Die Zeit des Lernens..

Gast

Die Zeit des Lernens..

Beitrag von Gast »

Den Kragen hochgeschlagen, den Kopf eingezogen, die behandschuhten Finger in den Taschen stapfte sie missgelaunt in Richtung Westen.
Die Sonne zeigte zwar schon die ersten Strahlen, aber noch waren die Schatten lang. Sie hatte nicht schlafen können. Sie war zu wütend.

Pflichtvernachlässigung!
Pah! Das kleine Steinchen vor ihren Füßen bekam einen heftigen Tritt versetzt, machte drei kleine Hüpfer und blieb schließlich etwas Abseits des Weges liegen. Was ihm obendrein einen bösen Blick einbrachte.
Alles hatte sich gegen sie verschworen!
Mit einem weiteren, tiefen Brummen schlug sie den Weg durchs Grünzeug ein um Abzukürzen. Als sie endlich dort war wurde die Arbeit erst einmal von der Seite betrachtet.
Alles? Wirklich alles?
Es kam ihr vor als hätte das kleine Häuschen über Nacht einen Schuss getan, sie war sich sicher das es vor zwei Tagen noch deutlich kleiner gewirkt hatte. Ganz bestimmt!
Beim Betrachten des Wachhäuschens kam ihr dann ein weiterer Gedanke der sogar für den Moment eines Herzschlages den mürrischen Blick vertrieb und ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Sie hatte ja gar keinen Schlüssel!!!
Zwangsläufig könnte man dann nur Außen putzen, das würde rasch gehen. Ziemlich sicher!
Beschwingt durch den Gedanken machte sie sich daran einen kleinen Putzeimer herbei zu schleppen, einen Stapel an Lappen und Tüchern.
Völlig überladen trat sie dann schließlich näher an das Häuschen.
Sie runzelte die Stirn als die davor stehenden Wachen in Bewegung kamen und kaum war sie näher getreten ihr tatsächlich obendrein die Tür aufhielten.

Das kann doch gar nicht wahr sein!
Die Entgeisterung war ihr völlig ins Gesicht geschrieben, während sie vor dem Eingang stand wie vom Donner gerührt. Irgendwo in der näheren Umgebung knisterte es leise und deutlich aufgeladen.
Ein weiteres tiefes Brummen entfuhr ihr.

Ich bring sie um.
Scheppernd wurde der Eimer auf dem Boden abgestellt, dabei spritzte das Eiskalte Wasser in alle Richtungen und hinterliess die ersten Pfützen.
Den etwas verstörten Blick der Wachen ignorierend, trat sie entschlossen um das Gebäude herum und begann trotzigen Blickes ihr Werk.
Steinchen um Steinchen wurde von dem kleinen Lappen poliert, wobei sie keineswegs mit wüsten Beschimpfungen sparte.
Irgendwann ging sie dazu über den Steinen zu erzählen wie qualvoll sie Jemanden umbringen würde und welche grauenvollen Methoden es dafür gab. Sie war dabei ausgiebig detailreich, während in der Wut Steinchen um Steinchen gerubbelt wurde...

.. So mehrten sich die Pfützen und Wasserlachen um das Gebäude, während irgendwo eine wild gewordene den Lappen schwang...
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 8. Oktober 2015, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Inzwischen waren die Bewegungen langsamer geworden und fast völlig erlahmt. Deutlich konnte man den Weg des Wasserholens bis zu ihrem Arbeitsplatz verfolgen..
Die Wut war einer bleiernen Müdigkeit gewichen, durch die sich eine leise Frage kämpfte:

Hatte sie das wirklich SO gemeint?
Ein gedankenverlorener Blick ums Eck gen Wachen...
Sie hatte den ganzen Vormittag den Lappen geschwungen, immer wieder mit trotzigem Blick an den Wachen vorbei. Damit war die Zeit sich bei ihnen zu erkundigen eindeutig verstrichen.
Eigentlich hatte sie noch niemals Jemanden die Steine seine Hauses polieren sehen, andererseits .. wer beobachtete schon seine Nachbarn?
Vielleicht machen sie es ja doch alle... Nur man sah es nie?
An der Unterlippe kauend landete der Lappen unter einem lauten "Platsch" spritzend im Wassereimer.
Einen Schritt zurück tretend wurde das bisherige Werk begutachet.

