Der innere Kreis - Von der Familie

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Gor Montego

Der innere Kreis - Von der Familie

Beitrag von Gor Montego »

Der innere Kreis

~Eine Endlos-Story über die Alathair-Charaktere Gor Montego, Alessandro Marquez und weitere Mitglieder der Familie Montego~




Dramatis Personae:

Gor Montego (41), Familienältester der Montegos, Vater von Tara, alter Kampfgefährte Desos aus Heereszeiten, in denen er auch unter dem Namen „Navid“ bekannt war. Schmied der Allianz.

Alessandro Marquez (Mitte 20), Cousin Gor Montegos, geborener Montego, Schild des Ordens der Temora.




Tara OConner (23), Tochter Gor Montegos, Mutter Helenas & Lirans und Eheweib von Deso Oconner.

Deso Oconner (34), Ehegatte von Tara OConner, ehemaliger Waffenbruder Gor Montegos, Stiefvater Helenas & Vater Lirans, Auge der Allianz.

Syrell Loriano (unbekannt, †), leiblicher Vater Helenas und ehemaliger Lebensgefährte Tara OConners.

Helena Oconner, Tochter von Syrell Loriano und Tara OConner, Stieftochter Deso Oconners.

Liran OConner, Sohn von Deso und Tara OConner


und andere








Vor vier Jahren


Kapitel I. - Dunkelheit und Wärme

Wir beschritten den engen Pass,
unter bewölkten Himmel.
Manchmal fehlen wir in der Unterscheidung
von Dunkelheit und Licht.
Hast du Vertrauen
in unseren Glauben?
Der Prüfungen wahrste ist, wenn wir misstrauen,
indes wir nicht vermögen, zu sehen.



Schon seit dem Tag, da ihr Vater Syrell mit ihr zusammen die Insel betreten hatte, war es auf Gerimor entweder bewölkt, regnerisch oder kalt gewesen. In ihrem kurzen Leben hatte sie noch nie so viel Regen erlebt, wie es hier der Fall war. Von den Gesprächen ihres Vaters mit den Matrosen des Schiffs, auf dem wir hierher kamen, hatte sie heraus gehört, dass zu der späten Jahreszeit das nur normal sei. Herbst, das wusste sie, so nannten die Erwachsenen das. Mit beinahe zwei Jahren war sie im Gegensatz zu manchen Altersgenossen bereits recht gut darin, zu sprechen und zu verstehen, was die Großen zu ihr sagten.
Es mochte daran liegen, dass ihr Vater mit ihr beinahe andauernd leise sprach und sie dazu anregte, es ihm nachzumachen, seit er mit ihr zusammen ihre Mutter verlasen hatte. Sie nicht bei sich zu wissen trieb ihr noch jetzt Tränen in die Augen, doch Syrell sprach ihr immer wieder davon, wie sie Tara bald wieder sähen und dass die Trennung nur vorübergehend sei, und derlei noch vieles mehr. Der Schmerz der Trennung saß nichtsdestotrotz tief und die Zeit in der Kälte, mit feuchten Kleidern und des Nachts nur Trost durch die schemenhaften Erinnerungen an ihre Mutter nagten von Tag zu Tag mehr an ihr.

Die Wochen zogen durchs Land, Wochen, in denen Syrell mit seiner Tochter Helena unter falschem Namen durch die südlichen Ländereien Gerimors zog, niemals lange an einem Ort bleibend. Immer auf der Hut, bisweilen gar bis zur Abgriffslust angespannt. Wie ein wildes Tier auf der Flucht – und Syrell war auf der Flucht.
Auf der Flucht vor Tara, seinem einstigen Weib und Mutter Taras – und vor dem Zorn von Taras Vater, Gor. Eine Flucht, die niemals auf lange Sicht gelingen würde.
In der Tat war es so: Eines Tages wurden die zwei in einem Waldstück nahe Bajards aufgegriffen, nachdem sie ein Matrose aus Bajard an die Wächter verraten hatte, eine Organisation, die sich den Lehren Horteras verschrieben hatte – und von Deso Oconner und Gor Montego geführt wurde.
Die Männer, bewaffnet bis an die Zähne, drangen ohne Gnade auf Syrell ein und überwältigten ihn schließlich – Helena selbst bekam nu r wenig davon mit, erschöpft und krank, wie sie war, wurde es bald Nacht um sie.

