Warten auf Brid...

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Jamie MacIora

Warten auf Brid...

Beitrag von Jamie MacIora »

Jamie hatte sich inzwischen eingelebt auf Fuachtero. Er half Moyra und Laery auf dem Hof. Fütterte die Tiere und brachte die Ernte ein. Mit Duncan war er bereits einmal im Wald gewesen und hatte ihm dort bei der Forstarbeit geholfen. Seine Hände waren voller Blasen von der ungewohnten Arbeit, doch spürte er daß seine Kräfte, die nach der langen Reise doch recht nachgelassen hatten, so langsam wiederkamen. Einmal hatte er sogar Anghus und Moyra in eine Höhle begleitet. Diese war von untoten Wesen bevölkert. Skelette und andere schaurige Gestalten. Gleich dreimal verlor er nach einem Angriff dieser Wesen das Bewußtsein, dann verließen sie zu seiner großen Erleichterung die Höhle wieder und Jamie sagte sich, daß er so schnell nicht wieder hier her gehen würde.
Begierig lauschte er den Erzählungen, die Abends am Feuer erzählt wurden. Geschichten aus alter Zeit.. und Jamie sog diese begierig auf.
Jedoch füllte ihn dies nicht aus. Er wartete ungeduldig darauf, daß Brid endlich zurück kehren würde und ihm alles was er wissen und können sollte, beibrachte.
Zwar konnten auch die anderen ihm einiges an Wissen und Erfahrung vermitteln, jedoch spürte er, daß da noch was anderes sein mußte.
Sein Vater hatte immer sehr geheimnisvoll getan und diesen Geheimnissen wollte er nun auf den Grund gehen. Doch konnte wohl nur Brid ihm diese vermitteln und so wartete er Tag für Tag darauf daß sie endlich wiederkehren würde.
Duncan MacKay

Re: Warten auf Brid...

Beitrag von Duncan MacKay »

Duncan trat am frühen Morgen auf seine Terrasse hinaus und streckte sich. Er gähnte gerade lautstark als er jemanden erblickte, der sich hinter der Brüstung bewegte. Er ging ein paar Schritte vor und lehnte sich über das Geländer.

„Ah, guten morgen Jamie“, begrüßte Duncan Jamie, der gerade dabei war, ein paar Holzstämme abzuladen und in die Holzkiste vor der Terrasse verstaute. Jamie schaute auf und lächelte fröhlich. „Guten morgen Duncan. Ich war schon ganz fleissig und habe dir ein paar Weidestämme gebracht.“ Duncan lächelte und fuhr sich mit seinen Händen durch seine noch vom Schlaf wilden Haare. „Das freut mich. Ich kann eine helfende Hand immer gebrauchen.“ Der Junge strahlte förmlich. „Aye, auch wenn es manchmal gefährlich im Wald ist. Ich bin noch so gerade eben einer wilden Katze entkommen. Kaum hatte ich sie erblickt, hat sich mich auch schon angegriffen!“, erzählte Jamie aufgeregt. Duncan zog eine Augebraue in die Höhe. „Siehst du mein Junge. Ich habe dir doch gesagt, dass der Wald voller Gefahren ist. Gib immer auf dich acht! Hat sie dir etwas getan?"Jamie schüttelte den Kopf. „Ney, ich hab ja flinke Beine und bin wie der Blitz davongerannt.“

Duncan schaute nun etwas erleichtert zu dem jungen Burschen. „Na da bin ich aber erleichtert. Pass immer auf, wenn du in den Wald gehst.“ Jamie seufzte leise. „Aye ich weiß. Ich wünschte mir so sehr, daß Brid bald kommt.“

Duncan verdrehte die Augen, ohne dass es Jamie sah. Der Junge tat ihm schon fast leid. Die Male, die Jamie und Duncan zusammen im Wald waren, hatte Jamie von nichts anderem gesprochen. Brid hier und Brid da. Er erwartete die weise Frau schon so lange und war so gespannt darauf ihre Geschichten zu hören.

„Aye, Jamie, sie wird bestimmt bald kommen“, sagte Duncan beruhigend und lächelte Jamie verständnisvoll an. „Aber solange sie nicht hier ist, kannst du ruhig noch weiter Holz hacken gehen oder?“, Duncan zwinkerte ihm zu. „Aye, das werde ich wohl“, seufzte Jamie und schien nicht gerade begeistert zu sein. Er schulterte seine Axt und machte sich auf in Richtung des Waldes. Duncan schaute dem Jungen hinterher und gähnte nochmals bevor er zum Wasserkübel ging, um sich zu waschen.
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