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Bajarder Reiseführer
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Ailidia Wintereich





 Beitrag Verfasst am: 08 Dez 2017 13:05    Titel: Bajarder Reiseführer
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Kleiner Reiseführer: Bajard

verfasst anlässlich der Schnitzeljagd zum 'Tag der Heimkehr' am 1. Alatner 260.


Palisade



Dies ist nicht die erste Palisade, die das Dorf schützt. Frühere Palisaden wurden bei Angriffen feindlicher Armeen und Völker zerstört oder abgebaut. Zu besonders vielen Überfällen kam es in den Jahren 249 bis 252. Besondere Beachtung verdient die Besetzung Bajards durch die Menekanische Armee im Eluivar 250. Vierzehn Tage lang wurde Bajard als Teil des Reichs der Sonne beansprucht und der Befehlsgewalt des Emirs unterstellt. Schließlich zogen die menekanischen Soldaten ab - nicht jedoch, ohne Bürger zu verschleppen.

Ungemach drohte auch aus Rahal und Alumenas, zum Jahreswechsel 251/252 bombardieren Piraten das Dorf von See aus und fügen ihm großen Schaden zu. Wenig später wütet in Bajard die temoranische Inquisition, auf der Suche nach 'Ketzern' foltert die Bruderschaft der Streiter Temoras unbescholtene Einwohner.

Im Jahr 254 kommt es zur Besetzung Bajards durch die 'Schwarze Armee' Rahals, viele Bürger verlassen das Dorf, das dauerhaft annektiert werden soll. Die Schwarze Armee wird schließlich von einer vereinigten Streitmacht geschlagen. Seitdem bedrohen keine Armeen mehr das Dorf, die Sicherheitslage bleibt aber auch in den folgenden Jahren angespannt.


Altes Kunsthaus



Viele Häuser Bajards wurden im Laufe der Zeit zerstört und auf alten Fundamenten neu aufgebaut. An dieser Stelle stand einst das 'Kunsthaus' der Förderer der Kunst, in dem regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst stattfanden. Die meisten Werke stammten aus der Hand eines berühmten Schelms und Bewohner Bajards - Graulist des Degens. 'Der Degen', wie man ihn nennt, ist nicht nur als bildender Künstler bekannt, er machte sich in der alten Zeit auch einen Ruf als geschickter Fechter und Minnesänger.

Im Rabenmond 255 kommt es anlässlich provokanter Aktgemälde zu einem Zwist, in dessen Folgen das Kunsthaus von schwarzen Reitern niedergebrannt wird. Ein Großteil der ausgestellten Werke wird zum Raub der Flammen.

Es sollte nicht bei dieser einzigen Tragödie bleiben. Einige Monde später wird der Kurzzeit-Bürgermeister Nym, ebenfalls ein Mitglied der Förderer der Kunst, unter bis heute ungeklärten Umständen gemeuchelt. Seine Leiche wird erst nach einigen Tagen im Wasser treibend entdeckt, im Herzen steckt ein von ihm selbst geschnitzter Bolzen.


Schrein der Schaumgeborenen



In alter Zeit war Bajard ein Zufluchtsort für Horterasgläubige. Zeichen des Horterasglaubens sind mittlerweile durch Bedrängung und Verfolgung aus Bajard verschwunden, aber die Verehrung von allerlei Naturgeistern hält sich hartnäckig. Wissen doch die Fischer und Seeleute, dass eine sichere Reise über See und ein reicher Fang wesentlich vom Pakt mit den Meresbewohnern abhängt.

Dieser Bund wird alljährlich am 15. Wechselwind, dem "Tag der Meerjungfrau", erneuert. Gedacht wird dem Erscheinen einer Meerjungfrau im Bajarder Hafen im Wechselwind des Jahres 249. Die Einwohner des Dorfes bringen zu diesem Tag an den Uferböschungen kleine Opfergaben dar.

Ähnliches Brauchtum wird auch zum "Tag der Heimkehr" praktiziert, allerdings sind es hier die Klabautermänner und -frauen, denen kleine Geschenke dargebracht werden. Man glaubt, dass sie ihre Schiffe verlassen und es sich den Winter über unter den Dachgiebeln gemütlich machen. Begrüßt werden die Schiffsgeister mit kleinen Pinnchen voll Rum und Zwiebackstückchen, die auf den Schwellen von Häusern und Schuppen ausgelegt werden.


Bajarder Leuchtturm



Dieser Leuchtturm ist der höchste Gerimors und wurde unter großem Arbeitsaufwand auf einem vor dem Hafen liegenden Riff errichtet. Der Beschluss zum Bau des jetzigen Leuchtturms wurde im Jahr 255 gefasst. Er garantiert ein sicheres Ansteuern Bajards auch bei schlechtem Wetter und hat damit sicherlich schon viele Leben gerettet.