Als sie erwachte, waren es die warmen Augen und Liebkosungen ihrer Mutter, die sie begrüßten. Tara schien außer sich vor Freude zu sein, ihre kleine Tochter endlich wieder bei sich zu wissen hatte ihre gedrückte Stimmung der letzten Tage vergessen lassen, sie blühte regelrecht auf. Als ihre Mutter ihr einen Kuss auf die Wange drückte, lächelte Helena von einem Ohr zum anderen und sprach, nein rief schon eher in überschwänglicher Weise „Mamma!“, was sich nur als Vorankündigung herausstellte. Das kleine Kind schlang ihre Ärmchen dann nämlich so kräftig, wie sie konnte um den Hals ihrer Mutter – niemand würde sie mehr von ihrer Mama trennen! Niemand!
Hier war sie in Sicherheit und wurde geliebt, das wusste sie. Dort draußen bei ihrem Vater hatte sie das nie recht gewusst – und es war kalt gewesen!
Tara brachte die Kleine, die sich weiter fest an sie schmiegte, nach oben in den ersten Stock des Familienanwesens der Montegos, wohin man die Kleine an dem Nachmittag gebracht hatte, als man sie gefunden hatte. Mittlerweile dämmerte der Abend bereits und als fürsorgliche Mutter wusste sie, dass es für das Kind Zeit wurde, ins Bett zu gehen. Oben angekommen waren es nur einige Schritte den Korridor hinab bis zum Zimmer von taras Vater – er hatte ihr für heute sein Bett zur Verfügung gestellt, damit Helena sich gut ausschlafen könne. Tara strich der mittlerweile eingeschlafenen Helena sanft über das Gesicht und lächelte vor sich hin, da zog das Klackern von den Gartentoren ihre Aufmerksamkeit auf sich. Sie warf einen Blick durch eines der straßenzugewandten Fenster im Korridor und sah, wie ihr Vater Gor zusammen mit seinem Kumpan Mantis ihren ehemaligen Mann Syrell fortschaffte. Er hatte ihr das Kind geraubt, ihr Vertrauen und ihre Liebe verraten… trotz allem war er der Vater Helenas und so fragte sie sich insgeheim, was aus Syrell wohl werden würde.
Ein leises Gähnen aus dem Munde Helenas ließ sie den Gedanken vergessen und sie betrat endlich das Zimmer ihres Vaters.
Aufgeräumt und relativ schlicht, abgesehen vom Schreibtisch, war es. Das Bett machte sie zugegebenermaßen etwas skeptisch, ein aufgemotztes Feldbett…. Ein Blick auf die in ihren Armen weiterdösende Helena hieß sie, den Zweifel beiseite zu schieben und die Kleine ins Bett zu bugsieren. Eingehüllt in mehrere Wolldecken und liebevoll umsorgt von ihrer Mutter glitt die kleine Helena innerhalb kürzester Zeit endgültig in das Reich der Träume ab.
Tara blieb noch eine volle Stunde neben dem Kind auf der Bettkante sitzen, um sie im Halbdunkel des Raumes zu betrachten – wie friedlich sie doch aussah! Über ein Jahr waren sie getrennt gewesen und nun endlich wieder vereint. Ihr Leben hatte wieder einen Sinn erhalten. Schließlich verließ sie das Zimmer auf leisen Sohlen und zog den Vorhang, der den Raum vom Korridor abgrenzte zu. Ihr guter Freund Deso hatte sie heute Abend zu einem Ausritt eingeladen – er, der er ehedem zu ihr gehalten hatte und heute ihre ihre Helena gerettet hatte.
Ihr Vater würde bei seiner Rückkehr über Helena wachen, wie er es daheim schon getan hat. Und Helena würde von ihm ein Frühstück bereitet bekommen, wie sie e schon lange nicht mehr erlebt hatte, die Fürsorge ihrer zurück gewonnenen Familie würde die Wunden der schrecklichen Wochen im Forst heilen.


