Vertrauen ist heilig - Verrat dagegen himmlisch

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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

Es war gen Nachmittag, als der Gläubige versucht hat mit der Dame Ahmalie eintritt in das Schloß zu suchen. Es war wieder einmal lange her, dass er Varuna aufgrund des Glaubens verlassen hatte, doch diesmal schien bei seiner Rückkehr alles anders.
Keiner schien über die Vorkenntnisse im Schloß bescheid zu wissen, lediglich die Gardsiten ließen ihn nicht einmal passieren...

Es war gegen Abend als er ruhig in dem Haus von Ratsmitglied Antarian de Dynal eintraf.
dabei waren Falk Hinrah, Darna von Elbenau (die etwas später dazustieß) der Hauptmann der Varuneser Garde und auch noch ein Mitglied der AdL, welchen er zunächst nicht kannte...

Die Unterredung des Grafen mit einem "seiner" Ritter schien ihn nicht sonderlich zu kümmern...vielleicht war das ein gewisser Anschein...nun gut, seit er von der letzten Expedition zurueckgekehrt war, hatten beide nicht miteinander gesprochen, auch war Quarius hauptsächlich im Kloster Temoras anzutreffen, als im Schloß oder auch in seiner Residenz....

Die Diskussion schien ihren Höhepunkt zu finden...doch eines war sicher, nach dem allem was der junge Paladin gehört und gesehen hatte, war es seine Pflicht das Kloster zu benachrichtigen, vielleicht würde die Ehrwuerdige Mutter einmal wieder wissen was zu tun sein sollte....

Temora steh uns bei...war der letzte Gedanke bevor er in seinen Schlaf fiel...
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Adrian Hohenfels

Beitrag von Adrian Hohenfels »

Am nächsten Morgen stand Jago mit einer zuverlässigen Bediensteten vor der Tür zu Felicitas' Zimmer und trat dann unvermittelt ein. Einen kurzen Moment brachte ihn der Anblick der sich aufrecht haltenden Baronin aus der Fassung und er starrte sie an, dann jedoch rief er sich zur Vernunft und schickte sie mit dem Mädchen hinunter in die Küche. Er brauchte das Zimmer ein paar Minuten für sich allein.
Mit einem Seufzen ließ er sich auf der Bettkante des zerwühlten Bettes nieder und fuhr sich durch die Haare. Vielleicht sollte er tatsächlich einen Arkorithersproß in den Schoß der schönen Adeligen pflanzen.....

Doch dazu war jetzt keine Zeit. Konzentriere dich Jago, konzentriere dich. Du kennst das Leben bei Hofe, auch wenn es über 100 Jahre her ist und das Varuna von damals noch ein anderes war. Schließlich war dein Vater ein hohes Tier in der Garde und du der Vorzeigesproß, der einmal in Papas Fußstapfen treten sollte. Garde, die Garde......
Er erhob sich vom Bett und ging hinüber zum Schreibtisch, riß die Schubladen auf und durchwühlte deren Inhalt. Er studierte Nachrichten und Briefe und fand er auch nicht alles Gesuchte, so wurde das Bild vor seinem Auge doch ein wenig deutlicher.
Darna von Elbenau - hatte er ihren Namen schon einmal gehört? Doch, Lanaya mußte sie erwähnt haben. Er würde noch einmal nachhaken.
Die Ritterschaft im Allgemeinen - wen hatte er da, diesen Quarius de Lore, der um eine Audienz gebeten hatte und sicherlich noch ein paar andere. Vorerst das kleinste Problem.
Der Rat - diese überaus lästige Erfindung des Hohenfelseners. Aber auch eine wunderbare Waffe.
Und nicht zuletzt - der Konvent des Phönix und der von ihm so verhaßte wie bewunderte Gryffenhorster.
Langsam fügten sich im Kopf des Erzmagiers die nächsten Pläne zusammen.

Bald darauf wurden ohne großes Aufheben zu veranstalten einige der durch die Straßen Varunas patroullierenden Gardisten ausgetauscht. Der dunkle Arm des Schlosses verlängerte sich, reichte bis nach Varuna hinein, das Gehör der Spinne im Netz wurde feiner und feiner.
Schon bald würde sich ein bekanntes Gesicht unter das Volk mischen und die nächste Kundgebung würde ihm hoffentlich diese lästigen Magier vom Hals halten.

[ http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=13328 ]
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Quarius Lore
Beiträge: 73
Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

Die Wiederkehr ins Kloster....


Es war später Nachmittag, als die aktuellste Kundgebung des Reiches an die Anschlagebretter und Plätze verkündet wurden, nun stand endgültig für Quarius fes,t dass etwas nicht Stimmte...
Aber mit jener Feststellung stand er nicht alleine da...kurz bevor er ging, sollte er die letzten Vorbereitungen für das Treffen beenden, wobei Rat Dynal ihm zur Seite stand...

Viel arbeit hatten sie zu erledigen, so sollte auch ein Gesandter des Elfenvolkes bei ihm einbefinden, ihnen solle man ganz genau zuhören, so war sein wunsch an Antarian...falls es wirklich nun Arkorither sind die ihr Spiel hier trieben, was natürlich nur reine Vermutung war, so wussten sie alles, was man darüber wissen sollte.

Vermutung jedoch, hin oder her, irgendetwas stimmte nicht in diesem Königreich, das war der Grund für sein Aufbruch um die Heiligkeit endlich einmal wieder zu sehen und um ihren Beistand zu ersuchen...

Ein eingerollter Brief sollte jedoch auf dem großen Marmortisch seines Anwesens bereit liegen, wenn alle dort ankommen wuerden...


Im Namen Temoras entsende ich euch,liebe anwesende meine dienlichsten Grüße....

Leider ist es mir verwehrt worden heute Abend zugegen zu sein, so will ich Euch alle mit diesem Schrieb entschuldigen....

Wie ihr sicherlich schon wißt, scheint in dem Königreich etwas vor sich zu gehen, jedoch steht mir nicht zu ueber weiteres Wort zu verlieren...

