An dar Stadt Adoran, dar Schreiber und dar Verwalter
Cirmias Mahal dar,
Bei dos Unternehmung in Varuna wurde in einer Verschlusskiste kalurischer Machart ein Schuldschein gefunden. Dar Schein nennt einen Burschen aus dos Hause Hohenfels und bezeugt eine Schuld gegen dar Kaluren.
Dos Hauptschuld beträgt 100.000 Münzen. Da dos Schein mindestens siebzehn Jahre alt ist, steht mit kalurischem Stein-Zins nun mindestens 315.000 Münzen aus, ohne weitere Gebühren für Kistenwacht, Lagerung und Schreibkram.
Dos Stadt Adoran wird ersucht, in dos Registern, Listen und Erinnerungen nachzusehen, ob ein Hohenfels bekannt ist, dort lebt, Besitz hält oder sonst wie aufzufinden ist.
Sollte so ein Hohenfels gefunden werden, wird dar Bursche oder Zopf, dar Nachkomme oder wer immer dos Schuld an dar Bart hängen hat, zur Klärung in dos Berg vorgeladen.
Dos ist nor eine Bitte, dos ist eine ordentliche kalurische Forderung.
Kaluren vergessen keine Schulden.
Gezeichnet,
Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Moderator: Adoran [Mod]
- Grim Goldspalter
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Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
-
Cecilia Zola
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Das Schreiben wurde entgegen genommen und mit einer weiteren Notiz auf den Schreibtisch der Vogtin abgelegt.
Das Schreiben wurde von seiner Eminenz von Salberg vorgelesen, da hieß es nur Schuldschein. Es wurde nichts von einer Schuld gegenüber der Kaluren gesagt. Dies scheint ein Rückschluss der anwesenden Kaluren durch die Truhenherkunft zu sein, wenn ich es richtig verstand.
Das Pergament zerfiel anschließend zu Staub.
Soll ich den Hochedlen von Hohenfels dafür einladen zur Klärung?
Soll ich den Kaluren antworten, dass wir dies besprechen?
Cecilia
-
Cecilia Zola
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- Nyome von Meerswacht
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Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Ein Bote überbringt das Schreiben an Grim Goldspalter, eine Abschrift des Schriftverkehrs ergeht an, das Rathaus von Adoran, den Rat der Kaluren und ebenso an Aaryon von Hohenfels.
Meerswacht – Anwesen von Meerswacht, Adoran
01. Schwalbenkunft 269
Dem Reiche Alumenas
und seiner Majestät Ador I. zur Ehr.
Werter Herr Grim Goldspalter,
Euer Schreiben ist empfangen worden, und die darin kundgetragene Auffindung des besagten Schuldscheins in einer kalurischen Verschlusskiste wurde mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen.
Es ist wohlbekannt, dass die Kunstfertigkeit der Kaluren seit jeher hoch geschätzt wird, insbesondere wenn es um die sichere Verwahrung empfindlicher oder bedeutender Schriftstücke geht. Das für ein solches Gut auf eine derartige Verwahrung zurückgegriffen wurde, ist daher nicht ungewöhnlich und spricht vielmehr für die Sorgfalt der damaligen Verwahrer.
Die Bank zu Varuna wie auch die heutigen Bankhäuser des Herzogtums stehen entweder unter königlicher Aufsicht oder befinden sich im Besitz wohlhabender Investoren des Königreichs. Sollte sich der genannte Schuldschein innerhalb eines solchen Bestandes befunden haben, ist zunächst davon auszugehen, dass derselbe dem Eigentum der jeweiligen Bank zuzurechnen war.
Ob es sich hierbei um eine offene Forderung oder eine hinterlegte Einlage handelt, lässt sich ohne Vorlage der zugehörigen Urkunden nicht zweifelsfrei bestimmen. Ebenso bleibt ohne entsprechende Register oder beglaubigte Aufzeichnungen die Frage nach Schuldner und Gläubiger ungeklärt.
Nach allgemein geltender Handels- und Rechtspraxis bedarf die Geltendmachung einer Forderung eines klaren, nachprüfbaren und beglaubigten Nachweises der Anspruchsgrundlage. Ohne einen solchen Nachweis ist weder eine Einziehung noch eine Auszahlung zu veranlassen.
Ich bedauere daher Euch mitteilen zu müssen, dass bis zum Erhalt entsprechender Dokumente oder gesicherter Registereinträge von einer weiteren Verfolgung der Angelegenheit Abstand genommen wird.
Mit vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich,

Gräfin von Meerswacht
Meerswacht – Anwesen von Meerswacht, Adoran
01. Schwalbenkunft 269
Dem Reiche Alumenas
und seiner Majestät Ador I. zur Ehr.
Werter Herr Grim Goldspalter,
Euer Schreiben ist empfangen worden, und die darin kundgetragene Auffindung des besagten Schuldscheins in einer kalurischen Verschlusskiste wurde mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen.
Es ist wohlbekannt, dass die Kunstfertigkeit der Kaluren seit jeher hoch geschätzt wird, insbesondere wenn es um die sichere Verwahrung empfindlicher oder bedeutender Schriftstücke geht. Das für ein solches Gut auf eine derartige Verwahrung zurückgegriffen wurde, ist daher nicht ungewöhnlich und spricht vielmehr für die Sorgfalt der damaligen Verwahrer.
Die Bank zu Varuna wie auch die heutigen Bankhäuser des Herzogtums stehen entweder unter königlicher Aufsicht oder befinden sich im Besitz wohlhabender Investoren des Königreichs. Sollte sich der genannte Schuldschein innerhalb eines solchen Bestandes befunden haben, ist zunächst davon auszugehen, dass derselbe dem Eigentum der jeweiligen Bank zuzurechnen war.
Ob es sich hierbei um eine offene Forderung oder eine hinterlegte Einlage handelt, lässt sich ohne Vorlage der zugehörigen Urkunden nicht zweifelsfrei bestimmen. Ebenso bleibt ohne entsprechende Register oder beglaubigte Aufzeichnungen die Frage nach Schuldner und Gläubiger ungeklärt.
