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Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 21:15
von Lanaya Shevanor
... und so erreicht das Schiff den Hafen. 3 mächtige Segel blähen sich ob des Windes und auf dem Hauptsegel prangt ein dem Pöbel unbekanntes Banner. Etliche Menschen wuseln an Deck umher und es geht geschäftig zu. Gänzlich unscheinbar scheint eine Gestalt mit wehendem Umhang neben dem Kapitän zu stehen. So man sich an Bord befindet würde man wohl eine junge Frau in stolzer Haltung erkennen der 2 Menschen nicht von der Seite weichen. Zu ihrer rechten ein Mann dessen Gesicht vom Wetter gegerbt und seine Augen gütig drein Blicken, zu ihrer Linken eine wunderhübsche Dame die keinen Zentimeter von ihrer Seite weicht. Mit ruhigem Blick scheint das Dreiergrüppchen das Anlegen des Schiffes zu verfolgen. Kaum scheint der ansehnliche Segler im Hafen geankert und vertaut als sich die Baronin dem Kapitän zuwendet und ihm einige letzte Anweisungen erteilt. Etliche Male nickt er ehe er sich verbeugt und rasch davon huscht. Kaum jemand der Besatzung scheint das Schiff zu verlassen. Fast scheint es die Menschen hätten Anweisung an Bord zu bleiben und die Rückfahrt vorzubereiten.
Ruhig stehen wir an Deck. Der Wind spielt mit meinem Haar das von diesen wenigen Tagen auf See noch blasser wirkt. Vor guten 4 Tagen hatten sie mich ohne großes aufsehen nahe Lameriast an Bord des Seglers genommen, wo ich seither die Zeit unter Deck zugebracht hatte. Vertieft in verschiedene Berichte rief ich mir die letzten Ereignisse in der Baronie in Erinnerung. Zufrieden nickte ich, nahtlos würde ich die Vorkommnisse wiederholen können. Meine Augen waren ob des Mangel an Schlafs ohnehin geschwollen was die Geschichte sicherlich hilfreich untermalen würde. Zufrieden und gespannt sah ich nun zu wie das Schiff im Hafen anlegte. Dem gaffenden Pöbel huldvoll zuwinkend gab ich dem Kapitän die letzten Anweisungen ehe ich mit meinem Schreiber und meiner Zofe unter Deck verschwand. Es galt die Mitbringsel ein letztes Mal zu prüfen was sicherlich einen guten Tag in Anspruch nehmen würde. Heute würden wir ein letztes Mal vor der großen Lüge ruhen. Ich war gespannt und eine seltsame Ruhe durchfloss mein Inneres.
Am nächsten Tag machten Lythiana und ich uns auf Varuna aufzusuchen. Alsbald standen wir, den Pöbel umgehend, vor den großen Toren des Schlosses. Die Wachen schienen weder auf das Siegel noch auf die gesprochenen Worte zu reagieren als ein Fremder auf uns zu trat. Irgendwie schien er mir vertraut und ich war sicher sein Bildnis in einer der Aufzeichnungen gesehen zu haben. Ein wenig aufgebracht über den Umstand doch durchaus angemessen wiederholte ich das Anliegen und er stellte sich als Graf Rafael de Arganta, Freiherr zu Falkenburg vor. Er verkündete uns das sich Graf Adrian derzeit nicht in der Lage sehe jemanden zu empfangen da er an einer Grippe leiden würde. Meiner Begleiterin kurz einen Blick zuwerfend stellte ich sie ihm als Elenore de Lirdak, Edeldame zu Shevanor vor. Einen Moment schien er sie als jemand anderen zu erkennen und mir lief es siedend heiß den Rücken herunter. War das Schloss magisch gesichert? Zeigten unsere Illusionen hier nicht ihre volle Wirkung? Kurz darauf konnten wir wieder aufatmen als Graf de Arganta versicherte er müsse sich irren. In der Tat schien der Mann etwas angespannt und wenig später befanden wir uns in einem Saal. Das Schloss war gut bewacht doch waren wir unserer Sache sicher so das unser Gebaren kaum auffallen durfte. Ruhig und mit einer Spur der Trauer erzählte ich ihm grob was meiner Familie widerfahren war und das ich somit die letzte derer von Shevanor sei. Lythiana überreichte ihm die sorgsam vorbereiteten Mitbringsel. Sichtlich empört zog ich die Brauen hoch als er sich misstrauisch zu diesen äußerte auf einige Weinfässer mit doppeltem Boden hinweisend. Mein gespieltes entsetzen und die Worte das er mich beschämen würde schienen ihn zu beruhigen. Er nahm die Waren an sich und kaum merklich nickte ich Lythiana zu. Graf de Arganta bot uns keine Unterkunft im Schloss an sondern ließ uns zu einer recht großen Taverne geleiten. Der Wache bekundend das sie sich entfernen könnte gingen wir hinein der Wirtin einige Kronen auf den Tisch legend. Alsbald tuschelten wir im Zimmer über den heutigen Ablauf und das weitere vorgehen. Ich warte Lythiana vor dem Kürbissaft obgleich dieser wie die anderen abgegebenen Geschenke eine recht ungefährliche Wirkung hatte.
