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Verfasst: Donnerstag 4. Februar 2021, 11:32
von Beak von Sankurio
- … die Pagen hatten sicher im Nachgang einiges zutuen.
Die vielen Farbkleckse und Wasserspritzer auf dem glänzenden Saalboden der Burg Schwertfluren haben jedenfalls für viel Schrubberei gesorgt.
Es war ein wegweisender Schritt für uns Knappen, die zukünftige und prägende Farbe des Adels.
Dies mal in voller Bescheidenheit habe ich dem Knappen Tristoban den Vortritt gelassen.
Es war die eigene Neugierde für welch Farbpracht er sich entscheiden würde und generell war meine eigene Farbwahl schon im Vorfeld fast in Gänze abgeschlossen.
Die Hochedle Amelie von Salberg hatte bereits Farbtöpfe und Muster auf der großen, prunkvollen Tafel ausgelegt.
Auch wenn der Knappe seinen überlegten Farbwunsch recht schnell äußerte, so war es nur noch eine Frage der Farbnuancen.
Dies stellte allerdings der Hochedlen weniger ein Problem dar, sondern es war viel mehr eine ehrenvolle Aufgabe, welche sie mit Bravour meisterte.
Zugegeben, die Farbe war passend gewählt. Sie entspricht der Frische, Offenheit – beruhigt und birgt stets Hoffnung.
Als sich Tristoban dann in den eigenen Farben präsentierte, folgten die kritischen Blicke der Ritterschaft.
Die Momentaufnahme für eine Farbvariante, die noch nicht die Nordseite des Saals ausschmückte. Sie wurde jedoch bestätigend abgenickt.
Währenddessen erschien das werte Fräulein Verdania welche ebenso in die Runde geladen wurde.
Vollgepackt mit Färbemittel und einer Kladde an Musterstoffen war sie die willkommene Verstärkung meiner eigenen Farbvorstellung.
Es war ein 'helles Pastellgelb'. Schon jetzt war mir klar, dass die Ritterschaft in bunten Farben erstrahlen wird.
Allerdings war mir auch klar, dass genau diese Farbe weniger der Vorstellung der Ritterschaft entsprach.
Ein Gelbton, dessen Bedeutung Rationalität Wissen und Weisheit zugesprochen wird.
Aber auch ein Ton, welcher für die Erleuchtung steht, denn es ist die Farbe des Lichts, welches sich grenzenlos ausbreitet.
Reaktionen? Ernüchternd. Doch die Farbe war für mich gesetzt.
Zugegeben, meine erste Wahl war eher ein dunkles Blau, doch wenn man in die Wappenbücher blickte, so war das Blau doch recht häufig vertreten.
Dieser hell-pastellgelbe Ton jedoch, er passte zur gewählten Symbolik und eigenen Lebenshaltung.
Dann ging auch die detailverliebte Suche der Nuancen los.
Erst war es zu gelb stichig und penetrant, dann zu goldig und zu erhaben.
Das andere war mehr eine Variation von Beige und der Vorschlag von Sir Heinrik mit einem dunklen Violett sorgte gänzlich für Chaos.
Hier und da haben die tüchtigen Schneiderinnen jeden Wunsch realisiert, doch die Ergebnisse stießen weniger auf Zustimmung.
Oftmals ist es der erste Gedanke und somit auch die erste Veranschaulichung, die zum abschließenden Ergebnis führte.

Das Ritterwappen, getreu der Heraldik des Ritterordens Alumenas,
besitzt die Form eines Spitzschilds und ist durch eine Diagonale in zwei Grundfarben geteilt.
Die "altgoldene“ Grundfarbe repräsentiert den aktuellen Stand des Ritters.
Die "pastellgelbe“ Grundfarbe ist gleichbleibend wie der Grundton im Adelswappen des Trägers.
Die einheitliche "silberne“ Symbolfarbe zeigt deutlich das gewählte Wappensymbol des Ritters, welche folgende Bedeutung trägt:
Die Fackelflamme - Belebt die Umgebung mit Licht und repräsentiert die Verbundenheit zur Lichtbringerin.
Die Balkenwaage - Steht für die Opferbereitschaft aber auch für das Gleichgewicht zwischen Glaube und Königreich.
Der Fackelschaft - In Form einer Klinge mit Hohlkehle ist das streitbare Zeichen der Ritterschaft Alumenas.
Verfasst: Mittwoch 10. Februar 2021, 19:22
von Beak von Sankurio
- … eine Reise in die Wüstenstadt Menek’Ur.
Und doch war ich recht verwundert, dass die Hochedle Amelie von Salberg gerade auf mich zugekommen ist. Als Quelle der Ruhe und Mann der richtigen Worte wurde ich gewählt, der Zusammenkunft im Tempel der Eluive beizuwohnen. Erstaunlich, da ich mich selbst doch meist nur wortkarg gesehen habe.
