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Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Samstag 22. November 2025, 15:29
von Raven Vandokir
Der aufgetragene Hammer erfüllte Fames Zufriedenheit und er brauchte sich nicht erklären woher er diesen wohl her hatte. Auch Kevke und Emilia hatten ihre Besorgungen zur Rabenmondmesse vorgetragen oder präsentiert. Dann erhielt er eine Anweisung von Fames, welche sich in seine Seele niederlegte...“Ihr sollt euch selber überlegen, was für einen Dank ihr an Krathor sprechen wollt das Werkzeuge gleich welchen Zustandes ihm und _uns_ noch dienlich sein können.“ Äußerlich wirkte er ruhig aber innenrlich war er doch schon sehr aufgeregt, denne r woltle die Worte passend wählen, welche er an Krathor selbst richtete. Das letzte Mal als er seine Worte an ihn richtete lag schon eine Weile in der Vergangenheit.

Seine Wege trieben ihn wieder zum Leuchtturm, wo er sich eine schöne Zuflucht aufgebaut hatte. Er hatte dort eine Oase der Ruhe aufgebaut und da er so fern von der Zivilisation lag konnte man nie wirklich wissen, was Raven dort gerade trieb. Anfangs machte ihn die Einsamkeit etwas aus doch er genoss diese immer ein Stückchen mehr. Am Leuchtturm angekommen schloss er die Türe auf und verschloss diese auch schon hinter sich und ging zur Terrasse wo er den Delphinen etwas Fisch anreichte den er gerade noch in Bajard gekauft hatte. Sie waren so genügsam, so frei, so wild aber mit einer gewissen Sanftheit gesegnet. Seinen Kater und seiner Hündin gab er jeweils das, was sie jeden Tag von ihm bekamen. Sanft glitten seine Hände durch ihr Fell und er verbrachte einige Zeit mit den beiden. Es beruhigte ihn durch ihr Fell zu gehen. Sie vertrauten ihn nach wie vor, auch wenn sie vielleicht merkten, dass er sich seid dem letzten Jahr etwas veränderte. „Tiere würde ich niemals opfern, bei Menschen doer anderen habe ich allerdings keine Probleme.“ Dachte er sich und wartete bis die beiden Tiere dann an seinen Seiten einschliefen und trug die schlafenden Tiere dann in seinen Bett. Gegenüber befand sich seine Schmikkommode wo er sich wieder niederließ und sich ansah. Er liebte den Anblick der sich ihm im Spiegel bot und verbrachte eine gewisse Zeit damit, sich selbst zu bewundern. Ein griff zu dem Kohlestift den Erika ihn vor kurzem gab und er beugte sich vor um mit dem Kohlestift seine Augenränder abzufahren um seine Augen besser zu betonen. Folgend legte er diesen Stift behutsam auf die Ablage der Kommode ab und griff mit der linken Hand zu einem kleinen Tiegel wo er eine schwarze Paste freilegte. Dann griff er zu einer feinen Bürste und tunkte diese in die Flüssigkeit hinein und streifte diese vorsichtig ab sodass diese nur dezent feucht war. Dann machte er sich auf, mit dieser Bürste seine für einen Mann längeren Wimpern damit zu bürsten wodurch seine Wimpern besser zur Geltung kamen. Er betrachte sich mit großer Zufriedenheit als er sich in den Sessel zurück lehnte. Dann griff er zu einen Pinsel und einen neuen Tiegel, wo dieses Mal eine rote Paste zu finden war und trug diese auf seinen Lippen auf. Dann sah er in den Spiegel und bewunderte sich erneut und seine Mundwinkel hoben sich dezent an.

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Als er mit seiner Bewunderung fertig war räumte er alles an seinen Platz und streifte sich durch die Haare. Seine Gedanken wurden wieder schwerer, als er an die Messe dachte. Morgen war es soweit und er überlegte sich, welche Worte er an Krathor richtete. Gerade dieses Thema lag schwer in seinem Herzen verankert. Seine Worte wollte er nicht einfach plump über seine Lippen bringen denn es war kein Mensch an den er seine Worte richten würde. Es waren Worte die er an Krathor richten würde dessen Diener er unwiderruflich war. Er würde es nicht ändern wollen, auch wenn er es auch könnte. Er gehörte ihm mit Fleisch und Blut. Seine Seele war seine. Freunde konnte man läutern gar verraten wenn es Zweckdienlich wäre. Niemals würde er Krathor enttäuschen wollen. Er hat in diesem Jahr schon einiges gesehen, was er nie vergessen wird. Opferungen, Taten, Worte der Herolde des Rabenfürsten. Auch seine Weihe hatte bei ihm Spuren hinterlassen als er dieses neue Feuer in sich bemerkte, diese Macht, auch wenn sie noch so klein war, so merkte er diese seit dem Tage enorm. Bis zu diesen Zeitpunkt, als er die Weihe erhielt wusste er noch nicht ein Mal dass er diese überleben würde. Er hatte an diesen Abend mit dem Leben abgeschlossen und es war für ihn auch in Ordnung, hätte Krathor seien Seele genommen. Doch er hatte wohl andere Pläne mit ihm. Raven schloss seine Augen und dachte auch an das Gespräch, welches er während der Weihe mit einem seiner Herolde führte. Heute wusste er genau, welche Herolde das waren die bei der Weihe anwesend waren. Dieser Abend eröffnete ihm neue Pforten. Von diesem Moment gehörte er sich nicht mehr selbst. Sondern Krathor mit Leib und Seele. Er zeichnete ihn auch auf seine Weise, als er seine Haare ihr Leuchten verloren und rabenschwarz wurden. Seine Haut noch so rosig nun so fahl und blass. Auch wenn der erste Blick im Spiegel einen Schrei erzeugten fing er an sein neues Aussehen noch mehr zu mögen als das Vorherige. „Es war wie eine Wiedergeburt ….“ waren Worte, die ihm über die Lippen kamen, während er sich im Spiegel weiterhin ansah. Er schloss seine Augen und überlegte sich, welche Worte er morgen über die Lippen bringen würde. Die Aufgabe von Fames war klar und er wusste, dass am morgigen Abend nicht nur die Blicke der Geschwister auf ihn lasten würden. Auch wenn er von seiner Schönheit überzeugt war so wusste er, dass bei Krathor andere Werte oder Worte schwerer lasten. Er wollte ihm gefallen. Er wollte, dass ihm seine Worte gefallen sodass Krathor seiner Dienerschaft ein weiteres Jahr seinen Segen gewähren würde. Es hing so vieles davon ab. Raven dachte auch daran, was passieren könnte, wenn er seine Worte nicht treffend formulieren würde. Oder das falsche Wort an Krathor richten würde, was seinen Zorn auf ihn legen würde. Diese Angst schnürte ihn für eine Weile die Kehle zu. Er richtete dieses Mal seine Worte an Krathor und mehr als sein Leben würde davon abhängen. Tief atmete der junge Mann ein und schloss seine Augen eine Weile. Die Dunkelheit die er gerade sah die beruhigte ihn ein wenig und er beschloss für sich, dass er morgen versuchen sollte, die Umgebung für eine Weile zu vergessen. Neben dem Leuchtturm nahm er das Rauschen der Wellen wahr und er ließ sich auf dieses Geräusch ein, es beruhigte ihn und brachte ihn wieder Ruhe und Frieden. „Wasser sucht sich seinen Weg...ich lasse mich einfach treiben….alles zu seiner Zeit, ich hab die Aufgabe von Fames angenommen, er hat mich nicht grundlos ausgesucht diese Aufgabe zu übernehmen...das beruhigt mich….“ er griff zu einem der Bonbons die er von Andarc bekommen hatte um sich zu beruhigen und wollte das Erste schon öffnen doch er hielt inne „Nein, ich will meine Sinne nicht benebeln und es so durchstehen. Das wäre Krathor nicht würdig….Ich werde es so schaffen, denn ich glaube an mich.“ Diese neue Erkenntnis machte ihn doch schon sehr stolz und er öffnete seine Augen um sich erneut im Spiegel zu betrachten. Der Blick auf sich war aber dieses Mal ein anderer. Ein Blick mit sich selbst im Reinen zu sein eine gewisse Zuversicht, es morgen zu Krathors Zufriedenheit zu meistern, sodass er der Dienerschaft ein weiteres Jahr seine Gunst erwiesen würde, seine Werkzeuge auf Erden zu sein. Sicher gab es auch in vielen Ländern der Erde weitere seiner Anhänger und er war stolz einer dieser zu sein. Stolz, sein Eigentum zu sein. Seine Mundwinkel hoben sich dann an und er betrachtete sich mit größter Zufriedenheit.

Dann griff er zu seinem Schellenkranz und begab sich in den Garten des Leuchtturms und übte sich, den richtigen Takt zu finden vielleicht könnte er ja Instrumente verfluchen, sodass die Klänge diejenigen wahnsinnig machen die diese vernehmen sodass diese Raven Seelen bringen die er dann Krathor opfern könnte? Der Gedanke gefiel Raven in der Tat. Er malte sich aus, wie viele Seelen er dann für Krathor ernten könnte. Vielleicht würden sich diese Klänge dann auch in die Sinne der Hörenden eingraben, dass sie nicht merken würden, was gerade mit ihnen geschieht? Seelenernten könnte dadurch wohl ganz leicht sein. „Ein Barde des Todes, hm….“ Dieser Gedanke ließ ihn gewiss nicht mehr so schnell los und somit übte er weiter und sah dabei aufs andere Ufer wo er die Hautpstadt K'awis erblickte….und seine Delphine sprangen während des Spiels immer höher und wirkten dabei so zufrieden… „Nicht Tiere sollen davon beeinflusst werden nur Opfer die Krathor zufriedenstellen sollen…“ Es gab sicher viele Wege die er sich überlegte, doch dieser Gedanke der verfluchten Klänge brannten sich tiefer in ihn. Wie, wenn nicht in der Musik kann man sich leichter Zugang zur Seele verschaffen…?

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Dienstag 2. Dezember 2025, 02:02
von Raven Vandokir
Die Tage vergingen wie im Flug und doch waren sie ereignisreicher als er es doch erahnt hatte. Erneut durfte erfahren, wie seine Hoffnung, einen Mann fürs Leben zu finden enttäuscht wurde. Zu viel Hoffnungen hatte er in diesen Mann gesteckt. Er ließ ihn alleine mit all seinen Kummer, all seinen Schmerzen. Nicht ein Mal einen Brief mit der Rückfrage wie es ihn doch gehen würde kam an. Das frustete ihn sehr und machte ihn traurig. So traurig dass er wieder zum Instrument seiner Wahl griff und anfing zu spielen.

Wie gerne er doch wen gehabt hätte, der wirklich an seiner Seite wäre doch was er erlebte waren nur Träume die ins Nichts gingen. Er saß wie immer alleine an der Brandung seines Leuchtturmes und sah den Delphinen zu wie sie herumspielten und dachte auch an das Lekka Fest wo er einen Namen gezogen hatte den er beschenken sollte. Dieses wollte er sich aber nicht in seinen derzeitigen Zustand antun. Paare anzusehen wie sie glücklich sind und er würde da nur alleine sitzen. So griff er nach seiner Regenbogenfeder und schrieb Tom einen Brief. Das Geschenk an diese Person legte er noch dazu. So machte er sich auf und ging durch K’awi. Normalerweise blieb er stehen und redete mit den Wachen ob sie was Neues wissen würden doch dieses blieb dann auch schon aus. Sie ahnten schon was mit ihrem Captain los war und schwiegen. Sie wussten wie Raven sein konnte wenn man ihn falsch ansprachen. So legte er den Brief und das Geschenk in den Kasten und nickte. „Er wird schon wissen was er damit zu tun hat….“ waren seine Gedanken die er noch in sich formte und zog seiner Wege….zum Leuchtturm denn er hatte gerade wirklich keine Lust mehr irgendwen zu treffen und er merkte wie sich eine Finsternis auf seinen Herzen ausweitete, eine die er sogar genoss. Wie einen alten Freund hieß er sie willkommen und ging wieder zum Leuchtturm um sich wieder auf seine Brandung auf seinen Sessel zu setzen um sein Instrument zu spielen...das tat er dann auch einige Stunden und wurde sogar deutlich besser. Es beruhigte ihn und lenkte ihn ab. Doch waren dort diese Gedanken. Gedanken die sich um sein Herz legten. „Emotionaler Winter…“ Waren seine neuen Gedanken. Er kannte dieses Gefühl sehr gut wenn sein Herz einfach dicht machte und nichts mehr hinein ließ. Auch merkte er wie ihm die Einsamkeit wieder ein Mal sehr gut tat und er hörte dem Wasser zu wie es sanft gegen das Ufer preschte. „Wo ich alleine bin dann kann ich nicht enttäuscht werden….ihr aber meine Tiere habt mich nie enttäuscht…“ Sprach er zu seinen Tieren die sich neben ihn begaben und seinem Spiel lauschten. Er hätte gerade jetzt gerne wen gehabt der einen Mut zusprechen würde doch da war keiner. Er schüttete den Tieren sein Herz aus und wurde dann doch mehr und mehr trauriger. Er spürte diesen Hass in sich aufkeimen. Ein alles vernichtender Hass, welchen ihn Tränen in die Augen trieb. Tränen die der Mann nicht sah weil er einfach nicht mehr da war. Er würde ihn irgendwann sehen wollen und was dann geschehen würde das konnte er sich jetzt nicht ausmalen. „Geduld irgendwann ist die Zeit dafür...ich habe Geduld… Nachlaufen werde ich durchaus nicht tun.“ Da schüttelte er den Kopf und dann merkte er wie sich Tränen in ihn breit machten. Er griff sich nach einem Tuch und entfernte diese aus seinen Augenwinkeln und dabei bemerkte er nicht, wie sich seine Schminke um die Augen verflüssigte.

Dann hörte er es klingeln und er hoffte, dass der Mann es war der ihm das angetan hatte. Er war bereit ihn den Hals umzudrehen und ihn leiden zu lassen. Dann aber stand da Tom vor seiner Türe und es kam zum Gespräch der beiden Männer. Das Gespräch tat Raven durchaus sehr gut und wenig später umarmten sie sich auch und sprachen weiter. Raven sagte ihm alles, denn Tom war ja auch ehrlich zu ihm. Auch wenn er ihn anfangs nicht sonderlich mochte hatte sich das über die Zeit gelegt und er legte nach und nach seinen groll gegen ihn zur Seite. Er war stets für ihn da und hatte ein offenes Ohr für ihn, dafür war er Tom gerade sehr dankbar. Er gab ihm alle Zeit die er brauchte um sich zu beruhigen, auch wenn er gerade durch seine Tränen sein Hemd besudelte blieb er stehen und gab Raven den Halt den er gerade bitter nötig hatte. Langsam beruhigte sich Raven in Toms Armen und sie lösten die Umarmung gleichermaßen. Es tat gut und war auch befreiend. Zum Abschied legte Tom noch seine Hand erneut Trost spendend auf seine Wange und bot ihm sein offenes Ohr an. Doch er bemerkte auch, dass Raven gerade keine Lust auf Menschen hatte. Also zog er weiter, doch Raven war ihm durchaus sehr dankbar, dass er für ihn da war. So begab er sich zunächst nach oben und kramte ein Tuch hervor und entfernte zunächst seine ganze Schminke die er noch im Gesicht hatte und schrittwieder zur Brandung und setzte sich wieder Spielend hin.

Dann ging ihm der letzte Schellenkranz kaputt und er machte sich auf wieder neue zu besorgen und machte sich zu Christoph auf um neue zu bestellen die am folgenden Tag fertig waren. Auch jene Kränze holte er ab und fing an zu spielen. Aber dieses Mal nicht im Turm sondern eher am Ufer. Er setzte sich ins Gras und fing an zu spielen und sah wie sich die ersten Schneeflocken am anderen Ufer ausweiteten..es dauerte doch eine Weile doch er fing an nachzudenken. Auch an Emerons Worte musste er denken die er ihn am selben Tag mitgab als der Mann ihn verlassen hatte. Selbst am anderen Ufer sitzend sah er zum anderen Ufer, welches sich langsam in eine sanfte Schneedecke hüllte.

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„Erstmal harte Schale aber Stück für Stück öffnen aber nur so weit wie man es wirklich will….“ Den Schneefall beobachtend dachte er auch an den besagten „Emotionalen Winter.“ Auch an einige Worte seiner Glaubensgeschister musste er denken und dachte sich ergänzend dazu...“Am liebsten würde ich ja einen Teil meiner Emotionen in einem Ritual opfern, sie stehen mir so oft im Weg….vielleicht wird es bald ja Zeit….“ Er bestaunte die Schneelandschaft am anderen Ufer und sein Herz fing an, sich in einen kalten Mantel zu legen, sanft und noch unmerklich, so dass Raven es nicht wirklich mitbekam. „Wer keine Emotionen hat dem kann man such nicht weh tun oder verletzen….“ Er kämpfte dagegen an. Vielleicht war es noch nicht so weit dass es heute geschehen würde doch lange würde es nicht mehr auf sich warten lassen, seine alte Form wieder anzunehmen. Doch dieses Mal war etwas anders in ihm. Vielleicht war es nicht zu spät.

