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[MMT] Private Leidenschaften
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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 03 Feb 2018 23:44    Titel: [MMT] Private Leidenschaften
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Der Frühling war erwacht und so auch die Lebensgeister der jungen Blonden Salberg. In dieser Nacht zog es sie wider hinaus aus dem Haus in Kronwalden bewaffnet mit ihrer alten Geige unter den Arm geklemmt.
Eine ganze weile spazierte sie durch die Gegend bis sie dann am See inmitten des Waldes inne hielt und sich ihre Mundwinkel empor zogen zu einem freudigen Grinsen.
Die Stiefel waren rasch ausgezogen und die Kleider ebenso um auf die Kleine Insel zu schwimmen in der mitte des Sees. Dort angekommen zog sie sich schnell wider an und blickte sich aufmerksam um, ob sie auch ja niemand dabei beobachtet hat. Als sie sich sicher war das wohl niemand die nackte nächtliche Eskapade gesehen hatte, blickte sie auf zu den Sternen und ihr Blick nahm etwas verträumtes an.
Nach einer ganzen Weile des Träumens legte sie dann mit geschlossenen Augen die Geige an ihre Schulter an und setzte den Streicher vorsichtig auf die Seiten. Erst sehr leise begann sie dann eine Melodie aus ihrem Volk zu spielen. Es war eine Melodie die die Stammesangehörigen zur Jahreszeitenwende immer spielten und somit den Aufbruch ins alte Sommerlager einriefen.
14 Jahre machte sie diese Wanderung mit ihren Eltern und ihrem Volk der Wandernomaden mit.
Mit verstreichender Zeit wurde dann auch das Spiel auf der Geige immer betonter und lauter. Rhytmisch begann sie sich dabei zu bewegen. Es machte fast den Anschein als würde sie wie früher mit ihres gleichen um ein Feuer tanzen zu der Musik. Nur das sich hier auf dieser kleinen Insel kein Feuer befand. Sie schien in diesem Moment wo sie sich der Musik und dem Tanz hingab alles um sich herum zu vergessen und bewegte sich wie in Trance in ihrer eigenen Traumwelt.
Erst nach einer ganzen Weile hörte sie mit dem Spiel auf und ging an den Rand der kleinen Insel um dort auf die Knie nieder zu gehen. Beide Hände dicht aneinander zu einer Art Schüssel geformt tauchte sie jene ins Wasser ein und schöpfte etwas Wasser um es sich an den Mund zu führen und einen kleinen Schluck zu trinken.

Breto na Tokala
sprach sie dann mit klarer weicher Stimme und einem sanften Lächeln auf ihren Zügen ehe sie die Arme von sich streckte so als wolle sie wen, oder etwas begrüssen. Dann erhob sie sich wider in einer langsamen fliessenden Bewegung und begann wider wie in Trance zu tanzen. Diesesmal allerdings ohne das sie ihre Geige spielte. In weichen wiegenden bewegungen wog sich ihr zierlicher Körper hin und her. Erst kurz vor Morgengrauen blickte sie noch einmal in den Himmel und lachte fröhlich auf. Schnell ehe es hell wurde machte sie sich so wie sie her kam wider an das andere Ufer und verlies den Wald wider und verschwand ins Haus zurück.
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Nimm was du kriegen kannst und gib nichts wider her

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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 11 Feb 2018 07:40    Titel:
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Der Mond und die Sterne am Firmament



Ein schöner Abend in der Schneiderei von Amelie wurde verbracht. Wie immer eigentlich vielen die ersten Spontan ein weil man die Idee hatte am kommenden Ball teil zu nehmen. So liessen sich Zahrak, Ivy und sie ein Kostüm von Amelie zurecht schneidern. Aber wie es im Hause Salberg nunmal so ist, dauerte es nicht lange und es wurde voll.
Oma Tiara, Aleyna und Clara kamen noch hinzu und so verbrachte man einen wundervollen gemütlichen Abend zusammen.
Doch als dann alle spät am Abend nach Hause gingen trieb es die junge Blonde noch weiter in die Wälder. Den Blick dabei immer gen Himmel gerichtet lächelte sie sanft und betrachtete den immer voller werdenden Mond.
An einer kleinen Lichtung hielt sie dann inne und begann ein kleineres Lagerfeuer auf zu schichten und zu entzünden.
Anschliessend zog sie ihren langen Mantel und die Schuhe aus und spazierte lediglich in der fluffigen menekanischen Hose und einem knappen Bauchfreien Oberteil um das lodernde Feuer herum. Ganz langsam in sanft wiegenden Bewegungen begann sie dann die Hüfte dabei zu kreisen und bewegte die Arme fast schon Schlangenartig. So umkreiste sie sehr langsam dann das Feuer und begann leise dabei zu singen. Ihr Tanz wurde mit jeder neuen Runde um die Feuerstelle ein klein wenig schneller und wilder. Immer wider stapfte sie mit dem rechten Fuss auf das Gras auf und lies den Oberkörper wie in einer anbetenden Haltung mit nach vorn gestreckten Armen runter sinken. Dabei zichte sie immer die gleichen unverständlichen Worte hervor.
Erst nach einer ganzen Weile hielt sie in ihrem Tanz inne, stemmte die Hände in die Hüften und blickte ausser Atem und leicht verschwitzt in das knisternde Feuer mit einem warmherzigen und zufriedenen Lächeln. Noch die halbe Nacht wird sie dann wohl am Lagerfeuer sitzend verbringen ehe es sie dann auch nach Hause in ihre Hängematte zog.

