*Ein Menekanischer Bote bringt ein Schreiben ...*

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Hadir Yazir
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*Ein Menekanischer Bote bringt ein Schreiben ...*

Beitrag von Hadir Yazir »

*Ein junger menekanischer Bote in den Farben des Hauses Yazir, läuft trotz der bitteren Kälte fröhlich pfeifend auf die Wachen des Berges zu. Endlich mal Leute auf Augenhöhe - dachter er sich, auch wenn die Muskelbepackten Wächter des Berges aussahen als könnten sie den dürren Burschen hochheben und in der Mitte entzwei brechen. Dennoch erinnerte sich Hassan gut an das großartige Bhir der Zwerge und so war er mehr als begeistert als er endlich wieder ein Schreiben von Hadir bis ins Kalurische Reich tragen durfte, selbst wenn es im Winter war und durch diesen weißen, kalten und nassen Sand führte der hier Schnee genannt wurde. Die behandschuhten Hände aneinander reibend, während sich dünne Eiswölkchen vor seinem Mund bildeten erklärte er den Wächtern sein Ansinnen und ging heilfroh über etwas Wärme und in Erwartung von kalurischer Gastfreundschaft in den Berg. Dort suchte er Tambar oder Tharkosh und wenn er keinen von beiden findet, einen oder eine andere geeignet scheinende Person, um einen einfach gesiegelten Brief zu überreichen, der in präziser sauberer Handschrift verfasst wurde. Der junge Bote, welcher auf den Namen Hassan hört, wird noch bei jener Person verweilen welche den Brief entgegen nahm, um die Möglichkeit zu bieten eine Antwort gleich mit auf den Rückweg zu nehmen, egal ob in mündlicher oder schriftlicher Form. Dezent wird er sich dabei mit aller gebotenen Höflichkeit nach einem kalurischen Bhir erkundigen, für das er selbstverständlich zu zahlen bereit wäre ... auch für 2 oder 3 ...
Bricht man das Siegel entfaltet sich folgender Inhalt:*

Salam Aleikum Freunde des Berges,
Salam Aleikum Tambar aus der Sippe der Donnerfäuste
und Tharkosh aus der Sippe der Graufelsen

ich entsende Euch dieses Schreiben zusammen mit meinen Besten Wünschen und hoffe, dass der
Jahreswechsel für Euch ebenso angenehm und festlich von statten ging, wie es bei uns der Fall gewesen
ist. Mein heutiges Ansinnen ist erneut geschäftlicher Natur, da ich hoffe diesmal eine der großartigen
Waffen aus den viel gerühmten Schmieden eures Volkes erstehen zu können. Ich bin auf der Suche
nach einem Shamshir, einer traditionellen Waffe meines Volkes, dass aus dem heiligen und wertvollen
Metall des Götterberges - Mithril - gefertigt werden soll. Teilt mir bitte mit, ob ich mich mit diesem Ansinnen
vertrauensvoll an einen von Euch wenden kann und falls nicht, empfehlt dieses Schreiben bitte an jemanden
eurer Bekannten oder Verwandten weiter, welcher Interesse an einem solchen Geschäft haben würde.
Mein Bote ist wie immer angewiesen eine Antwort von Euch mitzubringen, so Ihr gewillt seit, sie ihm mitzuteilen.

Bis dahin verbleibe ich in Hochachtung
Hadir Yazir
Zuletzt geändert von Hadir Yazir am Sonntag 8. Januar 2017, 18:01, insgesamt 3-mal geändert.
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Kolgrin Feuerklinge
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Beitrag von Kolgrin Feuerklinge »

Der fassförmige Kalure verließ gerade nach Verzehr eines seiner Leibgerichte - ein halbes Dutzend Khazuar Feuerfische - die Taverne im Nilzadan, als er auf den jungen Menschen stieß, der sich ihm als Hassan aus dem Hause Yasir vorstellte und sein Anliegen erklärte. Vom Abendmahl gesättigt und zufrieden, willigte Kolgrin ein seine Nachricht weiter zu reichen. Aus Ermangelung eines allumfassenden Wissens über die Sippenhäuser und ihrer Lage, warf er den Brief einfach in die Sippentruhe der Donnerfäuste, da diese ihm bekannt war und er seine Zeit lieber mit Trinken, Essen oder Arbeiten verbringen wollte als mit Suchen.