Es war nicht nur der geleistete Eid unter den Farben von Sir Keylon die mein Pflichtgefühl gegenüber der Familie Salberg weckten, nein es war auch die dazugewonnene Freundschaft eben zu jener Familie. Jetzt wo Sir Keylon schon länger auf Übersee verweilte, schien es gar meine Aufgabe zu sein, die ältere Schwester vom Ritter zu schützen und für sie da zu sein.
Angekommen am Hafen von Adoran, legte der Zweimaster zeitig ab. Es war der peitschende Westwind welcher unsere Anreise zur Wüstenstadt beschleunigte. Die klirrende Kälte am Deck sorgte dafür genügend Wärme im Inneren des Schiffs zu suchen und so verlief die Schifffahrt doch recht zügig.

Und da war Sie auch, die wunderschöne Perle der weiten Durah.
Die Hochedle und meine Wenigkeit haben den schwankenden Kahn verlassen, ehe wir uns etwas die Zeit am Hafen vertrieben haben. Keiner konnte damit rechnen, dass wir so rasch in Menek’Ur ankamen und es blieb noch genügend Zeit für einen entspannten Plausch mit Blick auf die springenden Delphine des Meeres. Die Sonne legte sich am weiten Horizont und färbt sich in ein tiefes Orange, über den Marktplatz flanierend führte uns der Weg zum Bergpfad Cantars in Richtung des Tempels der Eluive.
Unsere Pünktlichkeit war unser Segen, in aller Ruhe konnten wir uns die absolute Schönheit dieser Bebauung zu Gemüte führen, ehe wir auch schon vom Oberhaupt Malik Zahir der Familie Ifrey am Vorplatz des Tempels begrüßt wurden.
Und so tummelten sich wenige Augenblicke später die Prehaatim Maheen , der Kaliq Ashok Bashir und die Schreiberin Abinayah vor dieser prachtvollen Tempelanlage. Die übliche Gastfreundschaft traf uns auf menekanischer Art und Weise entsprechend und nach der ordentlichen Waschung auf dem Vorplatz wurde auch schon das kühle Gemäuer im Untergeschoss aufgesucht.
Nachdem die Hochedle das Geschenk an die Gäste, eine wunderschöne Pflanze in einer verzierten Vase, überreichte wurden wir durch die ehrenwerte Abinayah mit einem köstlichem Mocca versorgt. Im Einzelnen ging es um die Weihe der Eluive Statue bei der Kapelle in Kronwalden. Somit war die Hochedle eher gefragt in der Thematik und dies auch als Vogtin eben jenes Lehen.
Als außerordentlich gemütliche Atmosphäre empfanden wir den Verlauf des Gesprächs, denn die beidseitige Zusammenarbeit mit Rückblick auf das Erschaffen des Banners der Lichteinigkeit ist ein symbolisches Zeichen für weitere Schritte in die richtige Richtung …
Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 12:41
von Beak von Sankurio
Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 12:42
von Beak von Sankurio
Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 12:42
von Beak von Sankurio
Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 12:42
von Beak von Sankurio
Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 12:45
von Beak von Sankurio
- ... die letzten Wochen und vergangenen Tage waren intensiv.
Neben Berchgard welches mittlerweile als alltägliche Aufgabe galt, mussten auch zügig etwaige Vorbereitungen zur anstehenden Schwertleite getroffen werden.
Sicher galt, nicht nur Sir Keylon wurde mit dem Schriftstück aus dem adoraner Palast überrascht.
Mittlerweile empfand ich die letzten vergangenen Tage, als Feuertaufe um eben zu sehen den Druck standhalten zu können.
Der Vorteil dieser arbeitsreichen Zeit war jener, dass ich mir nur noch kaum Gedanken machen konnte bezüglich dem letzten Tag des Wochenlaufs.
Und doch hoffe ich sehr, dass dies nicht der künftige Alltag sein wird.
Das magische Ritteramulett musste gefertigt werden, jenes oblag dem Konvent des Fuchses und sollte durch eine Magistra meiner Wahl entsprechend gefertigt werden.
Zügig fiel meine Wahl auf die Freiherrin Nyome von Thronwall.
Sie war es einst, welche mir den Weg bis hier hin offenbarte.
Als langjährige Bekanntschaft hatte Sie stets ein offenes Ohr und wegweisende Ratschläge parat.
Vermutlich war mein Ersuch ebenso überraschend, denn die Zeit hing uns nun deutlich im Nacken.
Angekommen im Anwesen derer von Thronwall wurde neben einem kurzen Plausch das magische Artefakt vollumfänglich erläutert.