Nach allgemein geltender Handels- und Rechtspraxis bedarf die Geltendmachung einer Forderung eines klaren, nachprüfbaren und beglaubigten Nachweises der Anspruchsgrundlage. Ohne einen solchen Nachweis ist weder eine Einziehung noch eine Auszahlung zu veranlassen.
Ich bedauere daher Euch mitteilen zu müssen, dass bis zum Erhalt entsprechender Dokumente oder gesicherter Registereinträge von einer weiteren Verfolgung der Angelegenheit Abstand genommen wird.
Mit vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich,
Gräfin von Meerswacht
- Grim Goldspalter
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Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
An Nyome von Meerswacht,
und dar zuständigen Schreiber des Reiches Alumenas
Cirmias Mahal dar,
Akh Grim hat dos Antwort erhalten und gelesen.
Dos Worte sind sauber gesetzt, und akh erkenne an, dass nach langbeiner Handels- und Rechtspraxis eine Forderung nicht ohne Prüfung, Register und beglaubigte Grundlage eingetrieben wird.
Dos ist vernünftig. Doch vernünftig heißt nor: erledigt.
Akh stelle fest, dass dos Auffindung des Schuldscheins, dos kalurische Verschlusskiste und dos genannte Haus Hohenfels nicht bestritten wurden. Bestritten wird nur, dass Schuldner, Gläubiger und Anspruchsgrundlage derzeit eindeutig nachgewiesen sind.
Dann soll dos eben geprüft werden.
Wenn dar Schein aus einem Bestand der Bank zu Varuna stammt, wie dar schreibt, dann müssen dort einst Register, Einlagerungsbücher, Gläubigerrollen, Schuldverzeichnisse oder andere Aufzeichnungen bestanden haben. Akh ersuche daher, dass in den Archiven, Bankbeständen und königlichen Aufzeichnungen nach solchen Einträgen gesucht wird.
Sollten solche Bücher verloren, verbrannt, geplündert oder sonstig unbrauchbar geworden sein, so möge dies ebenfalls schriftlich bestätigt werden.
Akh fordere zu diesem Zeitpunkt nor die sofortige Auszahlung. Akh fordere ordentliche Prüfung.
Sollte ein Hohenfels gefunden werden, so ist mar bereit, sich mit jenem Burschen, jener Burschin oder deren rechtmäßigem Vertreter bei Bihr und Kost zusammenzusetzen, um dos Sache ordentlich und ruhig zu besprechen. Ein voller Krug, ein fester Tisch und klare Worte richten oft mehr als drei Schreiberrollen.
Bis zur Klärung bleibt der Schuldschein aus kalurischer Sicht ein offener Anspruch.
Akh bitte daher um Antwort auf folgende Punkte:
1. Ob in den bekannten Registern ein Haus oder Name Hohenfels geführt wird.
2. Ob Bankunterlagen aus Varuna erhalten sind.
3. Ob der gefundene Schuldschein einem Bankbestand, einer Einlage oder einer Forderung zugeordnet werden kann.
4. Ob das Reich Alumenas bestätigt, dass die Sache bis zur Klärung nicht als abgeschlossen gilt.
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- Aaryon von Hohenfels
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- Registriert: Samstag 4. Januar 2025, 13:02
Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Der Bericht war fertig, Phanodain sei Dank! Alleine, um die Ereignisse möglichst frei von diesen manipulativen Gefühlen, die da herum flitzten, rekapitulieren zu können, hatte es mehrere Stunde sorgfältiger Meditation bedurft. Dann sichten, sortieren, bewerten und beim kommentieren nicht ein eigenes Paket an Emotionen hochkochen zu lassen, also erneut meditieren, hatte mehrerer Stunden Arbeit verteilt über mehrere Tage bedurft.
Jetzt konnte er das Thema erst mal ruhen lassen!
War ja nicht so, dass er sonst nichts auf dem Schreibtisch hatte: Unterricht für Theron auch erledigt. Er packte die Seiten mit den Lehrplänen beiseite. Als nächstes: Schriftverkehr. Er zog eine Liste näher. Ach ja... an die Academia wollte er noch mal schreiben. Von Andra war auch keine Reaktion bisher gekommen, was den Hort des Wissens anging. Hm. Er schenkte sich aus der Kanne einen Tee ein und erwärmte ihn im Becher auf eine angenehm trinkbare Temperatur, nahm einen ersten Schluck, während er einen dickeren Umschlag griff und die Stirn furchte. "Von Nyome?"
Er öffnete den Umschlag, griff zum Tee und begann, zu lesen.
Dann musste er zusehen, zumindest aus seinen wichtigen Papieren das Wasser rasch heraus zu extrahieren und möglichst viel der Teeverfärbung dabei mitzunehmen. "Was zum Donnerkuckuck..!", entfuhr es ihm und er las noch mal.
(etwas später)
"Danke dir, mein Juwel", erwiderte er, als Serina anbot, mit den Abschriften Berenguer aufzusuchen und nachzufragen. Ja... Mit Berenguer zu sprechen, wäre wohl zunächst das vernünftigste. Schließlich hatte er das Dokument am ehesten gelesen. Vielleicht hatte es sich durch die Antwort Nyomes auch erledigt, aber sicher war sicher.
Jetzt konnte er das Thema erst mal ruhen lassen!
War ja nicht so, dass er sonst nichts auf dem Schreibtisch hatte: Unterricht für Theron auch erledigt. Er packte die Seiten mit den Lehrplänen beiseite. Als nächstes: Schriftverkehr. Er zog eine Liste näher. Ach ja... an die Academia wollte er noch mal schreiben. Von Andra war auch keine Reaktion bisher gekommen, was den Hort des Wissens anging. Hm. Er schenkte sich aus der Kanne einen Tee ein und erwärmte ihn im Becher auf eine angenehm trinkbare Temperatur, nahm einen ersten Schluck, während er einen dickeren Umschlag griff und die Stirn furchte. "Von Nyome?"
Er öffnete den Umschlag, griff zum Tee und begann, zu lesen.
Dann musste er zusehen, zumindest aus seinen wichtigen Papieren das Wasser rasch heraus zu extrahieren und möglichst viel der Teeverfärbung dabei mitzunehmen. "Was zum Donnerkuckuck..!", entfuhr es ihm und er las noch mal.
