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Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 09:52
von Yette Symar
Die ganze Familie, naja nicht in dem direkten Sinn Familie, wie Vater, Mutter und Kind, nein, sie waren drei Frauen die zusammen einen Bauernhof besaßen und zwei Kinder und trotzdem würde Yette sie immer ihre Familie nennen; nun sie waren alle geschockt als sie nach dem großen Sturm ihren Hof in Schutt und Asche sahen.
Sie sprachen einander Trost zu und Yette wußte, dieser Sturm würde sie nicht klein bekommen und so machten sich alle sogleich an die Arbeit und begannen, zusammen mit so vielen Helfern den Schutt wegzuräumen. Sie wollten einen neuen Hof bauen, einen der für sie alle wieder zu ihrer Heimat werden sollte. Nach und nach wurden die Schindeln, die restlichen Wände und auch der Boden abgetragen und auf Häufen gebracht der langsam zu einem riesigen Berg wurde.
Alle Steine die nicht gebrochen waren wurden sorgsam geschichtet, sie wollten sie für den Wiederaufbau verwenden.
Es war erschreckend!
Adoran war dem Erdboden gleich gemacht, kaum ein Haus hatte dem Sturm stand gehalten und so wurden die Häuser nach und nach abgetragen.
Yette schrieb einem Architekten und bat ihn sie bei ihrem Neubau zu unterstützen.
Es wurden Pläne gezeichnet, wieder verworfen, neu gezeichnet und jeder noch so kleine Wunsch wurde berücksichtigt und eingebaut.
So entstand nach und nach ein Plan der wohl allen Fünfen gerecht werden würde.
Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 12:25
von Rheaonna von Bergfall
*Die letzten Tage waren anstrengend. Die Verwüstung des Sturmes musste beseitigt werden. Trümmer waren zu zerbrechen, zu sortieren und in Truhen zu schleppen. Essen, Trinken, Masken und Handschuhe zu verteilen. Und natürlich Picken und Schaufeln. Nicht nur zur Ankunft jedes willkommenen Helfers, sondern auch abgenutzte oder zerbrochene. Und an Helfern gab es zum Glück einige. Ob unermüdlich von früh bis spät schaffend oder nach der normalen Arbeit eintrudelnd, ob Lichtenthaler oder aus den befreundeten Völkern, spendend oder fleissig helfend, alle waren sie gerne gesehen. Was als katastrophale Schuttwüste begann, änderte sich nach und nach zu weiten freien Flächen. Gras keimte vorsichtig durch den freigewordenen Boden. Gestern nachmittag glaubte sie nicht, dass sie zeitnah mit der Säuberung fertig werden würden. Aber mit jedem dazukommenden Helfer sah man schnellere Fortschritte. Manche musste man gar erinnern, dass eine Pause nicht nur eine Unterbrechung der Arbeit war, sondern sich auch neue Kräfte sammelten. Fleissig Steine sammelnd, macht Rhea es sich nicht nur zur Aufgabe diese zur Truhe zu tragen, sondern auch jeden mit ausreichend Werkzeug und Nahrung zu versorgen.
