Was kannst Du dafür, wenn Deine Pestilenz,
Deine Teuerung, Deine Wasserfluten
den Gerechten mit dem Bösewicht auffressen?
Wer kann der Flamme befehlen,
daß sie nicht auch durch die gesegneten Saaten wüte,
wenn sie das Genist der Hornissel zerstören soll?
Friedrich Schiller
Die Räuber II, 3. (Moor)
Orks.
Der Herr Auenbacher war vorbeigekommen und hatte ruhig und besonnen darüber informiert, dass Orks und ein Goblin in Junkersteyn wohl auf Futtersuche waren. Wachtmeister van Daske und Gardist Erlenthal fanden allerdings bei ihrem Kontrollritt mehr als einen Ork und Goblin. Bewaffnete Orks, kampfbereite Orks und sie hatten diese Ausrüstungsgegenstände bei sich. Wie so oft war auf die angrenzenden Völker Verlass gewesen und sowohl die Thyren als auch die Elfen hatten den Soldaten beigestanden und sich in den Kampf gestürzt. Bis zum Kastell war kein Meldegänger durchgekommen.
Erleichterung.
Die beiden Soldaten waren unversehrt.
Faustwappen, Faust Rüstwerk und Waffen.
Beute aus Überfällen auf versprengte Fausttruppen, die nun ihre letzte Ruhe in den Mägen der Orks fanden.
Waffenhandel - die überzähligen Ausrüstungsgegenstände an Orks verkauft und dabei noch einen Reibach gemacht.
Der Feind hatte diese Dinge nachgebildet und die Orks damit versorgt um erneuten Zwist zu säen, Verdacht auf Faust lenken.
Ein blöder Zufall. Die Orks hatten nur die Abfallgrube des Faustlagers durchwühlt und Schätze gefunden.
Erneut glitt der Blick über die gesicherten Dinge. Nach einem Mocca oder auch zwei würde sie sich das genauer ansehen und auf die Thesen hin überprüfen. Rücksprachen waren noch zu halten und Zweitmeinungen einzuholen.
Dann war da noch die Beulenpest und der sterbende Mann. Die Rückenprellung begann den vertrauten Heilschmerz auszustrahlen als sie sich ein wenig streckte. Was noch schmerzt, lebt. Vor dem Mocca würde nun erstmal ein Gebet in der Kapelle anstehen. Ein Gebet um einen schmerzfreien Tod für den Räuber, ein Gebet um Kraft und Ruhe, ein Gebet mit der Bitte um Schutz vor Unheil, ein Gebet mit der Bitte jedem Unheil gewappnet begegnen zu dürfen.
