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Wichtige Bekanntmachung [Zunftordnung]
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Gesine Nussbaum





 Beitrag Verfasst am: 19 Jun 2016 16:20    Titel: Wichtige Bekanntmachung [Zunftordnung]
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Bekanntmachung


19. Schwalbenkunft des Jahres 259
- Freihafen Bajard




Einfuehrung des Zunftzwanges



Mit dem heutigen Tage führt die Hafenverwaltung den allgemeinen Zunftzwang für alle niedergelassenen Handwerke ein. Das Bajarder Handwerk unterliegt damit fortan einer festen Zunft- und Meisterordnung, die für die Qualität hiesiger Handwerkskunst bürgt. Die Anerkennung der Meisterschaft in Urkunde und Siegel soll Reisenden ein verlässlicher Hinweis auf kundige und sorgfältige Arbeit sein.

Vom Zunftzwang betroffen sind die Armbruster, Bildhauer, Böttcher, Bogner, Bootsmacher, Drechsler, Fein- und Kleinschmiede, Färber, Gemmenschneider, Gerber, Glaser, Gold- und Silberschmiede, Grobschmiede, Hufschmiede, Hutmacher, Instrumentenmacher, Kürschner, Kupfer- und Kesselschmiede, Lederer, Rüstmacher, Sattler, Schlosser, Schneider, Schreiner, Schuster, Steinmetze, Stellmacher, Tischler, Töpfer, Waffenschmiede, Weber, Werkzeugmacher und Zimmerer.

Nicht vom Zunftzwang betroffen sind die Apotheker und Medici, Bäcker, Bauern, Brauer, Herbergs- und Tavernenwirte, Kaufleute, Köche und Krämer. Vom Zunftzwang ausgenommen sind die Bajarder Hafenverwaltung und ihr unmittelbar unterstellte Personen. Selbiges gilt für Bürger alten Rechts, so sie keines der oben genannten Handwerke ausüben. Die Zunftordnung hat keine Gültigkeit für die Gilde der Fischer und Seefahrer und alle ihre Mitglieder. Auch Angehörige fremder Völker, die in Bajard einen Handelsposten oder eine andere Niederlassung führen, unterliegen nicht dem Zunftzwang. Reisende Handwerker, die im öffentlichen Handwerkshaus ihrer Arbeit nachgehen, sind solange vom Zunftzwang befreit, wie der Anschein einer vorübergehenden Tätigkeit besteht.

Wer nun aber eines der vom Zunftzwang betroffenen niedergelassenen Handwerke pflegt, der soll sich nach seiner Handwerks Art einer - und nur einer - der folgenden drei Zünfte zuordnen, die mit dem heutigen Tage neu eingerichtet werden. Diese sind:




Die Bajarder Zunftder Lederer und Schneider




Die Bajarder Zunftder Schmiede und Schlosser




Die Bajarder Zunftder Bogner und Schreiner





Für alle Zünfte tritt die folgende Ordnung in Kraft:



Bajarder Zunftordnung



I. Von den Grundlagen

I.1 Vornehmste Aufgabe der Zünfte ist die Pflege und Weitergabe der Handwerkskunst.

I.2 Jede Zunft soll sich den Tugenden des redlichen Handwerks verpflichten sehen, als welche sind: Ehrlichkeit, Fleiß, Geselligkeit und Sorgfalt.

I.3 Die Zünfte sind Bajard verpflichtet. Sie sollen die Hafenverwaltung nach ihren Möglichkeiten bei allen an sie herangetragenen Aufgaben unterstützen und insbesondere in Rat und Tat die Handwerks- und Handelstätigkeit fördern.

I.4 Die Zugehörigkeit zur Zunft schließt die Mitgliedschaft in anderen zunftartigen Zusammenschlüssen oder Gilden aus. Ausnahmen verfügt die Hafenverwaltung.

I.5 Die Zugehörigkeit zur Zunft ist Voraussetzung, um in Bajard ein niedergelassenes Handwerk ausüben zu dürfen. Ein Ausschluss aus der Zunft kann den Entzug der Pachterlaubnis und den Verlust der Bürgerrechte zur Folge haben.

I.6 Das Recht, Handwerker in die Zunft aufzunehmen oder auszuschließen, liegt ausschließlich bei der Hafenverwaltung.


