Amie

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Tooru Weidenhang
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Amie

Beitrag von Tooru Weidenhang »

Muttergefuehle

Es war mitten in der Nacht, wohl so um die dritte Morgenstunde aber an Schlaf war heute in dieser Nacht in der sie von Albtraeumen heimgesucht wurde nicht zu denken.
Ruhig stand sie da im Durchgang zum Patientenzimmer, auf das Bett schauend in dem ihre Amie schlief.
Sie erinnerte sich genau an ihre erste Begegnung mit ihrer kleinen Kapitana.



Es klopfte damals an ihrer Tuer auf Cabeza und da stand sie, ihr einen Baeren hinhaltend.

"Herr Baer braucht Hilfe", das waren ihre ersten Worte die sie zu ihr sprach.

Tooru spannte sich damals noch an, die einzige Erfahrung mit Kindern war Jarvid und der war deutlich aelter. Dennoch entschloss sie sich die Kleine wie jeden anderen Patienten zu behandeln der zu ihr kam und bat sie und Herrn Baer ins Behandlungszimmer. Die 'Wunde' von Herrn Baer war schnell genaeht und Tooru hatte Zeit die Kleine etwas auszufragen. Immerhin hatte sie diesen Wirbelwind hier noch nie zuvor gesehen und wollte zumindest wissen wer ihre Eltern waren. "Weiss ich nicht, hab keine", war die ernuechterne Antwort.

Wieso lief hier ein Kind ohne Eltern herum? Und was sollte Tooru mit ihr tun? Sie konnte sie ja schlecht einfach so allein wieder laufen lassen, schon garnicht hier auf Cabeza. Die Rettung schien auch schon zu nahen in Form von Enomis. Sie war nett, kam nicht von hier und war Tooru schlicht sympathisch und schon fing sie ohne viel Scham dabei zu empfinden an ihr die Kleine aufschwatzen zu wollen und siehe da - es klappte und sie nahm Amie mit nach Duestersee. Problem geloest - dachte Tooru.

Abends am Hafen sah sie Amie aufmal wieder vom grade angelegten Schiff huschen. Ein tiefer seufzer entfuhrt ihr. Was sollte sie nun machen? Ausser ihr schien sich hier niemand darum zu kuemmern was mit der Kleinen Amie war. Noch am selben Abend machte sie sich auf ein Bett zu besorgen. Sie wuerde Amie bei sich aufnehmen...voruebergehend!

Sie liess den Gasthausbesitzer Amie ausrichten das sie mit Herrn Baeren bitte noch einmal zu Tooru sollte fuer eine Nachuntersuchung und sie kam auch schon einige Stunden spaeter vorbei. Die Nachuntersuchung wurde vollzogen und da kam sie, die unangenehmste Frage sie Amie ihr jemals gestellt hatte.
"Warum magst du mich nicht? Warum willst du mich wegschicken?". Tooru fuehlte sich schlecht, einfach hundsmiserabel.

Es ging nicht darum das Tooru sie nicht mochte, aber sie hatte Angst. Sie waere Amie keine gute Mutter immerhin hielt sie sich ja selbst noch fuer ein Kind. Sie wollte das beste fuer die Kleine doch nun blieb ihr keine andere Wahl. Amie wollte Cabeza nicht verlassen, auf Cabeza wollte niemand die Verantwortung uebernehmen und so fuehrte sie die Kleine hoch und zeigte ihr das Bett.

"Gefaellt es dir? Moechtest du das es dein Bett ist?", fragte sie Amie und diese schaute zuerst unsicher - willigte dann aber ein. Tooru sagte ihr aber es sei nur vorruebergehend und sie wuerde Eltern fuer sie finden oder am besten ihre Leiblichen.
Das war Amies erste Nacht in ihrem neuen Zuhause.

Die folgenden Tage waren schoen, wunderschoen. Sie genoss die Zeit mit der Kleinen und schon noch bevor ein Wochenlauf vorbei war wurde nichtmehr daran gedacht Pflegeeltern zu suchen.

Tooru liebte Amie, sie war der groesste Schatz den sie in ihrem Leben jemals gefunden hatte.
Und auch wenn sie nicht unbedingt das Musterexemplar einer Mutter war so wuerde sie doch alles geben ihrer neuen Tochter alle Wuensche zu Erfuellen und ihr helfen ein grossartiges Leben zu leben.

Die Erziehung allerdings sollte sich als schwierig gestalten. Tooru machte mit dem Trinken weniger, ihr Kraut rauchte sie nur heimlich und versteckt alle Anzeichen dafuer gruendlich. Ihre Flueche unterdrueckte sie wenn Amie dabei war. Sie wollte all das nicht an ihren Schatz herankommen lassen aber ihr wurde schnell klar das sie sich da etwas vormachte. Das hier war Cabeza und spaetestens in den Moment wo Amie ihr anbot die "Eier" einer unliebsamen Person eben jener zum Fruehstueck zu servieren wusste sie das jegliche Muehe in die Richtung vergebens war. Nunja , sie wollte ohne hin Piratin werden und offenbar uebt sich frueh was eine grosse Kapitana werden will.

