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[MMT] Schwarze Drachen im Anflug auf Gerimor
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Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » [MMT] Schwarze Drachen im Anflug auf Gerimor
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Nepha Liura Ifrey





 Beitrag Verfasst am: 10 Mai 2022 21:09    Titel:
Antworten mit Zitat

Es war stinklangweilig in der Mine.
Keiner war da ausser die Wachen, die ausser Ernst gucken überhaupt nichts machten.

Sie gähnte.

Plötzlich hörte sie draussen die Alarmglocken schrillen und schrack auf. Wo blieb ihre Freundin?
Wie vom Wüstenskorpion gestochen rannte sie an den Ernstguckwachen vorbei ins freie.
Sie rannte zum Haus ihrer Freundin und stürzte in dieses. Niemand da!

Rufend fing sie an umherzurennen und stiess mit einer Frau zusammen, die Nepha völlig Fassungslos ansah.
Sie schickte Nepha zum Tempel.
Unterwegs dahin wurde sie von einem ihrer Fadreh aufgesammelt und zum Tempel gebracht.
Dort traf sie ihre Freundin, die bereits in Sicherheit war.

Sie schauten von oben auf die Stadt und das immer größer werdende Feuer. Nachdem sie beschlossen hatten, alle hier im Tempel mit Einsatz ihrer Zwillen zu beschützen, fanden sie es später auch ganz gut zu ihrer All Mara zu sprechen und um Schutz für alle zu bitten die sie liebten, und sogar für die die sie nicht liebten.
Nach einem scheinbar endlosen Kampf war es dann vorbei.

Sie fielen in einen tiefen Schlaf aus dem sie erst spät erwachten.

Der nächste Tag begann damit, einem verbündetem Zwerg zu zeigen, wo eines der Notlager für alle möglichen Sachen stand.
Sie gingen gemeinsam in die goldene Stadt, oder in das was davon übrig geblieben war. Die Aufräumarbeiten waren bereits in vollem Gang. Daher beschlossen sie zu helfen.
Sie ergatterten 2 Spitzhaken und durften die auf dem Boden liegenden Steine damit bearbeiten. Wände waren verboten, die könnten einstürzen, sagten die Erwachsenen. Irgendwann wurde das auf den Boden hauen dann aber auch fad. Sie nahmen sich das nächste Zeltgerippe vor und brachten dies schliesslich zu seinem endgültigen Einsturz.
Stolz sammelten sie die Reste zusammen und beschlossen sich nun doch auch mal ein paar Wände vorzunehmen. Erwachsene waren gerade nicht in der Nähe ausser einige die wohl nicht mit ihnen schimpfen würden. Also schnell die Spitzhake gegen die Wand gedonnert und mit einem satten krachen fiel diese in sich zusammen. Die Steinbrocken lagen um sie verstreut herum, aber keiner von diesen hatte sie getroffen.
Erwachsene sind einfach zu übervorsichtig.

Jetzt war es aber auch an der Zeit was anderes zu machen. Sie fragten den Sanjak ob sie vielleicht Wasser und Brot an die Helfer verteilen sollen. Was sie durften.

Sie griffen sich Krüge und Brote, stapften längs und quer durch die Helfer und verteilten Wasser und Brot.
Nachdem alle versorgt waren fiel ihnen auf, dass sie mittlerweile eine schwitzige und staubige Schmutzschicht an Händen und im Gesicht angesammelt und ungleichmässig verschmiert hatten. Daher war der Weg zur Oase der nächste Schritt.
Sie hüpften ins Wasser, bespritzten sich gegenseitig und standen gemeinsam unter dem Wasserfall.

Endlich müde beschlossen sie gleich vor Ort zu schlafen und kuschelten sich gemeinsam in die Kissen unter dem Baldachin.

Gleich morgen würden sie dann beim aufbauen helfen.


Zuletzt bearbeitet von Nepha Liura Ifrey am 10 Mai 2022 21:14, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Dakhil Bashir





 Beitrag Verfasst am: 11 Mai 2022 00:44    Titel:
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Den Angriff noch immer nicht ganz verdaut, war der einzige Weg für ihn damit umzugehen, etwas zu tun. Seine Picke in den Händen zu spüren. Wieder eins zu werden mit ihr. So nahm er sich sein Werkzeug, dank dessen er sich selbst aus der Mine retten konnte, und suchte in der Stadt ein ruhiges Eck zum Aufräumen.
Beim Familienhaus anfangen, dachte er sich. Vielleicht könne man ja noch ein paar Habseligkeiten retten. So räumte er den Schutt Stein um Stein, Trümmer um Trümmern und Kohlereste um Kohlereste weg. Zu große Brocken wurden mit einigen gezielten Hieben klein geschlagen, zu kleine Steine wurden mit Schaufel und Besen zusammengetragen. Bei alle dem wird er stets mit geübtem Blick noch brauchbare Steine als potenzielles Baumaterial gesondert ablegen. Nach dem Familienhaus folgte ein kleineres Haus, das einsturzgefährdete Maristan wurde mithilfe von Mashid Ifrey bei einsetzender Dämmerung abgetragen, und bis in die frühen Morgenstunden die Straßen von Geröll und Schutt freigeräumt, sowie der Bereich um den Palast gesäubert. Stets ist er mit der Hoffnung am Arbeiten, eventuell das eine oder andere Gebäude retten zu können.
Als die ersten Anzeichen des neuen Tages am Horizont zu entdecken sind, gesteht er sich auch endlich eine Pause ein. "Nur ein bisschen Ruhen, nur ein oder zwei Stündchen Schlaf", hört man ihn noch murmeln, ehe er sich in eine vom Feuer verschonte Ecke des ehemaligen Familiengartens legt.
Es ist bereits fast Mittag als er aus seinem Schlaf hochschreckt. Näherkommende Schläge von Picken haben ihn geweckt. Mit müden Knochen und verärgert ob des langen Schlafs rappelt er sich auf und geht mit sehenden Auge durch die Stadt, überall dort anpackend, wo gerade am dringendsten Hilfe, sowie eine mit starker Hand geführte Picke benötigt wird.
Gegen Abend ruft Sanjak Farid Dawada alle zusammen: "Es sei geschafft!". Der Schutt zusammengetragen, eingestürzte oder noch einsturzgefährdete Häuser abgetragen und alle anderen Gebäude soweit gesichert und gereinigt.
Der Aufbau Menek'Urs konnte am nächsten Tag beginnen. Die letzten Stunden des heutigen Tages sollen alle zum Ausruhen, Kräfte sammeln und für ihre Familien nutzen.
Eins wusste er aber gewiss, er würde so schnell wie möglich wieder in die Mine gehen, seine Picke schwingen und so die dringend benötigten Materialien für den Stadtaufbau heranschaffen. Denn nur in der Mine, im Cantar, so verbunden wie möglich mit der All'Mara - nur dort fühlt er sich Wohlsten. Am Sichersten! Am Lebendigsten!
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Daryaa Shazadi Yazir