(etwas später)
"Danke dir, mein Juwel", erwiderte er, als Serina anbot, mit den Abschriften Berenguer aufzusuchen und nachzufragen. Ja... Mit Berenguer zu sprechen, wäre wohl zunächst das vernünftigste. Schließlich hatte er das Dokument am ehesten gelesen. Vielleicht hatte es sich durch die Antwort Nyomes auch erledigt, aber sicher war sicher.
"Wo der wohl wieder reingeraten ist... Der zieht das magisch an!"
- Kronritter von Salberg *noch qualmend* -
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Cecilia Zola
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- Registriert: Montag 6. März 2023, 00:07
Sie starrte den Boten mit der großen Steintafel an. Dieser hatte es scheinbar nur zu eilig das schwere Schreiben loszuwerden. Er stellte es ab, drückte den Rücken durch und entschwand bereits wieder aus der Tür.
Da stand das zierliche Ding jetzt vor der großen schweren Steintafel und las erst einmal, was da so gemeißelt wurde. Wer weiß, wie wichtig es war. Ein unwichtiges Schreiben könnte neben der Tür angelehnt stehen bleiben und auf Weiteres genau dort warten. Mit jeder weiteren Zeile weiteten sich ihre Augen und mit jeder weiteren Zeile blähten sich ihre Wangen weiter auf. Schockiert starrte sie auf die Steintafel. Das war höchste Dringlichkeit! Naja, fast höchste Dringlichkeit. Aber dringlich! Diese Tafel musste in das Büro der Gräfin. Aber wie, wenn die Tafel halb so viel wie die Leserin selbst wog?
Sie atmete tief durch, griff sich eine der Pralinen aus dem heimlichen Vorratsschrank der Vogtin und huschte zum wachhabenden Kameraden vor der Tür. Das würde wieder eine Menge liebe Hundeaugen und ein neues paar Stiefel oder Handschuhe aus dem Lager bedeutet. Gerade letzteres gefiel ihr aktuell gar nicht, aber irgendwie musste sie den Kameraden dazu bewegen seinen Posten zu verlassen UND ihr diese schwere Tafel durch das ganze Rathaus zu tragen.
Gesagt, getan. Einen halben Stundenlauf später stand die Steintafel gut sichtbar vor dem Schreibtisch der Gräfin, eine erleichterte Assistentin kehrte zu ihrem Schriftverkehr zurück und ein verschwitzter Gardist stand breit grinsend vor dem Rathaus - auf einer Praline kauend und mit dem Wissen bald neue Dienststiefel zu haben.
Da stand das zierliche Ding jetzt vor der großen schweren Steintafel und las erst einmal, was da so gemeißelt wurde. Wer weiß, wie wichtig es war. Ein unwichtiges Schreiben könnte neben der Tür angelehnt stehen bleiben und auf Weiteres genau dort warten. Mit jeder weiteren Zeile weiteten sich ihre Augen und mit jeder weiteren Zeile blähten sich ihre Wangen weiter auf. Schockiert starrte sie auf die Steintafel. Das war höchste Dringlichkeit! Naja, fast höchste Dringlichkeit. Aber dringlich! Diese Tafel musste in das Büro der Gräfin. Aber wie, wenn die Tafel halb so viel wie die Leserin selbst wog?
Sie atmete tief durch, griff sich eine der Pralinen aus dem heimlichen Vorratsschrank der Vogtin und huschte zum wachhabenden Kameraden vor der Tür. Das würde wieder eine Menge liebe Hundeaugen und ein neues paar Stiefel oder Handschuhe aus dem Lager bedeutet. Gerade letzteres gefiel ihr aktuell gar nicht, aber irgendwie musste sie den Kameraden dazu bewegen seinen Posten zu verlassen UND ihr diese schwere Tafel durch das ganze Rathaus zu tragen.
Gesagt, getan. Einen halben Stundenlauf später stand die Steintafel gut sichtbar vor dem Schreibtisch der Gräfin, eine erleichterte Assistentin kehrte zu ihrem Schriftverkehr zurück und ein verschwitzter Gardist stand breit grinsend vor dem Rathaus - auf einer Praline kauend und mit dem Wissen bald neue Dienststiefel zu haben.
- Nyome von Meerswacht
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- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Erneut wird die große Steintafel angestarrt, „Was um Temoras Willen… haben wir denn kein Pergament für Abschriften mehr übrig…“ einige sehr lästig klingende schrill scheppernde Glockenschläge später, steht ein Schreiber in der Tür, welcher eine Abschrift anfertigt und später kreidebleich mit einem vormals grinsenden Gardisten die Steintafel wieder hinaus schleppt. Später sieht man ihn noch mit einem ganzen Turm aus Büchern, Folianten und Abschriften wieder in das Amtszimmer der Gräfin balancieren.
Einige Stunden später machen sich erneut Boten auf, mit Schreiben an Grim Goldspalter, den kalurischen Rat, das Rathaus und Aaryon von Hohenfels.
Meerswacht
Amtszimmer der Gräfin von Meerswacht - Adoran
04. Schwalbenkunft 269
Dem Reiche Alumenas
und seiner Majestät Ador I. zur Ehr.
Werter Herr Grim Goldspalter,
Habt Dank für Euer erneutes Schreiben sowie die ausführliche Darlegung Eures Begehrens.
Eurem Ansinnen nach einer ordentlichen Prüfung historischer Bank- und Verwaltungsbestände kann grundsätzlich entsprochen werden. Gleichwohl ist hierbei auf die geltenden rechtlichen Vorgaben des Herzogtums Lichtenthal sowie des Königreichs von Alumenas zu verweisen.
Gemäß § 18 Abs. 2 der Königlichen Bankenordnung vom 12. Lenzing 241 sind Unterlagen ehemaliger Bankhäuser vor einer Einsichtnahme zunächst hinsichtlich Eigentum, Zuständigkeit und Verwahrstatus zu verifizieren.
Weiterhin bestimmt § 7 Abs. 4 des Erlasses zur Sicherung historischer Vermögensnachweise vom 04. Schwalbenkunft 254, dass Ansprüche, deren Ursprung mehr als zehn Jahre zurückliegt, einer gesonderten Prüfung auf Fortbestand, Übertragung, Verwirkung oder bereits erfolgte Erfüllung zu unterziehen sind.