II. Gesellen- und Meisterordnung

II.1 Jede Zunft soll eine Unterscheidung zwischen Gesellen und Meistern nach ihrer Fähigkeit im ausgeübten Handwerk treffen.

II.2 Es ist Aufgabe der Zünfte, den Fortschritt der Gesellen in ihrem Handwerk zu fördern und zu prüfen. Um die Qualität der Ausbildung sicherzustellen, sollen die Gesellen jedoch mindestens die im Folgenden genannten Anforderungen erfüllen, bevor man ihnen die Anfertigung eines Meisterstücks gestattet:

- Jeder Geselle soll von den Meistern seines Handwerks lernen und seine Fähigkeiten und Kenntnisse stetig erweitern. Insgesamt soll ein Geselle des Schneiderhandwerks mindestens 25, ein Geselle des Schlosser- und Feinschmiedehandwerks mindestens 15 und ein Geselle des Tischlerhandwerks mindestens 10 neue Schnittmuster erlernt haben. Gesellen der Rüst- und Waffenschmiedekunst sollen die Herstellung aller Rüstungsarten, einschließlich des Schuppenpanzers und der gängigen Harnische, sowie mindestens ein neues Waffenmuster beherrschen. Für Gesellen der Bognerkunst entfällt die Anforderung. Der Nachweis soll durch Vorlage geeigneter Musterstücke erfolgen. Von wenigstens einem Meister soll ein gesiegeltes, ungeöffnetes Schriftstück vorliegen, das die Inanspruchnahme von Lehrstunden bestätigt.

- Jeder Geselle soll die gängigen Werkzeuge, Arbeitsschritte und Materialien seines Handwerks erlernen und beherrschen. Nach Abschluss seiner Gesellenzeit soll darob als Nachweis der erlangten Kenntnisse und Fähigkeiten vorlegen ...

... jeder Schneider: ein Kleidungsstück aus golddurchwirktem Brokat, eine Hose aus beschlagenem Oger- oder Zweikopfleder, eine feine Aalreuse sowie ein verziertes Accessoire.

... jeder Rüstungs- und Grobschmied: einen Harnisch aus brüniertem oder schwarzem Diamantstahl, einen Schild aus Hexenstahl, einen verzierten Dolch aus Diamant und eine ordentliche Steinmetzarbeit.

... jeder Klein- und Feinschmied: einen wohlgefassten Goldring nach alter Mode, einen verzierten Pokal aus getriebenem Silber, einen Teekessel und eine beschlagene Truhe mit Schloss und passendem Schlüssel.

... jeder Schreiner und Tischler: ein edles Möbelstück aus Mahagoni, einen Spiegel aus geschliffenem Glas, ein wohlklingendes Musikinstrument und ein gerahmtes Gemälde eines bekannten Ortes oder ein Portrait.

... jeder Bogner und Schnitzer: eine Repetierarmbrust oder einen Kompositbogen aus Zypressenholz, sechs passende Bolzen oder Pfeile unterschiedlicher Machart, eine verzierte oder bemalte Holzfigur und eine Handvoll Murmeln oder ein Würfelspiel.

- Jeder Geselle soll von der Handwerkskunst insgesamt ein gutes Verständnis haben. Er soll in jeder der drei Zünfte ein Gespräch mit einem zugehörigen Meister über die Grundzüge des jeweiligen Handwerks geführt haben. Dabei soll er Kenntnisse zu Arbeitswerkzeugen, Materialien und Erzeugnissen, aber auch zur allgemeinen Lage des Handwerks, zur Ausbildung und dergleichen mehr erworben haben. Steht in einer der Zünfte kein Meister zur Verfügung, dann soll er die entsprechende Lehrstunde bei einem Meister außerhalb Bajards oder bei einem fortgeschrittenen Gesellen suchen. Die Lehrstunden sollen durch entsprechende gesiegelte und ungeöffnete Schreiben des Lehrers nachgewiesen werden.

- Jeder Geselle soll im Handel und im Umgang mit Kundschaft geübt sein. Er soll während seiner Gesellenzeit mindestens einmal an einem Markt oder einem marktähnlichen Fest teilgenommen und seine Waren öffentlich feilgeboten haben. Nötigenfalls soll ein Markt mit Unterstützung der Zünfte geplant und veranstaltet werden. Die Teilnahme am Markt soll in einem mündlichen Bericht vom Gesellen selbst festgehalten werden. Entfällt die Möglichkeit einer Marktteilnahme aus vertretbaren, vom Rat der Meister gebilligten Gründen, dann soll der Geselle drei gesiegelte, ungeöffnete Zeugnisse von Kunden oder Handelspartnern vorlegen, mit denen er während seiner Gesellenzeit Geschäfte getätigt hat.

