Verfasst: Donnerstag 6. März 2025, 20:13
Thyra kniete auf einem umgestürzten Baumstamm, das schartige Messer in der Hand, während sie mit ruhiger Präzision die letzten Latten anspitzte. Das Holz war zäh, widerstand ein wenig, doch der scharfe Schnitt glitt durch die Fasern, ließ feine Späne zu Boden rieseln. Ein gutes Stück Arbeit war bereits getan. Der Zaun, der entlang der Mauer wachsen würde, nahm Form an, einer nach dem anderen trieb sie die Latten in die vorbereiteten Löcher im Mauerwerk, verkeilte sie mit flachen Steinen und Holzwinkeln. Kein kunstvolles Handwerk, kein prunkvolles Bauwerk – aber nützlich. Haltbar.
Das Feuer in der Mitte des Lagers knisterte leise, ein warmer Kontrast zur kalten, dunstigen Luft. Sie hatte es entfacht, wie so oft. Es fraß sich langsam durch das trockene Holz, hielt die klamme Feuchtigkeit der Nacht fern. Thyra ließ sich auf einem der grob zusammengezimmerten Hocker nieder und rieb sich über die Finger, prüfte die feinen Kerben von der Arbeit.
Der Garten war bereits angelegt. Nicht mehr als ein paar frisch gepflanzte Bäume, einige junge Setzlinge, deren Wurzeln sich nun langsam ins Erdreich tasteten. Er würde Zeit brauchen, bis er Schatten spenden, bis er Leben zwischen diesen Mauern bringen würde. Aber er war da. Und er würde wachsen. Mit leichtem Kopfschütteln musterte sie die harte Arbeit der anderen. Die Mauer wuchs in die Höhe, das Holz für den Unterstand war fest verankert, selbst die schwersten Balken hatten ihren Platz gefunden. Ein gutes Werk. Ein Ort, der hielt.
Thyra atmete tief ein, der Duft von Erde und Harz lag in der Luft. Hier und da hörte man das Klirren von Werkzeug, das dumpfe Pochen eines Hammers. Sie strich mit der Hand über die raue Rinde eines der neuen Bäume, ließ die Fingerspitzen kurz ruhen. Ja. Das hier war der richtige Ort.
Das Feuer in der Mitte des Lagers knisterte leise, ein warmer Kontrast zur kalten, dunstigen Luft. Sie hatte es entfacht, wie so oft. Es fraß sich langsam durch das trockene Holz, hielt die klamme Feuchtigkeit der Nacht fern. Thyra ließ sich auf einem der grob zusammengezimmerten Hocker nieder und rieb sich über die Finger, prüfte die feinen Kerben von der Arbeit.
Der Garten war bereits angelegt. Nicht mehr als ein paar frisch gepflanzte Bäume, einige junge Setzlinge, deren Wurzeln sich nun langsam ins Erdreich tasteten. Er würde Zeit brauchen, bis er Schatten spenden, bis er Leben zwischen diesen Mauern bringen würde. Aber er war da. Und er würde wachsen. Mit leichtem Kopfschütteln musterte sie die harte Arbeit der anderen. Die Mauer wuchs in die Höhe, das Holz für den Unterstand war fest verankert, selbst die schwersten Balken hatten ihren Platz gefunden. Ein gutes Werk. Ein Ort, der hielt.
Thyra atmete tief ein, der Duft von Erde und Harz lag in der Luft. Hier und da hörte man das Klirren von Werkzeug, das dumpfe Pochen eines Hammers. Sie strich mit der Hand über die raue Rinde eines der neuen Bäume, ließ die Fingerspitzen kurz ruhen. Ja. Das hier war der richtige Ort.