FAQ Login
Suchen Profil
Mitgliederliste Benutzergruppen
Einloggen, um private Nachrichten zu lesen
        Login
Haus Drugar
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » Haus Drugar
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 11 Sep 2017 08:57    Titel: Haus Drugar
Antworten mit Zitat

Den Bogen geschultert, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen streunte sie durch den morgendlichen Wald.
Überall hing noch der Tau auf Blütten, Blättern und dem Gras.
Schon bald waren ihre Stiefel ordentlichen nass, die Feuchtigkeit sog sich langsam den Hosensaum hinauf.
Mit den Gedanken völlig woanders, brachte sie das jedoch keinesfalls zum Umkehren.

Arion war wieder da!
Jetzt wirklich und tatsächlich richtig!
Bei dem Gedanken huschte sogleich ein warmes Lächeln über ihre Lippen.
Meine Güte, hatte sie ihren kleinen, großen Bruder vermisst.

Aber mit Arion war auch ein anderer Teil nach Gerimor zurück gekehrt.
Ein Teil, den sie in den letzten Monden, vielleicht Jahren durchaus gut verdrängt hatte.

Nachdem ersten Wiedersehen waren sie rasch auf das Thema gekommen, das was sie alle auseinandergerissen hatte.
Der Tod ihres Onkels.
Auch jetzt nach der langen Zeit, sah sie noch den Zorn in den Augen ihres Bruders auflodern.
Sie hatte aber auch keine Ahnung gehabt, wie er das damals durchlebt hatte.
Für sie war es einfach anders gewesen.
Ihre Ausbildung hatten vor allem ihre Tante und Xontor übernommen.
Natürlich hatte sie ihren Onkel auch geliebt und respektiert, aber häufig war sie im Zusammenhang mit Strafen in näheren Kontakt zu ihm gekommen.
Und so war sie bei der Beerdigung vor allem eine Stütze für ihre Tante gewesen und als diese Grimor verließ, war auch sie mit ihr gegangen.

Natürlich hatte sie die Gerüchte um den Tod ihres Onkels auch damals schon gehört.
Aber sie wäre einfach nicht auf den Gedanken gekommen los zu ziehen und ihn zu rächen.
Das war etwas, dass dem was sie von sich selbst zu leisten glaubte, völlig in der Ferne lag.

Arion war anders.
Vielleicht mutiger oder auch verrückter, aber... eindeutig anders als sie.
Ein Funke des Feuers seiner Leidenschaft war auf sie übergesprungen.
Es waren Jahresläufe vergangen, sie waren älter geworden.

So unheimlich ungeschickt war sie doch gar nicht mehr?
Ein Teil der am beteiligten Mord wandelten noch auf Gerimor.
Und nach all den Jahresläufen die vergangen waren... würden sie sich noch an Eloharius Drugar erinnern?
Würden sie überhaupt wachsam über die Wege streifen und sich nach den Schatten hinter ihrem Rücken umdrehen?

Vielleicht würde es ja leichter werden als gedacht.
Recht eisern war der Entschluss an diesem Abend.
Auch wenn sie nur ein äußerst geringer Teil der Vergangenheit waren,
sie Beide waren noch da.

Und sie hatten nicht vergessen...

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Arion Mertein Drugar





 Beitrag Verfasst am: 12 Sep 2017 15:59    Titel:
Antworten mit Zitat

Die Rückkehr nach Gerimor stand für ihn unter keinem guten Stern. Es war die Entscheidung zwischen der Familie in Gerimor und seiner Familie in Hagadun. Wobei sich letztere explizit auf seine Mutter und die Krieger im Haus bezieht. Die Familie in Hagadun war weitaus größer.

Dennoch war die Entschsidung zurückzukehren richtig gewesen, selbst wenn dieser Weg auf sein Versagen hinauslief, hatte er es geschworen und es war bis vor wenigen Jahren sein innigster Wunsch gewesen genau diesem Weg zu folgen.

Es erleichterte ihn ungemein, dass Keyra ihn mit offenen Armen empfang und dass sich auch so manch anderes nicht im geringsten verändert hatte. Auf der anderen Seite war überall in Rahal und erst recht in Düstersee der Schatten seines Onkels für ihn bemerkbar. Auch wenn viele der Bürger sich vermutlich nicht ein mal mehr an ihn erinnerten, oder der Name für sie eine Bedeutung gehabt hätte.

In Hagadun waren die Geschichten und Erinnerungen an Eloriahus um so präsenter, doch dort hatten sie sich nicht auf sein Gewissen gelastet oder seine Handlung angespornt - ausser in den letzten Monaten vor seiner überstürzten Abreise.