Tagelangem Abriss folgte nun der Wiederaufbau. Nach einem erholsamen Schlaf wanderte Rheaonna durch das seltsam leere Adoran, um an den Grenzen zum Adelsviertel beim Einpflanzen der geretteten Blumen und Sträucher zu helfen. Es würde dauern bis sie sich vollständig erholt hatten, aber das bisschen bunte Leben zeigte schon ersten Parkcharakter.*
Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 12:55
von Tamyr Barasthan
Auszug aus:
~ Wenn Meeresherzen sich verankern ~
31. Cirmiasum 265
- Adoran
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Unsicher, inwiefern das Schicksal in die eigenen Hände spielte, wenn eine Sturmflut kam, gerade wenn man begonnen hatte das Gemeinschaftshaus umzuplanen und umzubauen. War es so gesehen ein Segen, dass sie nun die Grundmauern nicht mehr einreißen mussten, um sie zu verändern und komplett von Neuem beginnen konnten oder war es Pech, dass von den zurückgebliebenen Trümmern nur noch Bruchstücke verwertbar gewesen wären? Wie man es auch dreht und wendete, je öfter man darüber nachdachte und es im Kopf umherwälzte, die Antwort wurde nicht klarer und ich war mir unsicher, ob es darauf überhaupt eine wirkliche Antwort gab. Wir alle hatten das Wichtigste aus unseren Häusern eingepackt und es rechtzeitig in Sicherheit gebracht, doch niemand aus unserer Familie, der vor allem Jahre auf See verbracht hatte, hatte damit gerechnet, dass dieser Sturm soviel zerstören würde. Das einzig positive war, dass wir alle bei Amergio unterkommen konnten, nun wo unsere Häuser nur noch Wracks der Vergangenheit waren, doch niemand von uns war auf den Anblick vorbereitet, den das Bauernviertel für uns bereithielt, als wir hinterher zurückgekehrt waren. Stein- und Dachteile schwammen zusammen mit unseren Erinnerungen im naheliegenden, uferhohen Bach, während ganze Türen und Balken von den wütenden Wellen aus Angeln und Verankerungen gehoben worden waren. Um den Kraken tat es mir ehrlich gesagt weniger leid, denn das Haus hatte zumindest auf dem Papier bereits eine neue Form, einen neuen Umriss und auch eine neue Planung erhalten. Weh tat es mir um mein Haus, mein kleines, perfektes Haus das mir hier an Land zur Heimat geworden war, dieses Haus mit den vielen Erinnerungen, den Begegnungen und Empfindungen. Ich würde alles dafür tun um beim Aufbau eines ähnlichen Hauses zu helfen, einem, in welches ich all meine Trümmer und meine Habe tragen würde um weiterzuleben.
Rhena war sprachlos, als sie das angerichtete Chaos ihres Hauses und das des Kraken erblickte, kurz konnte man etwas wie Tränen in ihren Augen glitzern sehen, doch so schnell wie sie gekommen waren, nahm meine jüngere Schwester ihre starke Haltung wieder ein, streckte die Schultern durch und nahm mir eine der Hacken ab, die Enrico uns mitgebracht hatte. Der alte Griesgram gab unterdessen kaum etwas außer Brummen von sich, denn niemand wusste je so genau was in seinem Kopf vorging, während er arbeitete oder vor sich herbrummelte.
Vielleicht gefiel es ihm, dass er nun weniger umbauen als aufbauen musste, auch wenn ich insgeheim dachte, dass der Aufwand kaum einen Unterschied machte. In meinem Kopf gingen ganz andere Dinge vor, ich dachte über die Ironie nach, dass das Meer, das so lang meine Heimat gewesen war mir immer mehr Dinge nahm, die ich liebte, geliebt hatte und wahrscheinlich auch Dinge nehmen würde, die ich erst noch lieben lernte. Mit einem Schiff wäre das nicht passiert, oder vielleicht doch, nur hätte ich nun keine Chance mehr mir Gedanken darüber zu machen, weil ich am Grund des Meeres liegen würde, Tiefseerinnentief verborgen.


Erst viele, viele Stunden später.. die Sonne war zu Teilen schon versunken und gab nur noch einen rötlichen, irgendwie traurigen Schein ab, begannen wir die kaputtgeschlagenen Steine mit Pferden abzutragen und eine immer glattere Fläche an den Stellen unserer Häuser und des Krakens zu hinterlassen. Ich blickte unzufrieden über die leere und einsame, durch das Wasser leicht bräunlich gewordene Rasen- und Erdflächen, die nichts vertrautes an sich hatten. Ich zog meinen Mantel enger um den Leib und nickte den Anderen zu. "Nun können wir beginnen den Grundriss zu legen und aufzubauen", war alles was ich zu meinen Geschwistern sagte, ehe ich die Zügel meines Seebären griff und ihn in Richtung Tor führte. Amergio würde uns auch an diesem Abend versorgen und verköstigen, ehe wir Morgen unsere Arbeit von Neuem beginnen würden. Es galt einen besseren, größeren Kraken zu bauen.. und gleichbedeutende Wohnhäuser.
Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 20:23
von Verdania von Rosenwald
Der gewaltige Sturm hat Adoran in Trümmern gelegt. Viele bekannte Gesichter hat man gesehen, die sich schon an das Aufräumen und Sortieren des hinterlassenden Chaos gemacht haben. Es vergingen Tage bis man Richtung Innenstadt Adoran gelang. Nach und nach ging es Richtung Adoran Mitte. Der Anblick der Stadt und auch des Akademiegebäudes machte jeden sprachlos und man war kurz gelähmt. Doch man hat sich zusammen gerissen und an die Arbeit gemacht. Die Trümmer mussten weggeschafft werden. Der Ort an dem ihre Familie platz fand, war kaum wieder zu erkennen. Viele von der Akademie kamen um zu helfen. Sie legten alle guten Steine, Ziegel und Bretter zur Seite. Die Arbeit dauerte eine Weile doch mit vereinten Kräften konnte Adoran und auch die Akademie komplett abgebaut werden. Was nun? Die Frage stellte man sich innerhalb der Akademie. Errichten wir ein neues Gebäude. Ohne lange zu Überlegen nickte Verdi auch schon. Sie machte sich mit den anderen an einen Bauplan und bat einen Bauherrn ihnen bei der Verwirklichung zu helfen. Der Aufbau war noch mal ein Akt der Kräfte zerren würde, doch das Ergebnis wird sich sicherlich sehen lassen.

Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 22:14
von Enid Erdenblatt
Immer noch sah man die kleine Frau mittleren Alters die mit ihren Pferden Schutt und Balken rückte. Manches an Holz konnte vielleicht noch wo anders benutzt werden. Und so suchte sie sich einen der noch spät abertenden Baumeister und besprach mit ihm welche Balken wohin gebracht werden sollten.
Der Haufen an Schrott und Unrat und Holz, welches nicht mehr zu gebrauchen war, wuchs durch die Hilfe vieler Hände an. er war so unfassbar groß fand Enid, aber lange konnte sie nicht darüber nachdenken.
Direkt vor ihr flattete ein verletztes Huhn auf. Die Wunde am Bein sah frisch aus und beim seinem seltsamen Hüpflaufen setzte es den Fuß nicht freiwillig auf.
Ihre innere Stimme sagte ihr es sei doch nur ein Huhn! und wie oft hatte Enid schliesslich schon ein solches Federvieh geschlachtet? Hunderte? Ja Hunderte bestimmt!
Aber dieses eine... so verängstigte... verletzte... einsame... den Stum überleb habene weiße Huhn rührte ihr Herz.
Mit heißen Tränen die endlich fiessen konnten ersann Enid einen Plan um möglichst ohne das sich das Tier an weiterem Müll verletzte einzufangen.
Sie wollte es retten!
Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 23:27
von Raija Hinrah
Es dauerte nicht lange und Raija packte einige Spitzhacken und Schaufeln aus dem Keller vom Handelshaus zusammen und machte sich auf den Weg nach Adoran. Sie wollte helfen und wusste wie wichtig es ist dies auch zu tun. Jene Städder würden das gleiche für Wulfgard tun. Kaum angekommen, trudelten immer mehr Clanner ein. Alle halfen mit, die Mauerreste, halbe Hauswände, kaputte Fenster und Türen zu entsorgen. Es sah fürchterlich aus und mit den Clanner stand sie zusammen an einem völlig zerstörtem Gebäude. Man erkannte nicht mehr wirklich, um welches Gebäude es sich hierbei handelte. Davon waren vielleicht die Steine noch zu gebrauchen, doch alles anderen nicht mehr. Einige Vorarbeiten wurde schon geleistet und das zusammen gefallene Gebäude wurde durch deren Hände dem Erdboden gleich gemacht. Den Schutt und das Geröll wurden von der obersten Hand, Alva, Jorvik, Svala und Dakhil Bashir abgetragen. Es lichtete sich immer mehr und je mehr Gebäude verschwunden waren, umso mehr konnte man sehen und erahnen welches Ausmaß das Ganze angerichtet hatte und an den Tag legte. Raija bot sich noch bei der Freiherrin Amelie von Salberg an, wenn etwas sei, sie sich bei dem Volk der Thyren melden solle. Der Tag neigte sich dann und erschöpft zog sich die Thyrin wieder zurück nach Wulfgard.
