Unter dem roten Mond
- Marye Larou
- Beiträge: 190
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Marie folgt der Spur der Verwüstung. Viele tote Tiere lagen dort, alle teils grausam verstümmelt. Viele Messerstiche hatten die Tiere teilweise zerfetzt, dockh fanden sich auch einige Bisswunden. Das merkwürdige daran war daß dies keine Bisswunden von Raubtieren waren. Es fehlten die Eindrücke der Fangzähne eines Raubtier-Gebisses. Es mußte also ein Mensch gewesen sein der wie ein tollwütiges Tier, rasend vor Zorn dies verursacht hatte. Sie folgte der Spur der gerissenen Tiere.. doch diese hörte dann spurlos auf so daß sie nichts tuen konnte um den Verursacher auszumachen.
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Zahrak Salberg
Hatte er sich die vergangenen Tage noch eingeredet, es würde bestimmt bald alles wieder besser werden, begann er nun langsam allmälig genau das Gegenteil zu denken. Nicht nur, dass die Aggressionen immer schlimmer wurden, er Malena am liebsten bei der Untersuchung an die Gurgel gegangen wäre und das alles nicht mehr recht kontrollieren konnte, nein. Die Tiere mieden ihn immer mehr und zeigten deutliche Anzeichen von Angst, wenn er in die Nähe kam. Und als er Aries blutend vor sich liegen sah, ihr Blut an seinen Händen klebte und Liliana versuchte etwas von seinem Blut in ihren Körper zu transplantieren, entwickelte sich ein höllischer Brand in seiner Kehle. Kein Trinken von Wasser half, egal wie viel es war und so gab er es schon nach kurzer Zeit dran. Irgend etwas zwang ihn immer wieder auf Aries Wunden zu stieren und er verspürte ein so starkes Verlangen danach, wie er noch nie ein Verlangen verspürt hatte. Nicht einmal die Alkoholsucht kam da ran. Aber er musste still halten. Aries brauchte Blut, nachdem sie durch den Angriff Melinas so viel verloren hatte. Alle Bemühungen jedoch brachten nicht viel und so hielt er es für einen geschätzten halben Liter höchstens aus, da überkam ihn eine so große Angst einer er beiden Frauen weh zu tun, dass er aufsprang und entgegen Lilianas Zerren das Alchemielabor des Bunten Kessels verließ, um nach draußen zu flüchten und erhoffte Beruhigung zu erlangen.
Aber das Schicksal meinte es die letzten Tage nicht gut mit ihm und so rannte er in einen unverschämten und absolut dummen Menschen rein, wie er fand. Er wollte Gold von ihm, weil er angeblich Hunger hatte. Trug aber meisterliche Kleidung und ging nicht mal einfach rein und frug nach. Er hatte auch lange gebraucht, um zu begreifen, dass Zahrak alles andere als in der Stimmung zum Helfen war. Der Schneider war am Knurren und Keuchen wie ein Tier und hatte Mühe überhaupt etwas Ordentliches zu sagen. Viel mehr als ein mehrfach wiederholtes: "Haut ab!" brachte er nicht heraus und obwohl die Tonlage immer bedrohlicher wurde und Zahrak sich aufbäumte wie ein Bär oder dergleichen hörte der Mann nicht und blieb. Er blieb und schwatzte ihn weiter dumm von der Seite an. Es war Lilianas Intuition zu verdanken, die sie dazu brachte raus zu kommen und zum Glück direkt zu verstehen, dass die Situation zwischen den beiden Männern zu eskalieren drohte. Sie bat den Fremden mehrfach zu gehen und auch Hailey, die später hinzu kam tat dies. Erst irgendwann da hatte er wohl die Schnauze voll und ging tatsächlich. Leider war die Aggression damit nicht beseitigt und so war jede kleinste Berührung der eigentlich vertrauten Menschen eine Qual für Zahrak und so knurrte er ihnen das Selbe entgegen: "Bleibt auf Abstand!"
Dieses Gefühlschaos ritt alle in den Wahnsinn und besonders Zahrak selbst, weil er mit jeder Stunde mehr, die verstrich und mit jedem weiteren Wutausbruch immer größere Angst um seine Liebsten haben musste. Beim besten Willen konnte er das einfach nicht mehr kontrollieren und so würde er erneut nach der Prügelei mit Keylon auf Familienmitglieder oder Freunde los gehen. Diese Erkenntnis und vor allem das Akzeptieren dieses Faktes brachte ihn schließlich dazu entgegen der Meinungen vieler Verwandter dafür zu sorgen, dass Hailey ein paar Wände im neuen Haus ziehen ließ, sodass zwei isolierte Räume entstanden, die Aries und er je beziehen würden für die nächsten Tage. Nicht fernab jeglicher Gesellschaft der Anderen, aber fernab genug, um sie nicht aus Versehen anzugreifen. Bald würde man bestimmt eine Lösung dafür finden und dann musste alles besser werden.
Naja, schlimmer konnte es ja auch nicht mehr kommen....
Aber das Schicksal meinte es die letzten Tage nicht gut mit ihm und so rannte er in einen unverschämten und absolut dummen Menschen rein, wie er fand. Er wollte Gold von ihm, weil er angeblich Hunger hatte. Trug aber meisterliche Kleidung und ging nicht mal einfach rein und frug nach. Er hatte auch lange gebraucht, um zu begreifen, dass Zahrak alles andere als in der Stimmung zum Helfen war. Der Schneider war am Knurren und Keuchen wie ein Tier und hatte Mühe überhaupt etwas Ordentliches zu sagen. Viel mehr als ein mehrfach wiederholtes: "Haut ab!" brachte er nicht heraus und obwohl die Tonlage immer bedrohlicher wurde und Zahrak sich aufbäumte wie ein Bär oder dergleichen hörte der Mann nicht und blieb. Er blieb und schwatzte ihn weiter dumm von der Seite an. Es war Lilianas Intuition zu verdanken, die sie dazu brachte raus zu kommen und zum Glück direkt zu verstehen, dass die Situation zwischen den beiden Männern zu eskalieren drohte. Sie bat den Fremden mehrfach zu gehen und auch Hailey, die später hinzu kam tat dies. Erst irgendwann da hatte er wohl die Schnauze voll und ging tatsächlich. Leider war die Aggression damit nicht beseitigt und so war jede kleinste Berührung der eigentlich vertrauten Menschen eine Qual für Zahrak und so knurrte er ihnen das Selbe entgegen: "Bleibt auf Abstand!"
Dieses Gefühlschaos ritt alle in den Wahnsinn und besonders Zahrak selbst, weil er mit jeder Stunde mehr, die verstrich und mit jedem weiteren Wutausbruch immer größere Angst um seine Liebsten haben musste. Beim besten Willen konnte er das einfach nicht mehr kontrollieren und so würde er erneut nach der Prügelei mit Keylon auf Familienmitglieder oder Freunde los gehen. Diese Erkenntnis und vor allem das Akzeptieren dieses Faktes brachte ihn schließlich dazu entgegen der Meinungen vieler Verwandter dafür zu sorgen, dass Hailey ein paar Wände im neuen Haus ziehen ließ, sodass zwei isolierte Räume entstanden, die Aries und er je beziehen würden für die nächsten Tage. Nicht fernab jeglicher Gesellschaft der Anderen, aber fernab genug, um sie nicht aus Versehen anzugreifen. Bald würde man bestimmt eine Lösung dafür finden und dann musste alles besser werden.
Naja, schlimmer konnte es ja auch nicht mehr kommen....
Zuletzt geändert von Zahrak Salberg am Montag 29. Juni 2015, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Aries Salberg
Sie wollte zunächst nur spazieren gehen um den Kopf frei von ihren Gedanken zu bekommen. Dabei hatte sie aber nicht wirklich auf ihre Umgebung geachtet, sodass sie sich irgendwann gegen ein Baum lehnte und überlegte wie sie zurück gehen sollte. Plötzlich vernahm sie ein Jaulen eines Tieres. Ihr Kopf wendete sich zu der Richtung aus der das Jaulen kam. Dann war kurzzeitig die Luft von wilden Flügelschlägen erfüllt. Vögel die aus den Bäumen flohen. Da musste etwas sein! Jemand der arme Tiere verschreckt! Wieder ist ein Jaulen und dann das Wimmern des vermutlich gleichen Tieres zu vernehmen. Sofort ging die kleine Schwarzhaarige voran um nach dem Tier zu sehen. Was sie aber erblickte war eine Frau die ebenfalls klein wie sie wirkte und diese … Biss das nun tote Tier. Sie hätte wahrscheinlich weg rennen sollen. Bei allen was ihr Komisch vorkam sollte sie Wegrennen ! Und nun ? Nun blieb sie stehen und fragte die , für Aries verstörende Frau , was und wieso sie dies dem Tier angetan hatte. Ihr blick den sie zu Aries wendet machte ihre Angst und dazu hatte die Frau ein blutverschmiertes Gesicht. Sie haderte mit sich selbst. Jetzt konnte sie noch Rennen. Aber vielleicht... vielleicht konnte sie ja helfen ?
„ Wieso habt ihr das mit dem Armen Tier gemacht ?“ , fragte sie nun etwas ruhiger.
Auch eine Antwort kam. Ebenso ruhig wie sie. Sie tötet es , sie aß es und sie trinke. Sie trank wohl das Blut des Tieres. Ein Schauer lief über ihren Rücken, aber sie dachte daran ihr vielleicht zu helfen bis sie Aries wie eine Beute ansah. Anscheinend wollte sie auch ihr Blut trinken. Mit ihren zittrigen Händen versuchte sie ihren Dolch zu greifen , was aber nicht einfach war , da sie ihren Blick auf die Frau hatte. Aries befahl ihr von ihr Fern zu bleiben. Doch die Frau schien dies nicht zu bemerken . Diese sprang sie nur an und riss sie auch noch zu Boden. Nun zog sie doch ihren Dolch und versuchte dennoch die Frau ohne dessen Gebrauch von sich zu stoßen. Doch sie Krallte sich fest so das Aries den Dolch gezielt in ihre Schulter stach. Sie war einfach nicht der Mensch etwas schlimmeres zu tun und den Tod der Frau in kauf zu nehmen. Als sie dann kurz die Möglichkeit erblickte zu fliehen, konnte sie sich aber nicht ihren Fängen befreien . Sie schlugen sich gegenseitig wobei die Frau sie dann anfing zu Würgen . Sie war darauf nicht vorbereitet und konnte sie letztendlich kaum davon wehren. Aries wurde bewusstlos und konnte sich auch nicht gegen den Biss wehren. Als sie dann langsam wieder zur Besinnung kam hörte sie Zahraks Stimme . Die Frau ging von ihr hinab und nur langsam kamen die Erinnerungen an die Situation zurück. Sie griff nach ihren Dolch und rappelte sich nur langsam auf . Zur Abwehr, falls die Frau sie wieder angreifen würde ,besaß sie nur diesen Dolch , den sie vor sich hielt und mit beiden Händen umklammert. Die Schmerzen interessierten sie nun wenig. Die Frau die immer mehr durch ihr Verhalten einem Tier glich zog ein Schwert und ihr Cousin befahl ihr weg zu gehen. Sie verstand und lief so schnell wie es ihr möglich war zum Baum . Dennoch bedrohte die Frau ihn immer noch. Er der ebenso ein Teil ihrer Familie war. Sie musste doch irgendwas tun ! Ihr blick verfinsterte sich und sie musste sich davon abhalten auf sie zu Stürzen , da sie wusste das sie nur sich selbst verletzen Konnte. Sie bemerkte nicht das Zahrak sie schon mit einem Pfeil getroffen hatte. Nur der Schrei den die Frau von sich gab ließ Aries zu dem Pfeil sehen . Als Zahrak dann auch einen zweiten Pfeil anlegt rappelt sie sich auf und flüchtete in den Wald . Aries selbst rannte zu Zahrak und blieb neben ihm Stehen. Zitternd , ängstlich und verstört. Letztendlich fiel sie auf ihre Knie und war Kraftlos. Sie dachte nur an dieses Miststück, wovon sie später erfuhr das diese eine Piratin war. Immer waren es Piraten die ihr etwas Antaten ! Schnell fand sie sich in den Armen ihres Cousins wieder, der sie weg trug. Sie wusste nicht wo sie war, wo sie lang gingen aber sie waren auch schnell bei Liliana, welche sich um die Verletzte kümmerte. Aries versuchte ihre Gedanken zu sortieren, zu sortiert was geschehen war . Sie lies alles über sich geschehen und war die brave Patientin. Dann ging Liliana auch nach draußen zu Zahrak der brüllte. Langsam schlief die kleine Schwarzhaarige ein. Irgendwann wachte sie aber auch wieder auf. Immer wieder schaute jemand nach ihr, ein kurzes Gespräch , und letztendlich erfuhr sie das mit ihr das gleiche Passieren kann , wie es Zahrak passiert ist. Würde sie ihre Familie angreifen und verletzen ? Der Gedanke tat ihr schrecklich weh. Wie konnte sie dann überhaupt in die Augen ihrer Familie sehen? Eine Lösung war zwar gefunden , aber die Angst besaß sie noch immer. Für sie , blieb es eine unruhige Nacht.
„ Wieso habt ihr das mit dem Armen Tier gemacht ?“ , fragte sie nun etwas ruhiger.
Auch eine Antwort kam. Ebenso ruhig wie sie. Sie tötet es , sie aß es und sie trinke. Sie trank wohl das Blut des Tieres. Ein Schauer lief über ihren Rücken, aber sie dachte daran ihr vielleicht zu helfen bis sie Aries wie eine Beute ansah. Anscheinend wollte sie auch ihr Blut trinken. Mit ihren zittrigen Händen versuchte sie ihren Dolch zu greifen , was aber nicht einfach war , da sie ihren Blick auf die Frau hatte. Aries befahl ihr von ihr Fern zu bleiben. Doch die Frau schien dies nicht zu bemerken . Diese sprang sie nur an und riss sie auch noch zu Boden. Nun zog sie doch ihren Dolch und versuchte dennoch die Frau ohne dessen Gebrauch von sich zu stoßen. Doch sie Krallte sich fest so das Aries den Dolch gezielt in ihre Schulter stach. Sie war einfach nicht der Mensch etwas schlimmeres zu tun und den Tod der Frau in kauf zu nehmen. Als sie dann kurz die Möglichkeit erblickte zu fliehen, konnte sie sich aber nicht ihren Fängen befreien . Sie schlugen sich gegenseitig wobei die Frau sie dann anfing zu Würgen . Sie war darauf nicht vorbereitet und konnte sie letztendlich kaum davon wehren. Aries wurde bewusstlos und konnte sich auch nicht gegen den Biss wehren. Als sie dann langsam wieder zur Besinnung kam hörte sie Zahraks Stimme . Die Frau ging von ihr hinab und nur langsam kamen die Erinnerungen an die Situation zurück. Sie griff nach ihren Dolch und rappelte sich nur langsam auf . Zur Abwehr, falls die Frau sie wieder angreifen würde ,besaß sie nur diesen Dolch , den sie vor sich hielt und mit beiden Händen umklammert. Die Schmerzen interessierten sie nun wenig. Die Frau die immer mehr durch ihr Verhalten einem Tier glich zog ein Schwert und ihr Cousin befahl ihr weg zu gehen. Sie verstand und lief so schnell wie es ihr möglich war zum Baum . Dennoch bedrohte die Frau ihn immer noch. Er der ebenso ein Teil ihrer Familie war. Sie musste doch irgendwas tun ! Ihr blick verfinsterte sich und sie musste sich davon abhalten auf sie zu Stürzen , da sie wusste das sie nur sich selbst verletzen Konnte. Sie bemerkte nicht das Zahrak sie schon mit einem Pfeil getroffen hatte. Nur der Schrei den die Frau von sich gab ließ Aries zu dem Pfeil sehen . Als Zahrak dann auch einen zweiten Pfeil anlegt rappelt sie sich auf und flüchtete in den Wald . Aries selbst rannte zu Zahrak und blieb neben ihm Stehen. Zitternd , ängstlich und verstört. Letztendlich fiel sie auf ihre Knie und war Kraftlos. Sie dachte nur an dieses Miststück, wovon sie später erfuhr das diese eine Piratin war. Immer waren es Piraten die ihr etwas Antaten ! Schnell fand sie sich in den Armen ihres Cousins wieder, der sie weg trug. Sie wusste nicht wo sie war, wo sie lang gingen aber sie waren auch schnell bei Liliana, welche sich um die Verletzte kümmerte. Aries versuchte ihre Gedanken zu sortieren, zu sortiert was geschehen war . Sie lies alles über sich geschehen und war die brave Patientin. Dann ging Liliana auch nach draußen zu Zahrak der brüllte. Langsam schlief die kleine Schwarzhaarige ein. Irgendwann wachte sie aber auch wieder auf. Immer wieder schaute jemand nach ihr, ein kurzes Gespräch , und letztendlich erfuhr sie das mit ihr das gleiche Passieren kann , wie es Zahrak passiert ist. Würde sie ihre Familie angreifen und verletzen ? Der Gedanke tat ihr schrecklich weh. Wie konnte sie dann überhaupt in die Augen ihrer Familie sehen? Eine Lösung war zwar gefunden , aber die Angst besaß sie noch immer. Für sie , blieb es eine unruhige Nacht.
