„Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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Gast

„Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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Am frühen Morgen trafen sie die ersten Sonnenstrahlen welche sie sanft weckten, war sie doch eingeschlafen? Sophia blickte sich etwas irritiert um. Ein Vogel hockte abwartend auf der Brüstung ihres Balkons und schaute sie neugierig an. Der Anblick lies die Kriegerin sachte auf schmunzeln ehe das frühmorgentliche Strecken begann womit der Vogel aufgeschreckt wurde und davon flog.
Die letzte Nacht kam ihr lange vor, viele Gedanken gingen der Kriegerin durch den Kopf, teils Gedanken über ihre Vergangenheit, Gedanken über ihr derzeitiges Leben und Gedanken über das was noch kommen könnte.

Es vergingen schon einige Mondläufe seid sie dem Regiment beigetreten war und dort durch viel Fleiß, harte Arbeit und Zielstrebigkeit den Rang der Gardistin zugesprochen kam. Doch kein Grund sich nun aus zu ruhen, sie suchte hartnäckig nach Aufgaben und entschloss sich sogar den unerfahrenen Rekruten einiges über Waffenarten und den verschiedenen Metallen beizubringen, so wie sie es einst vorhatte in Form einer Akademie. Auch wenn der Unterricht durch die Käferplage unterbrochen wurde, sollte er bald fortgesetzt werden.
All dies war doch nicht der Hauptgrund ihrer fast schlaflosen Nacht.
Sir von Schwertfluren, Kronritter seiner Majestät Ador der Erste, bat sie zu ihn für ein dringendes Gespräch. Anfangs dachte sie an wichtige Aufgaben für das Regiment im Bereich von Berchgard oder der Gleichen, doch sollte sie mit jener Vermutung völlig falsch liegen.
Schweigend und mit etwas Anspannung lauschte sie den Worten des Kronritters, der es verstand es spannend zu umschreiben. Er bot ihr ein einmaliges Angebot an dessen Antwort wohl überlegt sei, denn es würde ihr bisheriges Leben stark verändern. Er gab ihr die Frist bis zum 20. Cirmiasum, den an jenem tage sollte er von einer vierzehntägigen Reise wiederkommen, um Sophia erneut zu sich zu bitten und dann eine Antwort verlangte.

Ermüdet blickte sie sich erneut um und raffte sich dann schließlich auf, jetzt weiter schlafen könnte sie keines Falls, also wurden die Sachen gepackt um den Dienst anzutreten.
Wozu die Eile eine Antwort zu finden? Sie hatte noch genügend Zeit eine passende und weise Antwort zu finden. Und sie hatte die Erlaubnis bekommen Lady Sidra oder Sir Fjalon anzusprechen um eventuelle Fragen beantwortet zu bekommen, was sie gewiss in Anspruch nehmen würde.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 2. Juli 2014, 18:11, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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Tief vergrub sie ihren Kopf in das weniger weiche Kissen ihres notdürftigen Schlafplatzes.
Schwingenstein war jetzt schon acht Tage belagert und die feindlichen Reihen zeigten, trotz vielen geschlagenen Schlachten, keinerlei Anstalten den Rückzug anzutreten. Dabei hielt das Regiment mit der Hilfe der verbündeten Völker der Elfen, Thyren und Kaluren, den immer wieder angreifenden Schergen des rahalischen Reiches tapfer stand.
Wie lange würde diese Belagerung noch andauern?
Auch wenn sie schon ihre Antwort auf die Frage, die sie den Rittern Lady Sidra und Sir Fjalon bereits stellte, gefunden hatte, war es nicht die Zeit sich über solche Dinge wie Knappschaft Gedanken zu machen. Kronritter Sir von Schwertfluren war zwar wieder im Lande, doch auch er hatte sicher besseres zu tun als Sophia erneut zu sich zu bitten um ihre Entscheidung zu hören.
Vielleicht war es schon eine wichtige Lektion die sie durch die Belagerung erfahren sollte und die ihren Geist und Körper für spätere Aufgaben stärken sollte?
Es könnte aber auch eine Prüfung der Geduld sein, welche ihr auferlegt wurde.
Oder sie würde während der Belagerung ihre Antwort überdenken und zu einem Schluss kommen der ihre derzeitige Entscheidung bestärkt oder sogar schwächt?
Bei dem letzten Gedanken der der Kriegerin durch den Kopf ging, schüttelte sie wehement mit dem Kopf. Nein! Ihr Entschluss stand fest!
Und mit jenem letzten Gedanken würde sie endlich die Augen schließen vielleicht für ein paar Stunden ein wenig Schlaf finden, um am nächsten Morgen wieder ausgeruht ihren Dienst anzutreten und um jeder Zeit bereit zu sein den Feind zurück zu drängen.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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Die Schlacht war vorbei. Nach unzähligen Schlachten kam es an einem Abend zu der Entscheidungsschlacht welche das Ende dieser Belagerung einläuten sollte. Der Aufgang war ungewiss denn auch der Feind war bereit der Belagerung ein Ende zu machen um Schwingenstein endgültig zu erobern.
Eine List, geplant von Frau Oberstleutnant, die daraus bestand die Feinde im Glauben zu lassen dass das Schwingensteiner Lager brennen würde, verschaffte den Streitern des Lichts den Vorteil der Verwirrung und umkreisten das Lager des Feindes. Speziell hergestellte Wurftränke mit einer Flüssigkeit die bei Luftkontakt anfing zu brennen, wurden von gekonnten und starken Werfern hinter die Palisade des Feindes geworfen. Zahlreich stürmten die Rahaler aus ihrem Lager um dem Feuer zu entkommen und den Kampf gegen die vereinten Völker des Lichts aufzunehmen.
Nach hitzigen Kämpfen um und im Lager der Rahaler und auch im Lager von Schwingenstein, konnte die Schlacht zum Gunsten der Verteidiger gewonnen werden, worauf die Angreifer zurück gen Heimat flüchteten.
Die Schlacht war endlich vorbei. Endlich Zeit sich wieder anderen Aufgaben zu widmen.

Die Frage des Kronritters war Beantwortet und nun konnte sie es kaum abwarten erste Lektionen und Aufgaben zu erhalten. Den ihr Entschluss war klar, sie würde all ihr geistigen und körperlichen Fähigkeiten einsetzen um den Auflagen des Kronritters gerecht zu werden. Harte Zeiten sollten auf sie zukommen und sie würde jene überstehen, da war sie sich ganz sicher.
Am Abend vom 01. Ashatar machte sie sich nun auf den Weg zum Kronritter um das Gespräch zu suchen. Der Abend war lang und voll gesteckt mit Informationen. Informationen die die junge Knappin von nun an wissen sollte und beherzigen muss. Daher wollte Sophia von nun an ein Tagebuch führen, um all die erlernten Dinge und und Erfahrungen nieder zu schreiben damit sie auch in späterer Zeit darauf zurück greifen könne.
Und so begab sie sich nach dem Treffen mit dem Kronritter nach Hause und begann zu Schreiben.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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1. Tagebucheintrag 01. Ashatar

Endlich hatte ich es geschafft Hochgeboren von Talgrund zu erwischen und ihr einen Auftrag für den fehlenden Umhang meines Kleides zu übergeben.
Bald könnte ich diese wunderschöne Tracht auf jedem Ball tragen und damit glänzen.

Wann war noch gleich der nächste Ball?


