Ungewolltes Blut...

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Malachai Schwarzmourne
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Ungewolltes Blut...

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai ging langsamen Schrittes durch den Wald. Es war ihm egal, ob er Dornenbüsche oder altes Gestrüb durchquerte, er wollte nicht den normalen Weg zurück gehen.
Das Sumpfgebiet wurde immer kleiner, das Meer war kaum zu sehen.
Die Gedanken kreisten ihm weiter durch den Kopf. Der Schwertstich, welcher verdammt genau in ihr Herz traf. Das tote Gesicht, aus welchem Blut quoll.
Malachai hatte sein Gesicht noch nie so gesehen. Es jagte ihm selbst einer kurzen Zeit einen Schauer durch den Körper.
Er war Wutentbrannt, die Drohung gegen seine Schwester und seine Liebsten nahm er mehr als ernst. Er wusste, dass die Frau jene Worte auch wahrhaben liessen und er musste etwas tun, ehe es zu spät wäre.
Malachai wanderte weiter. Äste brachen und knackten unter seinem Gewicht zusammen. Er schob einiges Blattgrün zur Seite, welches ihm den Weg versperrte und langsam trat er immer näher an Bajard ran.
Das Sumpfgebiet, wo sie die Leiche niederlegten nahe Tyrell war ausser Sicht. Sie zerrissen ihre Kleidung, nahmen ihr ihre wertvollsten Dinge und liessen es wie einen Raubmord aussehen. Die Robe wurde im Meer versenkt, die Valion trug, als er das Schwert in ihr Herz einrammte.
Malachai blieb stehen, er lehnte sich an einen Baum und sackte langsam an jenem Stamme hinab, bis er auf dem Boden sass. Er winkelte seine Beine an und umklammerte sie leicht mit seinen Armen, sodass seine Fingerspitzen sich berührten.
Er musste es sich einfach noch einmal genau durch den Kopf gehen lassen.
Er sank den Kopf und überlegte ganz genau.

