Brief an Arjan

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Ksarraja Neslin Kelsam
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Brief an Arjan

Beitrag von Ksarraja Neslin Kelsam »

*Noch am gleichen Abend wird ein Bote zum Auktionshaus geschickt*

Grüss dich Arjan,

ich hoffe das du bester Gesundheit bist, leider haben wir einen schrecklichen Fund in deinem Auktionshaus gemacht.

Wir hoffen sehr das nicht du selber dieser Fund bist.

Daher möchte ich dich bitten dich in den nächsten zwei Tagen bei mir zu melden,
werden wir von dir nichts hören, sind wir gezwungen dein Haus zu öffnen.

Natürlich wollen wir keine Gewalt anwenden, sondern werden Eve nach dem Schlüssel erfragen.
Solltest du dich bis zum 18. Rabenmond 268 nicht bei mir melden, sind wir gezwungen in dein Haus einzudringen.

Bis bald hoffe ich dann

Ksarraja

Hafenmeisterin Bajards
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Armon Duran
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 6. Januar 2024, 17:12

Re: Brief an Arjan

Beitrag von Armon Duran »

Etwas Zeit verstrich und das Auktionshaus zum Bunten Hund wirkte wie ein verlassener Ort - die Hühner, welche im Garten verharrten, wirkten abgemagert und verstört. Alles rund ums Haus war abgedeckt.. bis auf jenes Fenster. Die beiden Brüder selbst, die einst jeden Tag am Hafen ihre Zeit verbrachten und für das Fischerdorf lebten, waren immer seltener anzutreffen. Das Ladenschild des belebten Hauses wurde schon längere Zeit nicht mehr gedreht - ob es was mit der Ausreise Armon's zu tun hatte? Jedoch veränderten sich die Brüder, sie wirkten in sich gekehrt .. Arjan, der etwas lustigere, wirkte von nun an launisch und explosiv - Armon, der lustige „Ritter“, war gelenkt von Hass und betrachtete das Leben nun von einer anderen Perspektive.

Wochen vergingen und die Brüder kehrten gemeinsam nach einem Abend in der Taverne am Wegekreuz zurück nach Bajard - da trafen sie auf die Wache, der junge Mann war in jener Nacht dem Tor zugeteilt. DIe Brüder sahen ihm die unerfahrenheit an .. doch hatte sich bei Arjan eines nicht verändert - die Gier nach Gold gleich eines Kaluren. Der junge Gardist lies schnell auf sich einreden und begleitete die beiden zu einer Flasche Rum gefolgt von einigen Runden Münzwurf in ihr Häuslein. Die Zeit in jener Nacht verflog. Armon hatte längst genug Gesellschaft - der junge Gardist jedoch gab nicht nach und wollte um Biegen und Brechen sein Gold zurück, lag wohl am Alkohol. Arjan freute sich, seine Börse genauso. Der Gardist der gerade seinen Sold verlor erhob sodann die Stimme - in jener Nacht konnte sicher einer der Nachbarn das gebrüll vernehmen. Der stämmige „Ritter der Vernunft - der Geduld“ verlor sodann beides, wofür er mit seinem Titel stand. Mit schweren Schritten stieg er die Stufen aus dem Keller hinauf ... -


Monde vergingen nach jenem Vorfall, die Gedanken wirrten umher - selbst sein Bruder distanzierte sich von ihm. Er brach sodann auf um das Gespräch zu suchen .. in der Hafenstadt angekommen geplagt von Verfolgungswahn und Angst vor dem Kerker machte er sich auf zum Auktionshaus. Während er die Tür aufschloss, suchte er nach passenden Worten, Worten, die Arjan verstehen würde. Die Tür öffnete sich - ein Blick in das Innere .. Dunkelheit .. leere Rumflaschen .. ein Geruch, den er selbst aus den tiefsten und dunkelsten Höhlen Gerimors nicht kannte. "Arjan!" schrie er panisch, als sich das Szenario jenes Abends in seinem Kopf abspielte. Das Auktionshaus war wie leergefegt und nur der Geruch der Verwesung belebte jenes Haus noch. Das Fenster, welches von Gemälden wie abgedeckt ist, wird er mit der bloßen Hand einschlagen - Blut auf den edlen Stoffsitzen - Blut auf den teuren Holztresen, ebenso Blut auf dem dreckigen Boden des Hauses. Flüchtend wird die Tür hinter sich zugeschlagen, er tritt wieder hinaus, woraufhin er den Briefkasten leeren wird. Der Brief von Ksa wird beäugt .. nach einigen Tagen wird ein Pergament für sie bei der Bankierin befinden.

Ritterlich Guten Tag Hafenmeisterin,

erstmals wollte ich mich für eure Geduld bedanken. In letzter Zeit sind die Gebrüder Duran anderweitig beschäftigt, weshalb wir nicht mehr allzu oft im geliebten Hafen sind. Als es mich mal wieder in das Auktionshaus zog, machte ich einen schrecklichen Fund – einen widerlichen Gestank sowie die Verwesung eines Körpers. Ich kann euch nicht erklären, woher diese stammt … Ein Hinterhalt? womöglich möchte sich jemand am Auktionshaus rächen? Ich kann euch jedoch versichern: Arjan geht es gut und wir beide sind bereits am Grübeln, was es mit jener Botschaft auf sich hat. Er ist in letzter Zeit etwas angeschlagen, da es einen familiären Schicksalsschlag gab - nennt uns einen Tag und so werden wir euch am Hafen hilfreich sein, diesen Vorfall klären zu können.

Hinterlasst uns gern eine Nachricht an der Taverne zum Wegekreuz.

Armon Duran

Ritter der Vernunft
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