Ich schreibe Euch allen hiermit um zu verkünden, dass ich ins Kloster aufgebrochen bin um ein Ersuch bei der Ehrwuerdigen Mutter, unserer Heiligkeit, Alyssa Arnis, antworten auf einige Fragen zu suchen...Temora allein weiss wie offen alle Fragen im Moment stehen...

Möge das Gespräch Klärung auf den Verbleib Rafael Arganta´s und der Baronin von Stolzenfels bringen....sowie auch ueber andere Dinge

So ihr alle den Schrieb gelesen habt, möget ihr jenen in dem Feuer meines Kamins verbrennen...

Hochachtungsvoll
Quarius de Lore
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

(Post: Gardeforum, 16:08)

Eine Frage der Loyalität

Grübelnd ging sie durch das Kastell. Dieser Rang, den Adrian von Hohenfels ihr vor wenigsten Tagen erst gegeben hatte, kam ihr immer unwirklicher vor. Erst hatte sie Hauptmann Amarth übergeordnet und weisungsbefugt darin unterweisen sollen, wie man sich seines Ranges angemessen in der Politik der Grafschaft bewegte. Nun existierte diese Anweisung mit den "Inquisitoren", auf die sie keinen müden Pfifferling gab.
Ihrer Meinung nach war das Schloß von feindlichen Mächten übernommen worden - doch wen konnte sie bei dieser Meinung auf ihrer Seite wissen?

Hudgarr stand unverbrüchlich zu ihr wie eh und je, Kadett Toberen schien dem Hauptmann zu folgen, soweit der erste Eindruck.
Und andere?
Vorsichtiges sondieren war angeraten. Vorsichtig und doch musste es zügig gehen. Womöglich standen die Leben ihrer engsten Freunde und höchster Vorgesetzter auf dem Spiel.

Eine Frage der Loyalität, wem war zu folgen?
Dem Hauptmann und der Frau "Oberst" von Elbenau?
Der Anweisung des Grafen und den Leuten in den schwarzen Umhängen?
Yoshua

Beitrag von Yoshua »

Nachdem die beiden Gestalten eine halbe "Ewigkeit" das Tor beobachtet und allerhand miterlebt hatten, übergaben sie dem Wirt des Gasthauses einen "Zettel" der kaum als jenes bezeichnet werden kann zur Übergabe an Darna.

Sellisa und Ich haben das Tor beobachtet.
Haben einen lauten Schrei gehört von einem Fenster. Wie wegen Schmerzen.
Das Glas ist gesprungen deswegen und eine Gestalt haben wir gesehen.
Sind wieder beobachten
Sarog Pilyan

Beitrag von Sarog Pilyan »

Im gräflichen Schloss schlief man wirklich gut. Trotz der vielen Varuneser um ihn herum, spürte er sich unglaublich sicher und mächtig. Nur galt es immernoch aufzupassen. Die schwarzen Umhänge waren schon ein großer Schritt, um Misstrauen zu erwecken, aber dass sie als eine Elite zählten, die selbst über die Ritter bestimmte? Konnte man das so leicht glauben?

Sicherlich würden die meisten den Grafen inzwischen als verändert ansehen und das war noch ein bescheidener Ausdruck dafür. Sarog hatte es sich vorher doch wesentlich einfach vorgestellt. Gerade mit der Baronin hatte er nicht gerechnet. Anfangs war sie ihm nichtmal so abstoßend vorgekommen, aber unter diesem hübschen Gesicht, steckte eine kleine, zickige Nervensäge, bei der er sicherlich schon mehr als einmal die Zunge abschnitten hätte. Er musste es dennoch lassen, da ja schließlich der Herr "Graf" etwas mit ihr vorhatte - vielleicht auch etwas, was unter die Gürtellinie ging? Er wusste es nicht. Mehr wollte er sich dann auch nicht ausmalen. Er war froh, endlich zwei Opfer gefunden zu haben, an der er alle Aggression auf diese verfluchten Temoradiener ablassen konnten. Sie waren ein Ventil, das man einfach aufmachen konnte - Druck abzulassen.
Cyrion Sha´Ar