Persoenliche Gruende sowie ihre Loyalitaet zur Bruderschaft machten dann einen Umzug nach Rahal noetig. Tooru wusste das Amie es hassen wuerde und sie hatte grosse Angst sie wuerde davonlaufen. Ohne die Kleine konnte sie nichtmehr leben. Sie war mindestens und wenn nicht sogar suechtiger nach der Kleinen als wie nach ihrem Kraut. Die Muttergefuehle fuer sie steigerten sich in all der Zeit regelrecht in einen Wahn. Aber was sollte sie tun? Eben aus jenen Gruenden konnte sie Amie ja wohl nicht zurueck lassen. Sie gab sich alle Muehe das sie sich wohlfuehlte. Sie zeigte ihr den Strand in Duestersee, sie versprach ihr ein wundervolles Kinderzimmer sobald der Keller stand und das sie auch weiterhin Piratin werden koennte.

Und das stimmte auch, wo wenn nicht in der Bruderschaft konnte sie besser diese Laufbahn einschlagen und Tooru wuerde sich bemuehen das diese sich ihrer Tochter frueher oder spaeter diesbezueglich annehmen wuerden. Ihr war bewusst das es kein ungefaehrlicher Lebensweg war doch sie wuerde sich nicht in die Wuensche und Traeume ihres kleinen Engels einmischen. Sie wuerde sie unterstuetzen wo immer sie konnte.

Und auch wenn Amie sie nicht Mama nannte oder sonstiges, so war dies ihr Platz. Die Bestimmung, die Verantwortung in ihrem Leben die sie solang gesucht hatte.
Amie liess sie Leben und selbst die dunkelsten Gedanken ueber sich selbst loesten sich in Luft auf.

Sie wuerde fuer sie da sein und ihr die Liebe geben die sie brauchte, sie wuerde sie grossziehen, sie wuerde sie beschuetzen, sie wuerde fuer sie sterben.


Leise ging sie zurueck ins andere Zimmer und zog ihre Ruestung an,
wenn sie Amie ein gutes Leben bieten wollte bedeutete dies viel harte Arbeit fuer sie. Sie war dafuer bereit.
Assamaril
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Registriert: Sonntag 7. September 2014, 16:45

Beitrag von Assamaril »

Assamaril erinnert sich oft an das kleine Mädchen, das war bei Tooru, als Khalida hatte mitgenommen Assa nach Bajard. Sofort Assamaril fing an zu rechnen, aber schnell sie verstand, es konnte nicht sein, es war Toorus Tochter, Solange Tooru und Assa waren nicht getrennt gewesen.
Amie ist eine Mischung aus Selbstbewusstsein und Schüchternheit. Und sie ist klug, sehr klug. Assamaril mochte das Mädchen von Anfang an, und sie wusste, Toorus Ziehtochter würde guttun Tooru. Sie gibt ihr Verantwortung, vor der sie kann oder darf niemals weglaufen.
Assamaril hat kein Eigentum, aber sie hatte Muschelschalen der Familie Yazir. Das war das einzige, sie konnte schenken. Aber Amie war glücklich damit.

Assamaril hatte nicht mehr wiedergesehen Amie, und schon sie vermisst die Kleine. Natürlich, nach MenekUr es ist weit und der Weg ist schwer.

Assamaril weiß nicht, ob Tooru ist eine geeignete Mutter, aber eigentlich Tooru schaffte Großartiges zurzeit. Sie ist fleißig und erreicht schwierige Ziele. Doch, Tooru würde werden eine gute Mutter, und hoffentlich sie würde schaffen, aufzuhören mit Trinken von Alkohol und mit Rauchen.
Amie

Beitrag von Amie »

Wenn Amie schlief, dann schlief sie tief, das wusste Juliana nur allzu gut, nutzte die Gelegenheit aus.
Das kleine Mädchen wurde ihr zur Last. So sehr sie sich auch eine Tochter wünschte, die ihr folgen würde, war sie dieser Verantwortung nicht gewachsen. Und so setzte sie die schlafende Amie auf der Insel aus.

Müde rieb sich Amie die Augen, orientierte sich erschrocken in der neuen Umgebung. Die warmen Sonnenstrahlen hatten sie geweckt. Sie kratzte sich am Kopf. Sie war doch eben noch auf einem Schiff? Wo war es?
Erst dachte sie, das Juliana wiederkommen würde. Oft machten sie Halt, um das Schiff neu zu beladen, neue Dinge einzukaufen, falls etwas zu Kurz kam. Aber dann würde es am Hafen stehen.
Amie besichtigte im Alleingang die Insel, welche ihr von Beginn an gefiel. Sie traf auf verschiedene Menschen, die so nett zu ihr waren. Als dann auch Abends vom Schiff weit und breit nichts zu sehen war, lud der Gasthausbesitzer sie zu sich ein, damit sie sie wenigstens einen Schlafplatz hatte. Was hätte sie sonst auch tun sollen.

