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[Mitmachthread] Tag der kleinen Geschenke - der 10. Alatner
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Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » [Mitmachthread] Tag der kleinen Geschenke - der 10. Alatner
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Aurea





 Beitrag Verfasst am: 09 Dez 2013 19:30    Titel: [Mitmachthread] Tag der kleinen Geschenke - der 10. Alatner
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Zur Geschichte


Schnee hat sich über die Insel gelegt und dämpft alle Geräusche - eine seltsame Art von Stille hat sich ausgebreitet.

Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, sind viele dieser Tage recht umtriebig. Handwerker kommen mit den Aufträgen kaum hinterher, Kleinigkeiten werden gebastelt, genäht, gestrickt oder auf andre Weise zusammengetragen - alles mit einem Hauch von Heimlichkeit. Der Tag der kleinen Geschenke rückt näher.

In der Nacht vom 9. auf den 10. Alatner und auch am Tag selbst noch sieht man hier und da Personen über die Insel laufen, Päckchen, Körbe und ähnliches bei sich um besonderen Personen eine Freude zu machen. Mancher wird am Morgen etwas in seinem Briefkasten, vor der Türschwelle oder sonstwo finden oder gar aus freundlichen Händen entgegen nehmen. Der Tag der kleinen Geschenke ist gekommen.


[OOC: Der Thread dient dazu jedem die Möglichkeit zu geben sich am Tag der kleinen Geschenke zu beteiligen, Hinweise für Beschenkte zu hinterlassen oder schlicht und einfach einen schönen RP-Post zu schreiben der sich mit dem Tag beschäftigt]


Zuletzt bearbeitet von Aurea am 10 Dez 2013 01:17, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Tarya Erskine





 Beitrag Verfasst am: 09 Dez 2013 20:28    Titel:
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Der Tag der kleinen Geschenke....

Wiederkehrend, Jahr für Jahr, seid sie hier war.
Eine wundervolle kleine Gelegenheit, für die Menschen, einander eine kleine Freude zu machen.
Sie hatte die Kessler beschenkt, vor dem eigentlichen Tag, aber so war sie.
Neugierig, ein klein wenig ungeduldig und sie gab von Herzen gern.
Menschen, die ihr ans Herz gewachsen waren, waren potentielle Opfer.
Und zwar nicht nur am Tag der kleinen Geschenke, nein, vielmehr zwischendurch.
Ob sie mal hier ein Kleidungsstück umsonst fertigte, sich Gedanken machte, wie sie den anderen eine Freude machte, oder einfach, in dem sie die Leute mit Kakao (der ja bekanntlich Glücklich macht), versorgte.

Sie mochte diesen Tag, und dieses Jahr hatte sie, aus spontanem kreativen Schub (ja so das ein oder andere Mal litt sie schon an sowas), an mehr Leute gedacht, wahrscheinlich sogar Leute, die es nicht erwarten würden.
Ein Koboldhaftes Grinsen huschte über ihre Züge, als sie undeutliche Nachrichten mit den Geschenken zusammen verpackte.
Als alles fertig war, nickte sie zufrieden.
Einige würden, oder hatten es erwartet, Ernst würde sicher auch nicht ohne Geschenk da stehen.
Helisande hatte ihr schon etwas geschenkt und die Antwort lies nicht lange auf sich warten, gleichermaßen... parallel.
Die beiden anderen würden sicher auch dahinter kommen, wer die Schenkerin war, aber man musste es ja keinem auf die Nase binden.

Morgen....
Hach, eigentlich liebte sie es, zu sehen, wie die Leute ihre Sachen auspackten und sich (hoffentlich) freuten.
Sie erwartete nichts, niemand musste an sie denken, auch wenn der Blumenstrauß letztens in ihrem Postkasten für deutliche Verwirrung gesorgt hatte, und sie bis heute nicht mal wusste, von wem diese kleine Aufmerksamkeit kam.
Nicht von Ernst....Das hatte sie heraus gefunden. Aber wer denn dann?
Hachja, aber der Strauß war wirklich schön.
Also wer auch immer der Schenker war, sie hatte sich gefreut und Blumen waren wahrlich ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.
Nicht das sie deswegen jedesmal bei Yette und Mia einkaufen musste, und sogar Ernst schon Blumen in seiner Wohnung hatte.
Aber nun gut, Päckchen....
Morgen würde sie sie verteilen.
Mal sehen, ob sie auch Morgen gefunden werden würden.

Das Grinsen wollte nicht so recht ihre Lippen verlassen, während sie sich ihr Zeichenbuch krallte und begann, summend vor sich hin zu kritzeln.


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Ninus





 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2013 01:14    Titel:
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Dick eingepackt in einen fellgefütterten Mantel stapft der kleine Bursche schon in der Dunkelheit über die Insel. Auf dem Rücken einen voll gepackten Rucksack, der ihm zumindest am Anfang seiner Wanderschaft noch viel zu schwer scheint.