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

Cyrion stand wieder häufiger in letzter Zeit auf dem Ausguck seines Turmes und hielt Ausschau. Der Herbst hatte Einzug gehalten, färbte das Blätterkleid der Bäume in bunte Farben und hiess Zugvögeln, in Schwärmen ihre lange Reise in wärme Gefilde anzutreten. Tagsüber mochte es noch sehr warm werden, doch Abends wurde es schon reichlich frisch und am Morgen bedeckte schwerer Tau die Gräser und Sträucher. Hier oben liess sich das Treiben ringsum gut beobachten...
Mit ruhevollem Gemüt beobachtete er die nachbarlichen Bauern, die ihre Ernte einfuhren, die Zugvögel und auch die Rehe, die ungestört und ahnungslos nach Eicheln und Kastanien suchten, nicht wissend, das ein möglicher Jäger sie aus luftigen Höhen betrachtete und jederzeit mit dem Bogen jagt nach ihnen machen konnte. Aber Cyrion war nicht nach der Jagd. Er mochte die Ruhe, die er hier vorfand, zog diese der städtischen Hektik bei weitem vor. Und doch wartete er mit der Geduld einer Katze vor dem Mauseloch auf jemanden, dessen Leben bis vor kurzem von Hektik bestimmt gewesen war. Rafael hatte versprochen, ihn zu besuchen. Doch er kam nicht. Wenig konnte Cyrion tun, um seinem Freund zu helfen. Ausser ihm anzubieten, unter seinem Dach Unterschlupf zu finden und vielleicht beim Nachbarn um eine Anstellung für Rafael zu suchen. Eine Anstellung... als Knecht. Cyrion schnaubte und die Entspanntheit wich einer übellaunigen Verspannung. Gänsehaut überzog seine baren Arme. Ein Ritter... degradiert zum Knecht... >Was für ein Narr sein Vater doch ist. So auf seinen Stolz verbohrt...< Aber Vater und Sohn waren sich ähnlich. Rafael war so unnachgiebig in seiner Meinung wie der Vater. Doch hatte sich schon gezeigt, das Rafael der Unbeugsamere war. Und dennoch...
Cyrion schüttelte den Kopf und blickte auf, als Raben ihren Alarm anschlugen. Vielleicht war dies Rafael? Doch nein. Aus den Bäumen trat ein Pilzesammler, der überrascht von dem Lärm gen Himmel blickte. Ein kurzer Blickaustausch, ein kurzes Nicken, dann ging er weiter. Wieder wanderte der Blick in die Ferne. Wo blieb er nur? Es sah Rafael nicht ähnlich, jemanden Tage warten zu lassen. Zumal er jetzt soviel Zeit hatte.
Einzelne lange Strähnen tanzten im Wind und Cyrion ums Gesicht, bis er es hinter die Ohren strich. Erneut wurde es aufgewirbelt, als ein alter Bekannter auf seiner Schulter landete und schwer auf dieser ruhte.
'Kroak!' Munin war heute abend gesprächig. Manchmal fragte sich Cyrion, wovon er eigentlich immer erzählte. Manches konnte er übersetzen... Betteln, Drohen, Beschwerden... doch wenn er plapperte, wie jetzt...
Tief einatmend wendete sich Cyrion gedanklich wieder dem Grafen de Arganta zu. Ein Narr, wie er befand. Die Sicherheit anderer gefährdend und nur auf seinen verdammten Stolz achtgebend...
Rafael hatte so vieles zu tun – sicher manches konnte gewiss auch von anderen übernommen werden. Doch gab es gewiss einen Grund, das Rafael zu wichtigen Gesprächen bezüglich der Sicherheit einem Ritter Cathal vorgezogen wurde.
Cyrion hatte entrüstet Adrian aufgesucht und ihn gefragt, was es damit auf sich habe. Ob er denn nicht auf den alten Herren einwirken könnte... Oder ob gar der König nicht etwas unternehmen konnte, wenn dieser der Einzige war, der hochrangig genug war, etwas zu unternehmen. Aber alles vergebens. >In familiäre Zwistigkeiten mischt sich der Adel nicht ein.< Warum konnte dann der Graf de Arganta Adrian zwingen, sich über dieses ungeschriebene Gesetz zu erheben und Rafael den Rang als Ritter zu nehmen? Warum konnte überhaupt jemand wie Rafes Vater ihm den Ritterrang nehmen? Dies war etwas, was einzig den wirklich Hochrangigen Adligen Zustand, seines Wissens nach. Herzogen... dem König... derjenige, der ihnen den Ritterrang gegeben hatte. Sicher, Ritter hatten Tugenden einzuhalten, aber in erster Linie waren sie die 'Reiter' des Königs. Hochrangige Krieger. Er seufzte schwer. Eine Frage, die er sich schon häufig seit dem Lesen des öffentliches Bescheides gestellt hatte. Adrian hatte sie nicht beantworten wollen oder können. Und das alles nur, weil Rafael sich erneut verliebt hatte. Cyrion konnte ihn verstehen. Rafael war vom Tod seiner Frau überzeugt gewesen. Hatte nach Wochen der Trauer jemanden gefunden, der ihm Trost zu spenden vermochte. Rafael war halt anders gestrickt als Cyrion – suchte Gesellschaft, wo er – Cyrion – die Einsamkeit suchte. Felicitas – die Frau, um die sich alles drehte – hatte sich bedeckt gehalten, hatte Adrian und ihn reden lassen und sich zumeisst aus dem Gespräch heraus gehalten. Selbst als Rafael, der später dazu gestossen war, deutlich gemacht hatte, das sie besagte Dame war, hatte sie sich bedeckt gehalten. Eine feine Frau, jene Felicitas, die sich wie ein Katze vorsichtig auf dem dünnen Steg entlang bewegte. Aber sie war auch sehr darauf bedacht, einen Skandal zu vermeiden. Keine leichte Aufgabe dank Rafaels Vater. Das sich sein Vater erneut in sein Eheleben einmischte... Cyrion hatte angenommen, das der Vater vom ersten mal gelernt hatte, das er seinen Sohn zu gar nichts zwingen konnte. Aber weit gefehlt.
Wieder schweifte der Blick über die Lichtungen. Wo blieb er bloss? Dies sah ihm nicht ähnlich. Ob ihm etwas passiert war? Er war zwar ein guter Kämpfer, aber dennoch konnte dieser öffentliche Bescheid der Anlass für finstere Gestalten sein, ihn zu überfallen. Seien es Häscher aus Rahal oder junge Narren, die sich an dem ehemaligen Ritter probieren wollten. Es gab immer einen Moment, wo man nicht schnell genug war, sich zu verteidigen... Cyrion hatte es am eigenen Leibe erfahren und wäre beinahe daran gestorben – wäre da nicht Rafael gewesen. Rafael hatte ihm das Leben gerettet. Dieser Gedankengang versetzte die hohe Gestalt in Bewegung. Geschmeidig kletterte sie die Leiter hinab zu seinem Schlafzimmer. Ein rascher Griff in seinen Schrank und in die Komode und schon war er vorzeigbar, ob für Edelleute oder gar dem Truchsess selbst. Seine Stiefelabsätze halten auf den Steintreppen und über den Boden, während er aus einer Truhe Geschirr und Sattel holte. Munin, sein Rabe, stieg von seiner Schulter auf hoch in die Luft. Er mochte reiten nicht sonderlich. Aber er würde, wie immer, ihm aus luftigen Höhen folgen. In Kürze war das Pferd gesattelt. Er würde nicht länger warten, sondern wieder einmal nach Rafael suchen. Er sollte wirklich Rafaels Leibwächter werden, so häufig wie er nach dem jungen Mann suchen musste. Doch der Gedanke hatte nichts amüsantes an sich. Sein Gefühl sagte ihm, das irgendetwas nicht stimmte. War Rafael wieder in irgendwelchen Schwierigkeiten?
Während die Hufe des Pferdes über den weichen Waldboden trommelten, überlegte er sich seine nächsten Schritte. Bei wem konnte er sich erkundigen? Felicitas, Adrian, Angelina – diejenigen, die am ehesten wussten, wo er war. Dann noch Darna und Cathal. All die anderen Untergebenen von Rafael waren ihm weniger bekannt. Also Felicitas als erstes. Würde Rafe zu ihr hin gehen? Er wusste es nicht. Vermutlich nicht direkt zu ihr – zu auffällig und Rufschädigend. Aber es würde ihn gewiss zu ihr hinziehen. Würde er sie heimlich treffen? Möglich. Würde sie wissen, wo er war? Gut möglich. Er würde es in Erfahrung bringen. Geschmeidig bewegte sich sein Körper im Sattel, als Pferd über einen Baumstamm setzte. Rasch fegte das Pferd über den Waldboden hinweg, bis es aus dem Wald herausbrach. Die freie Flur vor Varuna. Im gestrecktem Galopp ritt er weiter. Er würde bald mehr wissen.
Adrian von Hohenfels