Mhhhh hmmm.
Im Schneidersitz liess sie sich vor dem Eimer nieder, ein müdes Lächeln..
Schon kam Bewegung in das Wasser im Eimer, es platschte als hätte Jemand etwas hineingeworfen, es begann zu spritzen - wobei sie ruhig sitzen blieb, mit einem Mal ein zufriedenes Lächlen auf den Lippen.
Ganz gemächlich reckte sich etwas aus dem Wasser, erst kam der Oberkörper... dann die Hände, mit denen es zugleich nach dem Stapel Lappen griff und schließlich entstieg es völlig seinem kleinen Eimer-Gefägnis.
Ein kleiner Tropfenregen begleitete das Wasserwesen, welches den Lappen in der Hand Steinchen um Steinchen des Hauses weiter polierte, während ein müder Blondschopf auf dem kühlen, nassen Boden saß und die Arbeit mit Adleraugen verfolgte..
Gast

Beitrag von Gast »

Eine ganze Weile saß sie dann dort, recht zufriedenes Blickes und bemerkte zunächst überhaupt nicht, wie einer der Wachhabenden näher heran trat.
Nachdem er eine Weile versucht hatte die Magierin mit Gesten auf sich aufmerksam zu machen, drückte er sich schließlich am werkelnden Wasserwesen vorbei.
Die fliegenden, nassen Tropfen hatten dabei nicht zur besseren Laune geführt und so stand er dann, grimmigen Blickes direkt vor ihr.
Tatsächlich riss sie das dann auch endlich aus ihrem Tagtraum, was dem armen Tropf nur einen weiteren nassen Regen einbrachte, als das Wasserwesen hinter ihm in einem lauten 'Platsch' in sich zusammen fiel.
Der zerknirschte und entschuldigende Blick von unten herauf, prallten völlig an seiner schlechten Laune ab, barsch wurde angemerkt:


"Man lässt ausrichten, dass euch nicht erlaubt ist zu Schummeln."

Ein leises Seufzen entfuhr ihr, mehr wagte sie allerdings dazu nicht. Langsam wurde sich vom Boden wieder aufgerappelt. Im Kehrt machen fiel ihm dann noch ein:

"Und denkt dran, dass das Wachnest nicht beschädigt wird!"

Mhmpf. Kein Schummeln, kein Wachnest - warum war das gleich nochmal nicht in einem der Bäume?
Brummend und nicht minder schlecht gelaunt, wurde sich der Eimer geschnappt. Eigentlich hatte sie nur vor ihn in die nächste Böschung zu kippen, als allerdings die Türen des kleinen Häuschens aufgerissen wurden, kaum das sie in der Nähe war.. kam ihr ein anderer Gedanke.
Ein Grinsen auf den Lippen trat sie dankend durch die Türe und kaum darinnen wurde sie schwungvoll hinter sich zu gezogen.
Im düsteren Inneren des Wachhäuschens begannen ihre Augen zu funkeln.
Sie war alleine!
Wer könnte schon... Das würde ja gar keiner merken, niemals..
Auf der Suche nach einem bequemen Sitzplatz wurde dann die nächstgelegene Truhe ausgewählt. Kaum darauf Platz genommen, fegte auch schon ein stärkerer Windzug die ersten Spinnenweben aus den Ecken und von der Decke. Kurz darauf kam plätscherndes und spritzenden Wasser zur Hilfe.
Und so saß sie im Wirbelnden und blätschernden Chaos in dem kleinen Hütchen, das Lächeln wurde nur hin und wieder von einem lauten
"Hatschiiiiiiiiii" oder einem Schniefen unterbrochen. Die Arbeit der Hilfskräfte hielt dafür jedoch nicht inne..

Eine geraume Weile später wurde die Tür erneut aufgerissen, sofort fielen das Wasser in sich zusammen, der Wind kam mit einer letzten Böe gen Tür zum Ersterben.
In der Türöffnung stand nun eine triefend nasse Wache, vernichtenden Blickes, in den Händen einen reichlich beladenen Teller und eine dampfende Tasse.


"Ups, also das.. tut mir wirklich ehrlich leid. Wirklich!

Wurde rasch versichert und kaum ausgesprochen, auch schon der Teller aus seinen Händen geklaut. Mit einem dankbaren Lächeln wurde das belegte Brot, sowie der Süsskram bedacht. Etwas zögernder wurde dann die Tasse entnommen und nach einem ersten daran riechen, die Nase kräuselnd verzogen.
Der Augenblick in dem der Wachhabende das Lächeln wieder fand.