Danach nahm er den jungen Burschen mit in seine Hütte in der Klamm, wo er noch reichlich Zwergenstarkbhir vorrätig hatte, sowie merkwürdige Getwergelyn 'Spezialitäten' wie würziges Riesenfleisch am Spieß, klebriges süßes Zeug mit Streuseln oder eine geheime Kampfstärkung mit bunten Pilzen, die er sorgsam aufbewahrte und hungrigen Gästen anbot. Nach diesem Exkurs in die Getwergelynküche, erklärte Kolgrin, zur Not könne auch er Hassans Auftraggeber weiter helfen, aber nur wenn Tambar und Tharkosch dafür gerade zu beschäftigt wären, schließlich wollte der Zwerg nicht in alte Freundschaften dazwischen funken. Um seine Worte zu unterstreichen deutete er dabei auf die Axt in kalurischer Machart, die über seinem Amboss aufgehangen wurde und die durch die Glut der Esse bläulich am Axtblatt schimmerte und mit Knochen, Edelsteinen und Schädeln kunstvoll verziert war - eine Darbietung meisterlicher Runenschmiedekunst.

Schließlich musste Hassan aber wieder aufbrechen und so verabschiedeten sich die beiden mit den besten Wünschen, ehe Kolgrin sich wieder auf den Weg in den Berg machte um auch Tharkosch aufzusuchen, damit beide Adressaten von der Nachricht unterrichtet wurden.
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Hadir Yazir
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Beitrag von Hadir Yazir »

*Hadir ließ ein paar Tage ins Land ziehen bevor er eine Antwort auf das Angebot von Kolgrin ins kalurische Reich schickte. Dies hatte vor allem 2 Gründe. 1. Wollte auch Hadir den angesprochenen Zwergen die Möglichkeit geben, sich das Geschäft unter den Nagel zu reißen und ...

2. war sein lieber Botenjunge sowieso nicht in der Lage vorher einen weiteren Brief auszuliefern ... Es begann, als Hassan seinen Weg wieder zurück nach Menek'ur gefunden hatte, als eine junge Heilerin des Maristan's mitteilte, dass Hadir sich besser schnell auf den Weg zum Hauslosenviertel von Menek'ur machen sollte, da es seinem jungen Boten "nicht so gut" ginge. In Anbetracht des apokalyptisch anmutenden Ausmaßes an Erbrochenem, einem Gestank der einem glauben machte selbst der Abort eines Dämonen röche angenehmer und dem sich windenden jungen Burschen im Bett, welcher eine unfassbare Menge an Rülpsern, Pfurzen und eben Erbrochenem absonderte, war eine dermaßen gelungene Verharmlosung des Geschehens, dass er die Heilerin beinah zu ihrer Wortwahl beglückwünscht und ihr eine Stelle als Schreiberin angeboten hätte. Man erklärte ihm, dass der junge Mann sich wohl mit einer absonderlichen Mischung aus unbekannten Gerichten, gehörig den Magen verdorben hätte und tatsächlich. einiges von dem was dort auf dem Boden kauerte, sah so aus, als hätte es schon zu Zeiten an denen es dem Magen des jungen Hassan zugeführte wurde, bestenfalls "fragwürdig" angemutet ...

"Ich bereue nichts!" hörte er den jungen Burschen noch tapfer rufen, auch wenn eine weitere Phase des sich aktiv selbst reinigenden Magens, jegliche den Worten vielleicht einmal inne wohnende Überzeugungskraft, mitsamt dem grüngeblichen Inhalt seines Magens hinfort spülte ...

3 Tage hatte es gedauert, den jungen Mann mit Kräutermischungen und Schonkost wieder soweit aufzupäppeln, dass er wieder zur Arbeit taugte und ein wenig Strafe musste sein, also beorderte Hadir den jungen, noch immer etwas blass um die Nase seienden Menekaner, erneut ins Kalurische Reich um Kolgrin eine Antwort zu schicken.