Beitrag von Adrian von Hohenfels »

Gedanken .. der Kronrat, die Oberbefehlshaber, sie alle mussten erst einmal zusammengerufen werden. Es würde dauern.. Wie lang? Ein Tag, zwei Tage? Sie alle hatten ihre Verpflichtungen, aber die hatte er auch. Entscheidungen mussten getroffen werden und dies schnell... Hin-und hergerissen, ja so fühlte er sich, jetzt wie nie. Eileen gab ihm Halt, wusste wie sehr er diesen grad jetzt brauchte. Pflicht, Ador zu beschützen.. Pflicht? Nein weit mehr als dies. Ador und Isidor waren seine Neffen. Pflicht mochte es für andere sein. Liebe zur Familie war es weit eher. Das letzte Stück Familie, war ihm verblieben in diesen beiden jungen Prinzen. So offen erwiderten sie diese, sich an ihm so haltend wie er sich an ihnen. Nein dies war weit über die Pflicht hinausgehend, die er vor anderen so gern behauptete hierin eingegangen zu sein. Eileen mochte es manchesmal geahnt haben, jetzt dar sie ihn in Gemeinsamkeit mit den Prinzen sah, wurde hieraus Gewissheit.

Pflicht war ein Wort, das immerhin manchmal unangenehmen Geschmack hatte. Zu deutlich war dies Adrian geworden, als er Rafael den Befehl gab. Diesen einen, von dem beide wussten, er nie einhalten würde. Gegen den er sich wie erwartet auflehnte und damit nötig machte, seinen Freund abzustrafen, als Graf und Truchsess, wo der Freund in ihm aufschrie, wie falsch dies war! Sie beide, Rafael wie er, hatten stetig gehofft, eine Lösung würde sich noch darbieten, würden sie nur Geduld aufbringen, dem auferlegten Weg folgend. Ihrer gegenseitigen Freundschaft stets bewusst bleibend...Doch nun? Was würde sein, was konnte er jetzt noch für Rafael tun? Gab es denn überhaupt etwas? Nun hier in der eintretenden Nacht, die ersten nötigen Befehle in alle Richtungen entsandt, hatte er endlich Zeit zu denken. Endlich? Er wünschte er könnte es abschalten! Ständig dieses eine Bild, Rafael getroffen von den Einschlägen der Magie... Lebte er noch, würde er überleben? Adrian hatte selbst gesehen, wie ein um der andere Gardist zuvor sein Leben ausgehaucht hatte. Blieb hier noch Hoffnung? Er musste hieran glauben, aber konnte er es auch?

Deutlich zu sehen und zu spüren, war seine Sorge für Eileen. Sie teilte sie ebenso, war Rafael ihr auch ein Freund geworden. Selbst wenn sie sich nicht so lang kannten wie Rafael und Adrian sich kannten, so wusste sie doch um seinen Wert. Stetig wieder dieses Bild. Und er war so fern, so viel war noch zu regeln, obgleich er doch am liebsten sogleich auf das erste erreichbare Schiff gesprungen wäre, eiligst zurückzukehren. Einmal die rettende Hand zu sein, die Rafael so viele male für ihn war. Fahrig fuhr er sich durchs Haar, wissend doch nicht schlafen zu können. Nicht bei diesen Erinnerungen um Rafaels Zusammenbrechen. Haltlos lief er auf und ab, die Bemerkungen Eileens, dass dies auch keine Lösungen bringen würde, geflissentlich überhörend. Er wusste dies genausogut selbst. Dennoch er fühlte sich wie eine eingesperrte Raubkatze, soviel zu tun, soviel zu planen. So eilig der Fortschritt nötig in allem und doch gebunden an das Warten! Unnötiges Warten, schrie es in ihm. Man braucht dich dort! Gäbe es doch nur einen Weg! Der Weg allein war jedoch eine Reise von langen Tagen, nicht zuletzt auch die Vorbereitungen, die Tage brauchen würden. Es war zum Haare raufen und er ertappte sich, dies auch ein ums andere mal nicht vermeiden zu können. Stets die beruhigende Hand Eileens, die ihn zurückrief. Denken ans jetzt und hier. Sie war an seiner Seite, nicht auszudenken, wäre sie auch zurückgeblieben. Niemand hätte vermocht ihm überhaupt eine ruhende Hand zu reichen.

