Jetzt schlief sie.
Ruhig, tief und traumlos... kein Gedanke an die Freundschaft.
Doch noch vor wenigen Stunden...
Alea blickte sie mit ihren großen, grünen Augen an und ein warmes Glitzern schien darin plötzlich zu funkeln. Mit fast zarter Geste berührte sie Anney am Arm und nickte in Richtung der Truhe, in der sich ein Wust an Gegenständen befand. Manche wahllos eingesammelt und von der Straße aufgegabelt, manche Geschenke, mit Liebe dem Mädchen vermacht und andere wiederum einfache Kleidung und Schuhwerk. Doch für die beiden jungen Gossengören verbarg sich statt einem heillosen Durcheinander und viel Krempel einfach eine Goldgrube voller Schätze in der Kiste, an welcher Aleas Name sauber eingeritzt war.
„Du, Anney... du darfst hier auch gerne Sachen reinlegen oder mal was nehmen, ja?“
„Aber...“, staunend starrte die Angesprochene erneut in das Schatzlager, „... s 'is doch deine Truhe, nich meine.“
Wieder wurde sie mit diesem warmen Blick bedacht. Voller naiver Freundlichkeit und reiner Güte, wie sie nur Kinder, und davon nicht sehr viele, zeigen können.
„Na, es könnte doch auch einfach unsere Kiste sein, ja?“
Beide lächelten sich an. Drückten einander kurz die kleinen, schmutzigen Hände und sprachen sich gegenseitig die Freundschaft ein weiteres Mal aus, die nun schon Monate der Entfernung und des Abschieds überwunden hatte.
„Wir sind doch Freunde...“
Jetzt schlief sie.
Ruhig, tief und traumlos... kein Gedanke an Gemeinsamkeiten.
Doch noch vor wenigen Stunden...
Das Pony blieb ruhig und stoisch kaute es an seinem Zaumzeug, als belächle es die beiden Mädchen, welche eifrig auf den dunkelbraunen Hund einredeten und ihn emsig streichelten.
„Sooo n guter Kerl, was? Du hast n feines Fell, sag ich. So braun wie diese... diese Schukorlada oder so n Krams.“
Alea war bei dem lobenden Kommentar über ihren Hund beinahe etwas gewachsen und stolz nickte sie der etwas Älteren entgegen.
„Ja, das ist mein Strubbel. Ich bin froh ihn und Aleander, mein Pony, zu haben... ich kann Tiere leiden.“ Sie schwieg, sinnierend und lächelnd. Heftig nickend meldete sich da auch Anney wieder zu Wort und haspelte begeistert:
„Ich auch... jawohl. Ich mag ja sogar Ratt'n.“
Die beiden Mädchen sahen sich schmunzelnd an und Alea nickt leicht.
„Weißt du...“, begann sie da feierlich, „... wir könnten uns auch gemeinsam um Strubbel und Aleander kümmern, hm?“
Sie blickten einander in die Augen und wusste einfach, dass das Leben so gut sein konnte.
Jetzt schlief sie.
Ruhig, tief und traumlos... kein Gedanke an Aufopferung.
Doch noch vor wenigen Stunden...
Sie war stiller geworden bei der Erzählung über Bravan und über dessen heldenhaften Eingriff, der ihm zwar ein Auge gekostet, doch Alea das Leben geretten hatte.
„Ich hab mir Sorgen gemacht aber er hat immer nur gesagt, dass es nicht meine Schuld sei.“
„War es auch nicht!“, warf Anney heftig und mit Nachdruck ein. „Wenn man jemanden beschützen mag, dann macht man sowas manchmal und denkt dann auch nicht an sich selbst.“
„Hmmm, du hast Recht. Ich beschütze Strubbel, Aleander und dann auch Majalin. Maja kann nicht sehen und da braucht sie mich manchmal eben.“ Anney nickte und verstand ihre Freundin.
Nun schwiegen beide eine Weile, ehe aus Anney plötzlich die Geschichte von Leonards Tod heraussprudelte und es an Alea war das bekümmerte Mädchen zu trösten.
Beide hörten das verräterische Rascheln nicht, welches aus dem Schilf hinter ihnen drang und konnten nicht wissen, dass dort der Tod lauerte. Sie wussten nur um das Glück wahrer Freundschaft und hörten nur einander. Mit ernster Miene legte Alea da Anney die Hand auf die Schulter und sprach fast magische Worte.
„Wir passen einfach auf den jeweils anderen auf und beschützen einander, ja?“
Nicht einmal eine Minute später machte Alea ihr Versprechen wahr, als sie den züngelnden, zischenden Tod hinter Anneys Rücken erblickte und die Freundin ins Wasser, in Sicherheit, stieß.
Wo vor einem Lidschlag noch Anneys Nacken gewesen war, befand sich nun Aleas ausgestreckter Arm und so biss die Schlange in diesen.
Gift bohrte sich wie Eis in die Wunde und suchte seinen Weg durch die Adern des Kindes.
Anneys verzweifelter Schlag mit der Angelrute kam zu spät, ihr Hilfegebrüll ebenso...
Jetzt schlief sie.
Ruhig, tief und traumlos... kein Gedanke an Schmerz.
Doch noch vor wenigen Stunden...
Lilianas Blick sprach Bände und selbst sie, konnte die Tränen nicht unterdrücken, die über ihre zarten Wangen kullerten. Der Mann, welcher die beiden Kinder zum Heilerhaus in Eile gebracht hatte und nun ebenso um das Leben der Kleinen gebangt hatte, ballte die Hände zu Fäusten. Nur Anney hoffte noch, konnte all das Geschehen zwischen Schluchzen, Schreien und stummen Betteln nicht begreifen. Noch nicht einmal, als Liliana nun auch die Wiederbelebungsversuche abbrechen musste.