Verfasst: Montag 28. August 2006, 20:39
von Lythiana Cronor
"In meiner Begleitung befindet sich meine Zofe - die Edeldame Elenor de Lirdak zu Shevanor" sprach Lanaya. Daraufhin führte Lythiana einen korrekten Hofknicks aus - nur ein genauer Beobachter hätte erkennen können, dass dieser Knicks nicht vollkommen perfekt war... dass er nicht auf Routine, sondern auf einer guten Beobachtungsgabe und einem gewissen schauspielerischem Talent beruhte. Diesem Talent verdankte es die junge Magierin auch, dass ihr Gesichtsausdruck nichts von der inneren Anspannung und Nervosität verriet, welche sie im Moment spürte... doch drohten ihre Gesichtszüge zu entgleisen, als Graf Rafael sie offensichtlich mit Sarah in Verbindung brachte... hatte der Zauber etwa nicht gewirkt? Wieso in Alatars Namen erkannte er sie? Panik drohte in ihr aufzusteigen. Sie hatte geahnt, dass es keine gute Idee war, Rafael ein zweites Mal in einer anderen Rolle gegenüber zu treten! Was, wenn wegen dieses kleinen Fehlers nun alles vorbei wäre? Doch schien es so, als ob alles noch einmal gut gehen würde... Nach einem kurzen Moment der Irritation versicherte der Graf, dass er sich wohl geirrt haben müsse und führte die beiden Frauen ins Schloss.
Der übrige Teil der Zusammenkunft verlief eigentlich so, wie geplant - einmal abgesehen davon, dass Rafael den Geschenken der Baroness von Shevanor zunächst recht misstrauisch gegenüber stand...Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen schienen seinen Argwohn geschürt zu haben. Nun, man konnte es ihm kaum verdenken. Immerhin ließ er sich trotzdem von den Worten der Schwester einlullen... deren Verhalten auch keinerlei Grund zu Argwohn gab. Sie wusste natürlich, wie sich zu verhalten, was sie zu sagen hatte... im Gegensatz zu Lythiana, welche daher den eher schweigsamen Part einnahm, mehr beobachtete als sprach. Sich in adliger oder edler Gesellschaft zu bewegen, würde sie wohl erst lernen müssen. Die Zusammenkunft dauerte nicht besonders lange an, rasch war das nötige gesagt. Alles weitere würde bis zur Genesung Adrians aufgeschoben werden müssen. Zur Enttäuschung der beiden Magierinnen bot Graf Rafael ihnen nicht an, die nächsten Tage im Schloss zu verbringen sondern empfohl ihnen eine Herberge - genau jene Herberge, in welcher vor wenigen Tagen das 'Attentat' verübt worden war. Nun... das würde man ändern müssen...
Verfasst: Mittwoch 30. August 2006, 10:44
von Kihdar von Nebeltal
Die weissen sterilen Laken, das für bürgerliche Verhältnisse protzig ausgestattete Doppelbett und die reichbestickten Vorhänge verrieten ihm, dass er die Tortur im Gasthaus überlebt hatte. Die Wunde am Rücken verursachte nur noch einen dumpfen Schmerz, der erst allmählich verblasste.
Sollte er nun Alatar oder Temora für seine Errettung danken?
Er erinnerte sich nur noch undeutlich an das Geschehene, doch in jeder Nacht als sein eigener Lebenswille aufgrund der anhaltenden Qualen zu bröckeln begann, spürte er eine tiefe Sehnsucht nach der Unbekümmertheit in seiner Jugend.
Sie blickten gebannt gen Westen, wo sich die untergehende Sonne den Blicken der beiden langsam entzog. Schon längst hatte diese den Himmel in ein feuriges Rot getaucht und ein schwermütiges Seufzen ging von beiden aus, als der letzte Rand des Himmelsgestirns hinter dem Horizont verschwand.
Er versuchte das Gesicht der jungen Frau neben ihm auszumachen, doch alles was er erkennen konnte waren lediglich blaße Umrisse und verwischte Konturen.
... Eine verschwommene Erinnerung und ein Name: "Jari"
Er riß sich abrupt von der Erinnerung los und schimpfte sich selbst einen Idioten für solch kindische Rückblicke. Er war nun ein Bruder des Ordens und der Orden duldete keine Schwäche.
Aber war es denn Schwäche zu Zweifeln?