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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 16 Feb 2018 10:19    Titel:
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Auf den Pfaden des Bären



Bald nun steht der 22. Geburtstag der jungen Blonden an. Die Krieger in dem Nomadenstamm wo sie aufwuchs mussten vor jenem eine Prüfung ablegen gegen einen Bären, um das Ansehen als echter Stammeskrieger zu erlangen.
Ihre gleichaltrigen Freunde machten sich früher immer lustig über die doch recht blasse Blonde und nannten sie liebevoll Bleichnase. War es doch unverkennbar das sie nur ein Halbblut war. Schliesslich war ihre Mutter keine aus dem Stamm und so hat sie im gegensatz zu ihrer Schwester Nia nicht die dunklere Haut und die schwarz bis Mandelfarbenden Augen die sonst so üblich in ihrem Volk waren. Sie war halt eindeutig eine Salberg mit ihren blauen Augen und der recht blassen Haut. Auch war sie ein ganzes stück grösser als die meisten ihrer Freunde.
Nun war sie hier auf Gerimor bei ihrer Familie und hatte beschlossen hier zu bleiben. Doch tief in ihr drin war sie noch immer eine Nomadin und hielt an vielen der alten Traditionen fest die im Stamm praktiziert wurden.
So wollte sie auch fern ab von ihrer Heimat eine echte Kriegerin werden und machte sich nachdem sie am gestrigen Abend bei Amelie im Haus war ins Heilerhaus um sich vor zu bereiten. Ihre gesamte Ausrüstung wurde abgelegt und verstaut. Lediglich ein einfaches Stoffoberteil und einen Lendenschurz zog sie sich an. Als Waffe diente ihr ein einfaches Messer das sie sich einsteckte. Mehr durfte sie nicht benutzen wenn sie der Tradition getreu die Prüfung ablegen wollte.
So zog sie dann in die Wälder und ging auf die Pirsch. Leise wie eine Maus und geschmeidig wie eine Katze bewegte sie sich durch das Unterholz. Da stand er nun, der Bär. Einige male atmete sie tief durch und versuchte ihre Angst zu unterdrücken. Langsam zog sie das Messer aus ihrem Gurt und überlegte wie sie am besten gegen diesen Bären vorgehen konnte ohne dabei schlimm verletzt zu werden.
Einen offenen Frontalangriff würde sie nie und nimmer überleben. Dafür war sie nicht stark genug und auch viel zu feige. Aber das würde sie eh niemals zugeben wenn sie anschliessend die Geschichte erzählen würde. Aufmerksam lies sie ihren Blick schweifen und entdeckte ein Bienennest über ihr im Baum. Leise und geschickt kletterte sie den Baum hinauf und machte sich daran das Bienennest mit dem Messer vom Baum zu trennen.
Mit einem plumpen aufprallgeräusch klatschte das Nest unten auf den Boden auf und die Bienen strömten in alle Himmelsrichtungen. Dies weckte auch die Aufmerksamkeit des Bären und er machte sich zu dem leckeren Honigsnak auf um sich daran zu laben.
Da stand er nun genau da, wo sie ihn haben wollte. Direkt unter ihr und abgelenkt von allem. Das Messer fest im Griff machte sie einen kleinen Satz und lies sich runter fallen und landete genau auf dem Rücken des Bären. In einer schnellen Bewegung stach sie mit dem Messer von hinten in den Hals des Bären. Doch Pläne sind etwas, was auch immer einen Haken haben kann. So kam es das der Bär nicht wie erhofft gleich tod umfiel und sie ein einfaches Spiel haben würde. Er bäumte sich auf und warf das blonde Fliegengewischt einfach ab und drehte sich ihr zu. Wild brüllend mit weit aufgerissenem Maul ging er dann hinab um sie an zu greifen. Nur so grade eben konnte sie sich zur Seite weg drehen und wider auf die Füsse kommen. Mehr in Panik als von Mut beseelt heschtete sie dann vor und stach ihm das Messer erneut in den Hals. In seiner letzten Bewegung hob er die Pranke und schlug nach ihr. Die Krallen rissen die Haut an ihrer Seite auf und verursachten eine fiese Fleischwunde. Dann brach der Bär zusammen und blieb regungslos liegen.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht blickte sie auf den Bären und beschloss das Fleisch später zu holen und erst einmal schnell zum Heilerhaus zu laufen um sich dort von Tiara oder Nathelia versorgen zu lassen.