Das andere Ufer lud ihn auf einen Spatziergang ein und er begab sich in seinen Leuchtturm und nahm seine Robe von der Garderobe welche er dann anzog. Ihm trieben seine Wege vom Turm fort, von seiner Insel von Kawi und schon fand er sich in einem dichten dunklen Wald wieder, der so ruhig war dass er nur sich selbst hören konnte. Gerade so ein Tag war es an dem er zu seinem Diener wurde vielleicht war es nicht der heutige Tag, denn der Tag war der 18. Alatnar letztes Jahres. Ein Tag der ihn zu dem gemacht hat was er nun ist. „Irgendwann kommt die Rache...dass er nicht da war...irgendwann ….wenn nicht heute, wenn nicht nächste Woche….irgendwann bekommt jeder das was er verdiente...nur Geduld…er hat mich nicht verdient…“ dachte er sich dann und seine Mundwinkel hoben sich selbstgefällig an, während der Schnee sich weiter auf sein Haupt niederlegte. Seine Augenlider schloss er und er fing an, die Kälte um sich herum zu genießen. Seine liebste Jahreszeit ist heran gebrochen. Er lauschte in den Wald hinein und er vernahm kein Geräusch nur seinen eigenen Atem, seinen eigenen Herzschlag und den leisen Schneefall. Er hatte an diesen Abend keine Kapuze die er sich sonst über den Kopf zog noch hatte er seinen dicksten Mantel am Leib. Er hieß alles an sich heran und hieß selbst die Kälte, welche durch den geschmolzenen Schnee entstand willkommen. Seine knielangen Haare legten wurden durch den geschmolzenen Schnee schwerer. Wer Raven kannte er musste gerade jetzt gestehen dass dieser Anblick gerade seltsam wirkte. Doch er ließ es zu.

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Er wurde durch dem was er nun einmal war seltener Krank und somit blieb er noch eine Weile im unschuldig wirkenden Wald stehen und ließ die Kälte in sich hinein, immer ein Stückchen mehr, als würde er einen alten Freund die Türe öffnen…
...dann öffnete er seine Augen und beschloss nach einer geraumen Zeit, sich wieder Richtung Leuchtturm zu begeben….und hatte sein Instrument nach wieder in seiner Hand und übte nass wie er war noch eine ganze Weile weiter ehe er sich zu Bette begab...

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Mittwoch 17. Dezember 2025, 00:19
von Raven Vandokir
Seine Wege trieben ihn der Tage öfters außerhalb von K’awi, denn der Winter war genau sein Monat und die Kälte war ihm eine sehr willkommene Abwechslung von dem was er aus K’awi kannte. Oft stand er einfach nur im Wald und genoss es immer mehr wie die Kälte sich auf seinen Körper legte und auch in jenen Einkehr hielt. Auch öffnete er sein Herz um sie auch dort hinein zu lassen und es fühlte sich immer mehr an als würde er wieder zurück zu sich selbst finden. Gefühle brachten ihn selten weiter sie waren stets das was ihn immer wieder verletzte und das wollte er nicht mehr zulassen. Das war weder mit Krathor noch mit Alatar vereinbar. Auch wenn andere es als Stärke ansehen, Gefühle offen zu zeigen um zu weinen so offenbarte man auch so seine Verletzlichkeit. Da Raven sich ungern verletzlich zeigen wollen würde beschloss er auch da wieder zu seinem alten ich zurück zu kehren, denn sein Vater hat ihm eines gelehrt wo Raven ihm im Nachhinein Recht geben musste, denn Gefühle können einen die Sinne vernebeln. Er hat es erneut feststellen können, dass das was war stets eine Illusion war, was sein könnte. Liebe und Zuneigung sah er nun als Schwäche an denn jenes wurde im letzten Jahr das was ihn gleich zweifach verdeutlichte, dass sie verletzend sein können. Auch wenn er so jung noch war wollte er dieses los werden, dieses Verlangen nach Liebe, denn auch sie war für ihn eher eine Illusion geworden. Er mochte nicht mehr verletzt werden so musste er das aus sich verbannen was ihn verletzen könnte. So kam ihm die Messe gerade recht gelegen, welche er aufsuchen wollte. Was kann nur falsch dran sein, eine Messe zu besuchen und vielleicht etwas mitzunehmen?

An dem Tag wo die Messe statt fand ging er wieder in den Wald hinein und genoss die Einsamkeit die von jenen ausging diese Stille der Nacht so unheilvoll aber doch beruhigend. Seine Wege trieben ihn zu einem See nahe Bajard wo er mit einem Boot zu einem Steg ruderte um die Stille voll und ganz zu genießen. Nur die Kälte und das Wasser was sich um ihn breit machte und aus der Ferne hörte er den Wasserfall, welcher klangvoll im Hintergrund rauschte. Es fing langsam an zu schneien und der Schnee benetzte Ravens schwarzes Haar sanft bevor er schmolz und es nach und nach benässte. Durch die nassen Haare stieg auch eine Kälte in seinen Kopf welche er willkommen hieß. Der junge Mann setzte sich dann auf einen der Bänke und zog seine Beine so zusammen dass er im Schneidersitz saß um auch so zu verharren. Seine filigranen Hände legten sich auf seine Knie und erließ sich erneut vollkommen auf die Kälte ein und saß regungslos dort. Nur seine Haare wehten nasskalt hin und her.

Er dachte auch an seinen Vater wie er Raven damals immer mit nahm als der Alatner hereinbrach. Die Wälder um Bärentrutz waren groß, welche in der Reichsprovinz Weidenheim lagen. Gerade in jenen Wäldern waren sie genau zu dieser Zeit oft unterwegs.

Er ließ den Gedanken abklingen und genoss es immer mehr wie die Kälte die ihm nichts ausmachte immer mehr Besitz von ihn nahm. Er fokussierte sich sogar auf jene und es ließ ihn kurz auflächeln und senkte den Kopf dabei.

Als die Nacht hereinbrach sah er zur filigranen Taschenuhr und bemerkte, dass es nun Zeit wäre sich zum Tempel aufzumachen. So erhob er sich und begab sich nach Rahal…
...in Rahal angekommen gab er den Wachen seinen Schwertgurt als er die Stadt passierte.
Es fühlte sich auf irgend eine Weise auch richtig an, gerade jetzt da zu sein und seine Schritte zum Tempel zu lenken. Es fühlte sich gar wie eine Art von Heimkehr an. Auch wenn er K’awi mochte wusste er ganz genau wo seine Wurzeln lagen und doch war er hin und hergerissen. All die Symbole auf den Straßen und alle Pantherfiguren erinnerten ihn an seinen Vater der als Templer Alatars die Familie eisern reagierte und lenkte. Heute konnte er ihn sehr gut verstehen. Als er dann vor einer Pantherstatue stand ließ sie ihn kurz innehalten. „Weder du noch Krathor dulden Schwäche, es ist meine Aufgabe sie zu tilgen, dem stelle ich mich...was es auch kosten wird.“

Dann sah er zum Tempel, welcher sich vor ihm auftat...er wusste wie man sich in jenen verhielt denn er war selbst sehr oft in Tempeln unterwegs. Auch wenn er ein Diener Krathors war dessen Stand für ihn höher war als es der Stand vor Alatar war. Trotz allen ließ er sich kurz auf die Knie fallen um Alatar den gebührenden Respekt zu zeigen und begab sich dann auf einen der Bänke. Die Messe war für ihn nicht nur eine willkommene Abwechslung die brachte ihn sogar zum Nachdenken. Es wurden Worte gesagt sie ihn immer wieder zum Nachsinnen brachten…

Es wurden Laternen ausgegeben die durch die Messe an Bedeutung gewannen.

Die Prüfung der Stille: Die Stille zwingt einen sich selbst zu hören.

Damit konnte er sich selbst am ehesten identifizieren, denn er war nicht nur im Winter sehr gerne alleine. Wer braucht schon viele Leute um sich herum wo man sich doch irgendwie doch alleine fühlt oder missverstanden fühlt. So lauscht er sehr gerne in sich selbst hinein im Fehler zu erkennen um an jene zu Arbeiten. Fehler erkennen das können die Wenigsten, denn dieses Erfordert Einsicht und auch Arbeit sich jenen zu stellen.

Die Prüfung des Schattens: Der Schatten zeigt, was wir vermeiden, Heute öffnest du dich ihm.

Er gestand sich ein, dass gerade die Prüfungen wunderbar ineinandergreifen denn es ist wie ein Spiel zwischen Schatten und Licht, dass es sich hierbei um eine eigene Interpretation zur Selbstruflektion handeln könnte. Lange verdrängte Fehler erkennen sie wie ein Geschwür herauslassen ihnen in die Augen sehen und dran arbeiten dass dieser Fehler nicht weiter Besitz von einen ergreifen kann. Wie viele kennen nur ihre Fehler aber arbeiten nicht daran um ihrer Perfektion wegen?

Und dann wäre da die Prüfung der Kälte, welche für jeden auf seine Weise an Gewicht hat. Bis zum 21. Alatner soll man sich der Kälte widmen und nur eine Kerze soll Wärme spenden. Eine Kerze welche ausgegeben wurde um etwas Wärme zu spenden. Nach der Messe wurde jeder angehalten alle Kamine zu löschen und alles was Wärme spendet und als die Messe zu Ende war beobachtete Raven, wie die Fenster der Häuser an Farbe verloren. Dort wo einst warmes Licht loderte herrschte eine Kälte. So trieben seine Wege ihn in einen der Häuser und stellte sich vor einem der Fenster und dachte auch an die Worte von Horatio nach und er besah sich die Fenster, wo bereits nach wenigen Momenten Eisblumen wuchsen und er musste unweigerlich über das nachsinnen was er gerade um Zusammenhang mit seinem eigenen Wesen einsehen musste.

Die Eisblume, dieses vergängliche, filigrane Gebilde auf kaltem Glas, dient als tiefgründige Metapher für die menschliche Persönlichkeit, insbesondere für deren verborgene, schützende und einzigartige Facetten.

Die äußere Kälte als Schutzmechanismus...

Wie die Eisblume nur in der Kälte entsteht, kann sie die introvertierte oder reservierte Natur eines Menschen symbolisieren. Die "kalte Scheibe" ist die Grenze, die wir zwischen unserem Innersten und der Außenwelt ziehen. Diese Kälte ist kein Zeichen von Gefühlslosigkeit, sondern ein notwendiger Schutzmechanismus. Nur wer es schafft, die Scheibe von außen zu erwärmen – also Vertrauen und Geduld aufzubringen – kann den Blick auf das Innere erhaschen.

Die Einzigartigkeit des Musters...

Jede Eisblume ist ein Unikat; das Muster eines jeden Fensters ist einzigartig. Übertragen auf die Persönlichkeit steht dies für die unverwechselbare Individualität jedes Menschen. Diese Muster sind nicht willkürlich, sondern das Ergebnis spezifischer Bedingungen zu unseren einzigartigen Lebenserfahrungen, Prägungen und Talenten, die unser inneres Selbst formen. Sie sind die spezifischen Linien unserer Geschichte.

Die Zerbrechlichkeit und Feinfühligkeit...

Trotz ihrer Schönheit sind Eisblumen extrem fragil. Sie zerfließen beim kleinsten Hauch von Wärme. Dies spiegelt die hohe Sensibilität und innere Zartheit wider. Es sind oft die feinfühligsten Seelen, die sich durch die komplexesten Eisblumenmuster schützen. Sie zeigen, dass ihr innerer Kern leicht verletzt werden kann und deshalb einen gewissen Abstand benötigt. Die Muster sind kompliziert, weil die innere Gefühlswelt kompliziert und tief ist.

Das Verborgene und die Tiefe...

Die Eisblume bedeckt die klare Sicht nach draußen. Sie verhindert den schnellen, oberflächlichen Blick und zwingt zur Achtsamkeit. Sie repräsentiert die verborgene Tiefe einer Persönlichkeit – die Geheimnisse, die unausgesprochenen Gedanken und die unentdeckten Potenziale, die nur durch genaues Hinsehen und Reflektieren erkannt werden. Die wahre Schönheit liegt nicht in der Funktion des Fensters, sondern in der kunstvollen Verhüllung.

Die Eisblume der Persönlichkeit ist das filigrane, schützende Kunstwerk, das durch die Kombination aus innerer Zartheit und äußerer Abgrenzung entsteht. Sie lädt andere ein, nicht nur die Oberfläche wahrzunehmen, sondern die einzigartige, komplexe Schönheit zu schätzen, die durch die individuellen "Kälteperioden" des Lebens geformt wurde. Sie erinnert uns daran, dass das Schönste oft das Zerbrechlichste und am stärksten geschützte ist.


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Er spürte wie ein kalter Schauer über seinen Rücken fuhr und wenig später erkannte er auch den Grund. Er konnte spüren, wann sich ein Diener in der Nähe befand und aus dem von Eisblumen verhangenen Fensters erkannte er wie Fames durch die Gassen ging….der Diener vor dem er den meisten Respekt hatte. Schon alleine sein Auftreten sorgte für den gewissen Respekt. Alleine der Stand als Weiße Stimme des Todes sorgte dafür, dass er sich jedes mal seine Macht spürend auf die Knie begeben würde. Die Macht die von ihm ausging war nicht von der Hand zu weisen.

Dann griff er zur Kerze in seiner Tasche und ihn trieben seine Wege zum Leuchtturm, wo er nur kurz verweilte um die Kerze dahin zu stellen wo sich einst ein Zettel befand wo für ihn bedeutsame Zeilen sich befanden, welche er an jene Person zurücksendete von der die einst stammten.

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Es war für ihn eine Art der Befreiung dieses zu tun. Er sah zum Bett und schüttelte seinen Kopf und ihn trieben seine Wege wieder in die Ferne wo er dann an einem Gasthof bei Varuna auskam und sich zunächst in der Gestalt eines Raben hüllte um dort auf einen der Bäume die Nacht begab um dort auch die Nacht zu verbringen.


Am folgenden Tag war er ebenfalls nur in den Wäldern unterwegs und wartete den Abend ab, wo das Urteil über Althan gesprochen wurde. Da er aber abwägte dass das vielleicht auf K’awi ein schlechtes Bild fallen könnte hüllte er sich in seine andere Gestalt und begab sich als Mondkind dahin. Er betrat das Tempelschiff, zollte Alatar seinen Respekt in dem er sich auf die Knie begab und dann suchte er sich einen Platz und sah wie sich der Tempel füllte. Kaum ein Sitzplatz war frei und er war einer davon. Dann wurde Althan hereingeführt und ihm wurde der Prozess gemacht, all seine Erinnerungen wurden ihn auf eine Weise genommen die ihm gefiel. Er litt es erfreute Ravens Herz auf eine für ihn richtige Weise. Er sah, wie sich Käfer um ihn tummelten, nachdem er vorher schon gut gelitten hat um dann von innen heraus seine Erinnerungen zu fressen. Der Verräter schrie laut auf und Raven erkannte, wie ihm dieser Schmerz der ihn gerade zugefügt wurde gefiel. Es gab für ihn nichts Schöneres als das Leiden der anderen zuzusehen ob Verdient oder eben nicht. Seine Mundwinkel hoben sich dezent an und es war wie Balsam für seine Seele. Er hätte es sich Stundenlang ansehen können doch dann war es vorbei, als der Verräter dann zu Angelica geschleudert wurde, welche ihn dann mitnahm….“Hoffentlich sorgt das jetzt nicht dazu, dass das ein schlechtes Bild auf K’awi wirft, das kann man gerade nicht gebrauchen...elender Verräter…“ Er wollte kurz schnauben aber er unterließ es dann. Er würde sich in Geduld üben müssen und beobachten wie sich die Situation entwickelt….dann trieben ihn seine Wege aus den Tempel heraus und sprach noch kurz mit Darius ehe er sich wieder in die Wälder begab wo er sich wohl aufhielt.

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Sonntag 28. Dezember 2025, 19:17
von Raven Vandokir
Sein knielanges Haar ist von einem tiefen, kompromisslosen Rabenschwarz. Es fällt ihm in langen, glatten Strähnen über die Schultern und glänzt wie der Flügel eines Vogels in der Nacht. Mit schmalen, ruhigen Fingern greift er in die dunkle Flut, kämmt sie beharrlich zurück und streicht sich einzelne Haarpartien aus der Stirn, bis sie perfekt fallen – ein dunkler Rahmen für ein bleiches Gesicht.Dann widmet er sich seinen Augen. Sie sind von einem stechenden Saphirblau, das so klar und intensiv ist, dass es fast künstlich wirkt. Mit einem feinen Pinsel trägt er schwarze Farbe um die Lider auf. Er arbeitet mit der Präzision eines Chirurgen. Das tiefe Schwarz der Schminke frisst sich in die Haut und lässt das Blau seiner Iris wie kostbare Edelsteine aus der Dunkelheit hervorbrechen. Jeder Pinselstrich verstärkt den Kontrast, macht seinen Blick härter, abgründiger und faszinierender.Zuletzt folgt der Mund. Er greift nach einem Stift, dessen Farbe an frisches, pulsierendes Blut erinnert. Langsam führt er die blutrote Farbe über seine Lippen. Die Farbe ist satt und feucht, ein scharfer Akzent gegen die Blässe seiner Haut und die Dunkelheit seines Haares. Als er fertig ist, presst er die Lippen kurz zusammen und betrachtet sein Werk.