"Das habt ihr zu leeren, auf Befehl der Akoluthin. Soll helfen."

"Wirklich alles? Das stinkt furchtbar..."


Erbarmungslos blieb er stehen, bis auch der letzte Tropfen des Zwiebelsaftes geleert war, erst dann verschwand die Wache wieder. Sich immernoch schüttelnd, beschloss sie den Rest der Arbeit ruhen zu lassen...
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 15. Oktober 2015, 09:48, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Immernoch etwas heiser, jedoch leise summend machte sie sich, kaum das die Sonne die ersten Strahlen zeigte, auf ihren Weg.
Heute würde sie fertig werden! - Endlich.
Kaum an der Türe, öffnete sie sich wie gewohnt vor ihrer Nase, guter Laune wurde in den kleinen, recht vertrauten Raum getreten.
Der Blick schweifte einmal über die letzten verstaubten Ecken und gerade als sie dazu ansetzen wollte, ihre kleinen Helfer zu sich zu rufen, öffnet sich die Tür erneut.
Recht verwundert wendete sie sich dem vor ihr stehenden Wachmann zu - der ein Lächeln auf den Lippen - ihr einen Lappen, einen Eimer, ebenso wie einen Besen reichte.
Dabei verlor er kein Wort, aber sein Blick sprach alles Ungesagte aus.
Ihre Schultern sackten nach vorn, das Summen verstummte und mit einem Griesgrämigen Blick nahm sie die Putzuntensilien entgegen. Kaum hatte sich die Tür hinter ihr wieder geschlossen, begann es irgendwo in dem Raum aufgeladen zu Knistern.
Leise murmelnd landete der Putzlappen im nächsten Eck.


Ich bin demütig, ........... wie war das noch einmal gestern? Ich bin demütig, ich werde demütig für ihre Seele beten - ich werde sie nicht umbringen, ich gehe völlig in der Demut auf...

Noch eine ganze Weile murmelt sie vor sich hin, während das Knistern langsam verklingt. Seufzend wurde schließlich der Putzlappen in den Hände genommen und die letzten Oberflächen gewischt. Hustend wurde sich der Eimer Dreckwasser geschnappt. Bedacht ging es die Treppen hinauf, die alten Lachen umrundend.

Mit einem Lächeln landete der Rest in einer der Böschungen, um dann mit dem leeren Eimer kehrt zu machen.
Schwungvoll wollte sie die erste Stufe nehmen, ein unbedachter Schritt, rudernd verlor sie das Gleichgewicht.
Der Eimer flog scheppernd und im hohen Bogen zuerst die Stufen hinab, während sie unsanft auf dem Hintern landete, sich überschlug und auch die nächste Stufe noch Formschön mitnahm, um dann irgendwann am Ende der Treppe im Dreck mit schmerzerfüllten Blick zu laden.
Ein Donnergrollen verkündete das herannahende Unheil, dann verkohlte ein Blitz direkt vor ihr den Boden.

Leise jammernd hörte man kläglich:
Ich bin ja sowas von demütig....Bevor sie sich humpelnd und eher langsam auf den Heimweg machte. Nicht ohne noch einmal einen recht zerknirschten Blick zu den verschreckten und kampfbereiten Wachen zu werfen.
Gast

Beitrag von Gast »