Seit Arion in Gerimor war, kamen alle ignorierten Erinnerungen und Empfindungen wieder in ihm hoch. Das Erlebte wurde jeden Tag klarer und mehr Einzelheiten nahmen zu jenen Ereignissen Gestalt an, die dem Tod Eloriahus voran gegangen und nachfolgend geschehen waren. Und mit diesen Erinnerungen kam auch sein Zorn und seine Rachegelüste wieder hervor, die er in den Jahren in Hagadun so erfolgreich ignoriert hatte und die sich in der Zeit sehr tief in sein Wesen gegraben hatten.

Er hatte einen langen Weg vor sich - sehr viel länger, als er es sich als Kind gedacht hatte. Im Gegensatz zu den Kindheitstagen war nicht mehr die Person Ahad Drugars vor ihm, der ihm den Weg weisen und allein durch seine Präsenz Zweifel beseitigen konnte.
Dafür hatte er nun im übertragenen Sinne dessen Schatten im Nacken, der ihn anspornte und überwachte, auf dass das Haus wieder eine Bedeutung erlangte.

Zum Glück war er auf diesem Weg nicht alleine, Keyra würde ihn mit ihm beschreiten.
 Nach oben »
Arion Mertein Drugar





 Beitrag Verfasst am: 29 Jan 2018 19:24    Titel:
Antworten mit Zitat

Wenn man etwas immer in der falschen Dosierung bekommt, dann ist es Familie. Eigentlich hoffte Arion auf die baldige Rückkehr seiner Schwester und er hatte auch schon einen Boten Richtung Hagadun gesendet um herauszufinden wo sie steckte und wann sie zurück kommen wollte. Leider kam bislang noch keine Nachricht zurück.
Dafür tauchte aber der lange verschollene und bereits für Tod erklärte Onkel wieder auf, der alle Routine einmal kräftig durcheinander wirbelte und Arion mehr als deutlich daran erinnerte, welcher Weg für ihn vorgesehen war. Auch wenn sich Arion das ganze eher entspannter und mit weniger Entscheidungen, und das ganze vielleicht auch etwas später vorgestellt hatte. Die Rückkehr Keyras wäre ihm deutlich lieber gewesen auch wenn er sich auf der anderen Seite freute, dass die Familie in Gerimor wieder größer wurde.

Nur kurz darauf als sich der halbstarke Bursche mit der Anwesenheit des Onkels halbwegs abgefunden hatte, tauchte Cailean ohne Vorwarnung und wie er herausfand auch ohne Erlaubnis vor Rahal auf. Arion war hin und her gerissen zwischen Wiedersehensfreude und dem Wunsch seinen Bruder für den Mut alleine her zukommen zu gratulieren und ihm ordentlich die Leviten zu lesen und ihn zurück nach Hagadun zu schicken, wo er sicherer war.

Allerdings war Arion selber ohne jegliche Erlaubnis und im Streit nach Gerimor gekommen, von daher entschied er sich für den Mittelweg. Eine Strafaufgabe für Cailean und ansonsten dafür sorgen, dass er hier bleiben konnte, ohne dass ihre Mutter einen Suchtrupp losschickte.

Hoffentlich kehrte Keyra auch bald zurück.


Zuletzt bearbeitet von Arion Mertein Drugar am 29 Jan 2018 22:41, insgesamt einmal bearbeitet
 Nach oben »
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 05 Feb 2018 09:47    Titel:
Antworten mit Zitat