Nach § 15 Abs. 4 desselben Erlasses sind hierbei sämtliche verfügbaren Register, Nachlassakten, Grundbücher, Schuldverzeichnisse sowie Bank- und Verwahrungsrollen heranzuziehen, soweit deren Existenz anzunehmen oder nachweisbar ist.
Ferner schreibt § 11 Abs. 5 der Reichsordnung, über beglaubigte Erstschreiben und Abschriften vor, dass etwaige aufgefundene Schriftstücke vor jeglicher Weiterverwendung durch einen befugten Schreiber zu erfassen, auf Echtheit zu prüfen und notariell zu beglaubigen sind.
Diese Verfahren dienen ausschließlich der rechtmäßigen Feststellung der Sachlage und begründen für sich genommen weder einen Anspruch auf Auffindung noch auf inhaltliche Bestätigung der von Euch vorgetragenen Forderung.
Gemäß den geltenden Bestimmungen der Königlichen Bankenordnung sowie der einschlägigen Erlasse zur Sicherung historischer Vermögens- und Registerbestände ist für die weiterführende Prüfung eine gesonderte Erfassung, Sichtung und Auswertung der betreffenden Archive erforderlich.
Eurem Schreiben entnehme ich zudem vier konkret benannte Rückfragen, die ich nachfolgend im Rahmen des derzeitigen Akten- und Registerstandes beantworte:
Zu 1.
Der Name sowie das Haus Hohenfels sind in den bekannten Adels- und Registeraufzeichnungen des Reiches durchaus verzeichnet und bekannt.
Zu 2.
Unterlagen der ehemaligen Bank zu Varuna sind in Teilen noch vorhanden. Andere Bestände gelten als verloren oder zerstört, während einzelne Nachweise lediglich in Form von Abschriften, Registervermerken oder externen Archivabschriften in anderen Verwaltungs- und Bankhäusern fortbestehen.
Zu 3.
Ob der von Euch aufgefundene Schuldschein einer ursprünglichen Einlage, einer aktiven Forderung oder einem sonstigen Bankgeschäft zuzuordnen ist, kann ohne umfassende Prüfung der Gesamtunterlagen derzeit nicht festgestellt werden.
Zu 4.
Eine verbindliche Aussage über den rechtlichen Gesamtstatus der Angelegenheit im Namen des Königreiches Alumenas kann an dieser Stelle nicht getroffen werden. Maßgeblich ist hierbei, dass eine abschließende Bewertung erst nach vollständiger Prüfung sämtlicher relevanten Register und Bestände erfolgen kann.
Möge Temoras Licht Eure Wege erhellen.
In vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich,

Gräfin von Meerswacht
Einige Stunden später machen sich erneut Boten auf, mit Schreiben an Grim Goldspalter, den kalurischen Rat, das Rathaus und Aaryon von Hohenfels.
Meerswacht
Amtszimmer der Gräfin von Meerswacht - Adoran
04. Schwalbenkunft 269
Dem Reiche Alumenas
und seiner Majestät Ador I. zur Ehr.
Werter Herr Grim Goldspalter,
Habt Dank für Euer erneutes Schreiben sowie die ausführliche Darlegung Eures Begehrens.
Eurem Ansinnen nach einer ordentlichen Prüfung historischer Bank- und Verwaltungsbestände kann grundsätzlich entsprochen werden. Gleichwohl ist hierbei auf die geltenden rechtlichen Vorgaben des Herzogtums Lichtenthal sowie des Königreichs von Alumenas zu verweisen.
Gemäß § 18 Abs. 2 der Königlichen Bankenordnung vom 12. Lenzing 241 sind Unterlagen ehemaliger Bankhäuser vor einer Einsichtnahme zunächst hinsichtlich Eigentum, Zuständigkeit und Verwahrstatus zu verifizieren.
Weiterhin bestimmt § 7 Abs. 4 des Erlasses zur Sicherung historischer Vermögensnachweise vom 04. Schwalbenkunft 254, dass Ansprüche, deren Ursprung mehr als zehn Jahre zurückliegt, einer gesonderten Prüfung auf Fortbestand, Übertragung, Verwirkung oder bereits erfolgte Erfüllung zu unterziehen sind.
Nach § 15 Abs. 4 desselben Erlasses sind hierbei sämtliche verfügbaren Register, Nachlassakten, Grundbücher, Schuldverzeichnisse sowie Bank- und Verwahrungsrollen heranzuziehen, soweit deren Existenz anzunehmen oder nachweisbar ist.
Ferner schreibt § 11 Abs. 5 der Reichsordnung, über beglaubigte Erstschreiben und Abschriften vor, dass etwaige aufgefundene Schriftstücke vor jeglicher Weiterverwendung durch einen befugten Schreiber zu erfassen, auf Echtheit zu prüfen und notariell zu beglaubigen sind.
Diese Verfahren dienen ausschließlich der rechtmäßigen Feststellung der Sachlage und begründen für sich genommen weder einen Anspruch auf Auffindung noch auf inhaltliche Bestätigung der von Euch vorgetragenen Forderung.
Gemäß den geltenden Bestimmungen der Königlichen Bankenordnung sowie der einschlägigen Erlasse zur Sicherung historischer Vermögens- und Registerbestände ist für die weiterführende Prüfung eine gesonderte Erfassung, Sichtung und Auswertung der betreffenden Archive erforderlich.
Die zur Durchführung der Prüfung erforderlichen Arbeiten können durch die Kanzlei der Gräfin von Meerswacht übernommen werden.
Hierbei handelt es sich um ein mehrstufiges Verfahren zur Sichtung, Zusammenstellung und Auswertung historischer Bank-, Archiv- und Registerbestände sowie deren gegebenenfalls notwendige Rekonstruktion aus Fremdarchiven.
Die Durchführung erfolgt ausschließlich nach Maßgabe der geltenden Verwaltungs- und Gebührenordnung sowie nach vollständiger Kostendeckung durch den Antragsteller.