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Gast
Junges zartes Fleisch
Am späten Nachmittag durchstreifte sie erneut die Wälder. Der unkontrollierbare Durst nach Blut und die Wut, die in ihr längst die Oberhand gewonnen hatten trieben sie vor Varuna in die dichte Vegitation, auf der Jagd nach allem was sie erlegen konnte. Doch wurde es zunehmenst schwieriger für sie, etwas in den Wäldern zu finden, das nicht gleich Reissaus vor ihr nahm.
Ein Fuchs, er war schon älter als seine jungen Artgenossen und schaffte es nicht, vor ihr zu fliehen und viel ihr somit zum Opfer. Als sie nah genug an ihm dran war, machte sie einen Satz und krallte sich an ihn fest. Was folgte war ein Biss in die Kehle des armen Tieres. Ein letztes aufjaulen erklang und dann wurde es ruhig in dem Waldgebiet. Als sie gerade beginnen wollte, sich ihrer nun toten Beute zu kümmern, bemerkte sie die Schritte die sich ihr näherten. Eine junge Frau, vieleicht gerade einmal 16 Lenze auf dem Buckel stand nun neugierig vor sie und fragte, was sie da täte.
Die bereits im Blutrausch versetzte kleine Piratin drehte sich langsam zu ihr um und musterte das junge Dingen vor sich genauestens. Ich jage es, ich töte es, ich trinke es waren die Worte die völlig ruhig aus dem Mund der kleinen Piratin kamen.
Der Körper der Piratin spannte sich an und machte sich bereit, ihr längst neues Opfer was sie ins Auge gefasst hatte, an zu greifen. Hektisch und mit zittrigen Händen versuchte die junge Frau ihren Dolch zu ziehen und wedelte damit vor sie herum. Bleibt weg von mir kamen die Worte gestammelt und mit ängstlichem Ton.
Doch es war zu spät, die Piratin machte einen Satz auf die junge Frau zu und riss sie zu Boden. Wie ein wildes Tier kratzte sie sie und versuchte einen Biss an zu setzen. Doch das junge Dingen wehrte sich tapfer und schaffte es, ihren Dolch in die Schulter der wildgewordenen Piratin zu stoßen. Das kurze Audbäumen des schmerzdurchzogenen Körpers der Pirtain wollte genutzt werden um zu fliehen. Doch rasch fand die Piratin wider ihr Ziel mit den Händen und schlug wie wild auf sie ein, bis sie dann dazu überging, sie zu würgen. Feste umklammerten ihre Hände den Hals ihres Opfers, bis es in die Bewusstlosigkeit verfiel. Erst als sich das junge Dingen nicht mehr werte und regungslos am Boden lag, nahm sie sich den rechten Arm und führte langsam den Mund zum Handgelenk. Die Zähne bissen und rissen solange an dem Fleisch, bis eine stark blutende Wunde entstand und sie das warme herausströmende Blut trank.
Lange werte dieser Genuss leider nicht und sie hörte erneut, wie sich schnelle Schritte näherten. Ein Mann mit Bogen in der Hand und mehrere Wildlederlagen über der Schulter näherte sich dem Geschehen. Als er die lage überblickte und realisierte was dort gerade vor sich ging brüllte er mit sehr zorniger StimmeRunter von ihr Melina.
Der Kopf der Piratin legte sich leicht schief und sie erhob sich ganz langsam von ihrem Opfer und schaute ruhig mit leerem Blick auf den Kerl vor sich.
Das ist mein Fleisch, mein Blut erwiderte die kleine Piratin dann mit zorniger Stimme und erneut spannte sich der ganze Körper an. Sie war bereit, ihre Beute bis aufs Blut zu verteidigen. Der Mann nahm einen Pfeil und spannte den Bogen Geistesgegenwertig und lies den pfeil von der Sehne schnellen, als die Piratin einen Satz in seine Richtung machte. Tief in die rechte Schulter bohrte sich der Pfeil und sorgte dafür, das sie zum stehen kam und kurz nach hinten taumelte.
Als er den nächsten Pfeil dann einspannte gab die Pirtain ihr Opfer dann doch lieber auf und suchte das Weite in den tiefen des Waldes.
Am späten Nachmittag durchstreifte sie erneut die Wälder. Der unkontrollierbare Durst nach Blut und die Wut, die in ihr längst die Oberhand gewonnen hatten trieben sie vor Varuna in die dichte Vegitation, auf der Jagd nach allem was sie erlegen konnte. Doch wurde es zunehmenst schwieriger für sie, etwas in den Wäldern zu finden, das nicht gleich Reissaus vor ihr nahm.
Ein Fuchs, er war schon älter als seine jungen Artgenossen und schaffte es nicht, vor ihr zu fliehen und viel ihr somit zum Opfer. Als sie nah genug an ihm dran war, machte sie einen Satz und krallte sich an ihn fest. Was folgte war ein Biss in die Kehle des armen Tieres. Ein letztes aufjaulen erklang und dann wurde es ruhig in dem Waldgebiet. Als sie gerade beginnen wollte, sich ihrer nun toten Beute zu kümmern, bemerkte sie die Schritte die sich ihr näherten. Eine junge Frau, vieleicht gerade einmal 16 Lenze auf dem Buckel stand nun neugierig vor sie und fragte, was sie da täte.
Die bereits im Blutrausch versetzte kleine Piratin drehte sich langsam zu ihr um und musterte das junge Dingen vor sich genauestens. Ich jage es, ich töte es, ich trinke es waren die Worte die völlig ruhig aus dem Mund der kleinen Piratin kamen.
Der Körper der Piratin spannte sich an und machte sich bereit, ihr längst neues Opfer was sie ins Auge gefasst hatte, an zu greifen. Hektisch und mit zittrigen Händen versuchte die junge Frau ihren Dolch zu ziehen und wedelte damit vor sie herum. Bleibt weg von mir kamen die Worte gestammelt und mit ängstlichem Ton.
Doch es war zu spät, die Piratin machte einen Satz auf die junge Frau zu und riss sie zu Boden. Wie ein wildes Tier kratzte sie sie und versuchte einen Biss an zu setzen. Doch das junge Dingen wehrte sich tapfer und schaffte es, ihren Dolch in die Schulter der wildgewordenen Piratin zu stoßen. Das kurze Audbäumen des schmerzdurchzogenen Körpers der Pirtain wollte genutzt werden um zu fliehen. Doch rasch fand die Piratin wider ihr Ziel mit den Händen und schlug wie wild auf sie ein, bis sie dann dazu überging, sie zu würgen. Feste umklammerten ihre Hände den Hals ihres Opfers, bis es in die Bewusstlosigkeit verfiel. Erst als sich das junge Dingen nicht mehr werte und regungslos am Boden lag, nahm sie sich den rechten Arm und führte langsam den Mund zum Handgelenk. Die Zähne bissen und rissen solange an dem Fleisch, bis eine stark blutende Wunde entstand und sie das warme herausströmende Blut trank.
Lange werte dieser Genuss leider nicht und sie hörte erneut, wie sich schnelle Schritte näherten. Ein Mann mit Bogen in der Hand und mehrere Wildlederlagen über der Schulter näherte sich dem Geschehen. Als er die lage überblickte und realisierte was dort gerade vor sich ging brüllte er mit sehr zorniger StimmeRunter von ihr Melina.
Der Kopf der Piratin legte sich leicht schief und sie erhob sich ganz langsam von ihrem Opfer und schaute ruhig mit leerem Blick auf den Kerl vor sich.
Das ist mein Fleisch, mein Blut erwiderte die kleine Piratin dann mit zorniger Stimme und erneut spannte sich der ganze Körper an. Sie war bereit, ihre Beute bis aufs Blut zu verteidigen. Der Mann nahm einen Pfeil und spannte den Bogen Geistesgegenwertig und lies den pfeil von der Sehne schnellen, als die Piratin einen Satz in seine Richtung machte. Tief in die rechte Schulter bohrte sich der Pfeil und sorgte dafür, das sie zum stehen kam und kurz nach hinten taumelte.
Als er den nächsten Pfeil dann einspannte gab die Pirtain ihr Opfer dann doch lieber auf und suchte das Weite in den tiefen des Waldes.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Lili stockte der Atem als Zahrak mit Aries ankam. Das erst 16jährige Mädchen hatte viel Blut verloren. Rach brachte man sie rein und sie versuchte ihre Wunden zu versorgen. Doch rasch wurde klar daß Aries zu viel Blut verloren hatte. Ihr Puls wurde immer schwächer.. Aries immer blasser. Als sie merkte daß der Puls unregelmäßig wurde, mußte sie handeln...Sie dachte nach
Vor vielen Jahren, während die Blutkobolde Adoran heimsuchten, hatte sie Malachai das Leben gerettet, indem sie sich von Thancred zwei Hohlnadeln hatte herstellen lassen. Der Schmied hatte geflucht und tagelang herumprobiert bis es ihm gelungen war, herzustellen was Liliana von ihm verlangt hatte. Diese Hohlnadeln hatte sie mit ausgewaschenem Katzendarm verbunden und dann eine Hohlnadel in Malachais Arm und eine andere in die eies anderen gestoßen und diesen aufgefordert seinen Arm hoch zu halten. Es war riskant gewesen es zu versuchen, aber sonst wäre er in kurzer Zeit gestorben. Malachai hatte sich damals davon erholt und lebte heute noch soweit sie wußte.
Sie schob einen schweren Thron neben Aries Krankenlager und befahl Zahrak sich dort hin zu setzen. Frag nicht, wir dürfen keine Zeit verlieren! Zahrak brummelte aber er gehorchte. Lili betupfte die Armbeugen der beiden mit ihrer Wundtinktur. Dann stieß sie die Hohlnadel in Zahraks Vene so daß dieser aufschrie. "Es muß sein Zahrak, sie stirbt!" rief sie und stieß die zweite Hohlnadel in Aries Vene. Dann wurde Zahrak angewiesen den Arm hoch zuheben. Er gehorchte ihr und sie sah wie sich der Katzendarm langsam rot färbte. Gluckernd floß Zahraks Blut in Aries Adern. Doch Zahrak konnte nicht stillhalten, er wurde immer unruiger. "Zahrak halt still verdammt" Sie versuchte ihn zu beruhigen.. und gleichzeitig nach Aries zu schauen, die Eluive sei Dank schon wieder etwas Farbe bekommen hatte. Doch Zahrak wurde noch unruhiger, knurrte wie ein Wolf.. riss sich dann schließlich los und stürmte nach draußen. "Zaaaaaaaahrak Nein!" *schrie sie ihm nach*
Doch er war schon rausgestürmt. Viel Blut konnte wohl noch nicht in Aries Adern geflossen sein, doch war es anscheinend so gerade genug um Aries am Leben zu erhalten. Erschöpft lehnte sich Lili in den schweren Steinstuhl und wachte erst ein mal über Aries.
Vor vielen Jahren, während die Blutkobolde Adoran heimsuchten, hatte sie Malachai das Leben gerettet, indem sie sich von Thancred zwei Hohlnadeln hatte herstellen lassen. Der Schmied hatte geflucht und tagelang herumprobiert bis es ihm gelungen war, herzustellen was Liliana von ihm verlangt hatte. Diese Hohlnadeln hatte sie mit ausgewaschenem Katzendarm verbunden und dann eine Hohlnadel in Malachais Arm und eine andere in die eies anderen gestoßen und diesen aufgefordert seinen Arm hoch zu halten. Es war riskant gewesen es zu versuchen, aber sonst wäre er in kurzer Zeit gestorben. Malachai hatte sich damals davon erholt und lebte heute noch soweit sie wußte.
Sie schob einen schweren Thron neben Aries Krankenlager und befahl Zahrak sich dort hin zu setzen. Frag nicht, wir dürfen keine Zeit verlieren! Zahrak brummelte aber er gehorchte. Lili betupfte die Armbeugen der beiden mit ihrer Wundtinktur. Dann stieß sie die Hohlnadel in Zahraks Vene so daß dieser aufschrie. "Es muß sein Zahrak, sie stirbt!" rief sie und stieß die zweite Hohlnadel in Aries Vene. Dann wurde Zahrak angewiesen den Arm hoch zuheben. Er gehorchte ihr und sie sah wie sich der Katzendarm langsam rot färbte. Gluckernd floß Zahraks Blut in Aries Adern. Doch Zahrak konnte nicht stillhalten, er wurde immer unruiger. "Zahrak halt still verdammt" Sie versuchte ihn zu beruhigen.. und gleichzeitig nach Aries zu schauen, die Eluive sei Dank schon wieder etwas Farbe bekommen hatte. Doch Zahrak wurde noch unruhiger, knurrte wie ein Wolf.. riss sich dann schließlich los und stürmte nach draußen. "Zaaaaaaaahrak Nein!" *schrie sie ihm nach*
Doch er war schon rausgestürmt. Viel Blut konnte wohl noch nicht in Aries Adern geflossen sein, doch war es anscheinend so gerade genug um Aries am Leben zu erhalten. Erschöpft lehnte sich Lili in den schweren Steinstuhl und wachte erst ein mal über Aries.