Amie war verliebt in ihren neuen Bären, den sie von Kyrill geschenkt bekommen hatte. Sie trug ihn immer bei sich, wie ihre eigene Kleidung. Er war stets ihr einziger Begleiter, hatte aber auch keine andere Wahl. So neugierig wie sie war, erkunde sie jede Ecke der Insel, durchdrang den Dschungel, wo sie auf eine Schlange trat. Diese war davon nicht begeistert, versuchte das Mädchen anzugreifen, doch es erwischte bloß ihren Bären. Er war ein Held! Er hatte sie beschützt, doch hatte es ihn schwer verletzt. Sie sah das es auf der Insel ein Haus mit einem Kreuz gab, möglicherweiße hätte dort jemand dem verletzten Bären helfen können. Sie eilte dort hin.

Eine junge Frau öffnete ihr die Türe, erkannte vorerst niemanden, ehe sie nach unten sah und das traurige Mädchen erblickte, welches beschützend ihren heldenhaften Bären in den Armen hielt.
„Du musst helfen! Herr Bär ist krank! Kannst du heilen, Herr Bär? Schnell, er stirbt!“
Tooru lies nicht lange auf sich warten, sofort befestigte sie den Arm an dem Körper des Bären und er bekam einen Verband, damit es echt aussah.
Wie oft wurde sie über ihre Familie ausgefragt, ihre Heimat. Das schien jeden auf der Insel brennend zu interessieren. Bloß hatte das Mädchen wenig Ahnung davon. Das Schiff und die Mannschaft war einst ihre Familie und Heimat, soweit sie sich erinnern konnte. Mehr als das hatte sie nicht. Und nun hatte sie nichts. Die Situation war ihr bewusst, das sie keine Mutter und keinen Vater hatte, aber sie wurde damit auch nie konfrontiert. Sie wusste nicht das es zwei Elternteile gäbe die sich um ein Kind hätten kümmern müssen, bis sie aufgeklärt wurde. Stets hatte sie Juliana als ihre Mutter gesehen, doch diese lies sich nicht mehr blicken. Eine echte Mutter täte das nicht.

Tooru war die Einzige auf der Insel, die ihr das Gefühl gab unerwünscht zu sein. Sie wollte das Mädchen abschieben, Enomis sollte sie mit zu sich nach Düstersee nehmen, schauen wie es ihr dort gefällt. Sie lies es über sich ergehen, wurde aber Abends wieder zur Insel gebracht, die sie nie hätte verlassen wollen. Umso überraschender wurde es dann, das Tooru sie noch einmal hätte sprechen wollen, sie wollte noch einmal nach dem Bären sehen. Warum hatte sie nun ihre Meinung geändert? Amie war sauer auf Tooru und das sollte sie auch wissen. Tooru hatte versucht sie vor Gefahren zu beschützen, doch wusste sie auch nicht was dieses Mädchen bislang erlebt hatte. All das, was auf der Insel hätte stattfinden können, all das war sie gewohnt. Es war ihr Alltag. Amie wollte es nicht anders. Sie wollte genau so sein. Weil diese Menschen glücklich waren. Noch verstand Tooru es nicht. Sie wollte das kleine Mädchen bei sich aufnehmen, Amie war sich erst unsicher, willigte dennoch ein.

In den nächsten Tagen lernte sie noch mehr Menschen kennen. Sogar ein Mädchen in ihrem Alter. Sie hatte vorher noch nie ein anderes Kind gesehen. Es war ihr unangenehm.
Amie redete viel Schwachsinn, wie sie dachte, Dinge, die nie ein Kind hätte sagen dürfen. Sie nahm alles Mögliche auf, was die Menschen um sie herum erzählten und plapperte es nach. Nie hatte jemand in ihrer Anwesenheit ein Blatt vor den Mund genommen. Manches verstand sie, anderes sagte sie nur wenn sich die Situation ergab und sie wusste, welcher Spruch angebracht war, auch wenn sie es nicht komplett verstand. Sie war reifer als die Kinder in ihrem Alter. Und Tooru begann zu begreifen, mit welcher Sorte Kind sie es zu tun bekommen hatte, sie wurde lockerer, das gefiel Amie. Desto entspannter sie mit der Situation umging, desto wohler fühlte sich das Mädchen bei ihr.
Es war alles perfekt.