Die hierfür anfallenden Gebühren werden verbindlich wie folgt angesetzt:
- Antrag auf vertiefte Einsichtnahme in historische Bankbestände (§ 18 Bankenordnung): 2.500 Münzen
- Abgleich von Adels-, Besitz- und Registereinträgen (§ 7 Erlass zur Sicherung historischer Vermögensnachweise): 3.000 Münzen
- Rekonstruktion fragmentarischer Bank- und Archivbestände (§ 15 Abs. 4): 5.000 Münzen
- Auswertung externer Register- und Archivabschriften: 4.000 Münzen
- Erstellung beglaubigter Abschriften (§ 11 Reichsordnung über Amtskabschriften): 1.000 Münzen je Schriftstück
- Notarielle Beglaubigung und Siegelung: 2.000 Münzen je Vorgang
- Korrespondenz mit auswärtigen Archiven und Verwahrstellen: wird nach Aufwand gesondert berechnet
Zwischensumme: 30.000 Münzen
Nachlass für Angehörige des kalurischen Volkes gemäß geltender Verwaltungsübung: 30 % (9.000 Münzen)
Zu entrichtender Gesamtbetrag: 21.000 Münzen
Eine Durchführung der Arbeiten erfolgt erst nach Eingang des vollständigen Gesamtbetrages.
Eine Gewähr für das Auffinden, die Vollständigkeit oder die rechtliche Verwertbarkeit etwaiger Unterlagen wird ausdrücklich ausgeschlossen.
Sollten im Verlauf der Arbeiten zusätzliche Registerzugriffe, externe Korrespondenzen oder weiterführende Beglaubigungen erforderlich werden, werden diese gesondert erfasst und nachträglich in Rechnung gestellt.
Bis dahin bleibt die Angelegenheit als nicht abschließend geklärt vermerkt.
Eurem Schreiben entnehme ich zudem vier konkret benannte Rückfragen, die ich nachfolgend im Rahmen des derzeitigen Akten- und Registerstandes beantworte:
Zu 1.
Der Name sowie das Haus Hohenfels sind in den bekannten Adels- und Registeraufzeichnungen des Reiches durchaus verzeichnet und bekannt.
Zu 2.
Unterlagen der ehemaligen Bank zu Varuna sind in Teilen noch vorhanden. Andere Bestände gelten als verloren oder zerstört, während einzelne Nachweise lediglich in Form von Abschriften, Registervermerken oder externen Archivabschriften in anderen Verwaltungs- und Bankhäusern fortbestehen.
Zu 3.
Ob der von Euch aufgefundene Schuldschein einer ursprünglichen Einlage, einer aktiven Forderung oder einem sonstigen Bankgeschäft zuzuordnen ist, kann ohne umfassende Prüfung der Gesamtunterlagen derzeit nicht festgestellt werden.
Zu 4.
Eine verbindliche Aussage über den rechtlichen Gesamtstatus der Angelegenheit im Namen des Königreiches Alumenas kann an dieser Stelle nicht getroffen werden. Maßgeblich ist hierbei, dass eine abschließende Bewertung erst nach vollständiger Prüfung sämtlicher relevanten Register und Bestände erfolgen kann.
Möge Temoras Licht Eure Wege erhellen.
In vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich,
Gräfin von Meerswacht
- Aaryon von Hohenfels
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- Registriert: Samstag 4. Januar 2025, 13:02
Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Stöhnend las er, wie der Amtschimmel nicht nur aus dem Schlaf gerissen worden war, sondern nun offenbar "in Trab" kam.
"Das könnte ein interessantes Duell sein: Wer ist sturer? Ein Kalure oder die geballte Bürokratie Adorans? Oh Götter...", entfuhr ihm ein zynisch-trockener wie auch besorgter Kommentar. Er hatte das ungute Gefühl, hier drohte etwas zu eskalieren. Er las nochmal das Schreiben von Grim.
"Hm." Er zog Luft durch die gekrauste Nase ein. Während Serina schon unkte, man würde versuchen können, sein - ihr! - hochwertvolles Klavichord zu pfänden, rang er mit sich, ob er nicht einfach der Einladung nachgehen sollte, bevor dieser arme Grim den halben Nilzadan in Form von Steintafeln ins adoraner Rathaus schleppen ließ.
"Der Kalure, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, Briefe ans Rathaus zu schreiben", wandelte er ein Sprichwort ab und lachte. Dann seufzte er. Berenguer hatte den Schuldschein selber nicht genau gelesen, wie Serina berichtet hatte. Es wurde wohl Zeit, sich einzubringen, auch wenn er immer wieder amüsiert bei absurden Vorstellungen, wie das adoraner Rathaus unter Steinplatten verschwand, lachen musste. "Wenn's wenigstens Chirmit wäre... könnten wir die Fundamente komplett aus dem Schriftverkehr...!"
Zum Glück waren keine Lachtränen auf das Papier gefallen, und so gelangte ein Brief ans Rathaus:
Gegeben am 06. Schwalbenkunft 269
von eigener Hand
Anwesen von Hohenfels, Adelsviertel Adoran
Temora und Phanodain mit Euch, eure Erlaucht,
wie auch mit den Angestellten des Rathauses, so dieser Sachverhalt in andere zuständige Hände gelange!

Hochedler zu Lichtenthal
Magus vom Konvent des Fuchses
___________________________________
und eines wurde zum Nilzadan zu Grim Goldspalter geschickt:
Gegeben am 06. Schwalbenkunft 269
von eigener Hand
Anwesen von Hohenfels, Adelsviertel Adoran
Cirmias mahal, werter Grim
aus der altehrwürdigen Sippe der Goldspalter!

Hochedler zu Lichtenthal
Magus vom Konvent des Fuchses
"Das könnte ein interessantes Duell sein: Wer ist sturer? Ein Kalure oder die geballte Bürokratie Adorans? Oh Götter...", entfuhr ihm ein zynisch-trockener wie auch besorgter Kommentar. Er hatte das ungute Gefühl, hier drohte etwas zu eskalieren. Er las nochmal das Schreiben von Grim.
"Hm." Er zog Luft durch die gekrauste Nase ein. Während Serina schon unkte, man würde versuchen können, sein - ihr! - hochwertvolles Klavichord zu pfänden, rang er mit sich, ob er nicht einfach der Einladung nachgehen sollte, bevor dieser arme Grim den halben Nilzadan in Form von Steintafeln ins adoraner Rathaus schleppen ließ.