Nach und nach aber leert sich der Rucksack und etliche kleine, mehr oder weniger ordentlich verpackte Päckchen finden ihren Weg in Briefkästen oder vor geschlossene Türen. Und je mehr Päckchen er los ist, desto größer wird das Strahlen in den Augen des Jungen - Geben macht wohl mindestens genauso viel Spaß wie geben.

Am Abend fällt er dann müde in sein Bett. Nicht einmal die warmen Sachen werden noch ausgezogen.
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Aurea





 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2013 01:23    Titel:
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Vor wenigen Wochen…

Behutsam öffnete sie den kleinen Kasten, der am Zaun des beinahe verwaisten Hauses angebracht war. Mehr aus Routine, als dass sie glauben würde dass etwas darin zu finden wäre. Post hatte sie zumindest noch nie bekommen und die meisten wussten vermutlich auch gar nicht, dass der Kasten mit ihrem Namen an diesem Haus stand. Eigentlich würde man ihn wohl am Kloster vermuten – wenn überhaupt.
Sie hatte vor beinahe fünf Monden geholfen das Haus hier einzurichten, Vorhänge aufzuhängen, Möbel zu rücken und Blumen hinzustellen.
Garrett Ryvaendl, seines Zeichens Klosterwächter und zu der Zeit ein sehr enger Vertrauter, hatte hier gelebt. Bis er verschwand. Von Heute auf Morgen. Nun hütete sie das Haus und wie ein stiller Wächter stand der Kasten mit ihrem Namen vor dem Törchen.
Und heute fand sie dort etwas: ein Buch. Verwundert nahm sie es an sich und ging ihren Weg zum Kloster weiter. Noch im Gehen las sie die ersten Zeilen, versank ganz in der Geschichte vom Tag der kleinen Geschenke und bleib manchmal gedankenverloren stehen, bis sie sich erinnerte dass sie ja eigentlich ins Kloster hatte gehen wollen.
Keine Frage, sie würde der Tradition folgen.

Mit einer Tasse heißem Tee saß sie am großen Tisch in der Klosterküche. Das Buch lag noch vor ihr, doch die letzte Seite war aufgeschlagen und der Blick der jungen Geweihten war ins Leere gerichtet.
Wem würde sie eine Freude machen wollen? Wem würde ein Geschenk gut tun, wem wäre es Trost, wer würde auf diese Weise ihren Dank erhalten? Sie kannte so wenige Menschen wirklich gut. Sicher, einige Namen fielen ihr sofort ein. Freunde, die ihr in der ersten Zeit hier beigestanden hatten, die ihr Familie geworden waren und in deren Nähe sie sich wohl und sicher fühlte. Doch im Grunde ging es ja nicht allein darum.
In der Geschichte hieß es, dass viele Kjal etwas zukommen ließen weil er ihnen einst geholfen hatte, weil sie von seinen Taten gehört hatten oder schlicht nur um des Helfens willen.
In den letzten Wochen hatte sie viele kennengelernt, welche ihre Bewunderung hatten. Menschen, welche sich für andre einsetzten, die Dinge bewegten, deren Anwesenheit sie auf eigenartige Weise berührt oder inspiriert hatte. Oder Menschen, von denen sie glaubte dass sie eine kleine Geste des Beistands oder des Gedenkens schätzen würden. Gerade die Menschen, die weit oben standen waren oft einsam. Sie wusste nicht woher dieser Gedanke kam, aber er schien als tiefe Gewissheit in ihr zu schlummern. Sie kannte nicht viele und alle würde sie nicht bedenken können, aber doch zumindest Einzelne.


Vor einigen Tagen…

Neben den alltäglichen Arbeiten im Kloster, den Vorbereitungen zu einer Hochzeit, den Tagen im Lager in Varuna und allerhand Vorkommnissen im und ums Kloster fand sie kaum die Zeit sich noch um die Gaben zu kümmern. Sie hatte sich viele Gedanken gemacht. Was würde sie verschenken wollen? Was wollte sie damit ausdrücken?
Schließlich hatte sie einige Ideen gehabt, Handwerker gefunden, selbst gearbeitet, zusammengestellt und schließlich säuberlich verpackt. Einige schlichte Kistchen waren es geworden, jede für sich mit einem farbigen Band verschlossen. Jedes enthielt für sich etwas Besonderes für jemanden Besonderen.
Mit einem Lächeln strich sie noch einmal eines der Bänder glatt. Heute Nacht würde sie sich auf den Weg machen um sie zu verteilen.


