Krieg, Krankheiten & andere Katastrophen

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Malachai Schwarzmourne
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Krieg, Krankheiten & andere Katastrophen

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Es war einer jener Tage, an welchen man nicht hätte aufstehen sollen.
Es began dabei so friedlich.
Man ging seinen natürlichen Tagesablauf, unterhielt sich bei Zeiten mit Bekannten und ahnt ncihts böses.
Dabei hätte man es vorhersehen können, angesichts vieler Warnungen, die man doch bekam, wenn es darum ging, nach Rahal zu reisen.
Es waren die Letharen, die durch das Tor zur Burg traten. Sie waren schon ein schlechtes Omen und deuteten meist auf schlechtere Zeiten.
Malachai fürchtete sie nicht, aber er misstraute ihnen doch sehr.
Kreaturen, die so sehr einem Gott dienlich sind, gefielen dem Schatten der Burg allgemein nicht.
Es ging darum, dass Rahal von Varunesen, Meneks und den Hinrahs angegriffen wird und jene Zeit zu einem Angriff auf Grimwould gelenkt werden sollte.
Man versuchte, die Burg mit einzuspannen, als Sündenböcke sicher, dachte Malachai und es tat ihm keine Mühe, Khazkal davon zu überzeugen, nicht dort mit den Letharen hinzugehen, alleine des Friedensvertrages mit den Hinrah willens.
Der Kriege gegen das Wüstenvolk ist schon ausschöpfend genug, da müssen es nicht wieder diese Tiefländer sein.
So einigte man sich, man würde vor Grimwould kommen und sich ein magisches Tor öffnen lassen, welches nach Rahal führen sollte, damit die Burg der Stadt beistand leisten könnte.
Rahal verteidigen? Sicher nicht, schoss es Malachai durch den Kopf.
Dennoch waren seine Brüder wie Schwestern von der Burg dort und jene brauchten Schutz.
Er machte Khazkal klar, dass er seine Waffe für die Burg erhebe, nicht für Rahal und er als defensives Mitglied mitkommen würde, nur um schlimmeres zu verhindern.
Eine gute Entscheidung, wie sich schnell herausstellte.
Man folgte nach einer längeren Zeit den Spuren der Letharen udn traf sich wie vereinbart vor der hözernen Feste, wo schon Licherhoch die Flammen brannten.
Man öffnete ihm ein Tor, dieser Lethar, dieser abtrünnige Lethar, er besass schon soein grinsen, dass Malachai skeptisch machte.
Doch ehe Einwände gesprochen werden konnten, liefen die Mannen der Burg durch das Tor.
Keine Zeit verlieren, ehe es sich schliesst. Hinterher.
Es kam, wie es kommen musste.
Mit den Gedanken, wie Dumm ein Lethar sein könnte, wäre dies nicht beabsichtigt, landeten sie genau zwischen den riesigen Katapulten, die fleissig auf das Mauerwerk Rahals schossen.
Genau in die Mitte, umzingelt von Varunesen, Meneks und Hinrahs.
Die Kapitulation war sofort klar, ein Kampf wäre sinnlos. Denn war man ungefähr 1 zu 10 unterlegen.
Man senkte die Schwerter, legte sie zu Boden und ging einen Schritt zurück.
Es kamen sofort Wörter herbeigerufen, man wolle uns die Köpfe abschlagen kam es von den Wüstenvolk herüber.
Darna selbst erfragte dann, in ihrem barschen Tone, den sie immer besass, wen man sich ergeben würde.
Varuna, diese Antwort war klar, denn geköpft zu werden, wollte keiner.
Man erkannte jene an und man unterstellte und Quarius. Er solle uns mit 2 Gardisten nach Varuna bringen und einsperren.
Nun war Malachais Zeit gekommen, weshalb er mit kam.
Er konnte Quarius weiss machen, das man nur reinzufällig hierher kam und nichts mit jenen Kriege zutun haben werde, auch fiel das Argument, da wir unbewaffnet wohl, würde man uns gehen lassen, kaum wieder kommen würden.