"Der Kalure, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, Briefe ans Rathaus zu schreiben", wandelte er ein Sprichwort ab und lachte. Dann seufzte er. Berenguer hatte den Schuldschein selber nicht genau gelesen, wie Serina berichtet hatte. Es wurde wohl Zeit, sich einzubringen, auch wenn er immer wieder amüsiert bei absurden Vorstellungen, wie das adoraner Rathaus unter Steinplatten verschwand, lachen musste. "Wenn's wenigstens Chirmit wäre... könnten wir die Fundamente komplett aus dem Schriftverkehr...!"
Zum Glück waren keine Lachtränen auf das Papier gefallen, und so gelangte ein Brief ans Rathaus:

von eigener Hand
Anwesen von Hohenfels, Adelsviertel Adoran
Temora und Phanodain mit Euch, eure Erlaucht,
wie auch mit den Angestellten des Rathauses, so dieser Sachverhalt in andere zuständige Hände gelange!
- Ich möchte zur Kenntnis geben, dass meine Person ein persönliches Gespräch mit Grim aus der altehrwürdigen Sippe der Goldspalter suchen wird, um sich über die Angelegenheit direkt auszutauschen.
Dieses Bemühen, um die Dienstwege kürzer zu gestalten, ist in keinem Falle zu diesem Zeitpunkt mit einer Anerkennung besagten Schuldscheins als Verbindlichkeit gegenüber "den" oder irgend einem spezifischen Kaluren geichzusetzen.
Ich gebe formell zur Kenntnis: Die einzige Person, die einen persönlichen Blick auf besagtes Dokument warf, war seine Eminenz Berenguer von Salberg. Laut persönlicher Erkundigung durch die Edle Serina van Marcel erhielt ich die Aussage, dass seine Eminenz selber das Dokument nicht näher studiert habe, als die durch Zeugen belegbaren Aussagen:
Es handle sich um einen Schuldschein über 100 Kronen, der mich interessieren dürfte, da er "auf Adrian von Hohenfels" ausgestellt sei, wobei keine genaueren Angaben zu Schuldner und Gläubiger gemacht wurden.
Aus persönlichen Erfahrungen, dass mein Herr Vater seine Verbindlichkeiten gerne sowohl zeitnah als auch zuverlässig zu regeln pflegt, erweckte dieses brüchige Relikt kein näheres Interesse meiner Person. Dabei hätte es vielleicht eher in ein Museum gehört. Der Schuldschein zerfiel schon bei geringer Berührung in nicht mehr verwertbare staubförmige Fragmente.
Wie ein Angehöriger der Kaluren es nun schafft, auf die Idee zu verfallen, eine Verbindlichkeit gegenüber den Kaluren daraus ableiten zu wollen, dass die Aufbewahrungskiste in Varuna, dessen früherem Bankgebäude, offensichtlich kalurischer Machart war, entzieht sich meinem Verständnis.
Aber vielleicht lässt sich dies in der Tat besser bei einem Bhir regeln.
Ich werde über den weiteren Verbleib in der Angelegenheit informieren.
Hochedler zu Lichtenthal
Magus vom Konvent des Fuchses

von eigener Hand
Anwesen von Hohenfels, Adelsviertel Adoran
Cirmias mahal, werter Grim
aus der altehrwürdigen Sippe der Goldspalter!
- Nachdem mir aus dem Rathaus zu Adoran Kunde zugetragen wurde, dass Ihr Euch für den näheren Wortlaut aus dem Dokument interessiert, das in der früheren Bank von Varuna gefunden wurde, freue ich mich, auf Eure Einladung eingehen zu dürfen, sich bei einem anständigen Krug Bhir persönlich über die Angelegenheit auszutauschen.
Dieses Bemühen, die Dienstwege kürzer zu gestalten, ist in keinem Falle zu diesem Zeitpunkt mit einer Anerkennung besagten Schuldscheins als Verbindlichkeit gegenüber "den" oder generell einem spezifischen Kaluren geichzusetzen.
Bei meiner Person handelt es sich um den erstgeborenen Sohn von Graf Adrian von Hohenfels, ehemals Graf von Hohenfels, heute amtierender Graf von Drachenfels. Und mein Herr Vater erfreut sich götterlob bester Gesundheit, weilt aber eben nicht mehr auf Gerimor.
Das ist bedauerlich für ihn, denn so komme ich wohl in den Genuss des Bhirs und nicht er, auch wenn er bis zum heutigen Tage die Braukunst Nilzadans stets hoch zu schätzen weiß.
Bitte gebt einem Boten doch der Unkompliziertheit halber auf mündlichem Wege ein paar Terminvorschläge mit, wann Euch ein Besuch recht wäre und wo ich Euch dann anzutreffen vermag.
Hochedler zu Lichtenthal
Magus vom Konvent des Fuchses
"Wo der wohl wieder reingeraten ist... Der zieht das magisch an!"
- Kronritter von Salberg *noch qualmend* -
- Kronritter von Salberg *noch qualmend* -
- Grim Goldspalter
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- Registriert: Dienstag 16. Dezember 2025, 15:02
Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Nur mit einem Kilt bekleidet und das Morgenbihr fest in der Hand, tritt der Kalure des Morgens vor seine Tür und atmet die kühle Luft der Klamm ein.
Nachdem er sich den Schlaf aus den Augen gerieben hat, öffnet er den Briefkasten und zieht zwei Rollen Pergament hervor. Er liest sie einmal. Dann ein zweites Mal. Dann ein drittes Mal, mit tiefer werdendem Brummen.
Schließlich setzt er sich daran, zwei noch größere Steintafeln zu beschriften - jede so schwer, dass sie von einem eigenen Boten getragen werden muss.
Nachdem er sich den Schlaf aus den Augen gerieben hat, öffnet er den Briefkasten und zieht zwei Rollen Pergament hervor. Er liest sie einmal. Dann ein zweites Mal. Dann ein drittes Mal, mit tiefer werdendem Brummen.
Schließlich setzt er sich daran, zwei noch größere Steintafeln zu beschriften - jede so schwer, dass sie von einem eigenen Boten getragen werden muss.