Diesmal würde der junge Mann wohl zumindest so schlau sein vor und während der Reise ausreichend (und noch immer Magen schonend) zu essen. Aber niemand hatte ihm gesagt sich von dem köstlichen Zwergenbhir fernzuhalten, dass es auch noch in so vielen Unterschiedlichen Sorten gab! Und so machte sich der junge Mann frohen Mutes auf, nach Kolgrin zu suchen um ihm diesmal direkt ein Schreiben zu überreichen und zu bitten, in die Feinheiten der kalurischen Bhirsorten eingewiesen zu werden. So man neben dem saufen noch Zeit finden sollte, das einfach gesiegelte Pergament zu öffnen entfaltet sich dabei folgender Inhalt:*


Salam Aleikum Kolgrin,

zuvorderst möchte ich mich für die ausgiebige Gastfreundschaft und euren Einsatz bei der Übermittlung
meines Gesuches danken. Ich versichere, dass mein junger Bote selbst im Angesicht von leichter Krankheit,
die ihm wohl auf den langen Weg ereilt haben musste, nur gutes darüber zu berichten hatte. Und obwohl
mir das Wohl meiner Schutzbefohlenen und Angestellten sehr am Herzen liegt, bitte ich Euch doch den
Burschen beim nächsten mal mit etwas weniger oppulenten Mahlzeiten zu bewirten, da ich befürchte, dass
es sonst zu Neid und Streit zwischen den mir anvertrauten Personen kommt, wenn diese von all den
Wundern eurer kulinarisch reichhaltigen Küche erfahren. Ferner möchte ich Euch bitten, mir einen
Termin vorzuschlagen an dem ich Euch im Reich des Berges aufsuchen kann, um das Geschäft von
dem mein Bote berichtet hat, anzustoßen. Wie immer könnte ihr ihm dies mündlich oder schriftlich
mitteilen und euch sicher sein, dass es mich mit der selben Gewissheit erreicht, wie beim letzten mal.

Hochachtungsvoll
Hadir Yazir
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Kolgrin Feuerklinge
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Beitrag von Kolgrin Feuerklinge »

"Schôn, dar wieder zu sehen, Hasân! Dar siehst etwas blass aus. Vielleicht ist deine Gußform die Kälte der Klamm nor gewohnt, mrâ? Mrâ, das wird es sein. Hast dar Hunger?"

Bei der vehement verneinenden Geste hob Kolgrin eine Braue, winkte ihn dann aber hinein. Nun wo der junge Langbeiner offenbar schon gegessen hatte - was merkwürdig war, es schien ihm ja doch irgendwie geschmeckt zu haben beim letzten Besuch! - stellte Kolgrin ihm eine der Flaschen Starkbhir hin und die erste Runde wurde gleich standesgemäß in die durstigen Kehlen gegeben. Hasân musste zwar noch lernen, die Flasche in einem langen, raschen Zug zu trinken, um sie anständig genießen zu können, aber immerhin machte er Fortschritte. Nach dem ersten Höflichkeitsbier widmete er sich dem Schreiben, für das er sich in eine hintere Ecke seines Ladens verkroch um es in Ruhe, und mit zusammengekniffenen Augen, so als hätte er Probleme mit dem Entziffern, zu lesen.
Schließlich stapfte er zurück zum Steintisch, an dem Hassan saß, stellte ihnen wieder zwei frisch geöffnete Starkbhirflaschen hin. Erst nachdem diese Cirmiasgefällig vernichtet wurden, erklärte Kolgrin dem Boten, dass er Hadir Yazir für das Vertrauen in seine Runenschmiedekünste dankt und er ihn sehr gerne empfangen wird für ein gûles Gespräch; entweder morgen vom sechseinhalbten bis zum siebten Stundelauf, oder aber zum sechsten oder siebten Tag des Wochenlaufes, zum späteren Nachmittag um die fünfte Stunde herum. Wenn von den genannten kein Zeitpunkt passt, würde man sich sicher im folgenden Wochenlauf einig werden.
Als Hassan nach erneutem Anbieten der Köstlichkeiten ablehnte, wurden noch ein paar Flaschen gutes Kalurenbhir verzehrt und Kolgrin erklärte ihm ein wenig den Unterschied zwischen dem helleren und leichteren Kalurenbhir, das hauptsächlich zum Durst löschen gedacht ist und das die meisten Geschwister trinken wie die Langbeiner ihr Wasser, und dem Starkbhir, das immer dann getrunken wurde, wenn man auch ein wenig mehr die Wirkung des Cirmiasgefälligen Gesöffs spüren wollte. Die genaue Rezeptur ist ein Geheimnis, in das nur Braumeister wie Thoria oder Dorlikin von der Sippe der Donnerfäuste eingeweiht sind.