Sie beide wussten was nötig war, wer wichtig war, nun in Gefahr geriet und an ihnen beiden nagte die selbe Sorge....Was geschah dort? Was geschah mit den Freunden? Nicht allein Rafael, um so viele mehr ging es. Vertraute, Verbündete, Bürger, was würde ihnen geschehen? Würden sie erkennen oder haltlos in eine Falle laufen. Wer mochte noch dort sein, bei ihrer Rückkehr? Was geschah dort in der Ferne, wo sie nun hätten sein sollen, sein mussten? Es gab keinen Weg der schnellen Rückkehr, der doch von Nöten war! Hinter der Sorge um Rafael tauchten weitere Namen auf... Darna, Felicitas, Hudgarr, Viola, Rafaels Vater Graf Arthur de Arganta, Mitglied des Kronrates und somit umso mehr in Gefahr, würde er doch sicher auch Erklärungen einfordern über nun mögliche Geschehnisse in der Grafschaft. Angelina, die ihm ebenso ein ums andere mal Hilfe war, auch sie war nicht zu vergessen in all dieser Sorge. Die junge Selissa, Schülerin und Schutzbefohlene Darnas, ja auch sie war auf ihre Weise längst ein Teil dieser Gemeinschaft, selbst wenn man sich noch nicht so lang kannte. Die Magierschaft des Phoenixordens, Calor von Gryffenhorst nebst Schwester, sowie Magister Jagotin. Und nicht zuletzt all die unschuldigen Bürger, die wieder einmal in Gefahr gerieten. Soviele an die zu denken war, dass das Blut rauschte. Was würde noch über sein, nach all den Tagen, die noch vor ihnen lagen, bis sie endlich zurück sein konnten um einzugreifen? Wer würde über sein? War noch jemand über, von all den Freunden und Vertrauten? Würden sie erkennen? Wie gut mochte dieser Doppelgänger es vermögen sie zu täuschen? Sie alle kannten ihn gut. Dennoch wusste er nicht, wie gut sich dieser falsche Adrian zu verstellen wusste. So vieles lag im vagen.

Sich eilen war alles was ihnen blieb, doch würde die Zeit reichen? Er wusste es nicht. Sank haltlos auf das Bett, ein weiteres mal die Haare aufgebracht zurückstreichend. Ein weiteres mal die beruhigende Hand Eileens auf seinem Arm spürend. In ihrer Sorge waren sie eins! Gemeinsam würden sie dies überstehen, einander der Halt den sie nun brauchten. Entschlossen, dass dieser andere nicht zerstören würde und durfte, was die Grafschaft ausmachte. Entschlossen zur Rückkehr. Eileen sprach deutlich aus was er wohl durch den Kopf gehen liess, jedoch nie so offen aussprechen würde wie es ihre Art war. Sie würden ihn in den Hintern treten, dass er im Meer hinter Rahal ertrinken mochte!
Hudgarr Stolzenfels
Beiträge: 6
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Hudgarr Stolzenfels »

Hudgarr ging wütend zum Kastell zurück, sie hatten 3 Stunden nur geredet und nichts ist bei rausgekommen.
Antarian bringt alle in große Gefahr weil er unbedingt zu der Ratssitzung gehen will, wo die angeblichen Beweise gegen Rafael vorgetragen werden sollen.
Hudgarr hatte seit er die angeblichen Gardisten mit den Schwarzen Umhängen gesehen hatte ein ungutes Gefühl, denn seine Hoheit würde Gardisten nie Umhänge in Rahal Farbe geben. Und dann diese komischen Bekantgaben und verschwundenen Gardisten die am Montag nicht vom Dienst am Schlosstor zurück kamen, Hudgarr machte sich sehr große sorgen.
Was sollte noch alles passieren bevor sie etwas unternahmen, sollte erst Rafaels Kopf rollen?
Oder wollten sie warten bis noch mehr Gardisten verschwinden und durch welche mit schwarzen Umhängen ersetzt worden?
Hudgarr grübelte noch sehr lange, überlegte sich wie er Rafael retten konnte und wo seine Gardisten sind, ob sie noch am leben waren?
Irgendwann am Morgen schlief er am Schreibtisch sitzend ein.
Falk Hinrah

Beitrag von Falk Hinrah »

Die Zeit schien zu drängen.

Zwar war Viola frei und in Sicherheit, doch was der kleine Rat der Verschwörer beriet und sich gegenseitig mitteilte ließ auf gleich mehrere Gründe zur Eile schliessen.
Zum Ersten sollte Rafaels Urteil rechtskräftig werden, ein deutlicher Hinweis darauf, dass dieser sein Haupt bald verlieren würde. Und dann ging die Furcht um, dass weitere Gardisten gegen jene in den schwarzen Umhängen ausgetauscht würden oder gar ein ganzer Trupp dieser Leute nach Varuna kommen sollte.

Bevor das geschehen würde, würden die Verschwörer zuschlagen. Und die gemeinsame Kraft jener Gardisten die Darna und Hudgarr treu waren, gemeinsam mit der geballten Kampfkraft des Clan Hinrah sollte mehr als ausreichen um die Besatzer aus dem Schloss zu treiben.

Man hatte sich darauf geeinigt das ganze Langsam an zu gehen.

Doch sollten die Besatzer die Verteidiger der wahren Herrschaft unter Zugzwang setzen würde das Schloss binnen zwei Stunden fest in der Hand des Rates sein.
Auch wenn die anderen Verschwörer gegen die Besatzung, eher Angst bekamen wenn die Vermutungen wieder dahin liefen man könnte es mit dem Orden der Arkorither zu tun haben, machte es Falk eher sicherer.
Arkorither, Magier, Papierraschler, Zauberschleudern, Fuchtler... es würde nicht nur ein Heidenspass sein diese zu töten, die Papierraschler mochten in vielem erfahren sein und alles andere als Dumm. Aber von der Kriegsführung und taktischem Vorgehen im Kampfesfall würde keiner von ihnen auch nur in die Nähe der versammelten Planer kommen, die mit Hudgarr, Zeron und ihm selbst entweder erfahrene oder mit einer überaus schnellen Auffassungsgabe begabte Männer in ihren Reihen hatten.
Antarian von Weylenstein

Beitrag von Antarian von Weylenstein »

Sind wir die Verräter?