An Nyome von Meerswacht
und dar zuständigen Schreiber des Reiches Alumenas
Cirmias Mahal dar,
Akh Grim Goldspalter hat dar letztes Schreiben erhalten und gelesen.
Dar Mühe, dos Paragraphen, dos Aufstellung der Gebühren und dos Hinweis auf Bankordnung, Register, Abschriften und Beglaubigungen werden zur Kenntnis genommen.
Inzwischen hat sich jedoch ein Nachkomme aus dos Hause Hohenfels selbst gemeldet.
Akh halte dies für ehrbarer, als sich hinter Regalen voller Paragraphen, Gebührenrollen und langbeiniger Amtsstubenluft zu verkriechen. Wenn ein Bart selbst vortritt, soll man ihn auch selbst anhören.
Darum wird dos Angelegenheit vorerst nor über dar Kanzlei weitergeführt, sondern direkt mit jenem Hohenfels besprochen. Akh bin bereit, mich mit ihm bei Bihr und Kost zusammenzusetzen, an einem festen Tisch, mit klaren Worten und ohne unnötiges Geschrei.
Dos bedeutet nor, dass dar Anspruch aufgegeben wird.
Dos bedeutet nur, dass ein ehrbares Gespräch Vorrang vor bezahltem Blättern in alten Büchern erhält.
Bis zur Klärung bleibt der Schuldschein aus kalurischer Sicht ein offener Anspruch. Sollte dos persönliche Gespräch keine feste Klärung bringen, behalten sich dar Kaluren vor, die Sache wieder über Register, Archive, Zeugen, Abschriften und zuständige Stellen aufnehmen zu lassen.
In jenem Falle wird auch zu besprechen sein, warum dar Kaluren für eine Prüfung zahlen sollen, wenn dos ursprüngliche Beweisstück bei der Bergung durch priesterliche langbeiniges Zutun zu Schaden kam und nor durch kalurische Hand zerstört wurde.
Für jetzt aber gilt:
Dar Hohenfels hat sich gemeldet.
Dar Hohenfels versteckt sich nor.
Also wird mit dar Hohenfels gesprochen.
Geschlagen von,
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An Aaryon von Hohenfels,
Cirmias Mahal dar,
akh Grim Goldspalter hat dos Schreiben erhalten und gelesen.
Akh nehme zur Kenntnis, dass dar sich nicht hinter Rathausmauern, Paragraphenrollen oder Schreibstubenstaub versteckt, sondern bereit ist, die Sache bei einem anständigen Krug Bihr persönlich zu besprechen. Dos ist ehrbarer als viel Gerede aus der Ferne.
Ebenso nehme akh zur Kenntnis, dass dos Erscheinen und dos Gespräch nor als Anerkennung einer Schuld zu verstehen ist. Dos sei festgehalten, damit später kein Langbeinerschreiber behauptet, akh hätte dos überlesen.
Trotzdem gilt: Dar Schuldschein wurde gefunden, dos Name Hohenfels steht daran, und dos Sache gehört ordentlich besprochen. Ein voller Krug, fester Tisch und klare Worte sind dafür ein gulder Anfang.
Akh werde mich zeitnah wegen eines Termins melden und einem Boten passende Vorschläge mitgeben lassen. Dar Besuch kann dann im Berg stattfinden, wo Bihr und Kost bereitstehen und dos Sache ohne unnötiges Geschrei auf den Tisch gelegt wird.
Bis dahin bleibt dos Angelegenheit offen, aber in ehrbarer Besprechung.
Geschlagen von,
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Cecilia Zola
- Beiträge: 304
- Registriert: Montag 6. März 2023, 00:07
Sie starrte eine Weile auf die neuerliche Steintafel und dem dümmlich grinsenden Boten, der sie mitten im Raum abstellte und fröhlich pfeifend wieder seine Wege aufnahm. Mitten im Vorzimmer stand nun eine kniehohe beschlagene Steintafel, wie ein Gedenkstein an wichtigen Orten.
Auf der Unterlippe kauend klaubte sie sich diesmal eine Handvoll Pralinen aus dem geheimen Versteck und vom Tablett für die Gäste noch eine Flasche Bier. Mit beidem in der Hand trat sie raus zum hilfsbereiten Gardisten. Schon als sie die Tür aufschob und er ihre großen flehenden Hundeaugen sah, schüttelte der Kamerad eisern seinen Kopf: "Nein, ich durfte das letzte Teil wieder runter schleppen mit einem Schreiber, der nichts in den Armen hat! Nein, diesmal nicht! Bring ihr eine Abschrift, aber lass mich mit diesen elendigen Steinen ein für alle Male in Ruhe!"
Zähneknirschend trat sie den Rückzug an. Gut, eine Abschrift, so würde der Inhalt zur Gräfin kommen.
Aber wie soll sie dieses Ungetüm an unzumutbaren Schreibmaterial aus dem Vorzimmer bekommen?
Ätzende Tränke! Einfach und effektiv und sie könnte die kleineren Brocken einfach rausfegen! Nein, das hatte einen gewaltigen Nachteil: Der Boden würde auch zu Schaden kommen und das würde sehr sicher weder der Vogtin, noch der Gräfin oder irgendeinem Baumeister gefallen.
Einfach klein schlagen? Für einen Handwerker sicher eine Möglichkeit, doch nicht für die feinmotorische Assistentin. Geschweige denn, dass sie nicht mal wusste, wo sie solch ein Werkzeug auf die Schnelle herbekommen solle.
Sie legte den Kopf von einer Seite zur anderen und musterte die Steintafel von allen Seiten, während ihr die glatte breite Oberfläche auffiel. Grinsend holte sie eine schlichte Tischdecke und zwei feine Laternen aus den Beständen des Rathauses. Sie deckte die Steintafel ab und stellte die edlen Laternen mit den Kerzen darin auf die breite Oberkante. Die Stühle für wartende Gäste wurden etwas dichter zusammen gerückt, sodass der Durchgang zur Bürotür der Vogtin breit genug ist. Jetzt sah es wie gewollte Dekoration aus! Das einzige, was einem daran zweifeln ließ, war der Standort mitten im Vorzimmer.