Der Kronritter hat mir heute die Aufgaben eines Knappen und die dazugehörige Ausbildung näher gebracht. Dies sollte mein erster Schritt in das Knappen Dasein darstellen.
Viele Informationen für einen Abend aber freue ich mich riesig auf diese bevorstehende Zeit der Ausbildung. Auch wenn ich anfangs etwas Aufgeregt war und kaum Worte fand.
Dennoch werde ich mein Bestes geben meinen den Kronritter zufrieden zu stellen und um ihn Ehre zu bringen. Schließlich sollte das meine Aufgabe als Knappin sein.

Die Ausbildung enthält viele Standpunkte die ich alle lernen sollte und die ich mir dringend verinnerlichen muss. *im Tagebuch wird ein kleiner Zettel beigelegt mit einer Aufzählung der vielen Standpunkte der Ausbildung*
Auswendig lernen...

Selbst die Rüstung des Kronritters darf ich pflegen genau wie seine Tiere.
Ich kümmerte mich ja auch um meine, da sollte eines oder zwei nicht viel ins Gewicht fallen... sowohl Tiere als auch Rüstungen...

Doch die wichtigste Pflicht von allen war:
Das Ansehen und den Ruf des Ritters zu wahren und nach Möglichkeit seinen eignen Ruf dahingehend zu erheben dass man schon als Knappe zu einer Person wird zu dem man aufschaut.

Meine Kleidung sollte auch stets mit bedacht gewählt werden. Schluss mit der Zeit in der das schulterfreie Hemd oder die aufreizende Robe getragen wird. Ab nun an würde ich mich ordentlich kleiden. Wenigstens meinen Schmuck darf ich behalten.

Trotzdem... Ich brauch einen Schneider...

Als die wichtigsten Punkte gesagt wurden, erfreuten wir uns noch an der Gesellschaft von Sir Fjalon und Knappin Senheit. Ihre Freude überraschte mich schon ein wenig als sie mir um den Hals fiel nachdem sie sah dass ich nun Sir Thelos Knappin bin.
Ein schönes Gefühl zu wissen solch eine gute Kameradin an meiner Seite zu wissen, nicht nur als Oberstleutnant im Regiment, denn jetzt auch als Knappin.

So schworen wir und gegenseitig dass wir gemeinsam die Knappenzeit überstehen würden und uns nicht von eigenartigen Ideen der beiden Ritter unterkriegen lassen.

Ich werde erst einmal schlafen gehen und Morgen den Abend nochmals revue passieren lassen.

Temora Beschützt!
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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2. Tagebucheintrag 11. Ashatar

Der Abend war doch recht lang.
Erst ging Sir Thelor mit mir den zweiten Teil der Etikette durch, schon interessant wie simpel anfangs schwer wirkende Fragen beantwortet werden können.
Aber dieses gelernte Wissen muss ich mich dringend schnell verinnerlichen, wer weiß wann ich in die Gelegenheit komme jenes anzuwenden.
Vielleicht früher als erwartet?

Nach dem Unterricht begleitete ich ihn noch zum Hospital und lauschte der Unterhaltung über eine Junge Frau die wohl am Tage zuvor von Piraten angegriffen wurde und zu guter Letzt von Letharen an einen Grenzstein gefesselt wurde.

Welch skrupelloses Verhalten was einem dort vor Augen geführt wurde.
Teils stimmte es mich zornig doch dann ehr ein großes Mitleidsgefühl gegenüber dem Fräulein Naora Feldbach.
Ich hoffe diesen Piraten wird einhalt geboten und das Fräulein Feldbach meidet in Zukunft Bajard.


Auch wenn der Letzte Dienst den ich antrat schon lange her war und ich mich dringend mal wieder im Dienst sehen lassen sollte, werde ich mich vorerst verstärkt auf meine Ausbildung konzentrieren.
Der Erste größere Schritt war getan und ich darf mich endlich offiziell als Knappin von Sir von Schwerfluren vorstellen.
Auch sein Siegel darf ich als Bestätigung tragen, sollte dann aber besonders darauf aufpassen wie ich mich in der Öffentlichkeit gebe, schließlich hängt der gute Ruf meines Ritters davon ab.

Am 24. Ashatar ist es so weit, passend zu meinem ersten Eintag findet dort ein Palisadenball statt.
Leider werde ich neues Kleid mit dem edlen Umhang auf diesem Ball nicht tragen. Ich sollte lieber das Kleid von Sir Thelor tragen.
Ich bin mir aber sicher das es ein schöner Abend wird. Aber es gehen noch einige Tage ins Land bis der Ball stattfindet.

Temora beschützt!


Nachtrag: Ich hoffe mein neues Schwert und der neue Schild vom Kronritter gehen nicht all zu schnell kaputt.

Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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3. Tagebucheintrag 24. Ashatar


Meine Arme waren völlig erschöpft.
Meine Beine konnten mich gerade so noch in mein Bett tragen.
Mein gesamter Körper stand unter Anspannung.
Jeder Muskel wurde nach diesem ersten Training beansprucht.
Aber dennoch war da dieses Gefühl... ein Gefühl von Zufriedenheit.

Sir Thelor war ein guter und gerechter Lehrmeister.
Seine Schläge trafen oft und sehr hart, Trotz der Lederrüstung spürte ich sie deutlich.
Die anschließende Jagt im Unheilsberg bei den Zeiköpfen, Trollen und Zyklopen war eine weitere Herausforderung, jeder Schlag den ich nichts auswich zeigte deutlich Wirkung und schwächte mich stark.
Doch ich hab es Überlebt und kenne nun meine Grenzen, Grenzen an denen ich arbeiten will um eines Tages meinem Ritter Fortschritte zeigen zu können um mich zu beweisen.
Ich werde also öfter mit der Lederrüstung, dem Bastardschwert aus Silber und dem Drachenschild in die Höhlen ziehen.


Mein erster Ball als Knappe.
Zwar kein förmlicher Ball doch ein wirklich gelungener mit einer schönen kleinen Messe zu Beginn.
Auch wenn mich keiner der wenigen jungen Männer zum Tanz aufgefordert hat, erfreute ich mich an dem Anblick derer, die zusammen auf der Bühne tanzten.
Leider musste auch mein Goldbeutel sehr leiden, aber ich weiß wo mein Gold hingeht und gebe es für jenen Zweck gerne aus und freue mich daran jemanden unterstützen zu können.

Temora Beschützt.


Nachtrag am Morgen des 25. Ashatar

Da hat mir doch tatsächlich jemand einen Geschenkbeutel in den Briefkasten gelegt.
Darin war ein Brief und ein Paar Samthandschuhe mit feiner Stickerei darauf.
Wer sie mir wohl geschenkt haben könnte?
Ich hoffe ich finde es bald heraus und kann mich für die feinen Handschuhe bedanken, denn ich finde sie wirklich schön.


*in ihrem Tagebuch wird der Brief sicher auf jener Seite verwahrt*


Kein Knappe entgeht der Zeit der liebevollen Neckerei vn Freunden.

Knappen, die im Regiment sind, haben es besonders schwer.

Auf Helisandes Schultern Lastet zu viel, also musst du herhalten.

Ob es dir passt oder nicht!

*gezeichnet*


Ein Schelm
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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4. Tagebucheintrag 31. Ashatar


Der erste Mondlauf ist mit Beendigung dieses Tages geschafft.