Ich gestehe hierbei, dass die Liedwirkerei mir immer ein Rätsel war und sich durch das Gespräch sich daran nicht viel änderte.
Wichtig war zu wissen, dass zukünftige Amulett sollte stets mit Bedacht genutzt werden.
Leichtsinnigkeit würde mich mit schmerzhaften Erfahrungen strafen, so die mahnenden Worte der Magistra.
Für mich klang das nachvollziehbar, denn die Achtung jener Kräfte sollte stets gewahrt werden.
Das Gespräch endete mit Zuversicht und mit einem weiteren Haken in den Gedanken, ein Abhaken jener Liste der Dinge welche noch zu erfolgen haben.
Am Abend darauf führte mich der Weg in das beschauliche Kronwalden.
Sir Keylon hat zur Hochedlen Amelie von Salberg geladen, denn es galt Kleidung und Gewänder in Auftrag zu geben.
Waffenrock und Umhang, bestickt mit dem eigen gewählten Ritterwappen.
Penibelst wurde Maß genommen, ehe sich die tüchtige Schneiderin ans Werk gemacht hat.
Auch jene durfte den Zeitdruck wahrlich spüren, denn mittlerweile waren es nicht mehr viele Nächte.
Das ganze tat mir schon sehr leid, denn eben jene Hochedle war auch sehr eingespannt mit den Sappeuren in Berchgard.
Zu ihrem Leidwesen senkte sich bei mir jedoch die Last auf meinen Schultern.
Amulett, Kleidung,.. Halt!
Für das Amulett musste auch noch eine ebenso ansehnliche Kette her, wie es der Anhänger ohnehin schon ausstrahlen würde.
Zügig wurde noch ein Schriftstück aufgesetzt, gerichtet an Alec Valmanay-Vvolvenrath.
Es galt eine robuste und stabile Halskette aus weißen Gold zu fertigen.
Wusste ich jedoch das der Juwelier und Ingenieur einige in seiner Auslage hatte!
Wohl möglich würde sich etwas Entsprechendes finden, welches das Amulett künftig in Sicherheit wiegt.
Ebenso prompt wie ich das Schriftstück ihm zukommen lassen hab, erhielt ich eine Antwort.
Eine schriftliche Zusage mit seiner vollen Vorfreude, ein weiterer Erfolg meine Liste im Geiste abzuhaken.
Mit der Halskette im Gepäck führte es mich, wie so oft dieser Tage, erneut nach Adoran.
Ziel war der Konvent des Fuchses, denn das Amulett und die Halskette mussten verjüngt werden.
Das Gesamtbild passte und wirkte stimmig, ein Glück.
[Hochwertige Kette aus Nharam mit einem robusten Drehverschluss aus Weissgold]
Die quadratischen Kettenglieder wiegen das anmutende Ritteramulett in Sicherheit.
[Die Schwingen aus Weissgold schützen den Schild mit Pentakel und Turmalinen]
Das Schwert des Ritterorden Alumenas vollendet die Bedeutung des Ritteramuletts.
Im Gewölbekeller des Konvents angekommen, wurde der Raum der Übung aufgesucht.
Ein obskurer Ort, er wirkte zwar ansehnlich aber ziemlich fragwürdig.
In jeder Raumecke befand sich ein Element, welche als Kraftquelle dienten und inmitten dieser Räumlichkeit ein großes Pentakel.
Studiosa Maleya Nachtheyn wohnte den nächsten Schritten bei.
Der Ablauf wurde von der Magistra erläutert, dass Ganze war von ähnlicher Faszination wie dieser magische Ort an sich.
Wie ein Schauder lief es mir über den Rücken, als auf Liedebene etwas unternommen wurde, was ich nicht näher erläutern konnte.
Das Amulett wurde mit dem Träger verbunden.
Und nun sitze ich hier, wenige Stunden vor meiner Schwertleite.
Auf den kühlen Stufen am Morgengrauen, im Rücken der Kreuzgang des Klosters der Lichteinigkeit.
Vor meiner Front, dass Zeichen der Hoffnung - der Baum des Lichts.
Ich blicke in meinen Gedanken zurück, weit zurück.
Vorbilder wie Nevyn Silberhand und Darna von Hohenfels sind ebenso diesen entscheidenden Schritt gegangen.
Es war zwar eine völlig andere Zeit und wahrlich unterschiedliche Pfade zu den heutigen, doch auch Sie dienten für dasselbe Ziel.
Jene waren es, welche meine Person prägten. Das schien unantastbar.
Die Nacht der Einkehr im Kirchenschiff des Klosters war oftmals eine Reise in die Vergangenheit.
Doch auch die Gegenwart stand mehrmals im Fokus.