„Meine Hilfe kommt zu spät... ich kann nichts mehr für sie tun.“
Die Worte waren bedeutungslos und hallten seltsam in Anneys Ohren. Als die Heilerin dann eine Decke über den toten Kinderkörper legen wollte, verschwamm Anneys Welt. Sie hörte sich brüllen, kreischen, aufheulen und Aleas Namen rufen. Mit festem Griff hielt Liliana das tobende Mädchen fest, drückte sie still an sich und wiegte sie, bis die Kraft davon war und nur noch ein Zittern in Anney zu leben schien. Draußen knallte die Türe, als der Retter der beiden Kinder vor Trauer und Enttäuschung vorerst das Weite suchte. Wimmernd fragte Anney nach der Hilfe der Götter.
„Alea ist jetzt bei Eluive...“, hatte Liliana gehaucht und Anneys Kopf gestreichelt. „Mir müssen ihr Andenken hoch halten, Anney. Sie gab ihr Leben um deines zu retten....“
Jetzt schlief sie.
Ruhig, tief und traumlos... kein Gedanke an Irgendetwas.
Schlief, dank Lilianas Trank. Schlief, weil die Kräfte herausgebrüllt waren.
Schlief... und würde irgendwann doch wieder erwachen – im Gegensatz zu einer kleinen, geliebten Heldin, die an ihre Stelle getreten war:
Alea
[img]http://i422.photobucket.com/albums/pp305/zimtkaugummi/deathofalea.jpg[/img]
Der Tod einer wahren, kleinen Heldin... Alea
-
Mica Mirillian
Der Tod einer wahren, kleinen Heldin... Alea
Zuletzt geändert von Mica Mirillian am Montag 24. August 2009, 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Leise seufzend trug sie Anney nach oben, legte sie dort im Kinderzimmer in die Felle. Sie gab Anney etwas zu trinken, in das sie ein leichtes Schlafmittel hinzugefügt hatte. Dann wieget sie das Mädchen in den Schlaf. Auch sie hatte bittere Tränen um Alea geweint. Sie hatte Alea sehr gemocht, doch wollte diese wie Anney ihr Straßenleben nicht aufgeben. Daß das Leben dort draußen gefährlich ist, mußten beide jetzt schmerzhaft erfahren.
Sie schrieb eine Notiz und ließ Estrella benachrichtigen, sie möge bitte bald kommen. Es dauerte auch gar nicht lange bis sie kam und Lili ihr die traurige Nachricht mitteilen mußte. Auch Estrella traf dies tief und sie versprach den schönsten Sarg für sie herzustellen. Kurz darauf ging sie wieder, vollkommen aufgelöst, auch ihr ging Aleas Tod sehr nahe.
Lili ging runter in den Behandlungsraum, wo Aleas Körper unter eine Decke lag. Sie entkleidete sie und salbte ihren Körper mit edlen und duftenden Ölen, dann zog sie sie wieder an und als Estrella den Sarg brachte, ging sie mit ihr in den Keller. Der kleine Körper wurde in den Sarg gelegt und sie machte sich daran einen Brief an die Priesterschaft zu schreiben.
Sie schrieb eine Notiz und ließ Estrella benachrichtigen, sie möge bitte bald kommen. Es dauerte auch gar nicht lange bis sie kam und Lili ihr die traurige Nachricht mitteilen mußte. Auch Estrella traf dies tief und sie versprach den schönsten Sarg für sie herzustellen. Kurz darauf ging sie wieder, vollkommen aufgelöst, auch ihr ging Aleas Tod sehr nahe.
Lili ging runter in den Behandlungsraum, wo Aleas Körper unter eine Decke lag. Sie entkleidete sie und salbte ihren Körper mit edlen und duftenden Ölen, dann zog sie sie wieder an und als Estrella den Sarg brachte, ging sie mit ihr in den Keller. Der kleine Körper wurde in den Sarg gelegt und sie machte sich daran einen Brief an die Priesterschaft zu schreiben.