Und dann der Umzug nach Rahal...
Eine dunkle Stadt.. die in Amie's Augen alles andere als schön war. Wo waren die vielen Tiere, das ganze Grün, das schöne weite Meer? Es war verschwunden...
Die Größe der Stadt hatte das Mädchen erdrückt, sie fühlte sich nicht wohl. Doch laut Tooru konnten sie nicht wieder zurück. Sie hatte keine Wahl. Tooru wüsste schon, was das richtige für Amie war. Sie begriff das Tooru nur das Beste für sie wollte, sie würde ihr im Leben alles ermöglichen. Vorerst konnte sie diesen Worten keinen Glauben schenken. Diese Worte hörte sie schon einmal und wurde doch alleine gelassen.
Sie verkroch sich die meiste Zeit in ihrem Bett, versteckte sich an weniger bewohnten Orten der Stadt, um alleine zu spielen. Die Menschen in Rahal gefielen ihr nicht, sie waren nicht die, die Amie um sich haben wollte. Und so wechselte sie auch kein Wort mit den Bewohnern dieser Stadt, wenn sie an ihnen vorbeikam.

Jede Nacht bevor sie einschlief, redete sie leise zu ihrem Bären, ihn im Arm haltend.
„Bald sind wir bestimmt wieder auf Capheza und dann wird alles gut, Herr Bär, ja?“
Doch der Bär gab ihr nach wie vor keine Antwort.
Um sich von dem Gedanken losreißen zu können, sang sie die alten Piratenlieder die sie kannte. Sie halfen ihr jeden Tag aufs Neue, ruhig, unbesorgt einzuschlafen.
Zuletzt geändert von Amie am Dienstag 8. April 2014, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.
Yakobo Jehlani

Beitrag von Yakobo Jehlani »

Kapitana Amie

Der Mond zeigte sich strahlend und in voller Pracht, oben am Himmel von Cabeza. Nachdenklich saß Yako am Strand und genoß die Nacht. Das Licht auf der Wasseroberfläche und das leise Plätschern am Ufer hatte wie immer was beruhigendes. Es war ein ereignisreicher Tag gewesen. Er hatte zwar nicht ganz begriffen worum es ging aber seine Hilfe war gefragt. Irgendwelche Träume die Carlos heimsuchten und sie mussten dafür irgendwas suchen. Für Yako alles ziemlich schwer nachzuvollziehende Wortfetzen die Aroght von sich gab, aber in einem Punkt gab er ihm recht, seine Manneskraft wäre sicher nicht fehl am Platz also willigte der Mohre ein und begleitete die Meute. Er war nicht gut im lesen oder aufspühren von Dingen, er wusste im Grunde genommen nicht mal wonach gesucht wurde, aber wenn es ums Grobe ging, ja, da war er der richtige Mann.

Bevor sie aufbrachen, die Sonne war schon fast am untergehen hatte Aroght ihm unerwartet ein Geschenk gemacht, für ihn wahrscheinlich garnichts besonderes so wie er es Yako überreicht hatte. Für Yako ein passendes Geschenk zu finden war eigentlich auch nicht schwer. Man besorgt einfach etwas frisches Kraut, eine gute Flasche Feuerwasser und alles war bestens. Als Yako die kleine Box öffnete und das Schnitzerwerkzeug erblickte wurde ihm jedoch für einen kurzen Moment anders. In diesem emotionsarmen Gesicht war zwar keine Regung zu sehen aber alleine die kurz andauernde Stille sagte mehr als tausend Worte. Es sei nicht mehr das neuste aber seinen Zweck würde es alle male noch erfüllen. Aroght wusste nicht das dieses Geschenk wirklich was in ihm wach gerufen hatte was lange eingeschlafen schien, sein Herz. Yako fühlte sich für einen ganz kurzen Moment in die Vergangenheit versetzt und musste an seinen Vater denken, dieser war nicht nur ein begnadeter Jäger und Stammeskrieger, nein, Yakos Vater war auch passionierter Schnitzer. Etwas was er seinem Sohn natürlich mit auf den Weg gab. Die Jehlani waren, auf der Insel von der er stammt, exzellente Holzarbeiter. Kein Wunder wenn man bedenkt das es mit ihr wichtigstes Gut war. Er hatte das Schnitzen, wie eigentlich alles aus seiner Vergangenheit längst aufgegeben. Es noch weiter ins hinterste Eck seines Hirns, mit jedem Zug und jedem Schluck den er zu sich nahm, verdrängt. Er bedankte sich eher gespielt neutral und steckte es weg.