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Gor

Kalt war es draußen.
Die spätnachmittägliche Sonne tauchte den fernen Horizont in ein tiefes Rot – Blutrot… Abendrot.. schneller Tod… - als wir mit dem Unseligen voran schritten in das sumpfige Waldstück nahe Bajards. Kaum ein paar Tage nach ihrer Ankunft und der aufwühlenden Offenbarungen über ihren Lebensgefährten und das gemeinsame Kind…. Hatte mein langjähriger, treuer Freund den Gesuchten ausfindig gemacht – war er von Sinnen gewesen, sich ausgerechnet hier auf Gerimor zu verstecken, zusammen mit dem geraubten Kleinkind?
In einem Waldstück, etwas nördlich von Bajard, mitten auf halber Strecke nach Varuna, hatten ihn meine Ordensbrüder heute aufgegriffen und zu mir gebracht. Er hatte sich gewehrt, Deso an der Schulter verletzt... doch gebracht hatte es ihm nichts – die Überzahl der Männer war zu groß gewesen. Als sie alle, Deso, Mantis, Agrus und Keriot zurückkehrten, nicht alleine, sondern mit Syrell und einer noch wertvolleren Fracht – Helena -, da war die Erleichterung groß in meinem Herzen… meine geliebte Tochter würde also ihr Kind endlich wieder in die Arme schließen können… das leidige Warten ohne zu wissen, was kommt.. es hatte ein Ende. Syrell sah übel aus, als sie ihn herein brachten, zerzaustes Haar, malträtierter, ausgemergelter Leib und dieses diabolisch-schelmische Grinsen immerzu auf seinen Lippen! Welche Dämonen peinigten ihn?
Ich hieß, ihn in den Keller zu schaffen…. Meine Tochter, die sich nun mit Tränen der Erleichterung um ihre kleine Helena kümmerte, sollte nicht mit ansehen, was folgen würde. Sie hatte genug durchgemacht.

* * * * *

Nach gut einer halben Stunde kam ich wieder nach oben, um meiner Tochter vor der „Verbannung“ Syrells noch einmal die Möglichkeit zu geben, ihren einstigen Lebensgefährten zu sehen und mit ihm zu sprechen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits das Schicksal dieses niederträchtigen Panthertreuen im Geiste besiegelt.
So waren es an diesem schicksalhaften Tag mein Kindheitsfreund und langjähriger Kampfgefährte Mantis und meine Wenigkeit, die den geschundenen Leib Syrells durch die Abenddämmerung und die klirrende Winterkälte zur Küste nahe Bajards verbrachten.
Den Sumpf, den wir zuerst angesteuert, ließen wir links liegen – letztlich würde sich die einsame Steilküste besser für unser Vorhaben eignen, als der kleine Sumpf, der viel zu häufig von Abenteurern durchquert wurde.

An der Steilküste angekommen, blieb ich einige Schritt zurück, während Mantis mit beherzten Tritten Syrell auf die Knie zwang. Während ich mich meiner Handschuhe und der Mütze entledigte, beides landete neben mir im Schnee, sorgte mein Kumpan dafür, dass Syrell nicht nur kniend, sondern auch allen Vieren dem Unvermeidbaren würde harren müssen, hier in der klirrenden Kälte, mit nicht mehr als dünnem, zerrissenem Leinengewand am Leib.
Mantis hatte sich direkt neben ihm positioniert, um ihn nieder zu halten, wie wir bald erkannten freilich war das nicht von Nöten – Syrell hatte sich bereits seinem Schicksal ergeben und unternahm nichts zu seiner Rettung.
Als ich nun so vor ihn trat, den Blick auf meinen Waffengurt unter dem bestickten Umhang freigebend, da durchfuhr mich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

~15 Jahre Kampf und Blut…. Willst du dort weitermachen, wo du aufgehört hast, du alter Narr?~

Ich schüttelte den Kopf heftig, um Klarheit in meine Gedanken zu bekommen – das schäbige Grinsen und Maulen Syrells, >>Beende es! Beende es endlich!!<< riss mich zurück in die Realität.
--Abenddämmerung, leichter Schneefall, der auf allen Vieren kauernde Syrell, flankiert vom wachsamen Mantis.--
Einige Züge paffte ich noch an meiner Pfeife, dann nahm ich sie seufzend aus dem Mund und reichte sie Syrell dar. “Noch einen letzten Zug?“, fragte ich ihn begleitend in trockener Weise, die mich innerlich doch belustigte.