 Beitrag Verfasst am: 11 Mai 2022 08:57    Titel:
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Erst waren ihre Hände blau von all den Schreiben, die sie aufgesetzt hatte. Vorbereitung, Evakuierung, Anweisungen für die Janitschare…

Dann waren sie gerötet von der ungewohnten Bedienung der Ballista, und schließlich schwarz von den Drachenfeuern und der alles verschlingenden Asche rings umher.

Menek’Ur lag in Trümmern. Ihr ganzes Streiten und Streben hatte nicht gereicht um die Stadt vor dem Untergang zu bewahren. Einziger Trost blieb, dass es ihnen durch die klugen Vorbereitungen ihres Sanjak gelungen war, den größten Teil der Bevölkerung zu schützen und rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Die meisten Leben hatten sie unter den Soldaten verloren, die sich für ihre Familien in den Kampf gestürzt hatten.

So lange wie sie bereits Janitschar war, nannte sie viele davon ihre Freunde und doch waren ihre Anweisungen klar gewesen. Drängt die Drachenbrut zurück! Bleibt standhaft! Bringt die Kinder in Sicherheit! … Wieviele hatte sie davon selber in den Tod geschickt? Wieviele waren dadurch gerettet worden? Fragen, auf die nur die Mara wirklich eine Antwort wusste und die sie sich dennoch grämend stellte. Was hätten sie mehr tun können?

Der Abend nach der Schlacht war erfüllt von Bitterkeit, Wut und Trauer. Sobald die schlimmsten Feuer erloschen waren, gab ihnen der sich verziehende Rauch den Blick auf das Ausmaß der Zerstörung preis. Nicht ein Stein war auf dem anderen geblieben, teilweise wirkten die Gebäude geschmolzen, als hätten sie sich entschieden, in der Sonne oder den Feuern wie zurückgelassenes Eis dahinzufließen. Die Pflaster der Straßen waren geborsten. An anderen Stellen fand man lange spiegelglatte Flächen, wo das Feuer den Sand zu Glas geschmolzen hatte.

Die ganze Nacht durchsuchten sie die Trümmer nach Überlebenden. Ihr selber war es nicht vergönnt noch jemanden zu retten. Das Einzige was sie bergen durfte, waren ihre gefallenen Kameraden. Verkohlte Überreste, die brüchig unter ihren Händen beinahe zu Staub zerfielen oder zerfetzte Leichname von jenen, die unter die Klauen eines Drachen gekommen waren. Die Arbeit war bitter und ihr eigenes Herz füllte sich ob all des Elends immer mehr mit Zorn. Zorn, der sie ungerecht den Lebenden gegenüber werden ließ, Zorn der böse Worte vorantrieb und erst in sich zusammenfiel, als ihr Gegenüber in Tränen ausbrach und ihr eines der schrecklichsten Bilder malte, die sie sich überhaupt vorstellen konnte. Einen weinenden Anaan. Zutiefst erschrocken über sich selbst legten sich die Arme um den geliebten Menschen und man ergab sich gemeinsam dem zornigen Kummer, jeweils Trost beim anderen suchend, zerrissen von Selbstzweifeln. Sie hatten doch alles getan… oder?

Die Nacht hatte sie außerhalb des Rauchs in einer der fernen Höhlen verbracht. Es war zwar einsam, aber etwas vertrautes. Ein Stück heile Welt, dass übrig geblieben war, wo sich nichts verändert hatte.

Bereits am nächsten Tag stand man wieder mit neuer Energie in den Trümmern und trug Stein um Stein ab. Das Jammern, das Weinen, das Schreien, all das war gestern gewesen. Es galt nun aufzuräumen, die Asche fortzuwaschen und den darunter liegenden goldenen Sand zu befreien. Sie würden wieder auferstehen. Wie immer. So ein lächerlicher Drache würde den Willen des Volkes nicht brechen, dachte sie bei sich, während rings umher das Schlagen von Piken auf Stein zu hören war. Gerettete Lamas transportierten das Geröll aus dem Stadtgebiet und jeder schien damit beschäftigt, die Nachwirkungen des Angriffs zu beseitigen. Sie wusste nicht mehr wieviele Stunden es waren. Die Sonne war aufgegangen, irgendwann ging sie wieder unter.

Zwischendurch nichts als Hacken, Werfen, Tragen.

Eine Pause… Wasser…

hacken, werfen, tragen…

etwas essen…

hacken, werfen, tragen…

mehr Wasser…

hacken, werfen, tragen…

Schlaf.
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Felizitas Hohenburgen





 Beitrag Verfasst am: 11 Mai 2022 11:38    Titel:
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Mit vereinten Kräften wurde der gesamte Schutt nach und nach abgetragen und sortiert.
Steine die noch brauchbar waren legten sich die Salzschürfer auf Seite um sie beim wideraufbau der neuen Stadt zu verwenden.
Aber jetzt war nicht die Zeit sich eine Ruhepause zu gönnen.
Jetzt hieß es in den Wald gehen und das Holz besorgen was die junge Tavini nicht mehr auf Lager liegen hatte.
Es würden riesige Mengen davon benötigt werden für den Bau.
Galt es doch neben Türen, Fenstern, Dachbalken und co. schließlich auch neue Möbel im Anschluß für die ganzen neuen Häuser zu bauen.
Sie würde sich also darauf beschränken Morgens früh in den Wald zu gehen und in den Nachmittagsstunden bis in die Nacht hinein die benötigten Dinge her zu stellen.
Das verbauen der Träger, Fenster und Türen würden wohl andere übernehmen müssen. Sie versuchte sich im Schleierhaus so zu organisieren das sie schon fast an eine Massenproduktion ran kam.
Das hatte zwar zur Folge das jeder freie Fleck im Haus genutzt wurde und somit überall etwas rum lag und die Sägespäne sich sogar bis in die Felle der Betten verteilte, doch damit kann zumindest die junge Tavini gut Leben.