Als er nun da saß am Strand und die nächste 'Yako-Banane' in Rauch aufging griff er zu dem Schnitzerzeug und betrachtete es eine Weile lang, wendend, drehend. Die anderen waren schon nach Hause gegangen. Für die kleine Amie war es ohnehin längst Zeit das Bettchen aufzusuchen, auch wenn sie die versprochene "Ausbildung" am liebsten noch an diesen Abend begonnen hätte. Der kleine Hüpfer hatte nichts anderes im Sinn als eine ruhmreiche Piratin zu werden. Es sei also nun die Pflicht von Yako sie dort hinzuführen was jenen natürlich durchgehend amüsierte. Tooru und "Kapitana Amie" waren jedoch felsenfest überzeugt von diesem Vorhaben und meinten dies durchaus ernst. Man willigte also unter Grinsen ein und verprach aus ihr eine wahre "Kapitana" zu machen. Strahelnd große Augen voller Vorfreude waren das Resultat dieses Versprechens. Als ihm das Gespräch wieder in den Sinn kam musste er unweigerlich Grinsen als er da mit Werkzeug saß. An der Feuerstelle war ohnehin immer genug Holz also nahm er sich ein geeignetes Ellenbogen großes Stück zur Hand und begann sein altes Handwerk auf die Probe zu stellen. Es würde wohl keinem schaden ihr ein kleines Entermesser aus Holz zu schnitzen und sie würde sich wahrscheinlich tierisch freuen über den nächsten Schritt in ihrer Karriere als Piratenkönigin. Mit seinem altbekannten Ehrgeiz nahm es zwar einige Versuche in Anspruch doch nach etwa 4 Yako-Bananen und einer ganzen Flasche Tequilla hatte er kurz vor Sonnenaufgang einen kleines hölzerndes Entermesser in der Hand welches er mit schlitzigen Augen leicht grinsend betrachtete. Als kleine Inschrift auf die Klinge hat er die Worte "Kapitana Amie" eingeritzt. Er war überzeugt das sie Freude an dem Geschenk haben würde und schlief mitten am Strand ein.

Etwa zwei Wochenläufe ist es nun her. Der Großteil hatte Cabeza verlassen. Nach dem Treffen mit dem Kapitano war eine seltsame Stimmung auf der Insel und viele packten ihre Sachen, verwirrende Bilder die er einfach nicht begriff. Das Leben welches in den letzten Tagen zurück kehrte auf Cabeza wurde zunehmlich weniger. Er betrachtete nachdenklich das kleine hölzerne Entermesser in seiner Hand, doch auch von Amie keine Spur. Zwischenzeitlich hatte er Tooru zwar getroffen, diese sah es jedoch nicht für nötig Yako zu erklären warum man in einer Nacht und Nebel Aktion verschwand und ihn im Grunde genommen auf die Straße setzte, man tat einfach so als sei nie etwas gewesen. Auch Carlos oder Aroght, keiner sah darin eine Wichtigkeit Licht ins dunkle zu bringen, die Striemen auf Yakos Rücken haben ihn jedoch eines sehr früh gelehrt... "Halt einfach's Maul!" Es war keine Wut sondern viel mehr Enttäuschung welche in dem sonst so kaltherzigen Mohren aufstieg. Sie war der erste Mensch, seit bestimmt 10 Jahren, der in ihm freundschaftliche Gefühle weckte. Diese wurden von ihr, vielleicht auch unbewusst, getreten wie man es mit einem Köter macht.

Schon in der ersten Nacht als sie Yako aufnahm dachte er darüber nach ihr einfach die Kehle durchzuschneiden und das Haus auszuräumen, ein wahrlich guter Start in ein neues Leben könnte man meinen. Wäre da nicht das "Kapitänsbett" in welchem er lag. Noch nie hatte ihm jemand so ein Geschenk gemacht, nach 4 Jahren im Käfig und weiteren 5 Jahren in einer Hängematte fühlte er sich das erste mal wohlhabend, wirklich frei! Er kam sich nicht mehr vor wie ein Tier, sondern hatte seit langem das Gefühl wie ein Mensch behandelt zu werden.

Wie er nun am Strand saß und wie so oft den Horizont absuchte überkam ihn ein Lächeln welches nur in Momenten der Einsamkeit aufblitzt. Vielleicht hatte er von Anfang an recht als er Tooru sagte das er kein guter Umgang ist für die kleine Amie, auch wenn diese nichts mehr ersehnte als eines Tages Piratin zu werden. Aber irgendwie vermisste er die kleine Amie schon. Yako ist vielleicht eine wahrlich verkommene Seele, aber auch dieser Dreckskerl hat eine Linie die es nicht zu überschreiten gilt. In allen Veränderungen steckt auch was gutes, denn, wie sagt man so schön...

"Ein Möwe muss fliegen wohin immer auch will!"
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Dietbald Freymuth
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Beitrag von Dietbald Freymuth »

Tooru erinnerte ihn an eine Wildsau. Eine Wildsau, die ihre Frischlinge beschützte, nur dass diese Wildsau nur ein einziges Kleines zu beschützen hatte, welches sie um so energischer behütete. Er hatte schon vorher geahnt wie sehr sie dieses Kind mochte – doch wie falsch er gelegen hatte! Möwe liebte die kleine Amie mehr als sich selbst!

Sonderlich verwunderlich war das nicht."Kapitana Amie", die werdende Piratenkönigin, war wie ein kleines Ebenbild ihrer Ziehmutter, so als hätte man ein Stück aus Tooru geschnitten und ein Kind daraus geschnitzt. Anscheinend war das Grund genug für Tooru ihr die Welt zu Füßen zu legen wo es ging – und eben nicht ging. Ja, sie schenkte diesem Mädchen Alles und noch viel mehr. Es war nicht gut ein Kind so sehr in Seide zu packen, da war er sich sicher. Er machte sich beinahe Sorgen darum, doch beruhigte ihn das Wissen darum, dass Amie schlichtweg zu clever war um sich verhätscheln zu lassen.
Wenn man die Dreijährige reden hörte, wollte man ihr das Alter gar nicht abnehmen. Man konnte ihr nichts vormachen, schlimmer noch, Amie war sich dessen völlig bewusst. Ob das nun gut oder schlecht war, das wusste er nicht – konnte ein Kind vielleicht zu schlau sein, schlauer als es gut war?

Wenn sie die nächsten Jahre überstehen würde stand es gut um sie, da war sich Dietbald sicher. Immerhin hatte sie ein gutes Dutzend Augen, das über sie wachte, seine nun mit eingeschlossen.
Vielleicht würde sie ja wirklich einmal eine große Piratin werden? Den Willen dazu hatte sie und am richtigen Ort war sie – letztlich war er selbst damit keinen Schritt weiter als Amie.
Zuletzt geändert von Dietbald Freymuth am Freitag 11. April 2014, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Dietbald Freymuth
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Beitrag von Dietbald Freymuth »

"Auf dies'm Dreckschiff damals haben sie sie geschlagen! Ich werde diese Kreaturen aufspüren und ich werde sie töten... jeden einzelnen von diesem Schiff..." Dietbald machte keine Anstalten die wütende Tooru in ihrem Wahn zu stoppen. Nicht dieses Mal. Er wusste, das es keinen Sinn machte. Es war beschlossene Sache, man hatte die kleine Amie geprügelt und Tooru wollte Blut dafür sehen. Nein, es wäre wahrlich vergebene Liebesmüh' gewesen ihr die Sache ausreden zu wollen, er wäre nur auf taube Ohren getroffen – und er wollte es auch nicht.
Amies Peiniger zu schlachten und zu quälen würde das Geschehene nicht rückgängig machen können. Im Gegenteil, sein Gewissen sagte ihm, dass noch viel mehr Elend dadurch entstehen würde, aber das war ihm egal. Es war nicht seine Sorge. Seine Sorge war es, das Möwe sich nicht selbst umbrachte im Versuch, die Kleine zu rächen. Der Verlust ihrer Ziehmutter würde Amie tausend mal mehr weh tun, als es die Schläge taten, da war er sich sicher, und solche Schmerzen hatte das gute Kind nicht verdient.

Eigentlich waren ihm kleine Kinder, vor allem nervige Energiebündel, wie Amie eines war, immer zuwider gewesen. Zu anstrengend, zu laut. Er hatte nie so recht gewusst, wie er mit ihnen umgehen sollte. Die kleine Kapitana aber liebte er mehr mit jedem Tag.
Er mochte ihre aufrichtige, pragmatische Art. Sicher, Amie hatte es Faustdick hinter den Ohren und schimpfte wie ein Rohrspatz. Sie wies dabei ein beeindruckendes Vokabular auf, wie man es sonst wohl nur aus der rauchigsten Hafentaverne kannte. Dennoch war sie ein kleines Goldstück dem er alles Glück der Welt wünschte. Ja, ein Stück weit konnte er Toorus übertriebene Fürsorglichkeit verstehen. Er selbst wünschte sich insgeheim, dass sich die Kleine dieses Stück Unschuld bewahren konnte, so lange es ging.
Dabei hatte das alles gar nicht so viel mit Amie zu tun. Es ging nicht darum ihr Leiden zu lindern, es ging einzig und alleine um Rache, Toorus Rache. Still blickte er die Heilerin von der Seite an, wie sie sich nun völlig ausgelaugt auf dem Boden zusammen gekauert hatte. Es war nicht gerecht, was sie plante, nicht außerhalb ihrer eigenen Welt.

Schmerzlich fühlte er sich an seine eigene Kindheit erinnert. Er erinnerte sich an Tristan, den alten Säufer mit seinen groben, rauen Händen, wie er sie ungläubig in sein eigenes Blut getaucht hatte, nachdem er die Hand gegen ihn erhoben hatte. Damals war es ein Versehen gewesen, ein Versehen das Dietbald noch lange verfolgt hatte.
Nun aber bittete er Tooru ihr bei ihrer Racheaktion helfen zu dürfen. Dieses Mal sollte es absichtlich geschehen.
Ob ein früher, qualvoller Tod die Strafe war, welche die Götter für jene vorgesehen hatten die Kinder schlugen? Er wusste es nicht und es tat wohl auch nichts zur Sache. Es war, was sie sich vorgenommen hatten, was sie tun würden.
Zuletzt geändert von Dietbald Freymuth am Dienstag 15. April 2014, 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Tooru Weidenhang
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Beitrag von Tooru Weidenhang »

Wieder war es spaet in der Nacht. Tooru sass mit der Axt auf ihrem Schoss auf dem Thron vor dem Kamin die Schneide der Waffe frisch mit Rosenoel gereinigt. Wut brannte in ihr, ungebaendigter Zorn den nichtmal das durchfluegen der Untoten und Zweikoepfe lindern konnte.