Sie hatte einen Plan!
Sie wollte aussehen wie Shala!
Und dafür war sie schon wieder aus dem weichen Bett gekrabbelt, stand jedoch nun orientierungslos in der Dunkelheit.
Ein vorsichtiger Schritt, dann kollidierte sie schon recht schmerzhaft mit der nächstgelegenen Wand. Mist.
Sie war nicht daheim! Herje. Ein leises Fluchen folgte, dann wartete sie geduldig bis sich die Augen an die herrschende Dunkelheit gewöhnt hatten.
Vorsichtig wurde sich weiter vorran getastet, um dann begleitet vom leisen Scheppern des Eimers hinaus in die Kälte zu verschwinden.
Sie würde das Ganze beenden. Noch heute Nacht!
Voller Tatendrang kam sie dann auch an der ersten Hinterlassenschaft an, der Eimer wurde auf den Platten abgestellt, die vielen Tücher daraus entnommen und direkt darauf gedrückt.
Es passierte..... Nichts.
Völlig irritiert wurden die Tücher bei Seite geschoben und die glitzernde Eisoberfläche im Mondenschein stirnrunzelnd untersucht.
Verfluchter Mist!
Das kann doch nicht wahr sein!
Ein Blick zu den Wachen hinüber. Was hier nur ein einziger Funke bewirken könnte.. Hach! Aber nein...
Wieder verschwand sie unter leisem Gefluche in der Dunkelheit.
Um einige Zeit später Fluchend und Rumpelnd das Gästehaus mit einer kleinen Kerze zu verlassen.
Die Flamme vorsichtig zwischen den Händen geschützt näherte sie sich der Eispfütze.
Nach einer kleinen Unendlichkeit kamen schließlich die Tücher zum Einsatz und sorgten für das Aufsaugen der getauten Wassertropfen.
So rutschte sie, trockene Tücher, Eimer und Kerze im Schlepptau langsam über die Fließen. Pfütze für Pfütze bearbeitend.
An der letzten angekommen, war die Sonne schon soweit geklettert, das die ersten Strahlen die kleine Eispfütze berührten und somit den Rand zum Schmelzen brachten.
Mist.
Ein wütendens Murmeln, dann war auch endlich, die letzte Hinterlassenschaft verschwunden.

Und sollte Jemand am Morgen am Kloster vorübergehen... So konnte man auf den Stufen eingekuschelt auf dreckige Tücher, ein tief Schlafendes Etwas beobachten. Umgeben von einem Eimer Dreckwasser, einer längst erloschenen Kerze und doch einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.


Lektion 1 - Wie putze ich zur vollsten Zufriedenheit? - Abgeschlossen.
Gast

Beitrag von Gast »

Weit kam sie nicht, als sie am frühen Morgen das Kloster verlassen wollte. Kaum aus der Kirche raus, den Vorplatz überwunden, da hielt sie auch schon wieder inne und sah mit einem Kopfschütteln und leidigen leisen Seufzen auf die Stufenbesetzerin. Also den Weg nochmal zurück, über den Vorplatz, durch die Kirche, an einem irritiert dreinblickenden Cassian vorbei, hinein, ums Eck und zu den Unterkünften. Und wenig später wieder raus, an einem noch irritierter dreinschauenden Cassian vorbei, durch die Kirche und über den Vorplatz, war sie sie schon wieder bei der Treppenschläferin angelangt. Behutsam schob sie der Schlafenden ein Kissen unter den Kopf, dann folgten einige Decken zum wärmen, und erst als sie den Blondschopf gut verpackt wusste, ging sie die Stufen weiter hinab und schlug den Weg Richtung Pass ein.
Gast

Beitrag von Gast »

Das Unglaubliche war geschehen!
Sie hatte endlich eine richtige Aufgabe und diesmal war es keine Strafarbeit!
Gut gelaunt, ein Lächlen auf den Lippen, den Brief in die Tiefen der Tasche gestopft, machte sie sich langsam auf den Weg zum Kloster.
Vor einem der ersten Bäume blieb sie stehen und zückte lieber noch einmal ihren kleinen Schatz.
Man wollte ja nichts falsch machen!



Florentine Demarkes hat geschrieben:
  • Guten Morgen Anwärterin!

    Es wartet eine neue Aufgabe, die direkt dem Schutze des Klosters dient. Die nahen Bäume
    westlich der Klostermauer müssen für den Kriegsfall geschützt werden, auf dass sie nicht
    als brennendes Inferno enden können. Um die Westseite vor dem Klosters vor möglichem
    Feindbeschuss durch Feuer zu schützen erhälst Du die Aufgabe die nahen Bäume alle paar
    Tage komplett zu nässen. Nicht so stark, dass drohender Shalarylischer Zorn über dich
    kommen möge, weil die Bäume bleibenden Schaden nehmen, nur soweit, dass sie bei
    Feuerbeschuss nicht anfangen zu brennen.