Verfasst: Montag 1. August 2022, 10:09
von Frederik von Weisshoeh
Geehrter Adel und Bürger Lichtenthals,
Nun da die Trümmer und baufälligen Gebäude geräumt sind werden wir mit dem Neubau der Stadt beginnen. Darum sollte jede freie Hand mit anpacken, so dass Adoran bald in neuem Glanze wieder stehen wird.
Dafür ist der 01. Ashatar geplant um die Fundamente der neuen Häuser zu setzen.
Am 02.Ashatar werden die ersten Wände der Erdgeschosse gebaut werden.
Der 03. Ashatar soll den Bau der Decken und Mauern der Obergeschosse sehen.
Wenn alles läuft wie geplant, können wir dann am 04. Ashatar die Dächer bauen, sowie Gartenzäune setzen und übrig gebliebene Kleinarbeiten verrichten.
Im Auftrage des Herzogs

königlicher Baumeister
Verfasst: Montag 1. August 2022, 11:05
von Esther Sternlied
Tag für Tag wurde in Adoran geackert, geschuftet, gehackt, getragen. Von morgens früh bis abends spät hörte man hinter den Mauern Poltern und Scheppern, wo unermüdlich geschuftet wurde.
Pessimismus, Optimismus gaben sich die Hand in diesen Tagen, Rufe von allen Seiten erschallten, Lachen und derbe Scherze. Und die meisten rochen bestimmt nach kurzer Zeit schon so wie in ihren schlimmsten Albträumen. Doch nichts von alledem hielt die emsigen Abrissarbeiten in der Stadt auf, welche gespickt waren von nicht wenigen Wermutstropfen.
Esther hatte selbst Hand anlegen wollen, zumindest die Anfänge an ihrem Haus wie dem Hospital; immerhin war das eine ihr Heim und das andere war irgendwie zu einem geworden. Von jedem der Häuser nahm sie sich einen Stein mit, der unverkennbar mit den Gebäuden verbunden sein würden, um mit ihnen ein neues und besseres Hospital zu errichten und ein neues Heim. Einen großen Garten sollten sie haben, für all die Heilkräuter, die man nur schwer draußen im Wald fand oder für die es zu gefährlich war, sie sammeln zu gehen, wenn man sich nicht verteidigen konnte. Platz sollte sein, um Neues zu ziehen, vielleicht gar für ihre Experimente etwas Neues. Doch noch bevor das eigene Haus errichtet werden würde, noch bevor das Fundament davon gelegt werden sollte, da würde sie das des Hospitals beginnen, gemeinsam mit den anderen.
Die letzten Tage hatten bewiesen, dass man gemeinsam mehr schafft, ob nun durch ermunternte Worte oder einem Schulterklopfen oder der regelmäßigen und gegenseitigen Ermahnung, auch einmal zu pausieren.
Bei all dem Optimismus, den Esther neben dem Pessimismus an den Tag brachte, waren es die Stunden des Nachts, die ihr da schwerfielen, wo sie allein mit dem Hund am Herdfeuer lag. Warm hatte sie es, sie war bei Freunden untergekommen und hatte es bei Weitem besser als die anderen, das wusste sie durchaus zu schätzen. Sie wusste es zu schätzen, dass man ihr Essen gab, Kleidung für die Zeit danach und doch wurde sie als verwöhnt bezeichnet, weil sie darüber geklagt hatte, nichts mehr zu haben, um sich um die Verletzten zu kümmern. Der eigene Besitz war ihr gleich gewesen, auch wenn es sie zunächst geschmerzt hatte, tief innen drin, all das verloren zu haben, was sie besessen hatte. Doch nichts ging über den Schmerz, das Hospital mit all den anderen Dingen, die man nicht tragen konnte, verloren zu haben und nun die Leute nicht mehr so gut versorgen zu können in diesen Tagen. "Verdammt sollst du sein, Esther. Wann hat das alles angefangen? Warum juckt dich das so sehr, du wolltest doch nie ins Hospital!" war eine der Fragen, die sie sich während der Fundamentlegung am nächsten Tage stellte. Immer und immer wieder. Und an den Tagen vorher und danach.