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Samija Tijen Azeezah
Als sie den Brief in den Fingern hielt, pochte ihr Herz bis in den Hals hinauf. Sie vergaß alles um sich herum und somit auch den am Eingang sitzenden Samir. „Einen Brief?“, fragte er neugierig und hob den Kopf etwas weiter an. Rasch tat sie es als unwichtig ab, steuerte jedoch direkt in das Natifahzimmer hinauf. Hinter dem Vorhang, bei den Kisten versteckt, sah sie sich noch einmal um. Als sie sich sicher war, alleine zu sein, brach sie das Siegel und begann die Zeilen zu lesen. Shafiq. Schnell ging sie auf den Balkon hinauf, entzündete den Brief in der Flamme der Kerze und wartete bis sie alles verbrannt hatte. Die Reste warf sie in die Vase neben der Kohleschale.
Schnell war sie angezogen und fand sich im Eingang wieder. „Wohin gehst du?“, die Stimme von Samir ließ sie herum schnellen. „Ich wollte in die Höhlen im Norden, mich mit dem Dietrich üben.“ Er schien ihr zu glauben. So verabschiedete sie sich von ihm und brach auf. Ihr Weg führte sie durch Menek'Ur. Hinaus in die Wüste.
Als sie wieder zurück kam. Erklangen liebliche Stimmen an ihr Ohr. Callista und Mina waren im Wohnraum. Freudig begrüßte sie Beide und zog sich zurück um sich vom Sand der Wüste zu reinigen. Nachdem sie sich die Füße, Hände und Gesicht gewaschen hatte, steuerte sie zurück die Treppen hinab. Ihr Weg in den Wohnraum wurde jäh unterbrochen, als Saajid ihren Weg kreuzte. Sie senkte den Blick überrascht ab und begrüßte ihn freundlich. „Geh mir aus dem Weg.“, sprach er ihr entgegen. Die Luft um ihr herum wurde ganz heiß. Sie kannte dieses Gefühl, das letzte Mal spürte sie es als er ihr Essen als nicht gut empfand. Doch dieses Mal war es noch heißer, schlimmer als die Sonne im Zenit, Mitten in der Wüste und ohne Schatten. Ihre Hand griff zu ihrem Hals als sie keine Luft mehr bekam. Sie wich zurück und drohte an den Treppenstufen das Gleichgewicht zu verlieren. Als er vorbei war, rang sie nach Luft. Sollte sie ihm folgen? Mina war im Wohnbereich. Callista war aber auch da. Sie schloss ihre Augen. Wusste er von ihr und Shafiq? Oder war da mehr als nur reine Wut? Sie löste sich von der Treppe und steuerte in den hauseigenen Schrein der Mara. Hier fiel sie in ein Gebet. Anders wusste sie sich nun nicht mehr zu helfen. Nachdem das Gebet beendet war, verließ sie das Haus und brach zum Natifahhaus auf. Sie hatte ein ungutes Gefühl und wollte an diesem Abend nicht im Haus sein.
Doch das Gewissen plagte sie, als sie sich einen Tee aufbrühte. Ließ sie Mina im Stich? Er würde ihr sicherlich nichts antun, würde Mina nicht so barsch behandeln wie er sie behandelte. Immer mehr hatte sie das Gefühl, er hasste sie. Das verletzte sie sehr, immerhin war er ein Teil ihres Rudels. Niemals würde sie es verletzen, auch wenn er sie hasste.. Sie stockte. Aber was tat sie jetzt? Sie ließ ihren Welpen im Stich! Und da löste sie die Hand von der Teetasse und eilte wieder zurück zum Familienanwesen.
Eine Druckwelle begrüßte sie. Eilig zog sie die Türen auf und warf die Schuhe beiseite. Als sie im Wohnbereich ankam, zappelte Saajid wie eine Spinne an der Wand. Dann ertönte ein schriller Ton und sie hielt sich ihre Ohren zu. Der Wohnbereich war verwüstet, viele Gläser und Krüge waren zersprungen, die Kissen lagen wirr herum. Kaum etwas war dort, wo es stehen sollte. Callista stand Saajid gegenüber, sie sah mitgenommen aus – doch hielt sich tapfer auf den Beinen. Mina und Rahim waren noch anwesend und wichen von Saajid weg. Dann war alles vorbei. Mit einem Mal, fiel Saajid wie ein nasser Sack zu Boden. Auch Callista fiel, Blut bedeckte ihre Füße, ihr Arm sah seltsam verbogen aus und eine Brandwunde zierte diese. So blieb sie liegen, regungslos. Mina eilte voran und zu Saajid. Rahim blieb wie eine Steinsäule stehen. Und so blendete sie alles um sich herum aus. Sie musste Callista helfen. Sie spürte nicht wie die Scherben, die auch Callistas Füße aufschlitzten – die ihren verletzten. Neben ihr sank sie auf die Knie und begann ruhig mit ihr zu reden: „Ich bin da, Callista. Alles wird gut.“ Immer wieder erhob sie ihre Stimme, redete über den hübschen Rock den sie heute trug und wie gern sie auch so einen hätte. Nur um Callista das Gefühl zu geben, sie sei nicht alleine – auch wenn sie ihre Stimme vielleicht gar nicht hörte. „Rahim hole einen Hakim!“, versuchte sie zwischen ihren Versorgungen um Callista herum Rahim zum Bewegen zu bringen. Es dauerte etwas, ehe der Azeezah voran eilte und das Haus verließ. Derweil zog sie Callista eine Scherbe aus dem Fuß und legte Bandagen an ihre blutigen Füße. Sie wollte sie nicht anders hinlegen – sie nicht berühren, zu viel Angst hatte sie davor, dass sie ihr damit vielleicht noch mehr Schaden könnte.
Als Selim eintraf, kümmerte er sich als erstes um Saajid. Der jedoch zumindest bei Bewusstsein war, ohne äußerliche Verletzungen und gleichmäßig atmen konnte. Nun stieg doch die Verzweiflung in ihr auf. Unter ihren Händen lag eine verletzte, regungslose Blüte. Ihre Hände zitterten, sie wimmerte: „Selim, Callista rührt sich nicht mehr!“ Rahim trat zu ihr heran und sprach irgendetwas, sie hörte es nicht. Tränen stiegen in ihren Augen auf als sie weiterhin auf Hilfe wartete. Rahim ging ebenfalls zu Saajid hinüber, welcher sich nun schon langsam aufsetzte. „Selim!“, weinte sie nun los. Sie konnte ihre Verzweiflung nicht mehr ausblenden, konnte nicht mehr ruhig sein. Da ging Selim zu ihr hinüber nach einer, für sie, unendlichen Zeit. Er behandelte ihre Füße, derweil kühlte sie Callistas Brandwunde.
Als sie neben sich eine Gestalt sah, rückte ihr Kopf empor. Sie sah Saajid nach unten kippen. So schob sie sich aus den Knien heraus empor und hielt den Mann fest in ihren Armen, während sie auf die Knie zurück sank. „Rahim, bitte nimm' ihn mir ab.“, keuchte sie unter den noch Tränen behangenen Augen. Der Cousin griff nach Saajid und hob ihn hoch. Mit der neu gewonnen Freiheit, kümmerte sie sich zugleich wieder um Callista – Welche sich noch immer nicht rührte. Nachdem Selim sie in das Natifahzimmer legte, schickte er Samija los die Esra zu holen. Er dürfe Callista nicht entkleiden und sie weiter versorgen. Ohne zu zögern eilte sie los.
Die Phiole in ihren Händen haltend, welche ihre blutigen Füße behandeln sollte, rannte sie durch die nächtlichen Gassen Menek'Urs. Der Sand brannte in ihren Wunden, jeder Schritt war eine Qual. Endlich am Palast angekommen, besahen sie die Wachen skeptisch: So reinigte sie sich die Füße unter einem schmerzverzerrten Blick und band sich dann schnell Bandagen um die Füße, damit sie den Palastboden nicht mit ihrem Blut beschmutzte. Und so steuerte sie zu dem Raum: Wohinter sie einst Razyr führte und Abbas sie empfing. Das Klopfen brachte keine Reaktion. „Meine Esra. Callista ist verletzt.“, drang ihre Stimme verzweifelt zu der Tür. Erneut klopfte sie. Nichts. Da sah sie sich im Palast um. Was nun? Wohin sollte sie? Und da öffnete sich die Tür … Maanika stand da und betrachtete das Häufchen Elend überrascht. „Callista sie rührt sich nicht mehr!“, aus dem Hinterraum kam Bewegung und Latifa sowie Aylin eilten an ihr vorüber: „Wo ist sie?“ - „Im Azeezahhaus“ und dann eilten die drei los. Samija sah ihnen nach und humpelte langsam voran. Nun wo Hilfe für sie unterwegs war, gestand sie sich zu erneut zu weinen als sie den Palast verließ. Sie sah noch nie eine verletzte Blüte, noch nie so eine Zerstörung. Der Schmerz von ihren Füßen ließ ihre Schritte schwach werden. Die Bandagen benetzten sich erneut mit Blut. Unter dem nächsten Baldachin, sank sie in die Kissen und gab sich der Erschöpfung hin. Ihre Hand griff nach dem tropfenförmigen Anhänger ihrer goldenen Kette.
Schnell war sie angezogen und fand sich im Eingang wieder. „Wohin gehst du?“, die Stimme von Samir ließ sie herum schnellen. „Ich wollte in die Höhlen im Norden, mich mit dem Dietrich üben.“ Er schien ihr zu glauben. So verabschiedete sie sich von ihm und brach auf. Ihr Weg führte sie durch Menek'Ur. Hinaus in die Wüste.
Als sie wieder zurück kam. Erklangen liebliche Stimmen an ihr Ohr. Callista und Mina waren im Wohnraum. Freudig begrüßte sie Beide und zog sich zurück um sich vom Sand der Wüste zu reinigen. Nachdem sie sich die Füße, Hände und Gesicht gewaschen hatte, steuerte sie zurück die Treppen hinab. Ihr Weg in den Wohnraum wurde jäh unterbrochen, als Saajid ihren Weg kreuzte. Sie senkte den Blick überrascht ab und begrüßte ihn freundlich. „Geh mir aus dem Weg.“, sprach er ihr entgegen. Die Luft um ihr herum wurde ganz heiß. Sie kannte dieses Gefühl, das letzte Mal spürte sie es als er ihr Essen als nicht gut empfand. Doch dieses Mal war es noch heißer, schlimmer als die Sonne im Zenit, Mitten in der Wüste und ohne Schatten. Ihre Hand griff zu ihrem Hals als sie keine Luft mehr bekam. Sie wich zurück und drohte an den Treppenstufen das Gleichgewicht zu verlieren. Als er vorbei war, rang sie nach Luft. Sollte sie ihm folgen? Mina war im Wohnbereich. Callista war aber auch da. Sie schloss ihre Augen. Wusste er von ihr und Shafiq? Oder war da mehr als nur reine Wut? Sie löste sich von der Treppe und steuerte in den hauseigenen Schrein der Mara. Hier fiel sie in ein Gebet. Anders wusste sie sich nun nicht mehr zu helfen. Nachdem das Gebet beendet war, verließ sie das Haus und brach zum Natifahhaus auf. Sie hatte ein ungutes Gefühl und wollte an diesem Abend nicht im Haus sein.
Doch das Gewissen plagte sie, als sie sich einen Tee aufbrühte. Ließ sie Mina im Stich? Er würde ihr sicherlich nichts antun, würde Mina nicht so barsch behandeln wie er sie behandelte. Immer mehr hatte sie das Gefühl, er hasste sie. Das verletzte sie sehr, immerhin war er ein Teil ihres Rudels. Niemals würde sie es verletzen, auch wenn er sie hasste.. Sie stockte. Aber was tat sie jetzt? Sie ließ ihren Welpen im Stich! Und da löste sie die Hand von der Teetasse und eilte wieder zurück zum Familienanwesen.
Eine Druckwelle begrüßte sie. Eilig zog sie die Türen auf und warf die Schuhe beiseite. Als sie im Wohnbereich ankam, zappelte Saajid wie eine Spinne an der Wand. Dann ertönte ein schriller Ton und sie hielt sich ihre Ohren zu. Der Wohnbereich war verwüstet, viele Gläser und Krüge waren zersprungen, die Kissen lagen wirr herum. Kaum etwas war dort, wo es stehen sollte. Callista stand Saajid gegenüber, sie sah mitgenommen aus – doch hielt sich tapfer auf den Beinen. Mina und Rahim waren noch anwesend und wichen von Saajid weg. Dann war alles vorbei. Mit einem Mal, fiel Saajid wie ein nasser Sack zu Boden. Auch Callista fiel, Blut bedeckte ihre Füße, ihr Arm sah seltsam verbogen aus und eine Brandwunde zierte diese. So blieb sie liegen, regungslos. Mina eilte voran und zu Saajid. Rahim blieb wie eine Steinsäule stehen. Und so blendete sie alles um sich herum aus. Sie musste Callista helfen. Sie spürte nicht wie die Scherben, die auch Callistas Füße aufschlitzten – die ihren verletzten. Neben ihr sank sie auf die Knie und begann ruhig mit ihr zu reden: „Ich bin da, Callista. Alles wird gut.“ Immer wieder erhob sie ihre Stimme, redete über den hübschen Rock den sie heute trug und wie gern sie auch so einen hätte. Nur um Callista das Gefühl zu geben, sie sei nicht alleine – auch wenn sie ihre Stimme vielleicht gar nicht hörte. „Rahim hole einen Hakim!“, versuchte sie zwischen ihren Versorgungen um Callista herum Rahim zum Bewegen zu bringen. Es dauerte etwas, ehe der Azeezah voran eilte und das Haus verließ. Derweil zog sie Callista eine Scherbe aus dem Fuß und legte Bandagen an ihre blutigen Füße. Sie wollte sie nicht anders hinlegen – sie nicht berühren, zu viel Angst hatte sie davor, dass sie ihr damit vielleicht noch mehr Schaden könnte.
Als Selim eintraf, kümmerte er sich als erstes um Saajid. Der jedoch zumindest bei Bewusstsein war, ohne äußerliche Verletzungen und gleichmäßig atmen konnte. Nun stieg doch die Verzweiflung in ihr auf. Unter ihren Händen lag eine verletzte, regungslose Blüte. Ihre Hände zitterten, sie wimmerte: „Selim, Callista rührt sich nicht mehr!“ Rahim trat zu ihr heran und sprach irgendetwas, sie hörte es nicht. Tränen stiegen in ihren Augen auf als sie weiterhin auf Hilfe wartete. Rahim ging ebenfalls zu Saajid hinüber, welcher sich nun schon langsam aufsetzte. „Selim!“, weinte sie nun los. Sie konnte ihre Verzweiflung nicht mehr ausblenden, konnte nicht mehr ruhig sein. Da ging Selim zu ihr hinüber nach einer, für sie, unendlichen Zeit. Er behandelte ihre Füße, derweil kühlte sie Callistas Brandwunde.
Als sie neben sich eine Gestalt sah, rückte ihr Kopf empor. Sie sah Saajid nach unten kippen. So schob sie sich aus den Knien heraus empor und hielt den Mann fest in ihren Armen, während sie auf die Knie zurück sank. „Rahim, bitte nimm' ihn mir ab.“, keuchte sie unter den noch Tränen behangenen Augen. Der Cousin griff nach Saajid und hob ihn hoch. Mit der neu gewonnen Freiheit, kümmerte sie sich zugleich wieder um Callista – Welche sich noch immer nicht rührte. Nachdem Selim sie in das Natifahzimmer legte, schickte er Samija los die Esra zu holen. Er dürfe Callista nicht entkleiden und sie weiter versorgen. Ohne zu zögern eilte sie los.