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Zuletzt bearbeitet von Carina Salberg am 16 März 2018 23:02, insgesamt einmal bearbeitet
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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 16 März 2018 23:48    Titel:
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Dunkel und Wolkenverhangen war die Nacht und der feine Regen fiel hinab auf die Erde und lies nach und nach den Boden aufweichen.
Das leise rieseln des Regens wurde lediglich durch ein gelegentliches aufheulen eines einzelnen Wolfes übertönt der irgendwo in den Wäldern um die Wild und Waldhüterhütte in Kronwalden stand.
Die letzte Zeit zog sich die junge Salberg immer öfter hierher zurück um die Einsamkeit auf zu suchen. Gelegentlich so wie in dieser Nacht blieb sie auch zum schlafen hier und kehrte erst am Morgen wider zurück zur Familie.
Der einsame Wolf in der Nacht, er schien immer dort zu sein wenn auch sie die Nächte dort verbrachte und heulte sein Lied in die Dunkelheit hinaus. Seine Stimme kam ihr mittlerweile so vertraut vor, das sie ihn warscheinlich unter vielen anderen wider erkennen würde. Gesehen hatte sie ihn allerdings noch nie. Jedesmal wenn sie die Hütte verlies um nach ihm ausschau zu halten, verschwand er in die Wäler.
Also lies sie es einfach und lauschte ihm still in der Hütte liegend und lies dabei ihre Gedanken schweifen bis sie die Müdigkeit übermannte und sie in den Schlaf viel. So war es auch in dieser Nacht als sie ihm dann wider zuhörte in seinem für sie vertraut klingendem Geheule.
Doch als sie gerade im Begriff war ein zu schlafen gab die Türe der Hütte ein lautes polterndes Geräusch von sich. So als würde jemand von aussen daran rütteln um sie auf zu reissen. Nur der Riegel den sie vorschob verhinderte das es geschafft wurde. Wie im Reflex auf der Flucht, sprang sie leise auf und zog das Messer aus dem Gurt und heschtete zum Fenster um jenes als Ausweg aus der Hütte zu nehmen. Geschmeidig wie eine Katze hüpfte sie den knappen Meter lautlos raus und blickte sich mit aufmerksamen Blick um.
Direkt vor ihr in ihrer Blickrichtung sah sie diese Frau auf die Hütte zukommen. Sie schien es nicht eilig zu haben und ihr Gang wirkte ruhig und Selbstsicher. Welch ungewöhnliche Kleidung für einen Waldspaziergang dachte sie sich noch und war bereits im Begriff die Hütte zu umrunden um die im weissen dünnen Seidenkleid gekleidete Frau hinter sich zu lassen. Doch als sie die Hütte umrundet hatte und am Vordereingang stand, hielt sie aprppt inne und machte einen Satz zurück, das Messer in abwehrender haltung vors gesicht haltend und riss die Augen auf.
Nur im knappen Oberteil und einem kurzen Lendenschurz stand diese Blonde junge Frau mit einer Art Kriegsbemalung vor ihr und hielt ebenfalls ein Messer in der Hand. Langsam und ohne ein Zeichen von Hektik dreht jene junge Frau sich um und blickte mit ihren blauen Augen zu ihr und machte einige Schritte auf sie zu. Wider in einer reflexartigen Bewegung rollte sie sich zur Seite ab und kam wider auf ihren Füssen auf. Schnell wie ein Rehkitz das vom Löwen gejagd wurde rannte sie davon hinein in die Wäler. Doch kaum war sie in die tieferen Wälder eingedrungen brachte sie ein dumpfer Aufprall auch schon wider zum stehen.
Aus den Bäumen herab sprang eine zierliche Gestalt herab und landete so an ihr, das sie die flüchtende mit beiden Händen zu packen bekam und von den Füssen riss. Sich unter ihr allerdings problemlos befreiend können, rutschte Rücklings zurück und rappelte sich wider auf die Füsse.
Die dunkel gekleidte offensichtliche junge Frau stand ruhig da und starrte sie mit ihren blauen Augen die keinerlei Gefühlsregung zeigten an. Lediglich in einer langsamen Bewegung zog sie einen Meucheldolch aus einen der vielen Gurte und hielt ihn vor ihr Gesicht. Wie gelähmt stand sie nun der wohl offensichtlichen Meuchlerin gegenüber und ein Gefühlschaos brach in ihr aus. Hatte sie sich sonst doch immer unter Kontrolle, war sie nun nicht mal mehr in der Lage ihren Instinkten zu folgen und stand nur starr vor Angst da und wedelte lediglich mit den Händen vor sich, so als wolle sie ihr Gegenüber wegwischen. Doch auch die anderen beiden gestalten kamen wider auf sie zu und so umstellten die drei ihr Opfer und starrten sie nur mit leeren Blicken an.

Verschwindet von hier und lasst mich in Ruhe. Ihr gehört hier nicht hin.
stammelte sie ängstlich und zitterte am ganzen Körper. Alle drei Frauen hoben nun ihre Dolche an und stachen in schnellen Bewegungen auf sie damit ein. Sie schrie laut auf vor Schmerz und brach zusammen auf die Knie. Den Blick noch einmal in die ferne der Wälder schweifen lassend, erblickte sie dann einen Wolf. Da sass er in eineger Entfernung mit seinem schneeweissen Fell, hob den Kopf an und begann zu heulen. Jenes Heulen das sie unter tausenden widererkennen würde war das letzte das sie hörte und auch den Wolf nahm sie als letztes war, ehe einer der Dolche sich in ihren hals bohrte und es schwarz um sie herum wurde..............

Erst spät am nächsten Morgen als die ersten Sonnenstrahlen durch das Blätterdach brachen und sie im Gesicht trafen erwachte sie wider.
Im feuchten vom Regen in der Nacht aufgeweichten Boden lag sie nun auf dem Rücken und blickte ins Blätterdach der Bäume. Eine ganze Weile blieb sie so liegen und Tränen rannen ihr über das Gesicht ehe sie sich aufrappelte und den weg nach Hause antrat.

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Zahrak Salberg





 Beitrag Verfasst am: 05 Apr 2018 14:00    Titel:
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Die Sonne des 30. Lenzings ging allmählich hinter den höchsten Tannen unter, während Zahrak sich zum wiederholten Male in einen Handstand begab und seine Arme so positionierte, dass sie das Gleichgewicht austarieren konnten. Langsam und mit konzentriertem Blick streckte er seine Beine erst durch, nur um dann vorsichtig in der Hüfte einzuknicken und sich förmlich kopfüber in die Luft zu setzen. Er zitterte merklich in den Armen und wagte es aus einem Reflex heraus kaum zu atmen, als fürchte er dann umzukippen. Nur sehr langsam beugte er nach ein paar Sekunden die Arme, um so sein eigenes Gewicht anders zu verteilen. Es wurde anstrengender und schlussendlich drückte er sich doch wieder zügig hoch und ließ sich auf die Füße zurück fallen.

"Hui. Was übst du denn da?", ertönte Lucillas Stimme und lenkte sofort die Aufmerksamkeit des Salbergs auf sie. "Ach, das ist nur Krafttraining. Nichts besonderes." Ahnungsvoll legte sie den Kopf zur Seite, wobei ihre blonden, langen Haare seicht ihre Schulter herunter rutschten. "Und wofür muss ein sportlicher Mann wie du es bist Krafttraining betreiben? Sind die Arbeiten im Kloster zu Schwingenstein so anstrengend?" Er wusste, dass sie es neckend meinte und grinste sodann. "Erinnerst du dich noch an unser eines Gespräch damals in Kronwalden bei mir? Das übers Tanzen." "Na klar. Ich war total überrascht wie viele Menschen es in Lichtenthal gibt, die nicht tanzen können." Im ersten Moment runzelte Zahrak irritiert die Stirn, als sie nicht wirklich passend antwortete. Doch als er schon merkte, dass sie zur Seite blickte und Arwan brav zulächelte, tat Zahrak es ihr lieber schnell gleich und nickte dem Onkel zu, der nur das Nicken erwiderte und seinen Gang in Richtung Klosterinneres unbeirrt weiter setzte. Die beiden Jüngeren warteten noch wenige Sekunden lang, bevor Zahrak dann meinte: "Hmhm, genau das. Ich hab das noch mal aufgegriffen mit ein paar Salbergs. Die wollen auch... 'tanzen lernen'." Da weiteten sich dann die wissbegierigen Augen Lucillas und ihr entfleuchte ein begeistertes "Oooh. Ich verstehe. Du.." Dabei blickte sie einmal vom Boden neben ihm an seinen Armen entlang zu ihm auf. "denkst also an den salberg'schen Stil mit Hebefiguren und so?" Ihre Stimme wurde immer leiser und ihr Unterton verstohlener. Sie konnte es offenbar nicht unterbinden, umher zu schielen, um sicher zu gehen, dass Arwan auch ja nicht mehr in der Nähe war. Zahrak nickte nur still und schmunzelte unterdrückt. "Na dann.. hab ich doch glatt eine Idee, wie wir das vorbereiten können." Sie zwinkerte ihm zu und wank ihn mit sich, als sie auch schon weiter ins Innere des Gartens ging. Schön damenhaft, mit gerafftem Rock. Das Kloster hatte schließlich fast überall seine Augen. Und so straffte Zahrak seine Haltung ein Stück weit, bevor er seiner Cousine auf Schritt folgte.