Niemand würde sie gemeinsam mit den anderen aufhalten, die ersten Steine des neuen Adorans zu legen. Jeden verdammten Stein, der durch ihre Hände ging, würde sie mit einem Namen versehen, an jeden davon sich erinnern wollen, wenn die Stadt irgendwann wieder fallen würde. Wasser war mächtig, der Wind auch. Jeder, der am Meer groß geworden ist, wusste das und umso entschlossener war sie, die Fundamente nach all den Anweisungen zu legen, die man gab. Am Hospital fing sie an, erst den Grundstein, dann das Fundament. Einen hübschen Boden sollte es bekommen irgendwann, wenn alles stand. Die Wände sollten nicht einreißen auf unebenem Grund. Lange würde sie an diesem ersten Tage arbeiten, Flächen begradigen, Rufe und Anweisungen an die anderen weitertragen und wie an den Tagen zuvor auch den Leuten den Weg zu den Werkzeugen und dem Material zeigen. Im Grunde war es ein Tag wie die anderen zuvor... nur rückwärts. Und ohne Gräfin, die einem damit drohte, einen über die Schulter zu legen und nach Hause zu tragen, wenn man nicht endlich aufhöre...
Verfasst: Montag 1. August 2022, 12:55
von Yette Symar
Stein auf Stein, sagte man ihr, so sollen sichere Wände gebaut werden, immer schauen dass sich alle Steine gut einfügen.
Yette gab ihr Bestes!
Und doch war sie heilfroh, dass die fähigen Handwerker diese Arbeit übernommen hatten und sie die schweren Steine nur schleppen und übergeben musste.
Sie war Bäuerin und hatte vom Hausbau keine Ahnung.
Nachdem der Hausbauplan endlich fertig war, begann auch schon das Fundament des Hauses Form anzunehmen. Am liebsten hätte Yette sofort ihren Tisch, Stühle und ihr Bett dort aufgestellt um auch dort zu wohnen, jedoch war ihr schon klar, dass das nicht sehr klug gewesen wäre.
Nun hieß es Geduld beweisen, Geduld, doch genau dieses Wort war ihr unangenehm, am liebsten hatte sie immer alles gleich und jetzt. Nun sie würde wohl - Geduld – zu haben lernen müssen.
Langsam schien das neue Haus zu entstehen, ihre neue Heimat!
Verfasst: Montag 1. August 2022, 20:16
von Rheaonna von Bergfall
*Fröhlich sieht man ein junges Fräulein durch die Baustellen wuseln. Eine Picke hier, eine Schaufel dort. Mörtel? Kommt sofort. Steine - na gut. Emsig ohne Klagen sieht man sie mit allerlei Sachen herumwuseln. Als dann aber auch noch jemand meinte, sie solle ein Fundament setzen, musste sie lauthals lachen und fragte danach schmunzelnd*
Hattet ihr die letzten Tage nicht genug einsturzgefährdete Häuser abzureissen?
*Auch wenn sie noch so unermüdlich schien, verdrückte sie sich gegen späten Abend in den Hort. Bücher sortieren, Vorlagen neu erstellen, so langsam sah sie auch hier ein Ziel vor Augen. Wenn jemand sagt, das sei keine richtige Arbeit, weil man nichts verdient, was ist dann das in Adoran? Und es war so viel weniger anstrengend als Steine schleppen.*
Verfasst: Mittwoch 3. August 2022, 10:15
von Enid Erdenblatt
Handwerklich so begabt zu sein das sie beim Bau recht helfen konnte war Enid nicht. Aber sie hörte den Fachkräften zu und organisierte fehlendes Materialien oder Werkzeuge. Auch dabei gab es sehr viel zu tun.
Sie war von sehr früh Morgens bis Abends beschäftigt. Gönnte sich nur Pausen um die Tiere zu versorgen um dann zur 5ten oder 6ten Abendstunde das viel besagte Handtuch zu werfen. Sie war halt nimmer die Jüngste...
Bevor Sie einschlief wechselte Sie jeden Abend den Verband ihres Hühnchen. Immerhin war es so braf gewesen und ist in die Käfigfalle gehumpelt wie Enid es hoffte. Gut sah die Wunde trotz all ihrer bemühen nicht aus. Wenn sie morgen einen Heiler finden würde nebem der nie endenwollenden schlepperrei...