- Jeder Geselle soll gereist sein und Erfahrungen in der Welt gesammelt haben. Er soll mindestens zwei der unterschiedlichen Völker Gerimors besucht haben und Kenntnisse über deren Bräuche, Geschichte, Handwerkskunst und Handelsgüter gewonnen haben. Hat das Volk ein eigenes Handelshaus, wie etwa der Basar der Edlen Künste in Menek’Ur oder die Handelsgilde der Khaz-Aduir, so soll auch dieses besucht werden. Zum Beweis soll er mindestens je ein gesiegeltes und ungeöffnetes Schreiben eines Vertreters des besuchten Volkes mitbringen ebenso wie ein beliebiges Handwerksstück und ein bekanntes Handelsgut.

- den Zünften steht es frei, ihren Gesellen weitere Aufgaben aufzutragen, die diese während der Gesellenzeit erfüllen sollen. Die Verleihung zusätzlicher Aufgaben bedarf der Zustimmung durch den Rat der Meister und ist von diesem gegenüber der Hafenverwaltung anzuzeigen. Die Hafenverwaltung setzt voraus, dass Gesellen neben der Vervollkommnung ihrer handwerklichen Fertigkeiten in angemessenem Umfang weitere Kenntnisse erwerben. Beispielhaft genannt seien Geographie und Völkerkunde, Handels- und Warenkunde, Historie, Kartographie, Naturgeschichte, Rechtskunde, Sitten und Gebräuche, Sprachen sowie Verhandlungsführung und Diplomatie. Insbesondere sollen sich alle Gesellen in hinreichendem Maße mit den Sitten und Gesetzen der umliegenden Völker und Reiche sowie mit den Beweggründen ihres Handelns vertraut machen.

II.3 Alle Ausbildungsschritte sollen vom Rat der Meister geprüft und ihre vollständige und zufriedenstellende Erfüllung gegenüber der Hafenverwaltung angezeigt werden. Die Prüfung soll im Rahmen einer Sitzung des Rates stattfinden, auf welcher der Geselle über jede der Aufgaben einzeln Bericht ablegt und dem Rat die zugehörigen Briefe und Werkstücke vorlegt, auf dass diese vom Rat in Augenschein genommen werden können. Jedem Ratsmitglied steht es frei, dem Gesellen weitere Fragen zu den Aufgaben sowie zu dessen Handwerk zu stellen, um die erlangten Kenntnisse zu prüfen. Erst wenn alle Aufgaben erfüllt sind und die Eignung des Gesellen festgestellt ist, wird der Geselle durch den Rat der Meister zur Anfertigung eines Meisterstücks aufgefordert. Ratssitzungen, die die Prüfung von Gesellen zum Inhalt haben, sind grundsätzlich öffentlich und können von allen Bürgern Bajards besucht werden.

Ergänzend zur Prüfung soll jeder Geselle der Hafenverwaltung einen kurzen schriftlichen Bericht über den eigenen Werdegang vorlegen und alle Meister ausweisen, bei welchen er während seiner Gesellenzeit gelernt hat.

II.4 Die Meisterschaft im ausgeübten Handwerk soll durch ein auf eigene Kosten und mit eigener Hand erstelltes Meisterstück bewiesen werden. Hierbei soll es sich um ein einzigartiges Handwerksstück nach eigenem Entwurf handeln, das gesiegelt und ohne Fehl und Tadel ist. Das Meisterstück geht in den Besitz des Hafenkontors über und soll öffentlich ausgestellt werden, auf dass sich jeder von dessen Güte überzeugen kann. Einspruch gegen die Verleihung des Meistertitels muss binnen zwei Wochen nach Ausstellung des Meisterstücks beim Rat der Meister geltend gemacht werden. Wird innerhalb der Frist kein Einspruch erhoben und hat auch der Rat selbst keine Bedenken, so soll dieser der Hafenverwaltung ohne Verzögerung die Verleihung des Meistertitels anzeigen. Der Meisterbrief selbst soll auf der nächsten Sitzung des Rates der Meister vergeben werden.

