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[Quest] Verfluchte Zeit!
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Darian Amberg





 Beitrag Verfasst am: 31 Jan 2018 19:54    Titel:
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Blitze schlugen rechts und lings von ihm ein.
Eine Frau schrie ... nein, es war keine Frau, es war er selber der schrie. Schreck und Panik hatte ihn erfasst.
„Kümmere dich um den Baron ... ich sag es nicht nochmal Rian.
Kümmere dich um den Baron."
Klang Arenvirs Stimme, fast wie immer kraftvoll und beängstigend wenn er befehle gab.
Als wäre die Situation noch nicht schlimm genug, die Panik in ihm fast allumfassend, tauchte noch ein riesiger feuriger Drachenkopf auf der nach ihm schnappte, ihn jagte und er wollte rennen, aber vermochte nicht einen Schritt zu gehen. Schon kauerte er sich hin den Kopf in den Händen bergend, da wachte er auf.
Wachte auf von seinem eigenen Schrei.

Schweißgebadet saß er aufrecht im Bett und versuchte sein Atem unter Kontrolle zu bekommen.
Ein Traum ... alles nur ein Traum .. oder etwa nicht?
Er stand immer noch schnell atmend auf und wankte zu dem Tisch um ein Glas Wasser zu trinken.
Nein.
Kein Traum. Gut bis auf diesen Feuerdrachen aber diese Blitze ... Arenvirs Befehl. Das war Wirklichkeit gewesen.
Die Schwesternschaft war da gewesen und hatte versucht Arenvir zu helfen. Heraus zu finden um was es in dem Fluch ging. War er zu beseitigen?
Zumindest nicht an diesem Abend.
Was genau diese He... ähm diese Schwesternschaft tat, wußte er nicht.
Er war gewarnt genug, das er nicht auf das Lied zugriff um dieses Heraus zu finden, denn helfen konnte er erst recht nicht.

Alles lief soweit auch gut, bis dieses Summen... Dröhnen erklang das kaum zu ertragen war.
Dann jedoch schlugen überall Blitze ein, und Darin vermochte nicht einmal zu wissen was ihn geritten hatte sich schützend vor den Baron zu stellen.
Warum sollte der Blitz ihn selber treffen wenn doch da der Baron war.
Sie waren eindeutig zu nah dran. Als ein Blitz in seinen Stab einschlug, ließ er diesen erschrocken fallen. Dann handelte er einfach ohne nach zu denken.
Er packte den Baron am Ärmel und zog ihn mit sich weiter nach hinten in den Raum wo Nyome stand, zum Schluss schob er ihn aber er konnte nicht verhindern das der Baron von einem dieser Blitze getroffen wurde.
Zu Boden ging er nicht.
Äußerlich hatte er keine Blessuren, bis auf die zu einem Mob aufstehenden Haaren.
Jetzt ging es um Schadensbegrenzung.

Arenvir und die Schwesternschaft waren in einem Schutzkreis, ihnen schien nichts zu geschehen solange der Schutzkreis nicht unterbrochen wurde.
Überall schlugen Blitze ein. Aber es waren keine normalen Blitze, es waren ...
Darian hatte keine Ahnung. Zumindest entzündeten sie nichts.
Als er nun sah wie Helisande auf Arenvir zuging, das Schild vor sich, hatte er nur noch einen Gedanken.
Sie durfte den Kreis nicht unterbrechen. Sie durfte nicht zu Arenvir gelangen.
Also stellte er sich ihr -über- mutig in den Weg.
Natürlich hatte er ihr absolut gar nichts in den Weg zu stellen. Er würde ihr nicht standhalten können, und so schob sie sich auch nach einem kurzem Gerangel, an ihm vorbei und er. so dumm wie er auch war, hatte keine anderen Lösung als sich auf sie zu stürzen.
ER ... auf eine RITTERIN. Nein nicht EINE Ritterin. Auf Helisande, dem Drachen.
Jetzt konnte er auch den Drachen aus seinem Traum deuten.

Natürlich wollte sie nicht ZU Arenvir sondern nur näher heran um da zu sein, wenn wie auch bei der Insel etwas aus diesem Riss erschien.
Ahnte sie das er nur das Beste wollte? Nur verhindern das sie den Schutzkreis zerstörte?
Vielleicht würde ihn das davor retten doch noch von ihr gefressen zu werden.
Auf Arenvirs Zuruf hin, kümmerte er sich jedenfalls dann doch um den Baron, der von dem Blitz ziemlich wirr wirkte. Nicht nur seine Haare waren zerzaust. Auch er selber schien nicht mehr in dem jetzt und hier zu weilen.
Zu ihrer Aller Glück jedenfalls schien der Spuk dann doch vorbei.
Arenvir war wie vorher. Alt ... Uralt.
Die Schwesternschaft hatte nichts ändern können.
Helisande kümmerte sich um ihren Gemahl, brachte ihn nach Hause in dem sie ihn selber bis zum Pferd trug, wobei Rian ihr mit offenem Mund zu sah.
Erst Arenvir holte ihn zurück in die Wirklichkeit indem er ihm auftrug Elinor aus zu richten, sie möge einen Termin ausmachen mit Elfenmagiern, Schwesternschaft und Konzilmagiern, bezüglich eines großen Versuches am Riss selbst.
Schnell bejahte er den Auftrag und schrieb Elinor dahingehend eine Nachricht.
Dann jedenfalls war es für diesen Abend endlich geschafft, und er überlegte ehrlich ob er das nächste mal wirklich wieder dabei sein sollte.
Denn Helfen.. Helfen konnte er nicht wirklich.

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Thelor von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 31 Jan 2018 20:33    Titel:
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Von Summen bis Brummen und Wullu Wullu oder auch woher hab ich diese Kopfschmerzen und wo sind meine Bauklötze.

So Langsam ging ihm dieser Knoten in der Magie ordentlich auf den Keks. Nicht dass er es nicht genoss, dass die Magier wegen massiver Kopfschmerzen sogar zu Fuß oder Pferd auf den Straßen anzutreffen waren oder weniger ihre Taschenspielertricks vorführten, aber das sie nun seit Tagen Herberge und Kindermädchen für diese Schrullige alte Spielten oder irgend ein RitualsOpferBrotMesserDolchAthame Dingsbums in der Burg hatten war auf dauer doch zu viel. Am Meisten aber Sorgte er sich doch um den Zustand seines längsten Freundes , wobei in diesem Fall ist wohl auch ältesten zutrefend ,auf Gerimor.

Hm heute sollte dieser geheimnisumwitterte Bund der Schwestern kommen und irgendwelche Experimente mit ihm Machen, der Arme! Alles sehr Suspekt und Darna wurde damals für Nichtigkeiten der Hexerei angeklagt. Seltsame Zeiten in denen wir leben.

Schnaps ist eine Gute Idee, nach dem ganzen Wullu Wullu um und mit seiner Person wird Arenvir das sicher brauchen!
Also ein Paar Flaschen eingepackt und auf nach Adoran ins Kessel Konzil, ähm Behelfsphönix, Moment,.... Vogel ....im .....Topf ......ahhh Suppenhuhn! Konzil des Suppenhuhns. Etwas Spott wird der Freiherr nach dem Schnaps noch über sich ergehen lassen können und müssen.

Wie zu erwarten gab es eine ganze Ansammlung an anwesenden, Regiment, Adel, Magier, Elfe und Schwesternschaft ..... klingt nach einem Geselligen Abend mit Problemen aller Art. Von einem ausgewachsenen Termiten oder Winterhummel Problem , denn der ganze Raum war von einem Summen erfüllt als der Kronritter eintrat, über tränenreicher Adesldamen Klatsch und Tratsch im Nebenzimmer bis hin zum Teekränzchen von Elfe und Vogtin war alles vertreten und im Mittelpunkt so eine Spirituelle Gedanken-Verstand-Vereinigungssession die an Arenvir vollführt wurde! Tauschen wollte er wirklich nicht in diesem Moment!

Irgendwie fehlte nur noch, dass die Damenwelt um Arenvir herum sich an den Händen nahm und einen Reigen zu Tanzen begann, aber das blieb ihm als Zuschauer und auch Arenvier als Opfer, Temora sei es Gedankt, doch erspart. Dafür wurde das Brummen zu einem unerträglichem Dröhnen ehe irgendwas Knallte und Zischte und dem Kronritter mit einem Blitz aus dem nichts bewarf. Darian zerrte ihn noch weg und setzte ihn bei Nyome auf einen Stuhl. Eine kleine schwarze Rauchwolke hustete er aus und noch eine Weile knisterten die wild emporstehenden und zerzausten Haare nach.