Offene Fragen welche sich offenbarten, neben den stillen Gebeten zu der Herrin selbst, fanden bei der Diakonin Raia Lathaia stets ihre Aufmerksamkeit. Sie war in der vergangenen Nacht mein seelischer Beistand, der Wegweiser in eine neue Zukunft. Gemeinsam.
Es sind meine letzten Stunden als Knappe des Ordens der Ritterschaft Alumenas.
Die breitgefächerte und ausführliche Ausbildung durch Milady von Gipfelsturm, Sir Heinrik und Sir Keylon knüpfte dort an,
wo ich vor vielen Jahren aufgehört hatte. Sie ergänzten, komplettierten und zeigten andere Möglichkeiten auf.
Ich persönlich lernte, dass die Pfade zwar stets unterschiedlich sein konnten, aber alle das gleiche Ziel vor Augen hatten.
Und eben diese vielfältige Art macht den Orden der Ritterschaft aus.
Es war Zeit für ein 'Wir sind eins' unter dem Zeichen des Glaubens und der Krone.
Mit einer Symbolik, welche mein Wappen künftig zieren würde - dem Gleichgewicht.
Verfasst: Freitag 12. November 2021, 12:12
von Beak von Sankurio
- … es sind mittlerweile einige Mondläufe vergangen, nach der erhaltenen Schwertleite in der heiligen Kirche zu Adoran.
Alathair, die gesamte Welt, konnte sich von der Geißel des Protektors und seinen Schergen des Vergessens befreien. Eine Schlacht gar epischen Ausmaßes folgte auf Gerimor zwischen Markweih und Adlerklamm.
Ersehnte Hoffnung verbunden mit stetiger Begierde dieser Bedrohung zu obsiegen, zahlte sich aus.
Die Trümmer und Altlasten wurden beseitigt.
Hinterlassenschaften der andauernden Bedrohung waren das Letzte, was noch die heilenden Wunden schmerzhaft aufriss.
Die Bergmannstadt Berchgard wurde zu einem soliden Bollwerk mit alten Charm, am Hang des heiligen Berges Nilzadan.
Immer noch zierte die finale Schlacht weiterhin die Ländereien.
Neben dem Schandfleck von Bajard, dem Schrein der Pantherfratze, verschwand auch die heilige Stätte des Blutdenkmals. Die Götter zogen aus diesen heiligen Stätten ihre Kräfte um gemeinsam gegen den Protektor vorzugehen. Nun ist es Eluive selbst, welche mit der Kraft der Natur diese Stätten vereinnahm.
Während der Westen ziemlich lange seine Wunden leckte, brachen neue besorgniserregende Ereignisse auf.
Der Fall von Burg Schwertfluren.
Bis heute unerklärlich nagt der Zahn der Zeit an Fundament und Gestein.
Mittlerweile wurde der ehemalige Sitz des Ritterordens vollumfänglich aufgegeben und man konnte nur noch dem Geschehen zusehen.
Als jüngster Ritter des alumenischen Ritterordens stand mir das stille Zuschauen jedoch nicht zu.
Mitgefühl, dass eben jene Ritter ihren Sitz verloren haben, welche diese mit eigenen Kräften und Mittel aufgebaut haben, war das mindeste was ich in dieser Situation bieten konnte.
Die Zahnräder gerieten ins ruckeln, eine gar gefährliche Entwicklung für die Sicherheit des Herzogtums.
Mittlerweile übe ich mich mehr der Schönschrift, wie das Führen einer Waffe.
Die eiserne Klinge wurde gegen königsblauer Tinte und einer Schreibfeder getauscht.
Knarzende Räder mussten mit Öl eben geschmiert werden, ein Stillstand war nicht hinnehmbar und Veränderungen mussten her.
Es etablierte sich mit der Hilfe von Sir Keylon von Salberg ein neuer und alter Sitz des Ritterordens im Palast zu Adoran. Eine wohlmöglich wichtige Übergangslösung um die Wehrfähigkeit des Ritterordens aufrecht zu erhalten. Mit vielen Schriften interner Natur, meist welche die für Empörung oder Unverständnis sorgten, formte sich allmählich eine stetige Routine der Transparenz und des Informationswesens.
Anmaßend wohlmöglich für die Einen, doch bitter notwendig für den Zusammenhalt im Ganzen.
Nach etlichen Schriften und Protokollen …
Nach einer Vielzahl von geleerten Tintenfässern …
Nach einer Unmenge an schwarzen Tee mit Kandisbrocken und einer unendlichen Geduld …
… machte ich mir als Debütant zwar viel Arbeit um stets eine offene Verfahrensweise zu etablieren, welche zwingend erforderlich war, ob diese jedoch von Wert war ließ sich erst in naher Zukunft erhaschen …