Er wagte es nicht diese Frage auf der Versammlung zu stellen. Was ist wenn Rafael wirklich schuldig war? Auch wenn es undenkbar vielleicht erscheinen mag. Adrian und Rafael waren bekannt, beste Freunde. Wie hatte es der Tiefländer gesagt? Wenn Rafeal ein Weib wäre, hätte Adrian diesen geheiratet und nicht Eileen. Antarian musste kurz schmunzeln. Wenn du von einem Freund, der dir nahe stehst verraten wirst. Ist es nicht verständlich wenn man sich abschottet? Sich zurückzieht, sich versteckt. Versucht verrat schnell aufzudecken. Auch wenn mancher schritt zu schnell ist? Wenn man im besten Freund einen Verräter hat, warum soll man aus dieser Lage heraus nicht den Gedanken finden das es nochmehr Verräter gibt? Ist es nicht Verständlich das man sich erst mal lieber mit fremden umgibt? Aber alle auf dieser kleinen Rats Versammlung sind von der Unschuld des Ritter überzeugt. Viel wissen haben wir zusammen gesammelt. Es ist durchaus möglich das wir Infiltriert wurden. Es ist durchaus aber auch möglich das auf dem Thron doch auch einfach nur ein gebrochener Mann sitzt. Verängstigt, jemand der nur noch Verrat sieht. Selbst unter jenen die sehr eng zu Ihm stehen. Wie seine Ritterschaft. Heute Abend wird sich vieles Entscheiden. Ist der Beweis stichhaltig, oder nur Phasade. Wird der rat nur Versammelt um sich diesen zu Entledigen, oder dessen treue sich zu Versichern?

Wie soll ich Reagieren, wenn der Beweiß, wirklich stichhaltig ist? Wenn Rafael wirklich schuldig. Kann ich die anderen dann noch überzeugen, von Ihren Plänen abzulassen? Muss ich mich vielleicht sogar gegen sie stellen, wenn sie es nicht machen? Aber diese schwarzen Umhänge, diese Kleinigkeiten, sie summierten sich. Es sind zwei Möglichkeiten. Entweder ist der Graf gebrochen im Herzen, was man sicherlich in den Abendstunden in seinen Verhalten zu erkennen vermag. Oder ist er wirklich einer dieser Magier, einer von dieser seltsamen Gesellschaft dessen Namen ihm schon Angstschweiß in den Nacken rutschen lies. Natürlich, Antarian ist sicherlich niemand der Feige ist. Ist es doch eher der mutige Mann der, der sich zu seinen Ängsten bekennt und sich diesen zu stellen vermag. Der, der keine Angst empfindet ist nicht mutig, sondern dumm. Vergießt er soviel Vorsicht.

Im Rat wurde viel gesprochen, doch sollte das nächste Treffen nach der Versammlung sein. Sie würden wissen, wenn der Rat verschwindet was Sache ist. Dann hat man Gewissheit zum Handeln. Was man bis jetzt hat sind doch nur Indizien, nur einen Rafael, dem man nicht zu traut zum Verrat. Wenn Antarian wiederkehrt, ist alleine doch dies schon vielleicht ein Beweis, das alles in Ordnung ist? Es ist ein sehr schmaler weg auf dem er geht. Sollte er einer Täuschung doch erliegen. Sich gegen die anderen Stellen, dann kommt doch heraus verrat und er war blind? Wie würde man an seiner Person je wieder Vertrauen schenken? Wie würde man ihm noch in die Augen blicken können? Wäre er dann nicht ein Verräter, trotz seiner Blindheit? Er würde alles verlieren, so glaubte er, alles erbaute. Egal, dieser Abend wird hoffentlich vieles Erklären. Wenn der Rat von Varuna vor dem Grafen steht. Und Antarian würde dem Grafen auch viele Fragen stellen, so dieser gewillt zu Antworten.
Cyrion Sha´Ar