Sie fuehlte sich als haette sie versagt, als sei ihr Stolz gebrochen. Sie hatte geschworen Amie vor allem Unheil zu beschuetzen, das ihre Schuldgefuehle ueber Dinge die passiert waren bevor sie Amie ueberhaupt kannte absurd waren war ihr klar, dennoch half dies nicht eben jene abzuschuetteln.

Sie hatte ihre eigene Vergangenheit vor Augen und auch wenn ihr Vater noch weiter ging als sie nur zu schlagen so sah Tooru ihre kleine Amie an ihrer Stelle in der Vergangenheit. Ihr wurde uebel, so uebel das sie erbrechen musste. Es musste Blut fliessen, fuer Amie und auch fuer sie selbst um die Rache zu ueben die ihr an ihrem eigenen Vater verwehrt wurde von dem sie nicht einmal wusste wo er nun war.

Sie wuerde diese Frau finden das nahm sie sich vor. Sie wusste auch wo sie anfangen musste. Die Schiffsverzeichnisse der Hafenmeister, so einen gab es schliesslich ueberall. Selbst auf Cabeza denn schliesslich ging es auch dort wie in jedem Hafen nur um eines: Profite. Irgendjemand wuerde die Schiffe notieren allein um sich selbst abzusichern. Den Namen des Schiffes wuerde sie sicher von Amie rausbekommen doch was wenn sie ihn nicht wusste? Dann hatte sie nur einen Namen, einen Namen einer Person der alleine wertlos war. Die Tage wuerden zeigen wie es weiter geht.

Eines nur verwunderte sie. Warum wurde Amie immer traurig wenn sie ueber diese Dirne sprach und wie verabscheuungswuerdig sie diese hielt? Warum war Tooru die gemeine wo sie Amie aufgenommen hatte und alles fuer sie gab, nicht aber diese Kreatur die sie schlug und aussetzte? Tooru verstand es nicht dabei war sie vor allzu langer Zeit noch selbst in der Situation wo sie im Hospital in Adoran die Taten ihres Vaters verteidigte und nicht wollte das ihm ein Haar gekruemmt wurde. Heute wusste sie nichtmehr warum sie es tat, oder warum Amie dies nun tut.
Zuletzt geändert von Tooru Weidenhang am Mittwoch 16. April 2014, 03:10, insgesamt 5-mal geändert.
Assamaril
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Registriert: Sonntag 7. September 2014, 16:45

Beitrag von Assamaril »

Assamaril liebt Kinder schon immer. Sie sieht in ihnen die Unschuld und das Reine von Anfang an. Alles vergeht, wenn sie sind älter.
Eines dieser unschuldigen Wesen ist Amie, das Mädchen mit den großen Träumen und dem großen Herz. Sie hat eine neugierige Nase, die untersucht alles und hört nicht auf zu fragen. Eigentlich das ist nichts Ungewöhnliches für Kinder mit vier Jahren. Aber Amie konnte beeindrucken Assamaril mit etwas anderem. Mitleid und Gerechtigkeitssinn! Als Amie erkannte, Tooru hatte getan Unrecht zu Assamaril, es war ihr nicht egal, sondern redete mit Tooru solange, bis Tooru erkannte das Unrecht, oder bis Tooru gab nach einfach. Amie zwang Tooru sich zu entschuldigen bei Assa. Assamaril war sehr beeindruckt über diesen Sinn von Gerechtigkeit und dem Willen, dass das Unrecht wird geheilt. Und Assamaril ist verzweifelt darüber, weil sie sieht die Enttäuschungen, die wird bekommen Amie in der Zukunft, weil die Welt ist ungerecht immer, und Unrecht wird geheilt nur selten.
Assamaril sieht noch mehr. Amie schaut auf zu Tooru und bewundert sie. Das kleine Mädchen lernt richtig und falsch von Tooru zurzeit. Assa wünschte sich, sie könnte vertrauen mehr darauf, dass Toorus Wissen über Richtig und Falsch wäre mehr identisch mit Assas Wissen darüber. Auch wenn Amie mag Assamaril offensichtlich, sie hängt an Tooru und bewundert sie. Assamaril traut sich nicht, Einfluss auszuüben. Toorus Eigenüberzeugung ist immer sehr stark und duldet nicht Assamarils andere Gedanken. Wenn Assamaril wird Einfluss ausüben auf Amie, dann sie kann tun das nur mit einem anderen Weg, indem sie wird wichtiger für Amie als zurzeit, und Amie lernt dann von Assamarils Gefühlen in bestimmten Situationen.

