Ein Spielmann singt und verkauft illustrierte Zettel

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Tuachall Mor
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Ein Spielmann singt und verkauft illustrierte Zettel

Beitrag von Tuachall Mor »

Ein Spielmann singt und verkauft illustrierte Zettel mit dem Liedtext gegen eine kleine Spende

[img]http://i43.tinypic.com/2ypktqx.jpg[/img]

Die Moritat vom Schänder Cedric
oder
vom verderblichen Einflusse yber-mäßiger Lüsternheit, welche wahre Begebenheit sämtlichen Jungfrauen jedwedes Geschlechtes zur abschreckenden Beherzigung dienen sollte

1.Weil der Räuber Missetaten nimmt im Reiche Überhand,
Ritter Cedric hoch zu Pferde reitet stolz weit durch das Land.

2.Und auf einer dieser Fahrten trifft er auf ein Mägdelein,
aller Stoff, den sie am Leibe, wär als Nastuch viel zu klein.

3.Denn so sind die jungen Mädel, oft statt tugendhaft nur schick,
Und Herr Cedric muß absteigen, weil der Sattelknauf ihn drückt.

4.Bunt bemalt war ihre Miene, und sie lacht ihn fröhlich an,
"Sei mir tausendfach willkommen, junger schöner Rittersmann!"

5.Fromm wandt der Ritter ab die Augen, es martert ihn die Seelenpein,
doch da fiel von Temoras Gnaden ihm ein rettend Gedanke ein.

6."Hier Fräulein habt Ihr meinen Mantel!" Und er riß ihn sich vom Leib,
Doch es schüttelte die Locken nur dazu das junge Weib.

7."Fühlt ihr nicht der Sonne Brennen, ist Euch, Ritter, gar nicht warm?"
Und an ihre heiße Schulter führt sie dann Herrn Cedrics Arm.

8.Hunderttausend Silbertröpfchen funkeln hell auf ihrer Haut,
auf welche nun der edle Ritter voll Begehren schließlich schaut.

9.Da hat es ihn überkommen, und er schmiß sie in den Dreck,
Hat sie dreimal dort genommen, und ritt dann erleichtert weg.

10.Nun regt' sich im Mägdlein Zweifel, ob sie recht gehandelt hat,
und sie hat dann perlustrieret in Rahal des Ritters Tat.

11.Dort hat man sie weit verbreitet, dahin war des Ritters Ruf,
schickt das Weib in die Kasernen, nackt wie Eluive sie schuf.

12.Und Herr Cedric ward zitieret vor des Lehensherren Gericht,
Und das Urteil ihm gesprochen, 'Ab heut seist du Ritter nicht!'

13.Man warf ihn aus der Ritter Orden, und man nahm sein edles Schwert,
riß vom Wams ihm ab die güldnen Borten, vom Hals die Kette, die ihn ehrt.

14.So muß er nun sein Leben fristen als ein streunender Halunk,
Denn wer Geilheit dient und Lüsten, der verdient nicht Ehr noch Prunk.

15.Darum hört auf mich, Ihr Mägdlein, wer halb nackend am Feld steht,
darf es dann darob nicht wundern, wenn man sich an ihr vergeht.

16.Deshalb kleidet euch nur züchtig, seid bescheiden und nicht keck,
Sonst liegt einer, eh ihrs versehen, schon auf Euch und ihr im Dreck.

17.Und dem Ritter muß ich sagen, hättst du Schussel nur gewagt,
statt der Schändung einen Lustmord, hätt sie gar nicht ausgesagt.
Lucien de Mareaux

Beitrag von Lucien de Mareaux »

Ja, ich ließ mir einen solchen Wisch aushändigen, auch wenns das Gold nicht wert war.

"Und.. was kommt morgen, das ach so wichtig ist zu verkünden?" Es klang schon etwas gelangweilt zugegeben, aber was musst der Hund auch darüber wissen, was ich dazu denke. An und für sich mochte ich Bardengesang, aber mir fiel nunmehr wieder ein, warum ich einige lieber mochte als andere. Mir fiel auch wieder ein, warum ich so ungern sang.

Mit dem Hinweis "Nur zur Information" schickte ich den Schmuh nach Berchgard zum Rathaus. Meinen Namen darunter zu setzen verkniff ich mir. Ätzende Nachricht und seine Überbringer und sowas, Ihr wisst schon...
Rilas Avaryn

Beitrag von Rilas Avaryn »

Im fernen Osten sitzt Rilas vor den leckenden Flammen des großen Kamins im Gemeinschaftssaal und ließt die Zeilen auf dem Pergament wieder und wieder, ein jedes mal von neuem lachend und feixend. Es war die beste Investition, die er seit dem Lauf einiger Monde gemacht hatte, dessen war er sich sicher.

Bedauerlich nur für den Ritter dem sein Trieb zum Verhägnis wurde, doch es hätte ihn nicht gewundert, wenn all das wieder nur eine Schmierenkampagne der Geheimräte der Krone gewesen wäre um einen weiteren unliebsamen Adeligen sich zu entledigen.

Vielleicht würde er dem Bürgerlichen Cedric Mervis eine Botschaft senden...
Gast

Beitrag von Gast »

Er drückt dem Mann einen kleinen Beutel mit Gold entgegen ehe er den Blick über den Zettel schweifen lässt, ein kühles Lächeln setzt sich auf seine Lippen ehe er sich noch ein paar Exemplare beschafft und einem Boten aufträgt, sie an den Tempel, an den Hauptmann und zur Hagburg zu bringen. Es solle zur Kenntniss genommen werden. Meint er hierzu nur noch knapp und schickt ihn los, ehe er dann selber seinen Weg fortsetzt.
Anastasia Swynedd

Beitrag von Anastasia Swynedd »

Auch die Ritterin wird es sich nicht nehmen lassen, dem Spielmann eine kleine Spende zu übergeben, um zwei der Zettel an sich nehmen zu können. Ihr Gesichtsausdruck war hierbei nur schwer zu deuten, wenn gleich man vielleicht sehen konnte, dass zumindest ein Mundwinkel sachte in die Höhe gewandert war - möglicherweise hatte der Barde es tatsächlich geschafft, Ihr mit diesen Zeilen ein wenig Freude zu verschaffen. Eine Abschrift findet sich auf Ihrem eigenen Schreibtisch im Anwesen der Oberstadt, während das zweite Exemplar auf dem Schreibtisch seiner Heiligkeit in den Palasthallen zu finden sein wird.
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