Dann sank er in einen Merkwürdigen Traum, er fühlte sich wieder Jung, viel viel zu Jung und hatte nun das dringende Bedürfnis einen Turm zu Bauen, und da kein entsprechendes Baumaterial in form von Holzklötzchen vorhanden waren, mussten kurzerhand die Teetassen herhalten und welch Freude und Scherben es brachte wenn man 4 gestapelte Tassen mit dem Finger anstoßend zum umkippen bringt!!! Herrlich!!!
Die nette Tante Nyome hatte irgendwoher noch einen Spieldrachen und es macht wirklich Spaß sie und die glänzende Dame anzufauchen. Doch irgendwann wird auch das ausdauerndste Kind Müde und bei der Fiberkontrolle der Glänzedame und der kühlen Hand auf warmer Stirn, sank er hinten über in einen Tiefen und unruhigen Schlaf.

Er hatte den Traum einer Schiffsreise und das bei seiner Seekrankheit. Kann einem eigentlich von einem Traum schlecht werden. Es Kann!

Der nächste Morgen...

Uh ... was waren das für Kopfschmerzen?

Hatte er den ganzen Weinbrand alleine gesoffen ? Er blickte sich Müde und verkatert um. Wie war er nur nach Hause gekommen in sein Bett? Warum hatte er sogar noch Wintermantel und Schuhe an und wo zum Teufel war sein Schaukelpferd. Ähm nein den Gedanken verwarf er doch ganz schnell wieder.
Mühsam zog er sich die Sachen aus und schleppte sich ins Bad. Er Blinzelte 4 ,5 oder 6 Mal ehe er die Person im Spiegel erkannte. Die neue Frisur würde Helisande sicher nicht gefallen! Erstmal ein Bad und dann..... Moment irgendwie fehlt doch fürs Bad die schwimmende gelbe Holzente. Thelor Blödsinn, dachte er sich, was ist mit dir los?

Ab morgen weniger Saufen oder mehr!

So nahm er das Bad und bemerkte anschließend zufrieden, das seine Haare wieder ihre Locken annahmen und ging lieber wieder bis abends ins Bett. Diesmal aber ohne Schuhe und Wintermantel!
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 08 Feb 2018 18:08    Titel:
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Die Bestimmung unseres Lebens ist nicht der Erfolg, sondern heroisches Versagen.

Robert Louis Balfour Stevenson



Sie hatte nicht gebeichtet. Obwohl am richtigen Tag im Kloster, so hatte sie sich zu sehr ins Gebet vertieft um dann zu später Stunde noch nach der Priesterschaft zu rufen. Vermutlich hatte man sie bemerkt und in der Stille ihres Gebetes belassen.
Sie würde einen neuen Termin vereinbaren.
Sie würde.

Sie hatte den Lageristen bei der Inventur des Regimentslagers die Listen noch nicht abgezeichnet. Telion lief schon eine Weile mit seinem bürokratisch genormten und absolut tadellosen Bestand hinter ihr her.
Sie würde das in nächsten Dienst nachholen.

Sie hatte ihren Briefkasten noch nicht geleert. Die letzte Nachricht war von Magistra Tiefenbruch und war die Meldung der Verschiebung eines Termins gewesen. Es galt nach neuen Nachrichten zu sehen.
Sie würde das nun tun.

Sie würde.
Sie würde nicht.

Nach einem kurzen Abstecher in die Räucherkammer der Frau Altenbach, die noch immer so geistig abständig war wie seit Wochen, wappnete sie sich mit einem Kaffee und sah kurz in die Bibliothek der Burg. Niemand da, wie meist um diese Zeit. Der Sir sah sicherlich im Rathaus nach dem Rechten, er hatte tags zuvor eine lange Besprechung mit Hochgeboren von Thronwall gehabt. Er würde bald heimkommen.
Er würde.
Er würde nicht.

Der gewittergraue Blick legte sich mit fragendem Ausdruck auf das Katzentier, dass ihr im Treppenhaus entgegensprang und in den Rittersaal preschte. Der Sir würde das Niesen bekommen. Wer hatte nur das arme Tier eingesperrt? Oder war es auf Mausejagd selbst in die Falle getappt?
Offenbar ein Wildling, denn das magere Katerchen fauchte und sträubte das Fell und versuchte alles um von ihr weg zu kommen. Da half nur noch Türen öffnen und abwarten, dass es hinauslief ohne sich gejagt zu fühlen.

Warum roch es im Treppenhaus nach Rauch?
Das alte Burggespenst namens Altenbach hatte die Tür zu seiner Kemenate wieder offen gelassen. Alle Wandteppiche und Bilder würden einen Gelbstich bekommen.

"Frau Altenbach Tür zu!"

Ein Knall.
Ein Blitz.
Lähmung.

Das Amulett an ihre Hals glühte in ihrem eigenen Verteidigungsreflex auf und löste die Effekte wieder. Derr nächste Knall lies alle Bilder verschwimmen. Stimmen und verschwommene Gestalten. Ihre Kehle brannte, sie schrie offensichtlich einen Alarm heraus. Arme packten sie, der Kaffeebecher flog. Das Hauskleid und die weichen Fellschuhe waren nun wahrlich nicht die beste aller Wappnungen, doch die geübte Kämpferin schlug und trat um sich. Kreischende Laute in einer beißenden Sprache erklangen.
Letharen.
Letharen in ihrem Heim.
Die Kräfte wurden nochmal mobilisiert, doch vergebens. Ein erneuter Knall, das Splittern von Glas auf Stein. Die Beine schlugen unter ihrem Körper weg, der in Richtung Wand und Treppe ungebremst zu Boden ging. Durch das in die Luft freigesetzte Mittel der letharischen Alchemisten war da kein Reflex mehr, kein Abfangen. Nur ein unendlich langer Fall.

Ich habe nicht gebeichtet.
Thelor.


Der Kopf traf die Steine das Blut trat jedoch nicht nur aus der Platzwunde, sondern auch aus der Nase hervor. Wollte der Körper sich noch vor dem Hirntrauma durch eine Entlastungsblutung schützen oder bewirkte das Ritteramulett genau das? Keine Frag auf die die Rostharige eine Antwort wüsste, denn ihre Hand hielt das Medaillon mit dem Bildnis ihres Mannes umschlossen.


Schwarz. Sie hatte verloren.
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Aron´deryl





 Beitrag Verfasst am: 08 Feb 2018 23:42    Titel:
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Lange noch saß er vor dem Kaminfeuer der Bibliothek des Axorns. Heute waren es jedoch nicht die züngelnden Flammen die sich durch Kohle und Holz fraßen welche seine Aufmerksamkeit hatten, nein es war eine runzlige alte Frau welche man hier einquartiere und unter ''Beobachtung'' stellte bis seine Heiligkeit sich meldete um sie zu sehen. Doch auch sein Volk wollte diese Frau sehen und ihr die Geheimnisse entlocken, welche sie irgendwo hinter dieser verworrenen Liedstruktur und dem senilen alten Geist gut versteckt hatte.

Aron beobachtete sie genau, versuchte sie und ihre Klangstrukturen zu lesen, vergleichte die verschiedensten Bewohner dieser Welt, oder auch andere Dinge die irgendwo dem ähnlich waren was hier derzeit leise schnarchend vor ihm lag. Wahrlich am liebsten hätte er diese alte Schachtel am Hals gepackt und so lange geschüttelt bis sie freiwillig ihre Geheimnisse ausspuckte welche man ihr nachsagte. Doch der Alka wollte sie unversehrt, zumindest körperlich.... somit waren ihm die Hände gebunden durch körperlichen Schmerz ihr Worte zu entlocken.

Irgendwie musste er an ihren Geist heran kommen..... nur wie sollte er das anstellen ohne das sie es merken würde zumal ihre verworrenen Klangstrukturen ein Durchdringen ohnehin wahrscheinlich fast unmöglich machten. So studierte er sie immer und immer wieder, versuchte irgendeine Logik zwischen den Zeilen ihres Aufbaus zu erkennen.... er prägte sich zumindest ein soviel er konnte, wenn auch ihr schlafendes Erscheinungsbild dazu das seine Gedankengänge langsamer wurden und durch den wenigen Schlaf den er die letzten Tage gehabt hatte letzten Endes dazu führten das auch er die Augen schloss.


Was ist der widerstandsfähigste Parasit? Dachte er sich als er sich zwang die Augen aufs neue zu öffnen... Ein Gedanke.... Resistent und hoch ansteckend.... wenn ein Gedanke einen Verstand infiziert hat ist es fast unmöglich ihn zu entfernen.....