Zurück blieb eine grübelnde Assistentin, wie sie diesen übergroßen Stein da wegbekommen sollte - denn eine langfristige Lösung war das nicht - und eine Abschrift des Inhalts landete auf dem Schreibtisch der Gräfin.
Auf der Unterlippe kauend klaubte sie sich diesmal eine Handvoll Pralinen aus dem geheimen Versteck und vom Tablett für die Gäste noch eine Flasche Bier. Mit beidem in der Hand trat sie raus zum hilfsbereiten Gardisten. Schon als sie die Tür aufschob und er ihre großen flehenden Hundeaugen sah, schüttelte der Kamerad eisern seinen Kopf: "Nein, ich durfte das letzte Teil wieder runter schleppen mit einem Schreiber, der nichts in den Armen hat! Nein, diesmal nicht! Bring ihr eine Abschrift, aber lass mich mit diesen elendigen Steinen ein für alle Male in Ruhe!"
Zähneknirschend trat sie den Rückzug an. Gut, eine Abschrift, so würde der Inhalt zur Gräfin kommen.
Aber wie soll sie dieses Ungetüm an unzumutbaren Schreibmaterial aus dem Vorzimmer bekommen?
Ätzende Tränke! Einfach und effektiv und sie könnte die kleineren Brocken einfach rausfegen! Nein, das hatte einen gewaltigen Nachteil: Der Boden würde auch zu Schaden kommen und das würde sehr sicher weder der Vogtin, noch der Gräfin oder irgendeinem Baumeister gefallen.
Einfach klein schlagen? Für einen Handwerker sicher eine Möglichkeit, doch nicht für die feinmotorische Assistentin. Geschweige denn, dass sie nicht mal wusste, wo sie solch ein Werkzeug auf die Schnelle herbekommen solle.
Sie legte den Kopf von einer Seite zur anderen und musterte die Steintafel von allen Seiten, während ihr die glatte breite Oberfläche auffiel. Grinsend holte sie eine schlichte Tischdecke und zwei feine Laternen aus den Beständen des Rathauses. Sie deckte die Steintafel ab und stellte die edlen Laternen mit den Kerzen darin auf die breite Oberkante. Die Stühle für wartende Gäste wurden etwas dichter zusammen gerückt, sodass der Durchgang zur Bürotür der Vogtin breit genug ist. Jetzt sah es wie gewollte Dekoration aus! Das einzige, was einem daran zweifeln ließ, war der Standort mitten im Vorzimmer.
Zurück blieb eine grübelnde Assistentin, wie sie diesen übergroßen Stein da wegbekommen sollte - denn eine langfristige Lösung war das nicht - und eine Abschrift des Inhalts landete auf dem Schreibtisch der Gräfin.
- Kathrina von Winterwacht
- Beiträge: 182
- Registriert: Samstag 3. Oktober 2020, 22:09
Re: Eine Steintafel wird am Rathaus abgegeben
Mit angehobener Braue huschte die junge Vogtin durch das Vorzimmer, ganz in Gedanken versunken, bis ihr Blick an dem mit Laternen geschmückten … Etwas hängen blieb.
Sie stockte.
Einen Herzschlag lang herrschte vollkommene Stille.
Sie blinzelte einmal, als könne sich das sonderbare Gebilde allein durch genügend Skepsis in etwas Sinnvolles verwandeln.
Das tat es jedoch nicht.
Ihr Blick wanderte langsam von unten nach oben und wieder zurück, auf der vergeblichen Suche nach einer Erklärung, einem Zweck oder wenigstens einem Anflug von gutem Geschmack.
Nichts davon war zu finden.
Offenbar hatte irgendjemand eine Idee gehabt und niemand hatte den Mut besessen, diesen jemanden aufzuhalten.
Die Vogtin hob die Braue noch ein Stück höher, was bei ihr bereits als deutliche Meinungsäußerung galt.
Schließlich verdrehte sie die Augen mit der müden Routine einer Frau, die in ihrem Beruf schon vieles gesehen hatte und leider immer wieder feststellen musste, dass Menschen täglich neue Wege fanden, ihre Erwartungen zu unterbieten.
„Natürlich“, murmelte sie leise.
Nicht, weil ihr irgendetwas klar geworden wäre, sondern weil dieses Wort in solchen Situationen erstaunlich vielseitig einsetzbar war.
Ohne weitere Nachforschungen wandte sie sich ab und verschwand in ihrem Büro, wo sie sich am geheimen Pralinenvorrat bediente, ehe sie sich an den Schreibtisch setzte.
Manche Fragen wollten beantwortet werden. Andere verdienten es, ignoriert zu werden, bis sie von selbst verschwanden. Dieses Laternending gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie.
Sie stockte.
Einen Herzschlag lang herrschte vollkommene Stille.
Sie blinzelte einmal, als könne sich das sonderbare Gebilde allein durch genügend Skepsis in etwas Sinnvolles verwandeln.
Das tat es jedoch nicht.
Ihr Blick wanderte langsam von unten nach oben und wieder zurück, auf der vergeblichen Suche nach einer Erklärung, einem Zweck oder wenigstens einem Anflug von gutem Geschmack.
Nichts davon war zu finden.
Offenbar hatte irgendjemand eine Idee gehabt und niemand hatte den Mut besessen, diesen jemanden aufzuhalten.
Die Vogtin hob die Braue noch ein Stück höher, was bei ihr bereits als deutliche Meinungsäußerung galt.
Schließlich verdrehte sie die Augen mit der müden Routine einer Frau, die in ihrem Beruf schon vieles gesehen hatte und leider immer wieder feststellen musste, dass Menschen täglich neue Wege fanden, ihre Erwartungen zu unterbieten.
„Natürlich“, murmelte sie leise.
Nicht, weil ihr irgendetwas klar geworden wäre, sondern weil dieses Wort in solchen Situationen erstaunlich vielseitig einsetzbar war.
Ohne weitere Nachforschungen wandte sie sich ab und verschwand in ihrem Büro, wo sie sich am geheimen Pralinenvorrat bediente, ehe sie sich an den Schreibtisch setzte.
Manche Fragen wollten beantwortet werden. Andere verdienten es, ignoriert zu werden, bis sie von selbst verschwanden. Dieses Laternending gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie.