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Abschied heißt Neuanfang
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Lucien de Mareaux





 Beitrag Verfasst am: 24 Okt 2021 12:15    Titel: Abschied heißt Neuanfang
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„Komm her, Jeremiah, pack mal mit an. Wir müssen die Dinge hier einlagern, damit sie verschifft werden können. Beim Packen kannst du gut helfen“, forderte der Vater des Jungen auf und begann schon die Klamotten in Sparrenkisten zu verstauen, in die er allerhand Stroh stopfte, um es einigermaßen stoßfest zu machen. Hinein kam alles aus der Siedeküche, was benötigt wurde, um Seifen, Düfte, Salben und derlei Dinge herzustellen. Der halbe Hausrat war schon zusammengepackt und ordentlich zum Abtransport gestapelt. Bislang hatten sie noch niemandem etwas davon gesagt, dass sie Gerimor verließen – für immer.
Es hatte lange gebraucht, bis der Entschluss gefasst war. Viele Gespräche waren geführt worden zwischen den beiden Elternteilen. Was war mit dem Kloster und was mit den Schwestern? Was war mit den Freunden? Wollten sie allem den Rücken kehren, endgültig oder nur vorübergehend?

Die Kristallwesen hatten ihm aufgezeigt, wonach er sich sehnte. Ruhe und Frieden. Natürlich waren diese Kreaturen überall gewesen, hatten auch auf dem Festland und auch in seiner alten Heimat tiefe Wunden und Narben hinterlassen. Aber eines war auf Nharam nicht: Eine Kriegsfront. Er dachte in der Tat zuerst einmal an die Kinder. Wollte er, dass sie weiterhin in dieser Unruhe aufwuchsen? Stets die Bedrohung spürend, dass wieder einmal Schwingenstein eingenommen werden könnte oder mindestens einmal bedroht?
Und die ganzen Ränkeschiede, die hier stattfanden? Er hatte sie so satt. Es war so überflüssig, so Zeit und Nerven raubend. Es hatte eine ganze Weile gebraucht, bis er erkannte, dass das Theater zumeist nicht von einer Seite allein ausging, und auch, dass er dabei einige Zeit gut mitgemischt hatte.

„Dah! Aber Sir Eini kommt mit mir mit, ja?“ Die aufgeregte Stimme seiner Tochter riss ihn aus seinen Gedanken, während er packte. „Natürlich kommt Sir Eini mit dir mit“, hörte er seine Frau sagen, ebenso ihre Belustigung in der Stimme. Was das Mädchen an diesem Einhorn gefressen hatte, war kaum mehr zu überbieten. Aber wie konnte sie auch nicht. Es war ja auch Teil der Zeremonie gewesen, als ihr Vater zum Edlen wurde. Mit einem leisen Ausschnauben wandte er sich wieder der Packarbeit zu und ging dem Ältesten zur Hand, als er versuchte einen der Kessel zu verstauen, allein. „Bald bist du stärker als ich, wenn du so weiter machst, Miah. Verreiß dir nicht vor der Zeit den Rücken. Dazu hast du noch ein paar Jahre Zeit.“

Es war eine recht seltsame Mischung aus Aufregung und Wehmut, die die Familie durchlebte, während alles, was sie mitnehmen wollten, verstauten, packten und stapelten. Später sollten einige Helfer kommen vom Schiff, auf das die Sachen verfrachtet wurden. Das gleiche Schiff, dass sie auch mit nach Nharam nehmen würde. Das Einzige, was er noch draußen ließ, war seine Schreibmappe mit einigen Papierbögen, Umschlägen, Streusand, sowie Feder und Tinte. Ganz ohne einen Ton zu gehen war dann doch nicht sein Ding. Aber auf persönliche Abschiede konnte er gut verzichten. Majalin hielt es bei dem Abschied auf ihre Weise, und sie redeten sich einander auch nicht hinein, wie sie damit umgingen. Jeder auf seine Art, und das war gut so.
Es standen ein oder zwei Körbchen bereit, die Helfer brachten darüber hinaus eine recht große Truhe zu Andra, die andere zur Klosterwache und mehr an Sachen wurden von seiner Seite aus nicht verteilt. Außer Charmo. Der Kater musste ebenfalls bleiben. Er würde ein neues Heim bei Ellys und Mikael finden, so hoffte er. Man konnte es dem Tier nicht zumuten über mehrere Wochen auf See zu verbringen, fand er. Die Pferde ließen sie ebenfalls zurück, gut untergebracht und das Frettchen hatten sie freigelassen. Fez war eh mehr so ein Freigeist gewesen, nie wirklich angebunden am Haus untergebracht, er wurde nur gefüttert, wenn er kam. Also hatte er das Jagen nicht verlernt und würde zurechtkommen. Die Kuh hatten sie geschlachtet, die Hühner auch. Das Fleisch war gepökelt oder gedörrt worden und wurde als Proviant zum Teil mitgenommen, zum Teil hatten sie es an Bedürftige vergeben.

Auch das Hospital war eine Sache, die geregelt sein musste. Da er diese Aufgabe vom König übertragen bekommen hatte, gab er die Schlüssel auch am Palast zurück, erklärte sein Anliegen die Insel zu verlassen und in die Heimat zurück zu kehren, nach Nharam, dankte für das Vertrauen und überließ es dem Palast den Leiterposten neu zu vergeben. Es war nicht an ihm, das zu entscheiden, befand er. Er hätte ohnehin nicht gewusst, wen er hätte wählen sollen, ohne dass sich jemand übervorteilt gefühlt hätte. Und mit einem solchen Gedanken und Empfinden wollte er nicht abreisen. Frieden.

Meine Güte. Frieden. Du wirst alt, Kreidekopf. Aber sind wir einmal ehrlich. Du warst lang genug bissig für zehn, jetzt dürfen sich gerne andere daran versuchen. Du bist es leid dich zu zanken und den Kopf anzustrengen an Stellen, wo es dir persönlich an ehrlicher Wertschätzung fehlt, nicht wahr? Wozu die Mühe? Für mehr Titular? Für mehr Verantwortung? Für was? Staatsmüdigkeit – oder müde von den Menschen, die dieses Herzogtum tragen sollten und sich lieber in Starrsinn verbissen, anstatt offen dem entgegen zu gehen, was von ihnen erwartet wurde. Wie auch immer du es wendest, du hättest nur zu mäkeln, oder? Also auf zu neuen Ufern, schöneren Zeiten, Luft zum Atmen und zurück in die schöne raue Welt Weißhafens. Ob meine verdammte Mutter noch lebt? Oder meine Schwester? Falls ja, werde ich mich auch dort vorsehen müssen, aber das ist marginal im Gegensatz zu diesem fortwährenden Theater hier, das derart flüssig ist, dass es sogar dem Meerwasser Konkurrenz macht.

Als die Helfer vom Schiff endlich kamen mit einem großen Karren, half er die Kisten zu verladen. Manch eine musste man zu zweit tragen, aber sie kamen gut voran und alsbald rumpelte der Wagen mitsamt der Helfer fort in Richtung Bajarder Hafen. Warum Bajard? Nostalgische Gründe. Es war der Ort, an dem er angekommen war vor einer gefühlten Ewigkeit. Es war der Ort, wo er damals Gracia so ziemlich als erste kennenlernte, als sie ihm half an Klamotten zu kommen, die dieses verdammte Seeungeheuer gefressen hatte! „Götter, das ist so lange her, das ist schon nicht mehr wahr“, murmelte er vor sich hin. Es war aber auch vor allem der Ort, an dem er mit Majalin zusammengekommen war, wo wie sie sich mit Apfelwein besoffen hatten, wo er seine erste Bleibe hatte, wo der erste Kuss zwischen ihnen gegeben worden war, wo alles im Grunde anfing und wo es auch enden durfte. Im Herzen war er mehr in Bajard zuhause gewesen, als er es in Schwingenstein hätte sein können.
Womöglich lag es daran, dass Bajard ihm einfach intensiver in Erinnerung geblieben war aus mehreren Gründen. Nicht, dass er sich in Schwingenstein unwohl gefühlt hätte, aber es war anders gewesen und er vermutlich einfach eine Seele für eine Hafenstadt oder ein Hafennest. Die Größe spielte vermutlich weniger eine Rolle, sondern mehr die Lage und das damit verbundene Gefühl.

Jetzt, wo alles notwendige verpackt und unterwegs war, setzte er sich am verbliebenden Schreibpult hin und verfasste noch ein, zwei kleinere Briefe.


    Schwingenstein,
    Ashatar 264

      Der Götter Segen mit dir, Andra.

      Es ist Zeit Lebewohl zu sagen. Ich weiß, du hättest es dir persönlich gewünscht, aber das liegt mir gar nicht. Du wirst also mit dem Umstand leben müssen nur Tinte und Papier vorzufinden zu diesem Zweck. Ich habe dir eine Truhe überbringen lassen, teil den Inhalt mit Beak. Ihr habt ohnedies am meisten zur Befüllung betragen und sollt eure Mühe gerne mal auf einem Fleck sehen. Das ist schon enorm.

      Aber das Materielle ist vermutlich weniger das, was wichtig ist nun. Wir reisen ab, die ganze Familie, nach Nharam, in meine alte Heimat zurück. Wenn du die Insel mal besuchst, komm in Weißhafen vorbei. Irgendwo dort wirst du uns finden. Entweder in der kleinen Stadt selbst oder etwas außerhalb davon.
      Fühl dich jederzeit eingeladen – du wirst uns willkommen sein. Besonders Lea wird sich freuen, denke ich.

      Ansonsten lasse ich noch einen kleinen väterlichen Rat für dich da. Lass dich nicht auf die Ränke ein, die immer mal wieder gern gesponnen werden und folge einfach weiter deinem Herzen. Du bist richtig so, wie du bist. Wer anderes erzählt, neidet dir womöglich den Erfolg und möchte dir so die höchste Form der Anerkennung zukommen lassen.

      Lucien


***



    Schwingenstein,
    Ashatar 264

      Der Götter Segen, Sir Beak,

      in aller Form sei gesagt: Ich bin dann mal weg und nehme die Familie mit. Andra hat noch etwas für Euch, was ich bei ihr hinterlassen habe. Die Klosterwache hat ebenfalls eine Hinterlassenschaft erhalten, geht pfleglich damit um und nutzt es sinnvoll.

      Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Wenn Ihr irgendwann den Weg nach Nharam findet, da wird es ein Heim in Weißhafen oder Umgebung geben, das Euch willkommen heißen wird.

      Edler Lucien de Mareaux

      P.S.: Lass dir etwas wachsen! Du weißt schon was!


***


Der dritte Brief, kaum dass er verfasst war, fand den Weg in ein Körbchen in dem ein gut verschlossener Behälter mit der Aufschrift „Mocca“ und einem weiteren Päckchen mit der Aufschrift „Krustenbrot und Hartkäse“ trug.


    Schwingenstein,
    Ashatar 264

      Der Götter Segen, Hochwohlgeboren von Gipfelsturm,

      anbei ein kleines Abschiedsgeschenk. Die Familie legt noch heute ab und wird die Reise nach Nharam antreten – eine endgültige Angelegenheit. Der Anstandswauwau verlässt damit Gerimor und wirft Euch den Hunden zum Fraß vor. Eine Rückkehr wird es nicht geben, wir werden uns also auf diesem Wege nicht mehr wiedersehen. Womöglich verschlägt es irgendwann auf die schöne Insel und in die Nähe Weißhafens. Dann klopft gerne einmal an.

      Die vergangenen Jahre waren gespickt mit Hoch und Tiefs, aber ich denke, ich kann dem Ganzen nun zufrieden den Rücken kehren. Das kleine Präsent ist eine klägliche Wiedergutmachung dafür, dass ich mich nicht persönlich verabschiedet habe.

      Berichtet doch Sir Heinrik von meinem Abgang. Womöglich verleitet es ja dazu, ein Fässchen zu öffnen und drauf zu trinken. Ich werde mir einen guten Wein gönnen auf dem Weg übers Meer, in Gedenken an jede Art von Gezänk und Gewäsch, das wir uns geliefert und gegönnt haben. Da erblassten sogar die Waschweiber vom Markt vor Neid, wenn sie darum wüssten, was?

      Wie dem auch sei. Mein wohlmeinender und unerwünschter letzter Rat: Haltung bewahren in jeder Lebenslage, stets überdenken, ob es sich für den Adel schickt, und wie es wohl nach außen wirkt, was du tust.

      Ansonsten bleibt zu wünschen:
      Lass dir Mocca und Schnittchen gut schmecken.

      Edler Lucien de Mareaux


Schon jetzt gönnte er sich ein diebisches Grinsen, sollte sie den „Mocca“ und das „Brot“ kosten. Der erste würde den unverwechselbaren Geschmack von Muckefuck – also Gerstenkaffee – hinterlassen, der zweite die so heiß ersehnte, lang befürchtete seifige Note. Im Geiste malte er sich aus, wie das die letzten Reste der krümeligen Feste Schwertfluren zum Zerfallen brachte und sie in Staub legte.
Vielleicht verzieh sie ihm den Schabernack, vielleicht auch nicht. Vermutlich würde er es nie erfahren.

Ein weiterer Brief wurde aufgesetzt und per Bote später überbracht werden:


    Schwingenstein,
    Ashatar 264

      Der Götter Segen, Holzwurm,

      möglicherweise ist es für dich nicht ganz so überraschend, aber die Familie Mareaux wird sich von Gerimor verabschieden. Das heißt wohl auch für dich eine kleine Neuorientierung. Es war eine schöne Zeit und ich freue mich wirklich, dass wir dich kennenlernen durften und uns einander so lange begleiten konnten. Nimm auch die Grüße von Majalin entgegen. Wenn du je nach Nharam und dort nach Weißhafen finden solltest, wisse, du bist uns ein stets willkommener Gast.
      Wir werden dich sehr vermissen.

      Edler Lucien de Mareaux


Nachdem alles erledigt war, Majalin ihren Teil ebenso in die Wege geleitet hatte, wurden die Kinder eingepackt in reisefeste Kleidung und der Weg nach Bajard angetreten. Zeit auf das Schiff zu steigen, Zeit die alten Gefilde zu verlassen und zu den noch älteren zurückzukehren. Für ihn zumindest war es eine Rückkehr. Für alle anderen war es neu.
Wobei, neu war es für ihn auch. Er konnte sich getrost als rehabilitiert betrachten. Er kehrte als Edler zurück, erfüllte damit seinem alten Herrn vermutlich einen Traum oder Wunsch, und inzwischen zählte er zu denen, die sich als gut situiert bezeichnen durften. Es würde vieles auf sie zukommen, das sich interessant darstellen dürfte. Die Begegnung von Jamie und Virginie mit Majalin? Spannend!
Und sollte der Rest seiner verlotterten Sippe noch leben, galt es sie, um jeden Preis, möglichst zügig aus den Weg zu räumen – auf legale Weise, versteht sich. Frieden. Nichts wünscht er sich sehnlicher inzwischen.


Zuletzt bearbeitet von Lucien de Mareaux am 24 Okt 2021 13:20, insgesamt einmal bearbeitet
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Majalin Mareaux





 Beitrag Verfasst am: 24 Okt 2021 15:35    Titel:
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Das Kratzen der Schreibfeder erfüllte das fast leere Zimmer. Lucien verfasste gerade seine Abschiedsbriefe. Mit sonderbar schwerem Herzen trat Majalin hinter ihn und bettete ihre Hände auf seinen Schultern. "Ich weiß wir haben uns richtig entschieden, für die Zukunft unserer Kinder. Warum fühlt es sich dann so bedrückend an?" Das Kratzen der Feder verstummte und Lucien erfasste ihre Hand auf seiner Schulter. "Das wird vergehen, wenn uns erst der Wind der See um die Nase streift, Kieselchen." Majalin lachte auf. "Ja. Weil ich es hasse! Dann denke ich nur noch daran, wann der Boden nicht mehr schwankt!" Sie konnte hören wie ihr Mann bei dem Gedanken amüsiert schnaufte und dann ihre Hand sanft drückte. "Das wird schon." Kurz darauf erklang wieder das leise Geräusch der Feder. Majalin trat seitlich an das Fenster, selbst wenn der Blinden einzig der kaum merkliche kühle Luftzug durch die Ritzen dessen Dasein kündigte.

Im Hartung würde sich ihre Ankunft auf Gerimor jähren. Vor beinahe eineinhalb Jahrzehnten war sie als naives und unselbstständiges Mädchen in Bajard angekommen. Damals hatte sie gedacht sie würde keinen Nutzen im Leben erfüllen können, immer allen zur Last fallen müssen, wäre wertlos und unbedeutend für die Welt. Auf dieser Insel hatte sie im Laufe der Jahre gewonnen, was sie bis heute trug, stark und selbstbewusst gemacht hatte: Wurzeln und Flügel.
Ihre Wurzeln fand sie in der Schwesternschaft, eine Heimat, Sicherheit und eine Bestimmung. Im Laufe der Jahre hatte sie viele Schwestern gefunden und auch verloren, doch waren sie alle stets in ihrem Herzen mit ihr verbunden. Unsichtbare Bände knüpften die Schwestern aneinander, die nur das Vergessen oder der Tod durchtrennen konnten. Diese Bände würden durch ihre Abreise nicht durchtrennt werden.
Ihre Flügel hatte Lucien ihr geschenkt. In einer kühlen Nacht in Bajard, trunken von Apfelwein, hatte er ihr den Moment bewusst gemacht. Bis an ihr Lebensende würde sie diese ersten Monde mit ihm nicht vergessen, nicht die Jahre, in denen sie sich ebenso leidenschaftlich liebten wie stritten und wie sie allmählich zusammenwuchsen. Wie sie einander Bruchstücke ihrer Seelen schenkten, nicht nur sprichwörtlich, um schließlich doch ineinander Frieden und Vervollkommnung zu finden. Erdfeuer.

Majalin wandte sich vom Fenster ab. "Lucien, kannst du mir bitte bei etwas helfen?" So kam es, dass bei manchen Briefen, die an jenem Tag von Lucien verschickt wurden, ein Post Scriptum angefügt wurde:

    Post Scriptum (Andra)
    Andra, wir kannten uns nicht so gut wie du Lucien kanntest. Vor unserer Abreise möchte ich dir noch danken, dass du meinem Mann eine so gute und loyale Freundin warst. Und ich möchte dich bitten dir selbst treu zu bleiben. Auf Gerimor zeigen die wenigsten ihr wahres Gesicht, vergiss nicht, welches deines ist. Bitte kümmere dich gut um Anat, umarme sie von mir.

    Majalin


    Post Scriptum (Helisande)
    Helisande, bitte gönne mir diese abschließende Respektlosigkeit dich persönlich anzusprechen. Ich bedaure dich nie besser kennengelernt zu haben, da ich annehme, dass wir uns in manchen Belangen ähnlich gewesen wären. Diese Gelegenheit habe ich leider verpasst. Und so bleibt mir nur dir zum Abschied einige Wünsche dazulassen: Erinnere dich in schweren Zeiten an das, was dich ursprünglich antrieb den Weg zu nehmen, den du beschritten hast. Sei stark, sei schwach, sei dir selbst treu.
    Meine Segenswünsche gehen ebenso an Conrad. Es war mir eine Ehre ihn mit in diese Welt bringen zu dürfen und ich hoffe er bleibt ein gesundes, fröhliches und glückliches Kind und wird ein starker und mitfühlender Baron für Gipfelsturm.

    Majalin


    Post Scriptum (Nyome)
    Es gibt viele Erinnerungen meiner Zeit auf Gerimor, die ich mitnehme, Holzwurm. Eine der Erinnerungen, die mich bis heute wärmt, ist das Bild eines stummen Kindes und einer blinden Jugendlichen, die gemeinsam an Strand in Adoran saßen und sich verständigten, indem das Kind in die Hand der Blinden schrieb. Es ist viele Jahre her, doch blieb stets das stille Verstehen. Selbst wenn ich es nie aussprach, bin ich sicher, dass du schon lange wusstest, dass ich Teil der Schwesternschaft bin. Danke, dass du ebenso still verstanden hast, dass dies nie etwas war, was erörtert werden musste oder zwischen uns gestanden hätte.
    Bitte verzeih, dass wir uns nicht persönlich von dir verabschiedet haben. Ich werfe dir noch etwas ein, bitte nutze und betrachte es in Erinnerung. Und wenn es dir hier doch einmal zu viel wird, wirst du in Nharam bei Lucien und mir immer eine offene Tür vorfinden. Wie immer.
    In Liebe und Hoffnung auf ein baldiges Wiedertreffen,

    Majalin

Noch einige Zeilen mehr verfasste Lucien an jenem Tag in Majalins Auftrag, doch würden diese erst später gelesen werden.
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Andra Amaryll





 Beitrag Verfasst am: 24 Okt 2021 22:24    Titel:
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Es war ein langer Tag und Andra kam gerade von einem Rundgang und freute sich auf ein deftiges Abendessen als sie die Post entdeckte die in ihrem Briefkasten war.
Die Schrift und ihren Namen erkannte sie sofort „Lucien“ eine gewohnte Anspannung und Erwartung stieg auf. Wenn er ihr schrieb muss es dringend sein das wusste sie, der alte Mann würde sie sonst aufsuchen und nicht ihr schreiben.

So setzte sie sich mit etwas zu trinken an den Tisch und öffnete den Brief und las die Zeilen und ihre Augen zogen sich zusammen. Sie las sie ein zweites und auch noch ein drittes Mal.

Nein, das muss ein Scherz sein, ein Scherz den er sich erlaubte und auch wenn sie es hoffte, spürte sie das es keiner war. Lucien hatte sie schon lange nicht mehr wirklich getroffen und er war durch die Gefahr der Kristallwesen sehr um seine Familie besorgt und viel bei ihr, irgendwie konnte sie ihn versehen und doch brodelte es in ihr.
Daher dauerte es nicht lange das man die Tür bei Andras Haus aufgehen sehen konnte und geradewegs zum Haus der Mareauxs rüber stapfen sehen. Die direkten Nachbarn würden noch sehen wie der Rotschopf an der Tür pochte, vermutlich fester als sonst üblich und kurz drauf wie sie um das Haus ging und in jedes Fenster schaute, in der Hoffnung etwas zu sehen.

Sie atmete tief durch als sie nur ins dunkel sah und fluchte in den schönsten Gossenflüchte die ihr in eben jenem Moment in den Kopf kamen. Mit einem Tritt gegen die Haustür drehte sich Andra um und kurz in ihr eigenes Haus reingehen, nur um kurz darauf wieder heraus zu kommen und in Bajard sich den Hafen zu nähern. Sie dachte nicht, dass er da war aber sie hofft es und Bajard war der am nächsten gelegene Hafen. Sie wusste den alte Mann würde man nicht finden wenn er es nicht wollte, aber es war ein Versuch aber außer diesem Frosch der dort herumhüpfte und den üblichen Leuten die dort waren war keiner da. Sie wollte diesen hässlichen Frosch der dort herum hüpfte im hohen Bogen ins Wasser treten aber hielt sich zurück und sprach zu dem Tier.
„Und ob ich dich besuchen werde, du weist ich finde dich, egal wo du bist!“
Sie entkorkte die Flasche, setzte sich auf den Steg und nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche und entzündete sich einen Glimmstängel mit den Worten.

„Alter Mann, pass auf dich und deine Familie auf! Danke für alles“

Und so saß sie dann noch Stunden um Stunden dort und trank die Flasche in ruhe aus, ehe sie sich auf den Heimweg machte.