Arons Geist war nun wieder vollkommen klar und die Augen weit aufgerissen während er die Zeilen eines alten Schriftstücks aus dem Turm der Lethyren erneut ans Tageslicht seines von Wahnsinn und Hass zerfressenen Verstandes beförderte.

Der Lethyr Lyu'nar'dicapryx hatte sich auf den Geist spezialisiert....unzähligen Versuchsobjekten auf die verschiedensten Arten und Weisen Informationen entlockt. In der Zeit als Junglethyr hatte er seine Abschriften über die gemachten Studien gelesen... und genau jetzt war die Zeit gekommen dieses Wissen anzuwenden.

Aron erinnerte sich über einen Fall in den Abschriften als ein Menschling mit einer Flasche Wein oder auch anderen Giften die seinen Körper und Geist benebelten in einen Schlaf versetzt wurde und der Geist des Menschlings wie durch einen Schalter neu gestartet wurde.... und selbst nach einem Stundenlauf schlaf der Geist weitestgehend von den Auswirkungen des Giftes regeneriert war.

Fast schon gierig wanderten seine Augen über die schnarchende Alte, wieder versuchte er Veränderungen wahr zu nehmen nur diesmal verglichen mit ihrem Zustand wenn sie bei Bewusstsein war. Er suchte in dem ganzen Wirrwar nach einzelnen klaren Strukturen welche der Lethyr in seinen Schriften als Unterbewusstsein titulierte.

Das Bewusstsein welches in einem schlummerte wenn man bei klarem Verstand war und nur dann zum Vorschein kam wenn man etwas ''unbewusst'' tat aus welchem Grund auch immer.

So verging Stunde um Stunde.... Aron dachte gar nicht mehr daran das seine Ablöse bereits hätte antreten müssen.... und dann zuckte er auf als sich seine Augen öffneten und die Realität ihm sagte das er geschlafen hatte... geschlafen und doch noch so besessen im Schlaf weiter den seit Stunden eingeprägten Körper bewusst weiter zu studieren. Aron erhob sich, die Ablöse stand bereits im Raum und wachte, ihrer Aussage nach seit ein paar Stunden über den Meister und den schlafenden Menschling.

Aron setzte sich in Bewegung, durchstreifte zielstrebig das Axorn um dann letzten Endes im Turm der Lethyren und hinter den Bücherregalen zu verschwinden wo es galt die Studien des ehemaligen Lethyren Lyu'nar'dicapryx erneut ans Tageslicht zu befördern um die Aufzeichnungen mit der Liedsturktur der Alten zu vergleichen.


Zuletzt bearbeitet von Aron´deryl am 08 Feb 2018 23:46, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Earon Auenbacher





 Beitrag Verfasst am: 09 Feb 2018 02:53    Titel:
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Der heutige Abend hatte eigentlich recht vergnüglich begonnen. Während er Kaleya grinsend bei der Raubtierfütterung zusah musste er plötzlich an etwas denken. Yvaine war nun schon ein kleines Weilchen auf der Welt. Doch eine besondere Person hatte das kleine Kind noch nicht kennengelernt. Streng genommen wussten weder die Person, noch das Kind, dass sie zukünftig eine Verbindung haben würden. So schwang er sich noch einmal in die Robe, verabschiedete sich von Kaleya und den Töchtern und eilte los in die frische Abendluft.

Wo konnte man Helisande denn um die Uhrzeit finden? Vielleicht war sie ja noch Abendessen. Würde sie daheim in ihrem Efeuhaus sein oder vielleicht in der Festung? Er entschied sich für die Festung, immerhin war diese ja auch fest verbunden mit ihrem Sir. Irgendwas stimmte dort aber nicht. Dass die Tore geöffnet waren, verwunderte ihn nicht. Sicher hatte das Reich Alumenas genug Wachen und Mannen zur Verfügung, um die Wehr besetzt zu halten. Beim Orden der Temora hatte er so manche Stunden mit den Wächtern verbracht. Auf dem Vorhof traf er dann auf eine Gestalt, eine Frau, die er durchaus wiedererkannte. Elinor Tiefenbruch. Ein flaues Gefühl im Magen und kurze Unvorbereitetheit. Eine Entscheidung musste her, wie würde er ihr begegnen? Freundlich. Instinktiv handelte er und kurz kam ein Bild vor seinem Auge hoch. Seine Tochter, die ihren zweiten Namen einer großartigen Konzilsmagierin verdankte. So tauschten sie sich aus und es wurde klar, dass sie beide zur Lady wollten. Irgendwer musste ja auf dieser Festung zu finden sein, der sagen könnte, ob einer der Ritter anwesend war. Gerade als sie im Stall schauen wollten, trat eine weitere Person auf den Plan. Johanna Hohenhain. Im Stall fanden sie dann jemand, doch verwirrt und unansprechbar. Noch merkwürdiger. Elinor fand dann eine angelehnte Türe, durch die sie hinein konnten. Johanna dagegen hatte wohl einen anderen Weg in die Festung gefunden. Es fühlte sich merkwürdig an mit Elinor so auf Erkundung durch die scheinbar menschenleere Festung zu gehen. Irgendwie aber auch nicht unangenehm. Plötzlich hielt er inne, als etwas sehr eigenartiges bemerkte. Maden! Fette maden! Sofort kam ihm eine grausige Verbindung in den Sinn. Obacht also!

Rasch war aber Entwarnung gegeben, sie trafen wieder auf Johanna. Ein Schock folgte, als sie sahen, dass sie bereits Helisande gefunden hatte. Der Anblick versetzt ihm einen tiefen Stich. Im Hauskleid, mit offenen Haaren. Scherben überall um sie herum. So hätte sie sich nie jemand gezeigt außer ihrem Sir und vielleicht unter den engsten Freunden. Bewusstlos war sie und das dunkle Rot des Blutes war unverkennbar. In dem Augenblick wurde aus den drei vollkommen unterschiedlichen Personen, die sich an diesem Abend getroffen hatten eine Gemeinschaft. Vereint durch einen Gedanken und ein Ziel. Sie muss leben!

Johanna war eine Priesterin und konnte sicher etwas zur Heilung tun. Seine eigenen Fähigkeiten kannte er, aber es würde schwer werden mit den Kopfschmerzen. Heilmagie präzise und richtig einzusetzen erforderte tiefe Verbundenheit zum Lied. Für ihn fühlte es sich immer noch mehr an ein Lied zu singen und zu weben, als jeder andere Eingriff. Mit den Schmerzen blieb ihm kaum etwas übrig, als stumpft den Lebensfunken und die Lebensenergie der Lady anzuregen. Elinor wurde gebeten sofort Hilfe zu holen. Sie folgte, kein Zögern. Johanna warf er rasch zu, dass sie um ein Wunder bitten sollte, für die Heilung der Lady. Nun gab es etwas Abstimmungsschwierigkeit. Er hatte gemeint, dass beide gleichzeitig die jeweilige Kraft nutzten. Denn es war zwar richtig, dass sie strikt getrennt wirkten, doch wirkten sie nicht vielleicht gerade dann am besten, wenn sie durch gemeinsames Streben und Hoffen kombiniert wurden? Als sie dann zu beten anfing und wohl auch das Wohlwollen Temoras an diesem Abend auf der Lady und ihrem Leben lag, da waren sie endlich über den ersten großen Berg.

Der Eingriff hielt an und der Zustand der Lady verbesserte sich. Elinor kam wieder und auch sie tat instinktiv etwas für die Gemeinschaft. Sie nahm Schmerzen auf sich und schirmte ihn ab vor der Wunde! Die neu gewonnene Freiheit im Lied war eine Wohltat und sie sorgte dafür, dass er sich auch endlich um größere Wunden und Missklänge im Lied kümmern konnte. Erneut zielte der Eingriff darauf ab die innere Heilkraft der Lady zu stärken und zu beschleunigen. Das war zwar ein unfassbar machtvoller Ansatz, mit dem man fast jede Wunde heilen konnte, solange noch etwas Leben in der Person war. Gleichzeitig hatte er es bei Pflanzen oft genug beobachtet, welche Gefahr bestand. So beschleunigtes Wachstum konnte auch zu raschem Verfall führen. Ein Kreislauf. Doch es blieb mild, was er an Kraft brauchte. War da vielleicht also doch diese Göttin am Werk, von der er seit dem Ende ihres Ordens so wenig gehalten hatte? Temora gegenüber Dankbarkeit und nicht mehr dieses tiefe Misstrauen zu verspüren, war ein weiteres befremdliches Gefühl. Auch dieses nicht unangenehm.