    F. Demarkes
    interimistische Kommandantin der Klosterwache
Bald würde sie aussehen wie Shala, ganz bestimmt. Das konnte man ja gar nicht falsch machen! Bestimmt nicht.
Zufrieden wurde der Schrieb wieder in den Taschen verstaut, dann ging ein Blick über die Schulter.
Hrm, sollte sie nun den Wassereimer, oder war es nun erlaubt..
Herje, das stand da nun gar nicht!
Noch einmal der Blick über die Schulter zurück, dann ein leises Seufzen. Aber mit dem Wassereimer würde das jetzt wirklich.. ewiglich dauern!
Letztendlich erfolgte ein Schulerzucken, dann wurden die Arme leicht verschränkt, während vor ihr sich ein leichter Nieselregen über den Baum ergoss.
Eine geraume Weile verfolgte sie den Weg der Tropfen.
Ab wann es wohl zuviel ist? Hach!
So genau steht das ja da auch nicht....
Man müsst dich fragen können Bäumchen...
Einen Schmollmund gezogen hält der Regen mit einem Male inne.
Aber sie könnte es ja testen!
Wieder erfolgt der Blick über die Schulter zurück, diesmal wird sich aber vorsichtshalber in alle Richtungen ausgiebig umgesehen.
Erst dann macht sich ein kleiner Funke auf dem Weg zum Bäumchen, zum Schrecken der Brandstifterin, frisst der sich sogleich in den nahen, kleinen Ast. Woraufhin sie panisch den Umhang von den Schultern reißt und die kleine Flamme zum Ersticken bringt.
Mist! Verfluchter!
Hach, das tut mir so leid!
Nach einem unsicheren Nagen an der Unterlippe, wird das kleine Beweißstück vorsichtig abgebrochen.
Hach! Entschuldige, verpetz mich bloss nicht bei Shala, ich wollte ja nur.. üben!
Du bekommst noch Wasser, ganz viel wirklich.
Und so murmelnd, wurde auf einen weiteren Test verzichtet, statt dessen konnte man von weitem schon eine kleine graue Wolke um das Kloster herum entdecken.
Stetiger Nieselregen bewegt sich im Schneckentempo um das Kloster herum. Kleine feine Pfützen verbleiben auf dem Waldboden.
Noch bis in die späten Nachmittagsstunden hinein, scheint das Kloster den Regen anzuziehen...
Irgendwann macht sich eine etwas mitgenommene, pitschnasse Gestalt schlurfend auf den Weg in Richtung des Gästehauses und verschwindet dort.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 4. November 2015, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Shalaryl Di'naru
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Beitrag von Shalaryl Di'naru »

*im Gästehaus findet sich ein Zettel*

-Verwendung komplexer Magie in Gebiet mit Magiebarrierenhonig (fachlicher
Begriff)

-Verwendung von abfließendem Wasser statt anhaftendem (Nebel, Tau...)

-Zu offensichtliche Anwendung, somit verräterisch für den Feind (und mich)

-Flutung von drei Weinstöcken, zwei Kräuterbeeten, einer Trainingspuppe,
einer Kräuterkundigen (temporär), eines Schafes (temporär), eines Huhnes
(temporär), sowie zwei unschuldiger Giesskannen (!!!)

Ergibt 6 von 10 Erdbeeren, ungenügend für ein vernünftiges Frühstück, hier-
zu wären mindestens 8 nötig.


*auf dem Zettel liegt noch eine einzelne Erdbeere, auf die ein gemaltes,
weinendes Knopfaugenpaar mit etwas Zuckerlösung geklebt wurde*


[img]http://2.bp.blogspot.com/-CZaQT9_3AzE/T6Fok2QyGeI/AAAAAAAAAoQ/L3vwr4xEP44/s1600/crying_strawberry_by_caliseya-d3b5lv1.png[/img]
Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Samstag 7. November 2015, 21:41, insgesamt 3-mal geändert.
Tschiep?
Gast

Beitrag von Gast »

Der Zettel, sowie auch die Erdbeere werden dann wohl auch gefunden und wenig später verlässt ein bläulich gekleidetes Wesen, mit hängenden Schultern und schlurfenden Schritten, in den Händen eine Erdbeere das Gästehaus.
Eine Weile wird um die westliche Klosterfront getiegert, dann verschwindets in diese Richtung im Wald.
Leise vor sich hin murmelnd..

"Tau......... Nebel........... verdammt."

Erdbeere und Gestalt waren an diesem Tag nicht mehr zu sehen.
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 8. November 2015, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Noch in der Dunkelheit des frühen Morgens verließ sie guter Dinge ihr kleines Zimmer.
Auf dem Weg nach draußen ging sie langsam, vorsichtshalber die Hände etwas von sich gestreckt, um niemanden aus versehen aus dem Schlaf zu reißen.

An der frischen Luft angekommen, wurde erst einmal tief Luft geholt.
Heute würde sie es schaffen, ganz bestimmt.
Sie würde sich ihr Grün verdienen!