Er sah Valion an der Kutsche wartend. Er ging an ihm vorbei, nickte kurz des Grußes und hielt nicht an. Er machte einen großen Bogen und versteckte sich am hinteren Rad der Kutsche. Valion ging zu seinem Hause, Malachai schaute ihm nach, es machte ihm sichtlich Spaß, die Menschen zu beobachten, während jene nicht wissen, dass er dort ist.
Ein paar Sekunden später trat eine Frau hinaus. Er kannte ihr hübsches Gesicht, er sah sie schon einmal.
Jene war aber nicht frohen Mutes, sie wandelte Valion nach zum Hause.
Malachai tat es ihr gleich. Auf leisen Sohlen folgte er ihr und er sah in einer Entfernung, wie sie auf Valion zu ging.
Malachai versteckte sich in einer dunklen Ecke um das Lagerhaus von Valion.
Er sah, wie er sie anlächelte und begrüßte, doch sie war weiter des Zornes geleitet und schrie ihn an. Sie machte ihm Vorwürfe, was er mit ihrem Sohne getan hätte. Valion versuchte ihr zu erklären, dass jene Vorwürfe unbegründet und falsch waren und nicht der Wahrheit entsprachen. Doch die Frau hörte nicht zu.
Sie schrie weiter ihn an, schlug ihm einmal ins Gesicht und nun wurde Valion aus sauer.
Malachai schaute weiter nur aus der dunklen Ecke auf sie, ein Mensch, der in vollen Gedanken wäre, hätte ihn vielleicht gesehen, wenn er konzentriert auf den Schatten geblickt hätte.
Dann drohte die Frau Valion. Sie sagte, er würde nicht ihm schaden, nicht ihm sein Leben nehmen...nein sondern den Menschen, die ihm lieb sind. Seiner Schwester zum Beispiel.
In Malachai machte sich Unmut breit. Jene Worte, jene Reaktion eines Menschen, de rRache für etwas ausüben will, kannte er zu gut. Unfreiwillig wurde er an Stephanie erinnert, seiner liebsten, die von seinem Stiefbruder skrupellos umgebracht worden war.
Malachai wusste, was geschehen würde, er wüsste, wie er reagiert hatte und weiss auch, was Valion nun tun würde. Sie waren in diesem Dinge sehr gleich.
Die Frau drehte sich, Malachai konnte ihr in ihre kalten und klaren Augen schauen und sah ihr mörderisches lächeln. Es war klar, diese Frau würde ihre Drohungen mit freuden in Erfüllung setzen.
Sie setzte den ersten Fuß, da flog ihr eine Flasche vor die Füße. Es gab einen hellen Lichtblitz und die Frau erstarrte.
Valion hat den Paralysetrank direkt auf sie geworfen, er ging langsam zu ihr. Er hatte einen Blick drauf, der Malachai fremd war. Doch er wusste, dass jener Blick ihn selbst heimsuchte, als er Vergeltung übte.
Es schauderte ihn, Valion schlug der Frau ins Gesicht, sie fiel Rücklings und trat so aus der Paralyse heraus. Etwas Blut lief ihr die Lippe hinab, sie lachte und dann....
Valion drehte sich weg, kehrte ihr den Rücken zu. Malachai hoffte, er würde gehen, doch er zog langsam das Schwert hinaus. Die Frau sprach weiter auf ihn ein, sie sah das Schwert nicht. Sie sprach nur mit Hohn und Spott und darüber, dass Valion seine Liebsten sicher vermissen würde, doch ehe sie weiter sprechen konnte, drehte Valion sich um und...
Malachai schrie aus seinem Versteck hinaus mit einem lauten "Nein", doch zu spät. Valion durchbohrte das Herz der Frau, ihre Augen waren verschreckt, es kam selbst ihr zu unerwartet.
Malachai trat daneben, er wusste zwar vorher schon Instinktiv, was geschenen würde, doch er wurde mit einem Schwertstreich an seine Vergeltungen erinnert.
Valion nahm ihn nicht war, er kniete sich nieder zu der Frau, welche leise vor sich hin murmelte. Er streichelte ihr sanft über die Stirn, nachdem er ihren Kopf anhob. Er flüsterte leise zu ihr, er bemerkte Malachai garnicht und jener stand nur daneben, den Blick mit kalten Augen auf die Frau gerichtet.
Einen Moment später legte er Valion die Hand auf die Schulter. Er erschrack, versuchte zu erklären, dass er die Frau hier tot fand, doch Malachai winkte ab und legte nur seinen Zeigefinger auf seine Lippen. Valion nickte, er verstand, dass Malachai alles sah und niemanden etwas sagen würde.
Er sah sich die Frau an, er fragte, wer sie war.
Die Mutter von Trysthan und die Frau von dem Ahad Letast. Malachai erschrack leicht. Er hörte von Laheria, doch wusste er nie, dass sie es war, wenn er sie sah.
Selbst einem kleinen Kind wäre nun bewusst, dass dieser Mord noch Ärger mit sich ziehen würde.
Er beschloss, die Leiche vom Hause weg zu bringen, zu dem Sumpfwalde. Dort sollte es wie ein Raubmord sein.


Malachai stand auf vom Baume, er schüttelte kurz den Kopf und ging weiter seinen Weg. Er konnte nur hoffen, dass niemand jene sah. Er war sich zwar sicher, dass Sie alleine waren, doch eine gewissen Unsicherheit macht sich in jedem breit, der gerade bei einem Morde dabei war und die Leiche versteckte.
Er ging weiter, Bajard war fast in Sicht und sein Heim nahe. Sein Gesicht war immer noch Reglos und ohne Gefühle. Er kannte die Frau nicht und Valions Tat liess ihn nicht erschrecken. Er wusste, dass er selbst in solch einer Situation das selbe tuen würde. Er tat es...oft...er handelte aus Wut und Rache. So ist der Mensch. Tot zum Schutze der Liebenden. Vergeltung an die Peiniger. Mord an die Drohenden.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Sonntag 9. Juli 2006, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Valion Tal

Beitrag von Valion Tal »

Er nahm den Weg über das Gasthaus vor Tirell und marschierte direkt auf sein Haus zu. Als er die Blutlache in der nähe seines Hauses sah, nahm er direkt Wasserkruege und vergoss sie auf das Blut, in der Hoffnung das einige abgesickerte...