Bajard ist ein Umschlagplatz für verschiedene Waren, etwa den in Fässern gehandelten Salzhering, der von hier aus seine Reise in weit entfernte Häfen antritt. Die wichtigste Fracht, die Schiffe nach Bajard bringen, sind allerdings Menschen, die hier auf Gerimor ein neues und besseres Leben aufbauen möchten. Manch ein Reisender ist auch auf der Suche nach Rache oder auf der Flucht vor seinen eigenen Dämonen. Allen ist jedoch gemein, dass ihr Gerimorer Leben hier beginnt.

Der Leuchtturmwärter, der über ihre Sicherheit und auch das aller anderen Reisenden wacht, ist der alte Jasper Godewind. Tag und Nacht schürt er das Leuchtfeuer, genauso unermüdlich wie sein Cousin Jarne Holderboer, der trotz seines ebenfalls fortgeschrittenen Alters jede Nacht in Bajard seine Runden zieht. Oft zum Leidwesen der Gäste, die sich von seinen laut ausgerufenen Sprüchen gestört fühlen.


Handwerkshaus zur Schlummernden Jungfrau und Bajarder Mine



Im Handwerkshaus 'Zur Schlummernden Jungfrau' hat so manch große Handwerkerkarriere begonnen. Es ist immer noch ein wichtiger Anziehungspunkt für junge Handwerker, die voller Tatendrang und mit großen Träumen die Füße auf Bajarder Boden setzen. Hier findet man geteiltes Werkzeug, ein großes Lager und genügend Platz zum Arbeiten.

Auch viele junge Kämpfer haben hier ihre Laufbahn begonnen, denn der Keller des Handwerkshauses ist voller gefräßiger Ratten. Man erzählt sich, wenn der Werkmeister nicht regelmäßig junge Abenteurer zur Bekämpfung der Ratten verpflichten würde, würde ihr Quieken bald auf ganz Gerimor zu hören sein. In Kürze wäre alles Getreide aufgefressen und das Land bis in seine letzten Winkel von Pestilenz heimgesucht.

Unweit des Handwerkshauses liegt eine Fähre, die jeden, der es möchte, zu einem jenseits des Ufers liegenden Felsen übersetzt. Die ersten Spuren von Erz wurden dort im Ashatar des Jahres 255 entdeckt. Seitdem ist die Mine Bajards zu einer der beliebtesten auf ganz Gerimor geworden und zieht von weither Knappen an, die auf der Suche nach wertvollen Metallen in die Tiefe fahren.


Bucht der Wartenden Jungfrau



Diese natürliche, von Felsen geformte Bucht ist ein friedlicher, aber auch von Mythen umwobener Ort. Man erzählt sich von einer Jungfer, die an dieser Stelle viele Jahre lang auf die Heimkehr ihres Geliebten von See gewartet haben soll. Der Sage nach erbarmte sich ein Meeresgeist ihrer und überreichte ihr eine Laterne, deren Licht selbst im schwersten Sturme Seeleute und Fischer sicher nach Bajard lotsen konnte.

Die vielen Jahre wurden jedoch zu einer Last und die Jungfrau wurde müde. So begab sie sich nach Norden, um sich unter einem Baum hinzulegen, an dessen Stelle später das Handwerkshaus "Zur schlummernden Jungfrau" errichtet wurde.

Über ihr weiteres Schicksal und das ihres Geliebten gehen die Legenden auseinander. So behaupten manche, ihr Geliebter hätte sie unter dem Baum schlafend vorgefunden, andere wiederum, sie hätte seine Heimkehr schlummernd verpasst, wäre ihm nach Norden gefolgt und nie mehr gesehen worden.

Die Statue in der Mitte der Bucht ist alt und verwittert und erinnert an diese Sage. Zum Tag der Heimkehr wird sie jedes Jahr geschrubbt und reich geschmückt. Manche erkennen in der Statue auch die Meerjungfrau, eine der Schaumgeborenen, bisweilen als Herrin des Meeres hochgehalten.


Kapgehölz



In alter Zeit erstreckte sich auf Gerimor der heutige Wald von Tirell bis hier auf das Kap. Dann wurde Bajard gegründet, die Bäume für Häuser und Boote gefällt, bis nur noch dieses winzige Wäldchen, das 'Kapgehölz' übrig blieb.