~Henkershumor wie damals, bei den unschuldigen Dorfbewohnern, mh? Schande!~

Syrell lehnte ab.. so gab ich sie weiter an Mantis, wie wir es bei all den Malen zuvor schon getan hatten – mich würde die Pfeife nur behindern bei dem, was folgen würde. Ich trat einen Schritt zurück, um blank zu ziehen – das leise, kratzend-klirrende Geräusch der Klinge auf dem Mundblech der Scheide, wie lange hatte ich es nicht mehr so genossen, wie in diesem Moment?

~Glaubst du, wenn er stirbt, ist der Familienehre genüge getan? Mh?! Du tust das alles doch nur aus Stolz...Eitelkeit, was? Sturer, eitler Geck!~

Nein… diesmal – dieses eine Mal! - war es mehr als gerechtfertigt, ohne den Makel des blinden Gehorsams gegenüber Vorgesetzten, falschem Stolz oder der (ach so oft!) hereingebrochenen Blutgier… solange Syrell lebte, würden meine Tochter und ihr Kind nicht sicher und ruhig schlafen können – und ich nicht den Frieden finden, den ich so lange gesucht hatte.

Pfeifend zog ich die Luft ein, als ich das Schwert empor hob, das Heft beidhändig umfasst, die Klinge in einem leichten Winkel. Ein Schritt noch nach rechts… Mantis auffordernde Worte… da ließ ich die Luft aus den Lungen fahren – zugleich schoss die Klinge auch schon auf Syrells Genick hernieder.
Es war ein sauberer Schnitt, das musste ich im Nachhinein zugeben. Gleich beim ersten Hieb – bei Schwertern Weißgott nicht selbstverständlich – fiel der Kopf und rollte durch den tiefen Schnee, der sein reines Weiß rasch in blutiges Rot getränkt sehen musste. Dann verharrte ich eine Weile, meine grauen Augen suchten drängend das warme Rot der untergehenden Sonne.

~Die Vergangenheit holt dich immer ein... lerne, mit ihr zu leben.~

Hinter mir hörte ich Mantis Brocken heranschleifen, die er in einem mitgebrachten Ledermantel zu einem Bündel zusammenpackte. Mein Blick glitt herab zu Syrells Kopf, der kaum eine Handbreit neben mir am Boden lag – im Moment seines Todes hatte er noch immer höhnisch gegrinst… wie sehr hatte ich mich damals in ihm getäuscht! Ein beherzter Griff...und ich hatte den Kopf am Schopfe und beschaute Syrells im Tode erstarrten Züge eine Weile, ehe ich ihn Mantis zuwarf. Er verstaute ihn zusammen mit den Steinen in dem Bündel, gut verzurrt und an den Beinen des kopflosen Leichnams festgebunden.
Zusammen zogen und hievten wir ihn an den Rand der Steilküste – ein Schupser, und das Steinbündel flog, die Leiche nachziehend, die Klippe hinab ins Meer.
Wir schauten der schemenhaften Silhouette des in der Tiefe verschwindenden Leibes eine Weile nach, ehe wir noch an Ort und Stelle eine kleine Brotzeit zu uns nahmen. Der blutige Schnee war rasch beseitigt…keine Anzeichen mehr von dem, was hier erst einige Momente zuvor geschehen war, fernab jeder Behausung und Menschenseele. Nach dem kleinen Mahl und einem kurzen, klärenden Gespräch zogen wir ab. Es war von äußerster Wichtigkeit, dass meine Tochter niemals erfahren würde, auf welche Weise wir uns Syrells tatsächlich entledigt hatten.
Einzig Deso, mein alter Kampfgefährte und Kampfbruder, der mittlerweile auch mein Schwiegersohn geworden war, er sollte es erfahren, er hatte ein Anrecht darauf.