In der Nacht vom 9. auf den 10. Alatner…

Es war eisig in dieser Nacht. Der Schnee fiel leise herab auf die dichte weiße Fläche, in welche sich die Wiesen inzwischen verwandelt hatten. Sie zog den Schal bis über ihre Nase hinauf, einen Korb über dem Arm in welchem die Kistchen ruhten. Sie hatte einiges an Weg vor sich. Ein paar Kistchen hatte schon in Schwingenstein ihren Platz gefunden, manche würden erst noch ihren Platz finden müssen.
Sie fröstelte und sah hinauf zum wolkenverhangenen Himmel. Die Sterne blitzten nur hier und da klar durch eine der wenigen Lücken und doch, sie versprachen Trost und Hoffung. Sie lächelte bei dem Gedanken an Kjal, den Mann aus der Geschichte. Ob er dasselbe gefühlt hatte, als er dem Mädchen den einfachen Stern gegeben hatte? Ein Stern der Hoffnung gibt.
Sie hatte einige Stunden daran gesessen die kleinen Zweige aus dem Wald zurecht zu schneiden und zu einfachen Sternen zu flechten. Sie hatte sowas nie zuvor gemacht und war, anders als Kjal, nicht unbedingt sehr begabt darin aus Nichts Etwas zu erschaffen. Doch schließlich lag ein ganzer Haufen kleiner Sterne aus einfachsten Zweigen vor ihr und in jedes Kistchen fand einer der Sterne seinen Weg.




Am Morgen des 10. Alatner…

Am Morgen haben alle Geschenke ihren Platz gefunden. Müde und erschöpft hatte sich Aurea in ihrem Bett zusammengerollt, glücklich darüber so viel geschafft, und vielleicht dem ein oder andren eine Freude gemacht zu haben.
Im Haus von Raindri Katuri und Livailien Lilys finden sich zwei kleine Kistchen. Sie wurden vorsichtig auf den Boden nahe der Türe gestellt, jedoch so dass man nicht gleich darüber fällt.
In den Briefkästen von Majalin und Lucien Mareaux sind ebenfalls Kistchen gelandet. Ein wenig Schnee liegt noch auf den bunten Bändern, welche sie zusammenhalten, als wäre auf dem kurzen Weg schon viel von der weißen Pracht herabgekommen.
Sorcha Llastobhar findet im Schlafsaal des Klosters ein Kistchen auf ihrer Truhe stehend. Ganz ohne ein Wort.
Auch in Berchgard sind ein paar Kistchen angekommen. Bei dem kleinen Häuschen von Leon Thanel und ganz versteckt neben dem Postkasten findet auch Ernst Eichengrund eine kleine Gabe.
Auf dem Weg von Berchgard nach Kronwalden, an der Bibliothek zu Nebelpass stehen zwei Kistchen im Kalten auf den Postkästen von Florentine Demarkes und ihrer Hochgeboren Lilian von Nebelpass.
Und nur wenig weiter in Kronwalden stehen zwei Kisten nah beieinander am Postkasten von Merrik Daske – die kleine Kiste von Naema Vulpis direkt dabei.
Von dort aus ging es tief durch den Wald bis hin zu dem auffälligen Baum nahe der Elfensiedlung. Und ein Kistchen steht so auch am Fuße von Shalaryl Di’narus Baum
Von Osten aus kam sie nach Adoran hinein, so dass die drei Kistchen für Liliana van Drachenfels, Feoras und Lennja Zael schon vor der ersten Brücke ihren Platz fanden.
Und weit außerhalb beim großen Herrenhaus der Gräfin findet eine kleine, schlichte Kiste den Platz im Postkasten von Nyome van Belfa.
Lediglich die fünf letzten, einsamen Kisten blieben noch lange in ihrem Korb. Leise fragte sie aufmerksame Gardisten oder bemühte Bürger, doch keiner konnte ihr weiterhelfen. Doch schließlich fanden drei kleine Kisten auf wundersame Weise den Weg in den Regimentskeller in die Spinde der betreffenden Personen. Auf den Bändern konnte man die Namen von Oberstleutnant Vaughain van Nordwind, dem Korporal Fjalon Thorn und dem Gardisten Renold Breg lesen.
Die letzten beiden Kisten wurden den braven Wachen am Palast übergeben und finden so über kurz oder lang hoffentlich ihren Weg vor die Zimmer von Hochgeboren Arenvir von Goldenfall und Hochgeboren Thelor von Schwertfluren


Zuletzt bearbeitet von Aurea am 10 Dez 2013 15:35, insgesamt 2-mal bearbeitet
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 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2013 04:18    Titel:
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Die tiefseeblauen Augen zuckten etwas, als sie eine verwehte Schneeflocke wegblinzelten. Das schwarze Ross war heute ungewöhnlich ruhig, fast andächtig im Sinne des Geschenketages liess sich 'Sturkopp' erstaunlich ohne Murren führen. Seine Wege waren diese Nacht vielzählig gewesen, ungeachtet des Antritts am nächsten Tag und der Spätschicht die er vor wenigen Stunden beendet hatte.