-
Majalin
Still kniete das blinde Mädchen neben ihrer Freundin Alea, die Kälte des Kellers kroch ihr von den Beinen in den Bauch und die Brust. Alea lag in dem kleinen Sarg. Silbrige Tränen fielen von Majalins Wimpern auf ihr Kleid. Lea, ihre Lea, war nicht mehr hier... Der Schock saß noch tief, hatte sie getroffen wie ein Schlag ins Gesicht, doch wich er langsam der Trauer, dem Schmerz und der Angst. Nur sehr langsam hob sie ihre Hand zu dem Rand des Sarges und ließ sie hineingleiten. Ihre Fingerspitzen ertasteten die kühle Hand des toten Mädchens, kalt, leer, still. Wie oft in ihrem Leben hatte Majalin Leas Hand gehalten, wie oft hatte ihr deren Wärme das Gefühl von Sicherheit in der sonst feindlichen Welt gegeben, wie oft hatte sie die Finger über ihr Gesicht streifen spüren, wenn sie selbst weinte und traurig war? Eine kleine Träne stürzte nun stumm auf Aleas Hand, die nie wieder warm werden würde. Vorsichtig wanderten Majalins Fingerspitzen den schmalen Arm nach oben, streiften flüchtig Schulter und Hals, ehe sie auf ihren Wangen zum Liegen kamen. Sie waren ebenso kühl wie der Rest des zurückgebliebenen Körpers. Liebevoll zeichnete Majalin ihre Gesichtszüge nach, ihre Brauen, ihre Schläfen, das kleine Grübchen an ihrem Kinn. Alles, jede kleine Schwingung in Aleas Gesicht war ihr so bekannt, ihr so schmerzlich bewusst, dass sie kummervoll aufschluchzte. Lea war ihre einzige wirkliche Freundin gewesen, ihre einzige Bezugsperson, die Einzige, der sie stets glaubte und bedingungslos vertraute. „Wir haben doch versprochen für immer aufeinander aufzupassen!“, keuchte Majalin nun in die kalte Finsternis des Kellers, ehe ihre Worte in einem Schluchzen untergingen. „Lass mich nicht allein… Bitte.“, fügte sie leiser an und schüttelte den leblosen Körper ihrer Freundin einmal. Ein Zittern durchlief Majalins Körper, dann befühlte sie mit dem Zeigefinger die geschlossenen Lider. Du warst mein Augenlicht, du hast mir die Welt der Farben näher gebracht, hast mein Leben bunt gemacht. Über die Nase strich sie mit dem kleinen Finger zu den kalten Lippen. Maja dachte an Leas Lachen, ihre fröhliche Stimme, dachte an das Lächeln, das Leas Stimme so unverkennbar freundlich und sanft gemacht hatte. Die Stimme, die ihr versprochen hatte, immer für sie da zu sein, die Stimme, die so gerne sang und lachte, die Stimme ihrer Freundin. Majas Hände suchten die kleine Narbe in Aleas Handfläche und fuhren mit den Fingerspitzen sanft darüber. Dann legte sie ihre Hand mit demselben Zeichen hinein. Ein letztes Mal strich Majalin Alea über den Schopf und küsste sie sanft auf den Haaransatz wie sie es jeden Abend tat, wenn sich die beiden Waisenkinder ein Versteck zum Schlafen gesucht hatten. Alea und Majalin, das Mädchen und die Blinde, die Waisen, zusammen aufgewachsen, zusammengeschweißt vom Leben, zusammen gehalten in schlechten Zeiten, zusammen gelacht in guten Zeiten, auseinander gerissen vom Schicksal.
Die Klänge der Harfe erfüllten den kalten Kellerraum und mit Tränen erstickter Stimme sang Majalin ihrer Freundin ein letztes Mal das Schlaflied.
[img]http://img529.imageshack.us/img529/7726/leaa.jpg[/img]
Die Klänge der Harfe erfüllten den kalten Kellerraum und mit Tränen erstickter Stimme sang Majalin ihrer Freundin ein letztes Mal das Schlaflied.
[img]http://img529.imageshack.us/img529/7726/leaa.jpg[/img]
-
Estrella Blockhart
- Beiträge: 22
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Wie ferngesteuert macht sich Estrella schnell an die Arbeit, als sie die schreckliche Nachricht von Liliana erfahren hatte. Immer hatte sie gehofft, nie einen Sarg für jemanden, den sie gern gehabt hatte, bauen zu müssen, aber nun war die Zeit gekommen. Dass es sich dabei auch noch um einen Sarg für ein kleines Mädchen handeln musste, verleihte der ganzen Sache eine noch größere Tragik.
Immer noch hatte sie gehofft, dass das kleine Mädchen sich doch eines Tages bei ihr so wohl fühlen würde, dass sie immer in Sicherheit von Estrellas Haus in Adoran bleiben würde. Nun hatte sie sogar wieder ein Zimmer frei, seit Vranseka ausgezogen war. Doch es kam nichteinmal mehr dazu, dass sie es ihr zeigen konnte.
Wieder liefen Tränen über ihren Wangen, als sie an Alea dachte. Mit zitternden Händen maß sie die Bretter zu und versuchte beim Zurechtsägen ihre ganze Wut und ihre Trauer los zu werden, was ihr aber nicht gelang.
Schön sollte der Sarg werden. Er sollte sie begleiten. Wenigstens nun sollte sie wohlbehalten zu Eluive finden. Sie leimte die Teile des Sargs zusammen. Immer wieder verschwamm alles vor ihrem Blick, wie ein Geist ging sie nach oben, wo das Bett stand, das sie für Alea gebaut hatte. Sie nahm die Decke und den Polster mit und ging die Treppe bis zur Werkstatt wieder hinunter. Mit Wolle bettete sie den Sarg aus. Darüber kam ihre Decke. Sie sollte sich auch darin wohl, vielleicht sogar ein bisschen heimisch fühlen. Mit bunten Blumen verzierte sie den Sarg außen.
Wieder musste sie daran denken, dass auch immer noch die Blume oben am Balkon stand, die sich Alea damals bei Idona ausgesucht hatte. Estrella würde sich drum kümmern. Sie ließ alles stehen und ging hinauf zu der Blume, zupfte eine Blume ab und legte sie in ein Buch. Bis am nächsten Tag würde sie trocken sein, und wird von Estrella in den Sarg gelegt worden sein.
Am nächsten Morgen verzierte Estrella den Sarg noch mit folgendem Gedicht:
Die letzte Strophe
deines Liedes
war verklungen
als Eluive deinen Namen rief
in uns jedoch wird's
nie verstummen
es singt ganz leise
seelentief.
Ganz fest hoffte Estrella, dass es die kleine Alea bei Eluive besser haben würde als in diesem Leben, als sie den Sarg stumm zu Liliana brachte. Nicht viel wurde gesprochen. Stumm nahm Liliana den Sarg entgegen und Estrella machte sich auf den Weg nach Hause.