Die Duellkunde, ein wirklich interessantes aber auch nicht ganz einfaches Thema.
Leider hatten wir ein eher unschönes Beispiel anhand Sir Thelor es mir beschrieb.
Das Buch werde ich sicher noch einige Male lesen, bis ich es verinnerlicht habe.
Ich hoffe dass ein erstes Duell auf mich noch etwas warten wird.

Reitunterricht bei Sir Thelor.
Meine Oberschlesisch, Waden und vor allem mein Hintern tun unwahrscheinlich weh!
Ich sollte mir diese Salbe von Helisande besorgen, dringend!
Das abendliche Bad hilft auch nur wenig, aber es hilft.
Und ich war am Anfang noch skeptisch gewesen, da die ersten paar Stunden noch erträglich waren.
Im stehen reiten ist echt keine leichte Aufgabe, aber ich stelle mich jener natürlich.

Langsam verstehe ich was noch alles zu meine Aufgaben dazu kommt.
Sei es ein formschönes Schreiben in Namen von Sir Thelor verfassen oder Bürgergespräche zu führen.
Aber ich wusste worauf ich mich einlasse und finde sogar schon fast Gefallen an solchen Aufgaben.
Auch im Regiment bekomme ich scheinbar mehr Aufgaben zugeteilt, was mich in gewisser Art freudig stimmt.

Das Gespräch mir dem Herrn Rundhammer verlief relativ gut, wie ich fand, ein Schreiner der sich als vielversprechender und loyaler Bürger erweisen könnte, auch wenn mich der Ausritt im Abschluss des heutigen Abend eher ernüchternd und etwas unzufrieden stimmend.

Wir wurden zum Ende des Bürgergesprächs gerufen da sich Letharen vor Berchgards Osttoren tummeln sollten.
Ein Wachritt brachte keinen Erfolg, nur den Gedanken daran das sie sich wohl frei auf unserem Boden bewegen können.

Ich hoffe Sir Thelor ist heute Abend nicht aufgefallen dass ich seine Übung im stehen Reiten mal außer Acht gelassen habe. Wenn nicht, wird mir sicher noch etwas bevor stehen.

Temora beschütz
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 31. August 2014, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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5. Tagebucheintrag 11. Searum 257


Körperliche Ertüchtigung.
Worte die sich langsam aber sicher stark bei mir einprägen.
Das Training im Regiment war schon anspruchsvoll, gerade unter der Aufsicht von Korporal Eichengrund. Doch was was ich die letzten Tage hinter mit brachten musste, ist gefühlt ein vielfaches von dem was ich sonst machte.
Das balancieren über einen umgefallenen Baum, dann das Kämpfen mit einem Stock auf jenen gegen Sir Thelor. Er wusste ganz genau dass es mich nicht lange oben halten wird und nach jedem Fall, und er kam oft, musste ich laufen und Liegestütze machen.

Die Aufgabe für die nächsten Tage war auch nicht gerade eine der Leichteren.
Ein Stock mit jeweils 15 Steinen pro Seite musste über die Schultern getragen werden und damit die Strecke zwischen Berchgard und Adoran zurückgelegt werden, mehrmals!
Resultate sind aber schon zu sehen. Ich fühle mich deutlich kräftiger als zuvor und auch deutlich Ausgeglichener als zuvor.

Eine weitere Aufgabe, eine auf die ich mich wirklich freue und den ersten Teil schon hinter mir habe.
Das aufsuchen alles Schreine der sieben Tugenden Temoras. Heute habe ich den Schrein der Gerechtigkeit aufgesucht um dort im Gebet etwas Ruhe zu finden.
[img]http://s1.directupload.net/images/140911/jzusomxk.jpg[/img]
Die nächsten Tage werde ich nach und nach jeden Schrein aufsuchen um auch dort für ein paar Stunden zu beten.
Auch die Geschichte der sieben Kinder Temoras werde ich mir entweder Durchlesen oder mit der Diakonin darüber sprechen.

Geschichtsunterricht bei Sir Thelor war mehr als interessant, ich habe seinen Worten mir Spannung und Andacht gelauscht und bin schon gespannt auf den zweiten Teil jener Vorgeschichte. Sicherlich wird er mich auch mit jenem Teil in seinen Bann ziehen können.
Aber für heute werde ich mein Bett aufsuchen um Morgen früh den nächsten Schrein, nach dem morgendlichen Training, aufzusuchen.

Temora beschützt!
Gast

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6. Tagebucheintrag 27. Searum 257


Lange ist es her dass ich einige Zeile geschrieben habe.
Aber umso mehr habe ich auch nieder zu schreiben.

Die Aufgabe von Sir Thelor war klar, wissen wo die sieben Schreine der
Tugenden Temoras zu finden sind. Und wie erlangt man so ein Wissen am besten? Suchen!
Ja, ich war Tage lang unterwegs um jene Schreine anhand weniger
Anhaltspunkte zu finden.
Meine suche war erfolgreich und ich hatte die Zeit an jedem der Schreine zu beten.
Der Schrein der Gerechtigkeit... jenen fand ich schon vorher vor Bajard, also nur noch sechs.

Mein Weg führte mich anfangs von Berchgard aus nach Norden, dort fand ich
Ilara´s Schrein... den Schrein der Demut.
Hier betete ich zu Temora um meine eigenen Grenzen zu erforschen, mein
inneres Selbst zu finden und meinen Stolz um jenen unter Kontrolle zu bringen.
Leider kamen mir dabei auch Gedanken negativer Art hoch. Denn suche ich
nach Reichtum und dies ist nicht im sinne einer Demütigen Seele. So hoffe ich
dass mein Gebet erhört wird um meine Gier nach Reichtum schmälern zu können.

[img]http://s14.directupload.net/images/140927/6usmk2dq.jpg[/img]

Nach ein paar Stundenläufen machte ich mich mit dem wenigen Gepäck auf
Richtung Westen.
Ein mulmiges Gefühl ging in mir auf als ich die Grenzsteine der Rahaler überquerte.
Doch in jene Richtung sollte ich ebenfalls einen Schrein finden.
Durch den dichten Wald war mir wer Weg doch lieber, denn der Weg führte
direkt an einer Burg vorbei die von den Schatten des Panthers besetzt wurde.
Ein Treffen mit ihnen wollte ich liebend gerne umgehen. Umso unwohler war
mir als ich dann den Schrein fand. Es war der Schrein von Alsamar... Schrein
der Ehre und der Weg den ich einschlug, mitten durch den dichten Wald, war
alles andere als eherhaft.

[img]http://s7.directupload.net/images/140927/ksicgsk8.jpg[/img]

Im Gebet stellte ich dann fest das weit mehr zu einer eher haften Seele gehört.
Selbst dass ich meiner Aufgabe treu bleibt und jene zielstrebig bis zum Ende
durchführt, zeugt von einer gewissen Ehre.
Die Loyalität zu Sir Thelor, zum Reich und zu meinen Kameraden steht außer Frage.
Meine Gedanken galten während des betens ihnen.

So machte ich mich, nach einigen Stunden, gestärkt weiter auf den Weg nach Süden.
Hier sollte ich nördlich von Düstersee den Schrein von Fasamar finden... den Schrein der Geistigkeit.
Dort Betete ich ebenfalls doch nicht lange, im Hinterkopf immer behaltend dass
ich im tiefsten Feindesland bin. Auch hatte ich mich selten Mit der Geistigkeit auseinander gesetzt.