Ein guter Freund in Kronwalden erhielt sein Geschenk. Ebenso wie sein nächster Nachbar, wo doch schon seine liebste Nachbarin ihres irgendwann wahrscheinlich ebenfalls finden würde. Dann das Haus der beiden Rekrutinnen. Beidermassen bedacht. Ein Päckchen für einen Meister in seiner Schmiedetruhe. Ein Päckchen in der Kiste des schwer schuftenden Bauern. Der Postkasten seiner Sonne. Auch dort fand sich etwas wieder. Nicht zu vergessen der Abstecher nach Schwingenstein. Alles fand seinen Platz und somit, teilweise hoffentlich, seinen Addressaten. Zwei jedoch würde er persönlich überreichen wollen.

Alles zu seiner Zeit. Flüchtig waren einige Burschen, so flüchtig wie er diese Nacht. Spannend mal derjenige zu sein der verstohlen durch die Nacht reitete, fühlte ein Dieb diese Art von Nervenkitzel nicht entdeckt zu werden? Möglich. Ein guter Tag. Es würden weitere folgen.

"Temora beschützt." Ein süffisantes lächeln legte sich auf seine Lippen. Dann trabte er gemächlich zurück in sein Vogelnest. Der Schal wurde etwas fester gezogen. Was für eine kühle aber dennoch angenehme Nacht.
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2013 14:53    Titel:
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Den Mantelkragen hatte sie hochgeschlagen während die Schneeflocken sich auf ihrem rostbraunen Haar nieder ließen. Es war eine erbärmlich frühe Zeit zu der sie durch die gegen strolchte um noch das letzte kleine Präsent zu plazieren. Der Kamerad und Magier hatte sich durch seine heitere und besonnene Art mit ihren Späßen umzugehen sein Geschenk mehr als nur verdient. Mit der Zeit war er tatsächlich etwas geworden, was einem Freund sehr nahe kam.

Immer noch war sie sparsam mit diesem Titel. Kameraden gab es viele, Freunde nur wenige. Nur wenige dieser Freunde waren zu den Fixsternen an ihrem persönlichen Firmament geworden wie die fröhliche, kleine Schneiderin und der deutlich ernstere vorbildliche Soldat. Beide boten Halt und Orientierung, beide würden hoffentlich finden was ihnen zugedacht war.

Die Zeit des Schenkens war sie oft auch sich selbst zurück und brachte sie dazu mehr über andere nachzugrübeln als gewöhnlich. Doch auch diesmal war der kleine Kobold wieder an die Oberfläche gekrochen. Sofern der blonde Beschenkte seine Gaben entschlüsseln würde, würde es vermutlich ein nachhaltiges Gewitter geben. Oder würde er irgendwann den Sinn dahinter... müßig unter solchen Gedanken im Schnee zu zittern.

Das erste, schon vor Tagen verteilte Geschenk würde seinem neuen Besitzer so Temora wollte den Gleichmut und Ruhe schenken, die er brauchen würde. An sonstigen Gaben war er reich auch ohne ihr Zutun ganz und allein durch sich selbst und vielleicht war dies auch völlig müßig.

Freundschaft. Schwierig.

Es knackte unter ihrem Fuß als sie durch eine zugefrorene Pfütze brach. Gleichsam kamen die brütenden Gedanken zum Erliegen und weitaus erfreulicheres hielt Einzug.

Mokka. Heiß und viel davon!
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 Beitrag Verfasst am: 14 Dez 2013 17:47    Titel:
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Wie immer trieb es den passionierten Langschläfer erst zur späten Morgenstunde aus den warmen Federn. Blinzelnd richtete er sich auf, sah zum Fenster herüber, und ein mulmiges Gefühl breitete sich in dem jungen Priesterschüler aus. „Schon wieder so spät“, murmelte er seufzend, rieb sich mit der Hand über die Stirn, um ein paar widerspenstige blonde Strähnen aus dem Sichtfeld zu kehren; stand auf, und warf sich rasch seine Kleidung über den Leib. Die Fenster im kleinen Mietshaus zu Berchgard waren zu, ebenso die Türen. Wenngleich die Wärme, bei der winterlichen Kälte, im heimischen Inneren gut tat, war zu viel davon wiederum unangenehm. Somit stiefelte Leon zur Eingangstüre herüber, öffnete diese und sah sich um. Gerade wollte er das Holz wieder bis zum schmalen Spaltbreit zufallen lassen, als die hellblauen Augen auf ein blaues Päckchen mit Schleife vor seiner Haustüre fielen.