Verfasst: Donnerstag 31. August 2006, 15:46
von Kihdar von Nebeltal
Fast eine Woche befand er sich nun im Schloss und die meiste Zeit hatte er damit verbracht sich verarzten zu lassen und den Bestand des köstlichen Obstes der gräfischen Residenz zu dezimieren. Zwar war er erstaunt über die Fähigkeiten der Heiler, doch noch war es nicht die Zeit den Helden zu spielen. Er brauchte keinerlei Illusionen zu erschaffen, um den anderen Bewohnern des Schlosses Schwäche vorzutäuschen oder sich Mitempfindung zu erschleichen. Fast schon tat er sich selbst leid, dass er nun wie ein hilfloses Neugeborenes fast den ganzen Tag im Schloss verbrachte, um sich in die plüschigen Decken des weichen Doppelbettes zu schmiegen. Ab und zu wagte er einige Spaziergänge durch den gräfischen Garten sowie den Straßen der Stadt- natürlich nur in der strengen Begleitung der Stadtwachen.
Er hatte sich schon überlegt seinen Commodore irgendwie schriftlich von den Geschenissen zu benachrichtigen, doch irgendwie konnte er sich nie dazu aufraffen einen Schreiber im Grafenschloss aufzutreiben. So verwunderte es ihn nicht allzusehr, dass in der Vergangenheit so einige Schreiben an den Truchsess unbeantwortet blieben. Es war überhaupt schwierig sich im riesigen Schloß zurechtzufinden. All die verwinkelten Gänge, die umherhuschenden Bediensteten sowie die bis an die Zähne bewaffneten Gardisten verkomplizierten nur noch unnötig den Plan des Ordens...
Er hoffte nur, dass er sich in der Genialität des Meisters nicht täuschte, denn er hatte nicht so schnell vor, seinen Kopf einem erfolglosen Unternehmen zu opfern.
Er würde bald einen Weg finden müssen, den Orden so unauffällig wie möglich über das Geschehene zu informieren. Womöglich war es sogar von Vorteil, den Commodore ins Schloss zu beordern, damit dieser persönlich einige Nachrichten an den Orden überbringen konnte....
"Und wo finde ich verdammt nochmal einen Schreiber in diesem riesigen Bienenstock?" fluchte Kihdar leise vor sich hin, während sich einige neugierige Wachen schon mit einem Stirnrunzeln zu ihm unwandten.
Verfasst: Donnerstag 31. August 2006, 18:33
von Sarog Pilyan
Grinsend lies er das Antwortschreiben des Grafen und unweigerlich musste er sich eine Lachträne aus dem Augenwinkel wischen. "Der Drecksack hatte also tatsächlich geschafft. Er lebte auch noch," dachte sich Sarog, das Fetzen Papier wieder zusammenknüllend. Dann verschränkte er die Arme hinter dem Kopf und sah auf den Tisch vor sich. Es galt nun einen neuen Termin zu finden. Es störte ihn zwar natürlich, dass er sich nicht direkt nochmal an den Grafen wenden sollte, aber man wollte ja nicht nicht dafür sorgen, dass man besonders aufmerksam beobachtet wird. Traurige, misstrauische Varuneser. Sie leben mit der Angst und stecken ständig in ihrer Paranoia. Eigentlich würde er sie ja auch bemitleiden, wenn er sie nicht so hassen würde. Er verwarf wieder den Gedanken, sich über dieses falsche Volk aufzuregen. Irgendwie waren sie es ja auch nich wert, dass man sich über sie aufregte, dennoch tat er es aus irgendeinem Grund... ziemlich ... oft.
Er verließ diesmal noch am Abend das Zimmer, wo er mit der Dame nächtigte. Seine Tasche hatte er mit einer gewissen Routine gepackt, die er in all den Wochen der Versteckspielerei sich angewöhnt hatte. Darin war die Haarfarbe eingepackt, das Haarwuchsmittel von seinem rahalischen Kameraden und die besonders hellen Klamotten. Mit hastigen und schnellen Schritten, als würde man im im Nacken hocken, eilte er zur Kutsche und winkte dem Kutscher zu, dass er sich beeilen solle. Er müsse unbedingt heute noch Rahal erreichen. Mit einem überaus großzügigen Obulus wurde dies auch überaus angemessen toleriert. Als die Fahrt gerade losgehen sollte, nannte der Arkorither jedoch ein anderes Ziel, dort, wo er bisher immer seine ganze Ausrüstung abgelegt hatte und auch sein kleines Studentenzimmer besaß. Und so er nicht irrte, glaubte er einen Geist getroffen zu haben. Jemanden den er längst tot gelaubte hatte.
War nicht das kleine Porzellanpüpchen ermordet worden? Er versuchte weiterhin auffällig zu bleiben, bevor alles aufflog.