Bevor Hassan die Heimreise antrat, bot Kolgrin ihm noch warme Wintersocken an, die er beim Fest des Nachtvolkes erworben hatte, aber höflich wie der junge Bursche war lehnte er ab. Mrâgul, hoffentlich verschlimmert sich seine Erkältung nicht, diese Blässe steht ihm nicht gut zu Gesicht, dachte Kolgrin bei sich als er ihm hinterher winkte.


[Do. 18:30Uhr, oder
Sa/So ~17Uhr]
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Hadir Yazir
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Beitrag von Hadir Yazir »

*Da der junge den Terminplan seines Herren zu kennen scheint, sagt er Kolgrin für den morgigen Tag zur 18 und halben Stunde zu bevor er geht und seinen langen, vielfach verschlungenen, weil nicht mehr gerade gehenden Weg nach Hause antritt*
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Hadir Yazir
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Beitrag von Hadir Yazir »

*Es war wieder soweit! - jauchzte der junge Bote innerlich. Sein Herr hatte wieder einen Auftrag und schickte ihn diesmal direkt zu dem sehr gastfreundlichen und Anektdotenreichen Kaluren, der auf den Namen Kolgrin hört. Auch wenn er versuchte äußerlich ruhig zu bleiben, geriet die freudig erregte Hand Hassans ein wenig ins Zittern, als er das Schreiben von Hadir entgegennahm und hoch und heilig versprach es sicher bis zum Frostklamm zu tragen - schliesslich kannte er sich mittlerweile ja aus. Aiwa, natürlich würde er vorher wie beim letzten mal ausgiebig essen - diesmal vielleicht ein paar Fladenbrote mehr, denn man hatte ihm erzählt das Brot helfen würde, mehr Bhir trinken zu können - und selbstverständlich sehr vorsichtig sein nicht als Frühstück für einen Troll, Ettin, Eisbären oder Letharen zu enden.

Er hatte sich wieder ein warmen Fellbesetzten Umhang mitgenommen und überlegte kurz ob er nicht vielleicht doch sein bockiges Lama mitnehmen sollte. Das Starkbhir hatte ihm beim letzten mal doch ordentlich zugesetzt und ab der Hälfte des Weges begann sich alles zu drehen. Erst nachdem sich sein Körper in einem gefrorenen Gestrüpp um die Hälfte des getrunkenen Bhirs und der verzehrten Ration entledigt hatte, konnte er beim letzten mal den Weg zurück finden. Auch wenn sein Lama bockig ohne Ende war, dumm ist das Vieh nicht! Es würde den Weg schon nach Hause finden, selbst wenn er müde und betrunken auf dessen Rücken lag. Allerdings befürchtete Hassan, dass das Geschaukel auf dessen Rücken nicht gerade förderlich für seinen Magen sein würde. Weiterhin wüsste er nicht, wann er mit dem eigenwilligen Vieh überhaupt wieder in Menek'ur ankommen würde, wenn es wieder überall halt machte, wann es ihm passte. Vermutlich würde es sich sowieso kein Meter bewegen, sobald er sich auf dessen Rücken legte, sondern einfach abwarten bis er wieder abstieg. Neda, er würde wieder zu Fuß gehen. Aber nicht ohne diesmal ein paar Gastgeschenke für den freundlichen Kaluren mitzubringen! Immerhin hatte er ihn schon zweimal freundlich empfangen und bewirtet. Nur was war angemessen und konnte von dem jungen, nicht gerade mit Reichtümern gesegneten Boten mitgebracht werden? Den Brief schon in der Tasche lief er grübelnd durch Menek'ur. Er überlegte, was er schon alles über die Kaluren erfahren hatte und was sich für ein Geschenk eignen würde. Schließlich traf es ihn, wie die Mittagsonne ohne Kopftuch! Sofort machte er sich auf den Weg zu Habib und ließ sich von ihm einen Bhirkrug aus Sandstein anfertigen. Was könnte besser sein, als dem speziellen nur in Menek'ur vorkommenden Stein zu etwas geformt, dass man zum konsumieren von dem herrlichen Bhir benutzen konnte. Er wies Habib an die Rechnung einfach an Hadir zu schicken, wie teuer konnte schon ein einfacher Sandsteinkrug sein?