Zuletzt bearbeitet von Felizitas Hohenburgen am 11 Mai 2022 11:39, insgesamt einmal bearbeitet
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Noelani Banu Yazir





 Beitrag Verfasst am: 11 Mai 2022 13:37    Titel:
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Es war recht schwer zu unterscheiden, ob es sich um ein wahres Bild handelte, welches sich in der Ferne auftat oder um eine Einbildung, die der Kopf einen vorgaukelte, weil mein bereits viel zu lange den Blick an einer Stelle kleben hatte.
Die Nächte waren lang und kalt und nur selten ließ sie sich dazu hinreißen, die Lider abzusenken und einmal durchzuatmen. Wenn es passierte, dann teilte es ihr der Dietrichbund in ihrer Rechten mit. Er fiel zu Boden sobald der Körper sich zu sehr entspannt hatte, sie schreckte hoch, sie war wach.

Die Entspannung, die sie sich dieser Tage gönnte, war eben diese Wache auf der Mauer. Dabei konnte sie sitzen und Arme und Beine zur Ruhe kommen. Alles darüber hinaus konnte der Kopf nur schwer verarbeiten. Also musste es reichen. Der Dietrichbund fiel, sie schreckte hoch, sie wachte auf und just im selben Moment kündigte sich auch die Sonne an, indem sie die Farben des Himmels veränderte. Ein guter Moment also um aufzustehen.

Sie musste sich lediglich einfädeln, wie in einen beständigen Strom, der manchmal mehr Seelen mit sich trug und manchmal weniger. Es gab dieser Zeit kein Ruhen in Menek'Ur. Für manche hatte die Arbeit in der Nacht nicht aufgehört, für Andere einfach viel früher begonnen als für sie. Also fügte sie sich in den Fluss der Arbeit ein. Sie griff nach Steinen und schleppte. Es war in dem Fall vollkommen egal wohin. Überall war dieser Tage ein beliebtes Wort.

"Wo kann ich mit anpacken?"
Überall.

"Wo braucht es Wasser?"
Überall.

"Wo kann ich um Hilfe fragen?"
Überall.
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Abbas Wakur Omar





 Beitrag Verfasst am: 11 Mai 2022 20:38    Titel:
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Im Tempel wie auch bei den Zelten vor der Stadt werden einige Schriftstücke öffentlich ausgehangen. Diese Schriftstücke werden trotz der momentanen Sitaution sauber und ordentlich verfasst sein. Des Weiteren tragen sie das Siegel des Palastes und der Familie Omar.


Salam Alaikum Hazar‘s Durrah,

nach dem schrecklichen Angriff des Drachenschwarms und der damit verbundenen fast völligen Zerstörung der goldenen Stadt Menek’Urs, hat das erwählte Volk der Mara gezeigt, dass es geschlossen zueinander steht und allen Widrigkeiten zum Trotz nicht bereit ist aufzugeben. So haben sich die fleißigen Hazar‘s Durrah zusammen getan und in kürzester Zeit die Trümmer beiseite geräumt und anderen Zeichen der Schlacht aus dem Stadtbild entfernt. Für diese Aufopferungsbereitschaft möchte die Familie Omar ihren besonderen Dank an alle aussprechen, die in dieser Zeit ihr Tagewerk verrichtet haben, trotz der vielen Entbehrungen und Verluste. Der Dank der ersten Familie ist allen sicher und ihr Eifer wird nicht vergessen sein. Möge die Mara schützend über das erwählte Volk halten.

Abbas Wakur Omar
-Emir des Reiches Menek‘Ur
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Lingor Melia





 Beitrag Verfasst am: 12 Mai 2022 15:03    Titel:
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Er hatte mittlerweile das Gefühl, in den letzten drei Tagen ein Pfund Holzstaub gefressen zu haben. Ein zwickender Muskelkater machte sich zudem an Stellen breit, die er sonst nicht einmal wahrnahm. Und doch hatte er seinen Part erledigt, hatte die hölzernen Teile von sechs Ballisten gebaut. Stolz war nicht das richtige Wort, eher war er erleichtert, dass er, zwar mit einem Tag Verzögerung, die Komponenten zusammengestellt hatte. Jetzt hoffte er nur inständig, keinen Fehler gemacht zu haben, damit die geschmiedeten Teile von seinem Kameraden Ramires zu seinen passen würden. Zusammen würde die Arbeit der beiden Männer ein Ganzes ergeben. Genau das, was für Lingor immer eine Gemeinschaft ausgemacht hatte. Viele Hände schafften viel.

Genau das war auch das Motto am Abend des Appells. Leutnant Nuir hatte angeordnet, dass mit geballter Kraft die Einzelteile der Ballisten zusammengebaut würden und genau das wurde erledigt. Die Pläne, die Wachtmeister Dhara angefertigt hatte, hatten Lingor und Ramires in Zusammenarbeit verfeinert und mit Maßstäben versehen. Für die kleineren Ballisten hatte Lingor zudem Kopien angefertigt, damit auch die Kameraden in Düstersee und im Rahaler Hafen selbstständig tätig werden konnten. Die großen Ballisten aber sollten von den Bauherren selbst zusammengesetzt werden.

Der Aufbau gestaltete sich reibungslos. Die Kameraden der Garde und der Marine arbeiteten zusammen wie Zahnräder, die ineinandergriffen. Schon bald stand das Grundgerüst, die Räder wurden angebracht, dann wurde die Balliste selbst aufgebaut. Die Spannräder fanden schnell ihren Platz, ebenso wie der Spannbogen.