Endlich konnten sie die Lady transportieren. Doch wohin? In die Gemächer der Gipfelstürmer! Schnell waren diese ausgemacht und gemeinsam hieften sie das große Kriegerweib herüber. Erst wollte er sie aufs Sofa verfrachten, doch daran war nicht zu denken. Irgendwo musste da doch ein Schlafgemach sein. Da eine Treppe. Also hinab. Ein Gang und Türen. Viele Türen! Während sie die Lady den Gang entlang trugen sprangen die Türen links und rechts auf. Sein Wille manifestierte sich im Lied als würde er seine Hände nutzen, um die Türen zu öffnen. Der Schmerz verschwomm in der Sorge um die Lady. Was er sah, als die Türen aufsprangen war das, was ihn für einen Moment traf wie ein Dampfhammer. Innerlich rannen Tränen herab und es gab nur noch einen Gedanken. Sie muss leben! Warum hüttete sie die wunderschönsten Seiten an ihr wie die größten Geheimnisse? Wieder war es an ihm das Geheimnis zu wahren, dass der Drache des Regiments eine ganz besondere Sorte Echsenwesen war. Dem Eisdrachen, dem er daheim hatte, in dieser Hinsicht doch so ähnlich. Dass das passende Bild zu diesen Gedanken auch schon dort hing, machte es nicht besser.

Endlich war das Schlafzimmer der Eheleute gefunden und die Lady aufs Bett geschafft. Wieder eine kurze Diskussion. Johanna wollte die Lady entkleiden und dafür sollte Earon aus Respekt vor der Lady den Raum verlassen. Es dauerte eine Weile bis er überhaupt verstand, was oder warum sie wollte! Für ihn war da nur die Lady, ihr Lied und die Wunden und Disharmonien, die er heilen wollte. Erneut übernahm aber der Gruppeninstinkt die Oberhand. Sie hatte recht. Es war wichtig die Lady nicht nur zu retten, sonder auch sie auf die richtige Art zu retten. Nach einer kurzen Bitte und ohne viele Worte ging es hinaus. Hinauf und auf die Suche! Die Maden waren ein Hinweis, Kampfspuren und eine verschwundene Gertrude. Da war ein leiser Verdacht, doch einen, den er nicht zulassen würde ohne Gewissheit. Die Botschaft, die er also dem Regiment schicken wollte musste einfach sein aber effektiv. Was war das eine, was er ihnen sagen musste, dass jeder von ihnen der konnte kommen würde? Helisande schwer verletzt. Dann das wo und Versicherung, dass man sich um sie kümmerte. An einen Brief war nicht zu denken, er brauchte etwas, das auffiel und schnell war. Mit einem instinktiven Ruf im Lied rief er sein Waldkäutzchen herbei. Es kam und er konnte den Zauber weben, den er vor langer Zeit für solche Situationen entworfen hatte. Die Worte wurden aus Wind gewoben und verpackt. Als Bote diente die kleine Eule. Rasch flog sie davon. Fern von ihm in Adoran am Regimentsplatz spielte sich dann das wohl eigenartige Schauspiel ab, dass aus der Eule drei Mal der Warnruf Earons erschallte. In der letzten Zeit hatte er oft die Komponente einer Imposanten Schau bei seinem Wirken weggelassen. Nun fühlte es sich wie eine befreiende Wohltat an.

Indess beruhigte sich die Lage weiter. Er traf wieder auf Johanna, die Lady war wohl endgültig über den Berg. Erneut konnte er zu ihr und würde eben genau jenen Zauber nutzen, den ihm Farghus gezeigt hatte, als Taleon an einer ähnlich starken Kopfwunde gelitten hatte. Damals war er so hilflos vor seinem besten Freund gestanden und kaum etwas war ihm eingefallen um zu helfen, kaum etwas hatte er gekonnt. Doch Farghus war da! Und genau das, was der ehrwürdig Derwyddon damals getan hatte, tat auch er. Sein Pentakel würde gebraucht werden und er war sich Elinors Reaktion gewiss bevor er es zückte. Natürlich Furcht. Wer konnte es ihr verdenken? Doch dieses war nicht das Pentakel der alten Gertrude. Es war seines und es war erfüllt von der Macht der Erde. Jene Kraft, die er nun rufen würde. Die kleine Holzschale wurde auf den Bauch der Lady gelegt und darauf hingewiesen, dass sie bei der Lady bleiben müsste über Nacht. Das kleine Wurzelgeflecht entspann sich durch sein Wirken im Lied. Wieder der Schmerz, doch er hatte sich verändert. Der Schmerz und das Leid des Liedes, die Traurigkeit, die er empfand, war Teil seines Wirkens geworden. Keine Misstöne entstanden dadurch jedoch, sondern ein kleiner Keim von Hoffnung. Jener mischte sich in die Klänge die sich nun bildeten. Das Geflecht wurde stärker, wuchs und die Wurzeln bildeten sich langsam aus. Hinab ins tiefe Erdreich und zur Urkaft der Erde. Gleichzeitig bildete sich eine Art Kokon aus diesen Klängen im Lied, der die Lady umschlung. Seine Kraft würde der Zauber über die nächste Zeit aus dem Pentakel ziehen, in welches er immer etwas Kraft fließen ließ, wenn er sie in genau solchen Momenten gespeichert brauchte. Die Lady würde also hoffentlich über Nacht von dem Heilzauber umwoben bleiben. Die Kraft die aus der Erde kam und zur Lady floß würde ihre eigenen Kräfte unterstützen und die Selbstheilung anregen. Im besten Fall war sie also sehr viel schneller wieder auf den Beinen, als es normal dauern würde. Der Vorteil dieser sehr ruhigen, sehr viel längeren Wirkweise war, dass die zusätzliche Kraft viel besser mit der der Lady harmonisieren konnte. Nicht zuletzt, weil es an eine Urkaft ankoppelte, an eine der Säulen des Liedes. Gleichzeitig war da eine weitere Komponente, die mit dem Zauber verbunden war. Er wusste, dass die Lady keine Narben scheute und sie sich in ihrer Rüstung auch fleißig verdiente. Doch sie war nicht in ihrer Rüstung gewesen, sie hatte sicher gekämpft. Nein, in ihrem Haus und wenn sie einmal nur der Mensch Helisande war, da sollte sie keine Spuren der Kämpfe davon tragen. So würde wohl die Kraft des Zaubers auf die Heilung so einwirken, dass möglichst wenig oder gar keine Narben von den Wunden Helisandes übrig bleiben würde. In wie weit das Vorhaben gelingen würde, was eh vorraussetzte, dass sie in dieser Nacht dort schlief, würde sich zeigen. Das lag nun nicht mehr in seiner Hand.

Helisande durfte nicht sterben! Und sie würde wohl wieder aufwachen. Was sie zu erzählen hatte war wichtig, aber in dem Moment ihm vollkommen egal. Sicher, er dachte an Gertrude und die Sorgen waren groß, aber gerade ging es ihm nur darum, dass der Regimentsmamadrache überlebte. Allein sie so in seinen Gedanken zu nennen ließ ihn an den Knuff erinnern, den er für das Aussprechen des Namens kassiert hatte. Noch gab es aber eine Aufgabe. Dem Regiment Bericht zu erstatten. Es war wichtig. Wichtig für Helisande und damit gerade wichtig. Nachdem er alles gesagt hatte und eine Heilerin angekommen war - und zwar eine über deren Anblick sein Herz als jemand, der um Helisande besorgt war, einen Hüpfer machte - wusste er, dass sie in guten Händen war. Er konnte gehen, seine Aufgabe war erledigt.

Heim. Endlich daheim. Sofort ging er zu Kaleya. Vermutlich kannte sie es ja eh schon zur Genüge, wenn er sie auf diese Weise brauchte. Aneinander gekuschelt, die beiden Würmchen bei sich im Bett erzählte er ihr flüsternd von allem. Tränen rannen seine Wangen herab. Endlich konnte er seine Gefühle herauslassen. Jene, die sich angestaut hatten und jene, die durch den Anblick der Lady aufgestiegen waren. Bei Kaleya fand er den Frieden, den er brauchte. Auch das Geheimnis teilte er mit ihr. Mit ihr und mit keinem anderen Menschen. Was er dort gesehen hatte war das Beste an Helisande und das, was sie am stärksten hüten hatte wollen. Kaleya würde damit umgehen können. Vielleicht war ja eh davon das ein oder andere Stück von seiner Frau dabei gewesen. Die Geborgenheit und Liebe seiner Familie hatten eine heilsame Wirkung auf ihn, ließen ihn die Anstrengung und die Sorgen vergessen. Nur kurz musste er noch einmal das Glück unterbrechen, denn es waren noch wichtige Botschaften zu versenden in der Nacht. Erneut konnte er auf die Hilfe seines tierischen Gefährten hoffen, der ihn seit so vielen Jahren begleitete.