Assamaril war besorgt über ein anderes Thema sehr. Tooru sucht Amies Ziehmutter für eine tödliche Bestrafung dafür, die Ziehmutter hatte geschlagen Amie. Tooru möchte tun das heimlich, dass Amie soll niemals erfahren das. Toru hat festen Willen für diesen Schritt, und Assamaril ist verzweifelt darüber. Tooru ist der Sturm, der droht zu zerstören alles. Der zieht über die Reiche und hinterlässt Verwüstung bei den Gefühlen der Menschen, die mögen Tooru. Tooru erschafft ihre eigene Welt in Trümmern, in der sie möchte selber nicht leben mehr. Assamaril weiß nicht, wie kann sie aufhalten das, aber sie weiß, dass sie ist die einzige Frau, sie hat Einfluss vielleicht etwas zu Tooru. Und vielleicht sie ist die einzige, sie kann beschützen Amie vor diesem Sturm etwas.

Immer, wenn Assamaril stiehlt Zeit um zu sein bei Tooru, dann sie besucht Amie, sie schläft in ihrem Bett. Assamaril schaut sie an eine lange Zeit und träumt davon, dieses unschuldige Mädchen bekommt eine Zukunft mit Liebe, Mitleid und Fürsorge, bevor die Dunkelheit nimmt weg ihre Unschuld eines Tages.
Gast

Beitrag von Gast »

-löschen-
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 23. April 2014, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
Amie

Beitrag von Amie »

Amie rannte mit tränenüberfüllten Augen weg. Sie ergriff die Möglichkeit nachdem sie wieder auf der Insel angekommen waren und Assamaril von Toorus plötzlichem Verschwinden abgelenkt war. Nach dem unschönen Besuch in Rahal fühlte sie sich von Tooru verraten und in Stich gelassen. Tooru wusste wer sie war, woher sie kam. Vorallem was sie war.
Umso mehr überraschte es das kleine Mädchen, das sie eine so neue Seite an ihr entdeckte, die mit ihrer eigenen nicht zurechtkam.

Sie war stur und dickköpfig. Das Tooru so sehr in die Mutterrolle schlüpfe, war Amie nie bewusst gewesen. Sie hatte Tooru nie als ihre Mutter gesehen, sie war immer viel mehr eine Art Aufsichtsperson, die ihr eine Möglichkeit zum Schlafen gab.
Sie hatte nicht verstanden weshalb sie ihr auf Kommando gehorchen sollte. Sie tat es mit einer Art, bei der sich Amie von ihr unterdrückt und bloßgestellt fühlte. Jegliches Respekt ihr gegenüber verflog in Schnelle.
Die Worte all der anderen Anwesenden haben sie nicht im geringsten interessiert. Selbst der Schlag von Dazen hatte sie nicht im geringsten gekümmert. Es war ein Schmerz, den die kannte. Es schmerzte, doch viel mehr schmerzte das Tooru ihr Versprechen gebrochen hatte.
Sie hatte zugelassen das sie wieder geschlagen wurde, sie hatte einfach zugesehen. Sie hatte nichts dagegen unternommen. Und sie wusste nicht ob der Schmerz oder die Wut in ihr im Moment größer war.

Amie merkte sie sehr Assamaril versuchte das Mädchen zu sich zu ziehen, von allem Bösen fernzuhalten. Doch auch sie hatte dagegen nichts unternehmen können. Sie mochte ihre liebevolle Art, ganz gleich ob sie eine Sklavin war. Für Amie zählte immer nur das Innere eines Menschen, egal welchen Rang oder Position sie hatten. Menschen, die sie nicht kannte, bekamen erst ihren Respekt wenn sie es in ihren Augen verdient hatten. Das zeigte sie deutlich.
Dazen war von Beginn an keiner davon. Tooru folgte ihm nun dicht auf.

Sie rannte.. und rannte.. bis sie ein geeignetes Versteck auf der Insel gefunden hatte, wo sie zuvor nie jemandem umherlaufen sah. Immer mal wieder suchte sie sich einen anderen Platz.
Als sie damals mit ihrer Ziehmutter auf einsame Insel stießen, wurde ihr gezeigt wie sie sich zu versorgen hatte, worauf sie zu achten hatte. Diese Erfahrungen müssten sich nun beweißen, wenn sie ihre Vorräte aufbrauchen würde.
Assamaril
Beiträge: 335
Registriert: Sonntag 7. September 2014, 16:45

Beitrag von Assamaril »

Auf LaCabeza es gibt eine Frau, sie sucht nach Amie ganze Zeit und verzweifelt.
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