Leben für den Schutz des Berges

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Gast

Leben für den Schutz des Berges

Beitrag von Gast »

Einige Wochen war es nun schon her, dass Dworakh sich mit seinem geliebten Weib Myrnha durch die tiefen, weit verzweigten Gänge des Götterberges nach Nilzadan durchkämpfte. Viele Gefahren lauerten in den Tiefen und an manchen stellen mussten sie Tagelang das Geröll wegschaffen um einen kleinen Durchgang freizulegen, da die alten Stollen häufiger mal einstürzen. Der beschwerliche Aufstieg zehrte an ihren Kräften und manches Mal zweifelten sie ob sie es schaffen würden. Doch tief in ihrem inneren spürten sie diese Hoffnung, ein Gefühl welches sie Tag für Tag weiter kämpfen lies, Cirmias würde sie nach Nilzadan führen, da waren sie sich gewiss. Sie spornten sich gegenseitig an, auch wenn dies manchmal bedeutete das Myrnha ihrem Mann mit ihrer Keule liebevoll gegen den Hinterkopf donnerte, wenn dieser mal wieder über Essens- oder Biernot jammerte. Nicht selten ging der wuchtige Kalure dabei brummend zu Boden, rappelte sich jedoch kurze Zeit später wieder auf. Einstecken konnte er und auch im Kampf war er nicht schlecht, so war er dafür verantwortlich sein Weib vor den Unwesen der Tiefen zu beschützen. Myrnha war eher für das Denken zuständig und wusste welchen Weg sie einschlagen mussten und auch sonst was zu tun war.

Gefühlt eine Ewigkeit dauerte es bis sie endlich die höheren Stollen erreicht hatten, Nilzadan war nicht mehr fern. Bei ihrem beschwerlichem Aufstieg hatten sie ihre ganze Ausrüstung verloren, sei es weil sie sie zurück lassen mussten oder Dworakh eine Axt in einem Schädel vergaß. Nur noch einige Stofffetzen hingen an den gezeichneten kalurischen Körpern und das einst Feuerrote Haar war Grau von dem ganzen Staub und Dreck dem die beiden ausgesetzt waren als sie endlich Nilzadan erreichten. Überglücklich es geschafft zu haben lagen sie sich in den Armen und wurden auch gleich von einer patrouillierenden Wache gefunden welche den beiden erst mal ein Bier zur Stärkung reichte. Dankbar leerten sie die Krüge hastig und wurden dann von der Wache zu ihrem Sippenhaus geführt. Einige Brüder und Schwestern tummelten sich im Sippenhaus und begrüßten die beiden Herzlich. Sie sackten erschöpft auf eine Bank nieder wo sie sich erst einmal stärkten. Nach einem ausgiebigem Bierbad gab Nurin ihnen fürs erste eine Grundausrüstung mit auf den Weg. Anschließend wurden sie von Geodiz von den Getwergelyn einmal durch die Stadt und durch die Frostklamm geführt, war es doch schon eine Weile her das die beiden hier oben waren.

Dworakh war glücklich wieder vertraute Gesichter zu sehen und in der Gemeinschaft zu sein. So konnte er endlich wieder seinen Lieblingstätigkeiten nachgehen, Bier trinken, feiern, dem Schürfen um seinen Körper zu stählen und das Geschenk des Vaters zu suchen und dem verprügeln von was auch immer ihm vor die Nase kommt. Aber am wichtigsten war ihm der Schutz des heiligen Berges und auch sein Weib Myrnha die beiden hatten sich fest vorgenommen eines Tages in die Graik aufgenommen zu werden. Schon etliche Male traf er bei seinen Ausflügen auf diese vermaledeiten Blauhäute manchmal sogar auf der Frostklamm, das war eindeutig zu nah. Einzeln konnte er schon einige Siege für sich verbuchen doch wenn sie wie so oft in der Gruppe kamen zog er den kürzeren. Gezeichnet von einem Kampf gegen gleich drei dieser Gestalten schleppte er sich mit letzter Kraft ins Sippenhaus wo er von Myrnha gepflegt wurde und nach einigen Tagen wieder auf den Beinen war.