[img]http://s7.directupload.net/images/140927/7wpiodsw.jpg[/img]

Weit im Süden, über einen Pass weit den Berg hinauf, wurde ich fündig und
fand den Schrien von Brynn.. den Schrein der Opferbereitschaft.
Opferbereitschaft.. ein schwerwiegendes Wort was mit viel Mut zu verbinden ist.
Es bedeutet sein eigenes Leben zu riskieren und einen schwereren Weg zu
wählen um für seinen Glauben oder die Errettung Liebender einzustehen.
In meinem Gebet konnte ich leider nicht genau heraus finden ob ich bereit
dazu bin, mein Leben für das Anderer zu Opfern die mir nahe stehen.
Ob ich diese Wahl einmal heben werde?

[img]http://s14.directupload.net/images/140927/ayjgw6jk.jpg[/img]

Meine Reise war noch nicht beendet. Mein Weg führte mich weiter wieder Richtung Heimat.
Die letzten Zwei Schreiner sollte ich weit im Osten finden näher an Adoran als ich es glauben würde.
So ging ich den weg vorbei an Maidenschild durch den Pass von Adlerklamm
durch Kronwalden bis nach Wellenruh. Hier wurde ich im Norden von dem
Kesselgebäude fündig. Der Schrein von Amyra.. der Schrein des Mitgefühls.
Hier verharrte ich lange, denn meine Vergangenheit holte mich ihm Gebet
wieder ein. Einst verspürte ich einen großen Hass gegen einen Mann und
brachte ihn in großer Trauer und mit nichts als puren Hass um. Wäre da nicht
ein Mann gewesen der mir wieder den richtigen Weg gezeigt hätte, würde ich
sicher damals verloren gegangen sein. Daher betete ich für jenen Erretter und
dankte Temora dafür dass ich sein Mitgefühl spüren durfte.

[img]http://s7.directupload.net/images/140927/8ksou7zd.jpg[/img]

Nun sollte meine kleine Reise fast beendet sein, denn nur noch ein Schrein
sollte auf meinen Weg folgen. Jener Schrein war etwas hinter Ärenau im Wald
von Ered Luin zu finden. Hier bei handelte es sich um den Schrein von
Boresal... der Schrein der Tapferkeit.
Viele behaupten sie ein Tapfer und stürzen sich in jeder Schlacht und
behaupten sich gegen jeden Gegner. Aber ist es nicht viel mehr ein Zeichen
von Tapferkeit wenn ich, auch gegen die Worte anderer, meinen
Überzeugungen treu bleibe und jene verteidige?
Ist es nicht die Tapferkeit die mich mein Schwert erheben lässt um anderen in
Not beizustehen damit ihnen nicht unrecht wieder fährt?
Ja dass ist sie!
Und daher bleibe ich meinen gelernten Überzeugungen treu und werde
mein Schwert für die schutzlosen erheben.

[img]http://s7.directupload.net/images/140927/tjkt22aq.jpg[/img]


Den Weg zu den Sieben Schreinen habe ich mir gut eingeprägt, sollte Sir Thelor
also von mir verlangen ihm jene zu zeigen, so bin ich vorbereitet. Ich hoffe ich
kann bald zur Akolutin um mir die Geschichten der sieben Priester anhören.


__________________________________________________________________

Uns ereilte eine sehr schlechte Nachricht...

Sir Fjalon, der auf eine dringende Reise musste, verstarb.
Ein tragischer Verlust, gerade für Helisande. Sie traf es sicher am schwersten
als uns die Nachricht ereilte und bei dem Trauerzug vom Hafen zur Kirche
konnte man ihr ihre Trauer spühren.
Meine letzten Worte an in, nieder geschrieben in sein Kondolenzbuch.

Sir Fjalon, ein Ritter zu dem ich aufschaute,
den ich um Rat bitten konnte
und von dem ich viel lernen konnte.
Nie seist du vergessen, in Ewigkeit.
Temora wache über seine Seele.

Gez. Sophia Tanar


Mein Ausbildung zeigt Früchte.
Gestern war ich mit Sir Thelor im Hügelgrab unterwegs, meine Sicht wurde
durch eine Augenbinde deutlich verschlechtert. Im Licht war es mir gerade so
möglich Silhouetten erkennen zu können.
Meine Waffe war, neben dem Schwert aus Silber und dem Schild, nur mein
Gehör und mein Gespür. Es war ein harter Kampf gegen die vielen Schwergen
an Untoten, Skeleten, Liche Geiste und sogar Dämonen. Aber schaffte ich es
meinem Ritter zu zeigen dass seine Ausbildung Ergebnisse erzielt.
Als Belohnung bekam ich eine Ringrüstung aus Hexenstahl, verzieht mit
goldenen Rosen überall. Ich glaube ich muss mich daran erst noch gewöhnen
aber es ist sicher das mir noch Rosige Zeiten bevorstehen.

Temora beschützt
Zuletzt geändert von Gast am Montag 29. September 2014, 09:20, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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7. Tagebucheintrag 26. Goldblatt 257

Waffenkunde, das wissen was man sich über Jahre angeeignet hat oder es gelehrt bekommen hat, galt es weiter zu geben.
Schon lange hegte ich den Wunsch etwas für junge noch unerfahrene Kämpfer zu tun.
Ihnen den genauen Umgang mit den verschiedenen Waffen beizubringen damit sie eines Tages ihre Klinge für das Reich und Krone und in Namen Temoras erheben können um für die Gerechtigkeit zu streiten.

So beginne ich damit im Regiment Waffenkundeunterricht abzuhalten, für jene die sich verbessern wollen oder schon vorhandenes Wissen auffrischen wollen.
Der Mensch lernt niemals aus und ist stets auf der Suche nach Verbesserungen.
Auch ich weiß längst nicht alles und bin auch nicht frei von Fehlern, doch stets bemüht das Wissen zu teilen welches ich inne habe.
Umso mehr freute ich mich über den Andrang und die Interesse der jungen und auch erfahrenen Kämpfer, die bei meinem ersten Unterricht dabei waren und ein Zweiter sollte auch bald folgen.


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Es waren sieben Schreine die ich erneut besuchte...
Es waren sieben Priester, deren Geschichten ich lauschte...
und es waren sieben Tugenden, über die ich nachdachte...

Dieser Tag, den ich mit zwei mir mittlerweile wichtigen Menschen verbringen durfte, bleibt mir sicher noch lange in Erinnerung. Die Reise zu den sieben Schreinen der ersten Priester Temoras verbindet und lässt einem den Einblick in die Seele seiner Begleiter und sich selbst werfen.

Die Bedeutungen der Tugenden zu kennen und den Sinn zu verstehen ist eine Sache, sie aber gänzlich zu verstehen und nach dem diamantenen Kodex zu leben ist eine gänzlich andere.
Es wird noch lange dauern bis ich alle verstehe und nach ihnen unter der Tugend „Das rechte Maß“ leben kann.
Doch wird die Geistigkeit mir den Weg weisen dass ich nicht aufgeben werde nach den Bedeutungen der Tugenden zu suchen und die Ehre wird mir auf diesen Weg ein steter Begleiter sein, damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere.


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Lange ist es her dass ich mich einmal unbeschwert unterhalten konnte.
Meist im Dienst um die Bürger des Herzogtums zu schützen oder in Büchern vertieft um mir Wissen anzueignen welches als Knappe wichtig war.
Stets nach den Vorgaben von Sir Thelor im Training, um nicht nur meine Geist zu stärken, sondern auch den Körper, damit ich vorbereitet werde auf Aufgaben die mich noch erwarten werden.
Aber an diesem Abend konnte ich einmal tief durchatmen und Zeit mit Freunden verbringen und um zu Reden.