Immer noch hatte sie gehofft, dass das kleine Mädchen sich doch eines Tages bei ihr so wohl fühlen würde, dass sie immer in Sicherheit von Estrellas Haus in Adoran bleiben würde. Nun hatte sie sogar wieder ein Zimmer frei, seit Vranseka ausgezogen war. Doch es kam nichteinmal mehr dazu, dass sie es ihr zeigen konnte.
Wieder liefen Tränen über ihren Wangen, als sie an Alea dachte. Mit zitternden Händen maß sie die Bretter zu und versuchte beim Zurechtsägen ihre ganze Wut und ihre Trauer los zu werden, was ihr aber nicht gelang.
Schön sollte der Sarg werden. Er sollte sie begleiten. Wenigstens nun sollte sie wohlbehalten zu Eluive finden. Sie leimte die Teile des Sargs zusammen. Immer wieder verschwamm alles vor ihrem Blick, wie ein Geist ging sie nach oben, wo das Bett stand, das sie für Alea gebaut hatte. Sie nahm die Decke und den Polster mit und ging die Treppe bis zur Werkstatt wieder hinunter. Mit Wolle bettete sie den Sarg aus. Darüber kam ihre Decke. Sie sollte sich auch darin wohl, vielleicht sogar ein bisschen heimisch fühlen. Mit bunten Blumen verzierte sie den Sarg außen.
Wieder musste sie daran denken, dass auch immer noch die Blume oben am Balkon stand, die sich Alea damals bei Idona ausgesucht hatte. Estrella würde sich drum kümmern. Sie ließ alles stehen und ging hinauf zu der Blume, zupfte eine Blume ab und legte sie in ein Buch. Bis am nächsten Tag würde sie trocken sein, und wird von Estrella in den Sarg gelegt worden sein.
Am nächsten Morgen verzierte Estrella den Sarg noch mit folgendem Gedicht:
Die letzte Strophe
deines Liedes
war verklungen
als Eluive deinen Namen rief
in uns jedoch wird's
nie verstummen
es singt ganz leise
seelentief.
Ganz fest hoffte Estrella, dass es die kleine Alea bei Eluive besser haben würde als in diesem Leben, als sie den Sarg stumm zu Liliana brachte. Nicht viel wurde gesprochen. Stumm nahm Liliana den Sarg entgegen und Estrella machte sich auf den Weg nach Hause.
-
Bravan Mandark
Als Bravan sich wie gewohnt nach seiner Reise seinem Haus näherte fiel ihm ein kleiner Botenjunge auf welcher vor dem Haus zu warten schien. Er fragte den Jungen ob er zu ihm wolle und der Junge bejate dies mit einem Nicken. Kurz darauf reichte er Bravan eine Pergamentrolle welche er sogleich öffnete. Wie vom Blitz getroffen wechselte die Mimik Bravan's von neugierig zu einem leeren mit Trauer gefülltem Blick, er fiel scheppernd ob der Rüste auf die Knie und Schrie laut auf. Er krümmte sich und konnte die Tränen nicht unterdrücken welche ihren Weg seine Wangen hinab fanden.
der kleine Botenjunge schaute betroffen und entfernte sich wortlos ohne einen Gedanken an eine bezahlung für seine Dienste.
Eine ganze Weile kauerte Bravan vor seinem Haus, konnte er es doch nicht glauben das seine kleine Alea die er liebte wie eine Tochter nun aus seinem Leben getreten sein sollte.
Kraftlos fast Willenlos erhob er sich und schleppte sich die Stufen hinauf in sein Haus, er machte sich daran Liliana zu antworten und bat sie um ein treffen um seine kleine noch einmal sehen zu dürfen.
Machtlos gegen seine Gefühle anzukämpfen begab er sich auf den Weg zu seinem Feldherren Deso O Conner und bat ihn darum ihn vom Dienst zu befreien um sich um die Bestattung seiner kleinen Alea zu kümmern. Ohne jegliche Anstalten gestattete Deso dies und legte Bravan eine Hand auf die Schulter. Bravan liefen wieder die Tränen, es war ihm egal das sein Feldherr oder seine Soldaten oder sonst wer dies sehen würde.
Ehre und Stärke, so waren die Worte Bravans bei jedem Gruß und bei jedem Abschied doch in diesem Moment verspührte er weder das eine noch das andere. Wortlos wandte er sich von seinem Feldherren ab und kehrte zu seinem Haus zurück.
Am Haus angekommen ging Bravan zu den Anbindepfosten wo auch Aleas Pony Aleander angebunden war, unter Tränen gab er dem Pony etwas Weizen und streichelte es eine Weile.
Er wusste nicht wie er damit umgehen solte, wurde alleine mit dem Schmerz welcher ihn im inneren seines Herzens bewohnte nicht fertig. Er begab sich auf den Weg zu der Person welche immer für ihn da war so es ihm schlecht ging, Zoe de Velgy.
Dunkel gekleidet und im Schatten seiner Kapuze am Tor vor Zoe's haus läutend blickte er hinauf zur tür. als Zoe öffnete führte er die Kapuze zurück und blickte sie verheult und leer an. Sofort öffnete sie die Tore und Bravan ging wortlos auf sie zu und legte seinen Kopf auf ihre Schulter.
Besorgt fragte Zoe ihren guten Freund was denn passiert sei und versuchte ihn zu trösten. Unter Tränen berichtete Bravan vom Tode seiner kleinen Alea, Schnell vermochte Zoe den Ernst der Lage zu kennen, wusste sie doch wie nahe Alea Bravan stand. Sie nahm ihn mit ins Haus und machte ihm einen Tee zur beruhigung.
Während Bravan den ein oder anderen Schluck vom Tee nahm sprach er wimmernd mit Zoe ..
Bravan: als ich anfing mich um Alea zu kümmern, dachte ich es wäre wie eine zweite Chance nachdem ich mein Kind verlor ..