„Oh, wer hat mir...“, sprach der junge Mann nachdenklich, und bewegte den schmächtigen Leib in die Hocke, um das Paket aufzusammeln. Als er den Namen Aureas ausmachen konnte, durchzog ein sanftes Lächeln sein Gesicht. Versonnen, vor Freude, verstaute er die Mitbringsel sorgsam in der kleinen Wohnung und behielt selbst die hübsch vorbereitete Verpackung. Noch am selben Tag würde er zu ihr gehen, um sich zu bedanken. Offenbar ging es um einen Feiertag, den er noch nicht kannte – Aurea würde ihm sicherlich mehr darüber erzählen.
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Fjalon Thorn





 Beitrag Verfasst am: 22 Dez 2013 15:31    Titel:
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Immer wenn der erste Schnee die stets sauberen Straßen der Hauptstadt bedeckte, begann jene puderige, weiche Schicht, jedes Geräusch zu schlucken, Gespräche zu einem Flüstern zu machen und selbst die stets umtriebige und selten ruhige Stimmung eines Soldaten zu kühlen. In der dieser Jahreszeit wurde nur selten Krieg geführt – zu teuer der Unterhalt, die Verpflegung der Truppen – und auch alltägliche Vergehen waren eher anekdotischer als regelmäßiger Natur. Winterzeit, Ruhe. Sogar für das Regiment.

Fjalon mochte den Winter mehr als alle anderen Jahreszeiten. Wenngleich es für viele Menschen es der Frühling war, der das neue Jahr ankündigte. Jener geliebte Frühling mit all seinen Düften, Farben und Geräuschen voller Verheißung eines neuen, blühenden Jahres. Doch für Fjalon war es der Winter in seiner Stille und Langsamkeit, der ihm stets neue Hoffnung gab. Entschleunigung, Besinnung, Ruhe – all das waren seltene Güter dieser Tage. Und wenn alle anderen im Frühling wieder ihre Umtriebigkeit entdeckten, musste der Korporal in ihm schon längst wieder wachsam sein.

Eines jedoch war Fjalon vollends neu: Geschenke zur Winterzeit. Ihm leuchtete es durchaus ein, in dieser Zeit, die durch Kälte und Dunkelheit die Rückbesinnung auf die Menschen im nahen Umfeld geradezu erzwang, anderen eine Freude zu machen. Doch so recht bekannt war ihm jenes Konzept mit Geschenken noch nicht. Wie immer galt auch hier, dass der Sprung ins kalte Wasser den größten Lernerfolg versprach. Dass es aber drei Mal hintereinander kalt würde, damit hätte auch er nicht gerechnet.

Nicht nur, dass er von der Kameradin, welche in Personalunion sowohl durch die reine Tugend als auch einen schelmenhaften Kobold vertreten wurde, ein Geschenk erhielt, das selbst den blonden Hünen fast zu Tränen gerührt hatte. Nein, eine alte Freundin – geschickt mit Nadel und Faden – hatte ihm ein ebenso wunderbares Geschenk gemacht.
Beide Präsente trug er fortan mit Stolz – Und würde jene so lange mit Stolz tragen, bis seinen Hals etwas anderes zieren musste und seine Farbe nicht mehr die von Sir Thelor wäre.

Als wäre all dies nicht schon genug, erhielt er noch ein weiteres, prall gefülltes Paket von unerwarteter Adresse - Ein Lächeln zierte des Knappen Antlitz in dieser Zeit. So mancher, der ihn kannte, würde sich schwer wundern, war es doch eine sonderbare Begebenheit, den zumeist viel zu ernsten Thorn so beschwingt und fröhlich zu erleben. Dieser hätte es einfach nie für möglich gehalten, dass jene, die er zu schützen, auszubilden und zu ehren gelobt hatte, sich auf eine so rührende Art und Weise revanchieren würden.

Es gibt eben nichts Gutes, außer man tut es.
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Aurea





 Beitrag Verfasst am: 09 Dez 2014 22:20    Titel:
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Sie zog den letzten Gurt des voll bepackten Lastsattels fest und atmete tief durch - wieder ein Schritt getan. Ein Griff in ihre Manteltasche offenbarte einen leicht verschrumpelten Apfel, welchen sie dem armen Lastesel auf der flachen Hand hinhielt und dabei mit der andren Hand über dessen struppiges Fell strich. Er würde heute einiges zu tragen haben und eine weite Strecke gehen müssen - in dieser Nacht würden die Geschenke verteilt werden.