Verfasst: Freitag 1. September 2006, 12:35
von Kihdar von Nebeltal
Ein unerwarteter Besuch ließ ihn die zermürbende Eintönigkeit des Palastlebens vergessen. Schnell ließ er den Pfirsich, an dem er zuvor noch lustlos herumgekaut hatte, in den nahen Blumentopf verschwinden, als der Vorhang zum Rittersaal aufgeschoben wurde.
Er musste den verzerrenden Schmerz nicht mal spielen, den er verspürte, als er versuchte sich aufzurappeln, um den prachtvoll gekleideten Damen seine Ehrbietung zu bezeugen.
Das Anlitz der ersten Dame war ihm durchaus vertraut- Baronin Lanaya von Shevanor - so undurchsichtig wie eh und je, doch diesmal in ihrer natürlichen Rolle als Baronin.
Seltsamerweise zog die zweite Person deutlich mehr seine Aufmerksamkeit an sich. Die dunklen aufwendig hochgeflochtenen Haare, das elegante Ballkleid und das kunstvoll verzierte Geschmeide täuschten kaum über den Eindruck hinweg, dass der durchdringende Blick der meeresblauen Augen mehr als nur oberflächliche Besorgnis in sich barg.
Der Abend verlief sehr ungemütlich, denn als die Baronin sich für eine Weile zurückzog, durchlöcherte Lythiana ihn mit äusserst unangenehmen Fragen. Er wollte ihr zugleich die Wahrheit anvertrauen, als auch diese vor ihr verbergen. Unschlüssig welche Wahl er treffen sollte, verfing er sich mehrmals in der Befragung und seine sonstige Souveränität begann urplötzlich zu bröckeln.
Als sich Lythiana zu seiner Erleichterung endlich dazu entschloss, sich zurückzuziehen, drückte er ihr noch einen Schreiben an den Orden in die Hand, und er hoffte inständig, dass Lythiana das Schreiben so verbergen konnte, dass es den Wachen bei einer eventuellen Durchsuchung nicht gelingen würde dieses zu entdecken.:
mit eckigen Buchstaben eilig hingekritzelt:
"An die Familie Kerben,
Vertrauen ist nicht so leicht zu gewinnen, doch auch die Angst alleine schafft eine gemeinsame Basis zum Zusammenhalt. Nach dem ersten Treffen des Freiherren von Nebeltal mit dem Grafen de Argenta herrschte Misstrauen gegenüber allem, was mit Rahal in Verbindung gebracht werden konnte.
So mussten wir ein wenig nachhelfen, damit die Pläne nicht ins stocken gerieten. Ein misslungener Anschlag auf die Person des Freiherren führte dazu, dass man dem Freiherren nun mehr Vertrauen innerhalb des Schlosses schenkt. Er steht nun im Schutze des Truchsessen und lässt seine Wunde weiterhin innerhalb des Schlosses versorgen. Sein Commodore namens de Narlot hat nun die Möglichkeit ihm regelmässige Besuche abzustatten und auch andere Persönlichkeiten vom Rang benutzen nun diesen Vorwand, um sich für längere Zeit im Schloss aufzuhalten. So sind nun alle wie auf Wunsch des Meisters auf einem Fleck versammelt und der nächste Schritt kann beginnen.
Ich werde in nächster Zeit versuchen persönlich zum Orden zu stoßen.
gez. Vinan"
Verfasst: Freitag 1. September 2006, 20:44
von Jago di Trequona
"Sehr schön, sehr schön."
Jago stand am Fenster seines Schlafgemaches, bekleidet mit einer weichen, schwarzen Lederhose, leichten Stiefeln und einem schwarzen, kunstvoll geschnittenen Hemd, bei dem er sich nicht die Mühe gemacht hatte, die Schlaufen zu schließen und es in die Hose zu stecken. So umschmeichelte es locker seinen Oberkörper, als er das zusammengerollte Schriftstück mehrmals in die offene Handfläche der linken Hand klatschen ließ und sich schließlich zu Lythiana umwandte. Lediglich dunkle, tiefe Augenringe zeugten noch von der erst kürzlich überstandenen Krankheit.
"Dann wird es Zeit, den zweiten Schritt zu planen."
Er sah sie an und lächelte.