Zoe: *sie atmet hörbar aus und nickt etwas*
Zoe: Sie ist nun .. bei .. Eluive .. sicher geht es ihr gut..
Bravan: Ich war so Arogant .. zu denken niemand könne sie besser beschützen als ich ..
Zoe: mh?
Bravan: zu denken ich könne besser machen was ich bereits einmal nicht schaffen sollte
Zoe: Bravan sie war ein Strassenkind, und selbst wenn nicht, solche dinge passieren ganz oft.
Zoe: Dir da vorwürfe zu machen, die Schuld bei dir zu sichen... ist falsch..
Bravan: Hätte ich bloß mehr Zeit für sie gehabt .. sie war sicher entäuscht ..
Zoe: *schluckt etwas und blinzelt einige male*
Zoe: die Entäuschung vergeht sobald man dich sieht..
Bravan: Und das tat sie kaum noch.. Stattdessen ist sie gestorben ..
Zoe: mh .. es sit nicht deine Schuld ..
Bravan: *wieder läuft eine TRäne die Wange hinab*
Bravan: wie soll ich das bloß Maja erklären ..
Zoe: sie war hier .. aber dann plötzlich fort .. ob es deshalb ist?
Bravan: ich hoffe sie weiß es noch nicht .. das übersteht sie nicht alleine .. Alea war ihre Familie ..
Zoe: ich hatte sie hier aufgenommen, sie hatte noch die Fäden im Fuss .. weil du nicht .. weil .. sie ..
Bravan: weil ich nicht da war ..
Zoe: keinen Heiler aufgesucht hat..
Zoe: tut mir Leid..
Bravan: *der Blick sinkt ein stück weiter*
Bravan: du hast ja recht ..
Zoe: vieleicht sollte Maja zu uns kommen.. hier ins Haus ..ich werde es ihr anbieten.
Bravan: *nickt einmal*
Bravan: *fasst sich mit der freien ans Herz und lehnt den Kopf an ihre Schulter*
Bravan: es tut so weh Zoe ..
Zoe: *legt gleich beide Arme um ihn und drückt ihn an sich*
Bravan: *dann beginnt er wieder zu weinen und gräbt sich mit dem Gesicht in ihre Schulter*
Zoe: *blinzelnd versucht sie ihre eigenen Tränen daraufhin zu unterdrücken und drückt ihn noch etwas mehr an sich*
Zoe: *sie streicht mit einer Hand sanft über seinen Rücken*
Bravan: ich habe so starke Schmerzen .. es fühlt sich an wie ein Dolchstoß .. *sagt er weinend*
Bravan: sie hat mich immer lieb gehabt .. egal was ich getan habe .. mit all meinen Fehlern ..
Zoe: {leise] das glaube ich gern...
Bravan: wie soll ich den Kampf gegen die Welt je aushalten .. wen ich von innen so aufgefressen werde? ..
Zoe: wir werden das gemeinsam durchstehen ..
Bravan: ich wäre damals fast gestorben als ich sie beschützte .. warum ist sie gestorben .. warum liegt sie da und nicht ich? ..
Bravan: *zittert immer mehr*
Zoe: *nun reicht auch ihr blinzeln nicht mehr aus um die Tränen zurüvk zu halten*
Bravan: hätte ich etwas tun können .. ich hätte mit ihr getauscht .. Eluive angefleht sie zu lassen .. viele haben es verdient, aber nicht sie ..
Zoe: S..sag sowas . nicht .. *spricht sie wohl nun selbst etwas angestrengt, wenn auch wohl nicht sonderlich als aufforderung gemeint*
Bravan: *mit dem Kopf rutscht er auf ihren Schoß, etwas zusammenkauernd, er scheint ziemlich am ende zu sein*
Zoe: *streicht über sein Haar und über seinen Rücken .. beginnt leise ein Lied zu summen .. und wischt sich kurz übers Gesicht*
*streicht weiter behutsam über seinen Rücken dabei und schaut permanent zu ihm*
*leise summt sie weiter, wohl versuchend ihn damit und den sanften Berührungen zu beruhigen*
Bravan: *sein Wimmern wird leiser und sein Atem ruhiger und ob des beruhigenden Tee's schläft er langsam ein*
....
der kleine Botenjunge schaute betroffen und entfernte sich wortlos ohne einen Gedanken an eine bezahlung für seine Dienste.
Eine ganze Weile kauerte Bravan vor seinem Haus, konnte er es doch nicht glauben das seine kleine Alea die er liebte wie eine Tochter nun aus seinem Leben getreten sein sollte.
Kraftlos fast Willenlos erhob er sich und schleppte sich die Stufen hinauf in sein Haus, er machte sich daran Liliana zu antworten und bat sie um ein treffen um seine kleine noch einmal sehen zu dürfen.
Machtlos gegen seine Gefühle anzukämpfen begab er sich auf den Weg zu seinem Feldherren Deso O Conner und bat ihn darum ihn vom Dienst zu befreien um sich um die Bestattung seiner kleinen Alea zu kümmern. Ohne jegliche Anstalten gestattete Deso dies und legte Bravan eine Hand auf die Schulter. Bravan liefen wieder die Tränen, es war ihm egal das sein Feldherr oder seine Soldaten oder sonst wer dies sehen würde.
Ehre und Stärke, so waren die Worte Bravans bei jedem Gruß und bei jedem Abschied doch in diesem Moment verspührte er weder das eine noch das andere. Wortlos wandte er sich von seinem Feldherren ab und kehrte zu seinem Haus zurück.