Wie so oft er dieses Ritual jeden Tag vom neuen begann so schwirrten ihm immer wieder erneut Worte von Ravena durch den Kopf. Er begann sich für einen Weg zu interessieren doch wollte er die Ideen die er durch Flüche in den Kopf gesetzt hat noch in die Tat umsetzen. Irgendwann würde er ein Instrument verfluchen, dessen Klänge dafür sorgen würden, ihm zu folgen um eine Massenseelenernte zu veranstalten. Alles hat seinen reiz und er begann jeden bis auf wenige Ausnahmen als Quelle einer möglichen Ernte zu betrachten. Dann war noch dieser eine Baum, der auch einer seiner Projekte sein wird die er bald realisieren wollte. Doch erst sollte er wachsen und dann war diese Sache mit dem Anker, welchen er noch aus dem Baum brechen wollte. So trieben ihm seine Wege wieder zur Grabkammer und beschritt den Raum des Seelensteines und dachte erneut an die Worte die Ravena an Tagen zuvor gesprochen hatte. Sie erfuhr für welchen Weg er sich entschieden hatte, den er einschlug. Doch gab sie ihm einiges zu bedenken….“Der Weg ist nicht einfach und bei jedem Schritt den ihr geht….gebt ihr etwas auf. So wie ihr zu Beginn wart, werdet ihr Ihr nicht wieder sein, egal welchen Weg Ihr wählt.“ Dann waren noch Fames Worte die danach folgten...“Und gemeint sind nicht nur die Oberflächlichkeiten allein“
Dass dem so ist, das wurde Raven vor einem Jahr durch seine Weihe gezeigt. Er dachte noch an seine schneeweißen Haare auf die er damals so acht gegeben hatte und stets drauf achtete, dass jene bloß nie beschädigt wurden, welche durch die Weihe rabenschwarz geworden sind. Seine Haut einst so rosig wurde fahl und blass. Dann war das Ritual welches ihm wirken ließ, als hätte er drei Wochen nichts gegessen, wodurch auch seine Schönheit litt. Dies alles waren Dinge, welche ihm immer wieder vor Augen führten, wie Recht Fames und Ravena doch hatten. Auch, wenn er sich äußerlich erholt hatte waren Narben in seiner Seele, welche ihn gerade daran erinnerten, welchen Preis man zu zahlen hatte, sei es Erfolg oder Misserfolg. Auch hier dachte er an Fames Worte, welche er nach Ravens an ihn richtete und er gab ihnen Recht.

Doch dann war da dieser Weg der Konstrukte. Von allen Wegen war es jener den er gehen wollen würde um auch ein Lückenfüller zu werden, denn wie er erfuhr war der Bruder, welcher sich diesen Weg annahm auf Reisen gegangen. Er wollte all jenen Geschwistern die nach ihn kommen oder Interessierten Geschwistern eine Basis sein wo sie ihr Wissen herholen könnten. Er begab sich dann in sie Kammer, die er wohl nun öfters aufsuchen wollen würde um sich mit diesem Pfad vertrauter zu machen.

Er betrat die Grabkammer und verwinkelt offenbart sich ein „Albtraum“ aus Stein und kaltem Eisen, gehüllt in die stickige Atmosphäre eines vergessenen Kerkers. Der Raum ist aus massiven, grob gehauenen Steinquadern errichtet, deren dunkle Fugen die Kälte der Erde förmlich ausatmen. Das spärliche Licht, das die Szenerie erhellt, wirkt unnatürlich und krankhaft; es bricht sich vor allem in einem giftgrünen, leuchtenden Gemälde auf den Bodenplatten, in dessen Zentrum ein bösartiges Auge ununterbrochen nach oben starrt.
In der Mitte dieses düsteren Gewölbes stehen die Werkzeuge des Schmerzes in schrecklicher Erwartung bereit. Eine hölzerne Guillotine ragt wie ein stummes Urteil empor, ihr Beil von frischen, dunklen Schlieren gezeichnet, während eine massive Eiserne Jungfrau daneben im Schatten lauert. Der Boden um diese Apparaturen ist von tiefroten Blutlachen durchtränkt, die zeigen, dass die Stille hier trügerisch ist. Unweit davon dominiert ein steinerner Operationstisch den vorderen Bereich, auf dem die Überreste eines Opfers unter chirurgischer Präzision zerteilt wurden, wobei das Blut in steten Bahnen über den kalten Fels abfließt.
Die Wände des Raumes erzählen die Geschichte eines Erschaffers. Hohe Regale sind bis unter die Decke mit vergilbten Folianten, menschlichen Schädeln und kuriosen Glasgefäßen gefüllt. In den dunklen Winkeln stapeln sich gebleichte Knochenhaufen neben schweren Eisenkisten und Vorratsfässern, als wären menschliche Überreste hier lediglich ein weiterer Rohstoff. Hinter einer Reihe von rostigen Metallgittern im hinteren Teil des Raumes lässt sich das Grauen nur erahnen: Eine skelettierte Gestalt verarrt dort in der Finsternis, während ein unheimlich leuchtender, gelblicher Kokon an der Wand klebt und das Schicksal derer andeutet, die nicht das Glück eines schnellen Todes fanden.
Dieser Raum sollte der Raum sein, wo er die nächsten Monate alleine oder so er hoffte mit anderen Geschwistern forschen würde um sich diesen Pfad anzueignen und irgendwann die ersten Ergebnisse liefern könnte, welche Krathor gefallen würde, so hoffte er, denn er wollte ihm gefallen, dadran lag kein Zweifel…..Dann beschritt er den Raum etwas tiefer und ging zum Operationstisch. Diesen betrachtete er dann etwas genauer...Auf einem kleinen, hölzernen Beistelltisch, der im Schatten des Altars steht, sind chirurgische Werkzeuge aufgereiht: gezackte Knochensägen, skalpellartige Messer mit Griffen aus poliertem Horn und lange, dünne Nadeln, an denen noch getrocknete Sehnen haften. Das Metall dieser Instrumente schimmert matt unter der schwachen Beleuchtung des Raumes und zeugt von ständiger Benutzung. Zu Füßen des Tisches, direkt dort, wo die Blutbahnen im Fugennetz der Bodenplatten zusammenlaufen, steht ein kleiner, kupferner Becken. Es dient offenbar dazu, jene Säfte aufzufangen, die nicht für die dunkle Symbolik am Boden bestimmt sind. Nur wenige Schritte entfernt ragt ein hölzerner Ständer empor, an dem Ketten mit Fleischerhaken herabhängen – bereit, Teile des Opfers für die weitere „Bearbeitung“ in der Schwebe zu halten. Die Luft in der unmittelbaren Nähe des Tisches ist gesättigt von einem beißenden, verwesenden Geruch, der sich mit dem Dunst von frischem Blut vermischt. Es ist das Aroma von Konservierungsmitteln, die in kleinen Phiolen im nahegelegenen Regal lagern, bereit, um die anatomischen Trophäen vor dem Verfall zu schützen. Wer an diesem Tisch steht, spürt nicht nur die Kälte des Steins, sondern auch die methodische Kaltblütigkeit, mit der hier das Leben, welches einst in dem Körper war Schicht für Schicht abgetragen wird.

Als er mit dieser Beobachtung und Betrachtung fertig war heben sich seine Mundwinkel etwas an „Wie ein Heiler nur eben etwas anders…“ Dann ging er zum anderen Ende des Raumes und lehnte sich an die Wand an und atmete tief ein und schloss dabei seine Augen um diese dann wieder zu öffnen, nachdem er ausgeatmet hatte. „Ja, der Weg soll es sein...jedoch werde ich meine beiden Vorhaben die ich noch im Kopf habe beenden….alles zu seiner Zeit…“
Dann verließ er diesen Raum und begab sich wieder aus der Grabkammer heraus doch all die Gedanken, welche er in seinem Kopf hatte blieben ihm erhalten …

Einige Tage danach begab er sich wieder in die Grabkammer um nach Schriften zu suchen doch da stand ein ihn unbekannter Diener der sich gerade dabei war sich aufzuhübschen. Er hatte einen Handspiegel in der Hand und betrachtete sein Aussehen. Dann drehte er den Spiegel herum und bemerkte Raven wohl und drehte sich auch vorstellend um. Es stellte sich heraus, dass es ein Diener war, welcher gerade wieder zurück kam und auch seine Projekte damals hatte. Eine Kugel die die Seelen der Sterbenden einfing. Auch stellte es sich heraus, dass er sich stets als Heiler ausgab. Sein Name war Arco Loberg und sie sprachen ausgiebig über ihre Wege und ihre Projekte. Raven konnte nicht von der Hand weisen dass ihm dieser Austausch sehr gefiel, welcher seine Zeit dauerte. Doch dann merkten sie, wie die Zeit vorangeschritten ist und somit trennten sich ihre Wege...

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Montag 5. Januar 2026, 04:36
von Raven Vandokir
Etwa eine Woche nachdem sich Raven mit Fames und Ravena traf um über seinen Weg zu reden ergab sich ein Unterfangen welches ihm durchaus Antworten lieferte und hin und wieder hellhörig werden ließ. Er sollte seine beste Rüstung einpacken und auch für seine Tränke sorgen, denn es sollte ins Ahnengrab der Menekaner gehen, denn es ergab sich, dass Menekaner für wenige Außenstehende die Möglichkeit einräumten, das Ahnengrab zu betreten. Es wurde durch die Akademie der arkanen Künste durch Ignatius ermöglicht.

Es ging sehr schnell, es wurde sich getroffen und von K’awi wurde ein Portal bis nach Menekur eröffnet wo schon einige Wüstenkinder auf sie warteten. Selbst einige Priester waren anwesend. Aus den Worten der Geschwister wusste er, dass die Priesterschaft der Temora mit ihrer Wirkung, auch wenn es sich um Segen handelt für Unwohlsein und Schlimmeres sorgen könnte. Gut dass er da unvorbereitet war. So musste er nur sein Gesicht hinter einer Maske verbergen, denn Eluives Priesterschaft wäre sicher mit dem von Temoras gleichzusetzen, was eventuelle Auswirkungen angeht. Doch er war zu neugierig. Welcher Diener Krathors könnte von sich behaupten eine persönliche Führung durchs Ahnengrab zu erhalten?

Sie machten sich auf zu einer Pyramide und schon begann die Oberste Priesterin Maheen über jenen Ort zu berichten….

„Wir gehen Jahre, Jahrzehnte zurück…..etwa 1560 Jahre vor dem Bruderkrieg...der Prophet und seine Anhänger zogen damals aus, um ein neues, verheißenes Land zu finden...und auf ihrer Wanderung, lange bevor sie sesshaft wurden...entdeckten sie eine kleinere Insel….Die Ahneninsel….oder auch Insel der Toten genannt….Dort gründeten sie die letzte Ruhestadt für ihre Toten..“

Nachdem sie mit der Einleitung fertig gewesen ist lud sie die Streiter und Neugierigen Seelen ein, das Ahnengrab zu betreten und schon erwarteten einige Untote sie, die recht schnell ihr Ende fangen….schon Tat sich ein neuer Raum auf wo leblose verwesende Körper angekettet und eingesperrt auf ihre totale Verwesung warteten….hier erklärte Maheen recht ausführlich…

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„Wie ihr alle sicher schon sehen konntet, haben sich aus den anfänglich kurzen Gängen im Gestein...viele weitere Pfade und Ebenen tief hinab in die Gebeine der Erde aufgetan. Etwa 360 weitere Jahre nach der Entdeckung der Insel der Toten...dem dritten menekanischen Zeitalter, dem Zeitalter der goldenen Blüte….hatten die Menekaner einen Höhepunkt der Handelsblüte erreicht...vornehmlich durch den verkauf des Salzes… viele Familien wurden wohlhabend und konnten es sich leisten ihre Verstorbenen mit opulenten Grabbeigaben zu bestatten...Auch der Ausbau des Ahnengrabs wurde massiv gefördert...wir sehen hier keine Kargen Gänge sondern Kunstwerke aus Sandgestein...In dieser florierenden Zeit wurden weitere Gräber und Pyramiden in der Durrah erbaut...hin und wieder entdeckt man wieder eine – der Tod wenn man es so sagen möchte...wurde hier jedenfalls vergoldet...Wie wir alle sehen, gilt die reichhaltige Bestattung aus jener Zeit nicht für diese Körper….hier finden wir Eidbrecher...und Verräter...Aus dem Ahnengrab als schlichtes Grabstatt wurde also ein Symbol des Reichtums...und letztlich ist es ein Symbol der Schande...und nur jene die sich eines schlimmen Verbrechens schuldig gemacht haben landen hier….Teilweise sind es Gräber aus alten Zeiten noch vor dem Bruderkrieg...und damit unbescholtene Wüstenkinder. Teilweise hier auf dieser Ebene sogar Verbannte..in etwa die Familie Falah die Umgnade gefallen ist…..“

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Dann zog die Gruppe weiter, die Untoten wurden herausfordernder und hier merkte Raven, was das Wirkend er Priesterschaft mit ihm machte, denn er bekam einen Segen zugesprochen….hier war er so froh eine Maske zu tragen denn dieses sorgte dafür, dass er vor Kopfschmerzen das Gesicht verzog….ihm wurde sogar etwas Übel dabei… so kamen sie wieder in einen neuen Raum und hier wurde es für ihn durchaus interessanter…
Angestrengt lauschte er den gesprochenen Worten…

„Ganz offensichtlich hat der Untod die Grabstätten der Menekaner heimgesucht….Weiß jemand wann dies geschehen ist?“ Sie sah sich im Raum umher und Ignatius ließ verlauten dass es wohl 10 Jahre her gewesen ist vielleicht auch mit Zusammenhang mit Varuna...daraufhin sprach Maheen weiter...“Aiwa. Auch wenn sicher einige von euch wissen, dass der Gefiederte einen Ursprung hat..der weit über unsere Schöpfung hinaus geht….begann alles damit dass der Brudermörder Alatar einen Dämonen beschworen hatte...und ihn zu seinem Diener, seinem handlanger machte...Er sandte jenen handlanger auf die Städter in Varuna, eine riesige Armee an wankenden … stöhnenden Toten, die auf die Mauer der Stadt zuschlurfte….und auch vor unserer Grabstädte unseres Volkes machte der beschworene Rabendämon keinen Halt...seine dunklen Schwingen fielen als Schatten über die Insel des Todes...und die Bestatteten Ahnen erhoben sich gegen ihr eigenes Blut….ihre lebenden Familien…“

Raven war fasziniert von dem was er gerade erfuhr und gut, dass man trotz seiner Kopf schmerzen die er nun durch das Wirken der Priesterschaft hatte sein grinsen nicht sehen konnte welches sich unter der Maske bildete….doch dann begann Maheen weiter zu erzählen und er saugte jedes Wort begeistert auf...Wissen kann nie verkehrt sein…

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„Die Janitschalre konnten sie schließlich zurücktreiben….während die Liedwirker und die Geweihten unseres Volkes mit einem gemeinsamen Bann...auf die Insel der Toten, in das Ahnengrab sperrten...wir haben uns den Schutzsegen oben in der Eingangshalle..also nada selbst ausgedacht...sondern auf eben jener Vorlage neu erschaffen..Nun, seid dem herrscht leider die Dunkelheit hier in den Gräbern meines Volkes...seid dem wachen unsere Krieger, darüber dass nichts aus dem Ahnengrab ausbricht...seid dem verbrennen wir unsere Toten vollständig zu Asche und begraben sie in Urnen unter dem Tempel….seid dem finden nur Verräter hier ihre Ruhestatt…“ so fragte Ignatius noch folgendes...was Raven dann wieder aufhorchen ließ, der gerade gut mit Kopfschmerzen zu tun hatte..“Ist bekannt ob der Rabendämon aus der Syrlis-Sphäre beschworen wurde?“ er erklärte dieses als eine Art Paralenwelt….so sprach Maheen weiter….“Verstehe, mir ist dieser Begriff gänzlich unbekannt...soweit ich mich erinnern kann, gab es Gerüchte, dass der Gefiederte also Kra’thor einen Art Marschall oder Herold des Weltenverschlingers war. Doch aus welcher Sphäre oder Ecke der Nicht-Schöpfung jenes Wesen kam ist mir nicht bekannt….Es gibt jedoch Indizien, Theorien...die die Frage beantworten, woher all jene Dämonen, Daimoniden, Teufel und anderen...Wesen kommen, die sich durch Spalten in unsere Welt zwängen..“

Und schon ging es weiter, Ravens Kopfschmerzen wurden nicht besser, doch er wollte alles Wissen erfahren was er wissen wollte...und somit kamen sie an der vorletzten Station an wo Maheen wieder erklärend ihre Worte an die Streiter richtete….