Endlich ausgestattet machte sich der junge Bote dann mit guter Laune auf den Weg ins kalurische Reich und suchte Kolgrin diesmal gleich an seiner Schmiede auf. Außer dem Sandsteinkrug und das Schreiben von Hadir, hatte er noch eine ganze Menge weiterer Fragen zu den kalurischen Bhiren und einen ebenso großen Appettit auf jene mitgebracht, sodass sich wieder eine ausführliche Diskusion über die Vorzüge verschiedener Zutaten zum Geschmack des Bhires ergeben könnte. So man endlich Zeit für das mit einfachem roten Siegelwachs versehene Schreiben findet und es bricht, erschliesst sich folgender Inhalt*


Salam Aleikum ehrenwerter Kolgrin, Schmiedemeister des ehrenhaften kalurischen Volkes.

Zuvorderst möchte ich mich noch einmal für die Fertigung von Kashir bedanken. Das heilige Metall aus
eurem Berg, ist wirklich jeden Münzling wert, denn obgleich mir diese Waffe schon an vielen Stellen
ausgezeichnete Dienste leistete, ist noch nicht eine Schramme oder Kerbe in der Klinge zu finden.
Es beweist einmal mehr sowohl Eure Kunstfertigkeit im Umgang, als auch die besondere Qualität
eures heiligen Metalls. Weiterhin gelte Euch mein Dank für die fürsorgliche Gastfreundschaft,
die meinem Botenjungen dargebracht wurde, welche den Ruhm der kulinarischen Kunstfertigkeit
eures Volkes mit jeder neuen Geschichte, die mein Angestellter erzählen kann, in unserem Land vermehrt.
In der Tat ist die Begeisterung so groß, dass sich trotz der befolgten Bitten, weiterhin Geschichten über
die Einzigartigkeit eurer Küche verbreiten.

Wie Ihr euch vermutlich denken könnt, ist es erneut ein geschäftliches Interesse, das mich erneut um
Eure Kunstfertigkeit bitten lässt. Die Begeisterung über Kashir lies in mir die Hoffnung wachsen,
auch noch ein Wüstenskorpion aus Eurem heiligen Metall von Euch anfertigen lassen zu können,
sodass ich im Zweifelsfall neben Kashir auch noch eine weitere ausgezeichnete Waffe aus
eurer Hand zur Verfügung habe. Weiterhin bin ich auf der Suche nach einem hochwertigen Geschenk,
für einen Krieger der Thyren, welcher mir vor Kurzem nach einem heimtückischen Angriff der
Letharenbrut das Leben gerettet hat. Da Eure Kunstfertigkeit es Euch erlaubt ebenfalls die
Waffengattungen herzustellen, deren Geheimnisse sonst nur den Völkern selbst bekannt ist, hoffe ich
das ich Euch zusätzlich noch mit der Herstellung eines besonderen Sax aus Diamant beauftragen kann,
welches ich an besagtem Krieger zu verschenken gedenke. Wie beim letzten Mal könnt ihr
eine Antwort entweder schriftlich verfassen oder meinem zuverlässigen Boten mündlich mitteilen.