Eine dichte Schneedecke hüllte ihren Garten ein und hatte auch den Statuen weiße Mützen angezogen, was sie für einen Moment schmunzeln ließ. Im Winter wirkte alles oft ganz anders und doch so vertraut - auf seltsame Weise sowohl heimelich als auch unwirtlich.
Umso mehr schätzte sie da die Tradition des Tags der kleinen Geschenke. Sie brachte Wärme und Freude in eine kalte Zeit und schuf einen Anlass um anderen auf Grundlage einer Geschichte etwas Gutes zu tun. Ja, sie liebte diesen Tag - unzweifelhaft. Manches Mal war sie damit inzwischen aufgezogen worden und sie war sich nicht sicher ob sie sich darüber ärgern oder freuen sollte. Einerseits war es mehr als offenkundig - immerhin war sie es dieses Jahr gewesen, die in die Fußstapfen desjenigen getreten war, der die Bücher im Jahr zuvor verteilt hatte. Sie hatte den Tag wo immer es ging in Erinnerung gerufen und die Geschichte sogar am Lagerfeuer der Thyren erzählt. Andererseits ärgerte es sie ein wenig dass so bei manchen der Eindruck entstehen könnte, dass es ihr nur um materielle Güter gehen würde.
Das war es aber nicht, es war der Geist des Tages, die Idee, der Brauch an sich. Sie schätzte Legenden und Sagen ohnehin sehr hoch - nicht umsonst hatte sie inzwischen mehrere alte Fabeln zu Papier gebracht. Und sie maß Traditionen einen hohen Stellenwert zu. Es war wichtig sie zu pflegen, sonst gerieten sie irgendwann ganz in Vergessenheit. Der Tag der kleinen Geschenke aber würde zumindest dieses Jahr nicht vergessen werden. Dafür hatte sie gesorgt. Wieviele ihn ausleben würden war natürlich eine ganz andre Frage.


Sie war noch einmal zum Kloster gelaufen um sich um die Tiere dort zu kümmern und ein paar Handgriffe zu erledigen, als sie aus reiner Gewohnheit die Postkiste dort öffnete. Es schien zur Gewohnheit zu werden dass sie um den Tag der kleinen Geschenke herum selbst in meist ungenutzten Kästen Gaben fand. Letztes Jahr war es ein kleines Buch, dieses Jahr eine fein gearbeitete Schatulle. Vorsichtig hob sie den Deckel und besah das darin liegende Schmuckstück halb verwundert und halb staunend. Der Zettel der dabei lag brachte Aufschluss. Ihr erstes Geschenk von unbekannter Hand. Ein leiser Verdacht stieg in ihr auf als sie die Schrift betrachtete und ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Es war doch noch so früh...
Wieder in Adoran an ihrem Haus angekommen warteten zwei weitere Gaben in ihrem Postkasten. Mit ungläubigem Kopfschütteln trat sie ins Haus und legte die Bündel behutsam auf dem Tisch ab um erst einmal die warmen Handschuhe und den Schal loszuwerden. Es kam ihr tatsächlich jemand zuvor. Sie war noch nicht einmal losgelaufen um ihre Gaben zu verteilen und hatte schon drei erhalten. Die Nacht vom 9. auf den 10. Alatner war offenbar ein weiter Begriff.
Nachdem sie die Bündel geöffnet hatte, ein Strahlen in den Augen allein aus der Freude heraus dass offenbar doch einige dem Brauch folgten, betrachtete sie die Stücke teilweise mit einem amüsierten Ausdruck, teilweise schlicht dankbar und sogar eine Spur verlegen. Diese frechen Kerle - wenn sie es waren - waren sie es? Der Verdacht lag zumindest nahe.



Bald würde sie losziehen um ihre Gaben zu verteilen. Dieses Jahr würde sie es sich einfacher machen und den Esel mitnehmen. Die Laterne stand auch schon bereit und würde ihr sicher den Weg durch die dunkle Nacht erleuchten. Noch einmal setzte sie frischen Tee auf um sich aufzuwärmen und ging dabei im Sinn den Weg schon einmal durch - wo würde sie überall hin müssen? Viele die letztes Jahr etwas bekommen hatten, gingen diesmal leer aus und andere waren hinzu gekommen. Weit über 20 Päckchen hatte sie gepackt.
Zunächst würde sie vermutlich die Pakete in der Stadt loswerden, im Keller des Regiments würden drei Päckchen landen - zwei Vertraute, ein vermutlich sehr unerwartetes bei einem der Rekruten. Eines würde sie in die Kiste des Lehrhospitals legen und fünf weitere fanden sicher in Postkästen verschiedener Häuser Adorans ihren Platz.
Danach ginge es vermutlich nach Kronwalden - vier Pakete waren da abzuliefern - zumindest wenn man die Bibliothek nicht zum Dorf dazuzählte. Da zumindest würden drei weitere Pakete landen.
Ein kleines Paket findet dann sicher auch den Weg nach Berchgard. Eigentlich wären es eher zwei, aber das eine Paket würde sie mit eigener Hand überreichen.
Beinahe zum Schluss würde es zum Kloster gehen - fünf kleine Gaben für die Personen, die ihr dort inzwischen so vertraut geworden waren.
Nur das letzte Päckchen, da hatte sie im Vorfeld forschen müssen. Wo hatte dieser Rumtreiber einen Postkasten oder eine KIste? Nach langem Suchen hatte sie schließlich eine Kiste im Kistenkeller Bajards ausgemacht. Da würde diese Gabe ihren Bestimmungsort finden.


Sie sah noch einmal aus dem Fenster, wo die Dunkelheit langsam zunahm. Nicht mehr lange. Sacht pustete sie über den heißen Tee und versank im Anblick der Flocken, die langsam vom Himmel herabtrudelten und eine neue frische Schicht von Weiß auf alles legten.