Letztendlich standen die Gardisten vor dem fertigen Kriegsgerät und wie vom Ritter Rabenstein befohlen, wurde die Balliste vor neugierigen Augen aus der Luft getarnt.

Der zweite Aufbau vor Düstersee ging noch reibungsloser von Statten. Die Kameraden erkannten nun schon, wohin welche Teile kamen, erleichterten den großen Karren, den Titan mühevoll zum Küstendorf gezogen hatte und reihten alles ordentlich auf. Ramires reichte die passenden Beschläge zum Aufbau und in kurzer Zeit wurde die zweite, große rollbare Balliste zusammengebaut. Material und Pläne für die kleineren Ballisten, die auf den Mauern Platz finden sollten, wurde verteilt. Alles würde rasch seinen Lauf nehmen.

Selten war Lingor am Abend so müde gewesen und doch war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass sich all die Arbeit gelohnt hatte. Der Drache konnte also kommen. Sie waren bereit.
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Bjark Bunjam





 Beitrag Verfasst am: 13 Mai 2022 08:04    Titel:
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... Der Angriff des Drachenschwarms auf Wulfgard war einige Tage her, mitlerweile hatte das Rudel unter Anleitung der Hände die Schäden beseitigt. Doch die Aufmerksamkeit der Schwerter und Wolfsheuler lag weiter angespannt in der Luft. Die Blicke hingen am Himmel und gingen oft gen Norden, von wo der Schwarm gekommen war. Als das Elof alle zum Thing rief und sich nach und nach die große Halle füllte, war nichts mehr von den verkohlten stinkende Schindeln zu sehen, die Tage zuvor noch im Gespräch waren. Doch aber saß der Groll noch tief über den Hochmut des Drachen und die Gier nach Zerstörung die ihn trieb.

Das große Feuer in der Halle loderte, Schwung um Schwung vom Met der vielen Wölfe ließen es aufflackern. Es sammelte gierig die Erzählungen der Claner, vom Angriff auf das Dorf, vom Angriff auf den Nebelwald und von der Zerstörung von Menek'Ur. Die ernsten Gesichter der hünenhaften Weiber und Kerle verhießen nichts Gutes umso mehr der Schrecken klar wurde, den der Schwarm verursacht hatte. Ein gewitterartiges Grollen lag in der Luft, das jeden erfasst, Methörner unter dem Druck von Fäusten knarzen ließ. Was hinderte den Schwarm daran wieder zu kommen, wenn der Drache seine Wunden geleckt hatte? Es war Zeit zurück zu schlagen! Das verwundete Biest musste zur Strecke gebracht werden. Wie ein lautes hungriges Grollen drangen die dumpfen Stimmen aus der Halle und wurden von dem jaulen der Wölfe in Wulfgard aufgenommen...


Das Thing hatte entschieden.

Das Rudel würde jagen.


Bis spät in die Nacht waren Stimmen aus dem Dorf zu hören, wurde geplant und gesprochen. Immer wieder trug der Wind die lauten Stimmen weit. Skôl-Rufe waren zu hören vielleicht sogar bis Junkernstein, im mindesten aber das von der Jagd kündende jaulen des Wolfsrudels. Erst mit Anbruch des Tages wird der Klang der Wölfe leiser werden, dafür aber das geschäftige Treiben im Dorf lauter. Eine Hand voll Hände wird das Langboot bereit machen während einige Schwerter durch das Dorf stapfen Wurfspeere, Wurfharken und Ketten zusammen sammeln. Nun war es an der Zeit, die Geister zu befragen und den Segen der Ahnen einzuholen. Außerdem war man nicht allein, der Groll saß auch an anderen Orten tief. Das Rudel würde den Jagdruf erschallen lassen und sehen wer antwortet...
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Der Erzähler





 Beitrag Verfasst am: 13 Mai 2022 23:42    Titel: Das Ende und der Anfang von Menek'Ur
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Das Ende und der Anfang von Menek'Ur
Die Verwüstungen die Verlagor mit seinem Schwarm hinterließ waren gigantisch. Der glühende Atem entfesselte wahre Feuerstürme zwischen den Gebäuden. Selbst das, was nicht brennen durfte, riss unter der Hitze auf und zerbarst.
Von Cantar aus zeichneten die Feuersäulen und Rauchwolken über der goldenen Stadt ein düsteres Bild. Die mächtigen Schwingen von Verlagor und Slain zogen den Qualm hinter sich her und der tobende Kampf zwischen den beiden lies auch die letzten, schon in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude in sich zusammenfallen.
Der gleißende, helle Strahl, mit dessen Hilfe Slain schließlich den Sieg über Verlagor errang, sollte schon als Vorbote dienen für den Lichtblick, den die vereinte Hilfe der Völker des Nordens den Menekanern zukommen ließen - sei es mit Rationen, Kleidung, Werkzeugen oder sie packten selbst im fremden Land mit an.
Allein die Trümmer beiseite zu schaffen und das Brauchbare für den Wiederaufbau zu sammeln war eine gigantische, langwierige Aufgabe die sich über unzählige, heiße Tage zog. Stets mit dem Wissen das Verlagor und sein Schwarm - wenn auch von Slain schwer verwundet und vertrieben - nicht vollends besiegt war.
Monate würden vergangen sein, bis die goldene Stadt dem eigenen Namen wieder gerecht werden kann. Noch viel länger wird es brauchen, bis alles wieder seinen Platz finden und in geordneten Bahnen verlaufen wird. Auch wenn das Groß der Bewohner selbst mit einem gewaltigen Schrecken wegkam, würde sich das Bild der Toten die Verlagor hinterließ niemals vollends tilgen lassen: Manche Überreste sind nicht dafür gedacht, fortgeschafft zu werden.