Die Phiole in ihren Händen haltend, welche ihre blutigen Füße behandeln sollte, rannte sie durch die nächtlichen Gassen Menek'Urs. Der Sand brannte in ihren Wunden, jeder Schritt war eine Qual. Endlich am Palast angekommen, besahen sie die Wachen skeptisch: So reinigte sie sich die Füße unter einem schmerzverzerrten Blick und band sich dann schnell Bandagen um die Füße, damit sie den Palastboden nicht mit ihrem Blut beschmutzte. Und so steuerte sie zu dem Raum: Wohinter sie einst Razyr führte und Abbas sie empfing. Das Klopfen brachte keine Reaktion. „Meine Esra. Callista ist verletzt.“, drang ihre Stimme verzweifelt zu der Tür. Erneut klopfte sie. Nichts. Da sah sie sich im Palast um. Was nun? Wohin sollte sie? Und da öffnete sich die Tür … Maanika stand da und betrachtete das Häufchen Elend überrascht. „Callista sie rührt sich nicht mehr!“, aus dem Hinterraum kam Bewegung und Latifa sowie Aylin eilten an ihr vorüber: „Wo ist sie?“ - „Im Azeezahhaus“ und dann eilten die drei los. Samija sah ihnen nach und humpelte langsam voran. Nun wo Hilfe für sie unterwegs war, gestand sie sich zu erneut zu weinen als sie den Palast verließ. Sie sah noch nie eine verletzte Blüte, noch nie so eine Zerstörung. Der Schmerz von ihren Füßen ließ ihre Schritte schwach werden. Die Bandagen benetzten sich erneut mit Blut. Unter dem nächsten Baldachin, sank sie in die Kissen und gab sich der Erschöpfung hin. Ihre Hand griff nach dem tropfenförmigen Anhänger ihrer goldenen Kette.
Zuletzt geändert von Samija Tijen Azeezah am Mittwoch 1. Juli 2015, 10:43, insgesamt 1-mal geändert.
- Jean Laval
- Beiträge: 166
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Der Geruch von Blut hatte ihn mehr oder weniger geweckt. Doch war es kein normales Aufwachen. Er realisierte dass er auf dem harten Holzboden lag, dass irgendjemand ihn auf den Boden drückte. Blinzelnd öffnete er die Augen. Lediglich der schnelle Herzschlag und Atem ließen ihn für den Moment darauf schließen dass er nicht geschlafen hatte. Als er schließlich über sich blickte, sah er die Ritterin die ihn mit aller Gewalt und verzogener Miene auf den Boden drückte und ihn anstarrte. Die Herkunft des Blutes war damit auch geklärt denn es lief deutlich aus einer tiefen Wunde an ihrer Schulter. Erst der Blick durch den Rest des Raumes offenbarte ihm was vermutlich geschehen war. Sein Entermesser lag blutig neben ihm, offenbar der Ursprung der klaffenden Wunde in der Schulter der Ritterin. Die Pistole lag nicht weit davon. Der Geruch nach dem Blitzpulver lag noch in der Luft und ein kleines Loch in der Wand zeugte davon, dass er sie abgefeuert hatte. Welches Ziel er hatte ... außer ihm und Muireall war niemand in diesem Haus... Er schloss die Augen und dankte innerlich für einen Moment allen Göttern dafür dass er zu sich kam, bevor irgendetwas schlimmeres passiert wäre...
Es ging schon Tage so. Es gab Zeiten in denen es ihm gut ging, aber wenn ein falsches Wort fiel oder etwas geschah das er nicht kontrollieren oder beeinflussten konnte staute sich binnen kürzester Zeit eine Wut in ihm auf, die er kaum bändigen konnte. Er erinnerte sich dunkel daran dass er Dieto gebissen hatte ... dass er sich mit Jacq geprügelt hatte. Es war auch nicht das erste Wortgefecht mit Muireall gewesen, auch wenn jene zuvor deutlich glimpflicher ausgegangen waren.
Irgendetwas war anders. Während sein Herzschlag sich nur langsam beruhigte, hörte er die Stimme der Ritterin und blickte wieder zu ihr auf. Das Blut strömte weiter aus ihrer Wunde an der Schulter und doch schien es ihr für den Augenblick deutlich wichtiger, den Piraten auf dem Boden festzuhalten damit er sich nicht rühren konnte...
Noch am Abend, als Lille vorbei kam um die Wunde zu versorgen die sein Entermesser hinterlassen hatte, musste er sich Gedanken darum machen wie es weitergehen sollte. Hätte er das Entermesser doch nicht erst vor kurzem so gut geschliffen für den Unterricht der Piraten. Muireall würde seine Waffen verstecken. Und falls es garnicht mehr anders ging, würde er sich im Keller des Hauses einschließen lassen, dort wo das kleine Zimmer für Gäste ist das derzeit leer stand und für einige Tage sicherlich ausreichen würde. In der Hoffnung dass Lille oder irgendwer anders bis dahin herausfinden konnte, was es mit diesen Wutanfällen auf sich hatte...
Es ging schon Tage so. Es gab Zeiten in denen es ihm gut ging, aber wenn ein falsches Wort fiel oder etwas geschah das er nicht kontrollieren oder beeinflussten konnte staute sich binnen kürzester Zeit eine Wut in ihm auf, die er kaum bändigen konnte. Er erinnerte sich dunkel daran dass er Dieto gebissen hatte ... dass er sich mit Jacq geprügelt hatte. Es war auch nicht das erste Wortgefecht mit Muireall gewesen, auch wenn jene zuvor deutlich glimpflicher ausgegangen waren.
Irgendetwas war anders. Während sein Herzschlag sich nur langsam beruhigte, hörte er die Stimme der Ritterin und blickte wieder zu ihr auf. Das Blut strömte weiter aus ihrer Wunde an der Schulter und doch schien es ihr für den Augenblick deutlich wichtiger, den Piraten auf dem Boden festzuhalten damit er sich nicht rühren konnte...
Noch am Abend, als Lille vorbei kam um die Wunde zu versorgen die sein Entermesser hinterlassen hatte, musste er sich Gedanken darum machen wie es weitergehen sollte. Hätte er das Entermesser doch nicht erst vor kurzem so gut geschliffen für den Unterricht der Piraten. Muireall würde seine Waffen verstecken. Und falls es garnicht mehr anders ging, würde er sich im Keller des Hauses einschließen lassen, dort wo das kleine Zimmer für Gäste ist das derzeit leer stand und für einige Tage sicherlich ausreichen würde. In der Hoffnung dass Lille oder irgendwer anders bis dahin herausfinden konnte, was es mit diesen Wutanfällen auf sich hatte...
- Keylon von Salberg
- Beiträge: 1801
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Schlimmer geht’s nimmer …
Nichts bedeutete ihm so viel wie seine Familie, seine Freunde.
Um so mehr fühlte er sich auch für ihre Sicherheit verantwortlich.
Schließlich war er der Soldat in der Familie, und er hielt sich eigentlich für einen sehr guten Schwertkämpfer.
Nur Zahrak akzeptierte Keylon noch als gleichwertigen … „Verteidige,“ war er doch der Ältere und auch wenn er Schreiner war, als ziemlich wehrfähig.
Aber jetzt?
Als Melina ihn angegriffen, verletzt und gar infiziert hatte, mit was auch immer, war er fast durchgedreht.
Ohne nachzudenken war er gar nach La Cabeza gefahren um dieses Weib Waldesruh zu suchen.
Das er sie nicht gefunden hatte, war wohl Schicksal und die Vorlage dafür das die Piratin innerhalb einiger Tage auch Aries und Adelena verletzte.
Keylon hatte es nicht verhindern können und Lena gehörte zwar nicht zur Familie aber sie war Keylon inzwischen sehr nah.
Der junge Soldat wusste nur das wenn er Melina an dem ersten Tag erwischt hätte, wären es jetzt zwei Opfer weniger.
Keylon hatte nachgerechnet.
Am zweiten Tag der Infizierung mit … wer weiß auch was immer, begannen die Tiere vor dem Infizierten zu fliehen, und ab dem vierten Tag wurden sie gefährlich und der Geruch oder das Ansehen von Blut, machten sie selbst blutrünstig.
Das hieß Aries hatte noch einen Tag und Lena noch drei.
Fakt war ein Heiler konnte hier nicht helfen, und ein Priester ?
Auf jenen lag jedenfalls Keys ganze Hoffnung. Das würde sich heute Zeigen wenn Hochwürden kommen würde um sich Zak an zu sehen.
Der junge Soldat betete schon die halbe Nacht darum das Temora helfen würde.
Sie war sein ganzer Halt, seine ganze Hoffnung.
Hailey wollte er keine Schwäche gegenüber zeigen, sie zeigte sich eh immer als wolle sie ihn beschützen oder beschützen müssen, und Amelie...
Amelie, da war sich die ganze Familie einig, wollte man von all den Sorgen und Problemen in Ruhe lassen. Dafür liebten sie sie alle zu sehr, und sie wussten wie sehr sie so etwas belastete.
Keylon hatte nur die Angst das solange Meline frei war, sie weitere Opfer suchen würde, und da sie immer bei ihren Angriffen meist die Nähe Zahraks suchte, können sehr gut auch Hailey, Amelie oder Milli neue Ziele sein.
Keylon hingegen hatte keine Angst vor der Verrückten.
Er hatte sie einmal schon niederstrecken können, er würde es auch ein weiteres mal und das ohne Skrupel diesmal … Endgültig.
Ja, er würde Melina töten. Sie hatte seine Familie angegriffen, und seine Familie war ihm heilig.
Melina hatte aber für noch etwas gesorgt was er ihr nie verzeihen würde.
Er hatte gegen seinen eigenen Bruder kämpfen müssen.
Nichts war so schlimm als seinen eigenen Bruder bekämpfen und festnehmen zu müssen.
Key liebte Zak, und es hatte ihm die Tränen in die Augen getrieben zu merken wie sein Bruder nicht mehr er selber gewesen war.
Keylon hatte alles aufbieten müssen um ihn zu überwältigen und fesseln zu können.
Noch das kleinste Zögern hätte ihn fehlen lassen können, denn in den oftmals spielerischen oder manchmal halb ernsten Kämpfen hatte Zak immer die Oberhand behalten.
Doch diesmal nicht.
Es erschreckte Keylon fast das er seinen Bruder hatte wie einen Feind sehen können.
Es musste einfach etwas geschehen.
Man musste diese Melina zu fassen bekommen, denn sie saß am Anfang der Infizierten. Durch sie konnte man vielleicht die Quelle finden und vor allem …
Ausschalten!
Nichts bedeutete ihm so viel wie seine Familie, seine Freunde.
Um so mehr fühlte er sich auch für ihre Sicherheit verantwortlich.
Schließlich war er der Soldat in der Familie, und er hielt sich eigentlich für einen sehr guten Schwertkämpfer.
Nur Zahrak akzeptierte Keylon noch als gleichwertigen … „Verteidige,“ war er doch der Ältere und auch wenn er Schreiner war, als ziemlich wehrfähig.
Aber jetzt?
Als Melina ihn angegriffen, verletzt und gar infiziert hatte, mit was auch immer, war er fast durchgedreht.
Ohne nachzudenken war er gar nach La Cabeza gefahren um dieses Weib Waldesruh zu suchen.
Das er sie nicht gefunden hatte, war wohl Schicksal und die Vorlage dafür das die Piratin innerhalb einiger Tage auch Aries und Adelena verletzte.
Keylon hatte es nicht verhindern können und Lena gehörte zwar nicht zur Familie aber sie war Keylon inzwischen sehr nah.
Der junge Soldat wusste nur das wenn er Melina an dem ersten Tag erwischt hätte, wären es jetzt zwei Opfer weniger.
Keylon hatte nachgerechnet.
Am zweiten Tag der Infizierung mit … wer weiß auch was immer, begannen die Tiere vor dem Infizierten zu fliehen, und ab dem vierten Tag wurden sie gefährlich und der Geruch oder das Ansehen von Blut, machten sie selbst blutrünstig.
Das hieß Aries hatte noch einen Tag und Lena noch drei.
Fakt war ein Heiler konnte hier nicht helfen, und ein Priester ?
Auf jenen lag jedenfalls Keys ganze Hoffnung. Das würde sich heute Zeigen wenn Hochwürden kommen würde um sich Zak an zu sehen.
Der junge Soldat betete schon die halbe Nacht darum das Temora helfen würde.
Sie war sein ganzer Halt, seine ganze Hoffnung.
Hailey wollte er keine Schwäche gegenüber zeigen, sie zeigte sich eh immer als wolle sie ihn beschützen oder beschützen müssen, und Amelie...
Amelie, da war sich die ganze Familie einig, wollte man von all den Sorgen und Problemen in Ruhe lassen. Dafür liebten sie sie alle zu sehr, und sie wussten wie sehr sie so etwas belastete.
Keylon hatte nur die Angst das solange Meline frei war, sie weitere Opfer suchen würde, und da sie immer bei ihren Angriffen meist die Nähe Zahraks suchte, können sehr gut auch Hailey, Amelie oder Milli neue Ziele sein.
Keylon hingegen hatte keine Angst vor der Verrückten.
Er hatte sie einmal schon niederstrecken können, er würde es auch ein weiteres mal und das ohne Skrupel diesmal … Endgültig.
Ja, er würde Melina töten. Sie hatte seine Familie angegriffen, und seine Familie war ihm heilig.
Melina hatte aber für noch etwas gesorgt was er ihr nie verzeihen würde.
Er hatte gegen seinen eigenen Bruder kämpfen müssen.
Nichts war so schlimm als seinen eigenen Bruder bekämpfen und festnehmen zu müssen.
Key liebte Zak, und es hatte ihm die Tränen in die Augen getrieben zu merken wie sein Bruder nicht mehr er selber gewesen war.
Keylon hatte alles aufbieten müssen um ihn zu überwältigen und fesseln zu können.
Noch das kleinste Zögern hätte ihn fehlen lassen können, denn in den oftmals spielerischen oder manchmal halb ernsten Kämpfen hatte Zak immer die Oberhand behalten.
Doch diesmal nicht.
Es erschreckte Keylon fast das er seinen Bruder hatte wie einen Feind sehen können.
Es musste einfach etwas geschehen.
Man musste diese Melina zu fassen bekommen, denn sie saß am Anfang der Infizierten. Durch sie konnte man vielleicht die Quelle finden und vor allem …
Ausschalten!
- Lille Kiems
- Beiträge: 446
- Registriert: Dienstag 6. Mai 2014, 17:36
"Verdammt nochma! Drehn denn jetz alle hier am Ruder?"
Sie grummelte sowohl ärgerlich als auch ratlos diese Worte vor sich hin, als sie völlig erschöpft auf
ihre Behandlungspritsche fiel.
Seit Tagen rannten die Piraten, wohnten sie nun auf dem Festland oder der Insel, ihr die Heilstube
ein und das mit immer bedrohlicheren Verletzungen.
Dazu kamen diejenigen, die sich bei dem Geprügel gegenseitig mit der aktuell kursierenden Bronchitis
ansteckten, aber natürlich immer nur einer nach dem anderen kamen.