In jener Nacht aber waren die Gedanken noch oft bei der Lady und bei ihrem Sir. Vor allem aber war da der sehnliche Wunsch, dass der Traum der beiden wahr werden würde.


Zuletzt bearbeitet von Earon Auenbacher am 09 Feb 2018 02:56, insgesamt einmal bearbeitet
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Kila Rabbe





 Beitrag Verfasst am: 09 Feb 2018 12:54    Titel:
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Kila platzte fast der Kragen, als der Gardist sie mitten in der Nach aus dem Bett gerißen hatte. Lange hatte die kleine Frau nicht mehr durchgeschlafen, lange war es her, dass sie mal so früh ins Bett kam und dann weckte sie jemand. Ihre Laune war schlimmer, als die eines Ogers, den man mit Steine bewarf.
Die Nachricht, dass Helisande schwer verwundet wurde und das auch noch in der Ritterbrurg ließ die kleine Blonde erblassen. Ihre Haut wirkte noch weißer als sie es sonst schon war. Kila reagierte sofort.
Der Gardist half ihr rasch in die schwere Rüstung und in den Sattel. Das Wappen derer von Sehnheit prankte mit unerbitterlicher Entschlossenheit auf Kilas Brust. Der Umhang mit dem gleichen Wappen flog durch den eiskalten Nachtwind, als sie ihrem Pferd die Sporen gab. Fest entschlossen, jeglichen Angreifern, so sie noch vor Ort waren den Schädel von den Schultern zu schlagen, galoppierte die Knappin in Windeseile nach Schwertfluren.
Das Pferd rasch im Stall angebunden, wechselte Kila noch ein paar Worte mit dem Stallmädchen ehe sie in die Burg stiefelte, jene durchsuchte und anschließend nach ihrer Lady sah. Sie lebte. Das war das Einzige, was für Kila zählte. Sie lebte.
Kila begann den unteren Teil der Burg von den ekelhaften Viechern und sonstigen Bestandteilen, die an den Angriff erinnerten weg zu schaffen. Die fetten Maden schnippte sie in den Kamin und alles andere gelangte in den Mülleimer.
Das Surren, mit dem sie ihr Schwert aus dem Waffengurt zog, hallte laut in den dunklen Gängen nach. Mit gezogener Waffe, dem schweren Turmschild am Arm, stand Kila nun Wache. Und wenn es Tage dauern würden, niemand kam an der kleinen Blonden so einfach vorbei. Ihre Augen waren voller Entschlossenheit, das Lächeln gestorben und ihre Gesichtszüge hart und voller Sorge.
Helisande lebte.
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Anwa´qulae





 Beitrag Verfasst am: 09 Feb 2018 18:42    Titel:
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    Ungesehen waren wir durch die Wälder gestriffen, die Echsen hatten so leise es geht die Dickichte durchquert. Kaum lichtete sich das Geäst hieß es Vorsicht walten lassen. Die Wiesen um die Burg waren kaum von Bäumen überzogen gewesen, lediglich die kleine Scheune war der Gruppe geblieben um sich bis zum Auszug darin zu verstecken. Eingefallen und kaum groß genug um sich lange darin aufzuhalten, hatten wir zusammengekauert auf der kleinen Fläche in geduckter Haltung verharrt. Zehn Echsen, zehn Letharen und ein Pferd. Die Echsen hatten genügend Fleisch schon vor dem Aufbruch bekommen und doch, gierten sie insgeheim nach dem saftigen und frischen Fleisch des Pferdes - man konnte es in ihren Augen sehen. Doch bei Vater, das Pferd musste lediglich den Rückweg überstehen. Die schlammfarbenen Roben hüllten uns ein, brachten uns ungesehen an die Burgmauer und alle samt saßen wir in geduckter Stellung unter den Fenstern während unser Bruder fast lässig in die Burg spazierte, um der Stallmagd einen Besuch abzustatten. Wie dümmlich - die offenen Tore schon von weitem und für jeden zugänglich zu machen. Ein Wink vom Bruder und wir schlichen um die Ecke.. eins, zwei, drei, vier, fünf... und noch vier hinterher. Lediglich der Ala'thraxor war draußen verblieben. Wir hatten uns entschieden als Gruppe zu gehen, komplett. Und doch war uns allen bewusst gewesen das niemand an ihm vorbeikommen würde. Rasend vor Wut sobald er einen Gegner nur roch, würde niemand sich erlauben ihn anzuzweifeln.
    Während die Pferdehüterin es sich im Stroh 'bequem' gemacht hatte und ein entspanntes Schnarchen von ihr zu hören war, machten sich Xen und Shynt'rar bereits an die erste Tür. Der feine Diamantdraht welchen der Letherix zurechtgeschliffen hatte tat übriges und der Keil, welcher die Tür verschlossen hielt, gab nach. Das laute Pochen der Hellebarde tockte unentwegt über den Boden - entlang der Schritte der Wache welche ihren abendlichen Wehrgang ging. Ins Stroh gekrochen, für jedermann fast unsichtbar, konnte ich aus meinem Versteck lediglich den Lethrixor erhaschen. Einige Grasbüschel an seiner Robe wackelten im Wind herum während er einen Aufgang suchte. Kaum das Zyd'arak die Treppe erklommen hatte und auf den Mauern verschwunden war konnte man seine Stimme schon bald dumpf hinter der Mauer vernehmen an welcher wir saßen. Es klang falsch, völlig fehl am Platz..
    ''Ach Gottchen, wo bin ich denn hier gelandet?''
    Einige der Geschwister hatten die Worte ebenfalls gehört und verengten die Augen.. als ich aber wieder die kratzige Stimme vernahm, ging fast zeitgleich ein Fläschchen zu Bruch.
    ''Meine Medizin.'' - Ich wusste genau was in diesen Fläschchen enthalten war, meine eigenen Hände hatten diese Elixiere gemischt, stark und zuverlässig sollten sie sein. Die Stille breitete sich aus, wir sahen uns gegenseitig aus unseren Verstecken an.. doch ehe sich jemand rühren konnte schwang eine andere Tür auf, die Schlüssel klimperten noch als sich das schleifende Geräusch einen Weg zu uns bahnte. Und siehe da, zu der schlafenden Stallfrau gesellte sich nun auch die Wache in den grässlichen Farben, welche vom Letharfen hinausgezerrt worden war und somit bewies dass die Mittel stark genug waren.
    Kaum dass er mit im Stroh lag, krochen wir aus unseren Verstecken. Auf die Stimme der Schwester Vyel'tareala hin setzen wir uns in Bewegung und drangen augenblicklich in die Burg Schwertfluren. Die Zeit verlief gefühlt schneller als in normalen Fällen und nachdem auch die nächste Tür mühelos aufgebrochen wurde, schlichen wir in den Flur. Die Geschwister zu erkennen war schwer, bis auf die durchdringenden Farben der Augen sahen wir alle völlig identisch aus. Ilphrin positionierte sich direkt am Anfang des Ganges und hob seine Armbrust an. Kaum kam Stillstand in seinen Körper, bahnten sich die dicken Speckmaden einen Weg aus seiner Robentasche. Und während Tar'xyr an den verschlossenen Türen lauschte, Zyd'arak, Shynt'rar und Vyel' um die Ecke bogen und dem scheußlichen Geruch des Tabaks folgten, klang in meinen Ohren immer wieder das Maunzen der schwarzen Katze nach. Leise war tatsächlich etwas völlig anderes, doch aus meiner Position konnte ich rein nichts erkennen außer Ilphrin und Tar' welche im selben Gang wie wir verweilten. Der Lethrusar in unserer Gruppe stand dicht hinter mir an der Wand, und hinter ihm wiederrum lauschte der Runenlose gebannt.
    ''Wo bei Vater ist der Meister?'', drang es vom Letharfen hinter mir an meine Ohren und ich zuckte die Schulter empor. Das Miauen allerdings kam von oben, also musste er bei den Geschwistern sein.
    Die Zeit verging und nach dem gerade noch eine Tür aufgegangen war und leise Stimmen den Flur erfüllt hatten begleitet vom Qualm eines Tabakröllchens, erklang auf einmal eine strenge Stimme, welche auf keinen Fall zu uns gehörte:
    ''Frau Altenbach.. die Türe zu!'' - Stille.
    Keiner der Geschwister schien sich in diesem Augenblick zu rühren, lediglich der Meister im oberen Stockwerk schien gerade seine komplette Katerstimme aufzufahren als das Maunzen immer lauter wurde. Doch niemand kam dazu sich zu bewegen. Das zerspringende Glas am Steinboden zeugte von einem meiner Gemische, also hatten sie sie erwischt.
    ''Überfall! Unholde!''
    Wem auch immer die Frau, welcher diese Stimme gehörte über den Weg gelaufen war, sie war auf einen todbringenden Letharfen gestoßen, welcher es sich nicht nehmen lassen würde mit der gesamten Gruppe die Burg zu verlassen. Das Piepen in meinen Ohren wurde lauter, die Stimmen der Geschwister drangen nicht mehr deutlich an mein Gehör.
    ''Rasch jetzt'', konnte man es vom Mael'Qil vernehmen.
    ''Wir müssen jetzt gehen, die Burg wird überfallen.''
    , redete Vyel auf die Altenbach ein, welche stetig nur mit einem: ''Äh Kindchen... ähäh..'' antwortete, sich jedoch tatächlich in Bewegung setzte und hinaus führen ließ. Von der Wand abgestoßend, war ich dem Gespann sogleich gefolgt und ein Blick in den Gang hinein hatte mir verraten, dass auch Tar'xyr noch bei der schreienden Frau war.
    ''Frau Altenbach wehrt euch! Wir beide sind alleine in der Burg.'' Und trotz des Gekeifes schien die alte, deutlich verwirrte Gestalt sich nicht umstimmen zu lassen - sie ging mit uns hinaus. Die Luft im engen Flur wurde langsam stickiger... die Dämpfe der vielen zerbrochenen Flaschen stiegen zusammen mit dem Qualm des alten Menschenweibchens an die Decke. Den Überblick über die Tätigkeiten im Inneren hatten wir längst verloren als wir an die Abendluft drangen. Lediglich ein ''Letharen!!'' konnte man noch vom hysterischen Weib hören, was wohl allzu deutlich bestätigte, dass sie uns erkannt hatte.
    Alles musste schnell gehen, genauso wie es besprochen worden war.. und so saß Gertrude Altenbach schneller als sie schauen konnte auf einem Pferd, welches Vater sei Dank in der Zwischenzeit nicht gefressen worden war - und wurde von vier Letharen Richtung Axorn geschafft. Mein Blick verharrte starrend auf das Tor der Menschenburg. Drei der Brüder fehlten noch und das obwohl wir nur als Gruppe und komplett zurückkehren wollten. Der Ala'thraxor hatte sich mit einem Runenlosen zu mir gesellt und so verblieben wir eine gefühlte Ewigkeit in dieser Starre. Die erste grüne Robe hob sich von den Zierbüschen ab und kam auf uns zu. Die Kapuze hob sich und zum bekannten roten Augenpaar gesellte sich die kratzige Stimme des Lethrixors:
    ''Die anderen kommen nach.''
    Eine weitere Sillhouette zeichnete sich in schlammiger Farbe ab, welche unverkennbar dem Templer gehörte, taumelnd und ungewöhnlich schief verließ er den Burghof und doch, auch er war raus. Die letzte Gestalt welche sich zu uns gesellte war der Mael'Qil welcher der letzte im Bunde war. Seine eigene Anweisung befolgend kehrte auch er ein und bildete unsere Nachhut.
    ''Zu den Echsen, rasch!''
    -
    ''Gut, Abmarsch - sofort! Bewegt eure Leiber!!'', schloss der Ala'thraxor unsere abendliche Mission.








Zuletzt bearbeitet von Anwa´qulae am 09 Feb 2018 18:53, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 09 Feb 2018 18:42    Titel:
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Heilung bedeutet, daß der Mensch erfährt, was ihn trägt, wenn alles andere aufhört, ihn zu tragen.

Wolfram von Eschenbach



Wärme durchflutet ihren Körper, so wohltuend und beruhigend nach der beißenden Kälte. Aus der Schwärze ist ein ruhiges, leicht flackerndes Licht geworden. Das heimelige Licht von Kerzen und einem Kaminfeuer. Irgendwer hat wieder die Teppichfransen nach innen geklappt und die Ritter der Holzburg als Wall vor den Stoffdrachen gestellt.

"Gehört das nicht anders, Konrad?"
"Nicht bei uns. Ritter beschützen Drachen."
"Wer hat dir das denn erzählt."
"Tanta"
"Tante, es heißt Tante. Warum müssen denn die Ritter alle den Drachen beschützen?"
"Drache wird Mama. Bekommt Fjali oder Netti. Kann zählen... 1,2, 6, 8 42!"
"Eh..."
"Papa Kon_rad das beibracht!"
"Beigebracht. Konrad, Papa hat dir Zählen beigebracht? Wollen wir das nochmal... üben?"
"Nee, kann schon alleine.. 1,4, 2,6, 42. Ritter...RUMMS!"


Der Blick gleitet von dem munteren Dreijährigen weg zu den eigenen Händen, die sich auf den eigenen Bauch gelegt haben. Schützend, wie ein Panzer ruhen sie dort. Das Licht wird heller und die kindliche Stimme wandelt sich.

"Du kannst nicht hierbleiben, Mama."
"Ich will aber. Hier bin ich sicher."
"Aber dort sind sie nicht sicher ohne dich."
"Ich will nicht zurück. Hier ist mein Sir, hier ist mein Heim."
" Sie brauchen dich, Mama. Elinor wird noch verrückt. Sie hat Schmerzen auf sich genommen um dich zu heilen. Der Herr Auenbacher ebenso, sogar Hochwürden Hohenhain hat nach dir gesucht. Sie hat dich gefunden. Kila hält Wache. Sie werden immer mehr und sie brauchen dich."
"Jeder ist ersetzbar. Ich habe schon genug... genug... "
"Mama, du musst zurück! Papa ist verloren ohne dich, er darf nicht noch eine Frau verlieren."
"Wieso kannst du eigentlich plötzlich so sprechen?"
"Ich bin noch nicht ich, Mama. Ich bin noch ein ungezeugterTeil von dir, den du erst in die Welt bringen musst. Geh zurück... siehst du das Licht? Temora schickt es dir."
"Mir?"


Die Neugier siegte oder der Rest des Verstandes, der nicht aus Angst, Versagen und Schmerz bestand oder davor fliehen wollte. Die Hände zogen sich zurück und das Bild der häuslichen Szene am Kamin verblasste. Vor ihr nur noch ein langer, hallender Gang und am Ende dessen der Eindruck von Licht und Wärme. Der dumpfe Klang besorgter Stimmen, vertrauter menschlicher Stimmen.


Zuletzt bearbeitet von Helisande von Gipfelsturm am 09 Feb 2018 19:59, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Kila Rabbe





 Beitrag Verfasst am: 10 Feb 2018 14:51    Titel:
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-Weiter machen, einfach weiter machen.- Dachte sich Kila und kämpfte gegen die harte Müdigkeit an. Lange stand sie Wache, niemand kam an ihr ungesehen vorbei und sie sprach kaum ein Wort. Standartbegrüßungsfloskeln und das respektvolle Verneigen war alles was sie tat. Sie musste durchhalten, für die Ritterschaft, ihre Lady und Freunde.
Auch wenn es ihr schier schwer fiel und ihr so viele dienstliche Dinge durch den Kopf gingen, so wisch sie nicht einen Moment von ihrem Posten ab.
Einfach nur weiter machen.
Sie fühlte sich so schuldig, dass sie am Abend zuvor nicht für ihre Lady da war und sie nicht beschützen konnte. Warum musste sie ausgerechnet an jenem Abend frei haben? Hatte das jemand gewusst? Gab es Verräter in der Burg? Natürlich.
Es gab sie überall.
In Lichtenthal, in Adoran, im Regiment, in der Burg. Überall.
Kila seufzte schwer und sah sich einen Moment im dunklen Gang um. Es war kalt in der Nacht, ihr Leib schmerzte. Sie konnte nicht die Uhrzeit einschätzen. Das wenige Licht der Fackel an der Wand gab lediglich die kalte Steinmauer des Burgganges wieder. Jedes noch so winzige Geräusch wurde verstärkt vernommen. Kila war es gewohnt lange Wache zu stehen und sie war, trotz ihrer Müdigkeit hellwach und stierte in die Finsternis. Ihre Gedanken waren stets bei ihrer Lady. Sie brauchte Helisande. Noch.
Was wäre Lichtenthal ohne die Lady? Kila schüttelte den Gedanken ab und straffte die Haltung.
Einfach nur weiter machen.