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Isabelle Nuir





 Beitrag Verfasst am: 09 Dez 2014 22:36    Titel:
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Dick eingepackt lief sie durch die Straßen. Das Pferd gut bepackt an den
Zügeln hinter sich hergezogen, wanderte der Blick aus bernsteinfarbenen
Augen umher. Auf den Lippen eine fröhliche Melodie leise gesummt.

So fanden kleine Schatullen ihren Weg aus Satteltaschen in dreierlei
Briefkästen. Immer darauf bedacht nicht gesehen oder gar erkannt zu
werden, hinterlies sie für eben jene, die ihr die Tage in dieser fremden
Stadt so verschönert hatten, ein kleines Präsent als Dank.

Erfahren hatte sie von Leetha, dass es eben jenen wunderschönen Tag
geben sollte. Ein Tag für eben jene Nettigkeiten die einem Freude schenken
sollten. Begeistert war die junge Frau sogleich und ließ sich beraten so gut
es eben ging. Sie selbst arbeitete noch eine ganze Nacht daran Schatullen
und Schachfiguren zu schnitzen. So mögen eben jene kleinen Aufmerksam-
keiten, das unvergleichliche fröhliche Lächeln auf die Gesichter zaubern,
welche es ebenso bei ihr vermochten in der vergangenen Zeit.
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 Beitrag Verfasst am: 09 Dez 2014 23:35    Titel:
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*Dank der Hilfe einiger Menschen, verliessen auch an diesem Abend zwei dunkel gekleidete Gestalten den Hort des Wissens..

Ihr Weg führte sie Nach Adoran, dort durch all die kleinen, verwirrenden Gassen .. später sah man sie in Kronwalden, auch Berchgard wurde besucht.

Selbst Junkersteyn und ein weit abgelegener Gildenposten wurden nicht vergessen.. als das Tier, dass hinter ihnen her trottete wohl kaum noch Last trug, führte sie ihr Weg gar noch ins Fischerdorf.

Und so würden viele Menschen, kaum dass die Sonne am nächsten Tag am Horizont zu erblicken, eine Kleinigkeit vor ihrem Haus finden.
Gut versteckt in den einzelnen Postkästen.. dem Tag der kleinen Geschenke zu gedenken.*


Zuletzt bearbeitet von am 09 Dez 2014 23:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Leetha





 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2014 03:25    Titel:
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Nach dem sie den Auftrag von Lethalon fast erledigt hatte, nur die Duftöllampen bereiteten ihr Sorgen, packte sie das vorbereitete Geschenk ein. Sie band ihr Pferdchen los und streichelte es einmal kurz. Dann schwang sie sich auf des Pferdchens Rücken und ritt davon in die Nacht. In Berchgard angekommen suchte sie zielstrebig ein Haus auf. Viele waren ja nicht mehr übrig, nach dem Abriss. Es brannte kein Licht mehr in dem Haus.
"Gut so!", dachte sich Leetha, "Sie schläft natürlich schon."
Leetha suchte den Postkasten, fand jedoch keinen.
"Was zum ... Däääämon!?"
Leetha umrundete einmal schleichend das Gebäude. Nichts! Kein Postkasten. Erst wollte sie die Schatulle über den Zaun werfen aber dann sah sie unter der Laube die Liefertruhe versteckt. Dort legte sie die Schatulle vorsichtig hinein und verschwand so leise wieder, wie sie gekommen war.
Auf dem Rückritt nach Adoran dachte sie an so manchen Kunden. Natürlich hätte sie auch jenen ein Geschenk machen können. Geschäfts fördernd wäre es allemal gewesen. Aber sie wäre sich schäbig vorgekommen. Die Geschichte des "Tages der kleinen Geschenke" berührte sie irgendwie. Einmal wolle sie nicht lügen und Freundlichkeit heucheln. Deshalb hatte sie auch nur dieses eine Geschenk für den einzigen Menschen, der ihr etwas bedeutete. Wieder zurück in Adoran band sie ihr Pferdchen vor dem Haus an.
Als sie vor ihrer Haustüre stand, fiel ihr Blick auf ihren eigenen Postkasten. Leetha hielt kurz inne, schüttelte dann aber den Kopf. Sie griff an den Knauf ihrer Haustüre und hielt wieder inne.
"Und wenn doch jemand ...?"
Langsam nahm sie den Schlüssel und öffnete den Postkasten. Überrascht fand sie ein Päckchen dort vor. Vorsichtig öffnete sie es. Leetha schenkte jedoch nur dem Buch ihre Aufmerksamkeit, als sie den Titel las: "Das perfekte Herz"
Sie nahm es heraus und las es noch in der Kälte vor der Türe. Nach dem sie es gelesen hatte packte sie das Buch wieder in das Päckchen und wischte sich etwas aus den Augen. Unwillkürlich sah sie sich schnell um und atmete erleichtert auf, dass zu so später Stund' niemand mehr auf den Straßen war. Bevor sie zurück in ihr Haus ging, griff sie sich an ihr Herz. Das Päckchen verstaute sie sorgfältig in ihrem Bücherschrank und ging schlafen.


