"Nicht dass sies nicht gewusst hätten !"
Eileen trat sehr oft in diesen Minuten gegen die Kisten in dem kleinen Steinhaus.
"Was denken die sich denn ? Wir hatten doch drüber gesprochen und sie wussten genau was wir vorhatten !"
Ihr Blick fiel auf die doch recht monströse Hauswand vor ihrem Fenster. Das Steingewordene Ende ihrer Träume.
Da war es schlicht aus mit der Möglichkeit auf etwas Abstand, Ruhe, vieleicht selbst ein kleines Anwesen aus dem "Höfchen" zu machen.
Eingekeilt vom Aushängeschild des Varunesischen Adels, der Propagandistin der guten Etikette.
Besser hätte die Baronin nicht demonstrieren können, was damit gemeint war.
Eileen schäumte über.
Wie oft war sie in den frühen Morgenstunden rausgeschlichen um heimlich Holz zu schlagen, etwas Gold zu verdienen um ihr Stück Freiheit zu verwirklichen, welches sie doch so brauchte.
Und nun das hier !
Sie hatte es mit Rafael und Felicitas besprochen und sie hatten sich einverständig gezeigt, doch schien soetwas nur solange zu halten, bis eigene Interessen griffen.
Dann war es aus mit der Freundschaft ... gepfiffen auf die Freundschaft !
Das hier war ein Vertrauensbruch, wie Eileen ihn sich grad nicht größer vorstellen konnte und Welten brachen zusammen.
Genug Tropfen um das Fass zum überlaufen zu bringen.
Wo hatten die nur das ganze Gold her ? Wenn man hübsch auf eine Baronie zurückgreifen konnte, schien alles recht einfach zu sein, ... sogar Skrupellosigkeit.
Alles was Eileen verdient hatte steckte hier drin und neben an wuchs ein Bau aus dem Boden der gut das 6 fache kosten mochte.
"So wenig konnte jemand gar nicht nachdenken, ... das war reiner Vorsatz Frau Baronin !" schoss es ihr durch den Kopf.
"... und Rafael ? ....
Sie griff zum Beil und eine "jetzt erst recht"-Mentalität machte sich breit.
Eileen hatte innerlich gebrochen mit diesen Leuten.
Sie würde ihren Traum verwirklichen ... wenn nicht hier dann ganz woanders. Und sie würde dafür arbeiten und kämpfen !
Auch wenn alles Gold in diesem Hof mit Grund und Boden nun verloren war.
Der nächste der ihr sagte, sie solle sich schonen oder es sei einer Gräfin nicht würdig was sie da tue, musste gehöriges Glück haben, die Axt nicht direkt ins Gesicht zu bekommen.
Blanker Hass
-
Rafael de Arganta
Wie vom Donner gerührt stand er vor dem Schloss.
Diesen Baumeister... er verzog das Gesicht, was solls es war nun nicht mehr zu ändern, oder doch?
Eileens Wut ... er hatte eine Freundin verloren ...
Adrians Worte... "warst, bist mein Freund..." rasten immer noch in seinem Kopf.
WARST mein Freund ...
Natürlich musste er zu Eileen halten, das war nur zu verständlich.
Ohne Rymis zu nehmen, ging er hinaus aus der Stadt.
Der kleine Ort am Wegekreuz war für ihn immer besonders gewesen.
Doch dieses Mal schenkte er ihm keine Ruhe.
Alles abreissen? Die kosten waren enorm gewesen. Das Geld das man verlieren würde...
Und wenn Eileen fortziehen würde wie sie es überlegt hatte?
Hatte er denn nicht diesen Ort gerade deswegen gewählt weil sie nebenan wohnten.
So schnell konnte Freundschaft zerbrechen.
Er hatte nicht daran geglaubt... daran glauben wollen.
Aber es war so.
Blicklos starrte er auf die schneebedeckte Fläche, zermarterte sich den Kopf, aber es wollte ihm keine Lösung einfallen lassen.
Eileen... Adrians Freundschaft, dessen Entäuschung gerade ... Tari ...
Adrian wollte ihn nicht gehen lassen?
Aber der Kronrat würde sicherlich erfreut sein einen weiteren Ritter bei Hofe zu haben.
Adrian würde sicherlich nicht dem Kronrat entgegensprechen können.
Vielleicht war dies die Lösung.
Diesen Baumeister... er verzog das Gesicht, was solls es war nun nicht mehr zu ändern, oder doch?
Eileens Wut ... er hatte eine Freundin verloren ...
Adrians Worte... "warst, bist mein Freund..." rasten immer noch in seinem Kopf.
WARST mein Freund ...
Natürlich musste er zu Eileen halten, das war nur zu verständlich.
Ohne Rymis zu nehmen, ging er hinaus aus der Stadt.
Der kleine Ort am Wegekreuz war für ihn immer besonders gewesen.