Sie hatte gar nicht vor gehabt lange fort zu bleiben.
Eigentlich.
Die Tasche in den Händen hatte sie sich ohne bestimmtes Ziel auf den Weg gemacht. Mal raus kommen, die kleinen Zankereien vergessen.
Es war kälter als gedacht und trotz dem dritten paar Socken, hatte sie Eisfüße. Obendrein quetschten die Stiefel fürchterlich, vielleicht wäre sie doch lieber bei zweien geblieben.. oder dickere Stiefel hätten es auch getan.
Aber da es nun zu spät war, kehrte sie irgendwo auf dem Weg zwischen Rahal und Hagadun ein.
Unentschlossen in welche Richtung die Reise weiter gehen sollte, verbrachte sie eine gute Weile in ihrer Zwischenstation dem Gasthaus.
Leider war ihr Goldvorrat endlich und so kam der Tag an dem sie sich für eine der Richtungen entscheiden musste.
Ein tiefes Durchatmen, die Socken wieder übereinander schnappte sie ihre Tasche und schlenderte erneut los.
Ohne wirklich entschlossen zu sein, oder dass ihr bewusst gewesen war den Entschluss tatsächlich gefasst zu haben, stand sie auf einmal vor dem Haus.
Wenn man da so stand, konnte man glauben, dass sich über all die Jahre wenig bis gar nichts verändert hatte.
Vielleicht hatte es ein paar Schönheitsfehler dazu gewonnen, der Zahn der Zeit hatte schon ein wenig daran genagt.
Aber wohl nicht nur an dem Haus..
Schon wieder halb dabei zu bereuen und rückwärts zu gehen, hörte sie eine laute wohlbekannte Stimme ertönen und ihren Namen auf recht unleidliche Art wieder zu geben.
Da war sie also wieder.
Daheim.
Das sich inzwischen jegliche anderen Drugars wohl in die gegensätzliche Richtung bewegt hatten, war ihr während ihrem Zwischenstopp völlig entgangen.
Das ihre Mutter aber nun völlig aufgelöst und am Ende der Nerven war, konnte man gar nicht übersehen.
Nicht das Herz sich wieder auf den Weg zu machen, verlängerte sie so ihren Aufenthalt Tag für Tag und gewöhnte sich allmählich wieder an die heimische Routine.
Tatsächlich, mal von dem Gejammer abgesehen, fühlte sie sich wohl und für den Moment gänzlich unbeschwert.
Nur des Nachts schlichen sich Sorgen in ihre Gedanken.
Hatten ihre Brüder Rahal inzwischen in Schutt und Asche gelegt?
Vielleicht baumelten sie an einem Strick, aber das würd man doch gehört haben oder?
Hatte sie sich eigentlich vom Dienst abgemeldet?
Hatte sie... oder? Bestimmt!
Es würde alles gut sein... Hatte sie sich überhaupt irgendwo... Ach.. sicher doch!
Am nächsten Tag wurde gekonnt alles zur Seite geschoben.. und so vergingen die Tage, Wochen und Mondläufe in Hagadun.
Rahal wurde ein weit entfernter Ort.. irgendwo weit über den Horizont hinaus und tatsächlich völlig unerreichbar...


_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 08 Feb 2018 11:18    Titel:
Antworten mit Zitat

Auch wenn es sicherlich nicht so beabsichtigt war, das hoffte sie zumindest, hatte der inzwischen angekommene Brief für weitere Turbulenzen gesorgt.
Man könnte meinen, dass es bei der abnehmenden Zahl Drugars in Hagadun stiller zugehen würde...
Aber genau das Gegenteil war wohl der Fall.
Und so war selbst auf der Gasse ein lautstarker Streit zwischen Mutter und Tochter zu vernehmen.
Das beständige, begleitende Klirren zeugte davon, dass auch der Hausrat in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Irgendwann setzte ein lautes knallen einer Tür, dem Disput ein Ende.
Ein Zerzaustes, rotwangiges Etwas mit einer großen Tasche über der Schulter stapfte wutentbrannt davon.

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 20 Feb 2018 08:40    Titel:
Antworten mit Zitat

Den Blick an die Decke gerichtet, lag sie alle Viere von sich gestreckt auf dem Steinboden.
Eine ganze Weile schon beobachtet sie eingehend die Maserung der Decke mit dem Gefühl, sich niemals wieder erheben zu können.

Einfach liegen bleiben.

Nicht, dass das Muster da oben so sonderlich hübsch anzusehen wäre.. aber alleine der Gedanke daran, irgendwas von den schmerzenden Gliedern zu bewegen war so furchtbar, dass an Aufstehen nicht zu denken war.

Sie war also wieder in Rahal, eindeutig.

Die Schmerzen ließen keinen Zweifel daran, dass sie auch den Dienst wieder aufgenommen hatte.
Leider war ihr bisher weder Arion noch ihr kleinerer Bruder über den Weg gelaufen.
Mit besorgtem Blick wurde eine der Deckenfugen näher betrachtet.
Hoffentlich war er von den Plänen des Onkels nicht in die Flucht geschlagen worden.
Sie hatte zuvor noch nie bedacht, dass er der älteste Sohn war und wenn sie es von der
Seite betrachtete, sie ganz froh darum war nicht in seiner Haut zu stecken.
Dennoch sollten sie unbedingt miteinander reden, sobald sie sich bewegen konnte natürlich!

Also vielleicht nie wieder..