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

Sein Versuch, Felicitas aufzusuchen, war nicht von Erfolg beschieden worden. Das Haus war leer, niemand da, der ihn hätte informieren können. So blieb ihm nichts anderes übrig, als später erneut nachzusehen. Und in der Zwischenzeit? Er ritt durch die Strassen Varunas, der Blick offen, suchend. Andere vermochten ihm die Informationen zu geben, die er benötigte. Doch weder Darna noch Cathal waren zu finden. Die Stadt war seltsam ruhig. Kaum jemand auf den Strassen. So wenige, das ihm allerdings die Leute mit den schwarzen Umhängen auffielen. Reines Schwarz – Rahaler? Sie waren ihm schon ausserhalb Varunas aufgefallen, aber er hatte ihre Dreistigkeit nur beschmunzelt. Die Wachen schienen sie im Auge zu behalten, also war wohl alles bestens. Doch Rahaler innerhalb Varunas? Leere Strassen?
Der hochgewachsene Mann lenkte sein Pferd am Kastell vorbei, dann die Strasse entlang und bog in den Weg ein, der zum Schloss und dem Rathaus führte. Der Klang der Hufe veränderte sich zu einem etwas dumpferen Geräusch; der Weg hier war mit besserem Steinen geflastert. Als er vor dem Gitter absass, das zum Schloss führte, stutzte er. Einer der Schwarzkittel als Torwache? Was war da los?
Höflich, aber mit vorsichtig distanzierter Art gab er seine Bitte um eine Audienz beim Truchsess durch. Der Grund sei der ehemalige Ritter Arganta. Doch er hatte kaum sein Anliegen zu Ende gebracht, als er auch schon abgewiesen wurde. Niemand durfte zum Schloss! Die gepflegt nichtssagende Maske, die sein Gesicht war, gab nichts von der Überraschung preis, die ihn innehalten liess. Nachdenklich musterte er den Mann und überblickte das Gelände, das sich hinter dem Gitter eröffnete, während er höflich weiter fragte, ob Rafael sich zur Zeit im Schloss befinde. Die Antwort, die er erhielt, missfiel ihm. Sie wurde bejaht, aber die Art der Antwort...
Er verabschiedete sich und ritt davon, auch wenn ihm noch allerlei Fragen auf der Zunge lagen. Was war da los? Irgendetwas musste vorgefallen sein. Sein Nacken kribbelte unangenehm ob dem Gedanken, das Adrian ihn sicher vorgelassen hätte – immerhin wusste er, das Cyrion Rafael zu seinen besten Freunden zählte. Sie beide hatten vor ein paar Tagen erst darüber gesprochen, wie sie Rafael helfen konnten.
Mit gerunzelter Stirn ritt Cyrion zum Herold, stieg ab und las, was es Neues in der Stadt gab. Die Farbe wich ihm aus dem Gesicht, als er die Verlautbarungen von Adrian von Hohenfels las. >Nein!< Das konnte nicht sein. Fassungslos las er beide Schriebe erneut. Doch... dort stand es Schwarz auf Weiss. Rafael wurde des Hochverrats angeklagt. Er hatte Adrian angegriffen... Unglauben legte sich sichtbar auf seine Miene. >Deswegen ist Rafael nicht gekommen! Er ist gefangen genommen worden... Er hat Adrian...< Der junge Mann schüttelte den Kopf. >Nein... Das würde Rafael nie tun!< Kein Zweifel an dieser Sache. Rafael würde nie Adrian angreifen. Noch vor ein paar Tagen erst... Die Erinnerung an das freundliche, wenn auch ernste Gespräch zwischen ihnen war ihm noch gut in Erinnerung. Warum sollte Rafael ihn angreifen? Es bestand kein Grund. Rafael hatte mitnichten Adrian irgendwas übelgenommen. Er würde ausharren – bis sein Vater nachgab oder er einen anderen Weg fand, dieses Dilemma zu beenden – aber er würde doch nicht... Zorn über diese Bodenlose Verleumdung spülte über ihn weg, liess seine Augen zu einem leuchtendem Blauwiolet wechseln, umringt mit einem dunkleren Ring. Wie konnte Adrian nur! Er war doch Rafaels Freund! Wie konnte er diese Lügen...
Lange Zeit betrachtete er die beiden Schriebe, doch las er sie nicht wirklich. Er sah nur die Satzteile Rafael betreffend und versuchte sich einen Reim daraus zu machen. Erneut schüttelt er den Kopf und wischte sich über das Gesicht. Tief einatmend las er erneut die Nachrichten. Also deswegen die Schwarzkittel. Rafael sollte Teil einer Verschwörung sein? Das war doch lachhaft Absurd. Mit grosser Aufmerksamkeit las er die zweite Verlautbahrung durch. Rafael Verwirrt? Ein leises Schnauben von dem hochgewachsenen Mann. Der Konvent des Phönix geschlossen... Magie in Varuna streng verboten. Und die Schwarzkittel dazu da, um diese Gesetze durchzusetzen. Wie... passend. Angenommen, Rafael hatte tatsächlich den Grafen angegriffen... Welche Gründe hätte er haben können? Gar keine. Was hätte ihn dazu bringen mögen? Einzig eine Gehirnwäsche, vielleicht auch Magie. Nicht einmal, wenn Felicitas Mittel eines Erpressungsversuch geworden wäre, würde Rafael Adrian angreifen. Höchstens zum Schein, nachdem er Adrian eingeweiht hätte? Wieder schüttelte er den Kopf. Nein... Rafael würde anders vorgehen. Adrian würde anders vorgehen. Keine Schwarzkittel, kein Magieverbot... Sie hätten gewiss beide nach ihm, Cyrion rufen lassen. Rafael wusste, wo er wohnte...
Was hätte Solveigh gesagt? Ein grimmiges Lächeln erschien auf Cyrions Lippen. Das Cyrion auf sein Herz hören sollte. Wenn nichts einen Sinn machte, was dort stand, dann... Rafael hatte Adrian nicht angegriffen. So einfach war es. Wenn Adrian diese Wege nicht einschlagen würde, die er hier gegangen war – dann war die Lösung ebenso einfach: Diese Befehle stammten nicht von Adrian.
Sich den Inhalt der Nachrichten merkend, führte er sein Pferd davon. Er traute den Schwarzkitteln nicht und drum hielt er sich auch von diesen fern. Sein Pferd anbindend, begab er sich in die Taverne um dort bei einem Glas Wein in Ruhe nachzudenken. Wenn Adrian mittels Magie bezwungen worden war... Was würde ein Angreifer tun, um jemanden davon abzuhalten, irgendetwas heraus zu finden? Das Schloss abriegeln. Um seinen Zugriff auf die Stadt zu sichern? Die schwarze Garde... Dafür brauchte man einen Grund – was war nicht passender, als Rafael gefangen zu nehmen und zu behaupten, er hätte Adrian angegriffen? Schwer seufzend lehnte Cyrion seine Stirn an seine verschränkten Finger. Er hatte doch gewusst, dass jener öffentliche Bescheid Rafael nichts als Verderben bringen würde. Ob sein Vater nun endlich einsah, was für ein Narr er gewesen war? Doch was brachte jegliches Einsehen, wenn nicht mal sicher war, ob Rafael noch lebte. „Rafe, Rafe... in was für Schwierigkeiten hast du dich jetzt wieder gebracht...“ Kopfschüttelnd nippte er an seinem Wein. Wie sollte er ihn da wieder rausholen?
Die Schwarzkittel waren also nun an der Spitze der militärischen Einheiten. Klug ausgedacht... Und so einfach. Inquisitoren waren sie zu dem – jeder, ihnen Schwierigkeiten machte, konnte öffentlich gefangen genommen werden, mit der blossen Erklärung, der Gefangene gehörte zu den Rebellen oder könnte zu diesen gehören. Wie einfach, wie simpel. Wie effizient!
Cyrion konnte nicht anders, er musste diesen gelungenen Plan bewundern. Wer auch immer dort seine Finger im Spiel hatte, es war geschickt gemacht. Geschickt – aber zu schnell gehandelt. Es wäre glaubwürdiger gewesen, wären sie es langsamer angegangen. Was war vorgefallen, das schnelles Handeln nötig wurde? Kam hier Rafael ins Spiel? Hatte er etwas herausgefunden?
Und dann noch das Magieverbot, die Schliessung des Konvents – damit wurde vermieden, das unter Umständen jemand mittels Magie nachforschte, was im Schloss vor sich ging. Doch konnten die Leute im Schloss feststellen, wenn jemand in der Stadt Magie anwandte? Das war doch wahrscheinlich nur möglich, wenn sich im Schloss ein Magier aufhielt... Also konnte es gut sein, das Adrian mittel Magie gegängelt wurde. Magie... Konnte Adrian gar... Cyrion summte leise, während er ausatmete. Dies war eine Frage, die nur ein Magier beantworten konnte.
Nachdenklich betrachtete er seine Erkenntnisse von allen Seiten. Aber je mehr er drüber nachdachte, so wahrscheinlicher wurde ihm dies und desto unglaubwürdiger wurden die Anschuldigungen gegen Rafael.
So... das Schloss lag höchstwahrscheinlich in Feindeshand, so dachte Cyrion nachsinnend. Und durch die Schwarzkittel war Varuna auch von Feinden durchdrungen wie umgeben. An wen konnte er sich wenden? Darna? Cathal? Falk auf jeden Fall... Die Leute vom Konvent? Die Gryffenhorsts... Er brauchte Menschen die Vertrauenswürdig waren und Einfluss hatten. Gewiss hatten weitere Personen Verdacht geschöpft? Es gab Menschen, die dem Grafen näher waren als er, Cyrion...
Der junge Mann trank sein Glas aus und erhob sich. Es war früher abend, als er das Gasthaus verlies. Wieder sass er auf seinem Pferd auf und machte sich auf die Suche. Felicitas... dann das Kastell... Er würde schon herausfinden, wo Darna und Cathal wohnten. Er würde schon bekannte Gesichter finden. Und dann würde sehen, was er für Rafael und Adrian tun konnte.
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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