„Steif“

Eine Charaktereigenschaft die mir vor Augen geführt wurde.
War ich wirklich so geworden? Hat mich meine mir auferlegte Bürde zu diesem Menschen gemacht?
Einem Menschen der stets darauf bedacht war keine Fehler zu machen um den Ansprüchen der Anderen gerecht zu werden?
Als ich mich einst beim Regiment vorstellte, war mir klar das Disziplin von einem verlangt wird.
Gerade stehen, Salutieren, korrektes ansprechen von Vorgesetzten und blind jeden Befehl ausführen.
Durch die Beförderungen bemerkte ich etwas Richtig zu machen und strengte mich nur noch mehr an, dieses Vertrauen vom Herrn Oberst und meinen Kameraden nicht zu enttäuschen.
Dann kam eines Tages Sir Thelor zu mir und gab mir die große Ehre den Platz als sein Knappe zu besetzen.
Es war ein großes Glücksgefühl aber auch gleich ein großes Pflichtgefühl dem ich unbedingt gerecht werden wollte.

Also hatten die beiden Recht, ich hatte mich verändert, ich war „steif“ geworden.
Es mag mir leichter fallen, so durch mein Leben zu gehen. Wo keine Fehler entstehen, kann mich keiner dafür zur Rechenschaft ziehen.

Aber wo keine Fehler gemacht werden, kann aus solchen keine Lehre gezogen werden.
Sollte ich Fehler machen, sollte ich dazu stehen und daraus lernen!

Kein Mensch ist perfekt und keiner sollte sich anmaßen so etwas zu behaupten.
Also stehe zu deinen Fehlern und lerne daraus!


*Diese letzten niedergeschriebenen Worte, die wohl an sie selber gerichtet waren wie eine Art Aufschrei, lassen die Knappin noch lange nachdenklich vor ihrem Tagebuch sitzen bis sie schließlich mitten in der Nacht das Buch wieder verschließt und sicher in eines der Bücherregale verschwinden lässt.*
Zuletzt geändert von Gast am Montag 27. Oktober 2014, 10:22, insgesamt 3-mal geändert.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

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8. Tagebucheintrag 27. Rabenmond 257


Lange ist es her das ich einige Zeilen nieder schrieb.
Recht viel gibt es ohne hin nicht zu schreiben,

Meine körperliche Ausbildung zeigt deutliche Ergebnisse und die Übungen werden von mal zu mal anspruchsvoller. Auch wenn die mir von Sir Thelor gegebene Kettenrüstung sicher schon den Ruf der „Rosigen Knappin“ beschert hat, komme ich langsam mit der Rüstungseinschränkung zurecht und lerne mich immer mehr auf mein Können zu verlassen als auf den Schutz einer starken Rüstung.

Bis auf den Vorfall auf Feindesland, in welcher Schlacht wir in der Niederlage unseren Oberst einbüßten mussten und ihn, dank eines geschickten Schachzuges, im Austausch eines rahalischen Ritters wieder bei uns begrüßen durften, war wenig im Dienst geschehen.
Neue Rekruten kommen, alte Rekruten beweisen sich als Gardisten und ein jeder bemüht sich um die Sicherheit der Bürger.

Der Unterricht bei Hochwürden Aurea war wieder mal interessant gewesen und lehrreich, es ging um den Kodes der Ritterlichkeit. Dieses Thema beschäftigte mich einige Tage lang und bescherte mir die ein oder andere schlaflose Nacht.
Sir Thelor aber sprach mit mir über jene und zeigte mir ihre wahre Bedeutung und legte mir nahe nicht alle von jenen sechs Punkten zu befolgen.
Es war nicht die Aufgabe eines Reichsritters diese fast schier unmenschlichen Leistungen zu erbringen sondern ist es der Kodes der Adlerritter und Paladine die von Temora selbst auserwählt werden.
Er zeigte mir deutlich was meine Aufgaben sein werden und an was ich mich dabei zu richten habe. Vielleicht kann ich ja mit der neuen Erkenntnis nun wieder etwas besser zu Schlaf finden, denn.. Honig und Milch schmecken … eigenartig.
Gast

Beitrag von Gast »

9. Tagebucheintrag 23. Alatner 257


Dieser Mondlauf steckt voller Veränderungen und voller Ereignisse.
Es waren gerade einmal wenige Tage vergangen und es wurde verkündet dass die Häuser leer geräumt werden sollten, da ein großer Umbau Berchgards geplant wird.
Die Nachricht kam nicht so ganz unerwartet da Sir Thelor schließlich der Verwalter von Berchgard ist, umso schneller war mein Haus fertig für den Abriss geräumt.
Am selben Abend noch schwang jeder Bürger Lichtenthals eine Picke oder eine Schaufel und schaffte es in gemeinsamer Arbeit jedes Haus niederzureißen.
Mein eigenes Haus mit meinen eigenen Händen niederzureißen war schon ein eigenes Gefühl.
Und gerade erst als nach der Zeit immer mehr Bürger kamen um mir zu helfen.
So wurde mein altes Leben mit jenem Haus begraben um einem neuen Leben und einem neuen Haus entgegen zu sehen.

Sophia Tanar hat geschrieben:Eine lange Zeit war vergangen über jene Sophia nachdachte als eine der Wandteile ihres Hauses zu boden fielen.

Viel hatte sich in der Zeit verändert, viel zum positiven und auch einiges zum negativen. Zwei ihrer vermeindlich besten und langjärigen Freunde waren von ihr gegangen, nicht zu Temora oder gar zu Krator, nein sie sind einfach fort, zurück an das Festland oder wohin auch immer. Also stand sie alleine da, in einem viel zu großen Haus mitten am Westtor von Berchgard.
Wenige Freunde waren ihr aber geblieben und in jenen fand sie halt und den Willen nicht auch einfach fort zu gehen.


Und wieder brach ein Mauernstück zusammen und fiehl unter einem lauten Rums zu Boden wo es in viele Stücke zerbrach. Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn welcher kurz mit dem Handrücken weggewischt wurde. Dann ging der nachdenkliche Blick den übrich gebliebenen Mauernstücken entlang.

Es war das Regiment, dem sie sich entschloss anzuschließen, genau wie es ein alter Weggeferte namens merrik Daske tat, dort fand sie dann eine Aufgebe, viele Kameraden und sogar unter jenen Menschen die sie als Freunde bezeichnen könnte.
Es dauerte auch nicht lange und sie schafte es, durch harte Arbeit, im Rang aufzusteigen was ihr wiederrum einen aufschwung gab weiter zu machen.


Langsam aber sicher fand die Arbeit ein Ende.
Sie hatte ihr eigenes Haus angefangen alleine abzureißen, wie anfangs ihr Leben in Berchgard.
Doch Stein für Stein kammen immer mehr Menschen dazu und halfen ihr das Haus niederzureißen.