II.5 Der Meistertitel soll nur an Handwerker verliehen werden, die alle der oben genannten Voraussetzungen erfüllen und zudem bereits zwei Monde oder länger die Bajarder Bürgerrechte innehaben und ein redliches Handwerk führen.

II.6 Will ein Handwerker, der bereits einen Meistertitel nach Bajarder Recht führt, einen zweiten Titel innerhalb seiner Zunft erwerben, so soll er von den unter II.2 geführten Aufgaben lediglich die vorgeschriebene Zahl an Mustern nachweisen und außerdem die gesondert aufgeführten Werkstücke vorlegen. Das weitere Procedere soll allen unter II.3 und II.4 genannten Vorgaben genügen.

II.7 Jeder Meister soll ein eigenes Siegel führen. Name und Siegel sollen auf der Bajarder Meisterrolle verzeichnet werden.

II.8 Meister, die ihr Können zu solcher Perfektion gebracht haben, dass ihnen keine Mode und kein Zug ihres Handwerks fremd sind, dürfen den Titel des Lehrmeisters ihrer Zunft führen. Vorschläge zur Ernennung von Lehrmeistern sollen durch den Rat der Meister erfolgen. Voraussetzung für das Führen des Titels ist ein öffentlicher Lehrvortrag in der Zunft, der entweder ein Thema des eigenen Handwerks oder aber ein Thema aus der allgemeinen Handwerks- oder Handelskunde behandeln soll. Die Teilnahme an Lehrvorträgen steht allen Bürgern frei und ist für alle Zunftmitglieder verpflichtend. Der Titel soll im Anschluss an den Vortrag verliehen werden.

II.9 Verlässt ein Geselle oder Meister Bajard dauerhaft, so verlässt er auch die Zunft und verliert alle hiermit verbundenen Rechte, Pflichten und Titel. Meisterbrief und Siegel sollen ihm, so rechtmäßig erworben, jedoch erhalten bleiben und in Bajard weiterhin Anerkennung finden, so er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht hat.

II.10 Auswärtige Meistertitel dürfen in Bajard grundsätzlich geführt werden, sind jedoch vom Titel nach Bajarder Recht zu unterscheiden. Will sich ein fremder Meister dauerhaft in Bajard niederlassen, so soll er den überzeugenden Nachweis erbringen, dass seine Ausbildung mindestens den oben genannten Anforderungen genügt. Die Prüfung, ob alle Voraussetzungen zur Anerkennung des Titels gegeben sind, obliegt dem Rat der Meister. Sind die Voraussetzungen nicht gegeben, so soll der Rat die Anforderungen benennen, die zur Anerkennung des Titels erfüllt werden müssen.


III. Von den Zunftorganen

III.1 Jede Zunft setzt sich aus ihren Gesellen, Meistern und Lehrmeistern zusammen.

III.2 Jede Zunft hat das Recht, ihre Angelegenheiten in gemeinsamer Versammlung zu regeln und zu verwalten, unterliegt dabei jedoch der Aufsicht durch den Rat der Meister.

III.3 Die drei Zünfte sollen einen gemeinsamen Rat der Meister bilden. Jeder Zunft steht ein Sitz im Rat zu, dessen Besetzung durch Wahl bestimmt wird. Kommt keine Wahl zustande, so kann ein Mitglied durch die Hafenverwaltung ernannt werden. Zusätzlich und ungeachtet ihrer jeweiligen Zunftzugehörigkeit werden alle von der Hafenverwaltung anerkannten Lehrmeister unaufgefordert in den Rat berufen, sofern sie nicht bereits Sprecher ihrer Zunft sind. Der Hafenverwaltung steht es frei, weitere Vertreter zu benennen oder Gäste in den Rat zu berufen, so dies dem Handwerk dienlich ist.

III.4 Die Zünfte haben das Recht, den Bereich einer einzelnen Zunft überschreitende Regelungen in gemeinsamer Versammlung des Rates der Meister zu treffen. Die Arbeit des Rates unterliegt der Aufsicht durch die Hafenverwaltung. Der Rat ist grundsätzlich beschlussfähig, sofern er von einem Mitglied des Rates ordentlich einberufen wurde, die Beschlussfähigkeit durch kein anwesendes oder abwesendes Ratsmitglied in Frage gestellt wurde und die unter III.6 genannten weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Den Vorsitz haben die drei gewählten Mitglieder des Rates, die Sitzungsleitung soll zwischen diesen in regelmäßiger Folge wechseln.