Jeden Tag machte Dworakh nun einen Abstecher zum Graik Gebäude um dort den von Cirmias auserwählten Schlachtenwühler und Kal Khazad Daz zu suchen, bei welchem er für sich und Myrnha um eine Aufnahme in die Reihen der Graik bitten wollte. Er war sich sicher das Cirmias wollte das er den Bergwächtern beitritt um beim Schutz des Berges besser helfen zu könne. Doch oft kehrte er schon enttäuscht zurück, nicht jedoch an diesem Tag, zusammen mit seinem Weib machte er sich Abends auf den Weg zur Frostklamm ins Graik Gebäude. Eigentlich rechnete er schon damit das er Daz wieder nicht antreffen würde, um so glücklicher war er dann als er ihn tatsächlich vor sich sah. Einen alten greisen, gebrechlich wirkenden Kaluren. Die beiden trugen Daz ihr Anliegen vor und er stimmte zu das er sie in die Graik aufnehmen würde. Es war eine große Ehre für Dworakh und man konnte ihm den Stolz im Gesicht ablesen den er in sich trug. Der Graik Dar Nurin war ebenso anwesend und so wurden Myrnha und er ihm unterstellt. Er sollte die beiden ausbilden und anschließend Prüfen damit sie vollwertige Bergwächter werden konnten. Dworakh war seinem Ziel ein ehrenhafter Kämpfer für den Berg und Cirmias zu werden ein Stück näher gekommen. Er wollte hart an sich arbeiten um Cirmias alle Ehre machen und ihm soviel huldigen wie er nur konnte. Um ihm seine Dankbarkeit zu zeigen das er ihn und alle anderen Kaluren erschaffen hatte.

Eine erste Prüfung kam früher als Gedacht als der Kal Khazad Persönlich ihm einen Kampf anbot. Überrascht von dem Angebot fuhr ihm der Schreck für einen Moment in die Knochen und er Stotterte etwas vor sich hin, was man sonst von dem vorlauten und vorpreschendem Kaluren selten zu sehen bekam, höchstens wenn sein Weib lauter wurde. Er fasste sich jedoch wieder und stimmte gehobenem Hauptes in den Kampf ein. Die gebeugte Haltung des Kal Khazads verschwand als die Runen auf seiner mit Dornen übersähten Rüstung zu glühen begannen und der alte Greis wirkte von einem auf dem anderen Moment gar nicht mehr so alt und gebrechlich. Auch Dworakh machte sich kampfbereit, er zog seinen Schild vom Rücken und löste die Axt vom Waffengurt. Wie im Wahn fiel der Kal Khazad über ihn her und lies Dworakh nicht den Hauch einer Chance. Er versuchte sich mit seinem Schild irgendwie zu schützen doch es half alles nichts. Die spitzen Dornen drangen erst in den Schild und dann auch in Dworakh ein. Keuchend und am Ende seiner Kräfte sank er bewusstlos zu Boden. Das Nächste was er mitbekam war irgendetwas von „Bixi-Beix“ was lautstark an sein Ohr drang. Dann dieser höllisch brennende Schmerz den er an seinem Hintern spürte, als ob jemand glühendes Mithrill durch seine Rüstung bohrt. Als er wieder komplett zu sich kam schmerzte ihm sein Hinterteil noch immer und eine feine Narbe war dort zu sehen wo die Rüstung durchbohrt wurde. Es war das Ehrenmal welches davon zeugte das man einen Kampf gegen einen Schlachtenwühler überlebt hatte.

Völlig erschöpft traten er und Myrnha wieder den Heimweg an. Er war gespannt und wartete voller Vorfreude auf die erste Lektion die Nurin ihnen beibringen würde. Doch zunächst würde er sich etwas anhören können so wie seine Rüstung nach den Dornenangriffen aussah und auch das Loch am Gesäß würde dies nicht gerade besser machen.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 12. Mai 2016, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Daz Getwergelyn
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Daz Getwergelyn »

*in der darauffolgenen Nacht verarbeitete Dworakhs Unterbewusstsein die Geschehnisse des Tages und ließ ihn noch einmal das Ritual des ehrenvollen Runenbisses "Bixi-Beix" durchleben*

[img]http://s9.postimg.org/ytpkq3jzj/Bixi_Beix.jpg[/img]
Gast

Beitrag von Gast »

Schweissgebadet schreckt er mehrmals in der Nacht auf, dabei sah er sich jedes Mal aufs neue hektisch um und rieb an seinem Hinterteil ob nicht jemand daran hing und sich festgebissen hatte. Sein Unterbewusstsein hatte in dieser Nacht ganze Arbeit geleistet, diese Errinerung würde ihn noch lange begleiten da war er sich sicher. Irgendwann wurde Myrnha das auf und ab zu viel, so das sie sich den Steinkrug neben ihrer Schlafmöglichkeit griff und ihm damit auf den Schädel schlug. So hatte sie wenigstens für den rest der Nacht ruhe.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 12. Mai 2016, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
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