Es ging über eine kleine Teichbrücke hinweg, bis die Beiden an einer gut gepflegten, aber alten Holzhütte ankamen. Ein Schuppen, hätte Zahrak glatt vermutet bei dessen Anblick. "Hier züchte ich Pflanzen, die mit wenig Sonnenlicht auskommen.", teilte sie dem Salberg mit, als sei das ganz interessant zu wissen. Indessen wurde 'das Gewächshaus' mit einem messingfarbenen Schlüssel aufgeschlossen und sich hinein begeben. Tatsächlich erblickte man beim Eintreten auch eine Reihe an Pflanzen und Blumentöpfen. So ganz gelogen war es also wohl nicht. Aufmerksam, teilweise vielleicht auch neugierig, schaute Zahrak sich um und bemerkte im ersten Moment gar nicht, dass Lucilla die Türe hinter ihm direkt wieder zu zog und dann auch gleich schon in den hinteren Bereich des Raumes huschte. Erst, als es schlagartig dunkler wurde, und nur noch die Fenster das letzte Licht der Sonne hinein ließen, sah er der jungen Asta fragend hinterher. "Komm. Ich möchte dir etwas zeigen." Eifrig wank sie ihn mit sich und schob da auch schon ein Stück der Holzwand weg. Es knarzte leise. Überrascht blinzelte Zahrak die Stelle an und erhielt nur eine leise Erklärung: "Ein alter Geheimgang in lange nicht mehr benutzte Räume des Klosters. Komm!" Mit diesen Worten verschwand sie eine dunkle Treppe herunter und Zahrak folgte ihr vertrauensvoll. "Zieh die Wand wieder zurück.", flüsterte Lucilla ihm zu. So tat er und dann ging es auch schon weiter. Wenige Manneslängen unter dem Erdboden kamen sie schließlich in einem großen, leeren Saal an, der lediglich von alten, vereinzelten Säulen geschmückt wurde, die unlesbare Schriftzeichen bargen. An jeder Säule hingen zwei Fackeln, die nun nach und nach von Lucilla entzündet wurden. "Was war das hier früher?", fragte Zahrak fast ehrfürchtigen Tonfalls, während er sich gebannt umsah. "Ich weiß es nicht genau. Ich habe Vater nie gefragt. Vermutlich weiß er nicht einmal, dass ich von diesen Räumlichkeiten weiß. Wenn er es überhaupt selbst tut." "Meinst du, es gäbe irgendeinen Fleck hier, den er nicht kennt? Der ist gefühlt fast der Architekt des Klosters." "Naja. Du kennst dich doch auch hervorragend in Kronwalden aus, oder nicht? Vater lebt hier immerhin seit vielen, vielen Jahren. Da ist es unweigerlich so, dass er die Räumlichkeiten wie seine eigene Westentasche kennt." "Hmhm, stimmt auch wieder." "Wenn ich einmal für mich sein möchte, dann komme ich immer hier her. Der Raum ist groß, flexibel nutzbar und kaum jemand kennt ihn. Wir könnten hier das Tanzen üben, wenn du magst." In einer mädchenhaften Drehung weitete Lucilla die Arme aus und grinste Zahrak beinahe stolz über ihren Einfall an. Amüsiert schmunzelte Zahrak daraufhin und meinte: "Aye. Aber ich glaub kaum, dass du in diesem Kleid solche Bewegungen hinbekommst." Dabei deutete er an ihrem wirklich sehr braven und durchaus auch hochwertigeren Kleid herab und wieder rauf. Da sah sie blinzelnd an ihrer Gewandung entlang und meinte dann schulterzuckend: "Wir sind doch vertraut miteinander, oder?" "Öhm, schon, aye..." "Gut. Dann stört es dich sicher nicht..." Mit diesen Worten griff sie auch schon nach ihrem Kleidrock und raffte diesen hoch. "...wenn du mir eben mal hilfst mich in etwas angemesseneres zu begeben." Eine Braue hob sich im Gesicht des Salbergs an, doch dann trat er doch schmunzelnd an sie heran und half ihr dabei die gefühlt 100 Stofflagen auf das Unterkleid zu reduzieren. "Danke.. Eigentlich schade, dass ich keine neuen Kleider mehr von dir genäht bekomme, seit du jetzt so beschäftigt bist.", meinte Lucilla noch, als sie auch schon mit merklichem Kraftaufwand begann den Rock ihres Unterkleides bis knapp übers Knie einzureißen. "Wieso? Weil du dir jetzt überlegen musst, welche armen Stoffe dran glauben müssen?", lachte Zahrak unweigerlich leise. Schwungvoll kam Lucilla wieder in eine aufrechte Haltung zurück und nickte ihm zu. "Genau das. Ich werde es vor allem vor den Bediensteten verstecken müssen. Nicht, dass sie sich wundern. Aber zunächst einmal...", und schon trat sie mit einem wiegenden Schritt direkt vor ihn, breitete ihre Arme wie zur Tanzhaltung aus und sah ihn erwartungsvoll von unten an.