Einen kleinen Bogen schlagend, steuerte sie letztendlich die Westecke des Klosters an.
Dort ließ sie sich auf dem noch feuchten Grund nieder.
Nebel. Sich haltender Nebel, etwas das ihr durchaus sehr schwierig vor kam, spätestens zu dem Zeitpunkt der aufgehenden Sonne.

Neugierig wurden die Blätter der ihr nächstgelegenen Pflanze betrachtet.
Tautropfen.
Etwas was soviel leichter schien, als der Nebel. Wären es nur genügend Tautropfen, würden sie vermutlich länger Überstehen... und bei den richtigen Temperaturen gar zu kleinen Eiskügelchen gefrieren.

Ein entschlossenes Nicken, kurz darauf.. ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, begannen sich wie durch Zauberhand auf der kleinen Pflanzen immer mehr kleine Tröpfchen zu sammeln, zu den ursprünglichen Tautropfen gesellten sich nach und nach mehr, kleine glitzernde Perlchen. Ein sanfter Windstoss sorgte anschließend dafür die kleinen Tropfen auf den Blättern durcheinander zu wirbeln und ihnen eine zufällige Anreihung zu geben... .

Als die Sonne längst ihre ersten Strahlen zeigte, saß immer noch an der Westseite eine Gestalt. Die letzten Stundenläufe schien sie sich nicht bewegt zu haben, vor ihr, erleuchtet von Sonnenstrahlen glitzerte ein Meer kleinerer und größerer Tautropfen. Durchaus im Stande den Beobachter für den Moment eines Herzschlages zu blenden.

Erst zur Mittagsstunde machte sie sich auf den Weg zurück zu ihrem Zimmer, um dort direkt wieder in einen tiefen Schlaf zu fallen.


"Grün.... ich hab es mir verdient, hoffentlich.."
[img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/tautropfenwiew6zi04ht5u.jpg[/img]
Lektion 2 - Wie schütze ich den Wald auf Shala-Art? - Hoffentlich abgeschlossen.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 12. November 2015, 08:32, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Am späten Nachmittag findet sich zusammen mit einer Tasse Tee mal wieder ein Zettel neben dem Bett der Schlafenden ein.

  • Um den Schutz des Klosters weiter voranzutreiben wird es Aufgabe der Klosterwache
    sein sich um die Platzierung einiger Barrikaden zu kümmern. Holz, Werkzeug und die
    entsprechenden Pläne liegen im Klosterwachhaus unter der Treppe bereit. Sollte
    weiteres Bauholz benötigt werden bin ich sicher, dass Shala ein gutes Gespür für jene
    Bäume haben wird, die genutzt und geschlagen werden können, weil sie möglicherweise
    krank oder durch Schädlingsbefall ohnehin bereits halb zerfressen und zu Fall gebracht
    worden sind. Koordiniert euch dahingehend miteinander und holt euch bei Bedarf
    helfende Hände.

    F. Demarkes
    interimistische Kommandantin der Klosterwache
Für Shala findet sich ein ähnlich formulierter Zettel zusammen mit einer Erdbeere neben dem Schwalbennest festgepinnt.
Gast

Beitrag von Gast »

Mit einem leisen Murren rutschte sie aus ihrem Bett.

Trotz der Anstrengungen des Abends, schaffte sie es nicht in einen ruhigen Schlaf zu fallen. Also griff sie nach Mantel und Umhang, hüllte sich bis zur Nasenspitze ein und trat hinaus in die kalte Nachtluft.

Es waren unerwartet viele erschienen und sie hatten mehr an diesem einen Abend geschafft, als sie zuvor zu Hoffen gewagt hatte.
Nachdenklichen Blickes wurde eine der Barrikaden umrundet, ein zweite wesentlich kleinere, im spärlichen Licht kaum erkennbar brachte sie zum Stolpern.
Es dauerte einen Moment bis sie ihr Gleichgewicht wieder gefunden hatte, der nächste Schritt wurde mit bedacht gewählt.

Vereint waren an mehreren Stellen zugleich kleine, gemeine Barrikaden und Stolperfallen geschaffen worden.
Während der Arbeit hatte sie immer wieder gute Ideen für Absicherungen und Fallen vernommen, allerdings wusste sie zu gut wie sehr ihnen die Zeit davon ran.