Verfasst: Montag 4. September 2006, 11:54
von Kihdar von Nebeltal
Früh am Tage machte sich Kihdar auf, um mit gut einem halben Dutzend Gardisten begleitet, die Stadt zu besichtigen. Mal schwärmte er von dem süßen Gebäck des Teigwarenladens, mal kostete er ausgiebig von den verschiedenen frischen Obstsorten auf dem Markt, mal ließ er sich für eine ganze Weile zu einem Schwätzchen mit einer schlichten Magd ein. Schon mehrere Male hatte sich der Freiherr mitsamt Gardisten im Schlepptau durch die zahlreichen belebten Straßen geschlängelt, auf der rastlosen Suche nach neuen Dingen, die es zu entdecken galt und so manch einer von seinen Begleitern rollte schon entnervt mit den Augen, als der Freiherr wie ein naives junges Mädchen mit staunenden Blick von einem Stand zum Anderen tingelte. Der Tag verstrich in nu und irgendwann atmeten seine Begleiter erleichtert auf, als sie vor einem Wirtshaus Halt machten, damit sich alle erfrischen konnten. Eine Runde goldenes Met wurde bestellt und der Freiherr prostete überschwänglich seinen treuen Beschützern zu, auch wenn diese aus Pflichtbewusstsein die Einladung leider ablehnen mussten. Kichernd bandelte er auch schon mit einer koketten Dame am nächsten Tisch an und nach geraumer Zeit verschwanden die beiden in eines der zahlreichen Gästezimmer des Wirtshauses. Der Freiherr wies den Gardisten noch an, die Tür zu bewachen, bevor er mit der Dame im Zimmer verschwand und nur noch sporadisch durch die Tür hinausdringende Laute verkündeten, dass beide scheinbar ihren Spass miteinander hatten.
Die Gardisten dachten sich gegenseitig angrinsend ihr Übriges und keiner von ihnen ahnte, dass just in dem Moment das Schiebefenster des kleinen Zimmers aufgeschoben wurde und ein schmächtig wirkender Mann mit zotteligen verfilzten Haaren im Schutz der Dunkelheit den Weg in die Freiheit suchte...
Verfasst: Mittwoch 6. September 2006, 11:54
von Karggosch Hammergrund
*falscher Char bitte löschen* :)
Verfasst: Mittwoch 6. September 2006, 11:56
von Kihdar von Nebeltal
Behutsam tastete sich der Illusionist an den Notenlinien des Astralgefüges heran und versuchte die vorhandene Harmonie so wenig wie nötig mit seiner Präsenz zu beeinflussen. Er wusste, dass es ein gefährliches Unterfangen war, mitten im Schloss, so nahe am Konvent des Phönix Magie zu wirken, doch gleichzeitig verursachte dieses gewisse Kribbeln in ihm ein Stimmungshoch wie nie zuvor....
Er war gestern in der Frühe im Schutze der Dunkelheit wieder in das Wirtshaus zurückgekehrt, hatte der schlafenden Dame ein Gegenmittel verabreicht, so dass sie aus ihrem Tiefschlaf erwachen konnte, den er verursacht hatte, als er ihr eine kleine Phiole mit Schlaftrunk in den Wein schüttete.
Mit gespielter Unbekümmertheit ließ er sich von den zerknirschten Gardisten wieder ins Schloss geleiten, die keinesfalls erfreut darüber waren, dass der Freiherr nun die ganze Nacht außerhalb der sicheren Mauern der gräfischen Residenz verweilt hatte.
Der süßliche Duft vom billigen Pfirsischparfüm, der jedoch noch an den Kleidern des Freiherren haftete, überzeugte die Männer dennoch davon, dass der Freiherr durchaus Grund hatte, so lange fortzubleiben.
...Die neue Harmonie unterschied sich kaum von der alten. Nur wenige Töne hatte er sich herausgepickt, diese vorsichtig geformt und wieder an anderen Stellen eingesetzt, um sein Aussehen maßgeblich zu verändern. Schliesslich versuchte er noch so gut wie möglich seine Spuren zu verwischen, als das Werk vollendet war:
Der schmächtig gebaute Kammerdiener, der nun zwischen dem Vorhang heraustrat, erinnerte vom Aussehen her kaum noch an den Freiherren von Nebeltal. Nur noch die rastlosen, funkelnden Augen verrieten unfreiwillig, dass sich hinter der unauffälligen Erscheinung mehr als nur ein einfaches Gemüt versteckte.
Mühelos schmuggelte er sich mit den anderen Hausgesinde in das leere Schlafgemach des Grafen ein, und fand auch schon nach einiger Zeit das was er gesucht hatte: Den Wäschekorb des Truchsessen. Hastig griff er nach diesem und zerrte einige lose Kleidungsstücke hervor, die er zufrieden in Augenschein nahm.
Ohne weitere Worte eilte der Hausdiener dann auch schon mit dem Korb im Arm Richtung Wäscherei. Als er an einer weniger belebten Ecke des Schlosses angelangt war, konnte er sich kaum ein Schmunzeln verkneifen.
Von ganz unten des Korbes erhaschte er ein schlichtes weißes Stoffhemd, welches er mit beiden Händen sofort ergriff und mit einem groben Ruck die Naht an der Seite aufriss.
Der Korb mit der dreckigen Wäsche wurde sogleich in die Wäscherei gegeben, doch das Hemd mit der offenen Naht musste natürlich zum Schneider gebracht werden. Und so kam es, dass am Tor des Schlosses ein unscheinbar wirkender Kammerdiener mit einem weissen Hemd des Grafens von Hohenfels den Torbogen passierte....