Für Sophia war es ein Zeichen diesen Lebensabschnitt hinter sich zu lassen und nur noch nach vorn zu sehen. Freundschaften würde sie pflegen und Kamaraden würde sie ehren und Seite an Seite mit ihnen streiten.
Mit genau diesem Gedanken fing sie einen Tag nach dem Abriss dann an den Handwerkern beim Wiederaufbau tatkräftig zur Hand zu gehen um das Heim vieler Bewohner Berchgards und das ihre in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
[OOC: Quelle http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=77579&start=15 ]

Das neue Haus war eingerichtet und Sir Thelor findet wieder Zeit für mich.
Lange war es in den Vorbereitungen und Planungen für Berchgard involviert und hatte kaum Zeit für andere Angelegenheiten, doch es war nicht weiter tragisch.
Die erste Lektion die ich erfahren durfte war das tanzen, passend zu dem Winterball zu dem unser König geladen hatte. Von Vorteil war es daher dass in meinem Haus noch genug Platz war um jenes umzusetzen.
Mit dem Kronritter tanzen, ein eigenartiges und ungewohntes Gefühl aber dennoch ein schönes und freudiges. Es waren zwar nur die einfachen Grundschritte des höfischen Walzers, dessen Schritte schnell gelernt waren, aber könne sie mit jenen mit gutem Gefühl zum Ball erscheinen.

Der Ballabend, es war anders als von ihr erwartet dennoch hatte es seinen eigenen Scharm.
Der Wachtmeister Daske war so gütig gewesen der Etikette gerecht mich zum Ball zu begleiten, auch wenn ich mir eine andere Person erhofft hatte. Sie war zwar auch auf den Ball aber kaum greifbar für mich, vielleicht sollte es auch nicht sein.
Der Abend begann mit einem köstlichen Mal bestehend aus den verschiedensten Leckereien die in der Hofküche zubereitet wurden. Eine kleine Aufführung lockerte den Abend zu Belustigung der Gäste auf und nach jener Aufführung begann auch der höfische Tanz.
Meine Begleitung verließ mich doch schneller als gedacht und ich verweilte am Rande der Tanzfläche und schaute den Tanzenden in ruhe zu. Sir Vaughain kam mit langsamen Schritten zu mir und stellte sie zu Anfang nur neben mich. Wenige Worte wurden gewechselt ehe er sich entschloss mir einen Tanz anzubieten.
Ohne Zögern und mit freudigem Lächeln nahm ich jenen natürlich an und befand mich kurze Zeit später mit ihm mitten unter den Tanzenden.
Es war ein ruhiger Tanz, eben jenes was ich Tage zuvor geübt hatte, wie Sir Thelor schon erzählt hatte diente er auch sehr gut um eine kleine Konversation zu führen.
Der Tanz fand schnell ein Ende und lange verweilte sie auch nicht mehr auf dem Ball.

Ein Paar Tage später durfte ich mir endlich den zweiten Teil der Reichsgeschichte anhören und erfuhr von so mancher spannenden Heldentat von Sir Thelor selbst, auch wenn er sie nicht als jene ansieht.

Das alte Jahr ist nun fast vorbei, nur noch wenige Tage und wir gehen einem neuen Jahr entgegen. Ein neues Jahr von dem ich mir viel verspreche, sei es in meiner Ausbildung als Knappe oder in Dienst des Regimentes, vielleicht verspricht ja auch mein Privatleben etwas spannendes zu zeigen.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

Beitrag von Gast »

10. Tagebucheintrag 28. Hartung 258


Meine Knochen schmerzen, die Beine brennen und meine Arme werden immer schwerer und schwerer.
Denn Tjosten steht nun seit jüngsten auf meinem Übungsplan.
Nachdem ich die ersten Anläufe scheinbar kläglich versagt habe und gerade einmal mit Glück diese Laterne getroffen habe, habe ich unentwegt geübt und geübt.
Es vergint nach dem Ersten abend kaum eine Stunde in der ich nicht versucht habe mich zu verbessern.
Eine nach der anderen Laterne ging dabei zu Bruch und ich musste eine jede zerstörte ersetzen. Mein Glück daher dass ich mich nicht über Mangel an Gold beklagen kann was das Bezahlen neuer Laternen weniger schmerzhaft ausfielen ließ.
Eine weitere Vorführung für Sir Thelor brachte dann schon bessere Ergebnisse an das Licht und die Mühen und das Gold was ich für die Übungen ausgab war nicht um sonst.
Aber auf die Idee ein Bukler mit einem Seil dran aufzuhängen, kam ich ja nicht. Erst nachdem Sir Thelor mir diesen Hinweis gegeben hat.
Also Bestellung bei einem Schmied für jenen machen! *dick unterstrichen*


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Ich mochte bisher den Winter und den Schnee, eigentlich.
Doch nach diesem Abend bin ich mich nicht sicher ob der Schnee mein Freund ist oder doch mein Feind. Es hat alles recht harmlos angefangen und die von Sir thelor aufgezählten Punkte waren klar formuliert. So musste es also einen Wettstreit geben zwischen dem Hause Schwertfluren und dem Haus Lilidaus. Aus jenes Ereignis freute ich mich, eigentlich.
Der Abend des Wettstreits war gekommen und wir bereiteten zuvor schon einmal ein leckeres Mal vor, welches nach dem Wettstreit verzehrt werden sollte.
Zeitig machten wir uns dann auf den Weg zum Lehn Schwertfluren wo wir auf die Kontrahenten stoßten.
Nach den üblichen Begrüßungsfloskeln Las Frau Demarkes abermals die schon bekannten Regeln vor.
Der Wettstreit bestand darin mithilfe des Schnees und den Händen eine aus Eiskristallen bestehende Kugel zu formen welche mit etwas Schwung und genauem Zielen in Richtung Kontrahent geworfen werden sollte.
Verschiedene Bereiche des Körpers wurden in Punkte aufgeteilt, Der Kopf gab volle drei Punkte, der Torso gab 2 Punkte, die Arme sowie auch die Beine gaben einen Punkt und bei Treffern unter die Gürtellinie gab keinen. Ein Wurf daneben natürlich auch nicht.
Überraschenderweise fand uns eine mir bis dato unbekannte Familie die wohl von unbekannten Quellen erfahren hat was dort vorgehen sollte und wollte sich dieser anschließen. Helisande war wohl die einzige die ein sehr ungutes Gefühl hatte und daher aus dem Wettstreit austrat um jene Unbekannten zu observeren.

Es begann nun, nachdem Magus Ecclasia für den heutigen Abend die Mannschaft Lilidaus verließ um der von Sir von Schwertfluren beizutreten. Ecclesia war auch gleich der erste Werfer und machte dabei einen guten Eindruck, ein direkter Kopftreffer brachten ihm gleich drei Punkte ein. Die zweite Runde sollte dann ich bestreiten und noch war ist voller Siegesgewissheit welche mir schnell genommen wurde. Der erste Schneeball traf mich direkt im Gesicht und meiner flog recht ungenau gegen den Arm des Gegners.
Welch Schande solch einen Treffer zu kassieren und selber den Wurf zu verhauen. Doch auch der zweite versuch meinerseits brachte wenig Ruhm denn wieder traf man mich am Kopf und meiner flog abermals ungezielt gegen den Arm des Gegners.
Wurfübungen werden sicher das Ergebnis von diesem Abend sein.


