Eiskalt die Nacht; am Küstenstrand
wütet ein Sturm über See und Sand.
Die Brandung donnert, die Wogen rolln,
wie Himmel und Meer miteinander grolln.
Die Fischer im Dorf, von Sorgen erfüllt,
hören es, wie die Windsbraut brüllt,
die wuchtig über die Dünen fegt,
wildgrimmig auf Giebel und Dächer schlägt.
(aus In Sturmes Not von J. Wolff)
wütet ein Sturm über See und Sand.
Die Brandung donnert, die Wogen rolln,
wie Himmel und Meer miteinander grolln.
Die Fischer im Dorf, von Sorgen erfüllt,
hören es, wie die Windsbraut brüllt,
die wuchtig über die Dünen fegt,
wildgrimmig auf Giebel und Dächer schlägt.
(aus In Sturmes Not von J. Wolff)
Turmhohe Wellen, aufbrausende Gischt, krachend schlugen die Wellen an die Küste. Mit sorgenvoller Miene sass Gesine Nussbaum an ihrem Schreibtisch in der Amtsstube. Der Kontrollgang durchs Dorf war niederschmetternd. Zerborstene Türen, die zum Teil abgedeckten Dächer, ganz zu schweigen davon was die wütende See alles an die Küsten trieb. Die Bajarder hatten schon viele Stürme und Unwetter überstanden, aber dieser Sturm, diese Dunkelheit übertraf alles bisher Dagewesene. Dieses Unwetter mitsamt der Dunkelheit, die einfach nicht weichen wollte, bereiteten ihr schon die dritte schlaflose Nacht, von den grauen Haaren ganz zu schweigen und die steile Sorgenfalte auf der Stirn wollte gar nicht mehr weichen. Gesine Nussbaum war hart im Nehmen, so schnell brachte die bodenständige Frau nichts aus der Ruhe, sie hatte so manchen Sturm überstanden in ihrem Leben. Aber das hier war anders, da waren Mächte im Spiel, denen sie erst einmal nichts entgegenzusetzen hatten. Da half auch ihr ausgeprägter Pragmatismus, auf den sie sonst immer zählen konnte, keinen Schritt weiter.Was hatten diese Dösbaddel in den Reichen nur angestellt, um die Götter so zu erzürnen? Das die Bajarder damit nichts zu tun hatten, davon war sie felsenfest überzeugt, da liess sie auch nicht mit sich handeln. Kein Bajarder war so dumm, die Götter herauszufordern.
Mit einem leisen Seufzen fiel ihr Blick wieder auf das Pergament, das vor ihr lag. Die Bajarder musste sie nicht warnen, die wussten, was sie zu tun hatten, aber denen Menschen aus dem Osten und Westen traute sie mehr als eine Dummheit zu.
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Bekanntmachung
[img]http://fs1.directupload.net/images/user/150709/hlkue8mw.png[/img]
15. Eisbruch des Jahres 263
- Freihafen Bajard
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15. Eisbruch des Jahres 263
- Freihafen Bajard
Bürger von Bajard!
aufgrund der zur Zeit vorherrschenden Unwetter, der andauernden Dunkelheit und des Risses am Himmel ist es verboten mit dem Boot zum fischen auf das Meer zu fahren bis eine Besserung der Lage eintritt. Das gilt auch für Besucher Bajards. Auf die Anweisungen der Männer von Kapitän Gravenborg ist unbedingt zu hören. Sie haben die Erlaubnis einen jeden, der sich nicht an die Anordnung hält von seinem Boot zu holen.
Alle Schäden an Haus und Hof sind sofort bei der Hafenmeisterin und der Handwerkszunft zu melden, damit sie behoben werden können.
Mögen unsere Opfergaben die Schaumgeborenen besänftigen und Eluive uns in diesen finsteren Zeiten beistehen!
aufgrund der zur Zeit vorherrschenden Unwetter, der andauernden Dunkelheit und des Risses am Himmel ist es verboten mit dem Boot zum fischen auf das Meer zu fahren bis eine Besserung der Lage eintritt. Das gilt auch für Besucher Bajards. Auf die Anweisungen der Männer von Kapitän Gravenborg ist unbedingt zu hören. Sie haben die Erlaubnis einen jeden, der sich nicht an die Anordnung hält von seinem Boot zu holen.
Alle Schäden an Haus und Hof sind sofort bei der Hafenmeisterin und der Handwerkszunft zu melden, damit sie behoben werden können.
Mögen unsere Opfergaben die Schaumgeborenen besänftigen und Eluive uns in diesen finsteren Zeiten beistehen!
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~ Hafenmeisterin ~