[OOC: um der Diskrepanz zwischen Stadtaufbau, Spielbarkeit und Zeit gerecht zu werden, darf eine längere Zeit angenommen werden, bis die Stadt tatsächlich stand]
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ThaKi





 Beitrag Verfasst am: 16 Mai 2022 15:54    Titel:
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Der Angriff auf den RaKun war schon einige Tage vergangen und die stolzen Rashar konnten gemeinsam mit ihren menschlichen Mitstreitern die Horden von schwarzen Drachen zurückschlagen. Glücklicherweise kam keiner von ThaKis Geschwistern ernsthaft zu schaden, sodass der neugierigen BrakNa genug Zeit blieb in den Tagen nach dem Angriff die Kadaver der Feinde genauer zu untersuchen.
Schon bei der Neugestaltung des Schreins vor dem RaKun zerlegten die Rashar einen der Drachen in seine Einzelteile und warfen die Überreste in den Fluss aus Oshra am Rande des Vulkans.

ThaKi bewahrte einige Schuppen, Zähne, ein Auge, das Blut des Drachen, sein Gehirn, sowie sein Herz auf um sie später genauer zu untersuchen und mit Proben aus den geläufigen Jagdgründen der Rashar zu vergleichen. Handelt es sich dabei um ihnen bekannte Drachen oder ist ihr Ursprung doch woanders gelegen? Es würde wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen bis genaue Ergebnisse vorliegen.

In der Zwischenzeit suchte sie einige Geschwister mit denen sie gemeinsam die anderen Drachenleichen beseitigen würde. Die warme Frühlingssonne ließ die Kadaver allmählich zu stinken beginnen und bevor sich Ungeziefer und Krankheiten breit machen, sollten die Körper der Feinde dem Berg als Geschenk dienen.
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Cailen Vindheim





 Beitrag Verfasst am: 16 Mai 2022 16:45    Titel:
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Den Angriff der Drachen hatte er nicht selbst mit erlebt, hatten ihn seine Pflichten doch anderswo gebunden.
Die Folgen aber waren nur allzu deutlich ersichtlich und in Form der Gefallenen im Tempel zu Rahal aufgebahrt.

Die Toten waren ihm nicht fremd, hatte er im Krieg doch genug davon gesehen, doch blieb es, nachwievor, eine der unangenehmsten Aufgaben seiner Zunft.
Ja, die aufrechten Gefallenen würden nun an der Seite des Herren sein und die Lasten und Mühen des Lebens abgelegt haben, um sich an der Größe des Herren zu laben.

Dennoch war dies für die Hinterbliebenen stets kein vollumfänglicher Trost, zugleich das Spenden warmer Worte und aufmunternder Gesten nicht seine größte Stärke.

So würde es auch hier bei einem Gebet an den Herren bleiben. In stiller Andacht wird man die in dunkles Rot gehüllte Gestalt dabei gesehen haben, eine Stunde des Gebetes den Gefallenen des Reiches gewidmet zu haben.
Kerzen waren entzündet worden, Segen gesprochen, Leiber zugedeckt und für die letzte Reise bereit gemacht.

Dann war es an der Zeit gewesen, die Diener des Tempels zu verständigen, auch diese Leiber den Flammen zu übergeben, auf dass ihre Namen für alle Zeit an der Seite des Allmächtigen genannt werden würden.

Später mag man die Feuer am Friedhof zu Rahal heller lodern gesehen haben. Ein letzter Funke eines Lebens in Dienst und Hingabe für einen weiteren Streiter des Herren.


Zuletzt bearbeitet von Cailen Vindheim am 16 Mai 2022 16:47, insgesamt einmal bearbeitet
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Der Erzähler





 Beitrag Verfasst am: 26 Mai 2022 11:42    Titel:
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Langsam konnte man den Glanz in der Stadt der Sonne mitten im goldenen Sand der Durrah wieder sehen. Unermüdlich hatten sie in den letzten Wochen den Schutt der Zerstörung aufgeräumt, Freunde und Familie geborgen - nicht immer lebend - und dann mühsam aber unermüdlich Stein um Stein wieder aufgebaut. Wie eine gigantische Wüstenblüte öffnete sich die Stadt in neuer Pracht, dem Drachenfeuer zum Trotz vielleicht gar noch schöner und majestätischer als je zuvor.

Doch vergessen war nichts!

Die Blicke wanderten immer wieder einmal düster gen Himmel, Flüche wurden innerlich oder auch laut ausgesprochen und der Name "Verlagor" sorgte überall für einen Schwall von Zorn und Wut.
Nicht nur in Menek'Ur, sodern unter anderem auch im RaKun, als man die Zerstörung beseitigte, in Rahal als der Wachmann am Tempel in Leichentücher gepackt wurde, an so manchem Hof, wo das Untier gewütet und Kühe verschleppt hatte oder an der Brandnarbe nahe des Nebelwaldes, die so manchen gefallenen Drachen aber auch tapferen Krieger eine Weile als düsteres Mahnmal beherbergte.

Andernorts aber ging man über die Aufbauten und Bergungsmaßnahmen hinaus, wütete jetzt schon der Wunsch nach Rache flammend in den Gliedern. Ein schmaleres Drachenboot wurde fahrttauglich gemacht und ein weit größeres Schiff tiefer in den Gewässern des Fjords um Wulfgard wartete darauf in die See auszulaufen. Nach Norden hin, einer Karte der Eledhrim folgend und auf der Suche nach dem verwundeten Schwarzdrachen, um ihm den Garaus zu machen. Rache für Wulfgard!

Auch in Nähe des Adoraner Hafens wurde ein kleineres, wendiges Schiff soweit fahrtüchtig gemacht, um eine zweite Gruppe auf den Weg nach Norden zu bringen. Die Gemeinschaft, welche hier auf Drachenjagd gehen wollte, hatte den Schutz der Mitmenschen im Sinn und war ebenfalls bereit dieses Wagnis für sie alle einzugehen.

... und Verlagor selbst?

Nun, das ist eine besondere Geschichte...