Zuletzt bearbeitet von Kila Rabbe am 10 Feb 2018 15:01, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Aron´deryl





 Beitrag Verfasst am: 11 Feb 2018 16:10    Titel:
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*Noch spät in der Nacht machten sich unzählige Lethrixoren auf den Weg, bestimmten Streitern Vaters unter den Menschlingen in den Städten Rahal, Grenzwart, Düstersee aber auch in der Festung der Arkorither, der Garde Rahals sowie dem Rakun und dem Palast selbst jeweils ein Schreiben auszuhändigen.

Das Schreiben selbst ist ein gerolltes Pergament, welches vom Siegel des Meisters selbst verschlossen ist. So man es bricht, als wäre die Zeit des Schriftstückes bereits vor Jahrhunderten abgelaufen, können Magiekundige ein dissonantes, warmes Flimmern vernehmen, dass sich vom oberen Rand des Pergaments langsam nach unten frisst.*



Vaters Zorn mit seinen Streitern,

ich lasse euch diese Zeilen zukommen um Euch darüber in Kenntnis zu setzen, dass die Zeit zum Handeln gekommen ist. Sicher habt ihr mitbekommen, dass Gertrude Altenbach, das Menschenweibchen, sicher zu uns gebracht werden konnte.

Es gilt nun heraus zu finden, wie sie das tat was man ihr nachsagte.
Diverse Versuche mit ihr zu kommunizieren, ob mit ihrem verwirrten Geist oder ihrer Klangstruktur, sind bisher fehlgeschlagen. Ihr konnten noch keine weiteren Informationen entlockt werden, weswegen wir uns entschieden haben einen anderen Weg zu gehen um an die Informationen zu gelangen, welche seine Heiligkeit wünscht zu erfahren.

Doch diese Wünsche erfordern einen gezielten Aufmarsch seiner Streiter. Wo eine einzelne kleine Gruppierung höchst wahrscheinlich scheitern würde und wie es der größenwahnsinniger Heckenmagier Arenvir Kobold von Goldlöckchen tat, das Reich in Chaos stürzen würde.

Seht unser Vorhaben als Ansporn, als Möglichkeit diesen Amateuren zu zeigen was Vaters Streiter groß macht und warum sie stets den Kürzeren ziehen werden, wenn sie sich mit Euch messen wollen.

Zusammen können wir die Schwächen einzelner ausmerzen, denn wir wissen um sie und und arbeiten stetig an ihnen. Mit dem Vertrauen und der Zuversicht in Vater und seiner zu uns geschickten Führung, werden wir diesen Kampf für uns entscheiden, wie schon so oft in vergangenen Zeiten.

Deshalb benötigen wir folgendes.


Eine Tinktur aus den tiefsten Tiefen des Axorns selbst, welcher sie in einen tiefen Schlaf versetzt und gleichzeitig ihren Geist zugänglicher und schutzloser gegenüber äußeren und direkten Einflüssen macht.

Den Tempel Rahals, Tempel des Rakuns sowie des Axorns, welche sich um ein nötiges Schutzritual kümmern, freigesetzte gefährliche Energien abfangen und in dafür vorgesehene Absorbtionskristalle meines Volkes kanalisiert, um eine voraussichtliche Zerstörung des nahen Umfeldes zu verhindern.
Es wird für sie schwieriger sein etwas zu verhindern, was sie wohl möglich nicht lesen oder verstehen kann. Jene können gewiss von zusätzlichen Liedkundigen unterstützt werden.

Sollten sich dennoch andere Auswirkungen auf das Umfeld aufzeigen oder gar Kreaturen in unsere Dimension gerissen werden, benötigen wir auch starke Schwertarme und dicke Panzerungen, die unsere Schwäche der Verteidigung in diesem Moment ausmerzen. Auch die frei gestellten Gardisten, welche nicht in den äußersten Grenzen des Reiches eingesetzt werden, sowie Ritterschaft aber auch jeder andre freie Schwertarm, ob Mensch, Rashar oder Lethar, können wohl möglich etwas dazu beitragen die Sicherheit seiner Streiter zu gewährleisten. Heilkundige sowie jene welche ihre Taten durch ein Instrument der Musik erklingen lassen, werden ebenso Gelegenheit haben mit ihrem Können etwas Wichtiges dazu beizutragen.

Zu guter letzt benötigen wir für unser Vorhaben Liedkundige, welche sich mit der Mentalmagie auseinander gesetzt haben und wissen wie man mit einem anderen Geist kommunizier,t sowie behutsam, vorsichtig Informationen einspeist und heraus zieht. Hier werden wir die Kräfte von vielen auf wenige Individuen bündeln müssen, um dafür Sorge tragen zu können, dass unsere Bemühungen im Traum des geschwächten Objekts Früchte des Sieges tragen. Es geht hierbei das wohl möglich klare Unterbewusstsein wiederholen zu lassen, was Getrude bei dem Ketzerritual getan hat. Lediglich Bruchstücke werden die, welche mit dem Thema tiefer vertraut sind und das nötige Wissen über sie haben, als Gedanken ihrem Geist vorgaukeln, so dass sie von ganz alleine damit beginnt den Traum in dem sie sich befindet mit Informationen zu den damaligen Geschehnissen zu füllen und aufs Neue unbewusst auszuleben.





Der Termin für das Unterfangen wird der Tag des Donners in dieser Woche sein, so alle Vorbereitungen bis dahin abgeschlossen sind. Kurzfristig davor wird man den Ort bekannt geben wo wir beginnen werden.





Meister des Axorns









ooc: Ich entschuldige mich vorab wegen den dürftigen Absprachen und Vorbereitungen, aber mir wurde nahe gelegt das Unterfangen so schnell wie möglich durchzuziehen da die Quest zu einem Ende komme muss. Eine Woche für alles ist doch recht knapp bemessen.
Ich hoffe dennoch auf zahlreiches Erscheinen und freue mich auf einen weiteren spannenden Abend mit euch. :)
15.2.18 20:00
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 11 Feb 2018 20:42    Titel:
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Weisheit befreit vom Zweifel,
die Tugend befreit vom Leiden,
Entschluß befreit von Furcht.


Konfuzius



Kopfschmerzen.
Ein dumpfes und aufflackerndes Pochen, welches immer mal wieder aufflackerte. Sie hatte sich entschlossen die Augen zu öffnen, ganz zu öffnen. Sie hatte sich entschlossen zurück zu sein in dem Jetzt, das das ihre war. Mit diesem Entschluss kamen auch alle Empfindungen mit ungebremster Wucht zurück. Angst, Schmerz, Ausgeliefertsein, Fürsorge, Schwäche, Wärme, Licht, Freundlichkeit, Sorge und Jucken. Es juckte wie verrückt an dieser Platzwunde am Schädel, auch die Prellung an der Hüfte juckte als ob irgendjemand Juckpulver in ihr Bett gestreut hätte. Sie hielt es nicht aus und riss die Verbände ab. Kila und Eveliina halfen ihr beim Baden, ordentlichen Waschen und Auskämmen der Haare. Die beiden Damen Tage zuvor Elinor und Johanna hatten sie schon einmal gereinigt, nun floss der Rest des Dreckes endlich vom Körper ab.
Kein Verband mehr. Nirgends.
Sollte irgendein Heiler kommen und sie verwickeln wollen oder ihr irgendwelchen Schmerztee andrehen, würde sie nach Vasen rufen. Diese Tees sorgten alle nur dafür, dass ihr pflaumenweich im Kopf wurde und sie keine klaren Gedanken mehr fassen konnte. Der latente juckende Wundschmerz war da bei Weitem hilfreicher. Vor allem, nachdem sie endlich das Schreiben Linas aus ihrem Postkasten erhalten hatte. Es lag dort schon viel zu lange unbeantwortet.
Temora mochte ihr gnädig sein, aber die Zeit für Entscheidungen war gekommen. Dieses zögerliche und schreckensstarre Verharren war unerträglich. Frau Altenbach hatte man ihr geraubt. Warum war sie nicht ihrem Impuls gefolgt und hatte der Greisin das Genick gebrochen? Weil man sie für unbedingt nötig für irgendein Ritual hielt. Nun war sie in den Händen des Feindes und würde dem Feind nützen und niemandem sonst mehr.
Vasen.
Sie brauchten mehr Vasen.
Viel mehr Vasen.