War es ein Fehler gewesen so offen ihre Künste als Alchemistin anzubieten, wenn sie es kaum schaffte,
zwischen den immer zahlreicheren Patienten, die Fässer auch herzustellen und auszuliefern?
Sie brauchte so dringend die Mittel um endlich ein richtiges Hospital ausbauen zu können, Auszubildende
zu finanzieren und ihre stets knappen Vorräte aufzufüllen.
Preise anheben? Keine Aufträge mehr annehmen? Urlaub machen?
....Nein gerade jetzt konnte sie ihre Röchelmatrosen und Wutpiraten nicht im Stich lassen. Es schien eher
so als müsse sie es in die Hand nehmen, Nachforschungen über diese beunruhigenden Wesensveränderungen
ihrer Freunde und Nachbarn anzustellen, um vielleicht eine Lösung dieses Problems zu erarbeiten.
Gift hatte sie bereits ausgeschlossen. Nicht, dass sie selbst nicht einige Kräuter würde zu einer
Tinktur mischen können, welche das sanfteste Lamm in einen wutberstenden Löwen verwandelte.
Es war eher die Art der Verbreitung, die Gruppe der Betroffenen, welche sie darauf schließen lies, dass es
wohlmöglich im direkten Zusammenhang damit stand, wer auf der Toro angeheuert hatte und wer nicht.
Viele hatten sich nicht einmal getroffen und sich doch irgendwie mit dieser "Krankheit" angesteckt.
Trotzdem bot das keine Sicherheiten und so kamen noch die Sorgen um ihre Liebsten hinzu.
Lille lag im fiebrigen Halbschlaf auf der Pritsche und die Gedanken wollten sie einfach nicht loslassen.
Sie sprach ein stummes Gebet, wusste aber nicht an wen sie es richten sollte und so sandte sie es einfach
gen Zimmerdecke.
- Bitte lass meine Jungs da raus. Ich weiß nicht was ich machen soll wenn sie mir als Stütze
wegfallen und ich Matti in seinem Heim nicht mehr sicher weiß. Wenn selbst schon Verlobte sich Wunden zufügten,
die ohne schnelle Hilfe hätten tötlich sein können, wie verlässlich waren da Blutsbande? -
Sie merkte selbst, dass ihr Körper alle Warnsignale auffuhr die ihm möglich waren. Lille hatte sich selbst diesen
hartnäckigen Husten eingefangen und ihre Beine zitterten vor Schwäche.
- Nur eine Nacht guten Schlaf, dann steh ich schon wieder. -
Der Infekt machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie versorgte sich mit allem was sie hatte, unterdrückte
die Symptome so gut es ging und schaffte es irgendwie durch den Tag.
Sie verteilte sogar Zettel an die Inselbewohner. Forderte sie auf ihr Berichte zukommen zu lassen über
Beobachtungen und Vorkommnisse bezüglich der ungewöhnlichen Wutausbrüche.
Aber schon am frühen Abend brach sie zusammen, lag schwer atmend mit glühender Stirn auf den Matten ihrer
Heilstube und betete es möge jemand kommen um ihr ein Glas Wasser zu reichen...
- S wird schon wieder gehn... nur fünf Minutn liegn..aye.. un dann misch ch die nächstn Fässer -
Sie grummelte sowohl ärgerlich als auch ratlos diese Worte vor sich hin, als sie völlig erschöpft auf
ihre Behandlungspritsche fiel.
Seit Tagen rannten die Piraten, wohnten sie nun auf dem Festland oder der Insel, ihr die Heilstube
ein und das mit immer bedrohlicheren Verletzungen.
Dazu kamen diejenigen, die sich bei dem Geprügel gegenseitig mit der aktuell kursierenden Bronchitis
ansteckten, aber natürlich immer nur einer nach dem anderen kamen.
War es ein Fehler gewesen so offen ihre Künste als Alchemistin anzubieten, wenn sie es kaum schaffte,
zwischen den immer zahlreicheren Patienten, die Fässer auch herzustellen und auszuliefern?
Sie brauchte so dringend die Mittel um endlich ein richtiges Hospital ausbauen zu können, Auszubildende
zu finanzieren und ihre stets knappen Vorräte aufzufüllen.
Preise anheben? Keine Aufträge mehr annehmen? Urlaub machen?
....Nein gerade jetzt konnte sie ihre Röchelmatrosen und Wutpiraten nicht im Stich lassen. Es schien eher
so als müsse sie es in die Hand nehmen, Nachforschungen über diese beunruhigenden Wesensveränderungen
ihrer Freunde und Nachbarn anzustellen, um vielleicht eine Lösung dieses Problems zu erarbeiten.
Gift hatte sie bereits ausgeschlossen. Nicht, dass sie selbst nicht einige Kräuter würde zu einer
Tinktur mischen können, welche das sanfteste Lamm in einen wutberstenden Löwen verwandelte.
Es war eher die Art der Verbreitung, die Gruppe der Betroffenen, welche sie darauf schließen lies, dass es
wohlmöglich im direkten Zusammenhang damit stand, wer auf der Toro angeheuert hatte und wer nicht.
Viele hatten sich nicht einmal getroffen und sich doch irgendwie mit dieser "Krankheit" angesteckt.
Trotzdem bot das keine Sicherheiten und so kamen noch die Sorgen um ihre Liebsten hinzu.
Lille lag im fiebrigen Halbschlaf auf der Pritsche und die Gedanken wollten sie einfach nicht loslassen.
Sie sprach ein stummes Gebet, wusste aber nicht an wen sie es richten sollte und so sandte sie es einfach
gen Zimmerdecke.
- Bitte lass meine Jungs da raus. Ich weiß nicht was ich machen soll wenn sie mir als Stütze
wegfallen und ich Matti in seinem Heim nicht mehr sicher weiß. Wenn selbst schon Verlobte sich Wunden zufügten,
die ohne schnelle Hilfe hätten tötlich sein können, wie verlässlich waren da Blutsbande? -
Sie merkte selbst, dass ihr Körper alle Warnsignale auffuhr die ihm möglich waren. Lille hatte sich selbst diesen
hartnäckigen Husten eingefangen und ihre Beine zitterten vor Schwäche.
- Nur eine Nacht guten Schlaf, dann steh ich schon wieder. -
Der Infekt machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie versorgte sich mit allem was sie hatte, unterdrückte
die Symptome so gut es ging und schaffte es irgendwie durch den Tag.
Sie verteilte sogar Zettel an die Inselbewohner. Forderte sie auf ihr Berichte zukommen zu lassen über
Beobachtungen und Vorkommnisse bezüglich der ungewöhnlichen Wutausbrüche.
Aber schon am frühen Abend brach sie zusammen, lag schwer atmend mit glühender Stirn auf den Matten ihrer
Heilstube und betete es möge jemand kommen um ihr ein Glas Wasser zu reichen...
- S wird schon wieder gehn... nur fünf Minutn liegn..aye.. un dann misch ch die nächstn Fässer -
-
Gast
*… gemächlichen Schrittes betritt eine durch einen Umhang verhüllte Gestalt einen Raum und setzt sich an einen Tisch ehe er einige Seiten Pergament aus seinen Taschen hervorbringt, eingebunden in einen zugegebenermaßen mitgenommen wirkenden Ledereinband. Es lassen sich nur einige wage Vermutungen anstellen was die exakte Herkunft der gegerbten Haut anbelangt, seiner Härte und Maserung entsprechend dürfte es sich dabei jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit um Bestien-, wenn nicht sogar Balronleder handeln.
Die gewellten Seiten aufschlagend greift er sodann nach der Schublade eines nahestehenden Beistelltisches und nimmt eine bereits zur Hälfte abgebrannte Kerze heraus, zusammen mit einer leeren Flasche aus seinem Beutel geht er mit dieser in Richtung der noch offenen Holztür des Raumes. Fast schon blind handelnd dreht er den Stumpf der Kerze in der Flamme einer Fackel um sie der Form des Flaschenhalses gleichförmig werden zu lassen, auf das er sie einen Wimpernschlag später in jenen hineinstecken möge.
Schließlich den Docht entzündend bewegt er sich rascheren Schrittes als zuvor wieder in den Raum hinein, die Tür hinter sich sachte, aber zügig mit einer routinierten Bewegung aus der Schulter zuschlagend.
Die Flasche auf den Tisch stellend taucht er sodann eine Feder in eine Schale mit Tinte um einige Worte niederzuschreiben:*
„Es wird der Abend des 1. Cirmiasum 258 im Land der strahlenden Sonne und des weißen Goldes geschrieben. Die gleichermaßen diabolischen wie dramatischen Vorkommnisse des gestrigen Abends veranlassen mich dazu diese zu dokumentieren, auf das es dem Rudel eines Tages Nützen wird, ganz gleich in welcher Art und Weise.“
*seine rechte Hand hebend kratzt er sich kurz am Kinn, ehe er die Feder wieder ansetzt*
Wie an den Tagen sonst schlich ich nach getaner Arbeit aus dem Keller rauf in die Wohnräume des nunmehr erst seid kurzer Zeit eingerichteten Familienhauses unseres Rudels, die Zeit des Treppenanstiegs nutzte ich um mich an den zum Ende gekommenen Tag zu entsinnen, der Arbeit an jenem, so der Erfolge.
Oben angekommen streifte ich zielgerichtet auf diagonalem Wege gen der Schwelle zum Wohnraum, dabei reckte und schüttelte ich immer mal wieder eines der erschöpften Glieder, um diesen etwas neues Leben einzuflößen. Je näher ich der Schwelle kam, desto größer wurde der Blickwinkel in den Wohnraum, an dessen linkem Rand erblickte ich erst nur die wagen Umrisse eines der Unseren, Schritt für Schritt kam ich näher und so nahm die Silhouette schließlich Gestalt an, die Gestalt von Saajid, unserem Oberhaupt, Anführer unseres ehrbaren Rudels, wie er da stand, röchelnd... er wirkte geschwächt, wahrlich stimmte hier etwas nicht, die Sinne wurden mit einem Schlag geschärft und so betrat ich von Hast erfüllt den Raum.
Einen Wimpernschlag später schon wurde ich der anderen Personen gewahr, bekannte Gesichter, unter ihnen meine Cousinen Samija und Mina, auch anwesend die Prehaatim Eluives'; Callista aus dem Hause der Ifrey.
Noch bevor sich eine Gelegenheit bieten sollte zu fragen was wohl geschah wurde ich einer Druckwelle gewahr die einmal quer durch den Raum fegte, geradewegs auf Saajid zu, die fokussierte Energie traf frontal auf seinen Körper, lies jenen begleitet von einem dumpfen Geräusch an die Wand schlagen und streifte schließlich auch mich, dem geringeren Winkel zum Dank prallte mein Körper weniger hart an die Wand, dennoch taumelte ich einige Momente lang und schüttelte den Kopf ein paar mal willkürlich ehe sich mein Blick auf Saajid's zappelnden Körper richten sollte.
Doch dies waren nicht die einzigen Schäden physischer Natur welche die Druckwelle nach sich zog, so musste ich – als sich der aufgewirbelte Staub legte – schweren Herzens in einen Raum blicken, noch vor wenigen Momenten ein gemütlicher Wohnraum in dem man sich heimisch fühlte sollte er nun fast ausschließlich ein Zeugnis von desolater Verwüstung darstellen, überall gingen Krüge und Fließen zu Bruche, der Anblick glich wahrhaftiger Zerstörung.
So ich wieder in der Lage war einen klaren Gedanken zu fassen richtete ich mich einen Moment später langsam auf, mich dabei an der Wand abstützend visierte ich das andere Ende des Raumes an, dort, in der Ecke mit den vielen Kissen würde ich mich niederlassen nachdem ich in einem Spießrutenlauf fast schon tänzelnd durch den Raum ging, dabei den Blick stets gesenkt um mich keiner unnötigen Verletzungsgefahr auszusetzen.
Während ich den Hürdenlauf meisterte nahm ich die anderen Anwesenden erstmals deutlich wahr, Callista lag seitlich am Boden, ein paar äußere Wunden und Schnitte fielen mir an ihrem Körper auf, neben ihr hockte Samija, sie wohl umsorgend, langsam begann ich zu verstehen was wohl passiert worden sei...
Wohl war es ein Fluch, oder eine andere Krankheit wovon Saajid heimgesucht worden war, das Bild der Verwüstung war wohl die Folge von Versuchen seinen Geist davon zu läutern; die in meinen Augen einzig schlüssige Erklärung für die Vorfälle.
Zum Stillstand gekommen beobachtete ich die Geschehnisse aus sicherer Distanz, gegenüber Saajid, dessen Körper immernoch wild zappelte; die Welpin des Rudels, Mina stand neben ihm und blickte nur mehr fassungslos auf Saajid, ihr Körper schien versteinert, sie wirkte hilflos, so liese sich auch die allgemeine Gemütslage in jenem Raum bezeichnen: Hilflos. Zu meiner linken die Verwundete Prehaatim samt Samija, die mir im nächsten Moment schon einen Ausruf schierer Verzweiflung entgegen kommen lies:
Nicht lange am zögern machte ich mich auf direktem Wege auf, den Raum verließ ich mit größter Vorsicht, den Weg zum Haus von Selim jedoch bestritt ich ohne einen Hauch davon in nur einem Bruchteil der normalerweise benötigten Zeit. Angekommen stützte ich mich einen Moment lang röchelnd auf meinen Knien ab um zu Atem zu kommen bevor ich einen Augenblick später voller Eile und Tatendrang an die Holztür hämmerte, in der Hoffnung das energische klopfen würde erhört.
Die Tür öffnete sich schließlich und in aller Eile sprach ich ein paar wirre Worte, wahrhaft verwirrend im Aufbau, doch konnte man zweifelsohne höchste Dringlichkeit aus ihnen vernehmen:
Wir machten uns ohne weiterer Worte auf zum Familienhaus, dort angekommen verschaffte sich Selim erst einen groben Überblick um das Geschehene nachvollziehen zu können ehe er sich erst Saajid zuwandt und anschließend Callista's Wunden versorgte.
So Saajid vorerst versorgt war rappelte sich dieser langsam auf, immernoch gezeichnet von der Prozedur stützte Mina ihn einen Moment lang ehe er ein paar Schritte geradeaus ging, zweifelsfrei gezeichnet von Sorge um das Wohlergehen der anderen plagte ihn ein jeder Schritt den er machte.
Sein Geist der nun von Augenblick zu Augenblick klarer erschien erwachte langsam wieder in der Gegenwart, ein paar wirre Worte gab er wieder, wohl könne er selbst sich nicht wirklich daran erinnern was geschehen war, zumindest momentan noch nicht.
Noch während er etwas faselte machte er schon wieder erste Anstalten unter der Last seines geschwächten Körpers einzusacken und das Bewusstsein erneut zu verlieren, ich machte einen Ausfallschritt und versuchte ihn mit ausgestreckten Armen zu erreichen, seinen Fall zu dämpfen war meine Absicht, doch ehe ich mich versah war Samija zur Stelle mein bevorstehendes scheitern abzuwenden und ihn mit der Schnelligkeit einer Hyäne zu fassen und in einer federnden Bewegung langsam zum Boden abzulassen.