Die „Verbannung“ hatte uns kaum eine dreiviertel Stunde gekostet, doch als wir zurück kamen brannten bereits die Lichter im Haus meiner Familie und bewiesen reges Innenleben. In der Tat war meine Tochter zusammen mit Deso und Alessandro, der wie wir erfuhren kürzlich gekommen war, im Hauptraum beisammen – die kleine Helena hatte Tara bereits zu Bett gebracht. Während Mantis gegenüber Tara, wie abgesprochen, seine Rolle abspulte, zog ich Deso mit hinab in den Keller. In wenigen Worten, ohne es direkt auszusprechen, offenbarte ich ihm das wahre Schicksal Syrells, er akzeptierte es nicht ohne Genugtuung. Wir beide waren uns darin einig.



An diesem Abend saß ich noch lange wach am meinem Schreibtisch. Die kleine Helena schlief im Bett, wie so oft fiel es mir nun, nach einem Jahr, endlich wieder zu, auf die glücklich Heimgekehrte aufzupassen. Nicht, dass ich es verabscheute, diese meine Enkelin würde ein kräftiges Mädl werden, den Montegos würdig! Nichtsdestotrotz lag Schwermut bleiern auf meinen Schultern und ließ mich die Freude an der Widervereinigung mit meiner Tochter und meiner Enkelin nicht richtig auskosten. Syrell hatte kurz vor seinem Tod noch die Warnung ausgesprochen, dass die Krähen sich rächen würden. Rächen – wie sollten sie sich für etwas rächen, dass sie nie erfahren würden? Ich schüttelte den Kopf, albern, sich darob Gedanken zu machen… und schmunzelte matt.



~15 Jahre Kampf und Blut… 15 Jahre für den Landesherren?
Doch das ist vorbei, ich bin mit mir im Reinen, denn nun kämpfe ich für die Meinen, für meine kleinen Geschwister, Vettern und Basen…für meine Tochter und ihre Kinder, wie ich es an den Gräbern unserer Ahnen geschworen.~




“Ich befolge meinen Eid, ihr Väter… meine Familie wird endlich in Frieden leben.“

Die geflüsterten Worte verhallten im Raum, als ich mich matt zu Bett begab… es sollte die erste Nacht seit dem Ende meiner Dienstzeit sein, in der mich die Stimmen der Getöteten nicht verfolgten.
Ihr Wohl würde mir mit der Zeit Frieden bringen.




Es wird nicht ewig bewölkt sein,
Der Himmel soll niemals zerreißen.
Und auch wenn die Nacht lang scheint,
wirst du nicht verzagen noch dich grähmen,
denn die Wärme deiner Nächsten
hält dich umfangen.
Zuletzt geändert von Gor Montego am Dienstag 2. Dezember 2008, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.
Alessandro Marquez
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Kapitel II. Blut und Demut

Beitrag von Alessandro Marquez »

Der innere Kreis

~Eine Endlos-Story über die Alathair-Charaktere Gor Montego, Alessandro Marquez und weitere Mitglieder der Familie Montego~


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By Gor & Alessandro

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Dramatis Personae:

Gor Montego (37), Familienältester der Montegos, Vater von Tara, Großvater Helenas & Lirans, alter Kampfgefährte Desos aus Heereszeiten, in denen er auch unter dem Namen „Navid“ bekannt war. Schmied der Allianz.

Alessandro Marquez (Mitte 20), Cousin Gor Montegos, geborener Montego, Schild des Ordens der Temora.




Abraxas Montego von Sehlheim (72, †), Ahnherr der Montegos, Panzerreiter aus dem Dorf Sehlheim, in Diensten des Reichs unter Ador I.



und andere...