Mit einem schiefen Lächeln brachte Zahrak sodann auch seine Arme in die richtige Position und führte sie für den Anfang in einen ganz gewöhnlichen Tanz herein. Im Folgenden erzählten die Beiden noch viel über die weiter anhaltenden Unterschiede zwischen den Salbergs und Astas, wie es sich so in Lichtenthal entwickelt hatte seit Lucillas kurzem Aufenthalt, was genau diese bestimmten Salbergs vor hatten, wenn sie vom 'Tanzen lernen' redeten und wann sie das denn umsetzen wollten. Und während das Gespräch so seinen Lauf nahm, probierten die Beiden dann auch einfach ganz ungezwungen neue Tanzschritte aus, mischten probehalber höfische Tänze mit den verwegeneren Abkömmlingen, übten Hebefiguren und bemerkten gar nicht wie die Zeit im Eiltempo verstrich. Zwei, drei Mal trafen sie sich noch zu Zeiten dort, wo nicht unbedingt Hochbetrieb im Kloster war. Dann reiste Zahrak irgendwann auch wieder ab, um sich noch mal in der tatsächlichen Heimat blicken zu lassen und alsbald das Geübte mit Carina, Nathelia, Verian und Konsorten in einen handfesten Plan umzusetzen.

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Und ich hör nicht auf, mich zu verschwenden, mit vollen Händen.
-Sarah Connor-


Zuletzt bearbeitet von Zahrak Salberg am 05 Apr 2018 22:17, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 16 Apr 2018 13:31    Titel:
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Kampf in der Anderswelt


Vier Wochen waren nun vergangen nach ihrem letzten Alptraum. Vier Wochen in denen sie sich mehr und mehr von ihren eigentlichen Aufgaben zurück zog.
Sie nahm sich die kleine Fiebel immer häufiger zur Hand und lernte heimlich damit das Lesen und Schreiben. Es waren keine sonderbar guten Vortschritte die sie damit machte, aber das lag wohl ehe daran das sie nicht um Hilfe bat und vieles einfach nicht verstand.
Ihrer Aufgaben im Regiment, denen sie ja eigentlich eh immer irgendwie entkam, blieben nach wie vor liegen. Doch auch der eigentliche Grund warum sie der Krone diente rückte für sie mehr und mehr in den Hintergrund. Nur wenn sie speziell einen Auftrag von der Frau Oberst bekam, machte sie sich auf und entschwand wie ein Schatten im Nichts. Es war ihre Aufgabe gewünschte Ergebnisse zu erzielen oder benötigte Informationen ein zu holen. Das, war es immerhin was sie am besten konnte.
Doch waren es die Dinge in ihrem Kopf und ihrem Herzen die sie all dies immer Bedeutungsloser werden liessen. Sie hatte eine Familie gefunden bei der sie sich wohl fühlte. Eine Familie für die sie alles tun würde um dafür zu sorgen das es ihr gut ging. Sie hatte ein Zuhause gefunden wo sie immer wider einkehren konnte wenn sie Heimweh hatte. Das war etwas das sie aus ihrer Kindheit nicht kannte. Waren sie und Nia doch stets mit ihren Eltern und dem Rest des Stammes unterwegs von einem Ort zum anderen.
Doch waren es die letzten sieben Jahre die sie nicht in ihrem Stamm verbrachte, die sie drohten wider ein zu holen. Jahre, in denen sie viele Dinge getan hatte die ihre Seele schwer belasteten. Sie war nicht stolz auf das was sie getan hatte in jener Zeit und versuchte es zu verdrängen. Doch immer häufiger passierte es, das sie in ihren Träumen begann sich zu verlieren. Die Träume wirkten so Realistisch das sie nach dem wach werden noch spüren konte was geschah.
So beschloss sie es wie es brauch war in ihrem Stamm sich in einigen Ritualen zu versuchen, in der Hoffnung etwas gegen diese Träumt tun zu können. Eines Nachts, als vermeindlich alle Familienmitglieder schliefen schlich sie aus dem Haus und begab sich wirder zu kleinen See inmitten des Kronwaldener Waldgebietes.
Sie mochte diesen Ort und verband eine gewisse Ruhe mit ihm. Schon einige mal kam sie hierher um den Gedanken freien Lauf zu lassen oder des Nachts um das Feuer zu tanzen.
Diesesmal aber wollte sie weder tanzen, noch ihren Gedanken freien Lauf lassen. Die mitgebrachten Kräuter wurden in einer kleinen Holzschale mit einem Mörser zerstossen und mit einigen Tropfen ihres Blutes vermengt. Anschliessend kniete sie sich vor das Feuer und nahm sich einen kleinen Ast aus der Glut um damit die Kräuter zum glimmen zu bringen.
Nun begann sie in ihrer Heimatsprache einen Rhytmischen Singsam an zu stimmen und wog ihren Körper leicht hin und her dabei. Immer wider hielt sie die Schale mit den glimmenden und rauchenden Kräutern unter ihre Nase und inhalierte tief die Dämpfe ein.
Nach einiger Zeit wurde ihr Blick trüb und sie wog sich knieend wie in einer Trance hin und her wärend sie immer wider die gleichen Worte vor sich her sang. Vermutlich diente dieses vermeindliche Ritual wohl ehe dem abtreten seines klaren Verstandes, statt einem wirklich nützlichen Zweck. Doch fest im Glauben daran taten die berauschenden Kräuter irgendwann ihre Wirkung und sorgten dafür, das die kleine Blonde nach hinten umkippte und einen tiefen Schlaf verfiel der bis in die frühen Morgenstunden anhielt.
Einzig die Träume blieben diesesmal durch diese Art von Nakose aus dabei.