Er sah es ein und gab den Befehl, dass man uns gehen lassen sollte.
So dachten wir vorerst.
Einige Schritte weiter kam ein Gardist herbei.
Gut, wir waren unbewaffnet, aber ein Haufen unbewaffneter gegen einen Gardisten wäre machbar?
Er wollte, dass wir ihm folgten, da wir nun doch abgeführt werden sollten.
Wie entschied Malachai, die sache in die Hand zu nehmen, erklärte dem Gardist, dass man Sie gehen lassen wollte, auf Anweisung von Quarius und bot an, mitzukommen, wenn er die anderen dafür nun abziehen lassen würde.
Khazkal erhob einspruch, doch Malachai zeigte ihm in ernster Stimme, dass es nun vorbei sei, sich in Gefahr zu bringen und er verstand.
Also zog der Schatten Eisenwarts mit dem Gardisten zurück..zurück in die Höhle des Löwens.
Hinein in einen Krieg zwischen 2 Mächten, mit denen er nichts zu tun haben wollte.
Die Sache konnte schnell geklärt werden und nach einer Weile erlaubte man auch ihm, nun gehen zu dürfen.
Er verliess die Fronten des Krieges, er bemerkte schon am Anfang, bei seinen ersten Schritten, dass man ihm folgte.
Eine junge Frau, ebenfalls verhüllt, schien ihr Interesse auf Malachai gelenkt zu haben.
Ein Eisenwartler, der nicht Rahal oder dem Panther folgte?
Soetwas schien wirklich einmalig zu sein, nach Malachais wissen sogar zweimalig.
Sie unterhielten sich lange, über die Kriege, die Götter und dergleichen.
Es war doch aufbauend wie ermunternt zu sehen, dass nicht jeder dem Götterwahn verfallen ist und sich doch noch vernünftige Menschen an Feindeslinien herumtummelten.
Nach einer Weile setzte Malachai seinen Weg fort.
Er traf Cyrion.
Schrecklichen Anblickes lief er zu seinem Freund, der Wunden und zerrissene Kleidung hatte und schwer hustete.
Er stützte ihn und nahm ihn mit zu den anderen der Burg, die sich nahe des Wegesrande an der Zunge des Flusses verschanzten.
Cyrion war geistesabwesend. Er schwaffelte, dass Rafe ihn nichts gesagt hätte, obwohl er es doch hätte tun sollen.
Dass man ihn, obwohl er Rahal ausspionierte, oim unwissen liess.
Er schien in Rahal gewesen zu sein und konnte dem Angriff nur knapp entgehen.
Zudem war er krank, man hörte es, als er am husten und spucken war.
Am Treffpunkt legte er ihn auf den Boden und kümmerte sich um seine Wunden. Sarel war in der Zeit mit Khazkal am reden, dass man nun, da die Schlacht vorbei zu sein scheint, dennoch wieder hin sollte um einige Wunden aufzureissen.
Dieser Narr, ging es Malachai durch den Kopf.
Mit Glück das Leben erschont bekommen, will er nun, in der Unterzahl, den Feind angreifen.
Die Wut stieg in ihm, er machte Khazkal klar, wie Dumm das doch wäre, würde man nun jene Angreifen.
Es könnte nicht nur tödlich enden, es wäre für andere auch eine Kriegserklärung gegen die Burg, welches das nächste Ziel sein könnte.
Cyrions Wunden waren versorgt und er wusste, dass er alleine nun gehen könnte.
Entmutigt von all dem, das einige nicht daraus gelernt hatten, verliess Malachai den Schauplatz dieser Truppe, die sich dem Krieg trotzen wollten und es dennoch schafften, zu überleben.
Es war bald Nacht, als er sein kleines Haus vor Bajard erreicht hatte.
Er stieg die erste Stufe empor, als sich seine Lunge förmlich zu schnürrte, ihm alle Luft raubte und er nach einigem Röcheln anfing Blut zu husten.
"Perfekt, nun hat er mich auch angesteckt, es wird Zeit, dass der Tag zuende ist."
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Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