Verfasst: Mittwoch 3. August 2022, 13:27
von Thelas Rossberg
Das Wenige, was er gerettet hatte passte in eine Kiste und eine Tasche. Es fühlte sich fast wie früher an, als er gereist war und mehr als einmal seine Unterkunft verloren hatte. Mal wurden die klapprigen Unterkünfte von Missbilligenden abgerissen, oft war er es aber auch einfach selbst schuld gewesen, wenn er alles verspielt hatte.
Dieses Mal war dennoch vieles anders. Er war nun Handwerker und als Feinschmied, wenn auch Schmuck sein Fachgebiet war, war er sogar hilfreich für den Aufbau. Eine ganz neue Erfahrung. Die ehrliche Arbeit hatte ihm auch ein paar Reserven eingebracht. Er müsse nicht von ganz unten beginnen. Wer hätte das damals gedacht... ein ehrliches Leben lohnte sich.
Abreißen, Schleppen, Errichten... er packte an wo es nötig war. Wenn seine Expertise half, stand er ebenso bereit. Die Werkzeuge wurden geflickt, geschliffen oder für neuen Nachschub gesorgt. Die Arbeit war schon schwer genug... da musste nicht noch das Werkzeug streiken.
Verfasst: Mittwoch 3. August 2022, 16:19
von Johannes Schewe
Auch wenn er nicht mehr in Adoran wohnen würde, half Johannes jeden Tag dabei, Holz für den Wiederaufbau ran zu schleppen. Sein Hab und Gut, die wertvollen Möbel und Gemälde hatte er in Sicherheit gebracht. Es war nur zurück geblieben, was keinen Wert für ihn gehabt hatte. Er hatte das Haus am Fluss gemocht und trauerte diesem im Stillen nach.
Bei der letzten Trümmerentsorgung hatte er sich schwer verletzt und gab bei Dieser nun besonders Acht. Er half, wo seine Hilfe willkommen war und darüber hinaus, schnitzte er kleine Pferdefiguren für die Kinder, die ihr Zuhause verloren hatten. Das Lächeln jener gab dem hünenhaften Schreiner neuen Mut. Es erinnerte ihn daran, wie seine kleine Schwester stets zu grinsen anfing, wenn er ihr etwas geschnitzt hatte. Mit neuem Tatendrang, ging die Arbeit weiter.
Verfasst: Mittwoch 3. August 2022, 23:16
von Alec Valmanay-Vvolfenrath
Teil I
Do ut des.
Ich gebe, damit Du geben kannst.
-lateinisches Proverbium
Zweiter Ashatar des Jahres 265
Ein Behelfszelt
Irgendwann in der Nacht
Mehr als eine Woche ist es nun her seit der Sturm unsere wundervolle Stadt Adoran verwüstet hat. Es ist nach wie vor ein merkwürdiges Gefühl, wenn man eine Katastrophe knapp überlebt hat. Ich nutze die kurze Zeit der Ruhe um die Eindrücke der letzten Wochen niederzuschreiben.
Denn als die "Unda" am Spätabend des vierundzwanzigsten Cirmiasum im Hafen von Adoran anlegte und ich nach langer Abwesenheit mit neuem Wissen und Enthusiasmus wieder meine Schritte auf die vertrauten Steinplatten meiner Wahlheimat setzte sollte ich mich eigentlich wohl und sicher fühlen. Wie bisher immer. Aber diesmal war es nicht möglich.
Warum?
Nun, sagen wir, dass über eine Woche des sich immer weiter vertiefenden Seemannsgarnes der sich in panisches Gemurmel und am Ende in ein Verbot, ein Thema an Bord zu erwähnen, wandelte, sein Übriges dazu tat.
Als wir in Eirensee am frühen Morgen des neunzehnten Cirmiasum ausschifften war es ein herrlicher Tag mit einem kräftigen Nordwestwind welcher uns schneller als gedacht voranbrachte. Die folgenden drei Tage verliefen ruhig, ab dem vierten Tag jedoch konnte ich den Kapitän beobachten, wie er mit dem Maat und dem Navigator regelmäßig und immer häufiger den Horizont absuchte und Notizen gemacht wurden.
Als ich meine Neugierde nicht länger zügeln konnte, fragte ich am Vormittag des dreiundzwanzigsten Cirmiasum nach dem Ursprung dieses Verhaltens. Anfangs zögernd, bekam ich dann doch meine Antworten.