Am Haus angekommen ging Bravan zu den Anbindepfosten wo auch Aleas Pony Aleander angebunden war, unter Tränen gab er dem Pony etwas Weizen und streichelte es eine Weile.
Er wusste nicht wie er damit umgehen solte, wurde alleine mit dem Schmerz welcher ihn im inneren seines Herzens bewohnte nicht fertig. Er begab sich auf den Weg zu der Person welche immer für ihn da war so es ihm schlecht ging, Zoe de Velgy.
Dunkel gekleidet und im Schatten seiner Kapuze am Tor vor Zoe's haus läutend blickte er hinauf zur tür. als Zoe öffnete führte er die Kapuze zurück und blickte sie verheult und leer an. Sofort öffnete sie die Tore und Bravan ging wortlos auf sie zu und legte seinen Kopf auf ihre Schulter.
Besorgt fragte Zoe ihren guten Freund was denn passiert sei und versuchte ihn zu trösten. Unter Tränen berichtete Bravan vom Tode seiner kleinen Alea, Schnell vermochte Zoe den Ernst der Lage zu kennen, wusste sie doch wie nahe Alea Bravan stand. Sie nahm ihn mit ins Haus und machte ihm einen Tee zur beruhigung.
Während Bravan den ein oder anderen Schluck vom Tee nahm sprach er wimmernd mit Zoe ..
Bravan: als ich anfing mich um Alea zu kümmern, dachte ich es wäre wie eine zweite Chance nachdem ich mein Kind verlor ..
Zoe: *sie atmet hörbar aus und nickt etwas*
Zoe: Sie ist nun .. bei .. Eluive .. sicher geht es ihr gut..
Bravan: Ich war so Arogant .. zu denken niemand könne sie besser beschützen als ich ..
Zoe: mh?
Bravan: zu denken ich könne besser machen was ich bereits einmal nicht schaffen sollte
Zoe: Bravan sie war ein Strassenkind, und selbst wenn nicht, solche dinge passieren ganz oft.
Zoe: Dir da vorwürfe zu machen, die Schuld bei dir zu sichen... ist falsch..
Bravan: Hätte ich bloß mehr Zeit für sie gehabt .. sie war sicher entäuscht ..
Zoe: *schluckt etwas und blinzelt einige male*
Zoe: die Entäuschung vergeht sobald man dich sieht..
Bravan: Und das tat sie kaum noch.. Stattdessen ist sie gestorben ..
Zoe: mh .. es sit nicht deine Schuld ..
Bravan: *wieder läuft eine TRäne die Wange hinab*
Bravan: wie soll ich das bloß Maja erklären ..
Zoe: sie war hier .. aber dann plötzlich fort .. ob es deshalb ist?
Bravan: ich hoffe sie weiß es noch nicht .. das übersteht sie nicht alleine .. Alea war ihre Familie ..
Zoe: ich hatte sie hier aufgenommen, sie hatte noch die Fäden im Fuss .. weil du nicht .. weil .. sie ..
Bravan: weil ich nicht da war ..
Zoe: keinen Heiler aufgesucht hat..
Zoe: tut mir Leid..
Bravan: *der Blick sinkt ein stück weiter*
Bravan: du hast ja recht ..
Zoe: vieleicht sollte Maja zu uns kommen.. hier ins Haus ..ich werde es ihr anbieten.
Bravan: *nickt einmal*
Bravan: *fasst sich mit der freien ans Herz und lehnt den Kopf an ihre Schulter*
Bravan: es tut so weh Zoe ..
Zoe: *legt gleich beide Arme um ihn und drückt ihn an sich*
Bravan: *dann beginnt er wieder zu weinen und gräbt sich mit dem Gesicht in ihre Schulter*
Zoe: *blinzelnd versucht sie ihre eigenen Tränen daraufhin zu unterdrücken und drückt ihn noch etwas mehr an sich*
Zoe: *sie streicht mit einer Hand sanft über seinen Rücken*
Bravan: ich habe so starke Schmerzen .. es fühlt sich an wie ein Dolchstoß .. *sagt er weinend*
Bravan: sie hat mich immer lieb gehabt .. egal was ich getan habe .. mit all meinen Fehlern ..
Zoe: {leise] das glaube ich gern...
Bravan: wie soll ich den Kampf gegen die Welt je aushalten .. wen ich von innen so aufgefressen werde? ..
Zoe: wir werden das gemeinsam durchstehen ..
Bravan: ich wäre damals fast gestorben als ich sie beschützte .. warum ist sie gestorben .. warum liegt sie da und nicht ich? ..
Bravan: *zittert immer mehr*
Zoe: *nun reicht auch ihr blinzeln nicht mehr aus um die Tränen zurüvk zu halten*
Bravan: hätte ich etwas tun können .. ich hätte mit ihr getauscht .. Eluive angefleht sie zu lassen .. viele haben es verdient, aber nicht sie ..
Zoe: S..sag sowas . nicht .. *spricht sie wohl nun selbst etwas angestrengt, wenn auch wohl nicht sonderlich als aufforderung gemeint*
Bravan: *mit dem Kopf rutscht er auf ihren Schoß, etwas zusammenkauernd, er scheint ziemlich am ende zu sein*
Zoe: *streicht über sein Haar und über seinen Rücken .. beginnt leise ein Lied zu summen .. und wischt sich kurz übers Gesicht*
*streicht weiter behutsam über seinen Rücken dabei und schaut permanent zu ihm*
*leise summt sie weiter, wohl versuchend ihn damit und den sanften Berührungen zu beruhigen*
Bravan: *sein Wimmern wird leiser und sein Atem ruhiger und ob des beruhigenden Tee's schläft er langsam ein*
....