Von Saajid waren im folgenden nur noch ein paar Laute zu hören, wir entschieden uns ihn unter den Armen zu packen und nach oben zu zerren, ihn schlafen zu legen, auf dass er gesättigt von neuer Kraft wieder erwache und in altbekannter Azeezahrischer Manier mit den Brauen wippen wird, wie man es an jenem Abend kläglich vermisste.
Persönlich geleitete ich ihn nach oben, im Hintergrund nahm ich immer wieder Ausrufe von Mina war:
Aufgrund der zu tragenden Last konnte ich der weinerlichen Stimme in diesem Moment nicht die notwendige Beachtung zukommen lassen die sie vielleicht verdient hätte; in den Gemächern angekommen lies ich den bewusstlosen Körper sacken, die Hand in seinem Nacken beugte ich mich über Saajid's Haupt und berührte seine Stirn nur wage mit meinen Lippen, dabei sprach ich noch ein paar Worte:
Auf dem Absatz machte ich kehrt, während des Abstiegs kamen mir Selim, Samija und Callista entgegen, letztere wurde gestützt nach oben gebracht, wohl um ihre Wunden richtig zu versorgen und die Bereinigung unseres Scherbenhaufens von Wohnraum zu erleichtern.
Mina, wie sie da immernoch stand, völlig aufgewühlt und durchdrungen von Angst und Sorge, schenkte ich ein wohlwollendes lächeln einhergehend mit ein paar beschwichtigenden Worten:
Ohne die gewohnte Strenge sprach ich zu ihr, ihr labiles Gemüt im Hinterkopf behaltend soll sie abgelenkt werden, Tadel wäre hier fehl am Platz, es muss weiter gehen, viel gibt es zu tun.
Ein paar Mal zwinkerte ich ihr noch zu als sie begann die Scherben beiseite zu schieben. Einen Funkenschlag später erklang die Türglocke, die Esra des Erhabenen sowie Maanika aus dem Hause Yazir waren gekommen, wohl um ebenfalls nach Callista zu sehen.
Saajid wandelt noch im Reich der Traeume, ich bin gespannt was er berichten wird, und ob er je wieder derselbe sein wird. Auf das wir bald detaillierten Aufschluss über das Geschehene erhalten werden.
*sodann legte er die Feder nieder, gewahr werdend das nur mehr ein kümmerlicher Rest der Kerze existiere und beschloss das es für den heutigen Abend genug der Schreiberei sein sollte*
*als letzten Akt ritzte er noch folgende Worte in die Innenseite des Ledereinbandes:*
*anschließend legte er den Einband um die beschriebenen Seiten, ein paar davon noch unbeschrieben, um schließlich den Raum zu verlassen und sich noch in der Dunkelheit die Überreste des weißen Goldes von seiner Haut abzuwaschen um schließlich zu Bette zu gehen und seine Taten für den heutigen Tag niederzulegen*
Die gewellten Seiten aufschlagend greift er sodann nach der Schublade eines nahestehenden Beistelltisches und nimmt eine bereits zur Hälfte abgebrannte Kerze heraus, zusammen mit einer leeren Flasche aus seinem Beutel geht er mit dieser in Richtung der noch offenen Holztür des Raumes. Fast schon blind handelnd dreht er den Stumpf der Kerze in der Flamme einer Fackel um sie der Form des Flaschenhalses gleichförmig werden zu lassen, auf das er sie einen Wimpernschlag später in jenen hineinstecken möge.
Schließlich den Docht entzündend bewegt er sich rascheren Schrittes als zuvor wieder in den Raum hinein, die Tür hinter sich sachte, aber zügig mit einer routinierten Bewegung aus der Schulter zuschlagend.
Die Flasche auf den Tisch stellend taucht er sodann eine Feder in eine Schale mit Tinte um einige Worte niederzuschreiben:*
„Es wird der Abend des 1. Cirmiasum 258 im Land der strahlenden Sonne und des weißen Goldes geschrieben. Die gleichermaßen diabolischen wie dramatischen Vorkommnisse des gestrigen Abends veranlassen mich dazu diese zu dokumentieren, auf das es dem Rudel eines Tages Nützen wird, ganz gleich in welcher Art und Weise.“
*seine rechte Hand hebend kratzt er sich kurz am Kinn, ehe er die Feder wieder ansetzt*
Wie an den Tagen sonst schlich ich nach getaner Arbeit aus dem Keller rauf in die Wohnräume des nunmehr erst seid kurzer Zeit eingerichteten Familienhauses unseres Rudels, die Zeit des Treppenanstiegs nutzte ich um mich an den zum Ende gekommenen Tag zu entsinnen, der Arbeit an jenem, so der Erfolge.
Oben angekommen streifte ich zielgerichtet auf diagonalem Wege gen der Schwelle zum Wohnraum, dabei reckte und schüttelte ich immer mal wieder eines der erschöpften Glieder, um diesen etwas neues Leben einzuflößen. Je näher ich der Schwelle kam, desto größer wurde der Blickwinkel in den Wohnraum, an dessen linkem Rand erblickte ich erst nur die wagen Umrisse eines der Unseren, Schritt für Schritt kam ich näher und so nahm die Silhouette schließlich Gestalt an, die Gestalt von Saajid, unserem Oberhaupt, Anführer unseres ehrbaren Rudels, wie er da stand, röchelnd... er wirkte geschwächt, wahrlich stimmte hier etwas nicht, die Sinne wurden mit einem Schlag geschärft und so betrat ich von Hast erfüllt den Raum.
Einen Wimpernschlag später schon wurde ich der anderen Personen gewahr, bekannte Gesichter, unter ihnen meine Cousinen Samija und Mina, auch anwesend die Prehaatim Eluives'; Callista aus dem Hause der Ifrey.
Noch bevor sich eine Gelegenheit bieten sollte zu fragen was wohl geschah wurde ich einer Druckwelle gewahr die einmal quer durch den Raum fegte, geradewegs auf Saajid zu, die fokussierte Energie traf frontal auf seinen Körper, lies jenen begleitet von einem dumpfen Geräusch an die Wand schlagen und streifte schließlich auch mich, dem geringeren Winkel zum Dank prallte mein Körper weniger hart an die Wand, dennoch taumelte ich einige Momente lang und schüttelte den Kopf ein paar mal willkürlich ehe sich mein Blick auf Saajid's zappelnden Körper richten sollte.
Doch dies waren nicht die einzigen Schäden physischer Natur welche die Druckwelle nach sich zog, so musste ich – als sich der aufgewirbelte Staub legte – schweren Herzens in einen Raum blicken, noch vor wenigen Momenten ein gemütlicher Wohnraum in dem man sich heimisch fühlte sollte er nun fast ausschließlich ein Zeugnis von desolater Verwüstung darstellen, überall gingen Krüge und Fließen zu Bruche, der Anblick glich wahrhaftiger Zerstörung.
So ich wieder in der Lage war einen klaren Gedanken zu fassen richtete ich mich einen Moment später langsam auf, mich dabei an der Wand abstützend visierte ich das andere Ende des Raumes an, dort, in der Ecke mit den vielen Kissen würde ich mich niederlassen nachdem ich in einem Spießrutenlauf fast schon tänzelnd durch den Raum ging, dabei den Blick stets gesenkt um mich keiner unnötigen Verletzungsgefahr auszusetzen.
Während ich den Hürdenlauf meisterte nahm ich die anderen Anwesenden erstmals deutlich wahr, Callista lag seitlich am Boden, ein paar äußere Wunden und Schnitte fielen mir an ihrem Körper auf, neben ihr hockte Samija, sie wohl umsorgend, langsam begann ich zu verstehen was wohl passiert worden sei...
Wohl war es ein Fluch, oder eine andere Krankheit wovon Saajid heimgesucht worden war, das Bild der Verwüstung war wohl die Folge von Versuchen seinen Geist davon zu läutern; die in meinen Augen einzig schlüssige Erklärung für die Vorfälle.
Zum Stillstand gekommen beobachtete ich die Geschehnisse aus sicherer Distanz, gegenüber Saajid, dessen Körper immernoch wild zappelte; die Welpin des Rudels, Mina stand neben ihm und blickte nur mehr fassungslos auf Saajid, ihr Körper schien versteinert, sie wirkte hilflos, so liese sich auch die allgemeine Gemütslage in jenem Raum bezeichnen: Hilflos. Zu meiner linken die Verwundete Prehaatim samt Samija, die mir im nächsten Moment schon einen Ausruf schierer Verzweiflung entgegen kommen lies:
- „Rahim, Hudad, ein Hakim! Schnell!“
Nicht lange am zögern machte ich mich auf direktem Wege auf, den Raum verließ ich mit größter Vorsicht, den Weg zum Haus von Selim jedoch bestritt ich ohne einen Hauch davon in nur einem Bruchteil der normalerweise benötigten Zeit. Angekommen stützte ich mich einen Moment lang röchelnd auf meinen Knien ab um zu Atem zu kommen bevor ich einen Augenblick später voller Eile und Tatendrang an die Holztür hämmerte, in der Hoffnung das energische klopfen würde erhört.
Die Tür öffnete sich schließlich und in aller Eile sprach ich ein paar wirre Worte, wahrhaft verwirrend im Aufbau, doch konnte man zweifelsohne höchste Dringlichkeit aus ihnen vernehmen:
- „Selim... Hudad... schnell... Saajid... krank... Azeezah... Hakim!
Wir machten uns ohne weiterer Worte auf zum Familienhaus, dort angekommen verschaffte sich Selim erst einen groben Überblick um das Geschehene nachvollziehen zu können ehe er sich erst Saajid zuwandt und anschließend Callista's Wunden versorgte.
So Saajid vorerst versorgt war rappelte sich dieser langsam auf, immernoch gezeichnet von der Prozedur stützte Mina ihn einen Moment lang ehe er ein paar Schritte geradeaus ging, zweifelsfrei gezeichnet von Sorge um das Wohlergehen der anderen plagte ihn ein jeder Schritt den er machte.
Sein Geist der nun von Augenblick zu Augenblick klarer erschien erwachte langsam wieder in der Gegenwart, ein paar wirre Worte gab er wieder, wohl könne er selbst sich nicht wirklich daran erinnern was geschehen war, zumindest momentan noch nicht.
Noch während er etwas faselte machte er schon wieder erste Anstalten unter der Last seines geschwächten Körpers einzusacken und das Bewusstsein erneut zu verlieren, ich machte einen Ausfallschritt und versuchte ihn mit ausgestreckten Armen zu erreichen, seinen Fall zu dämpfen war meine Absicht, doch ehe ich mich versah war Samija zur Stelle mein bevorstehendes scheitern abzuwenden und ihn mit der Schnelligkeit einer Hyäne zu fassen und in einer federnden Bewegung langsam zum Boden abzulassen.
Von Saajid waren im folgenden nur noch ein paar Laute zu hören, wir entschieden uns ihn unter den Armen zu packen und nach oben zu zerren, ihn schlafen zu legen, auf dass er gesättigt von neuer Kraft wieder erwache und in altbekannter Azeezahrischer Manier mit den Brauen wippen wird, wie man es an jenem Abend kläglich vermisste.
Persönlich geleitete ich ihn nach oben, im Hintergrund nahm ich immer wieder Ausrufe von Mina war:
- „Lass ihn nicht aus den Augen, bloß nicht! Bleib bei ihm, Hudad!“
Aufgrund der zu tragenden Last konnte ich der weinerlichen Stimme in diesem Moment nicht die notwendige Beachtung zukommen lassen die sie vielleicht verdient hätte; in den Gemächern angekommen lies ich den bewusstlosen Körper sacken, die Hand in seinem Nacken beugte ich mich über Saajid's Haupt und berührte seine Stirn nur wage mit meinen Lippen, dabei sprach ich noch ein paar Worte:
- „Abeer Eluiv' wirst du in alter Stärke erwachen, das vergangene hinter dir lassend wird dich der Vorfall neda schwächen sondern mit Erfahrung stärken die nur wenigen zuteil wird...“
Auf dem Absatz machte ich kehrt, während des Abstiegs kamen mir Selim, Samija und Callista entgegen, letztere wurde gestützt nach oben gebracht, wohl um ihre Wunden richtig zu versorgen und die Bereinigung unseres Scherbenhaufens von Wohnraum zu erleichtern.
Mina, wie sie da immernoch stand, völlig aufgewühlt und durchdrungen von Angst und Sorge, schenkte ich ein wohlwollendes lächeln einhergehend mit ein paar beschwichtigenden Worten:
- „Aiwa Mina, er wird wieder, mach dir keine Sorgen. Sorge lieber dafür das Saajid nicht in einem Haufen aus Scherben und Splittern aufwacht – denkst du das würde er wollen? Neda!“
Ohne die gewohnte Strenge sprach ich zu ihr, ihr labiles Gemüt im Hinterkopf behaltend soll sie abgelenkt werden, Tadel wäre hier fehl am Platz, es muss weiter gehen, viel gibt es zu tun.
Ein paar Mal zwinkerte ich ihr noch zu als sie begann die Scherben beiseite zu schieben. Einen Funkenschlag später erklang die Türglocke, die Esra des Erhabenen sowie Maanika aus dem Hause Yazir waren gekommen, wohl um ebenfalls nach Callista zu sehen.
Saajid wandelt noch im Reich der Traeume, ich bin gespannt was er berichten wird, und ob er je wieder derselbe sein wird. Auf das wir bald detaillierten Aufschluss über das Geschehene erhalten werden.
*sodann legte er die Feder nieder, gewahr werdend das nur mehr ein kümmerlicher Rest der Kerze existiere und beschloss das es für den heutigen Abend genug der Schreiberei sein sollte*
*als letzten Akt ritzte er noch folgende Worte in die Innenseite des Ledereinbandes:*
- „Dies ist die Dokumentation der Ereignisse vom 30. Schwalbenkunft 258, niedergeschrieben von Rahim Nair Azeezah, Erster Traenensucher“
*anschließend legte er den Einband um die beschriebenen Seiten, ein paar davon noch unbeschrieben, um schließlich den Raum zu verlassen und sich noch in der Dunkelheit die Überreste des weißen Goldes von seiner Haut abzuwaschen um schließlich zu Bette zu gehen und seine Taten für den heutigen Tag niederzulegen*
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Liliana begleitete Zahrak zum Kloster, dort war er mit seiner Gnaden Emric verabredet. Doch dieser verspätete sich und so konnte Lili eine ganze Weile mit Zahrak reden. So erfuhr sie auch von seinem Blutdurst bei seinen Phasen des Zorns wo er sich nur mit Mühe kontrollieren konnte. Lili dachte sogleich daran daß vor etlichen Jahren Gerüchte über Wehrwölfe im Umlauf waren. Sie selbst weilte zu der Zeit auf Drachenfels und hielt das ganze für Blödsinn, denn es wurde nie ein toter Wehrwolf entdeckt. Torjan erzählte mal darüber, aber Torjan war alt und vergesslich. Ausserdem bauschten sich solche Geschichten mit der Zeit immer mehr auf. Doch vieleicht war ja doch ein wahrer kern daran. Es deutete vieles darauf hin. So verfasste sie Briefe die sie an alle bekannten Heiler schickte. Auch gingen Briefe in den Nebelwald zu den Elfen, Nach Wulfgard zu den Thyren, Menekur und Nilzadan, so wie an die Priesterschaft.