Der unruhige und hohe Wellengang berunruhigte die erfahrenen Seeleute sehr und das merkwürdige Verhalten mancher Vogel- und Fischschwärme war auch keine Beruhigung wie man mir mitteilte. Irgendetwas braute sich da zusammen und es war nicht gerade klein.
Das immer unruhiger werdende Getuschel unter der Besatzung wurde dann am kommenden Morgen vom Kapitän unter Leibesstrafe gestellt. Eine Erleichterung für die Passagiere, jedoch nur eine Farce, da in den Augen und dem Habitus des stoischen Seebärs eine tiefe Unsicherheit geschrieben stand.
Als wir Adoran am vierundzwanzigsten Cirmiasum letztendlich erreichten lag im wahrsten Sinne des Wortes Spannung in der Luft: Hohe Schaumkronen auf den massigen Wellen, starker Wind der fast meine Aufzeichnungen in das Hafenbecken verteilte und das Gefühl, dass man die Luft nahezu forciert einziehen muss um atmen zu können. Irgendetwas stimmte hier nicht.
Die folgenden Tage sollten dies bekräftigen.
Der Sturm fegte über unsere wunderschöne Stadt hinweg wie ein Staubwedel über eine staubige Kommode, mit ebensolchem Missachten und Disrespekt. Steine flogen wie Federn, alte Bäume wurden mit Leichtigkeit entwurzelt und Häuser, Anwesen... mein geliebtes und gewohntes Umfeld, wurde einfach so zerstört.
Als der Sturm glücklicherweise abdrehte und nicht weiter ins Inland tobte bot sich ein Bild des Grauens. Adoran, das Juwel Alumenas, man verzeihe mir die Flapsigkeit, weggepustet wie nichts.
Der Sturm schaffte, was das Monster, der Protektor, vor einem Jahr nicht zu erreichen vermochte: Überall Zerstörung, Verwüstung, jammern, klagen, Verzweiflung. Menschen, die man täglich traf, mit ihnen lachte, schimpfte oder plauderte, entweder einfach fort oder auf der Suche nach jemandem. Jemandem, den oder die sie vielleicht nie wieder sehen würden.
Verfasst: Donnerstag 4. August 2022, 11:02
von Rhena Barasthan
31. Cirmiasum 265
- Adoran
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Sie hatte noch immer die fassungslosen Ausdrücke ihrer Geschwister vor Augen als sie vor den Trümmern standen, in denen sie einst so viel Herzblut und Arbeit gesteckt hatten. Mit der Ankündigung des zornigen Meeres hatten sie natürlich alles Wichtige hinaus geschafft, aber alles konnte man nie mitnehmen und so ging mit dem Wasser, welches in das Meer zurück floss, auch ein Teil der Erinnerungen mit und zurück blieben nur Trümmer. Heftiger als erwartet. Es schmerzte in ihrer Brust und doch hatte sie sich zusammenzureißen, auch wenn sie den prüfenden Blick ihrer Geschwister auf sich fühlte. Sie war ja die "Kleine" unter den Barasthans, auf die man aufpassen musste.
So packten sie an und räumten nach und nach die Trümmer davon, bis die Arme schmerzten und sie ihren Knien nicht mehr so wirklich Vertrauen schenken wollte. Diese recht stoische und unkreative Arbeit hatte allerdings den Vorteil, dass ihre Gedanken kreisen konnten und tatsächlich war es ein winziger Keim an Trost, dass sie das Haus des Kraken nun gänzlich von neuen, aus eigenen Händen, mit errichten konnten. Nach ihren Vorstellungen und Wünschen formen, bis das Meer im Bauernviertel auf einem guten Weg ein Zuhause finden würde. Das trocknete immerhin, zu einem winzigen, winzigen Teil die Tränen ihres Herzens.
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02. Ashatar 265
- Adoran
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Es war vom Vorteil das Tamyr sich schon vor der Flut Gedanken gemacht hatte, wie der neue Kraken aussehen sollte und so konnten sie die Baupläne vorlegen und ihre Wünsche äußern und anschließend auch dabei helfen das Fundament zu schaffen. Rhena hatte noch nie so viele Steine, Holz und Sand für den Mörtel in ihrem Leben geschleppt und sie glaubte nicht, dass der Muskelkater der Bauarbeiten innerhalb der nächsten Jahre jemals nachlassen würde. Das war noch einmal etwas ganz anderes als einen Bogen zu spannen oder Leder zu gerben.