So gut die meisten der Pläne waren, fehlte doch die Zeit für die Ausführung. Sie hatten einfach keine mehr.
Was geschaffen worden war, musste ausreichen.

Ein kleiner Erdhaufen samt Teetasse wurde umrundet, dann sah sie noch einmal zurück in Richtung Westen.
Sie würden kommen - bald.

Diesmal lag ihr die Angst wie ein schwerer Stein im Magen und in diesen Nächten, wollte sie einfach nicht wieder davon kullern.
Es war nicht wie zu Zeiten des Regiments, sie musste keine Verwantwortung in Vorderster Reihe tragen.
Dafür beschäftigte sie völlig anderes.

Sie war nicht mehr jung genug um irgendeine Art von Romantik im Zusammenrücken zu sehen, oder sich Illusionen über einen ehrenvollen Krieg mit einem ebenso ehrenhaften Gegner zu machen.
Es war nicht der erste Krieg, den sie erleben durfte und sie hatte eine wage Ahnung davon was auf sie alle zu kommen würde.

Sorgen machte sie sich um ihre Familie, ob nun bis zu den Ohrenspitzen grün, in ein dunkles Blau gehüllt, Messer werfend, sehr wollig, oder stets auf eine ruhige Art anwesend - sie würden nicht alle am selben Ort kämpfen können.
Und dennoch, wollte sie einen Jeden von ihnen schützen, soweit das möglich war.

Blinzelnd kehrte sie nach ihrem kleinen Rundgang zurück in das Licht der Kirche, am kleinen Lichtermeer sank sie auf die Knie um davor zu verweilen.


"Ganz gleich was da kommen mag, wir werden nicht alleine sein."
[img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/1467656candle5t3e7kb8mz.jpg[/img]
Gast

Beitrag von Gast »

Sorgsam wurden die Wappenröcke gefaltet, gerade rechtzeitig hatte sie für den wichtigen Ersatz sorgen können. Das war auch dringend notwendig gewesen, nachdem eine der Klosterwachen ihrer Kleidung beraubt worden war. Es war der letzte Punkt auf der Liste der Aufgaben gewesen. Es war geschafft.

Die Liste war viel zu lang gewesen, zu lang für die knappe Zeit, die ihnen gegeben war, um sich irgendwie vorzubereiten. Aber sie hatten das Beste aus dem gemacht, das zur Verfügung gestanden hatte oder auch zur Verfügung gestellt worden war. Materialen waren aus dem Nebelwald angeliefert worden, die Kaluren hatten prüfende Blicke auf die Sicherheit des Klosters geworfen, schienen mit dem Ergebnis ebenso zufrieden zu sein. Von allen Seiten hatte man mit Rat und vor allem auch Tat zur Seite gestanden, Bürger, einige Mitglieder des Regimentes, Elfen, Kaluren, nicht zu vergessen natürlich auch die Belegschaft des Klosters. Gemeinsam war ein Provisorium aus Barrikaden, einigen Stolperseilen und ein paar Haufen Heu um das Kloster herum geschaffen worden. Vorräte waren aufgefüllt worden, das Lazarett vorbereitet, die Wasserversorgung gesichert. Mehr war einfach nicht drin gewesen. Das sollte reichen, um Zeit zu gewinnen. Es musste reichen.

Die Wappenröcke landeten im Schrank. Es war an der Zeit noch etwas Schlaf zu finden. Gleich. Zuvor war es ihr noch ein dringendes Bedürfnis den Wust aus Listen, Terminen, Zetteln und Plänen, die sich in den letzten Tagen der Vorbereitung angesammelt hatten, dem gierigen Kaminfeuer zu überantworten. Eine Weile starrte sie in die Flammen und sah zu, wie das Papier zu Asche verbrandte. Noch eine letzte Runde im Kloster und außen herum. Dann war es Zeit die Rüstung anzulegen das schlafen darin zu erproben. Mal wieder.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Nacht blieb unruhig, irgendwann war sie in eine der Ecken des Bettes gerutscht, ein Kissen in dem Arm und starrte in die Dunkelheit ihres Zimmers.
Es war fast schon unheimlich still.
Sie wusste jedoch das die Stille nur ein Trugschluss war.
Dort draußen, nicht all zu weit von ihrem Zimmer entfernt, lagerte eine Armee.