Er wagte nicht einmal zu fliegen, denn bereits mit jedem Schritt, den er vorsichtig tat, erwachte das dumpfe Pochen im Bauch und es roch plötzlich bittersüßlich nach Eiter und Entzündung, wann immer er auch nur versuchte die Flügel auszubreiten und sich gen Himmel aufzumachen. Nach Stunden der Hetzjagd hatte er den vermalledeiten Eisdrachen endlich abschütteln und in einer Nebelbank bei der Küste soweit in die Irre führen können, dass dieser auf einer falschen Fährte an ihm vorbeigezogen war. Erst nach einer Weile trat er selbst dann den Weg in Richtung Insel an, die ihm und den Anderen als Versteck diente. Allen voran galt es Zaryssha, seine treue Gefährtin, zu finden, denn sie wusste was in Sachen Wundpflege zu tun war. Wenn nur der Schmerz nicht wäre...

Aus dem Wunsch in wenigen Stunden wieder die Insel zu erreichen, wurden Tage und Wochen, Kräfte schwanden nach und nach und das Loch an seinem Bauch klaffte, krampfte und wenn es nicht vor Pein pulsierte, dann strömte es eisige Kälte in sein inneres Feuer.

"Slain, du verdammter kleiner Wurm...", drang es keuchend aus seiner Kehle, während er sich einen steilen, kargen Felsen hinaufzog, "wenn ich dich in die Fänge bekomme... dann... chhh... dann..."


"Aaaah, nun wird es interessant."

Die Stimme ließ ihn in der Bewegung gefrieren und diesmal drang das Eis nicht aus der Wunde, sondern umgriff bestimmt und rasch mit einer stählernen Faust das Drachenherz. Die dunklen Drachenaugen weiteten sich und er wagte nicht aufzusehen, versuchte noch einzuordnen, ob ihm nicht die Sinne oder der Wundbrand einen Streich spielten.

"Nun komm schon, Verrrrlagor", sein Name wurde seltsam schnarrend und knöchern gesprochen, "lass mich teilhaben an deinem Plan Widersacher zu... beenden. Denn das ist er doch, nicht wahr? Slain? Dein Widersacher, ein Drache der gegen deine Pläne handelt, der dir zur Gefahr geworden ist, ein Stein im weiteren Wege, den es... aus dem Weg zu räumen gilt."

Sie war immer leiser geworden, die Stimme und sie beide wussten, dass er nicht wirklich über Slain den Eisdrachen sprach.

"Herr.... Kryndlagor... Meister des schwarzen Schwarms...", begann er mit erstickter Stimme und hob den Kopf langsam, um den massiven Körper des uralten Kontrahenten auf dem Felsplateau zu sehen, er beugte sich bereits herab zu ihm, musste nur die Flügel etwas ausbreiten und konnte sich auf ihn stürzen. Sein Tod sah ihm hier ins Gesicht und doch war es eine andere entsetzliche Erkenntnis, die ihm die Sprache verschlug. Das onyxfarbene Schwarz der Schuppen seines Gegenübers schwand mit jedem Atemzug mehr, gab das alte, blutige Rot wieder preis und verbarg auch die Knochenansätze darin nicht. Wie eine göttlich gewebte Illusion, deren Fäden man sorgsam löste, gab der uralte Schwarzdrache seine wahre Natur wieder preis.

"Du... bist... nicht...", begann er keuchend und verstummte wieder kläglich, als er das zahnige Grinsen auf den Zügen Krynladgors wachsen sah.


"Nein.", säuselte dieser sanft. "Nur ein Narr gibt die Macht des Untodes auf, Verlagor. Nur ein Wicht erkennt die Kraft in Bündnissen nicht. Schade, dass du diesen Punkt erst jetzt realisierst, Möchtegern-Usurpator."

Trotz und Hass wallte noch ein letztes Mal in ihm auf und er nahm all seine Kraft zusammen, um dem alten Antagonisten entgegen zu brüllen:

"So komm doch herab! Töte mich und bring es zuende, nach mir werden weitere kommen, die dein Spiel mit dem schwarzen Schwarm durchschauen, Kryndlagor... du untotes Gewürm und sie..."

Doch statt dem erwarteten Wutanfall, unterbrach er Verlagors finale Rede diesmal mit einem dröhnenden, erheiterten Lachen, das die Felsen beben ließ und ein kaltes, grünliches Feuer in den Augen des untoten Wyrm weckte.
Dann ging es so unendlich schnell. Mit einem Satz sprang er herab und seine Klauen bohrten sich zuerst in das Leder der dunklen Schwingen, rissen unerbittlich große Stücke heraus und weckten die Schreie in Verlagors Kehle. Sie wurden nur heller, verzweifelter und undrachisch, als Kryndlagor begann Teile des Fleisches an seiner Seite von den Rippen zu fetzen, Muskelfasern vom Bein zu lösen und seine rechte Wange bis zum Auge hin zu zerbeißen. Als die Schmerzwogen da über ihn hereinbrachen, kollabierte der Schwarzdrache Verlagor und hoffte auf das Dunkel am Ende seines letzten Sekunde... das nicht kam.

Stattdessen beugte sich Krynlagor über seinen gefallenen, zerfetzten Körper und sah ihm grinsend ins Gesicht. Sein Fleisch, Blut, Teile der schwarzen Schuppen klebten noch an den Zähnen, als er wieder schnarrend zu lachen begann.


"Aaaaahachhachhach... von wem redest du, Verlagor? Von den kläglichen Resten deiner Revolte? Deinem Weibchen? Dir? Ein Drache in deinem Alter sollte gelernt haben, sollte begreifen und wissen aber du hast in fast allem versagt und nun erneut Unrecht, denn du alleine hast all die Anderen verdammt und daher sollst du ihren Niedergang erleben, sollst sehen, was deinen Taten folgen wird und in meiner unendlichen Güte, verleihe ich dir sogar einen neuen Namen.... Naxtragor."

Er spürte die Qual nicht mehr, als Kryndlagor die blutig roten Klauen tief unter seine Brust schob und das immer langsamer pochende Herz berührte, doch den giftgrünen Schwall der klirrenden, untoten Gewalt, die sich seiner bemächtigte und ihm statt dem ersehnten Tod in eine neue Geburt zwang, fühlte er und sein Kreischen erfüllte die Himmel.