Auch Konrads Gesichts wurde immer länger, auch wenn er es besser wegsteckte als Rhena - aber sie wusste ganz genau das die Krähe sich sicherlich besseres vorstellen konnte, als Baumaterial zu schleppen. Gut, das konnte sich vermutlich jeder... aber Konrad war schon immer ein Spezialist darin gewesen seine Gemütlichkeit zu perfektionieren. Damit kam er hier allerdings nicht davon, Tamyr stand fast schon wortwörtlich mit der Peitsche an seinem Hintern. Ein wenig erheiterte es die junge Schneiderin, aber das zeigte sie natürlich nicht. Sie würde sich nicht zwischen die Stühle schieben.
Der Platz, welcher dem Kraken im neuen Bauernviertel zuteil wurde, war beachtlich und doch nicht ausufernd, denn die Gemeinschaft wollte nicht unnötig viel Platz haben - eben nur so viel, dass jeder dort seinen Platz bekommen würde. Während Rhena Steine über Steine stapelte, träumte sie innerlich schon davon, wie sie ihr Stübchen einrichten würde... oder sie träumte von ihrem erholsamen Bett. Nur noch ein Stein... dann nur noch einer. "Nur noch ein Stein" - Das war wie ein neues Mantra für sie geworden.
Schließlich jedoch stand das Fundament des Kraken, das Treppenhaus war bereits, so gut es ging, fertig gestellt und doch... war an Ruhe nicht zu denken, denn wenn die Arbeiten am Kraken fertig gestellt waren für den Tag, schaute sie nach den Überresten ihres alten Heimes, um dort anzupacken wo sie konnte.
Es musste immer weiter gehen, damit bald wieder Normalität einziehen konnte.
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04. Ashatar 265
- Adoran
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Nachdem das Fundament stand, war es nun daran die Wände zu errichten und die Böden zu legen, sowie auch das obere Stockwerk auszubauen. Das würde noch anstrengender werden, als das Fundament und dabei hatte Rhena nun schon keinen Bedarf mehr daran auch nur jemals wieder einen Stein in den Händen zu halten.
Als würde Rafael die Gedanken seiner Zwillingsschwester kennen zuckten seine Mundwinkel verräterisch bei der Bauplanbesprechung, während das Grün seiner Augen auf ihr ruhte. Sie schürzte die Lippen und widmetet ihm einen entsprechend garstigen Blick - es war unfair, das es ihm so viel einfacher fiel. Aber vermutlich war das sein Lohn dafür, seinen Körper entsprechend bei den Übungen mit dem Schwert und Schild gefordert zu haben. Sein Muskelkater lag Monde im Land zurück.
Je mehr jedoch das Gebäude, oder eher gesagt alle Gebäude, in Adoran an Form annahmen, je besser konnte Rhena sich das Endbild vorstellen und es gefiel ihr. Sie mochte diese hellen, strahlenden Bauten in denen das Licht zu wohnen schien und sie hatte schon beim Errichten der hellen Wände im Kopf, was für Farben wohl passend für die Einrichtung wären. Zusammen mit Rafael schleppte sie die Holzbretter für die Böden hinauf, trugen die wunderschönen blaustichigen Fenster oder ... ja Steine. Aber so konnten die "richtigen" Handwerker, die damit vertraut waren Häuser zu bauen, sich jedoch auch darauf konzentrieren und sie konnten Ihnen somit einen schweren Teil abnehmen.
Die Dachschindeln stapelten sich vor den Gebäuden und auch die Zaunteile wurden letztendlich zusammengebaut und irgendwie erinnerte Rhena das Zusammenspiel des Blaus und des Weiß sie an die Gischt auf dem Meer. Ja, es war schön. Noch ein kleines Stückchen und es wäre bald vollbracht ... doch erstmal, ja erstmal musste jeder etwas Essen und so zog sie sich vom Schleppen zurück, besorgte für jeden etwas Essen und Trinken und gemeinsam setzten sie sich auf die neuen Stufen des Krakengebäudes. Eine kleine Pause... bis die Arbeit weitergehen würde.
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