Bis dahin verbleibe ich in freundschaftlichem und hochachtungsvollem Gruß
Hadir Yazir
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Kolgrin Feuerklinge
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Beitrag von Kolgrin Feuerklinge »

Ein sägendes Schnarchen war aus Kolgrins bescheidener Schmiedehütte zu hören, als Hassan am frühen Nachmittag eintraf. Wie sehr Hassan auch an die Tür klopfte, der Zwerg schien einen schweren Arbeitstag, oder einen Rausch auszuschlafen. Stunden des Wartens verstrichen für Hassan, so mancher Zwerg in der Klamm wirkte darüber wohl verwundert und brachte dem Jungen hin und wieder einen dampfenden Tee oder eine Wärmedecke. Als die Torwachen Schichtwechsel hatten, riet ihm eine der neu hinzugetretenen Graikwächter, dicht an Kolgrins Fenster Freibier auszurufen. So stellte sich Hassan auch schon vor das mit dunklen Rußschichten beschlagene Fenster, holte tief Luft und rief aus:
"FREIBIIIIEER!"
Zuerst schien sich nichts zu tun. Hassan wollte sich gerade schon enttäuscht abwenden, als er ein Gepolter aus der Hütte vernahm. Als er wieder durch das schmutzige Fenster sah, glaubte er zu erkennen wie Kolgrin im Bett aufrecht saß und sich die Augen rieb. Kurz darauf kleidete er sich an, um dann hier und da hastig abwechselnd aus seinen Fenstern hinaus zu spähen. Als er zum Fenster bei Hassan trat, duckte sich der Junge schnell und schlich zum Eingang. Mit einem breiten Grinsen klopfte er an.



Zwei Stunden später, am Esstisch in der gewärmten Hütte von Kolgrin, saßen die beiden Freunde und stießen zum fünften Mal an. Nach dem zehnten Bhir sei der mrâgule Bierkrug aus Sandstein eingeweiht, erklärte der Zwerg, keine halben Sachen bei den Kaluren. Zwischendurch bot er Hassan auch einen Krug Met an, den die Thyren gebracht hatten, eines der wenigen Getränke das es mit Bhir aufnehmen kann. Aus Honig gewonnen, so sagt man, aber mit Met kenne sich der Kalure nicht sehr genau aus, da müsste man mal die Nordleute fragen. An Bhirweisheiten gab er dem Jungen mit, dass je deftiger das Mahl, desto mehr Bhir müsse in den Magen fließen. Dass man ein Bhir in einem Zug lernt, hatte er ja bereits in Lektion eins gelernt. Lachend prosteten sie darauf an und leerten ihre Krüge. Der Zwerg routiniert und schnell, Hassan etwas langsamer mit hochrotem Kopf. Als auch er fertig war, rülpsten beide wie ein eingespieltes Team. Einen Moment später kippte Hassan um und schnarchte selig.

Am nächsten Morgen fand sich der Junge in Kolgrins Bett wieder und erwachte zu den Hammerschlägen auf eine glühende Klinge. "Â, dar bist wieder wach, gûl. Akh habe gerade deine Waffe fertig gemacht." Gestern hatte Kolgrin sich noch bei Hassan erkundigt, was seine Lieblingswaffe ist nachdem er den Sandsteinkrug erhielt, und diese fertigte er gerade an. Es fehlte nur noch das Abschrecken in kaltem Wasser, und schon zischte es laut. Zum Frühstück gab es natürlich wieder Bhir, aber Hassan schien es eilig zu haben, also ließ der Zwerg ausrichten, dass es ihm eine Ehre ist, einen Wüstenskorpion für Hadir zu fertigen. Den Rumpf für die Waffe hat er bereits gestern Nacht gefertigt, und vollendet würde sie in wenigen Tagen sein, dann würde er auch einen Boten zum Haus Yazir schicken. Den Sax würde er natürlich auch fertigen.
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