Noch vor zwei Tagesläufen waren sie hier alleine gewesen.
Ein paar kleinere Barrikaden sollten ihnen Zeit geben um im Ernstfall Hilfe holen zu können.
Zu ihrer Überraschung verbrachten sie den ersten Tag nicht alleine, es gab mehr helfende Hände als sie zuvor erwartet hatten.
Zuversichtlich verharrte man also dem was da kommen würde.
Schon bald trafen erste Meldungen über einen herben Rückschlag des Feindes ein. Lediglich leicht Verletzte auf der eigenen Seite, das Lazarett des Klosters hatte nur kurz etwas zu tun.
Bald waren sie schon wieder der Kerntrupp, der auch schon zuvor über das Kloster wachte.
Erste Späher meldeten, der Feind hätte sich zurück gezogen.

Sie hatte Schwierigkeiten gehabt, zu glauben, dass es tatsächlich so leicht gewesen sein soll. Glaubte sie doch bis Zuletzt an eine Finte, die einfach noch keiner erkannt hatte.
Und dennoch die erste Nacht verlief ruhig, auch wenn bald schon weitere Späher meldeten das der Feind zurück gekehrt war und ein Lager vor Varuna aufgeschlagen hatte.

So nah....

Schon früh waren die ersten Wachen wieder auf den Beinen, die Erschöpfung des vorangegangenen Tages war ihnen eindeutig anzusehen.
Hier und da erlaubte sich mal wer ein Gähnen und dennoch wurde der Tag durch gehalten.
Am Abend sollte es eine weitere Sammlung der Truppen geben.
Sie hatten den Tag genutzt um ein paar Schwachstellen ausfindig zu machen, mit dem Entschluss sie sobald wie möglich zu schließen.
Zuversichtlich sah sie der losziehenden Armee nach. Diesmal allerdings kehrten nicht zuerst die Späher zurück, sondern erste Verletzte. Bald schon war das Durcheinander ausgebrochen, das Lazarett zu klein – die Barrikaden mit einem Mal betrachtet verletzlich wenig Absicherung.

„Wir sind die letzte Absicherung“, die Worte der Frau Oberstleutnant legten sich eisig um ihr Herz, während sie sich bemühte das Durcheinander ein wenig zu lichten und dann schließlich zum Überbleibsel der wachhabenden Mannschaft aufzuschließen.

Es war kein Vergleich zum ersten Tag. Bald schon wurde sich zu einer Lagebesprechung über das weitere Vorgehen zurück gezogen.
Über die Veränderung der Lage blieb kaum Zeit einmal durch zu atmen und irgendwo dazwischen hatte sie es sich verdient.
Die letzten Wochenläufe war es ihr Ziel gewesen, eines das sie wirklich hartnäckig verfolgt hatte. Sie hatte gefühlt ewiglich auf diesen einen Moment gewartet und als er nun da war, brachte es sie in dem Durcheinander lediglich zu einem erfreuten Lächeln.
Sie hatte es geschafft.
Sie gehörte nun dazu. Der Gedankengang blieb ihr aber nur für den Moment eines Herzschlages, dann hieß es die Absicherungen verstärken.
Die Barrikaden wurden eingerissen und durch hohe Palisaden ersetzt. Das Lazarett wurde ausgedehnt, ein Nachtlager errichtet. Eine Feuerstelle zum Aufwärmen gab es obendrein.

Erst als jegliche Absicherung noch einmal überprüft war, hatte sie sich zurück gezogen.

Ihr war nicht viel Schlaf vergönnt gewesen und nun saß sie hier, das Kissen im Arm und starrte zur Tür hinüber.
Sie wollte sich noch nicht wieder dem stellen was da draußen auf sie wartete.
Sicherlich würde sie es ohnehin bemerken, wenn Schlimmeres ausbrechen sollte.
Mit einem Lächeln tastete sie noch einmal nach ihrem frischen Wappenrock, sie hatte es wirklich, tatsächlich geschafft.

Und so verblieb sie mit dem Kissen im Arm in der Dunkelheit des Zimmers...


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Shalaryl Di'naru
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Beitrag von Shalaryl Di'naru »

*Sowohl Lilian als auch Florentine finden kleine Notizen an
ihrer jeweiligen Schlafstatt, so drapiert dass man sie nach
dem Aufwachen möglichst sofort bemerkt.*


König hat im Kloster übernachtet. Eventuell noch da wenn
du aufwachst. Entsprechend verhalten. Auch wenn ich keine
Ahnung habe, was ich damit meine.

Shala
Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Dienstag 24. November 2015, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
Tschiep?
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