-
Andreas Myrtol
Entsetzt war er, als Bravan ihm die Worte wie ein Latz gegen sein Gesicht knallte. 3 schlichte Worte. Es pochte unnachgiebig in den Schädel des Knappen, der es nicht einmal verstand.
Nicht nur, dass 3 Worte seine überschwingliche Laune und jede Erquicklichkeit niederbremsten, sondern weil sie starb.
Alea und tot?
Wiedermal, er wusste nicht was zu sagen war und er stellte die 3 wichtigsten Frage überhaupt- die alle unbeantwortet blieben. Er wusste nichtmal von den Aushängen. Und als die Verkünder dieser Nachricht von dannen zogen, war die wirkliche Schlussfolgerun: wenn sie "wirklich" tot ist, dann müsste man zur Kirche. Also ritt er gedankenverloren zur Kirche und überlegte.
Bravan würde ihn nicht mit so einer Nachricht belügen oder kränken wollen.
Er stellte sein Tier ab und befragte die Wache.
"Ein Kind soll gestorben sein..?"
Mit fraglichen Unterton und abwartenden Blick. Ein Blick der einen großen Irrtum verhoffte und das spöttische Auflachen der Kirchenwache, der ihm erzählen sollte, dass es an dem Tag keine Kinderleiche gebe!
Doch es war dem nicht so. Stattdessen, folgte nur ein schweigendes nicken, und Andreas betrat die Kirche. Ein so bedrückendes Schweigen ging von ihm aus, dass man den Eindruck hatte, er wäre gar nicht dagewesen.
Er dachte nach; die Perlenkette die er Alea geschenkt hatte, war und wäre sie noch in ihrem Besitz? Und das naive Versprechen- er würde ihr ein Einhorn zeigen wollen, damit sie auflachen könnte wie damals.
Andreas' war zu gutherzig, und könnte niemals ein Kind enttäuschen.
Und so saß er da. Schweigend, leise, mit Gänsehaut und glasigen Blick.
Kein Wort. Nein er wollte nicht mehr sprechen, denn jedes Wort, egal ob Beleidwünsche, sie würden nur die Schmerzlichkeiten der Betroffenden mehren, also verharrte er still.
Alea war tot. Und der Knappe lebt. Bravan lebt.
Für ein Moment fiel er in die schlechte Eigenschaft die Schuld zu suchen;
wieso musste das Kind stets in die freie Wildbahn! Ja genau! Die Natur war schuld! Oder Bravan? Nein. Nein! Der Gedanke musste aufhören und zwar prompt.
Seine bösen Gedanken wichen davon, und es herrschte nur noch das Verlangen, Alea's begräbnis beizuwohnen.
Und zu verhoffen, das Eluive ihr die schönsten Einhörner zeigt, die sie jemals erschuf.
Nicht nur, dass 3 Worte seine überschwingliche Laune und jede Erquicklichkeit niederbremsten, sondern weil sie starb.
Alea und tot?
Wiedermal, er wusste nicht was zu sagen war und er stellte die 3 wichtigsten Frage überhaupt- die alle unbeantwortet blieben. Er wusste nichtmal von den Aushängen. Und als die Verkünder dieser Nachricht von dannen zogen, war die wirkliche Schlussfolgerun: wenn sie "wirklich" tot ist, dann müsste man zur Kirche. Also ritt er gedankenverloren zur Kirche und überlegte.
Bravan würde ihn nicht mit so einer Nachricht belügen oder kränken wollen.
Er stellte sein Tier ab und befragte die Wache.
"Ein Kind soll gestorben sein..?"
Mit fraglichen Unterton und abwartenden Blick. Ein Blick der einen großen Irrtum verhoffte und das spöttische Auflachen der Kirchenwache, der ihm erzählen sollte, dass es an dem Tag keine Kinderleiche gebe!
Doch es war dem nicht so. Stattdessen, folgte nur ein schweigendes nicken, und Andreas betrat die Kirche. Ein so bedrückendes Schweigen ging von ihm aus, dass man den Eindruck hatte, er wäre gar nicht dagewesen.
Er dachte nach; die Perlenkette die er Alea geschenkt hatte, war und wäre sie noch in ihrem Besitz? Und das naive Versprechen- er würde ihr ein Einhorn zeigen wollen, damit sie auflachen könnte wie damals.
Andreas' war zu gutherzig, und könnte niemals ein Kind enttäuschen.
Und so saß er da. Schweigend, leise, mit Gänsehaut und glasigen Blick.
Kein Wort. Nein er wollte nicht mehr sprechen, denn jedes Wort, egal ob Beleidwünsche, sie würden nur die Schmerzlichkeiten der Betroffenden mehren, also verharrte er still.
Alea war tot. Und der Knappe lebt. Bravan lebt.
Für ein Moment fiel er in die schlechte Eigenschaft die Schuld zu suchen;
wieso musste das Kind stets in die freie Wildbahn! Ja genau! Die Natur war schuld! Oder Bravan? Nein. Nein! Der Gedanke musste aufhören und zwar prompt.
Seine bösen Gedanken wichen davon, und es herrschte nur noch das Verlangen, Alea's begräbnis beizuwohnen.
Und zu verhoffen, das Eluive ihr die schönsten Einhörner zeigt, die sie jemals erschuf.