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Lester Schrevenau





 Beitrag Verfasst am: 26 Mai 2022 12:54    Titel:
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Nur ein Tag ist noch übrig, ein Tag. Die Dächer biegen sich unter der Last der Sonne als die Zeit zerrinnt wie das Kerzenwachs vor der Flamme. Die grünen Augen des Magiers verfolgen die Wolken, als sie über die Gipfel der Stadt hinfort ziehen zu einer neuen himmlischen Weide hin und die Sonne im Meer einsam versinken lassen. Das Schiff war bezahlt und die Ausrüstung des Paktes der Morgenröte zitterte unruhig bei jedem Schritt der Tagelöhner, die sie nach und nach verladen haben. Ungnädig knarren die Planken unter ihren Füßen. Die Barge war bei weitem kein Kriegsschiff, tauschte sie doch viel Frachtraum für ein flaches schnittiges Profil und gute Manövrierfähigkeit ein. Sie würde ihren Zweck erfüllen. Sie musste. Selbst der Kapitän wusste nur, es wäre eine gefährliche Ausfahrt in Küstennähe, die Gewissheit einen Magier an Bord zu haben, sowie Verheißung von Gold und Anteil an einer Beute taten ihr übriges. Einer der Vorteile Kaluren in seiner Mitte zu haben war doch stets ein trächtiger Goldbeutel, doch trug jeder seinen Teil für die Auslöse bei.

Lester sah auf den zusammengeworfenen Zettelhaufen, der doch die Krönung der Arbeit der letzten Wochen war und versuchte sich stolz aus dem zu engen Ledereinband zu drücken. Wer schon hat die Möglichkeit in aller Ruhe ungestört einen Drachen zu sezieren, wenn nicht jemand, der hinter der Heide wohnt, wo er ungestört ist? Schwächen und Stärken, Anatomie und Klangstrukturen der Drachen konnte Lester lange genug studieren - bis die Fäule einsetze und er weite Teile des Kadavers beseitigen musste.

Alles was geschehen soll, wird geschehen. Und was nicht bereits getan, wird auch nicht mehr vorher vollendet werden. Ein Gefühl von Ruhe überkam den Blondschopf, als der Abendwind über seine Gewandung streichen sollte. Was auch immer geschehen würde, es würde geschehen. Es gibt nichts mehr, was etwas ändern könnte, was nicht morgen in ihren Händen liegen würde. Rago würde mit etwas Zwergenbier während der Überfahrt ruhig gehalten werden, welches zusätzlich zum Proviant eingeplant wurde. Vielleicht würde das den Zwergen auf hoher See milde stimmen oder lange genug beschäftigen, damit er Mir'iel und Leandra nicht zu sehr auf die Pelle rückt. Immerhin lag es an ihnen, den Pakt ausreichend im Kampf zu stärken und sie mit Pfeilen zu spicken. Jeder hatte seine Aufgabe, was sich auch in der Ausrüstung widerspiegeln sollte.

Feste Seile mit Pyrian verstärkt, Schlaghaken und Säure waren die grundlegenden Zutaten für dieses Unternehmen, welches nur mithilfe der Völker vollzogen werden konnte. Elfen, Zwerge, Menschen und Menekaner würden gemeinsam losziehen um einen Feind zu bezwingen, der mehr als nur ihre Heimat bedrohte. Wochenlange gemeinsame Übungen im Kampf und die jahrelange Freundschaft sollten der Schild sein, der jedem Drachenfeuer trotzen sollte. Es war keine Frage ob es geschehen müsste, sondern nur wann - dieser Zweck beflügelte die Gemeinschaft von Neuem. Vielleicht waren Schutz von Heimat und das gemeinsame Leben in jener ihre eigentliche Bestimmung gewesen, schon immer? Was Worte nicht zu bewegen vermochten, sollte nun durch Schwert und Schuss abverlangt werden.

Des Abends hört man noch manches Klagen über das rege Treiben am Hafen, verhindert wird die Flucht der Bürger in die Träume, durch das Scheppern von Waffen und Ausrüstung, bis auch die letzte Kiste verladen wurde. Denjenigen, welche von dem Grund des Tumults nicht wussten, war ein ruhiger Schlaf gewährt. Und diejenigen, die ihn kennen, werden nicht mehr eingeholt werden.
Es war zu spät. Bei Morgenröte werden sie sich sammeln...



Zuletzt bearbeitet von Lester Schrevenau am 26 Mai 2022 13:01, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Der Erzähler





 Beitrag Verfasst am: 27 Mai 2022 16:30    Titel:
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Während andernorts bereits gerudert wurde und ein sonderbarer Sturm aufzog, besah sich Kapitän Emmet Larwin vom kleinen, feinen Handelssegler "Kupfermöwe" sein geliebtes Schiff.

Die Möwe war schmal doch sehr gewandt und flink, daher der Name.
Schnell lieferte sie Waren von einer Küste zur Anderen und war dabei in all den Jahren stets zuverlässig gewesen. Nun, er wartete sie auch innig und penibel, wie andere Leute vielleicht das Lieblingspferd striegelten oder aber gar das eigene Kind verwöhnten.

Auch heute war das Deck geschrubbt und sie trug sogar neue Segel... und neue Flaggen, die ihm gar nicht behagten. Seufzend blickte er die eher schlecht als recht angebrachten, fleddrigen Piratenflaggen an und obwohl er wusste, dass diese besondere Tarnung in den nördlichen Gewässern wichtig war, um nicht schnell in die Hände sehr rauer Freibeuter zu kommen, so wirkten sie falsch und unangenehm in seinen Augen.

Generell hätte er die Möwe für dieses Unterfangen nie und nimmer verliehen, hätte der verdammte Drache nicht schon einige, kleinere Schiffe, die den Norden bereisten, zerstört. Emmet war kein allzu feinfühliger oder sehr sensibler Mann, doch der Verlust dieser Schiffe und der Kapitäne, von denen er drei sogar zu seinen engeren Freunden zählte, machte ihn raßend vor Wut und weckten den Wunsch auf Rache!