Anschließend ging er in sein Haus setzte sich hin und dachte darüber nach was geschehen war. Was war denn geschehen?

Er ging von der Kutsche zu seinem Haus und trank dort etwas und ging wieder raus. Es war sichtlich ein heisser Tag und dort traf er auf Laheria... Er freute sich sehr sie zusehen. Aber es kam anderes als gedacht. Ein Vorwurf nach dem anderen knallte sie ihm vor dem Kopf. Und verzweifelt versuchte er es ihr zuerklaeren. Sie hörte nicht zu und began dann einen Fehler. Sie bedrohte seine liebsten und seine Freunde.
Es war schlimmer als ein Schlag ins Gesicht und das wusste Laheria genau. Ihr Gesichtsausdruck sie meinte es wirklich ernst. Valion wollte sich nicht einschüchtern lassen und sorgte dafuer das sie nicht weggehen konnte und verpasste ihr anschließend ein Faustschlag.

Die Hoffnung die er hatte, das sie sehen wuerde das er es ernst meint. Aber nein, sie drohte weiter und lies sich nicht einschüchtern.

Hass, purer Hass schoss in ihm hoch. Er war nicht mit er selbst. Er dachte nur daran, dass er es nicht zulassen könnte. Nein, wenn Laheria droht meint sie es ernst. Er kann es nicht zulassen. Er müsste alldem ein Ende setzen. Ein grinsen bildet sich auf sein Gesicht. Sie meinte mit ihm zuspielen. Das wird ein Ende haben.
Sie rechnete nicht damit, das Valion das tun wuerde was er tat. Er zog sein Schwert mit dem Ruecken zu ihr, drehte sich um und stach zu. In diesem Augenblick war er nicht er selbst. Nein, dieser Hass in seinem Herz zerfrass ihn. Sein Beschützerinstinkt war stärker denn je. Sie lag nun dort und Valion wusste es war das Ende für sie.

Er kniete sich zuihr, irgendwie verspürte er kein Mitleid, lag es daran, dass es vielleicht das war wonach sich Laheria gesehnt hat?
Nach dem Schwertstich murmelte sie leise vor sich hin von einer Erlösung. Meinte sie ihre Worte nicht ernst? Wollte sie etwa nur das Valion sie erlöst? Oder war das nur Zufall?

Eins wusste er, niemand dürfte erfahren das er der Täter war... Es war niemand da der die Tat beobachtete, bis auf Malachai. Aber Malachai versprach ihm zuschweigen, so brachten sie die Leiche zum Sumpfgebiet. Sie ließen die ganze Sache nach einem Raubmord aussehen. Ja, eine gute Idee. Und, wenn man die Leiche findet, würde sich Valion um das Grab kümmern. Schliesslich war sie immernoch eine Freundin von ihm. Egal was sie sagte, er hat sich dafür gerächt. Niemand würde auf die Idee kommen das er es war. Weshalb auch? Schliesslich wussten alle das er gut mit ihr befreundet war...