III.5 Es gehört zu den Aufgaben des Rates der Meister, die Hafenverwaltung laufend über alle Beschlüsse und wesentlichen Inhalte von Zunft- oder Ratssitzungen zu unterrichten und Vorschläge zur Förderung des Handels und des Handwerks in Bajard zu erarbeiten und gemeinsam mit den Zünften und der Bürgerschaft umzusetzen.

III.6 Jeder Meister und Geselle hat das Recht, den Ratsversammlungen beizuwohnen und vor dem Rat der Meister gehört zu werden. Interessierte Bürger, die selbst keiner Zunft angehören, sollen als Gäste geduldet werden, solange sie die Sitzungen nicht stören. Ratsversammlungen unter Ausschluss der weiteren Meister und Gesellen sind zum Zwecke der Beratung zulässig, jedoch können auf diesen keine bindenden Beschlüsse gefasst werden.


IV. Von der Zunftgerichtsbarkeit

IV.1 Den Zünften wird eine eigene Gerichtsbarkeit zugestanden. Alle Rechtsstreitigkeiten, die sich innerhalb der Zünfte oder im Verhältnis zwischen Handwerker und Kunde ergeben, sollen durch ein Zunftgericht entschieden werden. Hiervon ausgenommen sind schwere Missetaten gegen Leib und Seele, die stets von der Hafenverwaltung judiziert werden. Der Hafenverwaltung obliegt die Aufsicht über das Zunftgericht.

IV.2 Das Zunftgericht soll für jeden Rechtsfall eigens einberufen werden. Es soll diesem, soweit möglich, ein Handwerker jeder Zunft aus dem Rat der Meister angehören. Zudem soll in allen Zunftsachen ein Geselle in das Gericht berufen werden. Bei Klagen, die zwischen Handwerker und Kunde geführt werden, soll stattdessen ein freier Bürger, der nicht Mitglied der Zunft ist, an dessen Stelle treten. Das Gericht tagt unter Vorsitz des ältesten Ratsmitglieds.

IV.3 Angeklagte oder Kläger und deren Verwandte wie auch andere Personen, an deren Unbefangenheit in der verhandelten Sache Zweifel bestehen, können nicht Richter des Zunftgerichts sein. Fürsprecher sind vor dem Zunftgericht nur zulässig, soweit sie als Zeugen gehört werden.

IV.4 Hat sich ein Zunftmitglied wiederholter oder besonders schwerwiegender Vergehen schuldig gemacht, die an seiner Redlichkeit grundsätzlich zweifeln lassen, so soll das Zunftgericht prüfen, ob ein Ausschluss aus der Zunft geboten ist. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn durch Betrug, Diebstahl, Raub, Nachrede, Wucher oder andere Missetat, einem Dritten erheblicher Schaden an Leib, Ehre oder Gütern entstanden ist. Ein Zunftausschluss bedarf gem. I.6 stets der Zustimmung durch die Hafenverwaltung. Entsprechend I.5 zieht der schuldhafte Zunftausschluss stets den Verlust der Bürgerrechte nach sich.

IV.5 Die Zunftgerichtsbarkeit erstreckt sich ausschließlich auf Zunftmitglieder. Verfehlungen Dritter können durch das Zunftgericht nicht geahndet werden, sondern sind der Hafenverwaltung anzuzeigen. Die Verhängung von Leibesstrafen ist dem Zunftgericht grundsätzlich untersagt.


V. Von der Zunftordnung

V.1 Die Zunftordnung hat für alle Zünfte Gültigkeit. Sie kann nur durch die Hafenverwaltung verändert, ergänzt, eingeschränkt oder aufgehoben werden.

V.2 Die Zünfte können Änderungen oder Ergänzungen zur Zunftordnung vorschlagen. Anträge zur Änderung der Zunftordnung müssen vom Rat der Meister beschlossen werden.





Gesine Nussbaum
~ Hafenmeisterin ~


Zuletzt bearbeitet von Gesine Nussbaum am 19 Jun 2016 17:34, insgesamt 3-mal bearbeitet
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