Wobei für so ein leckeres kleines Erdbeerhörnchen..
Ganz vorsichtig streckte sie den rechten Arm in der Hoffnung an die Kiste in der Nähe zu gelangen. Als die Fingerspitzen lediglich das Holz berührten, entfuhr ein tiefer Seufzer und
der Arm fiel schlicht wieder zu Boden.
Gut, so lecker waren die Hörnchen nun auch wieder nicht, dass man sich im Gesamten bewegen musste..
Vielleicht hatte sie ja das Glück und Jemand würde vorbeikommen, dann würde sie sich einfach
eines wünschen und könnte liegen bleiben.
Der Blick wanderte von der Decke in Richtung eines der Fenster.
Hach verdammt.
Sie hatte etwas versprochen, spätestens dafür würde sie sich rühren müssen.
Und vielleicht wäre sich davor zu waschen ganz angenehm...
Mit einem Ächzen schaffte sie es zumindest auf alle Viere und krabbelte ganz vorsichtig die Treppe hinab.
Auf den Stufen zum kleinen Becken, fielen ihr schließlich die Augen zu und zusammengerollt schnarchte sie dort vor sich hin.

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 26 Feb 2018 10:07    Titel:
Antworten mit Zitat

Die Hände in den Hosentaschen, war sie nun das dritte mal um diese Abbiegung gekommen.
Mit einem leisen Brummen wurde dieses Mal die andere abzweigende Gasse gewählt.

Fast vier Jahre war es nun her.

Vor vier Jahresläufen war ein Pferderücken verdammt hoch und die Füße verflucht weit vom rettenden Boden entfernt.
Heute war der Rossrücken immer noch höher als man es sich für gewöhnlich wünschen würde, dennoch konnte sie sich inzwischen ganz gut darauf halten.
Sicherlich machte sie nach wie vor keine gute Figur, aber sie rutschte weitaus weniger als früher ungewollt aus dem Sattel.
Eine gute Reiterin?
Das würde sie niemals von sich behaupten, aber sie schaffte es sich oben zu halten, irgendwie eben.
Wenn sie eine Wahl hatte ging sie dennoch sehr viel lieber zu Fuß, auf ihre Füße konnte sie sich nach wie vor verlassen.

Damals waren die Knie zittrig.
Heute war das schwer zu sagen, es kam mehr auf die Situation an und wie viel Zeit man ihr zum Denken ließ.
Sie neigte durchaus zur Hektik und manchmal verhaspelte sie sich dabei auch wirklich ungünstig, aber ihre Pfeile trafen zumeist das gewünschte Ziel.
Das war weitaus mehr, als sie damals hatte über sich sagen können.

Einiges hatte sie gelernt, auch täuschen und lügen war ihr nicht mehr fremd.
Für eine Weile Jemand anders sein.
Eine neue Geschichte leben und dabei nicht auffallen, war ihr gar eine der liebsten Lektionen.

Alles in allem hatten sie verflucht viel gelernt.
Nicht ausgelernt, aber dazu gelernt.

Alle an einem bunten Spieß aufreihen war sicherlich hoch gegriffen und nach wie vor zu hoch angesetzt.
Aber .. Jemanden das Leben schwer machen?
Das bekam sie wohl hin.
Und das ganz ohne dabei über die eigenen Füße zu stolpern und der Länge nach im Dreck zu landen.

Die Frage war.... wie viele von dem bunten Spieß den sie anstrebte, atmeten überhaupt noch?
Würde man sie finden?
Und wenn ja, was tat man dann?

Völlig in ihre Gedanken vertieft, schaffte sie es noch gerade rechtzeitig stehen zu bleiben, die bösartige Wand, die es gewagt hatte sich ihr in den Weg zu stellen wurde strafend angestarrt.
Mit einem Blinzeln drehte sie sich einmal um sich selbst.

Schon wieder die selbe Hausecke!
Verflucht noch eins!

Brummend und leise vor sich hin fluchend wurde eine neue Abzweigung auf Tauglichkeit geprüft....

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 24 Apr 2018 08:43    Titel:
Antworten mit Zitat

    Den gewünschten bunten Spieß zusammen zu bekommen schien unmöglich.
    Vergessen hatte sich in den letzten vier Jahresläufen breit gemacht.
    Als läge nun eine dicke graue Staubschicht über dem Geschehenen.

    Für Manche war es eine Rache die bereits vollzogen war und somit eine beendete Aufgabe,
    nichts an das man noch denken sollte, erledigt war es schließlich.

    Sie selbst hatte nicht das Gefühl, dass sie die bereits vollzogene Rache mit genugtuung füllte.
    Ganz im Gegenteil.
    Lag es daran, dass sie damals nicht teil haben konnte?

    Die Frage, die sich ihr stellte war: Wann nahm Rache ein Ende?
    Wer entscheidet, wann die Waage keine Überlast mehr trägt?
    Warum sollte man eine Sache für beendet erklären, nur weil irgendwann, irgendwer beschlossen hat
    der Rache sei nun genüge getan?


    Und war es am Ende nicht einer seiner Leitgedanken, die besagte das Rachsucht zu purem Hass führt und
    dies der Weg zur Stärke selbst ist?