Zuletzt bearbeitet von Leetha am 10 Dez 2014 03:34, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Althan Vylen





 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2014 08:18    Titel:
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Natürlich heißt es in alatarischen Reich nicht "Tag der Geschenke" sondern man machte einfach eine Gabe daraus. Jedenfalls fanden einige Leute sinnvolle Gaben in ihren Kästen an ihren Wohnhäusern...
_________________
Althan: "Wir müssen für unsere Überzeugung einstehen, auch wenn der Preis dafür hoch sein wird!"
Althan: "Hänge dein Herz nie zu sehr an etwas, dessen Verlust du nicht ertragen kannst."
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 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2014 12:40    Titel:
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Am Morgen sammelte ich diverse Dinge in Menek'Ur. Weit kam ich nicht, denn das Chaos war recht penetrant und engte uns doch massiv ein. Trotz allem war auch auf Menek'Ur der Tag der kleinen Geschenke, wenn sich die Auswahl jener auch, durch den derzeitigen Zustand, in Grenzen hielt. Doch wollte ich dem Volk eine kleine Gabe machen und so stellte ich, nach diversen Stunden des Sammelns, eine Schatulle auf dem Basar bereit, für jeden ein kleines Beutelchen darin platzierend, so dass sie auch un dunkelster Stunde eine kleine Sache zum Freuen hatten. Ein Geschenk, welches sie vielleicht motiviert nach vorne zu sehen.
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Ernst von Eichengrund





 Beitrag Verfasst am: 10 Dez 2014 13:48    Titel:
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Nachts, Lichtenthal: Zwei einsame Personen, ein vorlauter Esel, verdächtige Kapuzen und ein Sack voller Geschenke. Eine Geschichte wie sie im schönsten Märchen vorkommen könnte. So war es im Grunde genommen auch. Der Schnee hüllte das Land in das eigenwillige Licht, das nur der Winter auf die Züge der Landschaft malen kann. Die Bäume waren kahl und der Wind war eisig. Dennoch zeugten die Gesichter der beiden Geschenkeverteiler ein fast schon diebisches, vorfreudiges Grinsen. Es war kein Wunder, beide hatten die gleiche perfide Freude daran, anderen Freude zu bereiten. Sei es nur durch die Geste des Gebens, oder durch die Hilfe die das ein oder andere Geschenk mit sich brachte. Grundsätzlich war das der Grundtenor des grösseren der beiden Gestalten.

Viel gab es dieses Jahr zu verteilen, auch wenn viele die damals, vor einem Jahr noch andere Namen auf seiner Liste standen...hatte sich die Anzahl an Geschenken nahezu verdreifacht. Und das wo ein Grossteil der damaligen Personen immer mehr und mehr weniger ein Teil seiner Person geworden sind. Doch genau so spielte das Leben, es war nicht leicht und einfach, es war etwas was formt, Charakter, Geist, Körper, stärkte Freundschaften, schmälerte andere. Wandelte die eine zu etwas anderem um, und machte es in seiner Gesamtfassung zu etwas besonderem.

Es waren viele... und es waren nicht nur seine Geschenke die verteilt werden wollten. Doch um seine sollte es auch gehen. Da waren die Geschenke für einen Schmied und eine Magierin die in Adoran abgeworfen wurden. Die von einem Ritter, einem meisterlichem Freund und einer Nachbarin im Regiment, da wo sie ihren Sold bezogen. Der Gardist und die Tanzkönigin aus Kronwalden. Eine quirlige Holzarbeiterin und eine kriegerische Handwerkshausführerin in Berchgard. Klosterangehörige, teils nur namentlich bekannt. Und ein Thyre der sein Geschenk schon lange erhalten hatte, ein Freund und Bruder, zumindestens im Geiste, wenngleich... manchmal konnte er sich nicht dem Gedanken erwehren das ein Verwandtschaftsgrad irgendwo... irgendwann ...irgendwie... gegeben war. Der ein oder andere den er gerade vergessen hatte....
Doch da war noch das eine, das ganz spezielle... das einzige was er persönlich überreichen wollte. Zeremoniell, wie er es bekam. Ewig... auf seine Weise.

Der bärbeissige Kerl grinste als er der kleineren Gestalt folgte. Ganz zum Schluss... ganz zum Schluss. Die Hände fanden ihren Weg in die weiten Manteltaschen. Der Schnee knirschte unter ihren Stiefeln, ansonsten brauste der Wind durch die blätterlosen Bäume... und eloquent und romantisch durchdrang nur ein weiterer Laut die Stille...

"IIIIH-AAAAAAAAH!"
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