Der Weg war gemacht und doch waren die Fragen, die er an die Heiligkeit weitertrug sehr von anderen Fragen benetzt...

Nein sie wiedersprach dem Wort der Freundschaft, Rafael wuerde jeden Vorwurf den man ihm zu Tage liegt niemals tun...

Er hatte also schon einige Antworten erhalten als sich das Gespraech der Erztemplerin und des Paladins dem Ende neigte....

Er wuerde sie zu gegebener Zeit an jene Wenden die er "wirklich" vertrauen wuerde...
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Adrian Hohenfels

Beitrag von Adrian Hohenfels »

Den ganzen Tag über schon hatte er sich nicht sonderlich wohl gefühlt. Mal schmerze ihn ein Arm, dann ein Bein, von einem Moment auf den anderen bekam er dröhnende Kopfschmerzen, dann wieder wurde er von einem gräßlichen Hustenreiz geplagt. War es die andauernde Wachsamkeit, die ihn nicht zur Ruhe kommen ließ? Er schüttelte energisch den Kopf, nur um sich gleich darauf gegen die Wand zu stützen, als ihm schwindelig wurde. Das konnte es nicht sein, er war sein Leben lang Soldat gewesen, es war nicht das erste Mal, daß er über Tage in einer brenzligen Situation verweilte. Vielleicht half ja ein wenig kaltes Wasser.....
Er durchquerte den Raum hinüber zu dem Tischchen mit der Wasserschale, tauchte die Hände in das kalte Naß und spritze es sich dann ins Gesicht. Noch während ihm die Tropfen über Gesicht und Hals rannen hob er den Kopf um in den Spiegel zu sehen - und erstarrte. Die Augen, die ihm entgegen sahen, waren rauchgrau. Es waren seine eigenen. Zögernd strich er sich mit der Hand über die Wange und wo er über die Haut gestrichen war, schien sie dunkler zu bleiben, als hätte er einen aufgeschminkten Adrian einfach abgewischt. Der Verwandlungszauber, er ließ nach! Der gotteslästerliche Fluch, der über seine Lippen drang, war unbeschreiblich und im selben Moment stand das zukünftige Szenario so deutlich vor ihm, als hätte ein Blitzschlag es erleuchtet. So konnte er nicht vor den Rat treten, die Sache wurde aussichtslos.
Überschäumend vor Wut griff Jago nach der schweren Waschschüssel und schleuderte sie in den Spiegel, der in tausend kleine Stücke zersprang. Dann eilte er aus dem Zimmer und eilte, mehrere Stufen auf einmal nehmend, hinunter in Richtung Thronsaal, wo er auf Sarog traf.
Zuletzt geändert von Adrian Hohenfels am Donnerstag 28. September 2006, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
Lanaya Shevanor

Beitrag von Lanaya Shevanor »

Fast schon erschrocken hob sie den Kopf als der Ruf durch das Schloss gellte. Erst eine Bardin die mit ihrer Stimme den Fenstern beachtlich schadet... nun das? Was denn nun schon wieder los? Brummelnd erhob sie sich und ließ den Gefangenen kurzerhand alleine. Er schlief... Schlaf bedeutet Besserung.. so er verfügbar sein sollte war das gar nicht so schlecht. Als sie jedoch Sarogs Gesicht musterte verflog der Unmut. Was war geschehen? Etwas stimmte nicht! Fast im Laufschritt eilte sie mit ihm zusammen die Treppen herunter. Bruder Iloiss kam aus einer anderen Richtung und woher Lythiana kam... sie hatte keine Ahnung.

Welches Bild sich jedoch dann im Thronsaal bot... erschreckend. Diese Augen.. so vertraut und doch so unwirklich in diesem Gesicht. Der Blick sprach Bände... niemand würde es wohl wagen ihn in diesen Minuten auch nur etwas zu reizen. Nur ein kleiner Funke... und das Flämmchen des Zorns würde zu einem alles verzehrenden Feuer werden. Sie beobachtete.. lauschte den Fragen ... nahm hin was geschah. Es nagte an ihr... doch ändern würde sie es ohnehin nicht können. Er veränderte sich vor ihren Augen. Wenn die Schmerzen so schlimm würden wie auf dem Ritual sah es schlecht aus für sie alle. Der Blick flog gen Iloiss. Konnte er nichts tun? Wenige Augenblicke später erkannte sie, das es so war. Ihre ganze Kraft war durch die Ereignisse merklich aufgebraucht. Sie alle hätten es nicht verhindern können doch dann riss sich Jago zusammen. Ermöglichte trotz seines Zustandes ein entkommen.
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