Er stand auf und machte sich auf den Weg. Er wollte Freunde besuchen und sotun als ob nichts geschehen ist.
Cynric

Beitrag von Cynric »

Cynric saß zurückgelehnt am hintersten Tisch der Gaststube am Wegkreuz und beobachtete mit halb geschlossenen Augen das Treiben der Gäste. Gerade führte er seinen Bierkrug zum Mund, als dieser plötzlich mit einem scheppern zu Boden fiel und zerbarst. Ohne den Krug und die auf ihn gerichteten Blick zu beachten, starrte er auf seine linke Hand. Dort wo sich einst in den Kerkern Rahals ihrer beider Blut verband, brannte es wie ein glühender Draht auf seiner Haut. Die Narbe, welche ihn für ewig an Laheria erinnern sollte, begann sich zu röten. Immer dunkler wurde das Rot, und Cynric war sich gewiss, etwas war geschehen. Der Schmerz steigerte sich ins Unerträgliche und ließ seine Umgebung vor seinen Augen verschwimmen. Beinahe verlor er das Bewusstsein, er schwankte. Plötzlich war aller Schmerz verschwunden und ein Gefühl von Trauer und Leere ergriff von ihm Besitz. Er wusste, dass sie nicht mehr war...
Laheria A´kinar

Beitrag von Laheria A´kinar »

ES war ein seltsamer Sonnenaufgang, so einen hatte sie schon einmal gesehen. Langsam blickte sie heurnter auf die weißen Haende. Dann sah sie den Heiler zu ihrer Rechten an.
Seine Worte rauschten noch immer in ihren Ohren. Eine Woche vielleicht zwei..

Sie wollte nicht in Mitleid sterben, nicht das alle darauf hofften bis zur letzten minute noch eine Möglichkeit der Heilung zu finden. Wollte nicht die Traenen sehen, welche ueber die Wangen ihrer Liebsten liefen.
Es war vorbei..das glorreiche Leben der Laheria die niemals aufgeben wollte. Welche nicht mal den Tod fürchten konnte.

Nun langsam mit jeder Stunde hauchte sie mehr Leben aus als ihr lieb war. Sie hatte nicht mehr zu leben. Es war vorbei und sie hatte das getan was getan werden musste.
Sie legte zwei Rosen auf das bett Letasts und auf das bett Trysthans in der Hoffnung er würde irgendwann wieder nach Rahal kommen. Einem Boten gab sie ebenfalls eine solche für Tugor bestimmt.

Valion bekam ein besonderes Geschenk. Zuviel hatte sie ihm angetan und nun war es vielleicht auch eine Gefühl der befreiung für ihn.
Das Haus blieb nur noch ein Schatten in ihrem Rücken.

DIe Kutsche und den Kutscher verschwommene Schemen. Erst als sie vor Valion stand sah sie wieder deutlich.
Die Worte sprudelten aus ihrem Mund, nicht die ihren. Ihr Körper tat etwas, nicht ihr körper.

Schließlich der erlösende Stoß. Gesehnt hatte sie sich schon oft daran. Ein Leben was vor ihren Augen nocheinmal durchlief.
Dann sah sie sein Reich.. und langsam schien es als würde ihre Seele den Körper verlassen und in sein Reich einziehen.

Der Vater hat seine treue Dienerin zu sich geholt, ein Lebenstraum wurde wahr.. nun endlich..
Die Augen der so tapferen Frau brachen und das Herz hörte auf zu schlagen.
Cynric

Beitrag von Cynric »

Nachdenklich sah der Wirt dem Krieger nach. Lange schon besuchte Cynric sein Gasthaus und immer war er ein guter zahlender Gast gewesen. Während er die Scherben des zerbrochenen Kruges auf kehrte, dachte er an das Gesicht des Mannes, als dieser ihm die Münzen in die Hand gedrückt hatte. Vor langer Zeit hatte der alte Wirt ihn schon einmal so gesehen. Damals, als seine Verlobte verstorben ward - man munkelte sie habe sich selbst das Leben genommen - war er schwach und gebrochen, halb stolpernd. Elendig hatte er ausgesehen, als er stumm einen Krug nach dem anderen gelehrt hatte. Doch dieses Mal war es anders. Zufrieden und gut gelaunt war er heute hergekommen. Hatte ihm grüßend zugenickt und freundlich sein Bier bestellt. Etwas zurückgezogen wie immer, hatte er den guten Gerstensaft genossen, dann erklang das klirren des brechenden Kruges. Nie würde er jenes Gesicht vergessen, zuerst erschrocken auf seine geöffnete Hand starrend, dann wie vor Schmerz verzerrt. Und letztendlich wie zerbrochen in unendlicher Trauer. Nachdenklich ließ er die Scherben in die Tonne hinter der Theke fallen.

Wie benebelt ritt Cynric den Waldweg gen Bajard hinab. Die Geräusche um ihn herum drangen nur als ein leises Rauschen zu ihm vor. Er wusst selbst nicht, warum er diesen Weg nam. Die Erinnerungen an Laheria zwangen sich ihm schmerzend ins Bewusstsein. Was hatten sie alles erlebt, wie oft hatten sie Seite an Seite gestritten? Wie ein blutiger Sturm hatten sie sich in der Schlacht um Varuna gemeinsam ihren Weg durch die Reihen der Feinde gebahnt. Wieder durchfuhr ihn eine heiße Woge des Schmerzes. Er sah Laheria, wie sie sich bei ihrer letzten Begegnung gegenüber standen. Mit ihrer schillernden Rüstung und ihrem großen Mundwerk, für welches ihr schon so mancher am liebsten den Kopf von den Schultern getrennt hätte. Und auch Cynric hätte es getan, hätte er nicht gespürt wer sich hinter dem geschlossenen Helm verbarg. Schmerzlich wurde ihm die unfreundlichen Worte bewusst, welche er immer bereut hatte, gerade, dass sie seine Lippen verlassen hatten. Wie sehr hatten sie sich voneinander entfernt, dachte Cynric. Dann sah er wieder auf die blutrote Narbe und er wusste, seit jenem Augenblick waren sie sich immer nahe und dieses Band, mit ihrem Blut besiegelt, wird nicht einmal der Tod durchtrennen.

Bald erreichte er die Sümpfe nahe Bajards. Eine kleine Gruppe, warscheinlich Bauern aus der Umgebung, stand am Wegrand. Schon als Cynric die Menschen sah, wusste er um was sie herumstanden. Die Bauern wichen vor den Hufen des hohen Rosses zurück und sahen mit einer Mischung aus Furcht und Neugier zu dem jungen Krieger mit dem vorzeitig ergrauten Haar hinauf. Er glitt von dem Pferd herab und sein Atem ging schwer und schmerzend, als sich vor seinen Augen zeigte, was ihm längst Gewissheit war.
Weiße Wolken zogen sich droben am Himmel zusammen, als sich Cynric neben ihr niederkniete. Er drückte Laherias leblosen Körper an sich, strich ihr über das weiche, ihm noch immer so vertraute Gesicht und das blonde lange Haar. Er nahm ihre Hand und drückte sie noch einmal wie in jener Nacht im Kerker Rahals. „Schwester“ brachte er flüsternd hervor und dann geschah etwas, das seit vielen vielen Jahren nicht mehr geschehen war. Eine einzige glänzende Träne der Trauer rann seine Wange hinab und benetzte die Haut der Toten. Cynric drückte seine Schwester fest an sich dann sah er in die Gesichter der Bauern. Ihre anfängliche Furcht war nun Betroffenheit gewichen und so halfen sie Cynric, den leblosen Körper vor ihm auf das Pferd zu setzten.

Was sollte er jetzt tun? Wo sollte er sie hinbringen? Nach Rahal? Sollte er sie an den Wachen vorbei tragen? Solle er die Stadt überhaupt betreten, nachdem ihn viele seiner alten Gefährten für Bajard hatten kämpfen sehen? Nein er musste dorthin um Tugor zu suchen, doch was sollte mit Laherias Körper geschehen? Bald hatte er jene Lichtung vor Rahal erreicht auf der nur noch eine Ruine als Zeugnis eines einst prächtigen Hauses geblieben ward. Jenes Haus, in welchem Laheria einst glücklich mit ihrem Gemahl gelebt hatte, ehe der einstige Herrscher es in seinem Zorn über sie niederbrennen ließ. Wieder drängten sich ihm die Bilder auf, Bilder von ihm, als der Praefector ihn unehrenhaft aus der Rahaler Garde entlassen hatte und Laheria, welche törichterweise zu ihm gehalten hatte und mit ihm die Garde verließ. Jener Tag in Bajard war es, welcher sie spätter hatte gemeinsam vor Gericht stehen lassen. Gemeinsam hatten sie so vielem getrotzt. Ja, hier geschützt in den Ruinen ihres Hauses, geschützt vor wilden Tieren, würde er sie vorerst zurücklassen. Er musste nach Rahal und Tugor finden... und ihren Mörder.
Zator A´kinar