    Bisher hatte sie einmal flüchtig über die Staubschicht der Vergangenheit gepustet und den kleinen
    Partikeln beim durch die Luft schweben eine Weile zu gesehen.
    Der aufgewirbelte Staub schien sich langsam wieder zu legen, eindeutige Zeit zu handeln.

    Dieses Mal würde es nicht bei einem Lufthauch bleiben...
    Neue Vorbereitungen liefen an und sie hatte sich fest vorgenommen eine Erschütterung hervor zu rufen.
    Wohlmöglich würde diese reichen um endlich wieder Licht in die Vergangenheit zu bringen.

    Sollte nicht eintreffen was sie sich erhoffte...
    Dann gab es da noch den ein oder andere radikaleren Plan, der ausgeführt werden konnte.

    Mit einem Lächeln fiel ihr Blick auf das Pergament vor sich.

    "Ich weiß was du getan hast.
    Keine Sorge, ich erinnere mich für uns Beide."

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.

Zuletzt bearbeitet von Keyra Drugar am 24 Apr 2018 08:44, insgesamt einmal bearbeitet
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 01 Mai 2018 21:46    Titel:
Antworten mit Zitat

    Mit geschlossenen Augen, barfuss, jeden Schritt spürend hatte sie die letzten Meter zurück gelegt.
    Unter den nackten Zehen das weiche, leicht feuchte Gras.
    Den Geruch das sich endlich ausbreitenden Frühlings in der Nase.
    Beim öffnen der Augen fiel ihr schimmernder Tropfen auf.

    Erinnerungen..
    Erinnerungen waren das was uns ausmachte.
    Die Summe aller Erfahrungen, die wir auf unserem Weg gesammelt hatten um zu dem zu werden, was
    wir heute waren.
    Die jüngsten Erinnerungen schienen vor allem schmerzhafter Natur.
    Ein Weg der eingeschlagen wurde, weil sie der Meinung war ihn gehen zu müssen.
    Und dennoch war stets dieser kleine, unauffällige Stein vorhanden.
    Gleich eines Kiesels hatte er sich in ihrer Magengrube eingenistet und erinnerte sie in den ungünstigsten
    Augenblicken daran, das er dort war.

    "Kehr um.
    Tu es nicht."

    Es war nicht so, dass sie das nicht wahr nahm.
    Viel mehr war es ein ausblenden und konzentrieren auf das hier und jetzt.

    Es war angsestossen worden und das Warten fiel ihr schwer.
    Um etwa Zehn Tagesläufe war sie gebeten worden, ihr war bewusst dass diese noch nicht vorüber waren und doch
    war Geduld nicht ihre Stärke.
    Schwierig war es die Tage verstreichen zu lassen.

    Also begann sie derweil etwas anderes.
    Natürlich hatte sie gewartet, nicht das sie ihr Ziel war.
    Es war mehr zufällig, dass sie ihren Weg kreuzte.
    Aber im Nachhinein hätte es Niemand besseres sein können.

    Erst danach fiel ihr ein, dass sie schlicht hätte fragen sollen ob sie nicht einen völligen
    Neuanfang wagen wolle.
    Nicht nur einen Namen eine Familie hinter sich lassen, sondern sich vielleicht auch gänzlich verändern.
    Andererseits konnte das warten bis ein Teil der Erinnerung zu ihr zurück gekehrt war.

    Dann würde sie es ihr anbieten.
    Und wohlmöglich könnten sie Beide ein ganz neues Kapitel beginnen.

    In jedem Falle gab es einen Namen, den sie von ihrer kleinen Liste gestrichen hatte.
    Einen, der nicht vorkam bei dem was noch wartete.

    Erinnerungen..
    Machten uns aus. Was aber, wenn ein Teil dieser Erinnerungen fehlte?
    Waren wir dann andere Menschen als wir es sein sollten?

    Mit einer schlichten Berührung des Blattes löste sich der Tropfen und verfing sich mit einigen anderen im Gras.
    Schließlich fanden sie alle doch irgendwann, irgendwie zusammen, nicht wahr?




_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 14 Mai 2018 08:56    Titel:
Antworten mit Zitat

    Sie sass im noch leicht feuchten Gras, die nackten Zehen irgendwo zwischen den Halmen vergraben,
    in den Händen ein knittriges Schreiben.

    Wie lange hatte sie darauf nun gewartet?
    Gefühlt war es eine Ewigkeit her, seitdem sie den Versuch gewagt hatte Kontakt aufzunehmen um die Wahrheit zu erfahren.
    Auch nach dem letzten Versuch noch einmal Jemanden zu entsenden, hatte sie mit einer Antwort schon lange nicht mehr gerechnet.
    Umso überraschter war sie, als sie angesprochen wurde.
    Nach einem kurzen betrachten der Erscheinung war ihr recht schnell klar wo man die Dame einzuordnen hatte.