Nur ein Handschuh

Jetzt brauchte sie wieder neue Handschuhe.

Wären es nicht weit wichtigere Dinge gewesen, die ihre Aufmerksamkeit die nächsten Stunden gänzlich in Beschlag nahmen, hätte sie sich vielleicht eher darüber geärgert.
Doch es war die einfachste und sauberste Variante gewesen, diese beiden störrischen Eisenwartler und die sie begleitende Leichenschänderin abzufertigen. "Du kannst nur deine eigene Ehre wahren, nicht die der anderen bestimmen."

Ja, es traf hier leider in vollem Umfang zu...
Es war irgendwie schon makaber - im Gerichtssaal hatte sie glatt einen gewissen Respekt für die Truppe empfinden können, die militärisch strikt offenbar Varuna benutzte, um irgendwelchen schwer nachvollziehbaren eigenen Plänen zu folgen. Es schien keinen Sinn zu machen, sieben Eisenwartler der Gerichtsbarkeit der Grafschaft derartig bewusst auszuliefern. Drohendem öffentlichen Spott preiszugeben. Bis zuletzt hatte sie argwöhnt, daß es ein Ablenkungsmanöver sei - doch das war es nicht. Also konnten nur interne Belange sie zu diesem seltsamen Verhalten angetrieben haben, denn niemand tat etwas, ohne im mindesten selber von einem guten Grund für sein Tun überzeugt zu sein.

Und hier?
Welch Worte allein schon...
"Denkt ihr, ihr könnt uns entgegengelaufen kommen und..." - in ihrer Trauer reichte es eigentlich nicht mal für ein inneres Kopfschütteln. Vor den zwei Gerüsteten und der Frau war ihr Trupp des Weges gekommen: Sir Rafael, Sir Zeron, Hauptmann Amarth, etwa sechs Gardisten und sie selber. Von vieren der Gardisten getragen ihr gefallener Sire, Aradan. Sein Pferd führte sie am Zügel.
Und dann wurde der Totenzug aufgehalten. Allein für die Respektlosigkeit, die sich danach offenbarte, hätten sie reinem Wunschdenken nach übers Knie gelegt gehört. Schmähungen und Provokationen, als ersehnten sie sich lediglich eine Tracht Prügel. War das auch Eisenwart? Wenn ja, mochten es vielleicht trotzige Rekruten sein, die die Blamage nicht verwunden hatten, mitten im feindlichen Heerhaufen aufzutauchen.

Wie das geschehen konnte, hatte sie bislang nicht so recht begriffen - es war ihr auch herzlich egal. Sie hatten in einer Übermacht gestanden und war merklich ungeplant gewesen, sonst hätten sie vielleicht die Situation genutzt, einfach hereinbrechend ein heilloses Chaos unter den Varunern und ihren Verbündeten zu verursachen.
Jetzt...
nichts als Respektlosigkeit. Kein Respekt vor dem Umstand, daß ihnen Abzug gewährt worden war, nachdem sie sich ergeben hatten. Selbst nach einer vorläufigen Gefangennahme hätte sie sie wieder freigelassen - selber froh, mit der militärischen Kraft Eisenwarts nicht konfrontiert gewesen zu sein. Selbst, als sie hörte, daß sie einfach laufengelassen wurden, gestand sie ihnen soviel kriegerisches Rückgrat zu, den varuner Truppen dann nicht doch noch in den Rücken zu fallen.
Und diese drei Gestalten nun am Weg? Nicht mehr als lästige Wegelagerer mimend? Das Weib erhob auch noch aus der Erde bleiche Gebeine, ihnen "einen Begleiter mitzugeben", und es war der Punkt, an dem die Ritterin sich am ehesten versucht sah, kurzen Prozeß zu machen.

Sie hatten Rahal angegriffen - es war vorbei. Und beide Seiten hatten die damit einhergehenden Verluste zu tragen. Den Gegner auch noch zu verhöhnen, während dieser seinen Toten das letzte Geleit gab, war...
Sie zog einen ihrer beiden Lederhandschuhe vom Gürtel, ritt auf die beiden Krieger zu. "Zeigt eure Gesichter." Erneut nichts als kleingeistig spöttelnde Bemerkungen. Ihre Achtung sank noch weiter. Sie hätten nicht einmal diese Geste mehr verdient, doch der Handschuh mit dem ins Schaftleder geprägten Wappen derer von Elbenau - oben der springende Hirsch, unten das liegende Schwert - fand seinen Weg vor ihre Füße.
"Dann eben nicht. Doch dies für ein nächstes Mal", waren die einzigen weiteren Worte dazu.
Sie ritt weiter. Auch noch zu feige, ihre Identität preiszugeben, doch war sich Darna damit ziemlich sicher, daß die beiden - sollte es je ein Wiedersehen geben - schon auf den Handschuh zu sprechen kommen würden. Wahrscheinlich erneut spottend dann erst aus der Sicherheit einer klaren Überlegenheit heraus.

Erbärmlicher Abschaum. Und sowas durfte das Rüstzeug des Kriegers tragen. Doch erstarb die Aufgebrachtheit darüber so schnell, wie sie gekommen war - ein Blick zur vor ihr getragenen Bahre genügte dafür.
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