Kurz darauf trafen sie doch noch Emric an, der ein langes Gespräch mit Zahrak führte und ihn auch auf seine Art untersuchte. Er stellte fest daß defintiv Rabendiener ihre Finger im Spiel hatten, wollte aber selber nichts unternehmen, sondern Hochwürden Aurea hinzuziehen. Weiterhin wurde beschlossen auch Aries und Adelena ins Kloster zu bringen.
Kurz darauf trafen sie doch noch Emric an, der ein langes Gespräch mit Zahrak führte und ihn auch auf seine Art untersuchte. Er stellte fest daß defintiv Rabendiener ihre Finger im Spiel hatten, wollte aber selber nichts unternehmen, sondern Hochwürden Aurea hinzuziehen. Weiterhin wurde beschlossen auch Aries und Adelena ins Kloster zu bringen.

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Luka Ehrenfeld
- Beiträge: 421
- Registriert: Samstag 28. Juni 2014, 14:36
Ihr Blick war starr auf ihr Spiegelbild gerichtet. Eine zierliche Person sah ihr entgegen, die Haut gebräunt, das Gesicht von schwarzem Haar umrahmt. Die Miene war ruhig und ohne Bewegung. Nur ihre Augen streiften umher über die geschwungenen Lippen ihres Mundes, die gerade Nase hoch zu den dunklen Brauen und verweilten bei den Augen, deren Farbton den Tiefen des Meeres glich. Dort verlor sich ihr Blick für einen kurzen Moment, klärte dann auf und sank tiefer herab zu ihrem Dekolleté. Ihre Haut war klar und ohne Makel. Bis auf die eine Stelle in der Beuge von Schulter und Hals, wo die Körperlinie steil nach oben führte. Die Verletzung war nicht zu übersehen und schimmerte rötlich unter der heilenden Schicht von zähem Honig.
Die Wunde pochte und erinnerte sie an das was geschehen war. Also kreisten ihre Gedanken um den Überfall, den Kampf, die klammernden Hände an ihrem Hals und ihre darauf folgende Ohnmacht. Als sie erwacht war, allein in der Gluthitze der Sonne im Sand liegend, hatte sie die Blutspuren an ihrem schmerzenden Hals und an der Kleidung entdeckt und war von der Insel geflohen. Nur fort!
Die Spuren des Geschehens waren wenigstens zum Teil schnell beseitigt. Waschen, Kleider wechseln. Aber die Wunde. Mit der Verletzung wollte sie nicht zum Heiler gehen. Es würde Fragen geben und wenn sie sich verplapperte, könnten ihre Antworten womöglich darauf hinweisen, wo sie sich überall herum trieb. Die Insel, Cabeza, den Adoranern gestehen? Nein. Fragen und Hinweise, die sie für sich behalten wollte. Sie würde lieber dafür sorgen, dem rasenden Weib für diesen Überfall eine passende Antwort zukommen zu lassen und ihre Wunde allein behandeln.
Was für eine glückliche Fügung, dass sie durch ihre Mutter von den Heilkräften des Honigs wusste. Ein feines Tüchlein, gerade groß genug die Wunde abzudecken, legte sie auf die klebrige Heilpaste. Dann schlang sie ein Tuch so um den Hals, dass es dekorativ die Verletzung verdeckten würde. Alles unter Kontrolle.
Die Wunde pochte und erinnerte sie an das was geschehen war. Also kreisten ihre Gedanken um den Überfall, den Kampf, die klammernden Hände an ihrem Hals und ihre darauf folgende Ohnmacht. Als sie erwacht war, allein in der Gluthitze der Sonne im Sand liegend, hatte sie die Blutspuren an ihrem schmerzenden Hals und an der Kleidung entdeckt und war von der Insel geflohen. Nur fort!
Die Spuren des Geschehens waren wenigstens zum Teil schnell beseitigt. Waschen, Kleider wechseln. Aber die Wunde. Mit der Verletzung wollte sie nicht zum Heiler gehen. Es würde Fragen geben und wenn sie sich verplapperte, könnten ihre Antworten womöglich darauf hinweisen, wo sie sich überall herum trieb. Die Insel, Cabeza, den Adoranern gestehen? Nein. Fragen und Hinweise, die sie für sich behalten wollte. Sie würde lieber dafür sorgen, dem rasenden Weib für diesen Überfall eine passende Antwort zukommen zu lassen und ihre Wunde allein behandeln.
Was für eine glückliche Fügung, dass sie durch ihre Mutter von den Heilkräften des Honigs wusste. Ein feines Tüchlein, gerade groß genug die Wunde abzudecken, legte sie auf die klebrige Heilpaste. Dann schlang sie ein Tuch so um den Hals, dass es dekorativ die Verletzung verdeckten würde. Alles unter Kontrolle.
Zuletzt geändert von Luka Ehrenfeld am Donnerstag 2. Juli 2015, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Zahrak Salberg
Zu viel! Zu stark! Es wurde unerträglich. Zahrak konnte sich beim besten Willen nicht einmal mehr hinlegen, um dem überlebensnotwendigen Schlaf nachzugehen. Er stand zu sehr unter Strom. War rastlos und aufgewühlt. Immer stärker verspürte er dieses Verlangen nach Blut. So stark, dass er es mittlerweile als einen Teil von sich akzeptiert hatte und auch die anderen Beiden dürsteten nach der Erlösung, die ihnen das Getränk in ihrer Kehle geben würde. Doch sie waren eingesperrt, im Kloster.
Um den Durst zu stillen gab es also nur eine Möglichkeit: Sie mussten fliehen! Das Kloster, die Wachen und auch ihre Familie und Freunde zurücklassen. Zumindest für eine Weile... Einige Minuten vergingen, in denen erst nur Zahrak und Adelena, dann auch Aries überlegten, wie sie am besten dort weg kamen und schließlich kam die Idee:
An der Ostseite des Gasthauses waren große Fenster und im Boden der Teich, doch keine Wachen, die es bewachten. Welcher Verletzte würde denn auch auf so eine Idee kommen? Nur waren sie leider keine Verletzten und so konnten sie diese Lücke ausnutzen. Leise kletterten sie die Steinwand des Hauses, so nah am Berg wie möglich hinunter und tauchten dann vorsichtig, darauf bedacht keinen Laut zu erzeugen ins Wasser, durch dass sie tauchten und es am anderen Ufer wieder genauso langsam und leise verließen. Von dort aus ging es zügig, aber geduckt am Bergesfuß entlang, hinter den Häusern und Höfen entlang, sodass sie im Schutze der Nacht kein Wachenauge erblicken konnte. Als sie die Siedlung dann verlassen konnten, ging es im Laufschritt Richtung Bajard, wo allerdings noch so viel los war, dass Zahrak sich in der Eile gegen das Fischerdorf und für ein altes Baumhaus im Mahagoniwald nicht weit davon entschied. Dort würden sie die Nacht erst mal tot schlagen, bis auch die letzten Seelen zur Ruh gegangen sind und dann.. dann könnten sie endlich ihren Durst stillen!
Welch Erlösung...
Um den Durst zu stillen gab es also nur eine Möglichkeit: Sie mussten fliehen! Das Kloster, die Wachen und auch ihre Familie und Freunde zurücklassen. Zumindest für eine Weile... Einige Minuten vergingen, in denen erst nur Zahrak und Adelena, dann auch Aries überlegten, wie sie am besten dort weg kamen und schließlich kam die Idee:
An der Ostseite des Gasthauses waren große Fenster und im Boden der Teich, doch keine Wachen, die es bewachten. Welcher Verletzte würde denn auch auf so eine Idee kommen? Nur waren sie leider keine Verletzten und so konnten sie diese Lücke ausnutzen. Leise kletterten sie die Steinwand des Hauses, so nah am Berg wie möglich hinunter und tauchten dann vorsichtig, darauf bedacht keinen Laut zu erzeugen ins Wasser, durch dass sie tauchten und es am anderen Ufer wieder genauso langsam und leise verließen. Von dort aus ging es zügig, aber geduckt am Bergesfuß entlang, hinter den Häusern und Höfen entlang, sodass sie im Schutze der Nacht kein Wachenauge erblicken konnte. Als sie die Siedlung dann verlassen konnten, ging es im Laufschritt Richtung Bajard, wo allerdings noch so viel los war, dass Zahrak sich in der Eile gegen das Fischerdorf und für ein altes Baumhaus im Mahagoniwald nicht weit davon entschied. Dort würden sie die Nacht erst mal tot schlagen, bis auch die letzten Seelen zur Ruh gegangen sind und dann.. dann könnten sie endlich ihren Durst stillen!
Welch Erlösung...
-
Luka Ehrenfeld
- Beiträge: 421
- Registriert: Samstag 28. Juni 2014, 14:36
Sie starrte in die Augen des Obersts und wunderte sich. Ein vorsichtiger Schwenk ihres Blickes ließ sie erkennen, dass sie sich in dessen Büro, in der Kommandantur befand. Wie war sie nur hierher gekommen? Warum sah er sie so düster an und forderte darüber hinaus eine Erklärung? Wofür?
Die Fragen rasten durch ihren Kopf und suchten nach Antworten. Hochwürden, sie war bei Hochwürden gewesen und jetzt - hier?! Kaum hatte sie Zeit darüber auch nur den Bruchteil eines Augenblicks nachzudenken, da spürte sie, wie eine Welle von Wut in ihr hochspülte und brodelnd wie heiße Lava eines Vulkans aus ihr hervor brach. Was sie zuvor nicht verstanden hatte, erlebte sie nun fast wie ein Zuschauer ihrer selbst mit. Sie hörte ihr übles Gekeife und die derben Vorwürfe. Wirklich üble Vorwürfe waren es. Doch trotzdem sie mit dem letzten bisschen Verstand tatsächlich selbst ahnte, dass hier etwas ganz gewaltig schief ging, war es ihr doch nicht möglich, ihrer eigenen Schimpftriade Herr zu werden und sich selbst Einhalt zu gebieten.
Ihr Körper bog sich in Angiffsstellung und sie sank leicht in die Knie, bereit jeden Moment auf den Grund ihres Unmuts zuzuschießen. Er näherte sich mehr und mehr und forderte Erklärung. Sie gab ihm keine Antwort. Stattdessen schwoll der Strom ihrer Vorwürfe mehr und mehr an. Sie konnte es nicht zurück halten und alles, was ein gesunder Mensch vielleicht denken mochte, brach sich lautstark mit ihrem selbstsüchtigen Urteil ungefiltert Bahn.
Ihre Vorwürfe waren ungeheuerlich, sein Verhalten bedacht und korrekt. Seine Besonnenheit reizte ihre blinden Emotionen und brachte sie immer mehr in Rage. Wild keifte sie ihn an und brachte immer mehr vor - bis er ihr schließlich eine gut gesetzte Ohrfeige verpasste. Sie hätte wohl für Erlösung sorgen sollen, doch die Überraschung des Angriffns, der brennende Schmerz auf der Wange, ließ ihre Wut nur noch mehr explodieren. ‚ER HAT MICH GESCHLAGEN, ER SCHLÄGT MICH, ZU HIIIIIIIIILLLLLFEEEEE !!!‘, brüllte Luka nun, entsetzt zurück weichend mit sich überschlagender Stimme durch das mächtige Gebäude.
Seine Handgreiflichkeit war unverschämt und seine insgesamt so unaufgeregt ruhige Reaktion auf ihre doch so berechtigten Vorwürfe geradezu menschenverachtend. Luka verachtend. Luka wusste dies mit jeder Faser ihres Körpers. Er nahm sie nicht ernst, er nahm sie einfach nicht ernst und hatte ihr überdies verächtlich auf die Wange geschlagen! Doch sie würde sich das nicht mehr gefallen lassen, sie würde sich nicht mehr rumschubsen lassen, sondern sich wehren!, blitzten ihre Rachegedanken fast ohne Zeitverzögerung durch ihr Bewusstsein.
Ihre Empörung war so übermäßig groß, dass sie sofort zu einer weiteren verbalen Attacke ausholte. So schritt sie zeternd weiter auf ihn zu, während sich ihre Hände wie von alleine schlossen. Eine weitere Wutwelle spannte alsdann ihren Körper und ließ sie ihre Rechte zu einem mächtigen Schlag ausholen, der als ihre Antwort auf seinem Kinn landete.
Er wich nicht einmal zurück oder kam dadurch ins wanken. Aber dafür jaulte in ihr um so mehr der Schmerz auf und zuckte über die knirschenden Handknochen in den Arm, über die Schulter und durch den ganzen Leib. Freilich war dieser Schlag kein Glanzstück der Kampfkunst, sondern eher ein mehr als kläglicher Versuch, ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. Eine passenden Antwort auf seinen unmögliches Benehmen, wie sie meinte und hoffte. Aber dieser Schmerz rüttelte sie wacher, als es seine Ohrfeige vermocht hatte und schließlich war sie tatsächlich bei klarerem Verstand, als man hätte vermuten können.
Die Szene an sich war keine lange. Der Oberst, zu allen Zeiten Herr der Lage, schleifte schlussendlich die renitente Luka zum Heiler, der sich ihrer sogleich in gewohnt liebevoller und umsichtiger Art annahm. Die hinzu zitierten Wachen sorgten dafür, dass keine weitere Gefahr von ihr ausging, bis ihr wohl selbst die Kräfte versagten und sie kraftlos zusammen sackte. Ein weiteres tollwütiges oder verfluchtes Opfer.
Die Fragen rasten durch ihren Kopf und suchten nach Antworten. Hochwürden, sie war bei Hochwürden gewesen und jetzt - hier?! Kaum hatte sie Zeit darüber auch nur den Bruchteil eines Augenblicks nachzudenken, da spürte sie, wie eine Welle von Wut in ihr hochspülte und brodelnd wie heiße Lava eines Vulkans aus ihr hervor brach. Was sie zuvor nicht verstanden hatte, erlebte sie nun fast wie ein Zuschauer ihrer selbst mit. Sie hörte ihr übles Gekeife und die derben Vorwürfe. Wirklich üble Vorwürfe waren es. Doch trotzdem sie mit dem letzten bisschen Verstand tatsächlich selbst ahnte, dass hier etwas ganz gewaltig schief ging, war es ihr doch nicht möglich, ihrer eigenen Schimpftriade Herr zu werden und sich selbst Einhalt zu gebieten.
Ihr Körper bog sich in Angiffsstellung und sie sank leicht in die Knie, bereit jeden Moment auf den Grund ihres Unmuts zuzuschießen. Er näherte sich mehr und mehr und forderte Erklärung. Sie gab ihm keine Antwort. Stattdessen schwoll der Strom ihrer Vorwürfe mehr und mehr an. Sie konnte es nicht zurück halten und alles, was ein gesunder Mensch vielleicht denken mochte, brach sich lautstark mit ihrem selbstsüchtigen Urteil ungefiltert Bahn.
Ihre Vorwürfe waren ungeheuerlich, sein Verhalten bedacht und korrekt. Seine Besonnenheit reizte ihre blinden Emotionen und brachte sie immer mehr in Rage. Wild keifte sie ihn an und brachte immer mehr vor - bis er ihr schließlich eine gut gesetzte Ohrfeige verpasste. Sie hätte wohl für Erlösung sorgen sollen, doch die Überraschung des Angriffns, der brennende Schmerz auf der Wange, ließ ihre Wut nur noch mehr explodieren. ‚ER HAT MICH GESCHLAGEN, ER SCHLÄGT MICH, ZU HIIIIIIIIILLLLLFEEEEE !!!‘, brüllte Luka nun, entsetzt zurück weichend mit sich überschlagender Stimme durch das mächtige Gebäude.