    Ihr war es sogar gleich dass sie im ersten Moment nicht alleine waren.
    Selbst wenn es nun Gewissheit gab, das sie von mindestens vier Augen gesehen worden waren, in diesem einem Augenblick war es nicht von Bedeutung.
    Als sie ihr den Rücken zuwandte um Voraus zu gehen, kam ihr ganz flüchtig in den Sinn, dass das vielleicht nicht die beste Idee war und sie gerade
    verdammt unvorsichtig, aber so schnell wie der Gedanke gekommen war, war er dann auch schon wieder verschwunden.

    Es gab eine Antwort und sie war zum Anfassen.
    Ihre Knie wurden weich und auch die Hände wollten nicht ganz, wie sie.
    Auch wenn sie sich eine menge Mühe gegeben hatte war ihr durchaus bewusst, dass die Dame gegenüber das leichte Zittern bemerkt hatte.
    Immerhin bestand sie nicht darauf, dass die Antwort hier geöffnet wurde.

    Die Möglichkeit eine Botschaft zu hinterlassen.
    Im Nachheinein hätte sie so vieles sagen können, aber zu diesem Zeitpunkt fiel ihr nur ein schlichter Dank ein.
    Der Kopf war wie leer gefegt und alles an was sie denken konnte, was das Schreiben in ihren Händen.

    Irgendwie hatte sie es dann damit auch zu einem Rückzugsort geschafft.
    Und schließlich saß sie da.
    Mit dem gesiegelten Brief auf dem Schoss, unfähig ihn zu öffnen.

    Vermutlich würde sie immernoch da sitzen, ohne die Zeilen zu kennen hätte es nicht Jemanden gegeben der für sie da war,
    übernahm das Siegel zu brechen und den ersten Blick hinein zu werfen.
    Das erste Mal hatte sie ihn nicht alleine gelesen, aber selbst da war es schon ein Wechselbad der Gefühle.

    Zunächst einmal die Wut über den Beginn des Schreibens, dann eine langsam aufkommende Enttäuschung.
    Aber was hatte sie sich auch vorgemacht?
    Natürlich hatte er keine Namen genannt.
    Wer würde das auch tun?

    Es war kein Duell gewesen.

    Samt einer tiefen Enttäuschung, dass sie kaum vorran gekommen war und einen Keim des Zweifels.
    Am nächsten Morgen, hier im feuchten Gras, das Schreiben erneut in den Händen und gefühlt unzählige Male gelesen hatte sich der Zweifel weiter ausgebreitet.
    Wer sagte ihr eigentlich das er die Wahrheit sagte?
    Er hatte überhaupt keinen Grund dass zu tun und selbst wenn er keine Namen nannte, woher wollte sie wissen ob der beschriebene Hergang nicht beschönigt oder
    völlig frei erfunden war?

    Was hatte sie nur geglaubt von ihm zu erhalten?
    So etwas wie ein Geständnis?
    Selbst wenn man ihn bedrohen und vielleicht in die Ecke drängen würde, selbst dann gab es keine Garantie auf die Wahrheit.

    Vielleicht würden die anderen Zeugen dabei helfen können.
    Sie suchte also einen Korporal und einen Priester, samt möglicher Regimentler.
    Wohlmöglich war dass etwas mit dem man arbeiten konnte, aufgeben kam in jedem Falle nicht in Frage.

    Mit einem Murmeln, wurde der schwere klirrende Sack geschultert und auch das Schreiben verstaut.
    Den Rest würde wohl die Zeit mit sich bringen...




_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 24 Mai 2018 08:35    Titel:
Antworten mit Zitat

    Das Kinn auf dem kühlen Holz des Tisches abgelegt, den Blick auf ein Stück Kuchen vor sich gerichtet, saß sie nun schon eine Weile da.
    Eigentlich hätte das Kuchenstück schon gar nicht mehr existieren sollen, für gewöhnlich war das Leben des Süßkrames in greifbarer Nähe sehr kurz.

    Aber heute war es anders.
    Beim Setzen war ihr der Zuckerbäcker in den Sinn gekommen und das sie schon eine geraume Weile nichts mehr von ihm gehört hatte.
    Sicherlich, die versprochene Frist für das Rezept war noch nicht abgelaufen,
    dennoch wanderten die Fingerspitzen nervös die Maserung des Tisches nach.
    Hoffentlich war der Bäcker nicht abhanden gekommen.

    Liefen doch die anderen Vorbereitungen recht gut, sie war sich sicher dass es bald die ersten Ergebnisse geben dürfte.
    Die Frage die blieb, ob man es zunächst an jemanden ausprobierte, bevor es an sein Ziel gelangte.
    Und wenn ja, wer käme für so etwas in Frage?