Beitrag von Zator A´kinar »

Es war wohl einer der größeren Zufälle dieser Tage, dass an diesem Tage auf dem Wege von Rahal nach Bajard zwei Gestalten ihr Lager aufschlugen. Die eine war die eines erwachsenen Mannes, hochgewachsen und schlank, doch die sicheren Schritte eines erfahrenen Kriegers oder Jägers. Die andere Gestalt war von zierlichem Wuchse, blonde Haare kräuselten sich auf seinem Kopfe. Sie machten ein Feuer und unterhielten sich einige Zeit.

[url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?p=62643#62643]Leon und Zator schlagen ein Nachtlager auf[/url]

Als der Junge friedlich schlief, erhob sich Zator leise und ging in immer größer werdenen Kreisen um die Lagerstatt. Nur wenig entging dem Manne, der lange in diesen Wäldern gehaust hatte. So gelangte er auch, weit nach Mitternacht in die Nähe eines Bauernhauses. Dort brannte noch Licht in der Bauernstube und die Familie sass beisammen. Einem Schatten gleich schlich sich Zator unter das Fenster und schloss die Augen um sich ganz auf den Hörsinn zu konzentrieren.

"Zu schade .... so ein junges Fräulein."

....

"... selbst schuld .... an den Herd."

....

"... wie .... ihr Name?"

....

"La... Anar?"

....

"Laheria! Richtig..."

Zator zuckte unmerklich zusammen. Sie sprachen von Laheria? Was wohl mit ihr war? Er lauschte weiter.

Einige Stunden später...

Zator schaute nachdenklich auf den kleinen Leon. Natürlich war da Trauer in ihm, doch wusste er nur um das Gefühl, konnte ihm keinen Namen geben. Es war ihm, als wäre da eine nie zuvor gekannte Leere in ihm. Und neben ihm schlief ein kleiner Junge, der keine Mutter mehr hatte. Mit leicht zitternder Hand streichelte er Leon über das blonde Haar. Eine Träne löst sich aus dem Auge Zators und fiel auf den Jungen und in seinem Inneren schwieg sein Bruder noch immer.
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Tugor Crain
Beiträge: 125
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tugor Crain »

Viele Gedanken kreisten in seinem Kopf...

Tugor sah nur noch die Rose vor sich die wohl von seiner Liebsten sein

musste.

Doch was sollte dies bedeuten?... Ein Gruß wie er hoffte?

Ein Abschied?... Nein, rasch verdrängte er den letzten Gedanken.

Er griff nach der Rose und betrachtete sie lange...

Dann ein Schmerz.... ein kurzer Stich einer Dorne am Stiel...

Ein Blutstropfen rann über seinen Finger und tropfte zu Boden, im

gleichem Moment löste sich eine Blüte und schwebte wie eine Feder

langsam nach unten um auf dem Blutstropfen liegen zu bleiben.

Tugor erstarrte zu Eis...

Leere... unendliche Leere machte sich in ihm breit.

eine schreckliche Gewissheit erwachte in ihm...

Zu nahe standen sich ihre Seelen um dies Zeichen nicht erkennen zu

können...

Das durfte nicht sein... das konnte nicht sein!

Sie hatten sich doch ewige Treue und Liebe geschworen...

Nun hatte seine große Liebe ihn für immer verlassen?

Tugor nahm wie in Trance seinen Ring vom Finger und las die Inschrift...

".....bis über den Tod hinaus", waren die Letzten Buchstaben die langsam

vor seinen Augen verschwammen.

Die Rose viel zu Boden, ein seltsam entschlossener Blick lag in seinen

Augen als er den Ring wieder ansteckte.

Es gab nur eine Sache in seinem jetzt sinnlosem Leben die er noch zu

tun hatte...
Trysthan A´kinar

Beitrag von Trysthan A´kinar »

Als der Junge abends die Rose auf seinem Bett sah ahnte er nichts und legte sie etwas verwundert, aber mit Begeisterung auf die Komode neben seinem Bett...
Müde gähnend krabbelte er dann in sein Bett und kuschelte sich mit seinem Teddybären von Valion unter die Decke und dachte an seine Mama...Die ist bestimmt wieder für ein paar Tage weg...

Davon das andere Menschen um seine lang gesuchte Mutter trauerten ahnte er nichts. Für ihn war inzwischen wieder alles in Ordnung. Seine Familie war wieder ganz. Er wohnte wieder in Rahal, übte oft mit seinem neuem Schwert und streifte wieder durch Rahal, in seiner Begleitung seine kleine schwarze Katze mit einem goldenem Halsband.
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Das Schiff schaukelte stark, vom Wellengang der See getrieben, fand es eine doch recht rasche Überquerung des Meeres.
Vorne am Buck stand eine Schwarzverhüllte Gestalt. Sein Umhang wedelte vom Winde getragen hinter ihm. Die Kaputze, tief ins Gesicht gezogen, eine MAske über den Mund gestüllpt, aus der man anhand des Frostatem sehen konnte, dass jener Verhüllte ruhig und gelassen atmete.
In seiner linken Hand hielt er einen Brief. Er war aufgefaltet und der Mann starrte auf die Lichter, die sich vor ihm boten. Die Lichter von Bajard.
Er war lange nicht mehr hier gewesen, doch ein Freund....nein....sein Bruder brauchte seine Hilfe.
Er hob das Pergament leicht und schaute aus den Augenwinkeln auf es hinab.
Nur leichte Wortfetzen liesst er.
Varuna....Garde....Falschaussage....Bauern....Leiche....Sumpf....
Er seufzt kurz, ehe er dann das Pergament mit seiner Hand zerdrückt.
Er schaut sich das zerknüllte Stück an, die Lichter kommen immer näher und im Hintergrund hört man das rufen des Kapitänes, welcher zum anlegen befiehlt.
Dann streckt Malachai seinen Arm über das Meer und öffnet die Faust mit dem Pergament, sodass es ins Wasser fällt und vom Meer in seine weite Tiefen gesogen wird.
Das Schiff legt an, Malachai betritt den Steg und schaut sich kurz um, ehe er sich auf macht um jene Bauern zu finden, die die Leiche von Laheria damals gesehen haben.
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai wandte durch die dunklen Straßen Bajards.
Seine Aufgabe war klar...er würde jene Bauern suchen, die am Tage als Schaulustige im Sumpf waren und den toten Körper von Laherai nach sahen und er würde sie dazu bringen, vor Varuna auszusagen.
Zuerst ging er zum wohl befülltesten Ort in dieser Stunde: Die Taverne.
Dort trafen sie sich, sprachen über den Tag und ihre Ernte, während man sich genüsslich ein Bier einflösste.
Er schlug die Tür fast auf, es wurde stil in der Taverne und alle Augen waren auf den Schwarzverhüllten gerichtet.
Er schaute sich einmal aus den Augenwinkeln um, ehe er ruhig und in kalter Stimme sprach:
"1Krone für die, die am Tage Zeuge waren, als der tote Körper von der Frau im Sumpfe gefunden wurde und 1Krone mehr, wenn jene Person mir sagt, was mit dem Körper geschah und jene Aussage auch vor dem Gericht von Varuna macht."
Dann schaute er abwartend auf die Bauern, auf das sich einer melden würde.
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