Zuletzt bearbeitet von Andra Amaryll am 24 Okt 2021 22:40, insgesamt 5-mal bearbeitet
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Majalin Mareaux





 Beitrag Verfasst am: 26 Okt 2021 15:17    Titel:
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Es war mitten in der Nacht, als Majalin die Türe hinter sich ins Schloss zog. Das Klicken echote durch das fast leere Haus, Erdfeuers Heim und Heilstube. Lucien war mit den Kindern bereits nach Bajard vorgereist, sie übernachteten im Gasthaus. Majalin hatte sich noch zwei Tage und Nächte allein von ihm und den Kindern im Haus ausgebeten, bevor sie abreisen würden. Sie war in Fragen des Abschieds anders geartet als ihr Mann. Er konnte am besten damit umgehen, indem er es schnell abriss wie ein Pflaster. Sie jedoch musste alle Erinnerungen nochmals anfassen, die Orte aufsuchen, die Tränen vergießen und die Vergangenheit langsam sacken lassen. Erst dann würde sie den Frieden in sich finden ihrem Leben hier auf Gerimor den Rücken zu kehren und zu neuen Ufern aufzubrechen.


Das Gespräch mit Ellys war schmerzlich und tränenreich gewesen. Als diejenige der Schwestern, die ihr am nächsten stand und die nach ihr die Hauptverantwortung übernehmen würde, war sie auch diejenige gewesen, die die schlechte Nachricht zuerst empfangen und dann überbringen musste. Noch zwei Schwestern standen ihr besonders nahe, Nephele und Anat. Majalin war sich nicht sicher wie die beiden ihre Abreise aufnehmen würden, doch wusste sie, dass sie es vielleicht nicht mehr über sich bringen konnte, sie zu verlassen, wenn sie persönlich mit den beiden sprach. Majalin hoffte, dass die beiden ihren stillen Abschied als ein Geschenk sehen konnten und nicht als Zeichen ihrer mangelnden Zuneigung.
Mit Ellys, Anat und Nephele verband Majalin ein langes Zusammensein in der Schwesternschaft. Sie hatte sie das meiste gelehrt, was sie selbst wusste. In Nephele hatte sie zudem eine Hebammenschülerin gefunden, sodass nach ihrer Abreise selbst dies in kundigen und verantwortungsvollen Händen liegen würde. Majalin hatte das seltene Glück zu wissen, dass ihr Erbe, ihre Lehren und Erinnerung noch viele Jahre und Jahrzehnte auf Gerimor weiterleben würden. Und das Band der Schwestern würde immer bestehen, Entfernung war relativ für Menschen, die in Lied und Schicksal verbunden waren.


Erschöpft von dem Abend setzte Majalin sich auf die Felle und Decken vor dem Kamin, die ihr für zwei Nächte eine provisorische Schlafstatt in dem leeren und beinahe schon totenstillen Haus boten. Es blieb dieses seltsame Gefühl der Taubheit in ihren Gliedern bei dem Gedanken ihre Wurzeln aus dem Boden zurückzuziehen, der sie überhaupt hatte wachsen lassen.
Besser man gewöhnt sich nicht an ein Bett... Geisterhaft zogen die Worte Aleas in ihrem Geist vorbei. Danach hatten sie beide gelebt, als sie sich vor eineinhalb Jahrzehnten auf Gerimor wiedergefunden hatten. Danach hatte sie noch gelebt, als Alea gestorben war. Sie verschwand im Nebel der Zeit wie so viele, die Majalin gekannt, geschätzt und geliebt hatte. Wie Bravan, wie Hanna, Cara, Vanya, Liska, Vefa, Lidwina, Tylendel, Kunna, Balir, Ingosch, der Camvaethol... Von den meisten wusste sie nicht, wo sie waren und ob sie noch lebten. Sie hoffte es, sie betete dafür, dass jene, die ihr Leben geprägt, gerettet und gelenkt hatten, irgendwo in Frieden fortlebten, im Kreis jener, die sie liebten. Früher oder später ging es jedem auf Gerimor so. Menschen verschwanden, ohne dass diejenigen, die sie im Leben berührt hatten, wussten was mit ihnen geschehen war. Nur wenige waren geblieben.
Leben auf Gerimor war sonderbar. Schnelllebig und rücksichtslos. Und zugleich leidenschaftlich und intensiv. Als lebe man ein ganzes Leben in wenigen Jahren. Sie selbst hatte so gelebt.