„Wir haben den bedauerlichen Umstand erfahren, wie die Dunkelheit diesen Ort besudelte...und doch möchte ich euch abschließend erzählen...warum ich die ganze Zeit von einer insel der Toten sprach wir aber keine Insel betreten haben...Es ist noch nicht so viele Jahre her...als die Zeit des Wandelns anbrach...Sicherlich erinnert ihr euch, dass Alatar damals versuchte, die Welt entzwei zu reißen...und die Mara jenen Riss kittete und hielt...in dem sie sich selbst in den Riss begab...Solange, bis Kra’thor, natürlich jener gierige Rabe...versuchte sich in die Mitte der Welt zu graben...um dort Eluive zu überfallen...ich kürze nun hier stark ab...jedenfalls strebte Eluive empor und die Welt drohte zu zerbrechen...und nur das Vermeidliche Opfer des Sternenvaters Horteras sorgte dafür...dass die Maraden wider aufbrechenden Riss und damit die Schöpfung heilen konnte. Zu jener Zeit wandelte das Antlitz der freien harmonie...und viele Orte verschwanden, tauchten an anderen orten wieder auf...und so auch die Toteninsel...sie versank in den Fluten des Meeres...doch das Ahnengrab tauchte an anderer Stelle mitten in der Wüste wieder auf...einige Gänge wurden verschüttet...einige wurden im Verlauf der jüngeren Jahre aufgebrochen...etwa, als man den Orden der Hadcharin gründete...und hier verborgen alte Geheimnisse fand...wer weiß also, was noch hier verborgen schlummert…“

Danach gingen sie weiter und ein Abteil den Raven nicht gerade sonderlich interessierte wurde gezeigt, wo wohl ein Magier als Statue seinen Platz gefunden hatte, doch hier lauschte er nur mit einem halben Ohr mit, da er gerade nur an das eben Erfahrene dachte und es sacken lassen musste. Dann waren da seine Kopfschmerzen die noch schlimmer wurden. Zu seiner Erleichterung wurde nachdem die Erzählung über den Magier fertig war ein Portal geöffnet, welches nach Menekur ging….so trennten sich die Wege der Truppe und Raven, der später am Leuchtturm ankam fiel einfach nur ins Bett und dachte gerade an das eben Erfahrene und an seine Kopfschmerzen und beginnenden extremer werdenden Übelkeit….doch das Unterfangen...sorgte wieder für Ideen...

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2026, 17:48
von Raven Vandokir
Raven hatte sich also für den Weg der Konstrukte entschieden und ihm kamen einige Ideen in den Sinn, was er auf diesen Weg machen könnte. Früher empfand er diesen Weg als wirklich ekelhaft doch nach und nach fand er Gefallen an jenen Weg. „Könnte sein dass ich den Puppenspieler kennen lernen werde...doch sollt ich vorsichtig sein, was gerade diesen Herold betrifft.“ Seine Mundwinkel hoben sich an und er suchte die Grabkammer auf um sich ergänzend zu dem Unterricht zu informieren. Er nahm sich nun einige Bücher aus dem Regal und setzte sich an einen Tisch und schlug das erste Buch auf.

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Er wollte das alles perfekt machen, was er vor hatte da fuhr auch kein Weg dran vorbei sich ins kleinste Detail einzulesen, denn auch bei Unterrichten könnte etwas nicht erwähnt werden was aber wichtig wäre. Dann war noch diese Sache mit dem Blutstein, welcher auch erschaffen werden soll. Ein Stein welcher mit seinem Blut gefüllt wurde und durch ein selbst gemachtes Ritual an sich binden musste. Er wusste auch um die Risiken was damit einher geht doch er lebte in erster Linie auch um zu dienen.

Vielleicht würde er ein Konstrukt aus Fleisch und Blut erschaffen was gnadenlos sein konnte um der Dienerschaft nützlich sein könnte. Doch primär dachte er auch dran, was Krathor gefallen könnte. Es gab so vieles was er erstellen könnte. Vielleicht würde er eines Tages ein Schiff erschaffen was allein dadurch existiert, weil dessen Crew über die Meere zieht um Schiffe zu überfallen um dessen Besatzung zu opfern. Dann dachte er auch tiefer. Was wäre wenn es ein Konstrukt geben würde was unter der Wasseroberfläche wäre, wohl mit dem Ziel des Schiffes. Diese Gedanken ließen ihn grinsen, weil beides für eine gute Ernte sorgen würde. Er begann Menschen eher als Hülle zu sehen die einfach existieren um ihnen irgendwann das zu ernten, was er Krathor mit Freude geben würde. Er opferte schließlich jeden Tag eine Seele. Es war für ihn eine tägliche Routine.

Seine saphirblauen Augen glitten über die Zeilen des Buchs und schritt durch die Bücherei der Grabkammer und las Zeile für Zeile durch. Auch dachte er an die Konstrukte die wohl ein Bruder dort in den Zellen hat stehen lassen. Vielleicht würde er sie eines Tages benutzen um weiter an jenen zu forschen.

Er setzte sich dann hin und begann ein Buch genauer zu lesen und überflog die Zeilen und war wie vernarrt darin keine Zeile, dein Detail zu übersehen, denn er wollte diesen Weg gehen. Fleisch, Knochen und sogar Holz und Metall waren Teil dieses Weges. Im Grunde alles wo draus ein Schiff auch bestehen könnte egal wie man es sehen würde. Selbst das Unterwasserschiff.
Nun setzte er sich an einem der Tische und schlug seine Beine übereinander und setzte sich entspannt hin und las weiter.

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„Auf saubere Schnittstellen sind zu achten und….nunja...ein Bruder hat sich wohl einen Arm angepflanzt...vielleicht werde ich mir ja noch Flügel die ich selbst konstruiert habe annähen...wer weiß…“ Waren seine Gedanken welche er dabei hatte und nahm sich einen Schluck vom Welch mit einer roten Flüssigkeit und leckte sich diese dann auch von den Lippen. Doch zunächst galt es heraus zu finden wie das so ist, wenn man selbst etwas erschafft, was dann durch Zutun der Geschwister und die Kraft des Puppenspielers gelenkt wird. Der Gedanke an die Flügel gefiel ihm dazu besonders gut, auch wenn es ihn dann unwiderruflich als Diener enttarnen würde. Er dachte noch kurz an Iven, welcher ihn als „Engel“ bezeichnet hatte. „Ja, dann wäre ich durchaus ein dunkler Engel...gefällt mir…“

Er würde sich noch weiter mit diesem Thema beschäftigen, Ideen hatte er genug doch wagte er es sich noch nicht all jene Ideen über die Lippen zu bringen, er war kein Mann vom Gedanken aussprechen. Er zerdachte sich vieles, auch was man mit so Konstrukten noch anstellen könnte. „Ein Krieger mit mehreren Armen der nach meinem Willen agiert….vielleicht 8 Arme und in jeder Hand ein geweihtes Schwert…“ Kurz zuckte sein rechter Mundwinkel empor… Dann kramte er ein Heilerbuch hervor und dachte auch daran, dass Wissen der Heiler auch vom Nutzen sein könnte. Gewisse Kenntnisse über Anatomie und Heilung….“Wunden gut zusammennähen...Gefäße zusammenführen….und so….weiter…“ Erneut griff er zu dem Kelch mit der roten Flüssigkeit und trank einen guten Schluck...dann war noch der Baum...den er vor einigen Monden verfluchte und erhob sich und schritt durch die Grabkammer und begab sich zu jenem und goss diesen wieder mit seinem Blut-Wassergemisch. Er würde im Laufe des Jahres auf sie zukommen. Dann brach er einen Ast ab und steckte diesen in die von Blut getränkte Erde. Jener soll der Anker des Baumes werden. „Etwas wie ein Heiler-Druide….von beiden etwas aber nur das Beste…“ Er schloss seine Augen und lächelte selig und senkte dankend den Kopf, als würde er gerade in einem stillen Dankgebet an Krathor verweilen.

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Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2026, 00:22
von Raven Vandokir
Er hatte sein Material besorgt.

Ein Arm, welchen er sauber abgetrennt hatte. Doch nun galt es, diesen erst einmal haltbar zu machen Das Blut tropfte noch aus diesem Arm und er suchte sich eine kühle Stelle in der Grabkammer, die auch schnell gefunden wurde. Er hatte sich am Vortag einen Sack Salz aus seinem Lager besorgt den er sich bereit stellte. Er befand sich in der Kammer wo die ganzen Konstrukte sie ein Bruder fertigte welcher auf Reisen war, so konnte man es sich schon denken was in der einen oder anderen Kiste war. Er zog die Kiste an sich heran und streute das erste Salz auf den Boden der Truhe. Als er die erste Schicht Salz fertig hatte wickelte er den Arm aus und legte diesen sorgsam auf das Salz. Er betrachtete die Schnittstelle, welche er eben noch mit der Axt sauber abtrennte und nickte zufrieden. Salz war gut zum konservieren da es Flüssigkeiten band und somit einer vorzeitigen Fäule vorbeugte. Dann griff der Junge Mann zu einer Rumflasche die er stets dabei hatte und begoss den Arm vorsichtig mit dem Alkohol und ließ keinen Flecken aus. Als er damit fertig war, legte er die Flasche wieder zur Seite nun war es an ihm die Kiste mit dem restlichen Salz zu füllen. Er füllte die Kiste so weit, dass er den Arm nicht mehr sehen konnte. Dann schloss er die Kiste ab und sah auch zu, dass er diese mit unzähligen Laken abdichtete um die Luftzufuhr zu unterbrechen. Der Arm sollte schön frisch sein, wenn er zum nächsten Unterricht gebraucht wird.

Nun schloss er seien Augen und dachte über den Abend nach und musste sich eingestehen, dass ihm die Schreie der Banditen gefiel. Es war wie Balsam für seine eigene Seele nur schöner. Er gestand sich ein, dass der Weg der Gewalt auch einer ist den er schon lange geht. Auch wenn er heute gerne einen vor sich gehabt hätte dem er dieses vom herzen gerne antun würde genoss er dieses mit größter Zufriedenheit. Die Schreie waren in einem Kopf gekrochen und es tat ihm sehr gut diese erneut zu hören. Besonders der Schrei des Banditen, welchen er gerade noch den Arm abgetrennt hatte. Wie gerne hätte er weiter mit jenen gespielt. Er würde sich an jeden seiner Schreie erfreuen. Dann schlug er seien Augen wieder auf und betrachtete die Truhe vor sich, welche er dann erst ein mal in eine Ecke schob. Seine Blicke glitten durch die Kammer, welche seine Werkstatt werden sollte. Denn er war sich sicher, dass der Weg der Fleischformung der war, welchen er gehen will. Dass er sich eines Tages vielleicht selbst als Objekt nutzen würde gefiel ihm deutlich. Doch wenn er dies tun würde so müsste es perfekt sein, denn er wollte sich nicht verunstalten. So hieß es weiter an seiner Perfektion zu arbeiten. So ging er erneut in die Bücherei und nahm sich erneut Buch für Buch vor um sich weiter auf seinen Pfad vorzubereiten.
Als er einige Zeit damit verbracht hatte, sein Wissen aufzubessern legte er das Buch weg und erhob sich und richtete sich seien Robe und ging die Treppen hinab und bog einen weiteren Gang ab der zum Blutbad führte. Er zog sich dann auch aus und faltete seine Robe säuberlich zusammen und ordnete alles neben dem Becken. Dann schritt er auf das Bad zu und glitt in die rote Flüssigkeit ein und setzte sich alsbald in dem Becken. Der junge Mann lehnte sich gegen den Wand und schloss genießend seine Augen und atmete den leicht nach Eisen riechenden Duft ein und schien sich weiter zu entspannen. Er griff zu einem der Schädel welcher gerade hinter ihn lag und sah ihn an. „Hm wie soll ich meine erste eigene Kreation nennen? Mir schweben so viele Namen in den Kopf herum….Isabelle ist ein guter Name für so was finde ich…“

Er legte den Schädel zur Seite und schloss seine Augen um sich dann komplett in der Flüssigkeit zu tauchen. Er wartete eine gewisse Zeit ehe er wieder auftauchte und sein blutbeschmiertes Gesicht mit seiner Hand abwusch. Seine Blicke fuhren umher und er griff zu dem Schädel, den er schon fast liebevoll streichelte und betrachtete. Er hatte diesen Schädel einst in der Hand gehalten doch lag dieser Moment eine Weile zurück. Es war die zeit wo er noch nach seinen Weg suchte nach dem er forschen wollen würde. Nun sah er den Schädel faszinierter entgegen als er es damals tat. Er griff nach dem Kiefer und bewegte diesen. Seine Augen waren auf das Gelenk gerichtet wo das Kiefer fest saß. Raven drehte den Schädel in seiner Hand und betrachtete diesen genau. „Ein Puppenspiel aus Fleisch und Blut….“ Nun dachte er auch an den Puppenspieler. Er hoffte sehr, dass er es mit diesem Herold nicht verscherzen wollte. Von seinen Geschwistern wusste er auch, dass es unter Umständen der Fall sein könnte, dass man die Gunst eines Herolds gewinnen könnte. Das wäre durchaus etwas was Raven gefallen könnte. Wenn er schon diesen Weg gehen sollte, warum sich nicht gut mit diesen Herold stellen? Vielleicht sieht er ja durchaus gut aus. Wer weiß das schon? Dann dachte er noch an den Blutstein den er noch fertigen sollte. Dieses sollte der nächste Schritt sein. Denn eine Konstruktion würde nur durch dieses oder durch spezielle Zeichen gelenkt werden. Nun legte er den Schädel auf den Rand und begab sich schließlich zum Rand und griff nach dem Badetuch womit er sich abtupfte. Er ließ seine Robe entstehen und ging die Wege bis zum Bad empor, wo er sich vom Blut befreite und da war er sehr genau, dass nichts drauf hinwies dass er eben ein Blutbad genommen hatte.

Dann ging er wieder hinaus in die Nacht...


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Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Samstag 21. Februar 2026, 15:49
von Raven Vandokir
Nachdem einige Tage verstrichen waren rief er mit seiner Schwester Emilia und seinem Bruder Arco ein Treffen der Diener ein wo er seinen Geschwistern ihre nächsten Pläne unterbreitete. Auch wenn die Planung anders verlief als gedacht war er jedem seiner Geschwister dankbar, dass sie offen über ihre Bedenken sprachen und Alternativen darlegten. Anders als vermutet fand er an dem alternativen Plan Gefallen und beschloss, dass dieser Plan sinnvoller war als der eigentliche Plan.

Doch wurde an diesen Abend der Puppenspieler mehrfach erwähnt. Er wusste, dass der Puppenspieler wohl der Gefährlichste der Herolde war aber das machte Raven eher neugierig ihn vielleicht persönlich kennen zu lernen. Er erinnerte sich auch an diese Frau welcher er wenige Stunden zuvor begegnete, als er als Raven unterwegs war. Anfangs war sie frech doch allein durch sein Auftreten und seine Blicke schaffte er es, dass sie es mit der Angst zu tun bekam und sich sogar in die Hose machte und es vorzog, das Weite zu suchen. Was könnte er mit ihr anstellen, wenn er sie lenken würde? Gegen ihren Willen Dinge tun lässt und sie als Marionette brauchen würde. Das wäre doch etwas was sie nicht so leicht vergessen würde. Vielleicht würde seine Macht dann so weit gehen dass er sie Wochenlang als Marionette brauchen könnte. Ein leichtes Nicken ging dann von Raven aus. Am morgigen Tag wollte er mehr in diese Richtung forschen und entschied diesen Abend eigentlich ruhig ausklingen zu lassen und ging eine Runde durch die Kawianische Hauptstadt eher dann sah, dass sein Partner gerade bei sich zu Hause war. An diesem Abend verbrachten sie noch aufregende Stunden bevor er friedlich in seinen Armen einschlief.

Am nächsten Tag wachte er auf und sah seinen Partner friedlich liegen, wenn er nur wüsste was er sich da in die Bude geholt hat. Diese Gewissheit zauberte ihm ein lächeln auf seinen Zügen und erhob sich dann und zog sich an und machte sich auf den Weg durch die Lande zu streifen und seinen Kopf erst einmal frei zu bekommen. So sattelte er seine Stute Masamune und ritt durch die Lande um den Kopf frei zu bekommen. Seine Gedanken waren gerade nicht auf Kawi gerichtet oder gerade auf seinen Partner, seine Gedanken waren tiefgründiger und etwas fesselte ihn an diesen Gedanken, eine gewisse Verbindung zum Puppenspieler herzustellen, was sein Wunsch geworden war. Ja er war neugierig auf ihn geworden. „War das vielleicht auch der Weg, welchen meine Mutter vor mir ging?“.