Das Kap ist ein beliebter Ort zum Fischen - oft kann man hier Leute sehen, die an den Ufern ihre Reusen auslegen, in der Hoffnung auf fette Aale oder Krebse, die in den Gewässern um Bajard zahlreich sind. Einst ein Armeleuteessen, wird Krebsfleisch mittlerweile als Delikatesse hochgehalten.

Wie die Bucht der Wartenden Jungfer ist allerdings auch dies ein mythenumwobener Ort. Man erzählt sich von Selkies und davon, wie sie hier an Land gehen und ihre Seehundhäute am Ufer zurücklassen. Ohne ihre Haut, sagt man, sind sie von Menschen kaum zu unterscheiden und zudem noch wunderschön.

Bisweilen berichtet man auch von den Geistern der Ertrunkenen, die sich hier in nebelschwangeren Nächten zeigen sollen. So manches Schiff ist bereits an den Küsten rings um Bajard zerschellt. Von den Bajardern alter Zeit heißt es manchmal auch, sie hätten sich als Strandräuber betätigt und absichtlich falsche Leuchtfeuer gelegt.


Exkurs: Das Leben auf einem Hausboot

von Ksarraja Neslin Kelsam

Als ich in Bajard angekommen bin, kam ich wie so viele vor und nach mir von einer langen Reise auf dem Schiff hier her, man war eigentlich froh das man endlich festen Boden unter den Füßen hatte, dass man nicht immer hin und her schaukelt bei jeder Welle, die dem Schiff entgegen sauste, und natürlich lässt der Platz auf einem Schiff zu wünschen übrig.
Bei mir allerdings löste es ein Gefühl von Freiheit aus, ich komme aus einem kleinen Dorf, dass man mit Bajard vergleichen könnte, also weiß die Mutter schon bevor man nach Hause kommt, was man schon wieder angestellt hat.
Auf einem Schiff, zumindest dem, auf dem ich war, interessierte es eigentlich keinen, woher ich kam und warum ich fortging, man ließ mich einfach die Reise genießen, und ich genoss diese Art von Freiheit, es war schön das Blau des Ozeans zu erblicken, die Tiere, die dort leben, sind faszinierend.
So war mir klar, dass, obwohl ich nicht so sehr naturverbunden bin, ich es doch irgendwie bin. Natürlich, als Schneiderin sollte man ein Geschäft haben und immer dort zu finden sein, aber das macht ein Hausboot doch auch so interessant. Man könnte den Liegeplatz verlassen, und einfach auf der anderen Seite der Insel wieder ankern.
Doch in Bajard sind die Hausboote gut verankert, obwohl man auf dem Wasser lebt, lebt man doch an Land, man spürt das leichte Schaukeln, wenn das Wasser etwas unruhiger ist, und doch braucht man keine Angst haben, dass es forttreibt, dafür haben die Bauherren gesorgt.

Es hat Vor- und Nachteile, so ein Hausboot.

Nachteile:
Man hat dort kein offenes Feuer, viel Holz das brennen könnte
Man hat kein großzügiges Bad, wie viele es in ihren Keller haben
Eine Küche ist ebenso schwer einzurichten

Vorteile:
Der Blick auf die Riffe durch die Bullaugen im Rumpf ist atemberaubend
Das leichte Schaukeln des Bootes wiegt einen ruhig in den Schlaf
Im Winter wird man nicht erfrieren, denn man kann Kohlepfannen mit einem Schutzgitter aufbauen, das wärmt das ganze Boot auf, doch vorsichtig, nicht zu sehr befüllen, denn auch Kohle kann Schaden anrichten.

Was ein Vor- oder auch ein Nachteil sein kann, wäre der Platzmangel, ich finde, dass mein Hausboot schon genügend Platz hat, für manche könnte es allerding ein großer Nachteil sein. Das liegt wohl im Auge des Betrachters.

Was ich als Vorteil sehe, könnte hier auch wieder ein Nachteil sein, ich finde es schön, dass wir an unserem Steg nur drei Hausboote liegen haben, der Vorteil ist in meinen Augen, es ist viel leiser um einen herum, manch einer empfindet das auch als Nachteil.

Von meiner Sicht her ist das Hausboot eine gute Alternative zu einem normalen Haus, natürlich, ich als Schneiderin hätte gern einen Garten um ein, zwei Schafe zu halten oder einen Obstbaum, doch ich habe mich bewusst gegen ein Haus entschieden und für ein Hausboot, denn hier erlebe ich mehr Natur, als wenn ich durch den Wald von Bajard laufe.
Außerdem habe ich auch schon von vielen Seiten gehört, das man gerne mit mir tauschen würde, man munkelt sogar, dass leere Hausboot verschleppt werden sollen, so das auch andere Städte davon etwas haben, doch glaube ich nicht, dass dies passiert.

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