Müde sank Majalin seitlich auf die Felle und lauschte dem Knacken des Feuers. Für einen Augenblick drängte sich die Erinnerung an einen Urlaub in ihren Geist, Felle und Kaminfeuer, Tag der kleinen Geschenke, Käfer, später Grasringe. Flüchtig bedauerte sie, dass sie sich von dem Ort nicht verabschieden konnte, lag er bereits viele Jahre in einem Grab aus Meerwasser. Dennoch lag ein Lächeln auf ihren Lippen, als sie an diesem Abend einschlief.
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Majalin Mareaux





 Beitrag Verfasst am: 31 Okt 2021 21:08    Titel:
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Morgen um diese Zeit bist du auf dem Meer und Gerimor ist schon weit weg. Majalin zog die Brauen zusammen bei dem Gedanken. Sie war fast bereit. Nacheinander schob sie die kleinen Päckchen, jeweils mit einer anderen Schnürung versehen, in ihre Umhängetasche. Es gab noch einige abschließende Nachrichten, die sie überbringen, einige Orte, von denen sie sich verabschieden musste. Sie hüllte sich in warme Kleidung und trat hinaus. Leise knirschte der Frost unter ihren Füßen und ihr Atem stieg wie weißer Nebel auf. Passend! Mein erster und mein letzter Tag auf Gerimor, gehüllt in Kälte und Frost. Sie band Pfadfinder ab und führte ihn mit sich nach Norden. Auf dem Rücken des alten Wegbegleiters war eine Kiste geschnürt. "Ein letzter Weg auf diesen Pfaden, alter Freund", sprach sie zu dem ihr geduldig nachtrottenden Pferd, "Nharam wird dir gefallen. Dort musst du aber nicht mehr arbeiten." Pfadfinder schnaubte.

Unterwegs hielt sie an mehreren Wegpunkten an. An manchen Stellen verharrte sie nachdenklich und sinnierend, mancherorts berührte sie Stein, Baum oder Boden und hier und da wanderte eines der Päckchen aus ihrer Umhängetasche in eine Kiste oder einen Postkasten.
Auf der Sumpfinsel wurde die Kiste von Pfadfinder geladen und in das Gemeinschaftshaus gezogen. Xunire wird den anderen Schwestern später tränenreich berichten, dass Majalin etwas für die Schwestern hinterlassen habe. Neben der Kiste werden die kundigeren Schwestern wahrnehmen, dass ein Echo von Majalins Melodie gleichsam rankenden Wurzelsträngen mit dem Fundament des Gemeinschaftshauses verwoben wurde. Zum Abschied schenkte sie ihnen einen Nachklang ihrer selbst, verbunden mit der Erde der Insel, verwurzelt in deren Schutz und eine vage wahrnehmbare Präsenz Majalins an dem Ort, der ihr am meisten bedeutet hatte.


Des Abends stand Majalin in dem mittlerweile vollkommen leeren Haus, das ihr viele Jahre Heim und Zuflucht gewesen war. Alles war getan, alle Orte besucht, alle Abschiede vollzogen. Es war an der Zeit. Eine Weile rührte sie sich dennoch nicht und verharrte erstarrt und festgewachsen mit Tränen in den Augen.

Leb wohl, altes Leben! Lebt wohl, alte Weggefährten und Geister der Vergangenheit!
Ich löse mich von dir, nährende und ausdorrende Erde Gerimors, ich überlasse
dich anderen, die ein ganzes Leben in wenigen Jahresläufen führen. So wie Lucien
es tat, so wie ich es tat. Unsere Geschichte ist nun erzählt.



Im weißen Herbstnebel des nächsten Tages legte ein Schiff in Bajard ab. Sein Ziel war Weißhafen im Herzogtum Nharam. An Deck stand die ganze Familie Mareaux eng zusammen.


Wo eine Geschichte endet, beginnt eine neue.

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Amelie von Salberg





 Beitrag Verfasst am: 01 Nov 2021 06:14    Titel:
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Der Briefkasten wurde geöffnet und ein Päckchen befand sich darin. Neugierig wie Amelie war, wurde es sogleich herausgezogen und reingespinst.
Überrascht blickte sie auf den Inhalt. Zuerst nicht ahnend von wem es reingesteckt wurde, fand sie einen Brief, den sie sofort zu lesen begann.
Ein festes Nicken folgte, als sie die ersten Zeilen mit einem wehmütigen Lächeln überflog.
Ihnen in Gedanken alles, alles Gute wünschend, faltete sie den Brief wieder und verfrachtete ihn zurück ins Kuvert.
Sacht wurde über alle Gegenstände gestrichen, dabei in Erinnerung schwelgend.
Traurig darüber, dass sie ihr Versprechen nun nicht mehr einlösen konnte, dass sie nun so weit weg waren und froh, dass Majalin ihr Stück gemeinsamen Lebensweg genauso wenig vergessen hatte wie sie selbst auch.


Zuletzt bearbeitet von Amelie von Salberg am 01 Nov 2021 13:14, insgesamt einmal bearbeitet
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 01 Nov 2021 11:33    Titel:
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Das Pergament mit beiden Briefen lag auf dem kleinen Tisch in ihrer Küche. Daneben standen die Gaben des ewigen, nervigen und zu Streichen aufgelegten Gänseblümchens. Als sie den Geschmack von Muckefuk und Seife halbwegs verkraftet hatte, brach sie erstmal in schallendes Gelächter aus. Sie lachte bis ihr die Tränen die Wangen hinabliefen.
Danach lies sie den Abschiedsbrief ein paar Tage liegen. Manche Worte wollen gut überlegt sein, manche bleiben besser ungesagt und ungeschrieben. Andere müssen ihr Ziel erreichen. Also Griff sie zu Feder und Tinte. Gesiegelt wurde mit einem Efeublatt und dem üblichen schwarzen Siegelwachs.