Sein Wunsch eine Bindung mit ihm einzugehen wie es Kevke zum Prinzen der Seuchen aufgebaut hatte wuchs stetig etwas mehr, sodass er beschloss, zur Nimmerruh zu reiten um sich wie oft in der Bücherei einzunisten, welche etliche Bücher beinhaltete. Bücher, welche nie von wem anderes gelesen werden sollten. Zu gefährlich ist das Wissen, welches in jenen Werken über Jahre gesammelt wurde. Werke aus vergessener Zeit die Wissen beinhalteten welches unter Verschluss gehört. Selbst er hinterließ ein Buch, welches seine Erfahrungen zum Ahnengrab beinhaltete. Vor einem Buch blieb er dann stehen und seine linke Hand griff zu jenem Buch. Es ging hier um die Herolde des Rabenherrn und er schlug das Buch auf und begab sich auf seinen Lieblingsplatz ganz am Ende des Korridors und schlug Seite um Seite um dann bei einer Speziellen Seite stehen zu bleiben. Recht schnell gelang er auf die Seite wo es um den Puppenspieler ging und er begann die Zeilen leise zu lesen.

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„Der Puppenspieler - Einer der gefährlichsten Herolde. Er herrscht nicht über Geist oder Seele, sondern über den Körper selbst. Er lenkt Muskeln, Sehnen und Gelenke. Seine Opfer leben, fühlen und leiden, während ihr Körper fremden Befehlen folgt.
Er erscheint selten offen. Berichte beschreiben eine hochgewachsene, schmale Gestalt in einem schwarzen, schattenhaften Mantel. Aus seinen Fingern gehen feine Fäden hervor. Seine Stimme ist sanft, fast betörend. Er spricht leise, doch man hört ihn immer.
Er wirkt an Orten des Leids. Er greift nach Toten und Lebenden gleichermaßen. Manche Opfer überleben. Sie kehren leer zurück, unsicher, ob ihr Körper je wieder ihnen gehört. Nur die Weiße Frau soll ihm einmal Einhalt geboten haben, nicht durch Kraft, sondern durch Erinnerung.
Über seinen Ursprung wird gestritten. Alte Texte sprechen von Neugier, nicht von Bosheit. Das macht ihn nicht weniger gefährlich. „ Hier nickte er leicht und las einige Zeilen weiter von einem anderen Herold und las die wenigen Zeilen die er dort vorfand ebenfalls leise für sich vor.

„Der Schwarze Mann, der Fleischformer - Bruder der Weißen Frau. Zuständig für die Körper der Toten. Er beseelt, formt und erweckt. Nach seiner Befreiung nahm die Zahl der Untoten stetig zu. Er unterstützt jedes Werk, das Tote zusammenführt.“

Er nahm dann noch einige Werke hervor und schlug diese auf um sein Wissen anzureichern, denn er wollte für den Fall dass er einen von beiden traf vorbereitet sein. „Wie schade dass sich die beiden Herolde nicht zusammen tun können…“ Er erwischte sich bei dem Gedanken, es beiden zu beweisen, jedoch primär dem Puppenspieler. Er hatte doch etwas, was Raven ausmachte. Seine Neugierde. Er war auf die alten texte gespannt, welche mehr über ihn aussagten als es dieser Text tat es er sah zur Kerze welche neben seinem Schreibtisch flackerte. „Texte sagen vieles aus, vielleicht habe ich ja eines Tages das Privileg, ihn wirklich kennen zu lernen. Er macht mich doch schon neugierig...Oh Krathor, lasse mich wie deine Herolde dir ein gutes Werkzeug sein, kost es auch was es wolle…“ Diese Worte dachte er sich jedoch, denn er wusste dass die Grabkammer der Ort war, wo Krathor seine Augen und Ohren überall hatte wie es auch seine Herolde taten. Vielleicht waren sie gerade bei ihm und beobachteten ihn. Er nahm dann das nächste Buch aus dem Regal welches er eingehend studierte und dabei merkte er kaum, wie die Zeit voranschritt.

Seine Gedanken kreisten jedoch von nun an um den Puppenspieler, auch wenn er gerade an die Sache mit seinem Vorhaben mit Emilia und Arco dachte. Das wollte er auf jeden Fall als Nächstes anstreben dieses abgeschlossen zu haben ehe er seine nächsten Projekte und Themen anstrebt und der Unterricht der Fleischformung, welcher nun praktisch vollzogen wurde stand ja noch aus und da dachte er an den Arm welchen er in der Truhe hatte und konservierte. „Ja, es wird ein langer Weg aber ….alles auf der Welt hat seinen Preis….Ich will ihn gehen…“ Dann erhob er sich und ging die Treppen hinab und betrachtete den Arm zufrieden als er bemerkte, dass sich nichts an den Zustand veränderte wo er diesen dem Räuber abtrennte hatte….und mit diesem Wissen ging er wieder seiner Wege...

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Dienstag 10. März 2026, 21:25
von Raven Vandokir
Er war wie in den letzten Tagen zuvor vermehrt in der Grabkammer. Das Vorhaben welches er mit Emilia und Arco zum Laufen brachte nahm seinen Lauf und würde alsbald abgeschlossen sein. Doch danach sollte es mit seinem Weg der Fleischformung und den der Konstrukte weitergehen.

Sein letzter Unterricht war sehr aufschlussreich und er gewann einen groben Einblick dazu, wie er einen Blutedelstein erschaffen kann, doch dieses war wie jedes ein Kapitel für sich, denn sicherlich würde auch jenes schief laufen, wenn man es falsch angehen würde und aus eigenen Erfahrungen wusste er dass er dieses unter keinen Umständen nochmal erleben wollen würde, da sein letzter Kontakt mit den Herolden wenig erfreulich ablief und fast gestorben wäre. Da er noch eine Weile leben wollte steigerte er sich wie ein Besessener in diese neue Thematik hinein, denn dieser Blutedelstein war für einige andere Dinge gut und nicht nur für die Fleischformung um seine Wesen, welche er durch Körperteilen zusammenfügte besser steuern zu können. „Warum habe ich mir den schwersten Pfad nur ausgesucht?“ War einer der Gedanken die er aufgriff, als er zu dem Buch der Bücherei der Grabkammer griff, was wohl das Thema der Blutedelsteine aufgriff.

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Er setzte sich wieder an den Schreibtisch, welchen er schon als „zu Hause“ titulierte, da er dort schons ehr oft saß und auch jede Kerbe die dieser Tisch besaß kannte. Er legte ein Bein auf das andere und schob sich auf den Stuhl näher an die Schreibfläche wo er mit der linken Hand das Buch auf den Tisch legte und eben jenes Buch aufschlug. Seine Fingernägel, die er etwas gestutzt hatte aber dennoch spitz und scharf waren fuhren über die Seiten und dabei legte er seine rechte Hand sanft auf den Tisch, wo er mit einem Rubin spielte, welchen er sich mitgenommen hatte. Der junge Mann fand den Abteil schnell, den er finden wollte. Dieser beinhaltete die Anleitung wie man einen Blutedelstein erschafft. Er dachte dabei auch an die Aufgabe, welche er von seiner Schwester Ravena aufgetragen hatte und so griff er nach seiner Schatulle, welche er aufklappte und eine regenbogenfarbene Feder zum Vorschein kommen ließ. Ein Griff nach einen der Schubladen aus jener er ein Blatt herausholte. Seine saphirblauen Augen glitten über die Zeilen hinweg und ihm wurde klar, welche Schritte er zu gehen hatte, um Erfolg zu haben. Beim lesen und beim nachsinnen von dem was er dort zu lesen bekam war ihm klar geworden, dass auch das schief gehen könnte. Er würde ein Gebet an Krathor richten müssen und hoffen, dass seine Worte welche er an ihm richtete ihm zusagen würden, sodass er das Vorhaben ermöglichen würde. Worte sollten Weise uns sehr sorgfältig gewählt werden und auch sollte der Fokus rein darauf abzielen dass er sein Vorhaben genau schildert, wenn er seine Worte an den Rabenherrn richtet. Das sollte wohl seine Hauptaufgabe in den nächsten Tagen sein, welche er sich selbst auferlegt hatte. Er war kein mann, der seine Gedanken lange auf nur eine Sache legte sondern dachte sehr oft schon mehrere Schritte weiter, was durchaus gerade bei diesem Thema alles andere wie zielführend ist. Er las Zeile für Zeile und schrieb diese nieder und machte sich dann Stichpunkte, warum er bei eine Schüssel nehmen würde um das Ritual zu beginnen und beschrieb dieses „Warum“ für sich schlüssig. Dieses machte er bei jeden dieser Punkte und betrachtete sein Werk. Das war wohl auch die Hausaufgabe die er von Schwester Ravena aufgetragen bekommen hatte. Das Gebet sollte folgen, welches er sprechen würde. Doch jenes wollte er nicht „auf die Schnelle“ niederschreiben sondern er wollte die Worte gewählt ausdrücken. Dieses Ritual wollte er durchaus in Ruhe vollziehen ohne viel Aufsehen zu erregen.

Als er den Schreib fertig hatte überflog er seine Zeilen welche er niederschrieb und klappte das Buch zu, welches er dann wieder in das Regal schob woher er es herausgezogen hatte. Den Rubin, den schob er sich in seinen Mantel und nahm sich die Zeit durch die Grabkammer zu wandern. Er sah zur Uhr, welche seid neuem einen Sprung hatte. Moirai’s Worte über jene waren zwar beunruhigend doch ihm kribbelte es in den Fingern mehr heraus zu finden, was passieren würde, wenn die Scheibe wirklich zerreißen würde. Doch seine Vernunft war hier stärker als seine Neugierde und er bewegte den Kopf zum Ritualplatz wo er einst seine Weihe erhielt und atmete die schwere Luft dieser Halle tief ein und schloss seine Augen dabei. Die Ruhe tat ihm gerade gut….“Ich muss mich mehr fokussieren…“ Waren seine Gedanken und er erkannte dieses als einen Fehler an, den er begradigt haben wollte. „Einen Schritt nach den nächsten mit Bedacht...eines nach den Anderen…“ erneut atmete er tief ein und blickte in die Gebetsecke wo er einst zur Rabenmondmesse seinen Teil dazu beitrug diese zu gestalten. Dann verließ er diesen bedeutungsschwangeren Raum und steuerte eine Türe an, welche er dann aufdrückte und den nächsten Unterrichtsraum vorfand, der kleiner war aber durchaus einige Materialien ausliegen hatte, an denen man wunderbar forschen und Wissen erweitern konnte. Dann bog er in einen langen Korridor ab und fand das Blutbad vor, welches er heute nicht nutzen wollte. Seine Schritte trugen ihn zu seinen Baum, welchen er erneut mit dem Blut-Wasser-Gemisch goss. Dem Ableger des Baums ging es wohl auch gut, denn er ist schon ein gutes Stück gewachsen. Zufrieden nickte er und glitt kurz über das Gehölz des Baumes bevor er sich abwandte und seine Blicke zu den Rosen gleiten ließ, welche wohl Victorias Werk waren. „Werde ich sie bald als….Bezugsperson haben?“ Der Gedanke missfiel ihm nicht, denn er lernte gerne von den anderen Dienern auch wenn er sich bei verschiedenen Themen etwas schwerer tat. Doch war er an keiner Zusammenarbeit desinteressiert. Er wollte Wissen ansammeln, aufsaugen und wachsen. Nun griff er sich an seine Schläfe…. „Genug für heute…“ Waren seine Gedanken die er gerade hatte und verließ die Grabkammer dann auch schon.

Auf K’awi angekommen zog er sich die Uniform der Inselwacht an und ging auch Wachgang. Es war so friedlich wie immer. Als er dann am Strand war fand er Schildkröten vor und einige Magier, welche wohl gerade durch Angelica einen Unterricht erhielten. Da auch dort alles friedlich ablief ging er wieder in die Wacht und zog sich wieder um und begab sich an einen einsameren Abteil des Strandes und sah der Untergehenden Sonne entgegen und genoss die warmen Sonnenstrahlen an jenen Abend.

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Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Freitag 13. März 2026, 18:17
von Raven Vandokir
Auch, wenn Raven ein Diener war, welcher sein Leben nach dem Rabenherrn ausrichtete war er auch ein Mann, welcher sich hin und wieder selber was gutes Tat. Da war zum einen sein Partner, welchen er hin und wieder sah. Bücher waren ihn ebenfalls sehr treue Wegbegleiter geworden und dieses schon vor seiner Zeit als Diener. Er mochte Piratengeschichten und alles was mit der See zutun hatte. Dann waren da noch seine beiden Delphine, welche er vor seinem Leuchtturm beobachtete. Diese Wesen waren ihm wirklich sehr ans Herz gewachsen und er könnte sich nie vorstellen je in einer Stadt zu leben, in welcher er vor einer Wand zur nächsten Blicken konnte, wo er nur Pflastersteine vor seinem Haus haben würde. Dieses Ambiente würde ihm sicher nie gefallen. Fast nun ein jahr war es her, als er den Leuchtturm bezog. Eigentlich war es pure Neugierde ob er wirklich Würfelglück hatte. Doch das Glück war an jenen Tag auf seiner Seite. Er würfelte die höchste Zahl mit der 99 und bekam jenen Leuchtturm, welchen er erst dann abgeben würde, wenn er von der Insel weg zieht. Diese Freiheit die er dort verspürte, diese Ruhe war wirklich das, was er liebte. Für ihn stand fest, dass er alles Erdenkliche tun würde, da wohnen zu bleiben. Der junge Mann kannte auch das Leben in Kawi-Stadt doch dieses war inzwischen nicht das was er sich unter Freiheit vorstellen konnte. Die Stadt war an für sich schön gebaut aber dennoch war es ihm dort zu eng und er mochte die Ruhe doch etwas mehr als Gesellschaft, denn jene suchte er sich dann wenn er sie wollte.

Er ging aus seinem Leuchtturm hinaus und sah seine beiden Delphine, welche wohl an jenen Tag auf ihn warteten. Es war schon viel zu lange her, dass er mit ihnen tauchte und heute wollte er nach langer Zeit einfach nur er selbst sein, auch wenn unterschwellig immer noch Krathor in seinem Kopf war. Da er noch unbekleidet war, wie er es immer in seinem Leuchtturm war griff er zu seinen Badesachen und zog diese an. „Na dann lasst uns mal baden gehen meine beiden Freunde!“ Kam es dann mundwinkelanhebend von ihm und schritt durch den Turm, schloss die Türe hinter sich und schritt am Ufer entlang, wo beide Delphine ihm folgten und Raven beobachtete die beiden. Er sah ihnen auch an, wie sie sich schon auf das Bevorstehende freuten denn sie machten größere Sprünge um ihn wohl zu beobachten, denn unter Wasser hätten sie nicht den Blick auf ihn haben können, da das Ufer etwas höher lag als es der Strand wäre. Sie erreichten den Strand zwischen der Hauptinsel und der Leuchtturminsel und so schritt Raven ins Wasser, die Delphine kamen ihm nahe als er sich zunächst im Schneidersitz im Wasser niederließ und seine Augen schloss. Schon merkte er die Haut der beiden Delphine,w elche sich schon dicht an ihn rieben. Sanft legte er beide Hände auf die beiden Delphine ab und streichelte ihnen die Rückenflossen, da beide sich neben ihm begaben. Als er dieses tat dachte er über über diesen Moment nach den ihm gerade so glücklich machte. Selten noch merkte er dieses Glück. Tatsächlich merkte er dieses Gefühl nur noch in Anwesenheit der Delphine, seiner Haustiere oder gar noch bei seinem Freund. Mit dem Rest tat er sich schwer. Er mochte den einen oder anderen Menschen zwar aber das waren nur noch wenige geworden die ihm wirklich was bedeuteten. Vielleicht konnte er sie wirklich nur noch an einer Hand abzählen. Doch er schüttelte diese finsteren Gedanken die er wegen der Menschen hatte ab, in dem er seinen Kopf schüttelte und betrachtete die beiden Delphine und schon waren diese Gedanken fort geschwemmt. So erhob sich der junge Mann dann und schritt tiefer ins Wasser hinein bis er dann noch bis zur Brust im Wasser war. Beide Delphine sprangen über seinen Kopf hinweg und somit glitt Raven ins Wasser hinein und kraulte einige Meter weit. Die Sonne stand zur Mittagszeit hoch und erwärmte das warme Wasser zusätzlich. Dann nahm er einen tiefen Atemzug und tauchte ab.