    Vielleicht würde es ja sogar Jemanden geben der freiwillig dazu bereit wäre.
    Und wenn das nicht, sicherlich eine Person die sich ausversehen meldete um als Versuchsobjekt her zu halten.

    Beiläufig begann sie mit der Gabel im Kuchenstück zu stochern.
    Wohlmöglich käme sie schneller zum Ziel wenn man noch Jemanden ins Rennen schicken würde?
    Ab wann übersteigt das Risiko das zu erwartende Ergebnis?

    Was wenn sich zwei mit dem selben Auftrag über den Weg laufen?
    Es juckte unheimlich in den Fingern es selbst in die Hand zu nehmen.
    Was das angeht war sie sich aber recht sicher, das Risiko und Ergebnis nicht die Waage halten würden.

    Also blieb nichts als weiter rumzusitzen.
    Das inzwischen völlig maltretierte Kuchenstück wurde zurück geschoben.
    Irgendwas.. musste man doch tun können.

    Kurz darauf fiel die Tür krachend ins Schloss.

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 27 Mai 2018 22:43    Titel:
Antworten mit Zitat

    Mit dem Rücken an die kühle Steinmauer gelehnt betrachtet sie nun schon eine Weile die Holzkiste vor sich.
    Der Deckel lag schief darauf und macht einen deutlich mitgenommenen Eindruck.
    Sie hatte eine Weile gebraucht die Kiste zu öffnen, vor allem ohne Schaden im Inneren anzurichten.
    Den Holzdeckel hatte sie eindeutig erledigt.

    Immerhin hatte sie dabei keine Verluste beim inneren Schatz hinnehmen müssen.
    Unter dem Deckel im Schatten ruhte das beunruhigende Zeug was er geschaffen hatte.
    Sie hatte einen Blick auf die Dosierung geworfen und die Kiste dann wieder verschlossen.
    Mehr notdürftig als wirklich, aber hier unten störte das ganz gewiss nicht.
    Es wurde kühl und dunkel gelagert.

    Nebendran fand sich im wenigen Licht glänzend die Untensilien, die nur darauf warteten eingesetzt zu werden.
    In der reinen Theorie war es soweit, die Vorbereitungen waren abgeschlossen.

    Leider hakte es ein wenig bei der genauen Bestimmung der Ziele.
    Auch wenn es viel Geduld und Kraft kostete, hatte sie diesmal nicht vor blind los zu schlagen.
    Sie würde warten, so hart das auch war und es war verdammt hart.

    Am heutigen Abend war ihr schmerzlich bewusst geworden wie sehr sie mit dem Feuer spielte.
    Nicht, dass es ihr nicht zuvor schon klar war, dass es ein gewagtes Unterfangen war.
    Auf eine gewisse Art und Weise hatte es ihr Angst gemacht.
    Sie hoffte inständig, dass ihr Gegenüber dies nicht bemerkt hatte.

    Es passierte selten bis nie, aber tatsächlich war sie einmal sprachlos gewesen.
    Und auch danach brauchte sie eine gute Weile bis sie sich wieder gefangen und ein ablenkendes Thema gefunden hatte.

    Der nächste Termin bereitete ihr mehr Sorge als sie zugeben wollte.
    Andererseits schien er gut in dem zu sein was er tat.
    Die Geschichte schien bisher überzeugend, wenn sie nur genügend Geduld hatte.

    Allerdings würde sie um das durchzuziehen nicht nur Geduld brauchen.
    Die Frage, die zuletzt bestand war wohl:

    Wie weit würdest du gehen um dein Zeil zu erreichen?


    Irgendwo gab es eine Grenze.. eine dünne feine Linie, die man niemals überschreiten würde...

    ...Oder?...

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 30 Mai 2018 08:43    Titel:
Antworten mit Zitat

    Leben ist das was dir passiert,
    während du andere Pläne machst.


    Sorgsam wurde eine große Decke über den kleinen Haufen in der kühlen Kammer gelegt.
    Es gab wohl nichts was ihren Zustand derzeit besser beschreiben würde.
    Wie lange hatte sie darauf hingearbeitet?

    Als sie Hagadun verließ, hatte sie nur einen recht schlichten Wunsch.
    Eine Familie finden, ein zu Hause, ein Ort an dem sie sich aufgehoben fühlen würde.
    Recht schnell ging dieser Wunsch in Erfüllung.
    Tatsächlich hatte sie diesen Platz bei der Garde gefunden.