Verfasst: Freitag 8. September 2006, 09:14
von Lanaya Shevanor
Ihr reichte es. Seit Wochen ließ man sie warten. Bekundete von der Erkrankung des Grafen und gleichsam nahm er schon wieder seine Pflichten auf. Sie hatte Graf de Arganta vorgetragen was vorzutragen war und verweilte schon viel zu lange offiziell auf Gerimor. Es war lästig ständig zwischen Rahal und den Städten die Grafschaft betreffend zu wechseln. Es war lästig wie bestellt und nicht abgeholt auf eine Nachricht zu warten. Kopfschüttelnd sann sie nach. Eigentlich war es nicht verwunderlich das man sie so behandelte. Schienen doch Sitte und Gepflogenheit in Varuna unter zu gehen. Gerüstete Mannen liefen offen durch die Stadt den Wachen keinerlei Beachtung schenkend. Bettler warfen sich einem zu Füßen und wurden unverschämt so ihnen das Gebotene nicht genügte. Selbst in eine Taverne war sie mit der Edeldame geschickt worden in der kurz zuvor ein Anschlag verübt worden war und des Nachts eine Lautstärke herrschte die einem den Schlaf raubte. Kurzum, sie war sauer. Sie hatte soviel zu lernen und keine Zeit für höfische Unhöflichkeit. Kurzerhand wurde den Matrosen in Berchgard bekundet sie sollen sich auf die Heimreise vorbereite. Die Zeit die sie hier verbracht hatte, die Schreiben die sie geschickt hatte.. selbst die Versicherung des Grafen de Arganta das seine Hoheit ihr bald ein Schreiben zukommen lassen würde. Das alles lag schon geraume Zeit zurück. So der Graf Interesse an den Zuständen der Baronie betreffend hatte würde er sicherlich einen Weg finden. Für sie war es Zeit offiziell heimzukehren. Sie schätzte das ihr Schiff wohl in 4 – 5 Tagen reisebereit wäre und die monatelange Heimfahrt antreten könnte. Kurzerhand setzte sie ein Schreiben auf das im Laufe des Tages dem Grafen de Arganta zugestellt wird.
Werter Graf de Arganta,
es ist bedauerlich das seine Hoheit noch nicht die Zeit fand mein Anliegen selbst anzuhören. Da ich euch jedoch die Umstände und Begebenheiten vor trug bin ich gewiss das sie ihren Weg an seine Ohren finden werden. Wie ihr wisst sollte eine Baronie nach solch einer tragischen Begebenheit nicht all zu lange ohne Aufsicht bleiben. Daher gab ich heute den Befehl das Schiff für die lange Reise vorzubereiten. In wohl 5 Tagen werden alle Vorräte beschafft und alle Vorbereitungen getroffen sein. Ich werde diese Zeit nutzen um statt zu warten noch etwas von dem Land zu sehen. So etwas dringliches anliegt bitte ich euch mir eine Nachricht an das Schiff zukommen zu lassen.
Mit besten Wünschen,
dem Reich zu Ruhm und Ehr,
Lanaya von Shevanor
*Das Siegel derer von Shevanor prangt auf dem Pergament welches zusätzlich gesiegelt übergeben wird*
Ein zweites Schreiben wird an Darna gegeben. Es scheint wesentlich herzlicher gefasst fast als würde die Schreiberin eine gewisse Zuneigung zu der Empfängerin haben.
Liebe Frau von Elbenau,
es bekümmert mich etwas das wir uns so wenig kennen lernten da mein Bruder doch solch wunderbare Gedanken an euch hegte. Seit ich euch berichtet habe sandte ich einen Boten nach Elbenau der eurem Bruder vom Ableben seiner Jugendgefährten berichtet. Den Umständen entsprechend verweile ich schon viel zu lange in Gerimor und gab heute den Befehl das Schiff für die Lange Heimreise vorzubereiten. Die Zeit bis es soweit ist werde ich nun nutzen mir das Land etwas näher anzusehen. Ich habe euch eine Abschrift der Arie angefügt die einstmals für euch geschrieben wurde. Ich hoffe ihr werdet sie im Andenken an meinen Bruder in Ehren halten.
Mit besten Wünschen und herzlichen Grüßen
Lanaya von Shevanor
*Die Abschrift*
Die Arie für Darna
Starke Hände fahren übers Bild
Dem Mädchen darauf Bewunderung gilt
So jung, unschuldig schön
Eine solche hat er zuvor noch nicht gesehen
Mit den Jahren sei sie ernst und stark
so wie er sie haben mag
von Narben hat er zwar gehört
auch daran sich nicht gestört
kennen lernen will er diese
auf einer schönen Sommerwiese
doch zieht die Pflicht ihn wieder fort
in den weit entfernten Heimatort
so lernten sie sich niemals kennen
doch oft wird er ihren Namen nennen
Darna von Elbenau
eine wunderbare Frau
*Auch hier prangt das Siegel sowohl auf Pergament wie auch auf der Abschrift auf der sich ebenfalls einige Griffe befinden. Scheinbar wurde die Arie mit Begleitung einer Harfe geschrieben*
Eine geraume Zeit überlegte sie ebenfalls ein Schreiben an den Grafen zu senden. Korrekt wäre es wohl gewesen. Hatte er sich korrekt verhalten? Sie seufzte. Sie war nicht in der Position sich unkorrekt zu verhalten und so wurde ein drittes Schreiben verfasst.