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Er tauchte zwar nicht so tief wie beim Wrack als er zur Rabenmondmesse den Hammer besorgen musste aber dennoch tief genug dass die Delphine sich um ihn breit machen konnten. So schwammen sie mal über ihn und unter ihm hindurch und Raven drehte sich sogar einige Male um seine eigene Achse „Nur fliegen ist schöner…“ Dachte er sich und tauchte durch einige Korallen hindurch, wo Fische gerade ihren Laich absetzten. Es war wohl Paarungszeit in der Tierwelt, denn selbst die Krabben waren zu jener Zeit sehr gesellig. Kurz tauchte er auf um wieder etwas Luft zu holen und schon tauchte er wieder ab um wieder mit den Delphinen zu tauchen, welche gerade jeweils einen Fisch in ihren Mäulern verschwinden ließen. Er fühlte sich so frei wie seid langem nicht mehr und war dabei auch wirklich glücklich, einfach nur er selbst zu sein. Das warme Wasser massierte seine Haut mit jeder Bewegung die er im Wasser tat und er kopierte wie so oft die Schwimmbewegungen der beiden Tierfreunde die er da gerade um sich herum beobachtete, wie sie schraubenartig um ihm schwammen und scheinbar den Spaß ihres Lebens hatten. Er hatte eine innige Bindung zu den beiden Delphinen aufgebaut, welche Außenstehende schwer verstehen konnten. Sie zeigten ihn eine Sandbank, wo sie mit ihren Schnäbeln in den Sand glitten um dort nach Beute zu suchten. „Hm, wäre ich manchmal nur so wie ihr. Ihr würdet mir sicher mehr zeigen als das…“ Waren seine gedanken und er tauchte erneut auf um Luft zu holen, schon tauchten die beiden Delphine wieder auf und er lauschte, wie sie Luft holten. Das hörte er jedes Mal, wenn sie auftauchten. Für ihn waren Delphine neben Raben die schönsten Tiere überhaupt. Sehr schlau waren sie auch noch wenn man sich mit ihnen beschäftigte und das macht sie so faszinierend. „Raben der Meere…“ Dachte er sich hierbei und tauchte erneut ab und beobachtete beide wohlwollender Natur. In diesem Augenblick war er wohl gerade der glücklichste Mann auf Erden. Er und die Delphine, mit jenen er so lange nicht mehr schwamm und so beschloss er, dieses nun öfters wieder zu machen, da es ihm und den beiden Delphinen gut tat. Spaß durfte man sicherlich mal haben.

Dann wurde er müder und schwamm zum Ufer, beide Delphine schwammen ihm dann noch hinterher , als er sich wieder auf das Ufer des Strandes setzte um beide noch ein Mal ausgiebig zu streicheln, dafür nahm er sich gerne Zeit denn er merkte, wie gut das ihn gerade selbst tat. Die Zeit verrann und er erhob sich wieder zu seinem Leuchtturm und trocknete sich nur grob ab und setzte sich vor seinem Schminktisch und betrachtete sich glücklicher Natur. Er griff zu seiner Bürste und nahm sich Zeit, seine Haare wieder zu bürsten, die noch nass aneinanderklebten. Es verging gut eine Stunde als er damit fertig war und das Haar trocknete während dieser Zeit etwas mehr. Ein Griff zu einer Zitrone, welche er zerteilte und den Saft über seine Haare rieb war seine tägliche Routine, denn dieses Ritual kräftigte sein Haar zusätzlich. Dann griff er wieder zur Bürste und bürstete sich den Saft in die Haare ein. Als er damit fertig war legte er sich einen Turban an, wo er seine Haare einwickelte, um sie dadurch zu schonen. Dann öffnete er eine Schublade des Schminktisches und nahm einen Tiegel heraus, in welchen er Aloesalbe aufbewahrt hatte. Diese strich er sich über seine Haut um auch jene zu pflegen. Schon bemerkte er die Müdigkeit, welche sich in ihm breit machte und er begab sich ins Bett, denn heute wollte er zum Appell ausgeruht sein und wer weiß, was danach noch so alles geschehen mochte?

So begab sich Raven zu seinem Bett und legte sich hin und schloss seine Augen und träumte….
...er träumte von der Unterwasserwelt, welche so faszinierend auf ihn wirkte. Er träumte auch von seinen beiden Delphinfreunden, welche ihn auch in seinem Traum aufgesucht hatten und mit ihm um die Wette schwammen. Seine Bewegungen waren die eines Delphines, welche pfeilschnell durch das Wasser glitten. Raven und die beiden Delphine leisteten sich einen Wettbewerb wer schneller wäre. Sie schwammen über das Wrack, welches bei Kawi auf Grund lag. Doch Luft brauchte Raven in diesen Traum nicht...er atmete unter Wasser er tauchte tiefer und erkundete auch dort Regionen die wohl nie ein mensch Gesehen haben könnte….Dann drehte er sich um und sah wie beide Delphine um seine Flossen tanzten...auch wenn dieses nur ein Traum war, so zeichnete sich dennoch ein Lächeln auf die zarten Zügen des Träumenden ab…

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Und dann öffnete er nach Stunden seine Augen wieder und seine Gedanken lagen wieder auf erstere Themen. Eines davon war das Vorhaben, welches er mit Arco und Emilia plante...

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 17:23
von Raven Vandokir
Das Vorhaben, welches Raven mit Emilia und Arco vor hatte rückte immer näher. Und Raven, welcher durch Ravena erneut auf die Gefahren eines misslungenen Rituals aufgeklärt wurde erkannte recht schnell, dass er sich mit seinen Geschwistern zusammen tun sollte dieses Ritual zu besprechen. Er sprach mit beiden und beide erkannten, dass sie dieses gewissenhaft planen sollten ehe sie dieses beginnen sollten. Schnell wurde ein tag und eine Zeit ausgemacht, wo die dieses Ritual durchsprechen sollten. Der Tag kam, Raven war schon aufgeregt und überlegte schon, da es ein gemeinsames Ritual sein soll, wer welchen Abteil übernehmen sollte. Als der junge Mann in die Grabkammer kam stand Arco schon da und es wurden keine großen Reden geschwungen. Leider war Emilia nicht zu gegen, welche wahrscheinlich gerade aufgehalten wurde. Er genoss es, dass Arco und er sich sehr gut verstanden. Er mochte ihn sehr. Er verspürte eine innige Freundschaft zu den doch älteren Diener, sie waren sich in manchen Dingen ähnlich und das mochte Raven besonders an ihn.

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Sie beratschlagten sich, welche Materialien sie zu dem Ritual beifügen sollten. Auch da waren sich die Männer einig und waren sich sicher, dass jene Donarien die Besten für das Ritual waren. Etwas Wildkraut, etwas Wein, Blut und eine Kette die er damals von Iven bekam, als er mit ihm noch einen besseren Stand hatte, doch dieses Schmuckstück diente rein der Symbolik. Dann war Salz das Material, welches den Kreis bildete. Raven fand das wirklich bereichernd, dass er sich mir Arco so gut verstand und hoffte, dass dieses ewig Bestand hätte. Dann kreisten Ravens Gedanken um Emilia, welche er durchaus informieren wollte, was nun besprochen wurde so schrieb er ihr einen Brief, was sie warum gewählt hatten und auch das warum. Diesen legte er ihr dann ins Fach und ging war doch schon müde und legte sich in der Grabkammer in einem der Betten, welche in einem gesonderten Raum standen.

Die Tage vergingen und Raven hatte gerade nur noch den Blick auf das Ritual gerichtet, was bald statt finden sollte und er ertappte sich immer wieder dabei, dass er sich auf dieses Ereignis nur noch fokussierte. Kaum ein anderer Gedanke war noch in seinem Kopf, selbst seine wenigen Leute die er schätzte vergaß er dabei. Die meiste Zeit verbrachte der junge Mann in der Grabkammer und ging das Ritual immer wieder im Gedanken durch….“Kreis mit Salz…..Wein, Blut, Wildkraut und Kette….Donarien erklären…“ er griff zum Buch der Fluchkunde und las es mehrfach, weil er nichts übersehen wollte was noch ergänzend zu dem wichtig war. Fast wie ein Besessener las er dieses eine Buch immer wieder….“Haben wir alles….sind da….Lücken…?“ Vor Müdigkeit legte er das Buch immer wieder zur Seite und ruhte sich aus nur um erneut danach zu greifen um es erneut zu lesen. Er war froh drum, dass er dieses tat denn so wurde er sich ihrer Sache immer sicherer und nach einem halben Tag legte er es bei Seite und rieb sich die Augen...“Das reicht jetzt…“ waren seine Gedanken und schob das Buch in die Lücke wo er dieses auch entnommen hatte.


Dann kam der Tag und der Abend rückte immer näher und Raven ging erneut in die Bücherei um das Buch noch ein letztes Mal zu lesen und verbrachte den Tag in den Mauern der Nimmerruh und ging die Wege ab, welche er sein zu hause nannte. Er hatte schon einiges in den Mauern erlebt. Dinge, welche er nie vergessen konnte und auch nicht vergessen wollte, jene Dinge waren es, welche ihn formten und ihn wachsen ließen. Er goss sein kleines Apfelbäumchen mit dem Blut-Wasser-Gemisch und dachte an Ashtar, welchen er lange nicht gesehen hatte...“Wenn der wüsste was aus seinen Samen wurde, welchen ich aus seinem Apfel entnahm, welchen ich in seinem Garten geerntet hatte...letzten Endes ist auch seine Seele unter Umständen eine die ich zu Krathor schicken werde…“ Dann ging er die Treppen hinauf und durchquerte einen Raum ehe er dann später noch auf den Turm stand und seine Blicke schweifen ließ...“Fokussiert Raven, Fokussiert...konzentriere dich….“ Die Blicke des jungen mannes beobachteten die Sonne, welche langsam unterging und er nickte „Es ist Zeit…“ dann ging er die Treppen hinab und machte sich auf den Weg zur Grabkammer, wo einige seiner Geschwister schon standen. Er nahm einen Sack Salz und bildete damit einen perfekten kreis dann gab er die zu verfluchenden Gegenstände bei und auch die Donarian legte er auf den Rand. Er wurde befragt warum Salz genommen wurde und auch warum die anderen Gegenstände Teil des Rituals war und er erklärte dieses dann auch kurz und knapp und scheinbar waren auch die Stimmen des Todes zufrieden mit dem, was das Ritual anging.

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Arco war es, welcher wohl gerade aufgehalten wurde doch so schmiedete Raven einen Notfallplan und das Ritual begann. Wie gut dass Raven einen Notfallplan im Kopf hatte, sollte dieses Mal einer von beiden fehlen. So war der erste Abteil der, welchen er übernahm. Er erklärte, dass dieses ein Bannkreis ist und warum Salz genommen wurde und auch die ganzen Donarien, Wildkraut, Blut, Wein und seine Kette. Selbst die Stimme des Todes wo er glaubte dass diese überkritisch mit ihm war bot dieses Mal ihre Hilfe an beim Ritual mitzuwirken um den Ritualkreis zu aktivieren, dieses konnte Raven aus Respekt vor ihr nicht ausschlagen und stimmte zu. Sie gab ihre macht an den Ritualkreis ab und Raven und all die anderen Geschwister leiteten ihre Macht an diese Stimme ab um sie zu unterstützen. Emilia hingegen begann, Worte zu Krathor zu richten, welche wohl gewählt waren. Das Gebet war so gut gesprochen dass Emilias Worte erhört wurde und es Bildeten sch Erscheinungen um den kreis und ergänzend dazu wurde verdeutlicht, was geschehen würde, wenn der Fluch aktiv wurde, dieses Bildnis wurde durch Schemen vor seinen Augen verdeutlicht und er hob seine Mundwinkel an voller Stolz und Zuversicht ….eine sadistische Spur legte sich ergänzend auf seine Züge….dann wurde ihnen klar, dass das Ritual ein Erfolg war…
...doch dann hörten sie es knacken und eine Uhr, welche schon bei der Entfluchung Emilas einen Riss bekam bekam erneuten Schaden, welcher dafür sorgte, dass Eis sich um die Uhr breit machte. Sie würden sich alle zeitnah beraten, wie vorgegangen werden sollte. Es legte sich eine gewisse Übelkeit auf jeden von ihnen nieder doch damit war der Tage nicht genug…

Am folgenden Tag wollte Raven zur Kapellenweihe auf La Cabeza. Von der Übelkeit hatte er sich gerade erholt als er seine Schritte zum Ableger auf Kawi lenkte um von dort aus nach La Cabeza zu reisen. Die Überfahrt verlief ruhig und er hatte Zeit sich da etwas umzusehen bevor die Weihe losging. Er kannte einen guten Teil der Leute, welche gerade vor Ort waren und er fühlte sich gut aufgehoben. Er hatte seinen Glauben an Alatar nicht abgelegt sondern fand Wege, beide Glauben in sich zu vereinen, wie Licht und Schatten waren sie Teil seines Lebens geworden. Krathor jedoch belegte den größten Teil seines Herzens. Eine junge Frau kniete auf dem Kissen und war in sich gekehrt als würde sie sich auf etwas fokussieren. Dann erhob Horatio seine Stimme und es wurde schnell klar, was es mit der Frau auf sich hatte, denn jene junge Frau bot sich freiwillig an sich als Opfergabe bereit zu stellen um jenen Ort zu weihen. Zwischenzeitlich zeichnete Auriane das Zeichen Alatars auf der einen oder anderen Stirn mit unter anderen auch Raven. Jene Asche war einst Holz der Kapelle was wohl im Tempel verbrannt wurde um eine gewisse Verbundenheit aufzubauen, jene fand sich allerdings auch auf den Boden der Kapelle wieder. Die Frau wurde gefragt, ob sie dieses freiwillig machen würde oder ob sie Angst hätte….sie war sich der Sache sehr sicher und es kam zu dem, was kommen musste. Sie Kniete sich und Horatio öffnete mit einem gezielten Schnitt den hals sodass Blut aus ihren Hals trat, dieses sah sich Raven natürlich aus dem Blickwinkel an, weil er es genoss, wie ein Mensch seine letzten Momente im Leben hatte, bevor er für immer reglos und leblos war. Das Blut der Frau wurde in einer Schale gesammelt und Horatio begann zu Beten um bei Alatar den Segen zu erhalten, auf dass die Kapelle gesegnet werden würde. Als dann das letzte Blut gesammelt wurde ging Auriane durch die Kapelle und bespritzte die Wände und auch die Anwesenden selbst mit dem Blut...es hätte so gut enden können doch dann regte sich die Frau und hob sich unnatürlich in die Luft….und sprach einen Fluch aus...“Wie Sandkörner durch meine Hand, wird die Zeit durch die Körper rinnen. Den Glauben verlierend, von Schwäche gefüllt, auf dass ihr euer Werk hier nicht fortführen könnt und kläglich zugrunde geht!“ Diese Frau schien ein Medium geworden zu sein, welche wie sich später heraus stellte einen Fluch sprach...dann brach wie reglos in sich zusammendann war dieser Nebel da und dieses erneute unschöne Gefühl….es ging die Weisung heraus, dass man den Ort verlassen sollte also tat Raven genau dieses.

Der Tag danach merkte er, wie kurz seine Geduldsfäden waren und auch bei der Abendlichen Besprechung zum Kawi Kurier merkte er, dass er sich beherrschen musste, sich bei einer Sache nicht offen zu äußern, wie er mit den Zwergen umgehen würde, wenn sie Kawi nicht in Ruhe ließen. Dieses Thema sollte aber keineswegs Thema im Kurier sein denn diese Zeitung sollte nur Gutes hervorbringen, nichts Negatives. Dann war der Abend vorbei und die Themen besorochen und so ging Raven dann zum Leuchtturm und legte sich schlafen…
…am folgenden Tag wachte er auf und sah in den Spiegel…. ein Schrei ging von ihm aus, welcher ganz Kawi gehört haben könnte.

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So konnte er sich nicht länger sehen lassen und somit entschied er sich dazu, sich mit Horatio zu treffen, welcher in der Kapelle mit Evelyn saß und sich beratschlagte, wenig später kam auch Emilia dazu und sie gingen dann nach Rahal um sich die Frau anzusehen...doch auch an jenen Abend waren keine Ergebnisse vorhanden doch er vertraute den Priestern dass sie da Lösungen finden würden oder könnte Krathor auch eine Lösung dabei sein? Den gedanken behielt er aber für sich...am selben Abend wolte er einfach etwas trinken, etwas zu viel trinken um sich die Sinne zu nehmen, sich die Welt schön zu trinken und dann betrat er die Taverne Kawis...alle sahen ihn an, als würden sie gerade einen Fremden sehen und dann kamen Fragen auf, die er nicht beantworten wollte. Er merkte aber, wie schwach wer wurde und nach Hause sollte. Alle waren besorgt was passiert ist dich aus Raven kamen nur schemenhafte Antworten und als er sich dann zur Ruhe begeben wollte erhob er sich vom Hocker und sah Thelar der ihn auch nur schockiert ansah….er ertappte sich dabei, sich Abertausend Fragen zu stellen, was in ihm eine innere Unruhe führte….die Hauptgedanken warn allerdings...“Wie werde ich es los? Werde ich immer so sein..? So Entstellt?….Werde ich wieder hübscher? Wenn ja wie?….“ Dann verlor er das Bewusstsein und landete sanft in Thelars Armen welcher ihn dann auffing und zur Theke brachte. Schnell füllte sich der Raum und er kam wieder zu sich und sah zu Leandra, welche anbot, ihm etwas Wärme zu schenken. Das hätte ihn gerade noch gefehlt, denn dieses wurde bei ihm nicht nur erneute Übelkeit besorgen sondern auch gleichzeitig die Offenbarung dessen was er wirklich ist und somit müsste er seinen geliebten Leuchtturm räumen. Geschickt schaffte er es gerade noch so, dass es nicht dazu kam. Er wollte einfach nur noch schlafen….dieses sagte er nachdem er die Situation geklärt hatte und somit legte sich Thelar Raven über die Schulter und Angelica und Mera begleiteten ihn dabei, wie er in die Inselwacht ins Lazarett getragen wurde….sort sagte er ihnen das was geschehen ist um warum er so nun ist wie er nun ist….doch er gab auch zu verstehen das sie dieses nicht weiter tragen sollten und da vertraute Raven ihnen durchaus...und so schlief er ein...

