Ihre Finger streichen über den feinen, seidenen Stoff des Sandfarbenen Kleides. Die Nadel wird empor gehoben und vorsichtig durch die kleine goldene Perle geführt. Hunderte davon werden sich auf dem Stoff des Kleides wiederfinden, angeordnet zu feinen in sich geschwungenen Ornamenten. Über das Kleid wird ein zweiter ebenso feiner seidener Stoff gelegt welcher mit weißen Muschelperlen verziert ist. In der Mitte, der Stelle wo der Bauch ist wird das Kleid von einer Muschel festgehalten. Die Muschel, strahlend weiß, durchziehen Sandfarbene schieren deren feine Struktur.
Sie hebt das Kleid empor und beginnt es der Schneiderpuppe anzulegen. Hier und da wird noch eine goldene kleine Perle angenäht und an dem oberen Teil des Kleides wird der Stoff am Bauch leicht gezwirbelt. Langsam entfernen sich die Hände von dem Kleid und sie weicht einige Schritte zurück. Ein wahrliches Meisterwerk und sie betet für die Trägerin das es ihr das Glück bringt welches ihr zusteht.
Als die Trägerin das Kleid abholt und sie das Lächeln der Frau sieht, war klar das es sich um die eine Wahre Liebe handeln muss, denn nur ein solches Lächeln, welches bis zu den Augen dringen mag birgt das Geheimnis der inneren Gefühle.
Und genau dieses Lächeln war es was sie selbst dazu bewegte stets ebenso jedem mit einem Lächeln zu begegnen. Viel zu oft ließ man sich von Hass leiten, man ließ zu das dieser einen durchströmt obwohl man selbst doch garnicht so denken möchte...nicht so sein möchte. Man folgt einem Gefühl, einem Gedanken ohne das Große und Ganze zu sehen, ohne vielleicht hinter die Kulissen zu blicken. Ohne vielleicht zu hinterfragen.
Gassur, Malaika und Jalilah sollten wenn Eluive es gut mit ihnen meint bald zu ihrer Familie gehören, als Paar, als Familie. Nicht freut sie mehr als ihre Freundin so lachen zu sehen und die kleine in so guten Händen zu wissen. War es doch das was sie selbst sich ebenso für Zafer und sich wünschte. So oft stand sie vor ihm, so oft sah sie ihn und doch lief sie viel zu oft schnell weiter aus Angst aufdringlich zu wirken obwohl ihr Herz immer danach schrie bei ihm zu sein.
Das Augenpaar schweift durch das Zimmer, ein sanftes Lächeln legt sich auf ihre Lippen als die Hand während ihrer Gedanken wohl an der Kette verweilte. Sanft streichen die Finger über das filigrane Meisterstück, die Augen schließen sich für diesen Moment um sich an jenen Abend zurück zu entsinnen. Wie ein Traum scheint es ihr als er vor ihr, ruhig und mit seichten Bewegungen, die Kette um den Hals legt. Das warme Metall des Schmuckstückes sich auf die Haut legte und ein kompletter Schauder über ihren Körper huscht. Das Schmuckstück erinnerte sie immer an ihn, so trug sie ihn bei sich doch trug sie das auch schon vorher er wohnt in ihrem Herzen und dort würde sie ihn auch nicht mehr herauslassen.
إنني اعشق عيناك يلي سهروا عيوني الليالي
قلبي يشتاق اليك, كما يشتاق العطشان الي السقي
اري على شفاتيكي بسمة لا تغيب عن بالي
اشعر بالراحة معك يا اغلي من روحي و حياتي
Die Liebe ist etwas wunderschönes, sie gibt...sie nimmt...sie ruht und kann gleich darauf wieder toben wie ein Sturm. Nie verweilt sie an Ort und Stelle, sie entwickelt sich stets weiter. Liebe lebt nicht davon einander in die Augen zu blicken, Liebe lebt davon in die gleiche Richtung zu schreiten. Nur wer gemeinsam einen Weg beschreitet und die Kraft hat Hügel als auch Täler zu durchforsten, der wird den langen und beschwerlichen Weg einer Beziehung gehen können. Man muss vergeben können, einander zuhören, man muss den Partner nehmen wie er ist, mit all seinen Fehlern. Doch sollte man sich bei alle dem nie selbst aus den Augen verlieren.
Soviel worrauf man achten sollte und doch ist es eigentlich so einfach, höre auf dein Gefühl und lausche deinem Herzen.
Maulana Dschelaladdin RUMI (1207-1273)