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Nathelia Salberg





 Beitrag Verfasst am: 16 Apr 2018 14:38    Titel:
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Verbundenheit - immer wieder dachte sie über das Gefühl nach, das sie seit dem letzten Ritual mit Carina am Strand erlebt hatte. Carina hatte ihr ihre Welt ein stückweit offenbart und Nathelia fühlte sich verbundener zu ihrer Wahlschwester als je zuvor. Seit einiger Zeit plagten die junge Heilerin unsäglich nervende Kopfschmerzen und das einzige, das ihr Linderung verschaffte, war frische Luft. Schlaf wollte nicht kommen, wenn der Kopf pochte und so war sie auch des Nachts oftmals wach und ging an die frische Luft. Die Verbundenheit zu Carina an dem Tage des Rituals hatte aber noch etwas gebracht, sie wusste wie Carina sich zum Teil fühlte und das es nicht so einfach wäre, ihr dabei zu helfen, ausser für sie da zu sein, und mit ihr gemeinsam Dinge zu erleben und zu bereden. Nathelia kannte den Kronenwald auswendig, jeden Tag schon seit ihrer Kindheit an, beschritt sie den Wald zu jedmöglicher Zeit. Das Lagerfeuer von Carina blieb auch für Nathelia nicht lange unentdeckt und sie beobachtete ihre Schwester beim Ritual. Still und in weiterer Ferne, möglichst unbemerkt, verharrte sie in ihrer Nähe und schaute ihr einfach nur zu. Die Dämpfe der Kräuter drangen nur ganz wenig zu ihr aber sie erschnupperte gleich, dass es sich um Halluzinogene handelte. Also blieb sie noch länger und wachte über iher Schwester, sie wusste was passieren und das es nicht lange dauern würde.

Als ihre Schwester Carina in den tiefen Schlaf sank, stiefelte die junge Heilerin zu ihr und zog sie leicht vom Feuer fort. Die Kräuter die noch übrig waren gab sie in einen Beutel und steckte ihn ein. Einen Wasserschlauch und etwas Brot, das sie bei sich trug, legte sie Carina für den nächsten Morgen hin und saß dann noch eine Weile still aber gedankenvoll neben ihr. Das Gesicht ihrer Schwester wirkte friedlich und ruhig. Schon immer hatte Nathelia sich gefragt, was Carina dazu bewog, soviele Substanzen zu konsumieren und was die Ursachen waren. Sie kannte Carinas Gedanken und Ängste nur zum Teil, das wusste sie. Beide Schwestern waren nicht gerade redseelig wenn sie etwas belastete. Beide konnten auch nicht gut schlafen im Moment. Doch beide achteten auch stets aufeinander. Nathelia würde dieses Mal jedoch nicht mit ihr schimpfen, nicht ihrer Mutter davon berichten, nicht in Sorge unbedacht handeln. Das alles hatte bisher nicht geholfen.

Nathelia nahm ein kleines Pergament aus ihrem Rucksack, und schrieb einige Zeilen. Sie hatte den letzten Brief ihrer Schwester an die Familie gelesen und wusste, Carina konnte schon mehr lesen und schreiben. Sauber faltete sie das Pergament im Anschluss und legte es Carina in einen Beutel, den sie ihr in die Hand legte. Dann zog sie ihre Jacke aus und bettete sie unter den Kopf ihrer Schwester, gab noch etwas Holz ins Lagerfeuer und liess sie erst allein, als der Morgen graute und das Lagerfeuer erlosch. Wenn Carina am nächsten Morgen aufwachte, würde sie, den Kopf auf der weichen Jacke gebettet, auch den Beutel mit dem Pergament und einigen Zeilen in deutlicher ordentlich lesbarer Schrift in ihrer linken Hand finden:


Verbundenheit

Wir sind einander Schwestern,
im Herzen und im Geiste.
Einen Himmel auf Erden
und ein Leben ohne Kummer und Sorgen,
kann ich Dir nicht schenken,
aber meine Gedanken,
die in liebevoller Verbundenheit
beständig zu Dir reisen,
sollen Dir eines zeigen:

Wir sind einander Hände und Herz,
Wir sind einander Ohren und Füße,
Wir sind einander Mund und Worte,
wir sind einander Stütze und Liebe,
Wir sind einander Schwestern, Freundin, Vertraute.
Und in einer solch tiefen Verbundenheit gibt es vermehrte Kraft
und es wäre mir eine Freude, sie mit Dir zu vereinen.

Nathelia
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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 30 Mai 2018 20:20    Titel:
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Wenn der Geist die Kontrolle verliert



Viele Wochen sind ins Land gezogen nachdem die kleine Blonde das vermeindliche Ritual aus ihrem Stamm zelebrierte.
Wochen in denen sie nicht einen der Alpträume hatte die sie sonst immer plagten. So hat der Glaube an die Kraft des Rituals ihren Geist für jene Wochen zumindest klar gehalten. Klare Wochen in denen sie viel erlebte und vieles tat was sie sonst immer liegen lies. So wurden die selbststudien mit ihrer Fiebel fortgeführt und die Lese und Schreibfähigkeiten verbessert. Tag für Tag zog sie aus um in den hiesigen Höhlen ihre Kampfkünste weiter zu verbessern. Tag für Tag stählte sie ihren Körper mit hartem Training um ihre Ausdauer wie auch ihre Gelenkigkeit zu verbessern. Doch eines konnte sie nicht.
Sie schaffte es nicht, dem Alkohol und den Drogen zu entsagen. Und so gab sie dem Drang nach und konsumierte mehr heimlich, um diese Schwäche nicht der Familie zu zeigen und genoss in Gesellschaft lediglich gelegentlich etwas Alkohol.
Dann war da noch Maria Luiza Asta. Sie wusste nicht einmal was genau sie für sie war, aber sie merkte das sie anders war. Sie war der Inbegriff von Zucht, Ordnung und Disziplin. Natürlich konnte Maria mit solch einem Verhalten gerade bei Keylon und Tiara punkten. Es war ein seltsames Gefühl das sie hatte wenn Maria in ihrer Nähe war. Ein Gefühl, das sie noch nicht einordnen konnte.
Ihren letzten Schritt, das Regiment zu verlassen hatte sie sich noch nicht getraut der Familie zu beichten. Wobei Keylon es sicher längst wusste als Wachtmeister. Doch seltsamerweise hatte er sie noch nicht darauf angesprochen was ihr ganz Recht war. Und so zog sie weiterhin jeden Tag in die Höhlen und stellte sich den Monstern. Oft alleine und gelegentlich sogar mit eben jener Maria. Der Kampf war das einzige das sie wirklich gut beherschte im Vergleich zu Maria. Und so trieb sie immer mehr der Ansporn eben jenes auch zu zeigen um ihr unausgesprochen zu zeigen, das sie nicht in allem die bessere war. Mit jedem Höhlengang wurde ihre Vorgehensweise rabiater und Brutaler. Es reichte ihr nicht den Gegner nur aus zu schalten. Sie wollte demonstrieren das sie das töten in all ihren Facetten beherrschte.
Es war als würde irgendetwas sie antreiben im Kampf, etwas das sich nicht zeigte wenn sie im Kreis ihrer Familie unterwegs war.