    Bechgard
    01. Rabenmond 264


    Lieber Lucien,

    die Götter allein wissen, wann dieser Brief dich erreicht und auch die Beigaben, die ich mitschicke. Damit du in alter Krämernatur abhaken kannst:
    - Ein Mithrilschwert
    - Ein Umschlagtuch aus Wolle
    - Ein Abakus
    - Ein Drachenstofftier

    Das Schwert ist für deine Tochter. Ich werde keine Tochter haben, der ich es übergeben kann, sie wird es nutzen. Vertraue mir. Das Umschlagtuch aus Wolle ist für Majalin, es ist eine Umarmung von mir und sie wird wissen warum. Der Abakus ist für deinen geschäftstüchtigen Sohn, der nun hoffentlich andere unschuldige Adlige um ihr Gold bringt. Das Stofftier ist für den Kleinen. Drachen sind nicht immer böse.

    Ach und... ich wette es wird keine drei Wochen dauern bis du in Nharam in Schwierigkeiten gerätst oder irgendwo nachhaltig aneckst. Halt einfach mal zum richtigen Zeitpunkt das vorlaute Maul.

    Ich werde euch besuchen. Wenn ich heimkehre. Bis dahin kann ein ganzes Leben vergehen oer ein halbes. Noch bin ich nicht alt.

    Danke für den Kaffee. Höchst deliziös.
    Danke. Du weißt schon.


    In seifiger Verbundenheit

    Helisande


    Liebe Majalin,

    manchmal springt das Vertrauen zu einem völlig Fremden uns an und wir wissen nicht warum. Ich habe mich dir anvertraut in meiner schönsten und schmerzhaftesten Stunde. Danke für Conrads Geburt.

    Ich weiß, dass du alles siehst, was du sehen willst. Ich bleibe der Fluss, der ich immer war. Nun fließe ich breiter und weniger schnell, weniger drangvoll und dennoch stetig zu meinem Ziel hin. Nichts hält mich auf Dauer auf.
    Ich war mir nie sicher, ob du fest bist wie die ewige Mutter oder eher der Windhauch, der die Flamme belebt. Aber du bist.
    Und du weißt.
    Ich werde da sein.

    Mutters Segen möge auf dir und deiner Familie liegen.


    Helisande

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Nyome von Thronwall





 Beitrag Verfasst am: 01 Nov 2021 15:49    Titel:
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Einige Tage nachdem die Familie in Weißhafen das neue Quartier bezogen hat, wird ein erstes Päckchen in Form eines Körbchens an die Haustüre geliefert. Es handelt sich um ein Laib Brot und einen kleinen Beutel Salz.


In den folgenden sieben Tagen, erscheint der Lehrling des Bäckers jeden Morgen und bringt Gebäck, vorwiegend allerdings gesüßte Speisen.

Sollte der Hausherr in den kommenden Tagen versuchen die Lieferanten auf seine eigene charmante Weise dazu zu bewegen Informationen Preis zu geben, wir man ihm höchstens sagen können, dass die Aufträge per Bote kamen und fürstlich vorab bezahlt wurde.

Am ersten Tag erreicht sie ein eingewickeltes Ingwerbrot, herrliche Crème Brûlée und eine Tüte Haselnuss-Karamellkesen.

Am zweiten Tag bleibt das Essen aus, dafür überreicht ein Bote einen Korb voller Blumen.

Am dritten Tag steht ein Körbchen mit Himbeerschnitten vor der Tür, sowie einem Laib Anisbrot und noch warmen Baiserbällchen mit Kokusnussraspeln.

Am vierten Tag wird erneut pausiert, wohl um das Gemüt des Hausherrn nicht gänzlich auszureizen.

Passend zur Jahreszeit, finden sich Lebkuchen, Ingwerkekse, Eidottermakronen und wie zum Hohn ein Glas Bärlauchtopfenaufstrich in der fünften Lieferung.

Der sechste Tag wird begleitet von einem unverhofften Besuch des örtlichen Schneiders, welcher drei Stoffbären abgibt, ein jeder in einem auffälligem Blau, einer mit einer Augenklappe, einer mit einem kleinen Holzschwert und einer ohne jeglichen Schnickschnack.

Als man am siebten Tag schon aufatmen will, nähert sich ein kleiner Transportkarren als es bereits dämmert. Beladen mit einem Baumkuchen, der Anmuten lies ganz Weißhafen sollte sich davon bedienen.
Zudem wird auch ein kleiner Umschlag überreicht, der Inhalt eine Karte und auf ihr eine unverkennbare Handschrift:



Ihr werdet mir fehlen, gebt auf euch acht."

Nyome
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