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Man sagte schon vieles zu mir, Stock.. steif.. eine Person die durch Mangel an Macken oder Fehlern kaum bemerkt wird oder weiß Temora wie ich noch beschrieben werde... und nun reiht sich noch eine Beschreibung ein, der Stein.
Nein.. ich wollte ganz sicher keinen Stein als Wappenzeichen haben welchen ich dann ein Leben lang tragen solle und repräsentieren werde. Also liegt es jetzt an mir herauszufinden welch Symbol zu meinen Charaktereigenschaften passen wird.
Dazu besuchen Sir Thelor, Knappin Senheit und ich öfter Bajard um, wie in den Worten von Sir Thelor zu sprechen „Unfug“ anzustellen. Ob dies meine Charaktereigenschaften hervor locken wird bleibt abzuwarten.
Gleich am Ersten Abend schaffte ich es sogar einen Piraten zu finden der mich gleich versuchte für seine Zwecke ab zu werben. Für Minfay, die Leiterin des Bordells auf Cabeza, wollte er mich abwerben. Und wie so meist versuchte ich eher durch Worte mein empören Ausdruck zu verleihen als durch Taten. So schaukelte sich das Gespräch dann immer weiter und weiter hoch und er ließ nicht locker. Gerade als Knappin Senheit die Bank Bajards betrat, hob ich meine Hand und schlug ihm jene ins Gesicht. Als er durch jenes Handeln für einen Moment ruhe gab war es ein erleichterndes Gefühl. Man musste diesen Menschen also nur zeigen dass man sich nicht herumschubsen lassen will und zwar mit Taten!

Ein weiterer Besuch in Bajard, ein Mann erdreistete sich Sir Thelor nicht mit dem ihm gebührendem Respekt anzusprechen und sich angemessen vor ihm zu verhalten, so bekam ich die Aufgabe dies zu ändern. Ohne groß zu zögern probierte ich meine jüngsten Feststellungen zu probieren und stellte mich vor ihm auf. Der gut 20 Fingerbreite hör gewachsene Mann schaute eher belustigend zu mir herab bis ich ihm ohne Anzeichen einer Vorwarnung mit aller Wucht vor sein Schienbein trat. Er schrie auf und humpelte sogleich zu Boden. Nach weiteren eher liebevollen Drohungen die ausgesprochen wurden, gab er nach einer ganzen Weile auch nach und schaffte es sich sogar zu entschuldigen.
Diese neu erworbene Selbstsicherheit, auch mal nicht die artige nette Knappin zu sein, galt es nun öfter zu zeigen und so werde ich dies auch tun.


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Leibwache für seine Majestät Ador, eine ehrenvolle Aufgabe welcher ich gerne gefolgt bin. Unser Ziel, das Turniergelände vor dem Westtor Adorans. Knappin Senheit kämfte an jenem Tag mit Hamingja Hinrah, der Einherrja der Thyren, für Übungszwecke und seine Majestät wollte jenem Schauspiel gerne beiwohnen.
Es war ein wirklich spannender Kampf der mit immer wieder von meiner eigentlichen Aufgabe abhielt und fesselte. Die beiden führte ihre Zweihandschwerter mit geschickten Griffen und wichen den Schlägen des anderen aus oder Parierten diese. Die hochgewachsene Thyrin war sehr stark und ihre Treffer waren sicher nur schwer zu Blocken. Helisande hingegen konnte mit ihrer Geschwindigkeit und mit ihrem Geschick einiges wett machen doch zum Schluss unterlag sie dann doch und wurde zu Fall gebracht nachdem im Ernstfall nur noch der Tot bleiben würde.
Dennoch war es eine herausragende Darbietung von beiden und ich frage mich ob meine Fähigkeiten auch an ihre heran kommen könnten. Ob ich Helisande mal fragen sollte ob auch wir einige Übungsrunden durchlaufen wollen?


Temora beschützt!
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

Beitrag von Gast »

*Das mittlerweile sehr staubige Tagebuch der Knappin wird nach langem unter ihrem Bett hervorgezogen und aufgeschlagen. Sein seufzen kommt von ihr während der letzte Eintrag überflogen wird. Lange ist es her dass hier drin ihre Gedanken und Gefühle niedergeschrieben worden sind, viel zu viel ist seit den letzten Zeilen geschehen. Es dauert daher umso länger bis Sophia die vergangene Zeit revue passieren gelassen hat.*

11. Tagebucheintrag 04. 05. Eluviar


Die Zeit schreiten schnell voran, zu schnell.
Es sind jetzt fast zehn Mondläufe her seid, damals noch Sir von Schwertfluren, auf mich zu kamm und mein Leben veränderte. Seid jenen zehn Mondläufen habe ich so viel gelernt, über Temora, über das Reich, über die Ritterschaft und über mich selbst.
Welche Aufgaben mich aber noch erwarten werden, wie Sir von Gipfelsturm meinen Körper und meinen Geist vorbereiten wird für Aufgaben die mich als Ritter erwarten werden, bleibt abzuwarten.

Berchgards Umbau sollte gefeiert werden.
Viele Beteiligte mühten sich daher tage ab eine Feierlichkeit auf die Beine zu stellen für all Diejenigen die Berchgard zu dem machten was es heute ist.
Ich versuchte stets meinem Ritter bei all seinen vielen Aufgaben oder Erledigungen zu helfen.
So organisierten wir Besprechungen zum gestalten eines Marktes, Einladungen für viele Handwerker und anderen wichtigen Persönlichkeiten.
Der Markt und die darauffolgende Ehrung und Edelung einiger Weniger, würde zu einem schönen Abend der alle Mühen wert war die dafür aufgebracht wurden.


Die Schlacht gegen die Horden der Orks, eine der wohl prägenden Ereignisse der letzten Wochenläufe.
Überall lagen verwundete Streiter und niedergemetzelte Orks, sie wagten es sich zusammen zu rotten um in großer Zahl über die fast schutzlosen Dörfer einzubrechen. Es war ein hauch von Schicksal das wir gerade an jenem Tage einen von vielen Grenzritten veranstalteten und dem ersten Sturm der Orks Herr werden konnten.
Nach vielen Tagen harter Kämpfe und des erfolgreichen verteidigen der Dörfer, begann die große alles entscheidende Schlacht die zu Gunsten des Reiches ausging.

Es war mir so als ob ich diese Schlacht gebraucht hätte.
Lange war es her das ich mein Schwert mit solch Inbrunst schwingen konnte gegen einem Feind der unser Land bedrohte. Zahlreich hauchte ich ein Leben nach dem anderen von ihnen aus.
Es waren wilde Kreaturen die nur durch Zorn und Wut angetrieben worden.
Sie verspürten keine Gnade gegenüber Männer Frauen oder gar Kinder, also galt es auch keine Gnade für ihres gleichen zu zeigen.


Große schwere Zweihänder.
Die Thyren wollten mir den Umgang unbedingt zeigen doch wurden wir wohl vergessen.
Sir Thelor erbarmte sich dennoch mir einiges bei einer praktischen Übung zu zeigen.
Ganz zu meinem Leidwesen, von jenem Abend trug ich mehr als nur ein paar blaue Flecke davon.
Mag es wirklich an meiner doch eher geringeren Körpergröße liegen, wieso solch schwere lange Waffe mir solch Schwierigkeiten verursachen?
Wie meinte Helisande passend zu einer Übung am Tor, „komm auf Augenhöhe...“ „Bist du in Kalurien geboren?“
Sicher war es nur um mich als Wache am Tor zu provozieren, doch liegt eine gewisse Wahrheit hinter den provokanten Sprüchen der Knappin als gespielte Aufsässige.
Doch ist es so von Nachteil kleiner zu sein?