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Nimm was du kriegen kannst und gib nichts wider her

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Maria Luzia Asta





 Beitrag Verfasst am: 31 Mai 2018 09:28    Titel:
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Salberg…

Was ein Haufen unkoordinierter, wüster, wilder, liebevoller, herzlicher, chaotischer Menschen.
Treu.
Loyal.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wenn ich es hart formulieren müsste, würde ich sagen: es gibt genau zwei, deren Position mit dem Verhalten in der Öffentlichkeit übereinstimmt.
Zwei deren Verhalten und deren öffentlicher Auftritt mir Sorgen bereiten.
Ivy und Carina.
Ivy hat einen gewissen Charme, mit dem man den Ausschnitt bis zum Bauchnabel noch irgendwie kompensieren kann. Eine gewisse Unschuld, die sie an den Tag legt, ohne Dinge mit Absicht zu tun, die dennoch falsch sind.
Männer reizen ohne dies zu beabsichtigen. Ein züchtiges Verhalten ist anders.

Carina…. Carina ist ein einziger Zwiespalt.
Man merkt zwischendurch, je mehr man sich mit ihr beschäftigt, wie schizophren die Eigenschaften waren, die sie vereinen wollte, ohne etwas von sich aufzugeben.
Entwicklung und Lernen.
Ja, Carina lernte, und ja Carina versuchte sich zu entwickeln.
Allerdings versuchte sie gleichsam, alte Verhaltensmuster aufrecht zu erhalten, was in einer Paradoxen Handlungsweise ausartete.
Sie brauchte Zeit.
Zeit und Anleitung.

Gut das Zahrak einsah, das er der falsche war, sie zu leiten.
Keylon versuchte es mit positiver Bestärkung.
Meine Nörgelei wird nicht aufhören…
Vielleicht wird mit Zeit und Geduld doch noch mal ein anständiges Salberg Mädchen aus ihr?!

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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 01 Jun 2018 00:22    Titel:
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Es war weit nach Mitternacht als sie die Augen öffnete in ihrer Hängematte liegend. Ein leises Flötenspiel drang an ihre Ohren und holte sie aus ihrem Schlaf. Es war eine Melodie die sie schon seid ihrer Jugendzeit nicht mehr gehört hatte. Früher spielten die Leute aus dem Stamm in dem sie lebte diese Melodie wenn man um angehörige trauerte und die Seelen der Verstorbenen auf ihren letzten Weg begleitete.
So machte sie sich dann nur im Nachthemd bekleidet auf dem Weg nach draussen um nach zu sehen. Der Weg führte sie durch den dunklen Wald bis hin zu dem See an dem sie so gerne war. Nebel waberte knöchelhoch sanft über den gesamten Boden um den See herum. Nur die kleine Insel inmitten des Sees war klar zu sehen mit einem Feuer um das einige Stammesangehörige saßen und diese Melodie auf der Flöte spielten. Unweit davon knieten ihre Mutter, ihr Vater und ihre Schwaester Nia vor einer leblos am Boden liegenden Gestalt.
Sie wollte in das Wasser steigen um es zu durchqueren, doch statt ein zu sinken, blieb sie darauf stehen und versank nicht. Dann ging sie wie ein Geist über das Wasser hinweg zur kleinen Insel hinüber zu ihrer Familie. Doch es schien niemand zu bemerken denn niemand reagierte in irgendeiner Weise auf sie. Sie öffnete die Lippen und wollte sprechen, doch kein Ton verlies ihren Mund. Da begann sie Angst und Hilflosigkeit zu spüren und sie zitterte am ganzen Körper. Dennoch wagte sie es einen Blick auf den leblosen Körper zu werfen. Was sie dort erblickte, lies ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Sie selbst war es, die dort lag und betrauert wurde. Doch wie konnte das sein? Sie stand doch genau hier vor ihrer Familie, sie rief und winkte wild mit den Händen herum. Doch niemand nahm sie war in ihrem Tun.
Als sie dann ihre Hände höher nahm und sie anstarrte, bemerkte sie das sie begannen zu verblassen. Nach und nach schien es als würde ihr ganzer Körper zu verblassen. Sie ging zu ihrer Mutter, wollte sie an den Schultern packen um sie zu rütteln und sie auf sich aufmerksam zu machen. Doch sie griff durch sie hindurch als wäre sie bereits ein Geist.
Tränen liefen ihr über das verblassende Gesicht und eine eisige Kälte durchfuhr sie als neben ihr aus dem Nichts eine dunkle Gestalt auftauchte und sie an der Schulter packte. Jene Gestalt schien nicht durch sie durch zu greifen, sie war in der Lage sie zu erfassen, sie zu realisieren. Die Gestalt nickte ihr lediglich zu und schon tat sich unter den Füssen der beiden der Boden schwarz wabernd auf und zog sie langsam hinunter.
Sie versuchte noch laut zu schreien in ihrer Bewegungslosigkeit, doch niemand schien sie zu hören. Und so wurde sie weinend und zitternd vor Angst in den Abgrund gezogen von der dunklen Gestalt.
Erst nach einer ganzen Weile, als der Traum dann ein Ende hatte und sie eventuell alle im Haus durch das schreien und weinen geweckt hatte wurde sie wider still und schlief noch lange nicht wach werdend zitternd weiter bis zum Morgengrauen.