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Sonntag 22. März 2026, 19:12
von Raven Vandokir
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Er stand am Strand, wie so oft alleine und sah des Abends in den Himmel empor und betrachtete den Mond in seiner Phase. Er hatte etwas beruhigendes an sich. Der größte aller Himmelskörper war er. Doch so wunderschön anzusehen. In seiner Hand hielt er eine Orange welche er mit der linken Hand pellte. Seine Gedanken glitten ab und er schloss die Augen für eine Weile um den Wellen zu lauschen, welche ihn durch ihren Klang beruhigten. Es gab vieles, was ihn beschäftigte. Es war gerade alles zu viel für ihn gewesen doch er wusste, dass solche Zeiten einen formen. Vielleicht war es gerade gut dass er dies alles durchleben musste und erleben musste, denn nichts passiert grundlos. Irgendwas hatte seinen Zweck. Er hatte diese drei Baustellen, welche er abzuarbeiten hatte. Da war zum einen das, was für ihn oberste Priorität hatte die Thematik mit Ravena, welche noch immer in ihrem Kokon aus unechtem Eis eingesponnen war. Dann war da diese Uhr, welche ihm besonders Kopfschmerzen bereitete. Sehr gerne hätte er gehabt, dass diese Uhr wieder die Alte wäre. Doch bis diese wieder die Alte war galt es herauszufinden welche Wege man dafür einzuschlagen hatte. An Zweiter Stelle war dieser Fluch, welcher nach wie vor auf ihn lastete. Er merkte jeden Tag mehr, wie der unnatürliche Alterungsfluch auf ihn lastete und ihn ein Gefühl der Machtlosigkeit gab.Dann waren da die Zwerge die wegen zwei Magiern einen krieg anzetteln wollten, ja einmarschieren wollten. Aber auch in ihm machte sich ein gefühl breit, welches ihn schwer machte es zu ignorieren, denn er fühlte jeden Tag ein Gefühl der Trauer, des Schmerzes und auch ein Gefühl von Leere. Vielleicht war dieses Gefühl aktuell das richtige zu entscheiden was denn nun wichtiger wäre.

Er wusste auch, dass Ravena nicht allzu lange in dem Kokon bleiben sollte, denn wer weiß was sie gerade unbemerkt auf sie einwirkt. Fast wäre er ja selber in einem Kokon eingewickelt worden und hätte ihr Gesellschaft geleistet. Schnell wurden die Diener informiert, sodass man sich berät, wie weiter vorgegangen werden sollte um sie möglichst schnell wieder bei sich zu haben. Dann stand die Uhr noch auf den Plan, welche für ihn eher an zweiter Stelle stand, denn Ravena war für ihn eine wichtige Person geworden. Er kannte sie auch lange Zeit bevor er überhaupt Diener wurde, denn auch damals verstanden sie sich sehr gut. Sie war für ihn eine sehr wichtige Bezugsperson und irgendwie mochte er es auch, dass sie die selben Namen trugen. Sie galt für ihn als eine der schönsten Frauen aber dieses würde er ihr sicherlich nie persönlich sagen wollen. Zumindest nicht in naher Zeit. Er heilt an diesen Abend wo dies mit ihr passierte die erste Wache und hielt die ganze Nacht ein Auge auf sie bis Moirai ihn dann ablösen kam und die nächste Wache schob.

Dann war die Sache mit dem Fluch von Mahru, welcher auf ihn lastete….doch es wurde schon dran gearbeitet eine Lösung zu finden. Da vertraute er den Templern doch ganz und gar doch er hoffte auch, dass diese seine Bedenken berücksichtigen was das Besänftigen der Inselhexe angeht.

Die Zwerge waren für ihn ein eigenes Thema, denn je mehr er sich mit diesen beschäftigte desto mehr gewann die Abneigung in ihm welche mit diesem Volk zu tun hatte. Dass sie nur wegen zwei Magiern so ein Fass aufmachen das verstand Raven nicht wirklich. Warum muss man einen offenen Krieg anzetteln wo man ihn auch anderswo ohne großes Aufsehen aufgreifen könnte? Ganz ungesehen? Dies würde weniger für Aufruhr sorgen. Die Hoffnung, dass der Fluch vor dieser möglichen Schlacht gelöst wurde war groß, da er den einen oder anderen Zwergen gerne selber von seinem Dasein erlösen wollen würde. Wer weiß was man mit einem dieser anstellen könnte? Ein toter Zwerg könnte sicher faszinierend sein, wenn er durch fremde Hände gelenkt wurde und wer weiß was man dann mit ihn unter ihres Gleichen anstellen könnte? Warum nicht gleich ihren berg durch diesen sprengen? Je mehr er über dies nachdachte fing er an, dieses Volk zu hassen. Eine Dunkelheit breitete sich in seinem herzen aus, welche er umarmte und ihm gefiel es, wie dieses Gefühl des Hasses weiter in ihn ausbreitete. Diese Abneigung fühlte sich für ihn verdammt gut an und so verdammt richtig. „Sollen sie nur kommen wenn ich wieder der Alte bin und meine Klinge wird sich an deren Blut, deren Leid, deren Schmerzen...deren Tode erfreuen und nicht nur diese….“ Er grinste hämisch auf als er sich in den ganze Vorstellungen erwischte, was er noch mit diesen anstellen würde. „Sicher dienlich für das eine oder andere Konstrukt, wer weiß wer weiß….wie schmeckt wohl deren…..Blut? Sicherlich eher nach Bier….doch schmecken werden sie sicher nicht….daher dienen sie nur zu Experimenten oder zu Forschungen….wer weiß wer weiß…“ Je mehr er darüber nachsann desto intensiver wurde sein hass geschnürt, der Hass, welchen es galt sich nicht anmerken zu lassen. Hass und Zorn waren ihn nicht fremd, diese Gefühle begleiteten ihn schon das ganze Leben doch er hat gelernt diese über die Zeit zurück zu halten. Er fühlte sich zwar lebendig damit aber nicht vollkommen. „Wer weiß wie lange ich dies noch offen zurückhalten kann….und auch will…“ Seine Blicke glitten nach Bajard am anderen Ufer und er dachte an den Schmied, wo er gehofft hatte aber letzten Endes enttäuscht wurde...“Hass enttäuscht nicht Hass ist erfüllend er ist immer da….tief in mir...auch jener wird es eines Tages merken…“

Er ging dann einige Schritte und setzte sich in den weichen Sand und glitt mit seinen beiden Händen durch sein mittlerweile weißes Haar, welches durch den Fluch Mahrus wieder weiß wurde.

Er wusste nun auch, dass es die Runde machte, warum er so alt geworden ist doch warum sollte man nicht zu einer Weihe einer Kapelle gehen wenn man auch in gewissen Maßen diesen Glauben teilt? Es würde sich für ihn falscher anfühlen, davon zu wissen was passiert und nicht hinzugehen. Man kann glauben ohne zu Agieren, Dienen ist allerdings eine ganz andere Kiste. So fühlte es sich für ihn richtig an, an jenen Abend da zu stehen und in gewissen maßen fühlte er sich an jenen Abend richtig an, dort zu stehen. Wer weiß was für Möglichkeiten er hätte, wäre er Bürger des Reiches aber diese Möglichkeit stand ihm von der Stadthalterin stets offen. „Aber es gibt da ja Gründe warum ich auf Kawi lebe und nicht da….ich fühl mich so hin und hergerissen….“ Doch er wusste auch, dass es irgendwann raus kommen würde was er ist….ein falsches Wort….eine falsche Tat unter den falschen Augen, denn auch vor wenigen tagen wäre es soweit gewesen….er konnte sich gerade noch so mit einer Ausrede im letzten Moment retten, da Leandra ihm fast Temoras Wärme auftragen wollte. Was dann passieren würde das weiß er inzwischen gut durch seine Erfahrung im Ahnengrab. Dass man dort kein falsches Auge auf ihn hatte das lag ganz und gar an der Maske, welche er an jenen Abend trug.

Dann dachte er auch an die Zwerge, denn auch jene hatten ihre Priester, hier könnte es auch unter Umständen dazu kommen, dass sie heraus fanden was er ist. Vielleicht wäre es doch nicht so schlecht gerade „lediert“ und auch „alt“ zu sein, dieses senkt die Wahrscheinlichkeit von einen von denen im Fokus zu sein. „Irgendwann werde ich….deren Blut an meinen Klingen habenf ragt sich nur wann und wo und ich freue mich jetzt schon…“ Er schloss seine Augen und lächelte. Es war kein ehrliches liebes Lächeln sondern ein Lächeln einer Boshaftigkeit, welche noch keiner je bei ihn sehen konnte….War er bald wieder der Alte? „Wenn die Zeit gekommen ist umarme ich mein altes ich und steige wie ein Rabe in die Lüfte auf, welcher lange in Ketten lag…..irgendwann….bald….ich merke es….spürbar….“

Er dachte auch an das Gespräch, was er mit Nephele hatte als Raven und sie Leandra und Emilia beobachteten, dass sie gerne eine „Freundin“ derer Art hätte...vielleicht schaffte er es auch Wege zu finden, dass er sich einen speziellen Zwergen aussucht mit dem er eine gewisse „Freundschaft“ auf einer anderen Ebene führt….

Dann lächelte er und sah wie ein blauer Schmetterling sich zu ihn aufmachte und er streckte seine Hand nach ihm aus….“Bin ich eigentlich böse oder ist das nur die Welt um mich herum….Will mich mein Herz nur schützen...?“

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Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Freitag 27. März 2026, 19:25
von Raven Vandokir
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Er schwang sich in die Lüfte und er fühlte sich frei. In dieser Form fühlte sich Raven besonders wohl, auch wenn er sehr lange keinen Flug hinter sich hatte war es, als dass er dieses schon Jahre tat. Er wurde eins mit der Rabenform die er so mochte. Ein Flügelschlag und er hob sich etwas mehr in die Lüfte und er glitt durch die Wälder und doch flog er nie höher als es ein Baum war, denn er hatte nach wie vor Höhenangst. Seine Schwingen waren ausgestreckt und er flog durch die Bäume hindurch und überflog und unterflog den einen oder anderen Ast, welcher sich vor ihm auftat. Seine Gedanken waren frei wie er es gerade auch war und somit hatte er auch etwas Zeit nachzudenken.

Die Woche war relativ ruhig und er hatte sich mit einigen Geschwistern getroffen um Ravena aus ihrem Kokon aus unechtem Eis zu befreien. Dieser Plan war seine oberste Priorität gewesen, was ihm selbst verwunderte, denn sonst lag sein Augenmerk doch mehr auf sein Erscheinungsbild. Vielleicht braucht er ja bei dieser Alterungssache nichts Weiteres machen als abzuwarten bis er die Sache mit der Inselhexe Mahru geklärt hatte und sie den Fluch von ihm nahm, sollte er zu dieser Zeit nicht anwesend sein, wenn dieses geschieht. Sollte diese es nicht tun so würde er Wege finden wie sie auch diesen Fluch von ihm nehmen würde. Vielleicht ein Abkommen oder einen Pakt? Wege gab es viele...die zum Erfolg führten oder eben nicht.

Raven, welcher als Rabe durch die Lüfte glitt erlaubte es sich, einen Salto zu vollziehen, welchen er wohl schon lange einstudierte, da er es mochte, wie die Kräfte auf ihn wirkten und es mochte schon verspielt aussehen als er dieses tat, denn er umrundete einen Ast, welcher sich gerade vor ihm auftat und flog dann wieder weiter durch diesen dichten Wald, welcher so friedlich war und alle Tiere grasten friedlich zwischen den Bäumen. Die Scheuen Rehe schreckten kurz auf als sie ihn sahen und versteckten sich ins Unterholz und kamen erst dann wieder heraus, als Raven schon lange weg war. Er kannte seine Flügelspannweite sehr genau, daher stieß er auch nie an. Er glitt durch die Wälder als wäre er nie etwas anderes gewesen. Eine kleine Bewegung und er nahm einen neuen Kurs auf und flog vom Schattenwald über das Varuna Flachland Richtung Schwingenstein, welches er umflog und sich doch entschieden hatte zwischen Schwingenstein und Berchgard die kleine Bergpassage zu nehmen und schon nahm er Kurs auf Kronwalden, welches er nördlich umflog und erneut einen Wald vor sich fand, durch welchen er glitt. Seine sanften Flügelbewegungen beschleunigten den Flug etwas und seine Blicke waren nach vorne gerichtet. Seine Flugbahn ließ ihn dann wenig später Junkersteyn erblicken wo er sich kurz auf einen Ast niederließ um über Ashtar nachzusinnen, dem er einst einen Apfel nahm um aus dessen Samen einen Baum zu ziehen, dessen Früchte beim Verzehr jene Schwächten die diese Frucht auch aßen. Im Besten Falle würden sie so schwach dass sie dadurch starben. Dann breitete er seien Flügel wieder aus und hob ab und flog erneut durch einige Bäume hindurch und beschleunigte seinen Flug etwas, in dem er seien Flügel etwas schneller bewegte.

Wenig später Tat sich ein Gebirge vor ihm auf und er musste emporsteigen um dieses Gebirge zu erklimmen , wo er sich erst ein Mal auf den höchsten Punkt niederließ und aufs offene Meer hinaus blickte. Er kannte die Karten und wusste wo La Cabeza lag. Irgendwas zog ihn dahin. Er mochte diese Insel wirklich und gerade diese Hexe machte einen gewissen Reiz aus. Er konnte es sich gut vorstellen, dort zu leben… sogar sehr gut. Das Meer war ruhig und er genoss es, über das endlose Meer hinaus zu sehen und dann atmete der Rabe auf und erhob sich wieder in die Lüfte und sein Ziel war La Cabeza...seine Schwingen bewegten sich mühelos und somit glitt er gen La Cabeza….über das offene Meer hinaus...

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Es war schon ein seltsamer Anblick...ein Rabe auf dem offenen Meer und doch genoss Raven jeden Windhauch der sich um seinen Schnabel legte und er schloss während dessen kurz seine Augen und ließ einen Krächzer von sich, welcher vermuten ließ, dass er dieses gerade sehr zu genießen schien. Inzwischen hatte er seine aufflammende Wut wieder unter Kontrolle aber dennoch war sie gut lodernd vorhanden. Es war nur eine Frage der Zeit, ehe er wieder der Alte werden würde. Seine Gedanken waren jetzt jedoch klar, während er das offene Meer unter sich sah, wo die Sonne sich sanft abspiegelte, welche kurz davor stand, vom Meer verschlungen zu werden, da es schon dunkler wurde. Er dachte dran, wie es gewesen wäre, würde er eines Tages Wege finden, auf seine eigene Weise Pirat zu werden. Seefahrer waren für ihn irgendwie nicht mit Piraten gleichzusetzen denn Piraten hatten für Raven einen ganz eigenen Charme, ja er mochte sie. Gerne wäre er einer geworden….doch Wege gibt es bekanntlich einige und er war noch jung und der Weg der vor ihm lang war lang, wenn er achtsam auf sein eigenes Leben umgehen würde. Dann traute er sich, seinen Blick abzusenken und er erkannte seine von Wellen verworrenen Konturen, welche unter ihn klar erkannbar waren. Diesem gewahr werdent bewegte er seine Flügel schneller und er gewann an Geschwindigkeit und entdeckte das Kind in sich. Er versuchte schneller zu sein als es sein Spiegelbild war und empfand Freude dabei. Er durfte nie eine Kindheit führen wie es andere führten und somit kannte er den einen oder anderen Spaß kaum. Aber jetzt empfand er etwas, was mit der Verspieltheit eines Kindes fast gleichzusetzen war. Er flog etwas höher und schon erkannte er einige Delphine, welche erade auftauchten, um nach Luft zu schnappen. „Zu gerne würde ich eure Welt eines Tages sehen…“ Dachte er sich und gewann an Höhe um der Sonne entgegen zu fliegen. Einige Seefahrer taten sich am Horizont auf, welche ihre Waren von La Cabeza in alle Welt transportierten. Jene wunderten sich jedoch was ein Rabe auf dem offenen Meer zu suchen hatte. Doch seine Route war ungebrochen….sein Kurs war La Cabeza. Zu gerne würde er dort leben doch ihn hielten einige Dinge auf K’awi….sehr gerne würde er an beiden orten leben….doch er konnte nur an einen Ort leben…..“Wie gerne würde ich Lorius davon überzeugen mit mir zu gehen. Dann wäre es nicht so schwer für mich aber er würde mir nicht dahin folgen...es tut schon weh….dann sind da die K’awianer….als Diener bin ich ganz gut auf K’awi aufgestellt da ich in jeden Reich frei agieren kann….aber meine Heimat ist das alatarische Reich….wie gerne würde ich Lorius davon überzeugen…..aber vielleicht gelingt es mir ja eines Tages….ich liebe ihn wirklich…“ Vor ihn sprang ein Wal mit ausgestrecktem Maul dem Himmel entgegen, welcher wohl einiges an Fische in sich aufnahm um dann wieder in die Tiefen des Meeres abzutauchen...schon dachte er an Walfänger, welche diese wunderbaren Wesen einfach töteten und Aßen...hier schüttelte er den Kopf..“Lieber Pirat….Leute überfallen, vielleicht den einen oder anderen Krathor opfern...vielleicht entwerfe ich ja eines Tages durch die Konstrukte ein Schiff, welches ich durch meine Macht steuere. Ein Schiff, welches rein dafür existiert um Krathor Seelen der Seeleute zuzuführen….irgendwie mag ich ja den Begriff“Seelen ernten“ er krächtzte und sah die Sonne weiter absinken. Dann erkannte er eine Insel, welche sich vor ihm auftat, welche Stück für Stück näher kam. Der junge Mann sollte diese Insel einfach nur sehen, da es ich unaufhörlich zu jener Insel trieb. „Es tut so weh nicht nach Hause zu kommen...wie eine Wand die nur ich sehen kann….ach Lorius….ich hoffe ich kann dich eines Tages überzeugen….“ Dann war es soweit und er näherte sich La Cabeza und überflog die Insel aber merkte nicht, wie hoch er heute war, dieses wurde ihn recht spät bewusst und er ließ den Flug tiefer werden….