An den Truchsess des Reiches, seine Hoheit Graf Adrian zu Hohenfels
Werter Graf von Hohenfels,
eure Genesung vernahm ich mit Freuden doch blieb bislang der gewünschte Termin aus mein Anliegen selbst vorzutragen. Da ich nun schon geraume Zeit in Gerimor verweile zieht mich die Pflicht nach Shevanor zurück. In einer Audienz mit dem Grafen de Arganta habe ich diesen über die derzeitige Situation in Kenntniss gesetzt. Ich hoffe das die Abgaben in einigen Monaten wieder zu eurer vollen Zufriedenheit ausfallen und erwarte eure Entscheidung das Anliegen betreffend.
Mit besten Wünschen,
dem Reich zu Ruhm und Ehr
Lanaya von Shevanor
*Auch hier findet sich das Siegel derer von Shevanor*
Aufatmend sah sie auf die Pergamente und wusste das ihre eigenen Unterstellten diese zuverlässig ausliefern würden. Endlich hatte sie die Zeit die sie brauchte. Sie war sich sicher das Bruder Kihdar, dem es durch den Anschlag wesentlich leichter gefallen war im Schloss zu verweilen, seinen Auftrag zuverlässig ausführen würde. Rastlos begann sie sich auf die Aufzeichnungen der letzten Stunde zu stürzen. Bis zum Ritual würde sie diese verinnerlichen.
Verfasst: Samstag 9. September 2006, 14:46
von Darna von Hohenfels
Befremdet sah sie auf das Schreiben. Shevanor... ja, in einem der paar Briefe, die während ihrer Knappenzeit in Felsenstein ankamen und wo ihr Bruder einige Zeilen dem Schreiben ihrer Eltern hinzugefügt hatte, hatte er erwähnt, daß er dort Freunde gefunden hatte.
Sa..na..dro? Den Namen wusste sie nicht mehr sicher. Sie atmete durch und blickte auf die Liedzeilen. Während sie las, stieg leichte Röte in die Wangen.
"Mit den Jahren sei sie ernst und stark
so wie er sie haben mag"... oh, du liebe Güte...
Für einige kurze Momente kreisten krauseste Gedanken, was das alles mißliebiges heißen mochte - und für einige der Möglichkeit war sie zu gut erzogen, um sie überhaupt zu denken. Für einige kurze, verwerfliche Momente war sie froh, daß dieser Bruder... Amael? ... verstorben war, ehe es zu noch peinlicheren Momenten hätte kommen können.
Dann schalt sie sich.
"Meine Güte, wie viele Heiraten innerhalb des Adels sind auf diese Weise entstanden? Das ist klassische Minne, nett gemeint und... naja, der talentierteste Dichter war der Herr Barde wohl nicht, aber... was soll man da aus jemandem wie mir auch machen?"
Sie seufzte und senkte den Brief. Ja, sie würde das Andenken höflich in Ehren halten - mehr musste ja auch nicht sein. Vielleicht würde sie Felicitas irgendwann einmal bitten, es mit den Griffen vorzutragen, um zu hören, wie die Melodie klang - wenn die Baronin versprach, darüber zu schweigen. Ein Bruch jeglicher Etikette und Beginn vom Ende jeglichen guten Ansehens, lobende Lieder über sich selber zu verbreiten. Besser konnte "Eigenlob stinkt" gar nicht zutreffen.
Die ganze Familie tot... sie runzelte die Stirn. Erst war es ihr etwas verdächtig vorgekommen, aber der Fortlauf der Erklärungen, was geschehen war... "Wie einsam muß sich so jemand fühlen?" Lag es da nicht auf der Hand, daß Fräulein Lanaya jeden freundschaftlichen Anschluß suchte, der zu gewinnen war? Und Elbenau und Shevanor waren bereits über Veltin verbunden...
Nun doch mit einem sanften Lächeln auf den Lippen setzte sie sich an ein Antwortschreiben:
"Temora, die gerechte und gütige Herrin mit Euch,
Fräulein Lanaya, Euer Hochgeboren!
Daß Euch schon so früh - aus sehr verständlichen Gründen - eine Heimkehr vorgegeben ist, betrübt mich, habe ich doch somit die uns zur Verfügung stehende Zeit in hohem Maße falsch eingeschätzt.