    So unwahrscheinlich wie das am Anfang wirkte, war der Beginn doch eher holprig und Rachelustig.
    Sie erinnerte sich noch gut an ihr Dachbodenexperiment.
    Die Maden, Käfer und Spinnen, welche sie vor hatte einem gewissen Provost in die Stiefel, die Truhe oder auch nur
    das Essen zu stopfen.
    Ausgiebig und mit viel Hingabe war die Zucht gepflegt worden,
    bis zu einem verhängnisvollen Abend an dem das ausgesuchte Opfer sie recht unerwartet in den Schutz nahm und dafür sorgte,
    dass die Zucht alsbald einer dunklen Kiste zugeführt wurde, die irgendwann gänzlich verschwand.

    Sie hatte sich wohl gefühlt und war recht zufrieden, als ihr auf einmal ein Teil der Familie zu folgen begann.
    Einzelne Familienmitglieder versuchten auch ihr Glück erneut auf Gerimor und mit sich brachten sie nicht nur
    das warme Gefühl der zweiten Heimat, sondern auch die Vergangenheit.

    Drugar.
    Der Name war Fluch und Segen zugleich,
    wer ihn hörte und die Geschichte kannte, hatte hohe Erwartungen - ein Anderer glaubte sogleich man wolle sich damit
    lediglich Türen öffnen und dann auf alten Lobeeren ausruhen.

    Sie hatte gesehen wie man an diesen Erwartungen scheitern und zerbrechen konnte.
    Aber auch erlebt wie es Jemanden gab, der klar machte wie wenig Namen bedeuteten.

    Eine ganze Weile war sie der Meinung gewesen, dass der Name nicht erlöschen dürfte und als Erinnerung der Vergangenheit dienen sollte.
    Und wenn es nur war um daran zu erinnern, was ihrer Meinung noch lange nicht genügend gerächt worden war.

    Auf einmal war sie bereit sogar den Namen los zu lassen.
    Irgendwas am heutigen Abend, bei ihrem Heimweg durch den Wald hatte das bewirkt.
    Sie hatte etwas gefunden, von dem sie nicht mal glaubte, dass es Ansatzweise in ihr existierte:

    Geduld.


    Und wenn es noch Jahresläufe dauern würde.

    Vielleicht war sie dann lediglich nur noch eine Drugar im Herzen,
    hatte sie doch heute eines für sich mitgenommen:

    Die Vergangeheit endlich los zu lassen.


_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Keyra Drugar





 Beitrag Verfasst am: 13 Jun 2018 07:52    Titel:
Antworten mit Zitat

    Mit großer Anspannung hatte sie dem Abend entgegen gesehen.
    Ausgemalt hatte sie sich allerlei möglicher Dinge die schief gehen könnten,
    oder anders laufen als erhofft.
    Alatar sei dank, war es ganz anders gekommen und obendrein wesentlich friedlicher
    geblieben als sie erwartet hatte.

    Aber etwas hatte der Abend dennoch hinterlassen: eine gewisse Hoffnungslosigkeit
    in den Nachforschungen jemals weiter zu kommen.
    Die besten Spuren liefen zu bereits Toten, oder verschollenen Personen, die nicht einmal
    hinterbliebene Angehörige zu haben schienen.

    Es war ein wenig wie früher.
    Wenn man als kleines Kind auf einer schönen Wildwiese steht auf der Suche nach dem
    vierblättrigen Kleeblatt.
    Von Oben sah es so aus als würde es unzählige geben, aber wenn man sich bückt und danach
    greift, waren es doch nur zwei Blätter die vortäuschten eines zu sein.
    Die Enttäuschung danach erneut wieder nur ein dreiblättriges in den Händen zu halten
    ist nach der Erwartung natürlich um so größer.

    Es half alles nichts.
    Der einzige mögliche Weg vielleicht noch etwas heraus zu finden würde sie zurück nach Hagadun führen.
    Bisher hatte sie den simpelsten aber auch zugleich schwersten Weg gescheut.
    Die Familie selbst zu fragen nach Erinnerungen aus der vergangenen Zeit.

    Mit gutem Grund hatte sie es auf einem anderen Weg versucht, aber nun blieb ihr nichts anderes mehr übrig.
    Es gab noch einiges zu tun, aber dann würde sie abreisen.
    Und selbst wenn es keine neuen Erkenntnise gab, freute sie sich doch auf ihre Tante Aylia,
    endlich Arion wieder in die Arme schließen zu können und auch die anderen Gesichter.
    Vielleicht würde sie sogar Marus treffen und ihm die verpassen, die ihm gehörte.

    Möglicherweise würde sie dann einfach eine Weile bleiben...

_________________
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
 Nach oben »
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » Haus Drugar
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.




phpBB theme/template by Tobias Braun
Copyright © Alathair



Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de