Eine wirklich blöde Idee.
Dachte ich anfangs nicht als Aethelinda, Merrik und meine Wenigkeit nach erfolgreicher Jagt nach Bajard schlenderten um dort nach den Fischpreisen zu fragen. Ein bekanntes Synonym bei uns im Regiment für „Nach dem Rechten sehen“.
Erstaunlich wenig war in dem kleinen Fischerdorf los, kaum Händler die durch die Straßen rannten, von Laden zu Laden und keine Piraten die den friedlichen Händlern das Leben schwer machten.
Eine friedliche Stille lag über Bajard.
Wir drei suchten die Taverne auf um dort auf die gelungene Jagt anzustoßen und um gemütlich den Abend ausklinken zu lassen.
Leider, es war fast absehbar gewesen, streiften zwei dunkel gekleidete Personen durch das Fischerdorf. Der bekannte Gruß verriet sofort welche Gesinnung die beiden inne hatten.
Es war zum einen der Ritter Kava Shasul und wohl einer seiner Handlanger. Jener entpupte sich schnell asl Livyathan Aschengardt, ein ehemaliger Kamerad. Leider wand er sich offenbar vom rechten Glauben an Temora ab und folgt nun dem Irrglaube des rahalischen Reiches.
Ein durchaus hitziges Gespräch entfachte zwischen Livyathan, Merrik und Aethelinda, wohl ob der Familiären Situation zwischen den dreien.
Nachdem zwei Regimentler durch Bajard streiften, Gardistin Luninara und Gardist Salberg, fing nun auch der rahalische Ritter an deutlich ungehalten zu reagieren. Es bat uns an zu gehen außer die beiden Gardisten, jene wollte er nachschicken mit einer deutlichen Botschaft an das Regiment.
Es stand außer Frage das wir nach dem angedrohten Verprügeln der beiden Gardisten ihnen den Rücken zukehren würden.
Es kam also zum Unvermeidlichen, der Kampf begann.
Reflexartig griff ich zu meinem Schwert auf dem Rücken, die einzige Waffe die ich bei mir trug, und hetzte dem Liedkundigen hinterher, der Merrik einen Feuerball nach dem anderen hinterher schmiss. Wenige Augenblicke später lagen die beiden im Staub.
Ich schaute mich um, kein Gedanken daran verschwendet nicht den Schutz meiner Rüstung zu haben, Der Ritter und Livyathan jagten Luninara hinterher. Keine Zeit zu überlegen, ich stürmte ebenfalls hinterher. Nach kurzem Gerangel schaffte es der Überläufer mich in den Staub zu schicken, ein gezielter Treffer gegen meinen Oberschenkel lies mich zu Boden fallen.
Es legte sich wieder Stille über das Fischerdorf, der Ritter mit Gefolgschaft hatten ihren Sieg und machten sich wohl auf nach Westen. Ich rappelte mich wieder auf die Beine, gerade so schleppte ich mich zur Kutsche und machte mich auf zum Regiment. Auf nach Hause.
Die anderen hatten mich alleine gelassen, sicher selbst genug mühe damit zurück nach Adoran zu gelangen.
Was wohl Sir Thelor zu meinem Ausflug sagen wird, jedenfalls bleiben meine Übungen für die nächsten Tage auf der Strecke.


Temora beschützt.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 5. Mai 2015, 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Re: „Was bedeutet es ein Knappe zu sein?“

Beitrag von Gast »

Folgende Zeilen werden auf alten, vergilbten und zerfetzten Papier geschrieben.
Die Schrift ist unordentlich, verwischt und in keiner ordentlichen Linie geschrieben.
Als Stift dient ihr wenigstens ein brauchbarer Kohlestift.



Tagebucheintrag, 09. Eluviar


Sir Thelor sagte noch „Teil dir deine Kräfte ein.“
Wie zu erwarten wollte ich ihm gefallen, es ihm recht machen, seine Erwartungen erfüllen wenn nicht übertrumpfen.
Bestienleder, Drachenschuppen oder Balronleder sollte ich als zusätzliche Aufgabe besorgen.

Überleben in der Erdhöhle, wie oft ich hier schon mit Kameraden auf Jagten war lässt sich kaum zählen.
Doch nun war ich alleine, ungewiss wie lange und nur mit dem was ich bei mir trug. Verpflegung musste ich nehmen was da war und zum Schützen sollte ich mir selbst etwas Bauen.

Als der Ritter mich meinem Schicksal überlassen hatte, war das Erste die übliche Herangehensweise, Kämpfen.
Die vielen Spinnen und Schlangen um mich herum erahnten schnell dass da wer war und an einer Stelle verweilte. Es dauerte nicht lange die paar kriechenden Kreaturen zu bezwingen doch ich bekam Lust auf mehr.
Der dunkle Weg führte mich entlang des Geräusches eines plätscherndes Wasserfalls. Dieser Teil wurde als Wasserhöhle bezeichnet in dem ich meine Bandagen wusch und meine Wasserflasche füllte. Ein bitterer Beigeschmack brachte jenes mit sich aber es würde mein Überleben sichern.
Einige nieder gestreckte Echsenwesen und riesige Froschkreaturen später stand ich vor einem Gang der leer schien. Ein lautes grollen ertönte plötzlich. Schatten machten sich breit und verbargen das wenige Licht was mir bessere Sicht brachte. Ein kräftiger Windstoß fegte mich beinahe von den Beinen, der Schild würde reflexartig vor gehalten. Das Gebrüll ertönte erneut. Ein Blick über die Schildkante und ich konnte das Ungetüm erkennen. Es war ein großer grüner Drache. Keine Zeit zum überlegen, schnell sprang ich zur Seite und wich dem Feueratem des Drachens aus. Es war nicht das Erste mal dass ich einem Drachen in der Größe gegenüber stand aber dies einmal war ich alleine, keine Kameraden oder Freunde die ihr Schwert, Bogen oder gar Magie mit gegen das Ungetüm erheben konnten.
Nicht viele Tränke zur Stärkung hatte ich dabei doch jene sollten mir das Leben im Kampf retten. Es war ein langer Kampf und der Drache schien meine Schläge einzustecken als ob sie ihm nicht ausmachten. Immer wieder kamen Feuerbälle auf mich zu und prallten gegen den vorgehaltene Schild.
Immer wieder schwang ich die blau leuchtende Klinge zum Drachen und versetzte ihn Schnitwunden, scheinbar erfolglos.
Es war meine Unaufmerksamkeit, als der Drache sich kurz ab wand und ich los stürmte, sein Schweif schlug nach mir wie eine Peitsche und traf hart ihr Ziel. Ich schlug auf den Boden auf und rutschte bis mich ein Stalagmit bremste. Im halb benebelten Zustand hörte ich noch das durchdringende Gebrüll des Drachens, ein Siegesgebrüll. Die magische kalte Klinge war immer noch in meiner Hand, langsam versuchte ich meine Kräften wiederherzustellen.
In jenem Augenblick als der Drache sich meiner wieder annehmen wollte konnte ich gerade noch die Reaktion auf bringen dem Drachen meine Klinge in sein Hals zu rammen. Mit lautem Getöse verstummte er langsam und lies den Kopf auf den Boden fallen.
Es war wieder Still in der Höhle, der nun leblose Drachenkopf lag zwischen meinen Beinen. Völlig erschöpft brauchte ich einige Momente bis ich mich auf den weg zu meinem Raum machte.
So viel zu Sir Thelors Worten „Teil dir deine Kräfte ein.“

Drachenfleisch ist zäh.. ich sollte doch mal Troll versuchen oder Zweikopf?.
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 9. Mai 2015, 18:56, insgesamt 2-mal geändert.
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