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Danach flog er wieder los.....nach K'awi und er fing an, einzelne Dinge zu vergessen oder nur verschwommen in Erinnerung zu haben.....
...wenig später fand man ihn als Raven am Strand sitzend und sinnlos aufs Meer hinaus zu blicken, versuchend sich an etwas zu erinnern....und er begann, einzelne Begriffe aufzuzählen....
...der Fluch war noch nicht vorbei.

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Donnerstag 2. April 2026, 21:01
von Raven Vandokir
Eines Morgens wachte Raven auf und ihm ging es so gut wie seid langem nicht mehr. Er fühlte sich wieder jung und seine Sinne waren wieder die eines jungen Mannes. Er ging zum Spiegel….und warf das Tuch von jenem. Er sah in das junge Gesicht, welches er vergötterte, seine langen weißen haare waren wieder weich und glatt und keine Falte war zu sehen. Es war eine Erleichterung, dass diese Baustelle abgearbeitet wurde und er lächelte selbstgefällig auf und ging sich durch seine knielange Haarpracht. Eine Baustelle war also abgearbeitet. Wenig später erfuhr es, dass der Fluch gebrochen wurde und Horatio wohl die Inselhexe Mahu vernichtet hatte, wodurch der Fluch gelöst wurde. Der junge Mann nickte und hob seine Nase wieder an und schon dachte er an die nächste Baustelle, die gelöst werden musste.

An einem Abend sprach er mit seinen Geschwistern, welche Lösungen es geben konnte um Ravena aus dem Kokon zu befreien und noch dazu die Uhr wieder zu der zu machen, welche sie war. Ravena war noch in ihrem Kokon gefangen und die Uhr tauchte einen kleinen Abteil der Grabkammer in eine Eislandschaft aus unechtem Eis. Die pläne waren klar, die Aufgaben verteilt und der Tag an dem der Plan in die Tat umgesetzt wurde kam. Es wurde sogar an ein Opfer gedacht, welches zunächst aufs Eis geführt wurde, jedoch wurde jener Bandit nicht vom Eis verschlungen wie es bei Ravena der Fall war, er blieb dort stehen und blieb jedoch wie angewurzelt stehen. Emilia bot ihn als Opfer an…..er wurde wenig später auch genommen, jedoch blieb das Eis weiterhin Teil der Landschaft. Raven selbst verteilte Kerzen die das Eis in Schach hielten sodass es sich nicht weiter ausbreiten konnte. Victoria aber nahm einige Säcke Salz mit und warf das erste Salz auf das Eis, welches sich dann nach und nach verzog und Ravena frei gaben, jedoch erkannte er Alecia darin wieder….“jetzt lade mich gerne nochmal auf einen Wein ein….ich werde nun noch lieber zu dir kommen….“ Als er sie dann zwischen dem noch vorhandenen Eis zu Boden gehen sah dachte er kaum mehr nach und warf sich zu ihr um sie aus der Situation zu retten und zog sie so weit es ging von der Uhr weg. Es wurde weiteres Salz zur Uhr geworfen und das Eis verschwand, der Riss in der Uhr blieb jedoch bestehen. Raven dachte, es wäre nun erledigt und alles wäre gut. Doch von der Uhr ging ein Sog aus, welcher einige Diener zur Uhr zog…
...er wurde in eine neue Welt gezogen, welche trostlos war und auch kalt. Einige Geister schwirrten rastlos herum und es war ein Grau in Grau. Er war anfangs neugierig aber dann wurde ihm durch Worte der Geschwister klar, wo er mit seinen Geschwistern gelandet war...er war wohl nun in der Geisterwelt gelandet wo auch dieses Eis sich ausbreitete. Wie wurden von dem Eis umzingelt und jeder griff zur Waffe….doch dann wurden sie aus dieser Welt geschmissen, als würde man sie hier nicht haben wollen. Selbst Victoria, welche glaubte, dass sie diese Welt nie wieder sehen würde landete ebenfalls dort.

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Wieder im hier und jetzt angekommen erkannte Raven zwar, dass die Uhr keine Risse mehr hatte, jedoch ging von ihr eine neue Gefahr aus….die Kälte war noch immer ein Teil der Uhr, jedoch ging von ihr ein Heulen aus, welches raumfüllend war...Es wurden Salzsäcke geholt und es wurde ein großer Salzkreis um die Ihr sowie der Treppe hinter jener gezogen. Dann dachte er nun an Alecia, dass sie wohl einiges vergessen hatte. Wie gut dass er wusste, dass die Geisterwelt damit zu tun hatte, da man in jener Dinge vergisst, je länger man sich darin aufhielt und Alecia war doch schon fast 2 Wochenläufe in dem Kokon gefangen und das hinterließ Spuren...“Zumindest sind zwei Baustellen abgearbeitet, Hauptsache Alecia ist nun sicher…..ich bin wieder jung...doch die Uhr sollte…..weiter Thema bleiben, denn ganz normal ist sie noch nicht.“ Er blieb in jener Nacht auch in der Grabkammer und schlief auch dort. Alecia lag im Bett neben ihm, wodurch er immer ein Auge auf sie haben konnte, wo er gerade einen wachen Moment hatte, denn er hatte einiges aufzuarbeiten, denn die Geisterwelt blieb ihm im Kopf. Seine Gedanken kreisten dann seid langem wieder um den Puppenspieler...“Hat der eigentlich auch sein eigenes Reich….? Ich denke, wenn das alles erledigt ist will ich mich wieder mehr meinen Weg widmen aber was den Blutstein angeht sollte ich jetzt auf Victoria zugreifen da Alecia..gerade….andere Sorgen hat. „Oh Alecia, Ravena….wie kennen uns wirklich länger als gedacht, irgendwie….mag ich dich nun doch umso mehr….ich pass auf dich auf…..Schwester…“ Sie schlief ruhig und er erhob sich um aus der Schlafkammer zu schleichen um sich dann in der Küche der Grabkammer etwas zu trinken zu nehmen und setzte sich wieder auf das Bett und wachte über Alecias Schlaf.

Er stellte sich vor, wie die Welt des Puppenspielers aussehen würde. Sicher waren dort Konstrukte aus Fleisch und Blut und jedes erfüllte seinen oder ihren Zweck. Fäden brauchten diese allerdings nicht denn diese wurden durch Willenskraft und der Blutmagie gelenkt. Eines Tages, so hoffte Raven würde er die Fäden führen aber bis dahin war bestimmt noch ein sehr langer Weg den er allerdings gehen wollte. Seine Gedanken flogen umher und er landete bei seiner Mutter, die ebenfalls eine Dienerin Krathors gewesen war. Zu gerne würde er ja wissen, welchen Weg sie wohl gegangen war. Vielleicht war es ja der der Konstrukte. Was er sich aber auch gut vorstellen konnte war jener, dass sie auch den Weg der Blutmagie ging der ja auch mit dem der Konstrukte verbunden war. Vielleicht wäre sie jetzt stolz auf ihn. „Oh Mutter, wie gerne hätte ich dich jetzt hier, ich hätte so viele Fragen die ich dir stellen würde…. Meinen Vater vermisse ich nicht so sehr wie dich…“ Er legte den Kopf schief und betrachtete Alecia die noch in ihrem Bett lag und erneut erwischte er sich dabei, dass ihm das Gefühl, dass sie sich doch länger kannten als er je gedacht hätte…

Er ließ Alecia weiter schlafen und deckte sie zu und stellte ihr eine geschälte Orange auf den Nachttisch und erhob sich. Seine Wege trieben ihn zum Ritualraum, wo er sich vor die Uhr niederließ um sie zu betrachten und nachzusinnen...er fühlte sich trotz der Umstände gut aber dennoch ….glaubte er, dass da was anders bei ihm war...hat er wohl was vergessen?

Re: Und mir sprießen Rabenfedern

Verfasst: Sonntag 5. April 2026, 23:38
von Raven Vandokir
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Die Tage vergingen und er verbrachte viel Zeit am k’awianischen Strand. Er mochte es, den Wellen zu lauschen, welche wenige Meter vor ihn den Strand trafen. Da er es nicht mochte, dass Sand an seiner Kleidung klebte, brachte er ein großes Kissen mit und eine Decke dufte da auch nicht fehlen.
Langsam legte sich der junge Mann auf die Decke, legte beide Hände auf seinen Bauch und schloss seine saphirblauen Augen und genoss die Stille die gerade um ihm herum war. Es war zu viel in seinem Kopf, was er zu ordnen hatte und eines davon war Alecia.

Er kannte sie schon Jahre und erfuhr erst jetzt, was sie wirklich war. Sie kamen schon damals als er noch Regimentler war gut miteinander aus, wo er noch kein Teil der Dienerschaft gewesen war. Zu jener Zeit traf er auch auf Ravena. Heute wurde ihm klar, dass er mit der selben Person gesprochen hatte nur in anderer Form. Raven mochte sie schon damals gut leiden.
Sie brauchte nun Hilfe, da sie einiges vergessen hatte und so beschloss er, hin und wieder nach ihr zu sehen und zu schauen, wie er ihr helfen konnte.
„Zumindest war diese Baustelle halb abgearbeitet“, dachte er sich während der junge Mann den Wellen lauschte.
Er begriff allerdings, dass wohl einiges an Wissen bei Alecia während der Zeit im Kokon verloren gegangen war. In der nächsten Zeit würde er sich ihr annehmen und ihr zumindest die Bücherei in der Grabkammer zeigen, wo sie ihr Wissen erneut erlernen könnte. Vielleicht würde dies ihr helfen, ihr altes Ich freizukratzen. Bis dahin würde noch ein weiter Weg führen aber das war es ihm wert, denn auch sie war für ihn ein wichtiger Teil des Lebens geworden. Sie war stets freundlich zu ihm und auch sehr hilfsbereit. Er konnte zwar nicht gut mit den meisten Frauen aber bei ihr, Victoria, Moirai und den anderen Dienerinnen war es anders.

Doch auch Angelica mochte er...oft betitelte er sie als „Schwester einer anderen Mutter“ und ja, das war sie wirklich. Sie war auch immer da, wo er wen zum Reden brauchte. Ihr ganzes Wesen war wirklich von besten Eltern. Er würde ihr nie was antun können. Zwar hatte er nicht viele Freunde aber jene die er wirklich als Freund sah, welche sich das in seinen Augen verdient hatten….für jene war er stets da, jedoch mit dem kleinen Beigeschmack, dass auch sie vielleicht ein Opfer an Krathor sein könnten, so er ihre Seelen haben wollen würde.

Seine Gedanken glitten hin und her und kurz öffnete er seine Augen um den Sonnenstand zu erfahren, denn heute sollte das Ritual stattfinden.

Er dachte jeden Tag an das Ritual, welches er am heutigen Tag vollziehen wollte. Er wusste auch, dass Victoria sich in der Blutthematik bestens auskannte und somit schrieb er ihr einige Tage zuvor einen Brief in dem er nach ihrer Hilfe fragte, da er die ersten Versuche unter Aufsicht einer Älteren Dienerin vollziehen wollte. Sie stimmte zu. Ihre Forderung war sehr war verständlich, was sie sich wünscht, was er mitbringen sollte. Zwei Brillianten, Etwas Blut und zwei Schüsseln.

So besorgte er die Materialien und begab sich zur Nimmerruh und ging die Treppen hinab...seine Schritte waren ruhiger Natur und weil er etwas Zeit hatte sah er zu seinem Apfelbaum, welchen er mit dem Blut-Wasser-Gemisch goss. Er sah auch, dass dieser gut wuchs und bald bereit zur Auspflanzung war...“Noch eine kleine Weile….vielleicht im Winter…“ dann ging er den Weg zurück und durchschritt die nächste Türe und ging die Treppe neben der Uhr empor und begab sich ins Kaminzimmer...

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Er setzte sich auf die Bank und schon kamen sie ins Gespräch…

Raven hatte ursprünglich vor, direkt sein eigenes Blut für die Prozedur zu verwenden. Victoria hielt ihn jedoch zurück und riet ihm eindringlich, zunächst mit dem Blut von Fremden zu üben. Sollte etwas schiefgehen, würde der Rückschlag so nicht direkt ihn selbst treffen.
Bei der Wahl des Edelsteins entschied man sich für einen Brillanten. Victoria erklärte die Unterschiede der Materialien: Brillant: Er besitzt die stärkste Struktur, ist am schwersten zu zerstören und zeigt optisch am deutlichsten den Fortschritt der Blutaufnahme. Rubin: Er ist bereits rot, was die visuelle Kontrolle erschwert. Bergkristall: Dieser würde die gewünschte Wirkung des Steins zusätzlich verstärken.

Und so begannen die Versuche….

Nachdem Raven den Brillanten in eine Schüssel gelegt und mit dem Blut der Banditen bedeckt hatte, begann er unter Victorias strengem Blick mit der rituellen Arbeit. Er versenkte sich in ein tiefes Gebet zu Krathor, dem Rabenherrn, und fokussierte seine gesamte klerikale Energie auf den Stein. Langsam begannen sich blutige Fäden in den Kristall zu ziehen, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgesogen war. Victoria begutachtete das Ergebnis kritisch: Der Farbverlauf war ihr noch nicht gleichmäßig genug. Sie forderte ihn auf, den Vorgang mit einem weiteren Stein zu wiederholen, um seine Konzentration und die Gleichmäßigkeit der Aufnahme zu perfektionieren.
Der zweite Anlauf war sehr zufriedenstellend. Nachdem der zweite Versuch Victorias Zustimmung fand, wagte sich Raven an das eigentliche Ziel des Abends: die Erschaffung eines Steins mit seinem eigenen Lebenssaft. Er schnitt sich mit seiner geschärften Kralle in den Arm und füllte die Schüssel mit seinem Blut. Victoria betonte, dass die Verbindung nun eine völlig andere sei. Sobald Raven seine „klerikalen Fühler“ ausstreckte, spürte er ein brennendes, intensives Gefühl an seiner Wunde. Der Edelstein saugte das Blut nun wie ein Schwamm auf, während sich im Inneren ein wabernder, roter Nebel bildete, der mit jedem Tropfen dunkler wurde. Unter enormer Anstrengung und Schweißausbrüchen hielt Raven den Fokus aufrecht, bis kein Restblut mehr in der Schüssel verblieb. Erschöpft, aber erfolgreich, schloss Raven das Ritual mit einem Dankgebet an Krathor. Auch bedankte er sich bei Victoria, welche ihn sehr gut anleitete. In der Schüssel ruhte nun ein tiefroter Brillant, der die Essenz seines Schöpfers in sich trug. Victoria entließ ihn mit dem Rat, sich den restlichen Abend zu erholen, bevor er die nächsten Schritte auf seinem Weg antreten würde.

Dieses tat er dann auch, er goss sich später ein Glas Wein ein und betrachtete sein Werk….

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Mit dem Edelstein in der Hand dachte er an Victorias Worte, die ihn diesen Abend hier blieben ließen und somit verbrachte er diesen Abend in den Gefilden der Dienerschaft….wo er sich zu später Stunde auch schlafen legte….