Natur auch das Haus.

Moose, Flechten und Tiere wie Eidechsen, Spinnen und andere kleine
Insekten erobern liebend gern den Lebensraum Natursteinmauer.

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Hauswurz, Thymian und zahlreiche andere Pflanzen wachsen
aus den Ritzen und Fugen der Fassade heraus und bieten ein
sicheres Versteck für die Nachkommen der tierischen Bewohner.

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Am Ende sind es aber die Menschen welche das zauberhafte
Konstrukt Haus in seiner magischen komplexen Struktur am
Leben erhalten. Ohne die Menschen, welche fortwährend
gegen die verschleißende Natur der Schöpfung ankämpfen,
würde ein jedes Haus früher oder später zu einer Ruine zerfallen.

Eine Ruine, die zwar ein totes Haus aber keinesfalls ein lebloser
Ort ist. Wie jeder Leichnam und jede Applikation eines Liedwirkers
fällt auch hier der Körper lediglich an die Kräfte der Natur zurück.

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Und was am Ende bleibt sind die Spuren in der Geschichte
und die Erinnerungen in den Herzen der Menschen.

Erinnerungen an die fleißigen Bewohner der Insel K'awi, welche
sich ohne zu murren aufgerafft und zusammengefunden haben,
um ihre Stadt nach einem Schicksalsschlag wieder aufzubauen.

Spuren der Gemeinschaft, die nicht nur an sich,
sondern auch an andere denkt und die Trümmer
des Angriffs nutzt, um neuen Lebensraum zu schaffen.

Die Erinnerung an die Gesichter der fleißigen Helfer,
an alte Kameraden und an neu gewonnene Freunde.

Und welche Spuren sollte so ein Haus hinterlassen, wenn
nicht als Heimat neuer Bürger, als Bereicherung von K'awi,
als Quell neuen Lebens und als Hort von Geschichten.

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Geschichten darüber wie jungen Magiern mächtige
Golems an die Hand gegeben wurden um das Schleppen
und Heben der schweren Steine zu übernehmen.

Geschichten von Handwerkern, Kämpfern, Heilern und Akademikern,
die das Maurerhandwerk erlernt haben, um Großes zu schaffen.

Geschichten von aufgebauten Handelsbeziehungen,
um das nötige Baumaterial zu beschaffen.

Geschichten von Liedern um die Moral zu heben und Stimmen
einer Insel, die ein ganzes Volk in Einigkeit versammelten.

Geschichten von vorausschauenden Köpfen, die im Vorfeld
Baustein organisiert und Gerüste angefertigt haben,
damit ihre Mitmenschen sicher arbeiten können.

Geschichten von Ratsmitgliedern, die ihre Ärmel
hochkrempelten und selbst mit anpackten.

Geschichten von Lehrlingen, die wichtige Aufgaben eigenverantwortlich
und selbstständig ausgeführt haben. Die den erstmaligen Umgang mit
großen Mächten umsichtig gemeistert haben, ohne andere zu verletzen.

Geschichten von Bauersleuten und Offizieren, die Hand in Hand zusammen-
wirkten und Mörteleimer schleppten, um den anderen zuzuarbeiten.

Geschichten eines Advokaten, dem kein Wort zu fremd
und keine Ausrede zu luftig war um sich der ehrlichen
Arbeit leider doch noch nicht anschließen zu können.

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Und bald werden all die Erinnerungen in den Hintergrund
treten, während neues Leben in die Häuser einkehrt,
um seine eigenen Geschichten zu schreiben.

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Bis sie eines Tages wieder aufkommen,
wenn man gemeinsam vor seinem Werk der
Vergangenheit steht und die Worte spricht:

"Weißt du noch …?"

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Discord: ignatius_milan
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