Doch wie konnte man Rache üben, wenn man absolut kein Verlangen verspürte einem Drachen selber entgegen zu treten?
Nun, sagen wir es so: Es war eine beinahe schicksalshafte Begegnung, als er am Pier den jungen Magier Schrevenau traf, der ihm ein sehr verlockendes Angebot machte...

Nun würde die Kupfermöwe unter falscher Flagge und mit neuer Besetzung gen Norden auslaufen und er blieb an Land. Ein seltsames Gefühl und doch, so glaubte er fest, konnte diese Truppe, von der ihm der Magier knapp berichtet hatte, vielleicht für ein Ende der Drachenangriffe sorgen.... UND auf die Möwe aufpassen!
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Keylon von Salberg





 Beitrag Verfasst am: 29 Mai 2022 17:53    Titel:
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Wenn einer eine Reise tut ...
oder
Eine Seefahrt die ist lustig.

Entgegen seinen eigener Meinung nicht mit dem Schiff gen Norden zu Reisen, dem Hort des
Drachen entgegen hatte er sich entschieden den Pakt der Morgenröte zu unterstützen und mit
zu Reisen, nachdem ihm Lester versicherte das er das Schiff gegen Feuer zu schützen vermochte.
Frischen Mutes, schließlich hatte er die Nacht über gebetet, war er mit den Freunden der Gemeinschaft an Bord gegangen.
Wenn Raugarosch und Rago sich schon trauten... gut nicht ganz freiwillig, aber die Überredungskunst Leandras und Lester taugten hier wirklich einmal gut, warum sollte er sich dann verweigern.

So stach man in See, und es lief wirklich alles vermos bis man zu dieser Nebelbank kam. Ein Sturm, Blitze trafen das Schiff und schleuderten es hin und her und Keylon, natürlich in voller Kampfmontur, hatte sich vorsichtshalber an dem Mast festgebunden, als einige Kreaturen des Wassers sie angriffen.
Natürlich konnte er seine Gefährten nicht alleine kämpfen lassen, so schnitt er sich los und warf sich ebenso in den Kampf, während der tosenden See.
Kaum hatten sie die Kreaturen besiegt, erfasste eine Welle den jungen Ritter und spülte ihn über Bord.
Wahrscheinlich hätte sein letztes Stündchen geschlagen, denn das Gewicht der Rüstung zog ihn fast sofort in die Tiefe, wenn Lester nicht eingegriffen hätte und ihn Magisch an der Oberfläche hielt.
So konnte man ihm zwei Seile zuwerfen und gemeinsam zogen die Anderen ihn dann wieder an Bord des Schiffes.
Als hätte die See mit dem Verlust ihres Opfers aufgegeben, schwand die Nebelwand, und die See wurde wieder ruhiger.

Keylon bedankte sich erschöpft bei den Seinen, und machte sich unter Deck auf um die Rüstung aus zu ziehen. Warme trockene Kleidung war schnell gefunden und so vermochte er den Rest der Reise ruhig und Warm durch zu stehen.

Als die Insel in Sicht kam, stiegen sie in die Beiboote, und setzen über zur Dracheninsel, wo sie jedoch schon von den Thyren erwartet wurden.
Anscheinend hatten sie wohl die selbe Idee wie die Gemeinschaft sie gehabt hatte.
Doch wenn Keylon noch gehofft hatte, das man gemeinsam gegen die Drachen vorgehen würde, wurde er wohl doch eines Besseren belehrt.
Weil man sich nicht wirklich einigen konnte wer die Gruppe anführen würde, und anderen komplizierten Beleidigungen beiderseits, schloss man eine Zusammenarbeit aus,

Die Thyren zogen nach Norden und der Pakt nach Süden, aber irgendwann ging es auf ihren Weg nicht weiter, weil Felsbrocken ihnen den Weg versperrten, so das ihnen nichts anderes übrig blieb als um zu kehren.
Also folgten sie den Thyren von denen bereits Kampfgeräusche zu hören waren.
Als sie durch eine Höhle in ein Tal kamen lagen bereits erschlagene Drachenjunge auf der Erde... Drachenjunge die zerrissen waren als wäre aus ihnen irgendetwas hervor gebrochen.

Untote Drachen wie er später erfuhr.
Und das Verlagor, der wie er dann von Zaryssha erfuhr, für den Tod der Drachen und die Geburt der Untoten verantwortlich war.
Eigentlich hätte man nun umkehren können dann jedoch erschien die Mutter der Drachenjungen.
Zaryssha.
Zaryssha die natürlich die Menschen und Thyren für den Tod ihrer Jungen verantwortlich machte.
Egal was man vor brachte, es wurde ignoriert und so kam es wie es kommen musste.
Der Kampf entbrannte, und war natürlich ziemlich Heiß ob der Feuer die der Drache ihnen entgegen spie.
Sicherlich hätten sie Verluste erlitten aber dann hörten sie ein Rauschen und Slain griff auf ihrer Seite in den Kampf ein.
Sie unterstützten den Kampf und am Ende floh Zaryssha, die auch den Argumenten Slains nicht glaubte, das ihr Gefährte Venlagor für den Tod ihrer Jungen verantwortlich wahr.

Als sich langsam alles beruhigte, erklärte Slain ihnen das auch Verlagor nicht wirklich lebte und Untot wäre und das der Kampf gegen ihn nicht ihr Kampf wäre.
Dann lud Slain die Thyren, die ihr Schiff verloren hatten ein, sie nach Gerimor zurück zu bringen, während die Gruppe um Leandra zu den Beibooten zurück gingen um aufs Schiff zu gelangen.
Keylon wäre lieber mit geflogen aber, mit gegangen mit gefangen.
So gelangen sie bald wieder an Bord des Schiffes um zurück nach Gerimor zu gelangen.
Dieses mal jedoch betete Keylon das es keinen Angriff geben würde und im guten Glauben hatte er dieses mal die Rüstung aus gezogen.

Ob er noch einmal einfach so gerüstet ein Schiff betreten würde, darüber würde er sich sicher noch einmal Gedanken machen müssen.


Zuletzt bearbeitet von Keylon von Salberg am 30 Mai 2022 15:40, insgesamt einmal bearbeitet
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