Zuletzt geändert von Andreas Myrtol am Mittwoch 26. August 2009, 20:13, insgesamt 1-mal geändert.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Liliana zog sich um für die Trauerfeier, dunkel gekleidet wollte sie dort hingehen, doch auch ihrer beider Lieblingsfarben tragen. so entschied sie sich zu ihrer Drachenschuppenhose, mit dunklem Umhang und grünem Doublet, das mit dem Wappen Drachenfels bestickt war. Zur achten Stunde trug man dann den Sarg zur Kirche von Adoran wo der Hohepriester Horteras und ein Diakon Eluives die Zeremonie abhalten sollten. Zuvor gab es noch eine Diskussion darüber. Anscheinend hätten es einige besser gefunden solch eine Zeremonie nicht in der Kirche abzuhalten und mit Priestern sondern ind er Natur. Lili seufzte leise, recht machen konnte man es wohl niemandem. Aber sonst hatte sich ja niemand drum gekümmert. So nahmen die Sargträger den Sarg auf und trugen ihn zur Kirche. Von der Rede des Priesters und auch der anderen Personen, die letzte Worte zu Alea sagten, bekam sie nicht sehr viel mit. Viel zu sehr besorgt um Anney und Majalin, versuchte sie diese zu trösten und zu stützen, dabei hätte sie selber Trost benötigt.
Anschließend ging es zum Friedhof nach Berchgard wo der Sarg beigesetzt wurde. Erneut sprach sie einige Worte, nahm dann ihren Ehrenorden des Reiches Alumenas, den sie ausnahmsweise an diesem Abend trug, ab und legte ihn auf den Grabstein. Mit leisen Worten gab sie dem Friedhofwärter Anweisungen und reichte ihm auch einen kleinen Tiegel. Der Friedhofswärter gravierte den gewünschten Text in den Grabstein und formte eine Vertiefung passend für den Orden. Dieser wurde dann mit der klaren Flüssigkeit aus dem Tiegel übergossen, die sofort an der Luft aushärtete und sich fest mit dem Stein verband. Wer diesen Orden stehlen wollte, würde schon den ganzen Grabstein mitnehmen müssen.
Alea hatte ihn verdient, sie war eine wahre Heldin. Sie hatte Anney das Leben gerettet und dafür den höchsten Preis gezahlt, den ein Mensch zahlen konnte. Sie vermisste die Kleine jetzt schon sehr.
Anschießend traf man sich wohl bei Zoe, auch Lili wurde gefragt ob sie mitkommen wollte, doch irgendwie gehörte sie nicht dazu, außerdem wollte sie zu den Kindern. Felicitas und Hailey waren zu hause geblieben. Auf dem Weg dorthin traf sie Alliestra und Cedric Devan, der merkwüridgerweise schon wieder recht munter war, trotzt seiner Verletzung am Vorabend und so lud sie beide zu sich zum Essen ein. Die Kinder schliefen schon und so nahmen sie zu dritt das Mahl ein. Ohne großen Apetit zwar, aber der Hunger ließ sie zulangen. Anschließend versorgte sie noch Cedric's Wunde als Zoe hereinkam. Sie erzählte von einem Angriff der Piraten. Ihr Schiff wurde von Piraten beschossen, die Mannschaft war tot. Nur Zoe und Bravan waren anscheinend durch eine größere Zahlung freigekommen. Lili nahm dies alles nur wie durch einen Nebel wahr. Sie versorgte Zoe's Hand und da diese sehr schwach wirkte, begleitete sie diese noch nach Hause. Anschließend ritt sie rasch wieder heim und fiel sogleich ins Bett, doch an Schlaf war auch in dieser Nacht kaum zu denken.
Anschließend ging es zum Friedhof nach Berchgard wo der Sarg beigesetzt wurde. Erneut sprach sie einige Worte, nahm dann ihren Ehrenorden des Reiches Alumenas, den sie ausnahmsweise an diesem Abend trug, ab und legte ihn auf den Grabstein. Mit leisen Worten gab sie dem Friedhofwärter Anweisungen und reichte ihm auch einen kleinen Tiegel. Der Friedhofswärter gravierte den gewünschten Text in den Grabstein und formte eine Vertiefung passend für den Orden. Dieser wurde dann mit der klaren Flüssigkeit aus dem Tiegel übergossen, die sofort an der Luft aushärtete und sich fest mit dem Stein verband. Wer diesen Orden stehlen wollte, würde schon den ganzen Grabstein mitnehmen müssen.
Alea hatte ihn verdient, sie war eine wahre Heldin. Sie hatte Anney das Leben gerettet und dafür den höchsten Preis gezahlt, den ein Mensch zahlen konnte. Sie vermisste die Kleine jetzt schon sehr.
Anschießend traf man sich wohl bei Zoe, auch Lili wurde gefragt ob sie mitkommen wollte, doch irgendwie gehörte sie nicht dazu, außerdem wollte sie zu den Kindern. Felicitas und Hailey waren zu hause geblieben. Auf dem Weg dorthin traf sie Alliestra und Cedric Devan, der merkwüridgerweise schon wieder recht munter war, trotzt seiner Verletzung am Vorabend und so lud sie beide zu sich zum Essen ein. Die Kinder schliefen schon und so nahmen sie zu dritt das Mahl ein. Ohne großen Apetit zwar, aber der Hunger ließ sie zulangen. Anschließend versorgte sie noch Cedric's Wunde als Zoe hereinkam. Sie erzählte von einem Angriff der Piraten. Ihr Schiff wurde von Piraten beschossen, die Mannschaft war tot. Nur Zoe und Bravan waren anscheinend durch eine größere Zahlung freigekommen. Lili nahm dies alles nur wie durch einen Nebel wahr. Sie versorgte Zoe's Hand und da diese sehr schwach wirkte, begleitete sie diese noch nach Hause. Anschließend ritt sie rasch wieder heim und fiel sogleich ins Bett, doch an Schlaf war auch in dieser Nacht kaum zu denken.