Seine Handgreiflichkeit war unverschämt und seine insgesamt so unaufgeregt ruhige Reaktion auf ihre doch so berechtigten Vorwürfe geradezu menschenverachtend. Luka verachtend. Luka wusste dies mit jeder Faser ihres Körpers. Er nahm sie nicht ernst, er nahm sie einfach nicht ernst und hatte ihr überdies verächtlich auf die Wange geschlagen! Doch sie würde sich das nicht mehr gefallen lassen, sie würde sich nicht mehr rumschubsen lassen, sondern sich wehren!, blitzten ihre Rachegedanken fast ohne Zeitverzögerung durch ihr Bewusstsein.
Ihre Empörung war so übermäßig groß, dass sie sofort zu einer weiteren verbalen Attacke ausholte. So schritt sie zeternd weiter auf ihn zu, während sich ihre Hände wie von alleine schlossen. Eine weitere Wutwelle spannte alsdann ihren Körper und ließ sie ihre Rechte zu einem mächtigen Schlag ausholen, der als ihre Antwort auf seinem Kinn landete.
Er wich nicht einmal zurück oder kam dadurch ins wanken. Aber dafür jaulte in ihr um so mehr der Schmerz auf und zuckte über die knirschenden Handknochen in den Arm, über die Schulter und durch den ganzen Leib. Freilich war dieser Schlag kein Glanzstück der Kampfkunst, sondern eher ein mehr als kläglicher Versuch, ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. Eine passenden Antwort auf seinen unmögliches Benehmen, wie sie meinte und hoffte. Aber dieser Schmerz rüttelte sie wacher, als es seine Ohrfeige vermocht hatte und schließlich war sie tatsächlich bei klarerem Verstand, als man hätte vermuten können.
Die Szene an sich war keine lange. Der Oberst, zu allen Zeiten Herr der Lage, schleifte schlussendlich die renitente Luka zum Heiler, der sich ihrer sogleich in gewohnt liebevoller und umsichtiger Art annahm. Die hinzu zitierten Wachen sorgten dafür, dass keine weitere Gefahr von ihr ausging, bis ihr wohl selbst die Kräfte versagten und sie kraftlos zusammen sackte. Ein weiteres tollwütiges oder verfluchtes Opfer.
-
Gast
Umgeben von dichten Nebelschwaden, bahnte er sich seinen Weg weiter vor ins Unbekannte - ein
fremder Klang, einem verführerischen Summen gleich, lieblich und weich, lockte ihn immer weiter
und weiter in den dichten Nebel, der kein Ende vermuten ließ.
Der Boden unter seinen Füßen war feucht, taufrisches Gras benetzte seine nackten Füße, während er
sich unsicheren Schrittes, durch das graue Tuch aus Nebels kämpfte..
Ohne es mitbekommen zu haben, war das Summen verschwunden und lediglich sein Atem, der die Stille
störte, hallte in der Einsamkeit der Finsternis wieder ...oder.. war dort noch jemand?.. Schleifend und
schnaubend ging die Atmung, welche er irrtümlich für seine gehalten hatte..
Angestrengt und bebend, sog das Wesen, welches in den Untiefen des Nebels zu lauern schien, die Luft ein,
berechnend... auf den richtigen Moment wartend, um zuschlagen zu können..
"Gewoben in Blut und Düsternis" ...knurrte die Stimme, einem schwelenden Donner gleich,
welcher den Nebel erzittern ließ. "Gibst du nach, bricht der Knoten... und du mit ihm..!"
Unruhe und Panik wurden in ihm laut, orientierungslos und gefangen in der Umarmung des Nebels,
wusste er weder vor noch zurück und gerade als er sich zur Flucht entschieden hatte, stob der
Nebel gewaltsam auseinander, von der Aura des Schattenwolfes zerrissen, gab er den Blick auf die Blut
geifernde Fratze frei, in dessen Augen, welche vom Zorn erfüllt glimmten, er sich selbst erkannte.
Ohne ein Zeichen..ohne die kleinste Warnung oder die Gnade des Jägers.. stürzte das Abbild seiner eigenen
Wut auf ihn zu.. bereit die perlmuttweißen Zähne in seinem Leib zu versenken ..
Ruckartig erwachte er...
Schweiß nass und seinen Geist in helle Panik versetzt, fand er sich in vollkommener Finsternis,
in der Umarmung des Waldes wieder... seine roten Locken klebten, einem dünnen Netz, roten Efeus
gleich, auf seiner bleichen Haut, welche vom peitschenden Atem bebte. Erde, Dreck sowie kleine
Ästchen und Blätter hatten sich an seiner Bekleidung und dem Haar verfangen .. die Erinnerung,
an die vergangene Nacht fehlte ..
Trotz der sonnenfernen Stunde und der Kälte der Nacht, welche ihn schmeichelnd umspielte, brannte die
Hitze des Fiebers in ihm nach, welche Zeuge der lodernden Raserei war, welche ihn an diesen Ort geführt hatte.
Verkrustetes Blut, welches nicht das seine war, klebte an Händen und der zerrissenen Gewandung.. und spülte
die ausgetrocknete Kehle, mit dem modrig metallischen Geschmack, welcher ihn würgen ließ..
Verzweifelt suchte er nach Erinnerungsfetzen, Anhaltspunkte, die ihm verraten konnten, was geschehen war ...
..doch nichts .. er war allein und die wilde Jagd, welche ihn zu ungeahnten Dingen getrieben hatte,
war im Schwarz der sternenklaren Nacht verschwunden.
Die Schübe waren immer schlimmer geworden .. wo zu Anfang eine erhöhte Aggression und eine..
..als angenehm beschriebene, Gewaltbereitschaft zu finden war - wertete er die folgenden Visionen und
das nächtliche Schlafwandeln fälschlicher Weise als harmlos ein ... nun stand er der Ohnmacht,
geboren aus der widernatürlichen Wut, hilflos gegenüber. In den Nächten zog er umher, mordend,
nach Blut gierend, nur um am Tage, ohne Erinnerung zu erwachen, mit der Furcht gestraft, sein
eigenes Leben und das seiner Liebsten in Asche verwandelt zu haben ..
In früheren Träumen hatte er schon das Rufen vernommen, welches von Nimmerruh auszugehen
schien - hatte die unheimliche Kraft gespührt, welche versuchte ihn zu diesem Ort zu führen..
Doch war Er es, der dunkle Wolf, welcher in den Garten seiner Furcht, die Saat des Hasses pflanzte und
ihn nun fern hielt..
Doch war er nicht allein .. anfangs schwach, doch mit der Zeit immer stärker, spürte er die Präsenz der
Anderen, welche sein Leiden teilten. So klar, wie reiner, kalter Schmerz, der durch seine Glieder zuckte,
konnte er das Band erfühlen, welches ihn mit den Seelen verband, die den Fluch in sich trugen.. er spürte
die Schwingungen ..die Hilflosigkeit .. die Wut. Er bildete sich ein, in einsamen Stunden und Momenten
der Klarheit, ihre Stimmen zu hören, ihren Duft zu riechen ..
...es war an der Zeit, sie zu rufen.. sie zu locken - nach Hause zu führen.
Mühsam zwang er sich in den
Stand. Gestützt von einer alten Eiche, welche ihn die Nacht über Schutz gewährt haben musste, zog er
sich in Höhe, bis er sich sicher war, dass ihn seine Beine tragen würden. Sein Körper, welcher ihn
wirkungsvoll seiner Sterblichkeit ermahnte und die Anstrengung der vergangenen Nacht, durch
Gelenk- und Gliederschmerzen, in sein Gedächtnis zu rufen suchte, stemmte sich mit aller Gewalt
gegen das Vorhaben, den verhängnisvollen Ort - Nummerruh - anzusteuern.
Wie in blinder Trance bewegte er sich vor.. mit verbundenen Augen hätte er den Weg aus dem Wald
gefunden, fühlte es sich doch mehr an, als würde er von unsichtbarer Hand getragen. Die ersten
Sonnenstrahlen, welche am Horizont dämmerten und vom Ende der Nacht kündeten, untermalten wirkungsvoll
die Konturen der zerfallenen Villa, deren widernatürliche Aura das Land peinigte. Der ausgetrocknete Acker,
welcher brach und rissig, aufgeplatzter Haut gleich, sich vor ihm erstreckte und das Grün des lebhaften Waldes
vergessen machte, klammerte sich an die verdorrten Bäume, welche nun, stummen Zeugen gleich, als Mahnmal
der Vergänglichkeit, seinen Weg säumten.
Nimmerruh schloss ihn erneut in seine Arme - schluckte ihn, der der sich Lafayette nannte und öffnete
dem Wahnsinn alle Türen, auf das sich der Phönix erneut erheben sollte.
.. sie würden kommen und er würde sie zu empfangen wissen..
fremder Klang, einem verführerischen Summen gleich, lieblich und weich, lockte ihn immer weiter
und weiter in den dichten Nebel, der kein Ende vermuten ließ.
Der Boden unter seinen Füßen war feucht, taufrisches Gras benetzte seine nackten Füße, während er
sich unsicheren Schrittes, durch das graue Tuch aus Nebels kämpfte..
Ohne es mitbekommen zu haben, war das Summen verschwunden und lediglich sein Atem, der die Stille
störte, hallte in der Einsamkeit der Finsternis wieder ...oder.. war dort noch jemand?.. Schleifend und
schnaubend ging die Atmung, welche er irrtümlich für seine gehalten hatte..
Angestrengt und bebend, sog das Wesen, welches in den Untiefen des Nebels zu lauern schien, die Luft ein,
berechnend... auf den richtigen Moment wartend, um zuschlagen zu können..
"Gewoben in Blut und Düsternis" ...knurrte die Stimme, einem schwelenden Donner gleich,
welcher den Nebel erzittern ließ. "Gibst du nach, bricht der Knoten... und du mit ihm..!"
Unruhe und Panik wurden in ihm laut, orientierungslos und gefangen in der Umarmung des Nebels,
wusste er weder vor noch zurück und gerade als er sich zur Flucht entschieden hatte, stob der
Nebel gewaltsam auseinander, von der Aura des Schattenwolfes zerrissen, gab er den Blick auf die Blut
geifernde Fratze frei, in dessen Augen, welche vom Zorn erfüllt glimmten, er sich selbst erkannte.
Ohne ein Zeichen..ohne die kleinste Warnung oder die Gnade des Jägers.. stürzte das Abbild seiner eigenen
Wut auf ihn zu.. bereit die perlmuttweißen Zähne in seinem Leib zu versenken ..
Ruckartig erwachte er...
Schweiß nass und seinen Geist in helle Panik versetzt, fand er sich in vollkommener Finsternis,
in der Umarmung des Waldes wieder... seine roten Locken klebten, einem dünnen Netz, roten Efeus
gleich, auf seiner bleichen Haut, welche vom peitschenden Atem bebte. Erde, Dreck sowie kleine
Ästchen und Blätter hatten sich an seiner Bekleidung und dem Haar verfangen .. die Erinnerung,
an die vergangene Nacht fehlte ..
Trotz der sonnenfernen Stunde und der Kälte der Nacht, welche ihn schmeichelnd umspielte, brannte die
Hitze des Fiebers in ihm nach, welche Zeuge der lodernden Raserei war, welche ihn an diesen Ort geführt hatte.
Verkrustetes Blut, welches nicht das seine war, klebte an Händen und der zerrissenen Gewandung.. und spülte
die ausgetrocknete Kehle, mit dem modrig metallischen Geschmack, welcher ihn würgen ließ..
Verzweifelt suchte er nach Erinnerungsfetzen, Anhaltspunkte, die ihm verraten konnten, was geschehen war ...
..doch nichts .. er war allein und die wilde Jagd, welche ihn zu ungeahnten Dingen getrieben hatte,
war im Schwarz der sternenklaren Nacht verschwunden.
Die Schübe waren immer schlimmer geworden .. wo zu Anfang eine erhöhte Aggression und eine..
..als angenehm beschriebene, Gewaltbereitschaft zu finden war - wertete er die folgenden Visionen und
das nächtliche Schlafwandeln fälschlicher Weise als harmlos ein ... nun stand er der Ohnmacht,
geboren aus der widernatürlichen Wut, hilflos gegenüber. In den Nächten zog er umher, mordend,
nach Blut gierend, nur um am Tage, ohne Erinnerung zu erwachen, mit der Furcht gestraft, sein
eigenes Leben und das seiner Liebsten in Asche verwandelt zu haben ..
In früheren Träumen hatte er schon das Rufen vernommen, welches von Nimmerruh auszugehen
schien - hatte die unheimliche Kraft gespührt, welche versuchte ihn zu diesem Ort zu führen..
Doch war Er es, der dunkle Wolf, welcher in den Garten seiner Furcht, die Saat des Hasses pflanzte und
ihn nun fern hielt..
Doch war er nicht allein .. anfangs schwach, doch mit der Zeit immer stärker, spürte er die Präsenz der
Anderen, welche sein Leiden teilten. So klar, wie reiner, kalter Schmerz, der durch seine Glieder zuckte,
konnte er das Band erfühlen, welches ihn mit den Seelen verband, die den Fluch in sich trugen.. er spürte
die Schwingungen ..die Hilflosigkeit .. die Wut. Er bildete sich ein, in einsamen Stunden und Momenten
der Klarheit, ihre Stimmen zu hören, ihren Duft zu riechen ..
...es war an der Zeit, sie zu rufen.. sie zu locken - nach Hause zu führen.
Mühsam zwang er sich in den
Stand. Gestützt von einer alten Eiche, welche ihn die Nacht über Schutz gewährt haben musste, zog er
sich in Höhe, bis er sich sicher war, dass ihn seine Beine tragen würden. Sein Körper, welcher ihn
wirkungsvoll seiner Sterblichkeit ermahnte und die Anstrengung der vergangenen Nacht, durch
Gelenk- und Gliederschmerzen, in sein Gedächtnis zu rufen suchte, stemmte sich mit aller Gewalt
gegen das Vorhaben, den verhängnisvollen Ort - Nummerruh - anzusteuern.
Wie in blinder Trance bewegte er sich vor.. mit verbundenen Augen hätte er den Weg aus dem Wald
gefunden, fühlte es sich doch mehr an, als würde er von unsichtbarer Hand getragen. Die ersten
Sonnenstrahlen, welche am Horizont dämmerten und vom Ende der Nacht kündeten, untermalten wirkungsvoll
die Konturen der zerfallenen Villa, deren widernatürliche Aura das Land peinigte. Der ausgetrocknete Acker,
welcher brach und rissig, aufgeplatzter Haut gleich, sich vor ihm erstreckte und das Grün des lebhaften Waldes
vergessen machte, klammerte sich an die verdorrten Bäume, welche nun, stummen Zeugen gleich, als Mahnmal
der Vergänglichkeit, seinen Weg säumten.
Nimmerruh schloss ihn erneut in seine Arme - schluckte ihn, der der sich Lafayette nannte und öffnete
dem Wahnsinn alle Türen, auf das sich der Phönix erneut erheben sollte.
.. sie würden kommen und er würde sie zu empfangen wissen..