Sie griff zu einem herumliegenden Stück Pergament und verfasste eine Notiz, die an jemanden in Schwingenstein gerichtet war. Ein Überbringer dafür war schnell gefunden.


    Burg Schwertfluren
    11. Eisbruch 261


    Lucien,

    ich habe einen angeschlagenen Schädel, bin von oben bis unten blau und habe im Moment keine, aber auch wirklich gar keine Geduld für Diskussionen.
    Du musst bei mir etwas abholen. Schnell und ohne großes Aufsehen.
    Den Empfänger nenne ich dir persönlich.

    Und bleib mir mit Tee weg!


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Jyn´drarr





 Beitrag Verfasst am: 14 Feb 2018 01:23    Titel:
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Ein versiegelter Brief wird Tassador durch einen Lethrixor überbracht.
Beigefügt ist ein Päckchen.
Öffnet man das Päckchen, so befindet sich darin eine Phiole mit Flüssigkeit.


    Vaters Zorn mit dir Tassador,

    auf Anordnung des Meisters schicke ich euch dieses Päckchen mit einer Tinktur.
    Die Tinktur ist aus meisterlicher Hand. Bei Verabreichung an die Person Gertrude Altenbach,
    durch die Beimischung ins Essen und Trinken, sollte es ihr einen schnellen und tiefen Schlaf bewirken.
    Es ist wichtig, dass die Person Getrude das im Laufe des Tages zu sich nimmt, damit sie für das geplante Ritual bereit ist.

    Im Auftrag des Meisters des Aron'deryl
    *krackelig wird unterschrieben.*
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Der Erzähler





 Beitrag Verfasst am: 22 Feb 2018 17:40    Titel:
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Splitter waren so eine Sache. Eigentlich gab es nichts Gutes an diesen Dingern. Sie entstanden entweder, wenn etwas kaputt ging... nein, sie entstanden nur, wenn etwas kaputt ging und dann hatten sie keinen Nutzen. Sie waren einfach da. Und die fiesen unter ihnen, schoben sich auch noch in die Haut eines Fingers oder die Sohle eines Fusses und taten weh. Ekelhafte kleine Dinger.
Oh und dann gab es noch jene, die sich zwar fies in Haut und Fleisch einnisteten, aber das ganz unbemerkt, weil sie zu klein waren und nicht tief genug steckten, dass es weh tat, aber auch nicht locker genug, dass sie einfach rausfielen. Fiese kleine Dinger.
Einer genau dieser Splitter aus altem Holz harrte schon eine Weile aus in einer Hand, deren Besitzerin nichts davon gemerkt hatte. Er tat ja auch nicht weh, der kleine Schuft.

Aber was tut nun genau er zur Sache? Ja, hm, eine berechtigte Frage! Er stammte eben nicht von irgendeinem Holzscheit oder einer nicht ganz glatt gehobelten Bank. Nein, er stammte von einem Stab, einem Stab, der irgendwie verloren war und nicht mehr wusste, wo er hingehörte und seit ein paar Tagen nicht mehr so war, wie er sein sollte. Der kleine Splitter hatte sogar eine ganze Reihe von Kollegen bekommen. Das blöde war, sie waren nicht bei ihm, sondern harrten in irgendeiner blöden Truhe aus. Und das blöde war auch, dass irgendwie alles noch unvollständiger war, seitdem seine kleinen Kollegen dort entstanden waren. Immerhin waren sie in bester Gesellschaft mit den anderen, hölzernen Splittern und ihren gemeinen Verwandten, den Metallsplittern. Nur die Kristallsplitter vermissten sie alle.

Jetzt war die Frage aber auch immer noch nicht beantwortet! Naja, der kleine Splitter steckte nun schon eine ganze Weile in der Hand der ersten Fremden, die seinen Ursprung berührt hatte. Das waren eben nicht die alten, falten Finger, die der Stab schon seit Ewigkeiten kannte, nein nein, das waren andere. Aber so hatte sich der kleine Schuft in die Haut eingenistet und harrte der Dinge, die da kämen. Warum nun gerade diese Hand? Irgendeinen Grund würde es sicherlich geben. Und den Grund würde irgendjemand irgendwo wissen. Aber so ein Splitter scherte sich auch nicht um Gründe. Warum auch.

So war es aber jene unfreiwillige Splitterträgerin, die just an diesem Nachmittag zu einem unfreiwilligen Halt kam und kurz erstarrte, während die Bilder durch ihren Geist wanderten. Für die anderen, ihre Schwestern, machte sich nur ein flaues Gefühl breit, ohne Bilder, ohne Worte. Wie ein ganz kurzer Schwindel, wenn man zu schnell aufstand. Doch die Splitterträgerin selbst würde Farben sehen, Umrisse, Schemen, die sich immer wieder zu neuen Bildern zusammensetzten:

Schwer beschädigte Gegenstände, zusammen in einer alten Kiste und doch irgendwie allein, umgeben von Splittern ihrer selbst. Drei Stück waren es an der Zahl, die sich der Zerstörung widersetzt hatten. Und dann noch einen, ganz woanders, weit weg von seinen Geschwistern, umhüllt von einem Tuch.

Graues Haar, nur eine Strähne in einer Hand.

Giftgrüne Stränge, die sich von den Gegenständen aus durch Klänge und Farben zogen, bis sie sich in einem alten Greis vereinten.

Eine Rothaarige inmitten eines Kreises.

Ein Riss, eine Wunde, blutrot und pulsierend, heilend aber immer noch an einer Stelle aufgerissen und klaffend.

Brüder, deren Anblick das Gefühl der Notwendigkeit hervorrief.

Und zu allem Überfluss eine Uhr, die unaufhaltsam tickte und deren Pendel ein unangenehmes Dröhnen verursachte.
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Viv Savehr





 Beitrag Verfasst am: 26 Feb 2018 10:15    Titel:
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„Fühlst du dich wohl mit dem Westen?“ Es dauerte, bis ich reagierte, nämlich so lange, bis ich realisierte, dass tatsächlich ich gemeint war. Nicht, dass es besonders ungewöhnlich wäre, dass jemand mich meint.. aber hier ging es, um die Aufteilung der vier Himmelsrichtungen, die Übernahme der Aufgabe, die Mächte der dazugehörenden Elemente um ihre Hilfe zu bitten!
„Fühlst du dich wohl mit dem Westen?“ Himmel, ich fühlte mich so wohl, oder unwohl mit jeder der vier Himmelsrichtungen, wie es in dieser Situation nur möglich wahr. Mein ganzer Körper stand kribbelnd unter Strom und das hatte nichts damit zu tun, dass ich mich ins Lied hatte versinken lassen... hatte ich nämlich noch gar nicht! Ich fühlte mich, wie ein Jungfräulein, welches sich anschickt zum ersten Dorftanz mit dem Jüngling zu gehen, bei dem das Herz höher schlüge. Bis zum Halse, um genau zu sein.
Das Erste was ich von Ritualen hörte, waren die Ideen von jungen Schwestern, einer Aufgabe folgend, ausgedacht, um theoretisch darzulegen, dass ihnen der Ablauf bekannt sei und... kürzlich beim Riss, der erste Versuch der Liedwirker, diesen zu schließen.
Da stand ich nun... im Westen... mahnte mich zu atmen. Die Schwester, mir beiseite stehend, neben mir, Hand in Hand. Würde ich... nein, würden sie? Würden die Mächte des Westens, die Mächte der sanften Wellen, die Mächte der starken Wogen, die den Meereswesen Heimat gebenden Mächte... würden sie meine Bitte hören? Würden sie sie ERhören?
Sie taten es! Sie formten sich, uns zu schützen, zu unterstützen! Mutter und Schwester sei Dank!

Sehr viel später...
lag ich in meinem Bett, starrte durch die Dunkelheit, mit noch zitternden Beinen. Nachdem die Anspannung abgefallen war, wollten sie schier nicht mehr aufhören zu zittern. Einerlei... der Riss war geschlossen, das Lied geheilt und er war wieder der Alte.. also alte Alte.. also so wie vor Gertrudes kleiner Lektion. Der kleinen Lektion, die das Gefüge von Melodie und Zeit verschoben hatte.

Am nächsten Morgen...
lege ich behutsam eine kleine Ansammlung von Splittern in ein mit Samt ausgeschlagenes, kleines Kästchen.
Sie klingen nach Feuer, Wasser, Erde und Luft. Sie sind Zeitzeugen von Heilung durch Zerstörung.
Möge Mutter sich Gertrudes Seele angenommen haben... wie vielen von allen Liedwirkern wird Verwirrtheit im Alter ereilen...?
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