Kapitel II. - Blut und Demut



Folge deinen Ahnen stets.. laufe aufrecht so die Familie in einer Krise steckt, lass dir dabei nichts anmerken denn es kann deiner Familie schaden, die Familie die schon so vieles erlitten hat an Krisen. Der Name wurde geschwächt, doch seinen Ahnen weiterhin zu folgen ist dein Recht, dein Recht auf Tugendhaftigkeit, dein Recht, deiner Familie zu dienen und ihr gehorsam zu sein, Ja das ist dein Recht!
Alessandro indes folgte stets seinem Großvater, welcher ihn aufzog bis an dessen Todestag, bis an dessen Todestag an dem er einen schweren Rückschlag erlitt - der Rückschlag seinen Großvater zu verlieren saß tief in seinem Herzen, der Schmerz war wie als würde jemand Alessandros Träume fressen, denn sein Großvater war stets wie sein eigener Vater gwesen. Er zog ihn auf und zeigte ihm den Weg der sieben Tugenden, er folgte diesem Weg stets,doch nur einer in dieser Familie kannte neben ihm diesen Weg in derselben Art, eine wahre Vertrauensperson für Alessandro, es war sein großer Cousin selbst, der die gleichen Erfahrungen sammeln musste, wie Alessandro doch war er um einiges erfahrener und älter. Sein Name war Gor Montego dieser spielte in Alessandros Leben eine sehr große Rolle. Alessandro und Gor waren ein Thema für sich, diese beiden verstanden sich bereits in jungen Jahren von Anhieb und sie wussten, was im anderen vorging, zumal wusste, dass sein Cousin ebenfalls – freilich neben der elterlichen – die großväterliche Erziehung genoßen hatte, deshalb wusste er stets immer wohin er gehen musste, wenn er einen Rat brauchte.
Alessandro war jener, der den sieben heiligen Tugenden folgte, er folgte ihnen auf Anhieb, doch eine Tugend war für ihn diejenige die ihn leiten sollte, die er verinnerlichte. Diese Tugend nannte man “Demut“, Demut schrieb er in seinem Herzen groß, vor jedem Kampf den er bestritt betete er zu ihr, er blickte auf in Richtung des Himmels ehe er begann einige Worte von sich zu geben, diese Worte kamen jedesmal aus seinem ganzen Herzen, welches schon des Öfteren niedergestürzt war, doch er blickte immer wieder auf und betete zu ihr, auch wenn er enttäuscht wurde sagte er immer wieder
„Ohh du barmherzige Lichtbringerin so segne den Weg jedes einzelnden Glaubensbruders, schenke ihnen stets ein Lächeln auf ihr Gemüt so dass ich dieses selbst in mir verspüren kann, gebe jedem einzelnden deiner Diener deine Kraft! Diese Kraft lässt uns für dich kämpfen, für dich und deinen Glauben, der den rechten Pfad zeigt, dem wir folgen, um dir zu dienen, um dir zu zeigen was du für uns bist.. wir kämpfen für dich. Wir stehen in der Schlacht aufrecht, blicken zu dir hinauf und führen unsere Schwerter auf in den Kampf,
In den Kampf, wo das Blut fliesst, so als würde es auf diese Erde regnen.. doch wir schauen auf und kämpfen weiter, wir Kämpfen solange, bis wir den Sieg erringen, welcher für uns süßer als Honig ist.“
Doch Alessandro blickte zurück, er blickte in die Vergangenheit zurück, wo er in einer Schlacht stand, wo er Freunde verloren hatte, er blickte dahin zurück, wo er einst auf seinem Pferd sein Schwert schwang, sein Kriegsschrei war grausam, laut, tief doch man konnte den innerlichen Schmerz in dieser Stimme hören aber er kämpfte mit Tugendhaftigkeit in seinen Augen, tapfer - selbst Tapferkeit war eine Tugend der ewigen Lichtbringerin - so kämpfte Alessandro auf seinem Pferd, es griffen ihn die feindlichen Truppen an, doch Alessandro schwang sein Schwert durch die Truppen und er schlug zu … es bildete sich ein Blutbad, doch als die Schlacht zuende ging, ritt Alessandro zu seinem Heim, wo er seine Familienangehörigen wieder traf und ihnen von diesem Geschehen erzählte, er ezählte ihnen was vorgefallen war und diese hörten ihm zu und nahmen ihn an den Armen und zollten seinen Taten auf dem Schlachtfeld Respekt, wie man es einst mit dem Ahn, ihrem Großvater zu tun pflegte.
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