Doch dieses Mal schenkte er ihm keine Ruhe.
Alles abreissen? Die kosten waren enorm gewesen. Das Geld das man verlieren würde...
Und wenn Eileen fortziehen würde wie sie es überlegt hatte?
Hatte er denn nicht diesen Ort gerade deswegen gewählt weil sie nebenan wohnten.
So schnell konnte Freundschaft zerbrechen.
Er hatte nicht daran geglaubt... daran glauben wollen.
Aber es war so.
Blicklos starrte er auf die schneebedeckte Fläche, zermarterte sich den Kopf, aber es wollte ihm keine Lösung einfallen lassen.
Eileen... Adrians Freundschaft, dessen Entäuschung gerade ... Tari ...
Adrian wollte ihn nicht gehen lassen?
Aber der Kronrat würde sicherlich erfreut sein einen weiteren Ritter bei Hofe zu haben.
Adrian würde sicherlich nicht dem Kronrat entgegensprechen können.
Vielleicht war dies die Lösung.
-
Eileen von Hohenfels
Wut war etwas vergängliches, und das war auch gut so.
Vor allem trieb sie voran und der neue Ansporn, der nun existierte, wollte die Arbeit einfach leichter von der Hand gehen lassen.
Sie würde den Hof verkaufen, das stand nun fest.
Wer immer sich als Opfer in dieser Sache betrachten durfte oder wollte, sollte das tun. Sie tat es jedenfalls nicht. Es half nun eh nichts mehr und brachte sie schlicht nicht weiter.
Eileen hatte genug gewettert an diesem Abend. Genug um Betroffenheit zu erzeugen.
Sie würde daraus lernen und Konsequenzen für ihren weiteren Weg ziehen.
Und wenn es nur jene war, auf was man sich verlassen konnte, und auf was nicht.
Nur Rafael...
Rafael tat ihr leid. Dieser gutmütig Mann, bester Freund ihres Gatten, unersetzbar.
Er war stets der Erste der Schuld auf sich nahm, die ihm gar nicht zustand.
Der sich selbst kasteite mit der Loyalität seinen Prinzipien gegenüber.
Er liebte Felicitas, zumindest die Hälfte, die nicht Baronin war.
Konnte man Menschen zerschneiden ?
Man bekam ansich immer die Ganze Ware.
Wie sehr konnte man sich etwas einreden, wie sehr sich verstellen ?
Und nun war es wieder er, der sich benahm als läge alles ihm.
Seine Reaktion nach dem Wortduell gestern war nur allzu vorhersehbar gewesen.
Ach Rafael ...
Wuchtig trieb sie die Axt voran, schon lang nicht mehr von Wut geführt.
Warum waren es immer diejenigen, die am wenigsten für etwas konnten, die dann aber den Kopf hinhielten ?
Warum immer die anderen, die glimpflich und mit gewahrtem eigenem Interesse den Platz verließen ?
Könnt die Welt doch nur ein wenig anders sein ...
Vor allem trieb sie voran und der neue Ansporn, der nun existierte, wollte die Arbeit einfach leichter von der Hand gehen lassen.
Sie würde den Hof verkaufen, das stand nun fest.
Wer immer sich als Opfer in dieser Sache betrachten durfte oder wollte, sollte das tun. Sie tat es jedenfalls nicht. Es half nun eh nichts mehr und brachte sie schlicht nicht weiter.
Eileen hatte genug gewettert an diesem Abend. Genug um Betroffenheit zu erzeugen.
Sie würde daraus lernen und Konsequenzen für ihren weiteren Weg ziehen.
Und wenn es nur jene war, auf was man sich verlassen konnte, und auf was nicht.
Nur Rafael...
Rafael tat ihr leid. Dieser gutmütig Mann, bester Freund ihres Gatten, unersetzbar.
Er war stets der Erste der Schuld auf sich nahm, die ihm gar nicht zustand.
Der sich selbst kasteite mit der Loyalität seinen Prinzipien gegenüber.
Er liebte Felicitas, zumindest die Hälfte, die nicht Baronin war.
Konnte man Menschen zerschneiden ?
Man bekam ansich immer die Ganze Ware.
Wie sehr konnte man sich etwas einreden, wie sehr sich verstellen ?
Und nun war es wieder er, der sich benahm als läge alles ihm.
Seine Reaktion nach dem Wortduell gestern war nur allzu vorhersehbar gewesen.
Ach Rafael ...
Wuchtig trieb sie die Axt voran, schon lang nicht mehr von Wut geführt.
Warum waren es immer diejenigen, die am wenigsten für etwas konnten, die dann aber den Kopf hinhielten ?
Warum immer die anderen, die glimpflich und mit gewahrtem eigenem Interesse den Platz verließen ?
Könnt die Welt doch nur ein wenig anders sein ...