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Zahrak Salberg





 Beitrag Verfasst am: 01 Jun 2018 00:38    Titel:
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Er hatte das Schreien gehört, als er diese Nacht vollkommen übermüdet im eigenen Schlaf geruht hatte. Doch seit der Begegnung mit Drakhon und dem am nächsten Tag gefolgten Leichenfund war das stellvertretende Familienoberhaupt in stetiger, unterbewusster Alarmbereitschaft. So wie er es damals für Eli und Ciru gewesen war, als sie noch bei ihm gelebt hatten. Noch Schlaf trunken, aber zielstrebig drehte er sich aus dem Bett heraus, zog sich im holprigen Laufen die Pest-Kluft über und eilte dann rüber zum Haus seiner Schwester, wo er den Schrei meinte wahrgenommen zu haben. Leise schlich er sich durch den Hintereingang hinein, um ja niemanden aufzuschrecken. Dass nach diesem einen Schrei erst mal alles vorbei schien, machte ihn stutzig. Dann jedoch hörte er ganz leise das Weinen und schlich so doch halb beruhigt und halb immer noch auf hab Acht die Treppe hoch. Dort lauschte er noch mal, um etwaigen ebenso wach gewordenen Salbergs zu zu nicken und sich dann leise zu verständigen. Schnell war Carinas Zimmer als Quelle des Weinens lokalisiert worden und zumindest er für seinen Teil trat sodann ein, um nach ihr zu sehen. Da sie weiter zu schlafen schien, setzte er sich nur neben sie auf die Bettkante und streichelte ihr beruhigend über das blonde Haar, wenn auch mit den dicken Lederhandschuhen, die ihn vor den Pesterregern schützen sollten. Er blieb die Nacht einfach dort sitzen und wachte über sie. Teilweise wohl auch mit dem Gedanken, dass er dies nun an Keylons Stelle tat, der sonst ja immer der Schild der Familie war, aber aktuell mit dem schwarzen Tod einen Kampf ums Leben ausfocht. Also saß Zahrak nun hier, obwohl er viel eher selbst etwas Schlaf gebrauchen konnte, nachdem er sich tagsüber schon um so viele andere Dinge gekümmert hatte. Erst kurz vor Sonnenaufgang schlich er sich wieder zurück ins Nachbarhaus und holte zumindest wenige Stunden Schlaf nach. Währenddessen bereitete Adelena wohl schon ihre Reise nach Rosenstein vor. Doch das konnte den übernächtigten Salberg dann auch nicht mehr stören.
_________________
Und ich hör nicht auf, mich zu verschwenden, mit vollen Händen.
-Sarah Connor-
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Faatimah Leleika Azeezah





 Beitrag Verfasst am: 13 Jun 2018 14:27    Titel:
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..................

Zuletzt bearbeitet von Faatimah Leleika Azeezah am 13 Jun 2018 14:28, insgesamt einmal bearbeitet
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Carina Salberg





 Beitrag Verfasst am: 13 Jun 2018 14:31    Titel:
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Wer bist denn du?



Die Tage zogen an der jungen Blonden vorbei ohne das sie es schaffte einen von ihnen fest zu halten. Mit jedem Tag der ins Land zog erlebte sie neues, erblickte neue Sachen, hörte Dinge von denen sie keine Ahnung hatte und, sie lernte.
Sie war wie ein Schwamm der alles aufsog und in sich aufnahm. Und auch wenn die meisten es vieleicht nicht einmal bemerkten durch ihre verrückte Art, so verinnerlichte sie das neue Wissen. Doch mit dem neuen Wissen traten für sie auch neue Probleme auf gegen die sie versuchte vor zu gehen.
War es nicht genug das sie bereits jetzt schon soviele verschiedene Persönlichkeiten in sich vereinte und es ihr immer wider passierte das eine davon ungewollt durchschlug und zum Vorschein kam, so trat vor ein paar Tagen erst eine völlig neue zum Vorschein die sie selbst noch nicht einmal kannte.
Es war an einem Tag an dem sie wider einmal mit Maria durch die Höhlen zog um zu trainieren. Ihr Weg trieb sie diesesmal auf die eisige Frostklamm von der aus sie dann in den Berg vordringen wollten. Dicht nebeneinander stehend kämpften sie sich also in richtung Höhleneingang als sie einen Mann bemerkte der sich aus Südosten näherte. Offenbar jemand der wohl den gleichen Gedanken hatte wie die beiden dachte sie sich noch und wandte sich ihm zu. Da erkannte sie erst das es sich um einen Streiter der Schattenpanther handelte und hielt nun ihren Blick fest auf ihn gerichtet.
Dem Mann war wohl der Schild von Maria aufgefallen und schien ganz offensichtlich ein Problem mit dem Adler darauf zu haben. Denn er meinte, er müsse sich rettend vor das unschuldige Volk schmeissen und in dem Blut von Maria baden.

Irgendetwas passierte in jenem Moment im Kopf der jungen Blonden und sie verlor die Kontrolle über ihren Geist als eine ihr noch völlig unbekannte Persönlichkeit hervor trat und ihm in einem ruhigen Tonfall antwortete.
Ich würde sagen wenn du das versuchen solltest, muss ich mich dazwichen werfen und dir die Kehle aufschneiden.
Kurz darauf entbrannte ein Kampf zwichen den beiden Kontrahenten in dem sich niemand etwas nahm. Beide waren sich fast ebenbürtig und man nutzte die halbe Klamm als Kampfplatz bis, ja bis die junge Blonde dann den entscheidenen Stich mit ihren Krallen landen konnte und somit ihren Kontrahenten zu Fall brachte.
Leise röchelnd lag er regungslos vor ihr am Boden und war Kampfunfähig. Die Krallen wider lösend von den Händen kniete sie sich dann vor ihm nieder und begann, statt wie üblich einen letzten beendenden Schnitt zu setzen, ihn notdürftig zu verbinden. Dabei sprach sie mit einer sanften Tonlage

Weist du, die Herrin kennt Gnade. und Demut mein Guter. Wenn du gleich wider zu dir kommst suchst du dein Heim auf.
Dann erhob sie sich und wendete sich Maria zu und beschloss dann mit ihr es für den heutigen Tag gut sein zu lassen und nach Hause zu gehen. Erst in der Kutsche als sie wie aus einer irrealen Welt aufblickte bemerkte sie den leichten Schmerz an ihrer Seite. Der Mann hatte sie wohl im Kampf dort verletzen können indem er die Lederrüstung durchstiess.
Zuhause angekommen lies sie die Wunde dann von Nathelia versorgen.

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