Es freut mich sehr, daß Ihr Euch derartig freundlich und umsichtig um meinen Bruder bemüht. Die Nachricht wird ihn sicher bekümmern, doch gleichwohl ist man ja froh, um das zu wissen, was fern von einem mit lieben Menschen geschieht.
Mögt Ihr mir verzeihen, daß mir erst etwas Zeit nach Euren Offenbarungen in dem zu kurzen Gespräch zwischen uns bewusst wurde, mit welch schrecklichem Verlust Ihr zu kämpfen habt, und so ist es bewundernswerte Offenheit, mit der Ihr einen Teil des Andenkens an Eure Brüder an mich herangetragen habt. Ich möchte dafür danken und Euch gerne zusichern, es gebührend zu bewahren.
Wo Ihr die hiesigen Lande noch etwas kennenlernen wollt, biete ich sehr gerne einen gemeinsamen Ausritt an, so dies Eure wenige verbleibende Zeit noch erlaubt. An einem Reittier soll es dabei nicht mangeln, Ihr seid hier schließlich zu Gast.
Im Mindesten würde ich mich gerne in Berchgard von Euch verabschieden, wenn Euer Schiff ausläuft, teilt mir doch bitte mit, zu welchem dieser Dinge ich mich zu welcher Stunde einfinden kann.
Hüte die Gütige Euch sichere Wege bis zu unserem Wiedersehen,
Darna von Elbenau"
Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 08:24
von Adrian von Hohenfels
Eine eilige Antwortnote ergeht an die Baronin. Gehalte auf feinem Papier und ordentlich versiegelt mit dem Wappen der Grafschaft von Hohenfels. Folgender Inhalt eröffnet sich dem Leser:
Unter dem Zeichen der gütigen Tugendbringerin Temora
und dem Siegel derer von Hohenfels,
entbiete ich euch meine Grüsse, werte Baronin von Shevanor!
Zutiefst möchte ich mein Bedauern ausdrücken, bezüglich der bis heute mangelnden Antwort an euch. Ebenso sei euch mein Beileid für den schmerzhaften Verlust der Familie auf so tragische Weise ausgedrückt, vermag mein Herz nachzuempfinden, welche Bedeutung dies mit sich führt.
Durchaus verständlich ist euer Wunsch einer eiligen Rückkehr in eure Länderreien und die Notwendigkeit gewiss gegeben. Dennoch werde ich euch gern, so eure Zeit es erlaubt, am ersten Tage der Woche persönlich im Schlosse zu Varuna empfangen. So möget ihr mich, sollten eure Pläne dies erlauben, zur Mittagsstunde persönlich aufsuchen.
Hochachtungsvoll
rechtmässig ernannter Truchsess des Reiches Alathair unter Kronprinz Ador I
Oberhaupt der Grafschaft von Hohenfels
unter Temoras Gnaden und Kronprinz Ador I in Treue ergeben
Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 13:57
von Rafael de Arganta
Dem Reich zur Ehr
Baronin von Shevenor
Ich möchte euch mein Bedauern aussprechen, das der Graf bisher keine Zeit fand euch zu empfangen.
Über eure Reise und dem Grund hatte ich ihn jedoch aufgeklärt, doch wichtige Staatsgeschäfte schränken seine Zeit sicherlich ein, das er bisher wohl noch keine Möglichkeit fand euch zu empfangne.
Ich werde ihm eurer Anligen noch einmal darlegen, und wünsche euch vorab eine gute Heimreise, so wir uns vohrher nicht mehr zu Gesichte bekommen.
gezeichnet
und
gesiegelt
Graf Rafael de Arganta, Freiherr von Falkenburg
Ritter des Reiches
Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 14:02
von Lythiana Cronor
Unruhig, einem gefangenen Tier im Käfig nicht unähnlich, wanderte Lythiana in ihrer Kammer auf und ab... Ihre Gedanken kreisten um Varuna, kreisten um das Vorhaben des Ordens. Schon zu lange hatte es keine nennenswerten Fortschritte gegeben, zu lange hatte sie keine Neuigkeiten mehr vernommen. War der Plan etwa schief gelaufen? Hatten sie Argwohn erweckt? Sicher, einige Fehler waren unterlaufen. Rafael hatte die Edeldame Elenor mit Sarah in Verbindung gebracht... er hatte die Geschichte von "Sarah" nicht gelaubt, hatte ihr das Attentat auf Kihdar zugeschrieben und sie in ganz Varuna suchen lassen... Mit mehr Glück als Verstand war es ihr gelungen, rechtzeitig aus der Stadt zu verschwinden. Was, wenn ihre Fehler die Aktion zum Scheitern bringen würden...? Sie könnte den Ordensbrüdern und - schwestern nicht mehr in die Augen sehen. Nein, das konnte, durfte nicht sein!